Weil ich dich hasse

von Simone Trojahn 
4,0 Sterne bei6 Bewertungen
Weil ich dich hasse
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Positiv (4):
Virginys avatar

Lässt einen schockiert und nachdenklich zurück...

Kritisch (1):
D

Hardcore Psychothriller ? Da habe ich mir wohl was anderes vorgestellt. Habe in der Zweiten Hälfte einige Seiten nur quer gelesen.

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Inhaltsangabe zu "Weil ich dich hasse"

Psychothriller für Hartgesottene: Ist Rache eine Lösung oder stößt sie uns nur weiter in den Abgrund? Wie viel kann eine Seele ertragen, bevor sie zerbricht? Warst du schon mal ganz tief drinnen … in dir selbst? Siebeneinhalb Jahre, nachdem er seine Mitschülerin brutal vergewaltigte und zum Sterben im kalten Schnee zurückließ, worauf diese ins Wachkoma fiel und seither nicht mehr zu sich kam, wird der vierundzwanzigjährige Manuel aus dem Gefängnis entlassen und kehrt zurück in sein Heimatdorf. Die Familie des Opfers ist inzwischen an ihrer aussichtslosen Lage zerbrochen und sinnt auf Rache. Doch wie sehr muss man hassen, um Dinge zu tun, die das eigene Vorstellungsvermögen sprengen? Wie würdest du handeln, wenn du an deinem Hass ersticken würdest und Rache die einzige Option wäre? „Weil ich dich hasse“ ist nicht einfach ein Rache-Thriller, sondern eine Geschichte über die tiefsten Abgründe in uns allen. Wir alle haben diese Art von Hass in uns, doch die meisten werden das zum Glück nie erfahren, denn wo er beginnt, endet die Menschlichkeit und was dann noch übrig bleibt, ist so schwarz und hässlich, dass es uns blind machen würde …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B074SJRJ2K
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:357 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:13.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Janna_KeJasBlogs avatar
    Janna_KeJasBlogvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch das mich forderte und eine Rezension die mir dazu nicht leicht fiel & noch länger hätte sein können
    Täterperspektive

    | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

    Ein Buch das es in sich hat, denn es ist detailliert, in all seinen Taten. Und es ist, unter anderem, aus der Sicht des Täters erzählt. Ein Buch das triggert oder triggern könnte, denn was Jana passiert wird deutlich beschrieben und nicht nur angedeutet! Auch die Autorin weist in ihrem Vorwort sehr genau darauf hin, was einem in dieser Geschichte erwartet und beschreibt ihre Beweggründe dafür. Ein Vorwort welches man definitiv zuvor lesen sollte.

    Unabhängig davon ob die Leser*innen dieser Geschichte solche Erfahrungen selbst erleben mussten oder nicht, es packt! Schon aufgrund der Tatsache das Manuel, der Täter, von seinen Gedanken und seinem Leben erzählt. Er hat Phantasien, lebt sie aus in seinem Kopf, bis zu jenem Abend, der viele Leben von Grund auf verändern wird. Der Abend an dem Jana in Manuels Auto steigt und nie wieder in ihr altes Leben zurückkehren wird. Ein Abend der viele Jahre später eine Impulshandlung mit verehrenden Folgen hervorruft.

    Nicht nur dieser Abend, sondern auch die späteren Handlungen werden sehr detailliert beschrieben. Missbrauch und Folter nehmen einen großen Raum in diesem Buch ein und die Benennung „Hardcore“ sollte vor dem Kauf nicht nur wahrgenommen, sondern auch ernst genommen werden!

    Ein für mich starker Kritikpunkt liegt im ersten Teil der Geschichte. Nicht weil die Autorin die Missbrauchs-Szene genau beschreibt, sondern weil mir die Distanz zu Jana zu groß ist. Mit zu viel Abstand werden ihre Gedanken während der Tat beschrieben. Es ist kaum zu greifen warum Jana sich so verhält wie sie es tut. Ich hätte mir weitaus mehr Feinfühligkeit gewünscht, da die Szene selbst beschrieben werden muss, um die Intensität der späteren Handlung zu steigern. Während Manuels Perspektiven dieser Nacht mich erschütterten und schockierten, so ist Janas Gefühlswelt zu oberflächlich gehalten.

    Dafür wird im späteren Verlauf eine Handlungskette beschrieben, welche mich forderte. Ich wurde nicht nur von Beginn an mit der Täterperspektive konfrontiert, sondern stand vor ungefragten Fragen seitens der Autorin. Sie schildert die Sichtweisen der Mütter, von Jana und von Manuel, und zwingt ihre Leser*innen sich mit beiden Familien auseinanderzusetzen. Wie ergeht es den Müttern, wenn die Tochter kaum noch lebensfähig und der Sohn nicht erreichbar ist? Eine Geschichte die andere Perspektiven aufzeigt. Als Überlebende kann Jana kaum noch bezeichnet werden und somit stehen ihre Eindrücke nach dem ersten Teil nicht mehr im Mittelpunkt. Dies jedoch macht die Szenen nicht erträglicher. Denn sie vegetiert vor sich hin, ist ihrer Familie ausgeliefert. Was dies bedeutet wird in der Geschichte auf eine Art erzählt, die vielerlei Gefühle und Gedanken bei mir hervorrief. Verständnis? Wohl kaum! Aber ich wurde ‚gezwungen‘ mich in Janas Bruder hineinzuversetzen.

    Manuel und seine Gedanken. Seine sexuellen Phantasien und seine Jahre im Gefängnis. Wenn der Täter selbst zum Opfer wird. Die Autorin wagt einen Weg der sonst kaum in Büchern zu finden ist – kann man Mitleid für solch einen Menschen empfinden? Kann man nachvollziehen das Janas Mutter so handelt und kann man Janas Bruder und seine Unsicherheit verstehen? Fragen die seitens der Autorin unbeantwortet bleiben und bewusst oder unbewusst beim lesen entstehen.

    Mütter die ihre Kinder auf unterschiedliche Weisen verlieren und ebenso unterschiedlich mit ihrer Hilflosigkeit umgehen. Der Bruder, der Täter und mittendrin wir Leser*innen! Ich schwankte aufgrund meiner Kritik an dieser Geschichte sehr stark hin und her bezüglich meiner endgültigen Bewertung. Die Autorin hat sich an ein Thema herangewagt, welches momentan aktuell unter Hashtags wie #metoo oder #redmylips zu finden ist und sich doch mit etwas ganz anderem auseinandersetzt.

    Die Seite der Täter*innen mit einzubeziehen, ihre Familien, ist ein Ansatz den man nur in wenigen Büchern findet. In dieser Geschichte liegt der Fokus auf dem was nach der Nacht folgt, eine überspitzte und brutale Szenerie. Der Täter und seine Gedanken, eine Leseerfahrung die mich forderte. Und ein weiterer Täter der die Leser*innen moralisch fordert – bringt Rache die ersehnte Erlösung, selbst Täter sein und dadurch die gleiche Stufe betreten?

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    Virginys avatar
    Virginyvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Lässt einen schockiert und nachdenklich zurück...
    Wie weit würdest du gehen...

    Manuel ist ein Außenseiter, schon solange er zurückdenken kann, fühlt er sich ausgeschlossen, gehört nirgendwo dazu.
    Und dann ist da Jana, die wunderhübsche Jana, für die er so schwärmt und die sich sogar ab und zu zu einem Gespräch mit ihm herablässt.
    An einem kalten Winterabend nutzt Manuel seine große Chance, Jana steigt zu ihm ins Auto und danach ist plötzlich alles anders.
    Während das einstmals hübsche Mädchen nun im Wachkoma vor sich hindämmert, sitzt Manuel seine Jahre im Gefängnis ab und kehrt dann nach Hause zurück.
    Dass er in seiner Heimatstadt nicht sonderlich willkommen ist, damit hat er gerechnet, nicht aber damit, dass Janas Familienach all den Jahren immer noch auf Rache sinnt, auf blutige Rache...

    Ja dieses Buch lässt einen mit einem sehr unguten Gefühl zurück, schon allein weil man nicht umhin kommt, sich immer wieder zu fragen, wie weit man in einem solchen Fall bereit ist, zu gehen.

    Schon allein von der Thematik her ist Simone Trojahns Buch deswegen nicht für jeden geeignet und wer schon einmal etwas von der Autorin gelesen hat, weiß in etwa, was ihn erwartet.
    Für zarte Gemüter deswegen der gutgemeinte Rat: Finger weg, ihr werdet damit nicht glücklich werden.
    Wer hingegen der ungeschönten Wahrheit ins Gesicht schauen kann, sollte durchaus mal einen Blick riskieren, von mir gibt es für diesen Schlag in die Magengrube 4 von 5 Sternen...

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    D
    Daywalkerin1979vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hardcore Psychothriller ? Da habe ich mir wohl was anderes vorgestellt. Habe in der Zweiten Hälfte einige Seiten nur quer gelesen.
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    Lesekaefers avatar
    Lesekaefervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das ist wirklich mal ein hardcore Thriller 😱 Absolut empfehlenswert,nichts für schwache Nerven
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    melusina74s avatar
    melusina74vor 10 Monaten
    R
    Rammsteinvor einem Jahr

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