Simone van der Vlugt Nachtblau

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Inhaltsangabe zu „Nachtblau“ von Simone van der Vlugt

Die junge Haushälterin Catrijn ist begeistert, als sie mit ihrer Dienstherrin den großen Rembrandt besuchen darf. Sie selbst kann gut malen, übt ihr Talent aber nur heimlich aus. Als die Schatten der Vergangenheit sie einholen und sie fliehen muss, findet sie Unterschlupf bei dem Besitzer einer Porzellanfabrik in Delft. Zusammen mit Evert beginnt sie, die faszinierende Keramik zu verzieren, die sich weltweit einen Namen machen wird: Das Delfter Porzellan. Doch das Glück mit der nachtblauen Farbe ist nur von kurzer Dauer. Catrijn weiß, dass sie für eine vergangene Sünde zahlen muss. „Ein wunderbarer Roman über eine junge Frau aus dem 17. Jahrhundert und die faszinierende Entstehung des weiß-blauen Porzellans aus Delft.“ Nederlands Dagblad "So macht Geschichte wieder Vergnügen." Magriet

Dramatische Geschichte vor der traumhaften Kulisse Hollands.

— TheRedRidingHood
TheRedRidingHood

"Ein Historischer Roman" - als Sommer - Lektüre... - gute Unterhaltung

— classique
classique

Ein kluger, unterhaltsamer und sehr atmosphärischer historischer Roman mit dem ein oder anderen Krimielement, in dem die Figuren leider anst

— TochterAlice
TochterAlice

Historischer Unterhaltungsroman aus dem 17. Jahrhundert in den Niederlanden und die Geschichte des Delfter Prozelans!

— lieberlesen21
lieberlesen21

Trotz interessanter Geschichte will der Funke bei mir einfach nicht überspringen.

— Gelis
Gelis

Eine schöne Sommerlektüre, die einen ins 17. Jahrhundert nach Delft entführt.

— Gartenfee007
Gartenfee007

Ein schönes kurzweiliges Buch. Es hat Spass gemacht es zu lesen, wenn es auch etwas an Tiefe fehlt.

— Wichella
Wichella

Ein schöner historischer Sommer-Roman über Delfter Blau.

— Odenwaldwurm
Odenwaldwurm

Schöner kurzweiliger historischer Roman

— brauneye29
brauneye29

Ein toller historischer Roman mit einer außergewöhnlichen Protagonistin im 17 Jhd. in den Niederlanden

— Curin
Curin

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  • Blau wie die Nacht, weiß wie die Unschuld

    Nachtblau
    Neemar

    Neemar

    26. July 2017 um 14:36

    Der historische Roman "Nachtblau" wurde von Simone van der Vlugt geschrieben und erschien 2017 im HarperCollins-Verlag. Es handelt von der Entstehung des bekannten Delfter Porzellans und einer nicht ganz unproblematischen Lebensgeschichte einer jungen Frau in den Niederlanden.Catrijn möchte aus ihrem Heimatdorf raus und rein in die Stadt. Somit versucht sie auch ihrer düsteren Vergangenheit zu entfliehen. Zunächst als Haushälterin angestellt, muss sie dann schnell noch weiter entfernt Zuflucht suchen und lernt dort Evert kennen. In seiner Manufaktur wird sie eingestellt und dort beginnt die Entwicklung des Verzierens von Keramik in der typischen Delfter Optik. Blau auf Weiß. Doch auch dort wird sie immer wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt.Zunächst: Das Cover ist wunderschön und ein absoluter Blickfänger. Auch die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Ein lockerer, leichter Schreibstil, der einen schnell durch die Seiten gebracht hat. Vielleicht auch ein bisschen zu schnell. Ich hätte mir noch ein bisschen mehr Input gewünscht. Geschichtlich gesehen, passt die Protagonistin nicht ganz in die Zeit, aber das hat mich als Leser jetzt nicht davon abgebracht einen Einblick in die doch sehr grausame damalige Zeit werfen zu können. Man hatte spannende und mitfühlende Elemente. Für mich auf jeden Fall gelungen.Mein Fazit: Für jeden zu empfehlen, der einen leichten historischen Roman sucht, der einen nicht erdrückt. Und für jeden der mehr von der Schönheit von Blau auf Weiß erfahren möchte, mit einer Geschichte drum herum. Kurz und knapp: 4 Sterne! :)

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  • Ein starke Frau um 1650

    Nachtblau
    TheRedRidingHood

    TheRedRidingHood

    25. July 2017 um 19:28

    Das Buch "Nachtblau" von Simone van der Vlugt hält was das Cover verspricht. Es lädt ein in das Holland um 1650, wo wir die junge Catrjin begleiten. Und genau das hatte mich so gereizt: Holland. Ich bin ein großer Fan von historischen Romanen und hatte festgestellt, dass ich noch kein Buch gelesen hatte, das in diesem Land spielt. Also wollte ich es versuchen und ich bin froh, dass ich es tat. Holland war hier so atmosphärisch, dass es sich wie Urlaub angefühlt hatte. Außerdem geht es in der Geschichte ja um das Delfter Porzellan und das rundet in meinen Augen alles ab. Zusammen ergibt dies eine authentische und absolut glaubwürdige Kulisse. Der Schreibstil der Autorin verstärkte den "Sog" in die Geschichte, indem sie alles in der "Ich-Perspektive" beschreibt. Dadurch war ich voll in der Handlung und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Charaktere waren sehr vielseitig und teilweise unberechenbar. Die Hauptprotagonistin Catrijn ist einerseits eine sehr starke, selbstbewusste Frau, die durchaus in der Lage ist, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, andererseits gibt es auch hin und wieder Einbrüche in ihrem Verhaltensmuster. Die vielen weiteren Charaktere bieten eine volle Breite an verschiedenen Eigenschaften. Die Geschichte war insgesamt begeisternd und hatte mich süchtig gemacht. Das Buch ist überwiegend dramatisch und rührend und ich musste die ein oder andere Träne verdrücken. Vor allem im Zusammenhang mit der Pest, die zu dieser Zeit über Holland kam, gab es viele Schicksale, die mir doch zusetzten. Es gab viele Momente im Buch, die mich sehr überraschen konnten. Jedes Mal, wenn ich dachte, ich habe die Geschichte durchschaut, kam das nächste unerwartete Ereignis.Es war eine fantastische Reise zusammen mit einer starken Frau.

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  • Leserunde zu "Nachtblau" von Simone van der Vlugt

    Nachtblau
    HarperCollinsGermany

    HarperCollinsGermany

    Wir von HarperCollins Germany laden euch herzlich zur Leserunde des neuen Romans "Nachtblau" von Simone van der Vlugt ein. Bitte bewerbt euch bis zum 10.07.2017 für eines von 30 Leseexemplaren (Klappenbroschur) und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans.   Über den Inhalt: Die junge Haushälterin Catrijn ist begeistert, als sie mit ihrer Dienstherrin den großen Rembrandt besuchen darf. Sie selbst kann gut malen, übt ihr Talent aber nur heimlich aus. Als die Schatten der Vergangenheit sie einholen und sie fliehen muss, findet sie Unterschlupf bei dem Besitzer einer Porzellanfabrik in Delft. Zusammen mit Evert beginnt sie, die faszinierende Keramik zu verzieren, die sich weltweit einen Namen machen wird: Das Delfter Porzellan. Doch das Glück mit der nachtblauen Farbe ist nur von kurzer Dauer. Catrijn weiß, dass sie für eine vergangene Sünde zahlen muss.   Du möchtest "Nachtblau" von Simone van der Vlugt lesen? Dann bewirb dich jetzt um eines der 30 Leseexemplare! Wir sind gespannt auf dich, deine Fragen und Leseeindrücke und würden uns freuen, wenn du deine Rezension dann auch auf Amazon & Co und auf harpercollins.de teilst. Viel Glück und ein tolles Leseerlebnis wünscht dir das Team von HarperCollins Germany

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  • "Eine historische Geschichte" - die in Holland spielt

    Nachtblau
    classique

    classique

    25. July 2017 um 11:42

    Das Cover dieses 350 seitigen Romans ist wunderschön gestaltet, wenn man mit den Fingern drüber streicht, "fühlt" man die Abbildungen. Kurzer Plot:Die Protagonistin ist die junge Witwe Catrijn. Der Roman beginnt im Jahr 1654, in dem kleinen Ort, De Rijp. Catrijn träumt seit langer Zeit von einem Leben in der Stadt, aber auch das "Gerede" in ihrem Dorf, ermutigt sie wegzugehen und ein "neues Leben" zu beginnen. Denn Catrijn verbirgt ein Geheimnis... Um ihren Lebensunterhalt verdienen zu können, nimmt sie eine Stelle als Haushälterin an, diese führt sie nach Amsterdam. Die dortige "Hausherrin" malt sehr gerne, Catrijn hat auf diesem Gebiet großes Talent... aber auch hier holt die Vergangenheit sie ein, und sie "flieht" nach Delft. In Delft bekommt sie die Möglichkeit in einer Porzellanfabrik zu arbeiten. Der Besitzer der Firma, Event, erkennt ihr Talent zu malen... die Idee wie das "Delfter Porzellan" entsteht. Wird Catrijn hier bleiben können, und ihr Talent "ausleben"? Und was ist das Geheimnis ihrer Vergangenheit? ...Aus historischer Sicht kommen Figuren wie Rembrandt, Nicolaes Maes, Jan Vermeer und Carel Fabritius im Roman vor, die mit den fiktiven Figuren in der Geschichte verbunden sind.Mein Fazit: Für mich war es am Anfang etwas schwierig in die Geschichte rein zukommen, dieses hat sich aber mit der Zeit gelegt. Die Idee und die Umsetzung, mit der Verknüpfung Historischer Personen, finde ich aber gelungen. Auch wenn es ein "Historischer Roman" ist, kann man es auch als eine gute Sommer-Lektüre bezeichnen... 4. Sterne!

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  • gute Verbindung historischer und fiktiver Figuren

    Nachtblau
    silkedb

    silkedb

    25. July 2017 um 09:19

    Mir hat "Nachtblau" von Autorin Simone van der Vlugt sehr gut gefallen. Bisher kannte ich die Kriminalromane der Autorin, aber noch keinen historischen Roman. Erzählt wird hier aus der Perspektive der 25jährigen Catrijn, die nachdem sie verwitwet ist beschließt ihr kleines Dorf zu verlassen und eine Anstellung in der Stadt anzutreten. Durch einige Zufälle und Freundschaftsdienste landet sie zunächst bei einer Familie in Amsterdam, wo sie als Haushälterin tätig ist. Catrijn verfügt jedoch über einiges an künstlerischem Talent und nachdem dieses entdeckt wird erhält sie die Möglichkeit sich in als Keramikmalerin in Delft zu beweisen. "Nachtblau" beginnt im Jahr 1654 und widmet sich hauptsächlich dem Leben der einfachen Bevölkerung in der Republik. Catrijn stammt von einem Bauernhof und arbeitet später als Haushälterin, so dass es auch Einblicke in die entsprechenden Arbeiten und Lebensumstände gibt. Sicherlich ist der Werdegang den Catrijn hier hinlegt nicht gerade repräsentativ für die übrige Bevölkerung, denn in der Regel ist es doch so, dass die meisten kaum die Region um ihren Heimatort verlassen und ein gesellschaftlicher Aufstieg alles andere als einfach ist. Ich denke jedoch, dass diese Regeln für Menschen mit Talent schon immer ausgehebelt werden konnten und eine solche Person ist eben auch Catrijn.Mir gefällt sehr gut, wie die Autorin hier historische Persönlichkeiten wie Rembrandt, Nicolaes Maes, Jan Vermeer und Carel Fabritius mit den fiktiven Figuren verbunden hat. Ich habe bisher nur sehr wenig über diese Epoche gelesen und fand sehr interessant, wie die Lücken in den verbrieften Lebensläufen der historischen Persönlichkeiten mit der Romanhandlung gefüllt wurden und so eine glaubhafte Verstrickung entstand. Die fiktiven Figuren fand ich jedoch nicht weniger interessant, was besonders daran liegt, dass die Charaktere nicht ausnehmend gut oder schlecht dargestellt sind, sondern alle eine gewisse Tiefe aufweisen.  Die Entstehungsgeschichte der Delfter Keramiken, bzw. der weißen Keramiken mit der typisch blauen Bemalung, fand ich ebenfalls sehr stimmig beschrieben, auch wenn dieser Teil der Geschichte fiktiv ist, da die Manufaktur der Familie die hier im Mittelpunkt steht keinen historischen Bezug hat. Eine andere Manufaktur die Erwähnung findet, existiert jedoch bis heute in Delft, was die Autorin in ihrem Nachwort erläutert."Nachtblau" überzeugt mich besonders dadurch dass die Geschichte nicht versucht vieles in sich zu vereinen. Es ist einfach nur Catrijns Geschichte, die gleichzeitig eben auch die Entstehung der Delfter Keramiken schildert. Mehr will dieser historische Roman gar nicht sein und das ist hier auch genau richtig, anstatt zu viele Themen miteinander zu vermischen. Empfehlen kann ich "Nachtblau" daher an alle Leser, die sich für die Epoche interessieren.

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  • Die Farbe des Delfter Porzellans

    Nachtblau
    TochterAlice

    TochterAlice

    25. July 2017 um 08:32

    also diejenige, mit der es so kunstvoll bemalt wird und in der auch der überaus gelungene Einband dieses Buchs gestaltet ist, ist nachtblau. Eine überaus schwer zu mischende Farbe, wie Catrijn erfährt, als sie in Delft landet. Nach einer wahren Odyssee, denn wir schreiben das Jahr 1654, sie hat in der Kleinstadt De Rijp nahe Alkmaar gerade ihren Mann und damit ihre Existenz verloren und macht sich auf und davon. Aus mehreren Gründen, die allesamt als sehr triftig zu bezeichnen sind. Und sie trifft Menschen unterschiedlichster Art - solche, die ihr schaden wollen, aber tatsächlich auch solche, die ihr helfen wollen und die sie mögen - einige sogar sehr. Und sie trifft mit Menschen zusammen, die ihr Talent entdecken bzw. es zu schätzen wissen und so kommt es, das aus einer Frau ohne Perspektive eine Porzellanmalerin wird. Eine erfolgreiche noch dazu. Doch dieses Glück, dieser Erfolg ist von kurzer Dauer, denn der Himmel wird schon wieder nachtblau beziehungsweise tiefschwarz. Wer diesen Roman zur Hand nimmt, der lernt auch eine ganze Menge über das Leben in den Niederlanden im 17. Jahrhundert und über die Entstehung und Kunst des Porzellanmalens. Quasi nebenher, denn die gut recherchierten Informationen sind gut und sicher eingebettet in die überaus aktionsreiche Handlung. Ein kluger, spannender, auch unterhaltsamer und sehr atmosphärischer historischer Roman dem die Figuren leider nicht nachtblau, sondern schwarz oder weiß gefärbt sind. Die Autorin Simone van der Vlugt schreibt packend und eindringlich und kann ihre kriminalistische Ader, die sie bereits in so einigen Thrillern ausgelebt hat, definitiv nicht verleugnen. Doch etwas weniger Polarisierung in Bezug auf die Figuren hätte dem Roman durchaus gut getan! Dennoch, ein sehr empfehlenswertes Buch, das ich in einem Ratsch und mit viel Genuss gelesen habe, auch wenn das Ende dann doch ein bisschen sehr konstruiert war. Aber wenn man historische Romane mag, die nichts mit Iny Lorenz gemein haben, frei von Wanderhuren und anderen sich wiederholenden Elementen sind und eine Menge zeithistorischen Wissens beinhalten, dann kommt man aktuell an diesem Buch nicht vorbei!

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  • Nachtblau

    Nachtblau
    lieberlesen21

    lieberlesen21

    25. July 2017 um 07:09

    „Nachtblau“ ist ein Historischer Roman von Simone van der Vlugt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Catrijn, eine junge Frau und deren Schicksal. Für das 17. Jahrhundert ist sie eine fortschrittliche Frau, denn sie will berufstätig sein, raus aus ihrem Elternhaus und selbständig. Der Leser erlebt das Leben von Catrijn als junge Frau mit über eine Zeitraum von ca 2 Jahren. (Liebe, Ehe, Schwangerschaft, Schicksalsschläge dazu) Es ist auch die Geschichte des Aufkommens des Delfter Prozellans und spielt Mitte bis Ende des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden! ****************************************************************** Der Roman ist in der Gegenwart geschrieben und in der Ich-form aus der Sicht von Catrijn. Für mich hätte es besser gepasst, wenn die Geschichte in der Vergangenheit geschrieben wäre und aus einer Außenperspektive. Das hätte für mich besser zu einem Historischen Roman gepasst. Obwohl es im 17.Jahrhundert spielt, kommt bei mir kein Gefühl für etwas Vergangenes auf. Der Stil ist zu frisch, zu wenig mittelalterlich. Dennoch liest sich der Roman sehr flüssig und gut. ******************************************************************* Angezogen wurde ich durch das wunderschöne Cover, gehalten in Nachtblau und reliefartig gestaltet. Ein gut zu lesender Roman, den man zügig liest, da man gerne wissen will, wie es weiter geht, was für Catrijn als nächstes kommt. Leseempfehlung mit 4 Sternen für alle die einen schönen Unterhaltungsroman suchen.

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  • Spannend, interessant, aber ...

    Nachtblau
    Wichella

    Wichella

    24. July 2017 um 22:46

    Ins Auge fällt an diesem Buch erst einmal das Cover. In blau, wie das Delftner Porzellan gehalten, sind die Umrisse von Gebäuden und die Schrift erhaben geprägt, während das Blumenmuster normal gedruckt ist. Es ist total stimmig und spricht mich an.Der Schreibstil ist flott gehalten, die Geschichte in ich -form geschrieben, was  ungewöhnlich ist bei einem historischen Roman. Es hat auch den Nachteil, dass man nichts über das Gefühlsleben der Protagonisten erfährt. Nur aus der Handlung an sich und aus den Gesprächen geht hervor welche Emotionen die Personen durchleben.InhaltNachdem ihr Ehemann verstorben ist, nutzt die junge Catrijn die Gelegenheit alles zu verkaufen und das Dorf zu verlassen. Zwar findet sie eine gute Anstellung als Haushälterin, doch muss sie dazu weiter weg wie erst gewollt. In dem Haushalt kommt sie gut zurecht. Ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit macht ihr aber zu schaffen und holt sie ein. Hier kann sie nun nicht mehr bleiben. Ein Bruder des Hausherrn lebt in Delft. Sie bekommt eine Empfehlung für eine Stellung bei ihm. Ein weiterer Bruder, zu dem sich ein Techtelmechtel anbahnt,  begleitet sie zumindest in die Stadt. Die Arbeitsstelle betrifft nicht, wie gedacht, den Haushalt. Catrijn bekommt die Chance in der Manufaktur ihre künstlerische Begabung, das Malen, ausüben zu können. Vieles passiert dort in Delft. Und auch hier holt sie ihre Vergangenheit ein.MeinungDie Geschichte ist vom Aufbau her gut geschrieben. Spannung, Liebe, Drama, alles was eine gute Story ausmacht, sind vorhanden. Man erfährt einiges über den Alltag im 17. Jahrhundert. Selbst über die Herstellung von Delfter Geschirr wird Wissen vermittelt. Die Figuren sind meist sympathisch, wobei es nicht nur angenehme Protagonisten gibt. Den einen oder anderen Fiesling braucht es einfach. Ich habe das Buch schnell durchgelesen. Wollte nicht aufhören, bevor ich das Ende kannte. Dennoch gibt es einige Kritikpunkte. Catrijn ist eine forsche junge Frau, die zwar nicht immer gut behandelt wird vom Schicksal, die aber alles kann und der alles gelingt was sie anfängt. Sie kann auch sehr modern leben ohne dass dies gesellschaftlich negative Konsequenzen für sie hat. Sie reist ohne Ďamenbegleitung, alleine oder mit einem Mann an ihrer Seite. In dieser Zeit eigentlich undenkbar. Manche Episoden sind eher oberflächlich geschildert, da hätte eine etwas längere Verweildauer an den Ereignissen gut getan. FazitEs ist eine kurzweilige Geschichte die ich gern gelesen habe. Die aufgeführten Kritikpunkte sind mir aber auch beim lesen immer wieder störend aufgefallen. Ich habe dem Buch daher 4 Sterne gegeben.

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  • Trotz interessanter Geschichte will der Funke bei mir einfach nicht überspringen.

    Nachtblau
    Gelis

    Gelis

    24. July 2017 um 15:03

    Bewertet mit 3.5 SternenIm Jahr 1654 verlässt die junge Witwe Catrijn ihr Heimatdorf, um sich ein eigenständiges Leben in der Stadt aufzubauen. Den Traum vom Leben in der Stadt hat sie zwar schon länger, aber letztendlich ist es das Getuschel im Dorf, das sie auf den Weg bringt. Denn Catrijn hat ein Geheimnis, das ihr schwer zu schaffen macht.Catrijn geht ihren Weg und bald wird auch ihr malerisches Talent entdeckt und gefördert. Sie trifft immer im richtigen Augenblick Menschen, die ihr weiterhelfen, bis sie schließlich in einer Porzellanmanufaktur ihr Zuhause findet. Die Beschreibung der Keramikherstellung war recht interessant und eigentlich hätte auch Catrijns Lebensgeschichte fesselnd sein müssen, aber bei mir ist der Funke einfach nicht übergesprungen. Es blieb immer eine gewisse Distanz zur Hauptfigur.Selbst die spannenden Elemente wie zum Beispiel der Ausbruch der Pest sind nicht so spannend wie sie sein könnten. Vielleicht liegt es an der für einen historischen Roman -wie ich finde- ungewöhnlichen Erzählweise: ich-Perspektive und im Präsens, wobei viele alltägliche Details (welche Kleidungsstücke sie anzieht, in welche Straße sie abbiegt, etc.) ausführlich aufgezählt werden. Dadurch ist man zwar auf eine Weise nah dabei und die rund 350 Jahre Abstand zu heute erscheinen einem gar nicht so weit weg, aber mir fehlt hier der Zugang zu Catrijns Gefühlsleben. Es wirkt auf mich nüchtern.Mich hat das Buch leider nicht so richtig gepackt. Ich konnte das Buch problemlos beiseite legen, mit dem Weiterlesen hatte ich es nicht eilig. Dabei ist Catrijns Geschichte durchaus interessant.

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  • Schatten der Vergangenheit

    Nachtblau
    nati51

    nati51

    23. July 2017 um 18:29

    Der historische Roman beginnt im Jahr 1654. Die junge Catrijn ist früh Witwe geworden. Sie will ihre Vergangenheit hinter sich lassen und aus dem kleinen Dorf De Rijp weggehen. Sie sucht eine Arbeit als Haushälterin, um Geld zu sparen und will sich ein eigenes Leben aufbauen. Durch Zufall findet sie eine Anstellung in Amsterdam. Sie ist begeistert von allem Neuen, was auf sie einstürmt, besonders als ihre Dienstherrin sie mit ins Atelier zu Rembrandt nimmt. Catrijn kann selbst gut malen, versteckt aber ihr Talent. Lange kann sie nicht in Amsterdam bleiben, denn die Vergangenheit holt sie ein. Sie flieht nach Delft und erhält hier eine Anstellung in einer Manufaktur als Keramikmalerin.Simone van der Vlugt hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil. Durch die Ich-Erzählerin Catrijn fühlt man sich dem Geschehen sehr nahe. Ihre Sichtweise kann man durch ihre Gedanken gut nachvollziehen. Die Charaktere sind vielschichtig gezeichnet, haben Ecken und Kanten, so dass sie sehr authentisch wirken. Geschickt hat die Autorin historische Personen wie Rembrandt, Nicolaes Maes und Jan Vermeer in die Geschichte mit einfließen lassen. Aber auch die Entwicklung der Keramikmanufakturen in Delft wurde anschaulich beschrieben.Ich konnte mit diesem Buch in eine andere Zeit abtauchen und fühlte mich gut unterhalten. Wer historische Romane liebt und Interesse an der Porzellanherstellung und den Niederlanden im 17. Jahrhundert hat, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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  • Nachtblau

    Nachtblau
    Gartenfee007

    Gartenfee007

    23. July 2017 um 18:10

    Darum geht es (Klappentext):Die junge Haushälterin Catrijn ist begeistert, als sie mit ihrer Dienstherrin den großen Rembrandt besuchen darf. Sie selbst kann gut malen, übt ihr Talent aber nur heimlich aus. Als die Schatten der Vergangenheit sie einholen und sie fliehen muss, findet sie Unterschlupf bei dem Besitzer einer Porzellanfabrik in Delft. Zusammen mit Evert beginnt sie, die faszinierende Keramik zu verzieren, die sich weltweit einen Namen machen wird: Das Delfter Porzellan. Doch das Glück mit der nachtblauen Farbe ist nur von kurzer Dauer. Catrijn weiß, dass sie für eine vergangene Sünde zahlen muss. Meine Meinung:Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Der Schreibstil war sehr klar und bildreich. Die Personen und Orte konnte man sich sehr gut vorstellen. Catrijn muss sehr viel durchmachen, bis sie endlich ihr Glück findet. Mir hat es große Freude gemacht, sie dabei zu begleiten und einiges über das Delfter Porzellen zu erfahren.

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  • Nachtblau

    Nachtblau
    MarySophie

    MarySophie

    23. July 2017 um 14:20

    Handlung: Nach dem Tod ihres Mannes hält Catrijn nichts mehr in ihrem Heimatdorf De Rijp. Sie hat das Leben auf dem Dorf satt und schon von klein auf den Wunsch, später mal in einer Stadt zu leben und arbeiten. Ihre Reise verschlägt die junge Frau nach Amsterdam, wo sie eine Stelle als Haushälterin ergattern kann. Dort geht sie nicht nur ihrer Arbeit nach, sondern hat auch die Möglichkeit den berühmten Maler Rembrandt zu treffen. Catrijn ist vollends begeistert von dem Treffen und besinnt sich wieder darauf, wie sehr sie selbst das Malen auch immer geliebt hat. Jedoch holen die Schatten der Vergangenheit sie ein und Catrijn kann nicht länger in Amsterdam bleiben. Sie flieht nach Delft, wo sie in Evert´s kleiner Manufaktur eine Anstellung als Keramikmalerin erhält. Zusammen mit ihm entwickelt die junge Catrijn das berühmte und begehrte Delfter Porzellan. Aber leider lassen sie die Schatten der Vergangenheit nicht los. Meinung: Schon als ich das Cover gesehen habe kam mir sofort der Gedanke, dass ich dieses Buch unbedingt lesen will. Das Cover hat mich sofort angesprochen und es ist ein richtiger Blickfang. Es wirkt auf mich sehr nostalgisch und vermittelt direkt einen Zusammenhang zu dem Inhalt des Buches. Die blaue Farbe und die Blütenranken erinnern an das Delfter Porzellan, die kleine Grachtenhäuser symbolisieren die Niederlande wieder, den Handlungsort des Buches. Dieses Zusammenspiel sieht nicht nur schön aus, sondern deutet auch direkt auf den Inhalt hin. Die gesamte Geschichte wurde in der Ich-Perspektive geschrieben. Der Leser versetzt sich somit in die Rolle von Catrijn hinein und erlebt jedes Ereignis zeitgleich mit ihr. Dadurch hatte ich während des gesamten Romans nicht einmal das Gefühl, das etwas verheimlich wird oder man als Leser viele Dinge nicht miterlebt. Der Roman wurde in der Gegenwartsform geschrieben, als Leser erlebt man die Dinge immer zusammen mit Catrijn. Dies hat mir sehr gut gefallen, weil man somit zum jeweiligen Zeitpunkt der Geschichte immer denselben Wissensstand wie Catrijn hatte. Dadurch hatte ich kaum das Gefühl, dass etwas im Verborgenen bleibt oder wichtige Ereignisse aus der Geschichte herausgelassen wurden. Die gesamte Schreibweise hat mich von der ersten Seite an begeistert. Es gab schöne und kurz gehaltenen Beschreibungen von der Umgebung oder der Landschaft, Geheimnisse und offene Fragen meinerseits wurden vollkommen geklärt, weil sie entweder während des Romans beantwortet wurden oder am Ende einen Sinn ergeben haben. Der Roman ließ sich für mich sehr leicht und flüssig lesen, teilweise haben mir nur die Namen der Protagonisten ein paar Probleme bereitet, weil diese ihre holländische Schreibweise beibehalten haben und außerdem für mich unbekannt waren. Teilweise hätte ich mir noch gewünscht, dass eine Landkarte der Niederlande in dem Buch abgebildet wäre, weil ich es interessant fand, in welche Orte Catrijn alles reist und wie weit diese auseinander liegen. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die einzelnen Kapitel kurz und bündig gehalten wurden und es keine ellenlangen Beschreibungen und Gespräche gibt. Es wurde auf das Nötigste reduziert, wobei ich aber trotzdem kein einziges Mal das Gefühl hatte, etwas zu verpassen oder das etwas zu kurz gehalten wurde. Ich fand dies sogar eher förderlich, weil es zum einen keine Längen in dem Buch gab, während denen nicht passierte, und zum anderen gab es dadurch einen schnellen Fortschritt der Geschichte. Dies hat auch meinen Lesefluss sehr gefördert, weil ich immer sofort wissen wollte, wie es weitergeht, weil die Charaktere und die Handlung nicht ständig auf der Stelle getappt sind. Die Protagonisten wurden mit wenigen Worten dargestellt, sie wurden gerade so weit dargestellt, dass man sich ein kleines Bild von ihnen machen konnte. Ich fand es sehr gut, dass diese nicht bis ins kleinste Detail beschrieben worden sind, sondern man als Leser nur einige Anhaltspunkte erhalten hat und sich die Autorin wirklich mehr auf den Charakter konzentriert hat. Man konnte sich anhand von Gesprächen und Handlungen zu weiten Teilen ein eigenes Bild der Charaktere machen und die Sympathien konnten frei verteilt werden, sie wurden nicht von der Autorin gezielt auf einige wenige Personen verteilt. Eine Sache, die mich etwas gestört hat war, dass Catrijn meiner Meinung nach sehr modern gezeichnet war für eine Frau im 17. Jahrhundert. Ihre Entscheidungen hat sie sehr frei getroffen und sich viele Freiheiten herausgenommen, die anderen Damen im Buch explizit verboten waren, z.B.: das Aufhalten in einem Raum mit nur einem Mann und ohne eine weibliche Aufsichtsperson. Diese kleinen Unstimmigkeiten haben mich ab und an etwas gestört, doch dies konnte meiner Begeisterung für den Roman nicht viel anhaben. Fazit: Der Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt und begeistert. Unstimmigkeiten oder inhaltliche Verwirrungen gab es so gut wie keine. Als Leser erhält man nicht nur einen kleinen Einblick in das Leben im 17. Jahrhundert, sondern auch einen sehr spannenden Überblick über die Herstellung des berühmten Delfter Porzellans und seine Geschichte.

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  • Schöne Geschichte über Delfter Blau

    Nachtblau
    Odenwaldwurm

    Odenwaldwurm

    23. July 2017 um 10:41

    Die junge Catrijn wird sehr früh Witwe. Damit sie ihren Lebensunterhalt verdienen kann, will sie in die Stadt und als Haushälterin arbeiten. Durch Zufall bekommt sie eine gute Stellung und Amsterdam. Die Hausherrin malt sehr gerne wie auch Catrijn. Die Vergangenheit holt sie wieder in Amsterdam ein und sie flieht mit Hilfe ihres Dienstherrn nach Delft. Dort bekommt sie die Möglichkeit in einer Porzellanfabrik zu arbeiten. Evert der Besitzer der Firma, erkennt ihr Talent zu malen. Zusammen entwickeln wie neue Ideen wie das Delfter Porzellan. Doch wird das Glück jetzt Catrin holt bleiben? Was wird sie alles in Delft erleben? Holt sie noch einmal die Vergangenheit ein?Ich bin gut in die Geschichte gekommen. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und sehr flüssig geschrieben. Die Charakter der einzelnen Personen ist gut beschrieben und teils werden wir von zwei Personen im Unklaren gelassen. Das aber nur gut für die Geschichte ist. Mattias und Jacob sind diese zwei, der Charakter von beiden zeigt sich erst im laufe der Geschichte. Catrijn und Everat finde ich dagegen von Anfang an sehr sympathisch beschrieben.In der Geschichte erfahren wir einiges über Deifter Porzellan (Holländischer Porzellan) das sehr interessant von der Autorin geschrieben ist und mich nicht gelangweilt hat. Ab Ende der Geschichte konnte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen. Es gibt zwar kein richtiges Happy End, aber der Schluss war sehr gut geschrieben und auch teils sehr überraschend für mich.Ich finde die Geschichte ist kein richtiger historischer Roman ist, auch wenn Rembrand persönlich erscheint. Ich finde es ist eher ein leichte Lektüre für den Sommer. Die Geschieht hat mir gut gefallen und man kann das Buch nur empfehlen.

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  • Schöner kurzweiliger historischer Roman

    Nachtblau
    brauneye29

    brauneye29

    23. July 2017 um 10:00

    Zum Inhalt:Die junge Haushälterin Catrijn ist begeistert, als sie mit ihrer Dienstherrin den großen Rembrandt besuchen darf. Sie selbst kann gut malen, übt ihr Talent aber nur heimlich aus. Als die Schatten der Vergangenheit sie einholen und sie fliehen muss, findet sie Unterschlupf bei dem Besitzer einer Porzellanfabrik in Delft.Meine Meinung:Das Buch hat mir insgesamt recht gut gefallen. Allerdings hätte ich mir an vielen Stellen gewünscht, dass man nicht so durch die Geschichte huscht. Man hätte viel mehr auskleiden können und ich denke, dass hätte der Geschichte keinen Abbruch getan. So wirkte es am Ende auf mich, als hätte man schnell mit dem Buch fertig werden wollen. Insgesamt gefällt mit das Buch dennoch ganz gut. Der Schreibstil ist sehr schön und flüssig lesbar. Die Protagonisten entsprechend ihrer Rollen sympathisch oder unsympathisch. Fazit:Kurzweilige Unterhaltung 

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  • Delfter Blau

    Nachtblau
    Dreamworx

    Dreamworx

    21. July 2017 um 19:06

    1654 Holland. Catrijn ist gerade Witwe geworden und verkauft ihr Hab und Gut, um endlich ihre Heimatdorf De Rijp verlassen und in die Stadt ziehen zu können. Dort will sie ihr Auskommen als Haushälterin verdienen, obwohl sie viel lieber malen würden. Leider ist die Herrschaft, bei der sie ihre Stelle antreten soll, kurzfristig verstorben. Durch Zufall lernt sie den sympathischen Weltenbummler Matthias kennen, auf dessen Empfehlung sie in Amsterdam im Haushalt seines Bruders und dessen Familie unterkommt. Die Hausherrin ist eine ambitionierte Malerin, so bekommt Catrijn die Gelegenheit, sogar den großen Rembrandt kennenzulernen. Eines Tages steht Jakob, der Knecht aus ihrem Heimatdorf, vor ihr und erpresst sie, denn Catrijn hat ein dunkles Geheimnis. Um ihn loszuwerden, gibt sie ihm Geld und kündigt am gleichen Tag noch ihre Stellung. Sie bekommt von ihrem Hausherrn eine Empfehlung, sich bei seinem Bruder Evert zu melden, der eine Porzellanfabrik in Delft unterhält und Hilfe braucht. So landet Catrijn schließlich in Begleitung von Matthias, an den sie ihr Herz verloren hat, bei Evert. Während Matthias sich von ihr verabschiedet, um auf Weltreise zu gehen und Catrijn damit die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft nimmt, beginnt sie bei Evert als Malerin in der Werkstatt und sie beginnt, sich endlich wohl zu fühlen. Doch auch hier wird sie nach einiger Zeit von Jakob aufgespürt…Simone van der Vlugt hat mit ihrem Buch „Nachtblau“ einen sehr unterhaltsamen und spannenden historischen Roman vorgelegt, der als Kulisse das Holland des 17. Jahrhunderts zum Hintergrund hat. Der Schreibstil ist schön flüssig, der Leser taucht schnell in die vergangene Zeit ein, lauscht Ich-Erzählerin Catrijn bei ihren Gesprächen und nimmt heimlich teil an ihren Gedanken, Geheimnissen und ihrem Leben. Die Reisebeschreibungen durch die holländische Landschaft sind sehr bildhaft und lassen den Leser das alte Holland erleben, wo die Wege noch beschwerlich und meist über das Wasser stattfanden. Der Spannungsbogen wird schon gleich zu Beginn schön angelegt und schraubt sich im Verlauf der Handlung immer mehr in die Höhe. Die Autorin gibt auch einen schönen Einblick in das damalige Leben und die Gepflogenheiten der Bevölkerung sowie die Standesunterschiede und auch den Ausbruch der Pest und deren Auswirkungen. Gleichzeitig erfährt der Leser etwas über die Entstehung des berühmten Delfter Porzellans und dessen Entwicklung. Auch die Stellung der Frau ist ein Thema in dieser Geschichte. Die Autorin weiß mit dem Leser zu spielen und durch geschickte Wendungen ebenso zu überraschen.Die Charaktere sind sehr schön und individuell ausgestaltet, sie wirken sehr lebendig und authentisch. Catrijn ist eine sympathische Protagonistin, die in einer liebevollen Familie auf dem Land aufgewachsen ist, leider aber Pech mit ihrem Ehemann hatte. Sie liebt die Malerei, doch als Frau darf sie kein Gewerbe ausüben, ohne Mitglied der Zunft zu sein. Sie hat ein offenes Wesen, ist ehrlich und tatkräftig, greift vielen helfend unter die Arme. Innerlich ringt sie mit sich und hütet ein dunkles Geheimnis, dass sie das Leben kosten könnte. Matthias ist ein Weltenbummler, er hat Hummeln im Hintern, aber er ist auch sehr attraktiv und weiß die Frauen zu becircen. Dabei ist er jedoch offen und ehrlich und macht keine falschen Versprechungen. Evert ist Witwer und leidet noch unter dem Tod seiner Frau und seiner Kinder. Er ist ein gutmütiger Mann mit Geschäftssinn, der seine Angestellten anständig behandelt und gute Ideen zu schätzen weiß. Jakob ist ein Mann, den man nur schwer einschätzen kann. Er wirkt nicht gerade sympathisch, schleicht ständig herum und setzt die Menschen unter Druck, um sein Leben dadurch zu verbessern. Auch die „Nebendarsteller“ haben alle ihren berechtigten Platz in dieser schönen Geschichte und machen die Handlung rund und harmonisch. Auch der Einwurf von bekannten Namen wie Vermeer und Rembrandt geben dem Ganzen einen authentischeren Zug.„Nachtblau“ ist ein sehr spannender historischer Roman, der beste Unterhaltung bietet und den der Leser, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand legen kann. Absolute Leseempfehlung!  

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