Simonetta Agnello Hornby Die geheimen Briefe der Signora

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Inhaltsangabe zu „Die geheimen Briefe der Signora“ von Simonetta Agnello Hornby

Es ist nur ein kurzer Anruf, der Tito an seinem sechzigsten Geburtstag im Kreise seiner Lieben erreicht. Doch er soll alles verändern. Als Tito am Telefon einwilligt, den Fremden zu treffen, ahnt er noch nicht, welche Folgen dies für ihn und seine Familie haben wird … Simonetta Agnello Hornbys Sizilien ist voller melancholischer Sinnlichkeit und birgt eine düstere Wahrheit, die nach Jahrzehnten des Schweigens ans Licht drängt.

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    Die geheimen Briefe der Signora
    Ulenflucht

    Ulenflucht

    06. December 2013 um 19:57

    Zugegeben, ich erwartete bei dem hübschen, südländischen Cover und dem Klappentext einen wenn auch dramtischen, aber doch immer noch nur einen guten Unterhaltungsroman. Eine verbotene Liebe und ein "Sizilien voller melancholischer Sinnlichkeit", so steht es auf der Rückseite und es klang für mich wie ein gutes Buch für Stunden in der Bahn im Hochsommer. Aber es wird schnell klar, dass dieses Buch gar nichts von diesen Farben hat, die der Werbetext einem vorgaukelt und auch das große Famliengeheimnis lässt sich schon schnell erahnen, man wartet nur noch darauf, dass die Autorin es dann endlich aufdeckt, die Katze aus dem Sack lässt und sich dann der Frage widmet, wie sie dennoch die Spannung hält. Aber das passiert nicht. Stattdessen ergießt sich von der ersten Seite tiefes Schwarz über dieses sonderbare Sizilien, dem man nicht anmerkt, dass es Sizilien ist, denn alles an dem Schauplatz ist austauschbar. Auch wenn man sich davon verabschiedet hat, es hier mit guter Unterhaltungsliteratur zu tun zu haben und stattdessen den Hebel umzulegen, die Konzentration aufzubringen, das vorliegende Buch als Literatur zu betrachten, macht alles nicht besser. Denn das hier ist ein gescheiterter Versuch, etwas Anspruchsvolles vorzulegen. Schon der Einstieg mit einem lahmen Familienfest ist denkbar ungünstig, denn alle Personen, die hier vorkommen, werden später irgendeine Rolle spielen, keiner aber genug Raum bekommen, um wichtig zu werden und sich profilieren zu können. Das hält die Autorin aber nicht davon ab, eine Sammlung von persönlichen Dramen zusammenzutragen: Die heimliche Homosexualität des Sohnes des Protagonisten Tito, dessen Affäre, dessen Ehekrise und schließlich immer noch das ganz große Drama: Die verbotene Liebe zwischen Geschwistern, den Eltern des Protagonisten Tito. Natürlich mit der Konsequenz, dass irgendwie alle an Krankheiten zu sterben drohen, die in jedem Kapitel lauern. Die beste Stelle in dem Buch ist ein Zitat von John Keats aus dem Gedicht "O solitude", das die Tante zitiert. Das ist sehr schön und die einzige Stelle, an die man sich irgendwie erinnern kann, wenn man irgendwann an dieses Buch denkt. Mit den Charakteren hätte man bei diesen Voraussetzungen immerhin noch punkten können, aber auch das gelingt nicht. Nicht nur, dass für niemanden Sympathie aufkommt, man kann sie auch schon aufgrund der Menge nicht auseinanderhalten. Die Tante bzw. Mutter hätte Potential gehabt, aber sie tritt sehr zurück hinter all den Alltagsdramen. So bleibt es dabei, dass die ganze Geschichte einzig den Genen ausgeliefert ist. Sehr mau.

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