Simone Trojahn Kellerspiele: Hardcore - Psychothriller

(17)

Lovelybooks Bewertung

  • 13 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 6 Rezensionen
(5)
(8)
(3)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Kellerspiele: Hardcore - Psychothriller“ von Simone Trojahn

...Jetzt lag sie hier auf der schmutzigen Matratze. Nackt und blutig. Den Geschmack von Kupfer und Salz im Mund. Blut und Sperma. Fast schien es ihr, als wäre das ab jetzt ihr Wein und Brot. Gespendet von einer bösen, sadistischen Gottheit. Laura lag da, hielt die Augen geschlossen und die Hände vor den Mund gepresst, zitterte vor Kälte und betete zu dem einen guten Gott, dass der andere böse so schnell nicht mehr hier unten auftauchen würde... !WARNUNG! Bevor Sie “Kellerspiele” lesen,sollten sie bitte Folgendes beachten: Dieses Buch enthält explizite Darstellungen physischer, psychischer und sexueller Gewalt, die für sensible Menschen und Personen unter 18 Jahren nicht geeignet sind! Alle anderen erwartet perfider, nervenaufreibender Thrill, der lange nachwirkt, sowie ein schonungsloser Einblick in menschliche Abgründe, die schamloser und perverser nicht sein könnten! Zum Inhalt: Zwei erwachsene Brüder hausen zusammen mit ihrer bettlägerigen Mutter in einem völlig heruntergekommenen alten Bauernhaus mitten im Wald. Nachdem die Mutter gestorben ist und ihre Leiche in einem verschlossenen Zimmer den eigenen Katzen überlassen wurde, reift in dem älteren Bruder allmählich ein perfider Plan. Er baut im Keller eine Art Gefängniszelle. Nun braucht er nur noch ein hilfloses Opfer, um sich seinen langgehegten Wunsch von der eigenen, unterwürfigen Sexsklavin zu erfüllen. Gegen den Willen seines schockierten Bruders setzt er diesen Plan schließlich in die Tat um und entführt ein junges Mädchen. Der Keller wird ihre Hölle, wo sie von den beiden Brüdern auf unterschiedlichste Art und Weise gefoltert wird. Der eine will ihr wehtun, was schlimm ist. Der andere will ihr helfen, was noch viel schlimmer ist! Ein hässliches Spiel um Schmerz, Hass, Liebe und Verrat beginnt. Ein Spiel, in dem es keine Gewinner gibt.... Simone Trojahn bei Amazon: • Mörderherz (Psychothriller) • Die Wahrheit ihres Todes (Psychothriller) • Bis zum sechsten Tag (Thriller) • Kaltes Lächeln (Horrorthriller) • Bruderherz (Kurzroman) • Im Herzen der Stadt (Kurzroman) • Schicksals – Häppchen (Anthologie) Kontakt: t.simone80@googlemail.com facebook.com/simonetrojahn

Ein Buch das mich einfach nur an die Grenzen des erträglichen gebracht hat und das... obwohl ich dachte einiges gewohnt zu sein...

— PeWa
PeWa

Ein brutal ehrliches Buch, das es schafft die Verzweiflung der Protagonistin auf den Leser zu übertragen.

— VanessaHeintz
VanessaHeintz

Das Gewaltlevel ist sofort sehr hoch, deswegen kommt keine Spannung mehr auf. Außerdem lenken die Fehler ab. Für mich einfach nur Splatter.

— sparks88
sparks88

Leider wohl nicht mal so weit hergeholt...

— Virginy
Virginy

Nichts für schwache Nerven, aber leider gänzlich dünne Story!

— thrillerwurm86
thrillerwurm86

Sehr heftig... ohne Tabu geschrieben... wahnsinnig...

— Lalemeer
Lalemeer

Heftige Kost! Trotzdem spannend in menschliche Abgründe zu blicken. Ich bin dran geblieben und musste einige Male schlucken. Stil wie Laymon

— sabrinchen
sabrinchen

Ziemlich harte Sache Aber nachdem ich mit der Autorin geschrieben hab, find ich es gar nicht so abwegig, dass es so was krankes tatsächlich gibt.

— HerrCharly
HerrCharly
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Auch beim zweiten mal lesen einfach nur erschreckend...

    Kellerspiele: Hardcore - Psychothriller
    PeWa

    PeWa

    08. February 2017 um 15:58

    Wirklich harte Kost, die uns Simone Trojahn hier auftischt! Kellerspiele war mein erstes Buch von der Autorin und ich war echt positiv überrascht!  ....Als die beiden Brüder nacheinander den Keller betraten, drückte Laura sich so fest gegen die Wand,als wollte sie darin verschwinden,die Arme um den Körper geschlungen,die Beine angezogen.Karl erreichte sie zuerst. Er hielt die Eisenstange in der Hand,die sie nur zu gut kannte,da es kaum eine Stelle an ihr gab,die nicht schon Bekanntschaft damit gemacht hatte.... Karl ist entsetzt und verzweifelt, als sein Bruder anfängt, den Keller umzubauen, um dort eine Frau gefangen zu halten.Hilflos muss er schon bald darauf die Qualen der entführten Laura mit ansehen.Die psychische Abhängigkeit von seinem älteren Bruder ist zu stark, um irgend etwas dagegen zu unternehmen. Noch schlimmer wird seine Verzweiflung und innere Zerrissenheit, als ihm allmählich bewusst wird, dass Mitleid bei weitem nicht die einzige Emotion ist, die das Leid des gepeinigten Mädchens bei ihm auslöst... Bevor man “Kellerspiele” liest, sollte man Folgendes beachten: Dieses Buch enthält explizite Darstellungen physischer, psychischer und sexueller Gewalt, die für sensible Menschen und Personen unter 18 Jahren nicht geeignet sind! Nicht zum ersten mal habe ich eine solche Information gelesen bevor ich mir ein Buch gekauft habe... allerdings war dies das erste mal dass diese Information wirklich auch zugetroffen hat. Ich bin normalerweise nicht leicht zu schokieren... ich liebe Horror- und Fantasy sowohl im Film- als auch im Buchbereich und habe wirklich schon einiges gesehen und auch gelesen. Ich mag den Festa-Verlag und auch dessen Festa-Extrem-Reihe und wer sich hier etwas auskennt der weiss wovon ich rede dass man dadurch doch so einiges gewohnt ist. Das dachte ich zumindest, bis ich Kellerspiele gelesen habe... Zunächst mal handelt es sich meiner Meinung keineswegs um das Genre "Psychothriller". Um dem gerecht zu werden, bedarf es mehr als Folter und Qual - bis ins letzte Detail beschrieben. Dazu gehören gut durchdachte Entwicklungen, überraschende Wendungen, gerne auch mal (dosierte) Schockmomente, kurz: Spannung. All das fehlt dem Buch total. Eine Story ausschließlich auf der Schilderung der Folterung einer jungen Frau aufzubauen ist einfallslos und langweilig. Auch die reichhaltig eingebauten Ekelmomente helfen da nicht weiter. Das Problem, das ich mit dem Buch hatte, war nicht die detailliert beschriebene Brutalität, sodass man auf jeder Seite wusste, dass sie wieder halbtot geschlagen wird – sondern um eine andere Problematik: Es geht allein um die aktuellen Beschreibungen der Personen, die sich ständig wiederholen: Okay, wir wissen er ist Säufer, ja er prügelt gerne und er ist Sadist. Ja, sie wird jeden Tag übelst zusammengeschlagen und leidet. Allerdings hat man das bereits hunderte male gelesen, jedoch in wesentlich höherer Qualität. Ich glaube, die Einordnung des Buches ist falsch, unter Psychothriller erwartete ich personelle und zwischenmenschliche Veränderungen, interessante Wendungen, einen Nervenkrieg (den kann es aber bei einer so hilflosen Person wie Laura nicht geben) und einen "Aha-Effekt", wenn es um die Aufklärung der Motive geht. Das alles fehlt in dem Buch. Selbst die Veränderung des Bruders des Sadisten bleibt so flach, dass man sie einfach nicht nachvollziehen kann und man auch herzlich unbewegt bleibt, als Karl um seinen Hund trauert und zum ersten Mal so etwas wie Mitgefühl zeigt. Am Ende schafft es die Autorin, dass man durch ein aufwühlendes Buch eigentlich gelangweilt blättert, denn man stumpft ab und mehrfach dazu geneigt ist das Buch unvollendet abzubrechen. Ich möchte mich nicht negativ über diesen Roman äußern denn ich respektiere die Leistung des Autoren so etwas überhaupt erst zu Stande zu bringen was ich persönlich nicht hätte leisten können. Und ich möchte auch niemanden davon abhalten dieses Buch zu kaufen und zu lesen. Es mag sicherlich Leute geben die mit diesem Roman mehr anfangen können. Wenn dies der Fall sein sollte dann dürfen Sie gerne die Autorin weiter unterstützen und deren Bücher lesen. Es ist wichtig dass es eine Vielfalt von Büchern, Geschichten und auch Meinungen gibt um die Vielfalt auf dem Buchmarkt zu gestalten und zu Das erschreckende an „Kellerspiele“ ist, dass es sehr realitätsnah gehalten ist. Es geht weder um Zombies, noch irgendwelche anderen Kreaturen, sondern um das schlimmste Monster, das tatsächlich existiert: Der Mensch. Dazu baut „Kellerspiele“ auf einer alltäglichen Ausgangssituation auf, die eigentlich jeder nachvollziehen kann: Ein Teenager Mädchen joggt morgens vor der Schule durch den Wald und verschwindet spurlos. Ich fand das Buch spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Simone Trojahn baut eine extrem beklemmende Atmosphäre auf und man kann ihr einfach nicht entrinnen. Auf alle drei Charaktere wird intensiv eingegangen und man kann sich ein klares Bild davon machen, was in ihren Köpfen vor sich geht.

    Mehr
    • 2
  • Mit diesem Buch habe ich meine Grenzen erreicht...

    Kellerspiele: Hardcore - Psychothriller
    PeWa

    PeWa

    28. October 2016 um 00:24

    ....Als die beiden Brüder nacheinander den Keller betraten, drückte Laura sich so fest gegen die Wand,als wollte sie darin verschwinden,die Arme um den Körper geschlungen,die Beine angezogen.Karl erreichte sie zuerst. Er hielt die Eisenstange in der Hand,die sie nur zu gut kannte,da es kaum eine Stelle an ihr gab,die nicht schon Bekanntschaft damit gemacht hatte.... Karl ist entsetzt und verzweifelt, als sein Bruder anfängt, den Keller umzubauen, um dort eine Frau gefangen zu halten.Hilflos muss er schon bald darauf die Qualen der entführten Laura mit ansehen.Die psychische Abhängigkeit von seinem älteren Bruder ist zu stark, um irgend etwas dagegen zu unternehmen. Noch schlimmer wird seine Verzweiflung und innere Zerrissenheit, als ihm allmählich bewusst wird, dass Mitleid bei weitem nicht die einzige Emotion ist, die das Leid des gepeinigten Mädchens bei ihm auslöst... Bevor man “Kellerspiele” liest, sollte man Folgendes beachten: Dieses Buch enthält explizite Darstellungen physischer, psychischer und sexueller Gewalt, die für sensible Menschen und Personen unter 18 Jahren nicht geeignet sind! Nicht zum ersten mal habe ich eine solche Information gelesen bevor ich mir ein Buch gekauft habe... allerdings war dies das erste mal dass diese Information wirklich auch zugetroffen hat. Ich bin normalerweise nicht leicht zu schokieren... ich liebe Horror- und Fantasy sowohl im Film- als auch im Buchbereich und habe wirklich schon einiges gesehen und auch gelesen. Ich mag den Festa-Verlag und auch dessen Festa-Extrem-Reihe und wer sich hier etwas auskennt der weiss wovon ich rede dass man dadurch doch so einiges gewohnt ist. Das dachte ich zumindest, bis ich Kellerspiele gelesen habe... Zunächst mal handelt es sich meiner Meinung keineswegs um das Genre "Psychothriller". Um dem gerecht zu werden, bedarf es mehr als Folter und Qual - bis ins letzte Detail beschrieben. Dazu gehören gut durchdachte Entwicklungen, überraschende Wendungen, gerne auch mal (dosierte) Schockmomente, kurz: Spannung. All das fehlt dem Buch total. Eine Story ausschließlich auf der Schilderung der Folterung einer jungen Frau aufzubauen ist einfallslos und langweilig. Auch die reichhaltig eingebauten Ekelmomente helfen da nicht weiter. Das Problem, das ich mit dem Buch hatte, war nicht die detailliert beschriebene Brutalität, sodass man auf jeder Seite wusste, dass sie wieder halbtot geschlagen wird – sondern um eine andere Problematik: Es geht allein um die aktuellen Beschreibungen der Personen, die sich ständig wiederholen: Okay, wir wissen er ist Säufer, ja er prügelt gerne und er ist Sadist. Ja, sie wird jeden Tag übelst zusammengeschlagen und leidet. Allerdings hat man das bereits hunderte male gelesen, jedoch in wesentlich höherer Qualität. Ich glaube, die Einordnung des Buches ist falsch, unter Psychothriller erwartete ich personelle und zwischenmenschliche Veränderungen, interessante Wendungen, einen Nervenkrieg (den kann es aber bei einer so hilflosen Person wie Laura nicht geben) und einen "Aha-Effekt", wenn es um die Aufklärung der Motive geht. Das alles fehlt in dem Buch. Selbst die Veränderung des Bruders des Sadisten bleibt so flach, dass man sie einfach nicht nachvollziehen kann und man auch herzlich unbewegt bleibt, als Karl um seinen Hund trauert und zum ersten Mal so etwas wie Mitgefühl zeigt. Am Ende schafft es die Autorin, dass man durch ein aufwühlendes Buch eigentlich gelangweilt blättert, denn man stumpft ab und mehrfach dazu geneigt ist das Buch unvollendet abzubrechen. Ich möchte mich nicht negativ über diesen Roman äußern denn ich respektiere die Leistung des Autoren so etwas überhaupt erst zu Stande zu bringen was ich persönlich nicht hätte leisten können. Und ich möchte auch niemanden davon abhalten dieses Buch zu kaufen und zu lesen. Es mag sicherlich Leute geben die mit diesem Roman mehr anfangen können. Wenn dies der Fall sein sollte dann dürfen Sie gerne die Autorin weiter unterstützen und deren Bücher lesen. Es ist wichtig dass es eine Vielfalt von Büchern, Geschichten und auch Meinungen gibt um die Vielfalt auf dem Buchmarkt zu gestalten und zu gewährleisten. Ich für mich persönlich werde allerdings nicht noch einmal zu einem Buch der Autorin greifen.

    Mehr
    • 2
  • Harte Kost...

    Kellerspiele: Hardcore - Psychothriller
    Virginy

    Virginy

    18. August 2016 um 19:36

    Karl lebt mit seiner Mutter und Toni in einem Haus am Wald. Die Mutter ist schon länger bettlägerig, sie haust mit ihren Katzen in nur noch einem Zimmer und Karls ganzer Lebensinhalt ist deren Pflege, während sein Bruder Toni sich lieber außerhalb rumtreibt und seinen kleinen Bruder schon immer quält und bevormundet. Dann entdeckt Karl eines Morgens seine Mutter tot im Bett, Toni sieht das weniger problematisch, man schließt die Tote mitsamt ihren Katzen ein und kassiert einfach weiter deren Rente. Als dann auch noch Toni seinen Job verliert und das Geld immer knapper wird, muß er auf seine Ausflüge zu Frauen verzichten und da er eh ein Freund von Folterpornos ist, beschließt er, sich einfach eine Frau zu besorgen und im Keller gefügig zu machen. Karl ist von dieser Idee nicht wirklich begeistert, hat aber wie immer nicht viel zu melden. Und so fällt Tonis Wahl auf Laura, ein 16-jähriges Mädchen, das mehrmals die Woche an ihrem Haus vorbeijoggt. Während Toni das Mädchen auf das brutalste mißbraucht und demütigt, kümmert sich Karl vorerst um sie, aber kann er ihr wirklich helfen? Als erstes mal wieder eine Warnung an Zartbeseitete, Tonis Mißhandlungen an Laura werden wirklich genau beschrieben und schon allein das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, manchmal war es selbst mir etwas zu viel. Andererseits, wer sagt mir, dass nicht irgendwo da draußen in diesem Moment genau das passiert? Kein leichtes Thema also, dass durchaus für Diskussionen sorgt, dafür gibts von mir 4 von 5 Sternen...

    Mehr
  • Gewalttätige, perverse Taten in dünner Geschichte!

    Kellerspiele: Hardcore - Psychothriller
    thrillerwurm86

    thrillerwurm86

    23. June 2016 um 13:09

    Mit Sicherheit habe ich bessere, handlungstiefere Hardcore-Thriller gelesen. Ich konnte mich auch nicht des Eindrucks erwehren, dass es der Autorin nur um Schockeffekte, weniger um die Handlung ging. Das ist für einen echten Thriller zu wenig. Der Verlauf der Geschichte ist eindeutig vorhersehbar und die Protagonisten sind sehr miekrig dargestellt. Nur Detailszenerien sadistischer Gräueltaten vorstellbar auszumalen, ist m.E. zu wenig. 

    Mehr
  • Sehr traurige Thematik

    Kellerspiele: Hardcore - Psychothriller
    TheBelladonnaEyes

    TheBelladonnaEyes

    09. June 2016 um 15:44

    Kritik: Bevor ich mit meiner Rezension starte, möchte ich noch einmal darauf hinweisen: Dieses Buch enthält explizite Szenen physischer, psychischer und sexueller Gewalt, die für Personen unter 18 und sensible Menschen nicht geeignet sind! Alle anderen erwartet perfider, nervenaufreibender Thrill, der lange nachwirkt sowie ein schonungsloser Einblick in menschliche Abgründe, der schamloser und perverser nicht sein könnte. [Quelle: amazon.de/kellerspiele] Nachdem „Fida“ von Stefanie Maucher 2013 mein Jahres-Highlight war, sehnte ich mich nach einem Buch, welches sich mit derselben Thematik beschäftigte. Als ich dann „Kellerspiele“ sah und die Autorin, Simone Trojahn, mir das Buch netterweise zum Rezensieren zur Verfügung stellte, musste ich es gleich lesen. Der Klappentext versprach einfach so viel. Natürlich werde ich in der Rezension nicht auf jedes Detail eingehen, aber das muss vorab gesagt werden. Ebenso fällt es mir sehr schwer, den Inhalt vom Buch zu kritisieren, da die Handlung bzw. die Taten nun einmal in der Realität passieren. So hat die Autorin nun einmal alles detailliert beschrieben. Ob sich der ein oder andere ekelt, ist dahin gestellt. Die Handlung fängt zwar ruhig an, aber der Leser bekommt gleichen einen Einblick in das deprimierende Leben des 29jährigen Karl und seinem älteren Bruder Toni. Beide sind von Grund auf verschieden: Während Toni ein Sadist ist, lebt Karl zurückgezogen und lässt alles über sich ergehen. Karl hat keine Ahnung von der Welt außerhalb des Hauses. Ohne je richtig gearbeitet zu haben, bezieht er Arbeitslosengeld und kümmert sich nebenbei um seine pflegebedürftige Mutter. Er machte den Eindruck einer misshandelten Ehefrau, die von ihrem Mann (hier Toni) misshandelt wird und nichts dazu sagt, da sie sonst niemanden hat. Karl sieht in Toni die einzige Bezugsperson, die er je haben wird. Und genau das nutzt sein älterer Bruder aus. Als das junge Mädchen in das Haus verschleppt wird, wird Karl nach und nach bewusst, dass er in der Entführung und den Misshandlungen Mittäter ist. Auch wenn er Tonis Taten nicht für gut heißen mochte, benahm er sich stets wie ein Feigling. Toni dagegen liebt es, Menschen zu quälen und sie bis an ihre Grenzen zu bringen. Vom Aussehen könnten sie nicht unterschiedlicher sein: Karl ist kräftig und unattraktiv, während Toni mit seiner Glatze, den stechend blauen Augen und der starken Statue angsteinflößend wirkte. In der Geschichte tat mir Laura am meisten Leid. Denn sie befand sich einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Jedoch wurde ihr von Anfang an bewusst, dass an diesem Haus und den beiden Männern etwas nicht stimmte. Trotzdem –so wie jeder Mensch ist- bildete sie sich nichts bei und joggte weiterhin an diesem Haus vorbei. Was man hier dazu gelernt haben sollte ist, wenn mein Verstand mich warnt, sollte ich kein Risiko eingehen und einfach darauf hören. Laura tat mir so leid, dass ich manchmal Tränen in den Augen bekam. Jede Szene wurde detailliert beschrieben (darum auch FSK 18), so dass man all den Ekel und die Erniedrigung nachempfinden konnte. Der Schreibstil wurde modern, frisch und direkt gehalten. So hat die Autorin auf jegliches drum-herum-Gerede verzichtet und kam gleich zum Punkt. Aus dem Grund ließ sich das Buch in einem Rutsch lesen. Obwohl die Handlung keine Spannung beinhaltete, interessierte mich einfach, ob Laura sich vielleicht irgendwann aus den Klauen des Teufels befreien konnte. Ebenso wie die Hoffnung auf Karls Vernunft Laura zur Flucht zu helfen. Ein großer Pluspunkt geht an die Cliffhanger am Ende jedes Kapitels, die dafür sorgten, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte! Bestes Zitat: [S. 95] „Niemand von uns kann in die Zukunft sehen und niemand weiß, was das Schicksal vielleicht schon hinter der nächsten Wegbiegung für ihn bereithält“ Leider gibt es bei dem Buch einige Punkte, die mich beschäftigten. Als erstes war es das Ende: Die gesamten Szenen wurden so ins Detail beschrieben, dass man alles vor Augen hatte, doch zum Ende hatte ich das Gefühl, dass die Autorin die Lust verlor. Während der Zeit im Keller wüsste ich gern, wie die Eltern auf ihr Verschwinden und später auf ihr Auftauchen reagierten. Wir bekamen einen kurzen Einblick in die Situation außerhalb der grausamen Geschehnisse und mehr nicht. Für einen packenden Psychothriller fehlten mir die Momente, in denen die Autorin mit der Psyche des Lesers und der Leidtragenden spielte. Da gibt es eine Sache, die ich zwar nicht am eigenen Leib zu spüren bekommen habe, aber mir nicht ganz vorstellen kann. Laura lag monatelang nackt in dem eiskalten Keller. Auch wenn sie für einen kurzen Moment eine Decke bekam, müsste sie da unten erfrieren. Im Winter hätte sie es niemals ausgehalten und wäre bei den Prügeleien gestorben. Die 4 Herzen kommen so zustande: 1. Die Figurenkonstellation 2. Schreibstil + Cliffhanger nach jedem Kapitel 3. Setting und Atmosphäre 4. Umsetzung der Thematik Fazit: Die Autorin spricht ein heikles Thema an, welches in der heutigen Gesellschaft und von der Polizei auf die leichte Schulter genommen wird. In diesem Psychothriller bekommen wir einen Einblick in die tiefsten und abartigsten Abgründe der Begierde solcher Psychopathen. Obwohl dieses Buch einige Stärken und Schwächen aufweist, bin ich „dankbar“ mich wieder mit diesem Thema beschäftigen zu können.

    Mehr
  • Das Buch hält, was die Warnung verspricht,

    Kellerspiele: Hardcore - Psychothriller
    UnterDieHaut

    UnterDieHaut

    24. March 2016 um 14:26

    Zum Inhalt ist im Klappentext bereits alles gesagt. Ich hatte bisher noch nix von Simone Trojahn gelesen. Sie hat ihren eigenen unverwechselbaren Stil (oft sehr kurze Sätze bzw. manche Informationen in Klammern), der sich sehr gut und flüssig lesen lässt. Die Charaktere fand ich alle sehr gut beschrieben. Man konnte sich gut in die Leute reinversetzen. Wie bereits "vorgewarnt" wurde, geht es recht heftig zur Sache - alles andere hätte mich aber auch enttäuscht. Das ist kein Buch für sensible Leute oder Leute die sich schnell ekeln. Mir hat der Blick in den menschlichen Abgrund sehr gut gefallen und ich habe nun Blut geleckt und werde noch andere Bücher der Autorin lesen. :-)

    Mehr