Simone Meier

 3.3 Sterne bei 35 Bewertungen
Autorin von Fleisch, Kuss und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Simone Meier

Kolumnen und Bücher: Simone Meier, geboren am 5. März 1970 in Lausanne, ist eine schweizerische Schriftstellerin und Journalistin. Sie studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Amerikanistik in Berlin, Zürich und Basel. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie als Literaturredakteurin, Kulturredakteurin und Kolumnistin für verschiedene Zeitungen. Heute ist sie als Kultur- und Gesellschaftredakteurin beim Newsportal Watson tätig. 

Ihr Debüt als Autorin gab sie mit ihrem Roman „Mein Leib, mein Leib, mein Leib“. Nebenbei arbeitet Meier noch als Jurorin des Berliner Theatertreffens, und Drehbuchautorin. Für ihre Arbeit wurde sie breites mit dem Förderpreis der Bodensee-Konferenz und dem Prix Pathé ausgezeichnet. Zudem erhielt sie den Titel Kolumnistin des Jahres. 

Die Autorin lebt heute zusammen mit ihrer Familie in Zürich.

Neue Bücher

Reiz

Erscheint am 16.02.2021 als Hardcover bei Kein & Aber.

Alle Bücher von Simone Meier

Cover des Buches Kuss (ISBN: 9783036961040)

Kuss

 (15)
Erschienen am 12.05.2020
Cover des Buches Fleisch (ISBN: 9783036959733)

Fleisch

 (16)
Erschienen am 16.04.2018
Cover des Buches Hemingways sexy Beine (ISBN: 9783036960173)

Hemingways sexy Beine

 (3)
Erschienen am 08.10.2019
Cover des Buches Mein Lieb, mein Lieb, mein Leben (ISBN: 9783423130639)

Mein Lieb, mein Lieb, mein Leben

 (1)
Erschienen am 01.01.2003
Cover des Buches Reiz (ISBN: 9783036958392)

Reiz

 (0)
Erscheint am 16.02.2021
Cover des Buches Meiers Best (ISBN: 9783859325067)

Meiers Best

 (0)
Erschienen am 01.12.2005

Neue Rezensionen zu Simone Meier

Neu

Rezension zu "Kuss" von Simone Meier

Möglichkeiten?
Buchstabenliebhaberinvor 8 Monaten

Vielleicht sieht die Welt deiner Nachbarn ideal aus - aber was verbirgt sich wirklich hinter der mal mehr, mal weniger perfekten Fassade? Simone Meier entführt in die Welt von Pärchen Gerda und Yann und Nachbarin Valerie.

Offiziell erfüllt sich Gerda einen Traum, sie macht ein Sabbatical und renoviert ein altes Häuschen, dass die beiden soeben gemietet haben. In echt ist sie arbeits- und perspektivlos und spielt harmonisches Beziehungsleben mit Yann. Den sie irgendwie auch etwas langweilig und farblos findet. Wenn Sie nicht gerade tapeziert oder streicht, träumt sie von einer perfekten Liebesbeziehung mit Alex, einem Arbeitskollegen ihres Freundes. Völlig hin- und hergerissen forciert sie Begegnungen und Berührungen und rettet sich immer wieder in ihre Rolle als "liebende Hausfrau". Ironisch gemeint, natürlich.

Yann ist anders, er ist zufrieden mit seinem Leben und steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Er liebt Gerda. Er gönnt ihr ihre Auszeit, allerdings mit dem Anspruch, dass sie anschließend wieder funktionierendes Mitglied der arbeitenden Bevölkerung wird. Bis er gleich zwei Frauen trifft, die ihn faszinieren ...

Und dann ist da noch Valerie.Mit über 50 gehört sie langsam aber sicher zum alten Eisen in der Redaktion, ihr Stern ist am Verglühen, die Kluft zwischen ihr und den "Kindern" im Verlag wird größer und das ist ihr auch klar. Das Leben, ein täglicher Kampf, in der prekären Arbeitswelt, wo sich die Räder immer schneller drehen und alle aufpassen müssen, nicht überrollt zu werden. Die Einsamkeit ein ständiger Begleiter, Begegnungen, One-Night-Stands, flüchtig und oberflächlich.

Simone Meier hat ein gutes Auge für unsere Gesellschaft. Das Cover spiegelt die Grundstimmung des Buches gut wieder: Auf den ersten Blick sehen wir eine stylische 50-er Jahre Tapete, leicht kitschig, aber voll im Trend. Mir fiel lange nicht auf, dass die Tapete Flecken und Risse hat, die vielen Vögel lenken geschickt ab. Auf mich wirkt das wie eine Metapher, auch wir können unsere Fassade aufhübschen, aber darunter verbergen sich andere Schichten, viele Jahre Lebenserfahrung, Erinnerungen, Gefühle.

Simone Meier offenbart uns in "Kuss" die Sehnsüchte und Ängste von Gerda, Yann und Valerie. Man leidet und fiebert mit ihnen mit, allzu vertraut sind ihre Sorgen und Hoffnungen. 

Ein wunderbares, modernes Buch, dass überhaupt nicht kitschig ist. Ich betone das, weil ich aufgrund des Covers nicht danach gegriffen hätte, und wir nur zu einander gefunden haben, weil es die Empfehlung einer Freundin war.


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Rezension zu "Hemingways sexy Beine" von Simone Meier

aufgeschrecktem Reh mit sinnlichen Lippen - oder - sexy Männerbeine
Gwhynwhyfarvor einem Jahr

»Doch dann lasen wir in einer Zeitung, dass die weltweit erfolgreiche Autorin Sally Rooney einem ›aufgeschrecktem Reh mit sinnlichen Lippen‹ gleiche. … Weil Ironie die beste Psychohygiene ist, haben wir beschlossen, dem Problem satirisch zu begegnen. Auf Twitter schrieben wir dreiste kleine Kommentare, in denen die Hünen der Literatur selbst zu Hühnern schrumpften.«


Stellt euch vor, Frauen würden über Autoren schreiben wie Männer über Autorinnen. Was käme dabei heraus? Es ist wirklich dreist und abartig, was über Autorinnen geschrieben wird, was sie in Interviews gefragt werden. Spieß einmal umgedreht! Bei Frauen geht es oft genug ums Äußere, so wurde Sybille Berg von einem Medienvertreter als »die Rotblonde mit dem – nach Sara Wagenknecht – gewalttätigsten Lidstrich Deutschlands« tituliert. Simone Meier, Güzin Kar, und Nadia Brügger hatten die Idee, mit dem Hashtag #dichterdran darauf aufmerksam zu machen. Ob Kleist, Rilke, Thomas Mann, Fitzek, Oskar Wilde, Daniel Kehlmann, Martin Suter, Arthur Miller usw., Kritiker wie Denis Scheck, jeder wird durch den Kakao gezogen. Dieses Buch umfasst eine Sammlung der besten Kommentare. Amüsant, kurzweilig, ein kleines Buch zum Verschenken – vielleicht an einen männlichen Journalisten – oder an eine Freundin. Denn nachdem dieses Hashtag so erfolgreich wurde, ging der ein oder andere Kollege sicherlich in sich. Mit Humor erreicht man meist mehr, als mit Predigten. Klasse Idee – klasse Buch!


»Die Männerbuchwelle boomt – wir werfen einen Blick auf die Werke von J.P. Sartre, den Mann an der Seite der großen Künstlerin Simone de Beauvoir, und beleuchten, was das charmante Anhängsel mit der sexy Hornbrille von der Meisterin gelernt hat.«


Simone Meier Simone Meier ist Schriftstellerin und Redakteurin beim Schweizer Newsportal »watson.ch«, wo sie über Fernsehen, Feminismus und alles Fleischliche schreibt. Sie lebt in Zürich. 

Güzin Kar ist Drehbuchautorin, Filmregisseurin und Kolumnistin der »NZZ am Sonntag«. Ihre Serie »Seitentriebe«, die sie für das Schweizer Fernsehen SRF realisierte, gewann den European Script Award. Nadia Brügger ist Literaturwissenschaftlerin und schreibt heimlich Kurzgeschichten. Sie war Redakteurin bei einer Frauenorganisation und sitzt manchmal auf Podien zu Geschlechterfragen. Aktuell forscht sie an der Universität Zürich zur Idylle in feministischer Theorie und Literatur.


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B

Rezension zu "Kuss" von Simone Meier

Kuss
BirPetvor einem Jahr

"'Beziehung' hatte sie gesagt, 'ist wie eine Bibliothek voller Romane. Die einen sind Meisterwerke, die anderen nicht, die einen sind leichter, die anderen schwerer. Das sammelt und stapelt sich mit den Jahren, bei manchen hast du Lust, noch einmal darin zu blättern, und andere schmeißt du weg, weil du sie viel zu gut kennst und nicht mehr lesen magst'"

Als Leser landet man hier in einer Stadtrandsiedlung, damals in den 1930ern ein Arbeiterviertel und heute alles sehr renovierungsbedürftig. Jedoch benötigen nicht nur die Häuser etwas neuen Glanz, auch so manches Ego scheint sich auch aufpolieren zu müssen.

Im Mittelpunkt des Romans stehen das Paar Gerda und Yann, sowie deren Nachbarin Valerie. Was sich hinter den Fassaden dieser beiden Häuser verbirgt, wird schonungslos erzählt und ist das, was wohl häufig Realität ist, sich viele vorstellen, aber worüber natürlich kaum einer sprechen mag. Schein und Sein.

Gerda und Yann sind schon einige Zeit zusammen, in den 30 und führen ein gemütliches, sehr ritualisiertes und ruhiges Leben. Gerda ist arbeitslos, „macht gar keinen unbezahlten Urlaub, wie sie behauptet“ und ist somit Hausfrau, beschäftigt sich ausschließlich mit dem Haus, der Renovierung, Gestaltung und Einrichtung, ihr einziges Projekt…bis dem „Biest in ihr“ etwas neues in den Sinn kommt, eine imaginäre Affäre. Yann, „master of monogamy“, hat einen guten Job, liebt Gerda sehr und ist zufrieden, trifft jedoch auf einer Geschäftsreise eine junge Frau, die ihn mit einer Bitte etwas aus seiner Ruhe bringt und von seinen Prinzipien abbringt. Und Valeria, die bissige Journalistin um die 50 hat einen One-Night-Stand und ist nicht ganz sicher, was und wie sie ihr Leben gestalten will, ob sie nochmal neu beginnen möchte.

Eine rasante Geschichte über Irrungen und Wirrungen in Kopf und Herz. Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht und die Gedanken fuhren Achterbahn. Sehr humorvoll, ironisch, knisternd, mitreißend, rasant, leicht und doch tiefsinnig. Weder Liebesroman, noch Satire, eine gelungene Mischung.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Fleisch
Ein lustvoller, lustiger Liebesroman über Menschen, die mit dem Jungsein und dem Älterwerden kämpfen. Und damit, dass ihre Fantasie die Realität um Längen schlägt. Doch dann geschehen Dinge, die hätten selbst sie sich niemals vorgestellt.

Anna und Max, beide Mitte vierzig, sind miteinander zur Schule gegangen und viel später aus Bequemlichkeit ein Paar mit langweiligen Paarfantasien geworden. Doch dann verliebt sich Anna, geplagt von allen Begleiterscheinungen des Älterwerdens, zum ersten Mal in eine Frau, in die 27-jährige Lilly. Und Max verliebt sich in Lillys Mitbewohnerin Sue, die jedoch nur gegen Geld mit ihm ins Bett geht. Anna träumt von Lilly, schläft aber mit einem Filmstar. Lilly wiederum muss sich um ihren kleinen Bruder kümmern, der Eltern und Lehrer zur Verzweiflung treibt, doch Anna ist ihr keineswegs entgangen. Psychoterror und Wahnsinn schleichen sich in die Geschichte, dennoch wird ein Happy End angepeilt.

Bewerbt Euch bis zum 11.12.2016 um eines von fünf Leseexemplaren. Viel Glück!
94 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Simone Meier wurde am 05. März 1970 geboren.

Simone Meier im Netz:

Community-Statistik

in 56 Bibliotheken

auf 10 Wunschzettel

von 2 Lesern aktuell gelesen

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