Simone de Beauvoir Das Alter

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Inhaltsangabe zu „Das Alter“ von Simone de Beauvoir

Simone de Beauvoirs Buch über das Alter ragt durch die einzigartige Fülle des ausgebreiteten Materials wie durch die Vielfalt neuer Einsichten und Perspektiven unter allen wissenschaftlichen und philosophischen Abhandlungen dieses Themas heraus.
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  • Rezension zu "Das Alter" von Simone de Beauvoir

    Das Alter

    Sokrates

    07. March 2012 um 12:25

    Auch wenn Simone de Beauvoir diesen Essay erstmals 1970 publizierte und damit die von ihr genutzten statistischen Daten und gesellschaftlichen Ausgangsbedingungen mittlerweile veränderte sind, so hat sie dennoch eine überaus lesenswerte Analyse eines Lebensabschnittes geschaffen, der gerade in aktueller Zeit mehr und mehr dämonisiert, verdrängt und negiert wird. Das Alter als Lebensphase macht Angst, löst Abwehr aus, man versucht es so weit wie möglich von sich zu schieben und hofft auf die Medizin, die Lebensdauer und -qualität (vielleicht) so lang wie möglich erträglich gestalten soll. Doch der Wunsch ist auch bei bester Medizin nicht nachzukommen: einerseits mangels Geld des Einzelnen, andererseits ist auch ein künstlich in die Länge gezogenes Leben nicht wirklich lebenswert bzw. optimistisch realisierbar, da die gesellschaftlichen Randbedingungen katastrophal sind. Arbeitslosigkeit und Altersarmut, Langeweile und das "Nichtbrauchen" einer ganzen Generation an deren Lebensende machen das Alter bzw. die Rente eines Menschen zu einem schwarzen Loch, vor dem er emotional und rational ein Leben lang zu fliehen sucht. Viele wissen nach ihrer Pensionierung nicht, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen; ganz zu schweigen von den möglichen gesundheitlichen oder finanziellen Einschränkungen, die die Möglichkeiten nochmals reduzieren. Simone de Beauvoir beginnt zunächst klassisch im philosophisch-kulturgeschichtlichen, erörtert historische Sichtweisen, Sagen, Mythen und Überlieferungen. Danach - im größeren Teil ihres Buches - analysiert sie ihre Zeit: und diese ähnelt in frappierender Weise bereits die aktuellen Zustände, vom Zeitgeist angefangen, zur Altersarbeitslosigkeit und -armut bis hin zur Dämonisierung alter Menschen und der panischen Angst eines jeden, alt zu werden.

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