Simonetta Greggio Mit nackten Händen

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Inhaltsangabe zu „Mit nackten Händen“ von Simonetta Greggio

Eine verhängnisvolle Liebe, die Grenzen überschreitet Emma liebt die Einsamkeit, die Verbundenheit mit der Natur, die Stille. Sie hat das Leben in Paris hinter sich gelassen, ist als Landtierärztin sesshaft geworden und hat endlich auch den Verlust ihrer großen Liebe Raphaël überwunden. Bis eines Tages sein Sohn vor der Tür steht: Gio. Emma ist entsetzt, zu schmerzhaft ist die Erinnerung an damals, als Raphaël sich für eine andere entschied. Doch Gios Offenheit und Neugier faszinieren Emma jeden Tag mehr, und aus dem ungelenken Verführungsspiel wird eine zärtliche, aber auch leidenschaftliche Beziehung. Vielleicht ist der Reiz des Verbotenen die treibende Kraft, doch Emma trifft ihre Entscheidung für Gio bewusst und stellt sich den Konsequenzen.

Ich habe mich anfangs eher schwer getan beim Lesen, aber es hat etwas in mir hinterlassen. Noch immer. Viel.

— Metalhepchen
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  • Mit nackten Händen

    Mit nackten Händen
    Sweetybeanie

    Sweetybeanie

    15. February 2017 um 11:19

    Zum Inhalt: Emma ist Anfang 40 und immer noch nicht über die Trennung ihrer großen Liebe weg. Seit Raphael sie vor 15 Jahren für ihre Freundin Micol verließ, hat sie sich zurückgezogen. Sie hat Paris verlassen, arbeitet in einem abgelegenen Dorf als Landtierärztin. Eines Tages steht Gio vor ihrer Tür, der 15jährige Sohn von Raphael und Micol. Er ist abgehauen von Zuhause. Emma lässt ihn bei sich wohnen, ohne einen Hintergedanken. Doch der Sommer, den die beiden zusammenverbringen, verändert beide…. durch die Liebe, die sich zwischen ihnen entwickelt…. Meine Meinung: Hmmm, knifflig diese Rezension. Denn ich habe mir nach Lektüre vom Klappentext doch ein wenig etwas Anderes versprochen, als ich dann letztendlich im Buch vorgefunden habe. Der Schreibstil ist ziemlich poetisch, die Autorin kann wunderbar schreiben, soviel steht fest. Dennoch wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, denn ich fand die Geschichte sehr verwirrend mit vielen Zeitsprüngen. Die Geschichte ist aus der Sicht von Emma erzählt, die sehr mit ihrer Vergangenheit hadert und beim Lesen einen sehr unglücklichen Eindruck macht. Sie treibt eigentlich nur vor sich hin, wirkliche Pläne und Ziele im Leben sind nicht klar erkennbar. In die Sache mit Gio rutscht sie mehr oder weniger hinein. Und das ist eigentlich auch mein großer Kritikpunkt an der Geschichte: denn gerade der Teil zwischen Gio und Emma bekommt meines Erachtens nach viel zu wenig Aufmerksamkeit. Ich kann nicht genau sagen, wann die Beziehung der Beiden überhaupt begonnen hat und auch von den Gefühlen zwischen ihnen habe ich beim Lesen nicht viel gespürt. Dafür war mir die Vergangenheit Emmas viel zu präsent. Das Vorher und Nachher, nachdem die Beziehung zwischen Gio und Emma öffentlich wurde, nimmt in dem doch sehr kurzen Buch (155 Seiten) sehr viel Raum ein. Der Epilog dagegen ist wieder wunderbar und hat mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Für mich persönlich hätte man aus der Geschichte viel mehr machen können. Für die Thematik ist sie einfach zu kurz, die Dinge, die mir persönlich wichtig waren, waren für mein Lesevergnügen einfach zu wenig vorhandenMeine Rezension findet Ihr auch unter www. Buchspinat.wordpress.com

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  • Ein Buch das mich total enttäuscht hat

    Mit nackten Händen
    Suhani

    Suhani

    10. August 2016 um 21:48

    Bei diesem Buch weiß ich gar nicht so richtig, was ich schreiben soll. Eigentlich bin ich sogar enttäuscht von dem Buch. Der Klapptext hörte sich für mich viel versprechend an und auch der Satz darunter vom Le Figaro Magazin, aber das war es dann auch schon - für mich zumindest. Ich konnte zu keiner Zeit weder mit Emma noch mit Gio noch mit der Geschichte an sich warm werden. Das Thema wäre wirklich interessant gewesen, wenn man (ich) zumindest erfahren hätte WIE sich die Beziehung der Beiden entwickelt hat, sprich, die Geschichte der Beiden zu "sehen" in der Geschichte.  Dabei mein ich jetzt keine Erotik oder in der Richtung - nein. Aber wenn man von Emmas Erinnerungen aus der Vergangenheit mit Gio's Vater, den Erinnerungen ihrer Ausbildung als Tierärztin, der Erinnerung an ihre kranke und letzt endlich verstorbenen Mutter, ihren Gedanken im "Jetzt" und ihre Tätigkeit als Ärztin quasi hin und her geschubst wird und man erst wieder überlegen muss, ob das Gelesene gerade wieder in diesem Moment passiert, dann ist das mehr als verwirrend. Die einzelnen Szenen sind zwar alle schön geschrieben, aber das eigentliche Thema, nämlich die sich entwickelnde Beziehung zwischen Emma und Gio, fehlen mir da so gänzlich. Alles ist nur so ein kurzes "aufblitzen", das ich schon wieder zusammenhanglos nennen würde Mein Fazit: Ein Buch das mich total enttäuscht hat, zu dem ich zu keiner Zeit eine "Beziehung" aufbauen konnte - wirklich schade, gerade bei so einem Thema. Vielleicht findet ja jemand anderes mehr Gefallen an dem Buch.

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  • In wunderbarer Sprache geschrieben

    Mit nackten Händen
    gst

    gst

    14. September 2013 um 10:15

    Dieses Buch erzählt aus dem Leben einer Tierärztin, die plötzlich von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Lange hatte sie versucht, die Untreue ihrer großen Liebe zu vergessen. Der Mann ihres Herzens hatte mit ihr und noch einer Frau in einer Wohngemeinschaft gelebt und mit dieser anderen Frau zusammen einen Sohn bekommen. Dieser Sohn suchte sie als Jugendlicher eines Tages auf, wollte bei ihr leben. Doch sich schickte ihn zurück, damit er mit seinen Eltern klare Verhältnisse schaffte. Bald kam er wieder und es entwickelte sich eine Liebesgeschichte ... Das 155 Seiten starke Buch lässt sich sehr leicht lesen, da es in kurze Episoden unterteilt ist. Die Sprache gefällt mir - ebenso wie viele Wortbilder - außerordentlich gut. Ohne selbst viel Worte zu machen: die fünf Sterne sind verdient!

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  • Mit nackten Händen von Simonetta Greggio.

    Mit nackten Händen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. April 2013 um 08:21

    Emma lebt ledig und zurück gezogen als Tierärztin auf dem Land. Ihr Alltag läuft zwar in äußerst anstrengenden, aber sonst geregelten Bahnen, hier eine Kuh in den Wehen, dort eine Schafsherde, deren Klauenfäule behandelt werden muss. Eines Sommerabends steht dann plötzlich Gio, der Sohn ihres Ex-Freundes und der Frau für den er sie verlassen hat, in der Tür. Emma lässt sich dazu breit schlagen den, seinen Eltern entflohenen, 14-Jährigen über den Sommer bei sich aufzunehmen. Ein Sommer der ihr beider Leben für immer verändert. In meinen Augen ist dieser Roman Nabokovs Lolita für Kurzentschlossene, geht es hier doch ebenfalls um die Konsequenzen einer Affäre mit einem Minderjährigen. Doch diese Thematik erörtert Greggio in weitaus kleinerem Rahmen, so klein sogar, dass es ein gutes Augen und vorhergehendes Wissen um die Handlung benötigt zwischen den Seiten dieses Buchs überhaupt eine Liebelei zu erkennen. Denn Greggio tanzt mit ihrem Roman munter um den rosanen Elefanten im Raum herum, ohne diesen jedoch zu erwähnen. Manch anderer mag das für literarische Finesse halten. In meinen Augen ist das einfach nur feige. Viel will Greggio hier bewegen indem sie noch mehr verbirgt, doch als Leser fühlt man sich schnell an der Nase herum geführt, von einem kontroversen Aufhänger gelockt und dann einen Oberflächenkratzer serviert bekommen zu haben. Denn zum größten Teil spielt dieser Roman in Rückblenden, während Erzählerin Emma in einem Kuhstall eingesperrt auf einem Heuballen sitzt, sich rechtfertigt und über ihr gebrochenes Herz klagt. Nicht jedoch durch den jugendlichen Liebhaber, wie es einst Humbert Humberts Schicksal war, sondern durch seine männerklauende Mutter, welche Emma die letzte Chance auf ewiges Glück geraubt hat, wie sie nun Sohn Gio seine Unschuld raubte. Das Buch ist dabei zu kurz um einen reißfesten Faden zwischen Leser und Erzähler zu spinnen, oft kommt daher der Gedanke auf – warum lese ich das hier eigentlich, welchen Wert hat es im nachhinein, wenn es mir doch nichts zu bieten scheint, mich nicht berühren kann dafür ist es zu schnell vorbei. Da auch der Reiz des Buchs, wenigstens war es kurz und stellte andere Lektüre so nicht zurück ins Regal. Doch dabei bleibt es auch, kurz aber nicht gut, oberflächlich mit der Arroganz Tiefgründigkeit vorzutäuschen. Dieser Roman möchte sich mit einem Klassiker messen und legt dabei eine Bauchlandung hin.

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  • Rezension zu "Mit nackten Händen" von Simonetta Greggio

    Mit nackten Händen
    libri

    libri

    09. September 2011 um 14:26

    Mir hat das Buch gut gefallen. Durch die Rezensionen hier bei LB war ich ja vorgewarnt, das die Beziehung zwischen Frau und Teenie nur am Rande angedeutet wird, aber trotz allem Mittelpunkt ist. Toller Schreibstil, kluge Geschichte. Wer Erotik und Leidenschaft sucht, muss zur Zeit auf Vampir- und Werwolf-Geschichten zurückgreifen. Hier wird das Leben und die Liebe einer Frau in ganz leisen und einfachen Geschichten präsentiert.

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  • Rezension zu "Mit nackten Händen" von Simonetta Greggio

    Mit nackten Händen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. August 2011 um 12:44

    Das was uns die Gesellschaft jeden Tag als harmlose Beziehungen verkaufen wollen, die Liebe älterer Männer mit deutlich (manchmal viel zu jungen ) Frauen thematisiert Simonetta Greggio hier auf eine ganz spezielle Art und Weise. Man muss schon ein wenig von französischer Literatur kennen um zu wissen wie dieses Buch zu verstehen ist. Die Autorin eigentlich Italienerin lebt seit vielen Jahrzehnten eben in diesem Land und wurde -wie man anhand des Buches feststellen darf- eben gerade durch diese (Schreib-)Kultur der Franzosen geprägt. Französiche Literatur (wenn gleich auch ins Deutsche übersetzt) ist keine Literatur der vielen Seiten, geprägt durch den Inhalt reichen schon wenige Seiten um das was der Autorin wirklich wichtig ist zu transportieren. Es zählt das was an wenigen Seiten geschrieben steht da sie unglaublich in die Tiefe gehen. Sie regen zum Nachdenken, zum Weiter denken, zum Diskutieren und zum Auseinandersetzen mit der Thematik selber an. Ist es wirklich so verwerflich ? Oder ist es einfach nur eine Liebe die so nicht sein darf weil sie den gängigen Gesellschaftsnormen widerspricht? Die handelnden Charaktere sind dabei so vielschichtig wie das was sie aussagen sollen, die Haltung die sie vertreten und die Wertung die sie damit vornehmen. Insgesamt gesehen bleibt aber noch genug Spielraum für eigene Gedanken und Wertungen. Etwas konfus mutet zunächst der Schreibstil an. Durch ständige Wechsel der Zeit, Rückblick und Gegenwart wird der Leser in Atem gehalten dem Lauf der Erzählung zu folgen.Hin dund wieder kann das zu Verwirrungen führen. Als Leser liest man einfach beständig weiter, träumt die Geschichte mit, leidet mit in den Erinnerungen aus vergangenen Zeiten, will wissen wie es weitergeht und plötzlich ist das Buch schon am Ende. Das die Autorin die Geschichte völlig aufklärt und den Leser nicht mit seinen Gedanken im Nichts zurücklässt macht das Buch zu einem ganz besonderem seiner Art. FAZIT: Auch wenn das Buch viel Raum zum Nachdenken bietet finde ich das Thema gut gewählt und sehr schön umgesetzt. Das Buch ist nicht langatmig oder kurzweilig sondern lässt den geneigten Leser an dieser ungewöhnlichen Liebe teilhaben. Auf jeden Fall wert gelesen zu werden.

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  • Rezension zu "Mit nackten Händen" von Simonetta Greggio

    Mit nackten Händen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. June 2011 um 14:28

    Emma ist Anfang vierzig, Tierärztin und lebt allein auf dem Land. Ihre große Liebe zu Raphaël, der sie wegen einer anderen verlassen hat, hat sie nie überwunden. Als Raphaëls fünfzehnjähriger Sohn Gio plötzlich vor Emmas Tür steht, entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung zwischen den beiden. Sehr locker und leicht beschreibt Simonetta Greggio, wie sich Emmas Leben verändert, als Gio ohne Vorwarnung auftaucht. Auch in den Rückblenden auf Emmas früheres Leben in Paris mit Raphaël wird vieles nur angedeutet, als Leser muss man zwischen den Zeilen lesen und sich ein eigenes Bild machen. Diese Art zu erzählen hat mir sehr gefallen, da die Autorin den Lesern zutraut, selbst zu denken und nicht alles, was sie vielleicht sagen wollte auch wirklich aufs Papier gebracht hat. Andererseits hat die Geschichte auf nur 160 Seiten kaum Platz, sich zu entfalten. Kaum hat man angefangen, das Buch zu lesen, hat man es auch schon beendet. Und genau aus diesem Grund wird es keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen Obwohl ich ein Fan von dünnen Büchern bin, war mir hier an allen Ecken und Enden etwas zu wenig, oder vielleicht auch einfach zu viel Information und Geschichte auf zu wenig Seiten.

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  • Rezension zu "Mit nackten Händen" von Simonetta Greggio

    Mit nackten Händen
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    30. April 2011 um 17:34

    Simenetta Greggio schrieb 2009 den französischen Bestseller "Les mains nues", bei uns "Mit nackten Händen". Sie schreibt in einer wunderschönen Sprache sehr leise, gar melancholisch über Emma. Eine Tierärztin, die nach einer unglücklichen Liebe aufs Land flüchtet und zwischen alten Bauern ihr armes Leben als Landtierärztin fristet. Eines Tages erhält sie Besuch: Der Sohn ihres ehemaligen Liebhabers steht vor der Tür. Durch ihn kommen frühere Traumen, die Emma längst verarbeitet glaubte, wieder an die Oberfläche, und Emma muss sich ihren Gefühlen und ihrem Leben stellen. Mich hat dieser Roman sehr bewegt. Nur 160 Seiten dick, aber immer wieder musste ich das Buch beiseite legen um Gelesenes zu verdauen. Mag sein, dass mich die Lebenssituation der Protagonistin zu sehr an meinen eigenen Lebensweg erinnert, vielleicht auch der gemeinsame Beruf, ich weiss es nicht, mich hat das Buch sehr mitgenommen. Viel Inhalt hat es eigentlich nicht, auch nicht viel Bewegung, aber zwischen den Zeilen liest sich das Drama eines ganzen Lebens. "Sechs Jahre dauerte der Abstieg in die Hölle, Hand in Hand, Stufe um Stufe einer endlosen Treppe. Sechs Jahre, in denen ich mich jeden Augenblick schuldig fühlte, den ich nicht bei ihr (der Mutter) verbrachte, sechs Jahre, in denen sie völlig abmagerte, sich ihrer fleischlichen Hülle entäusserte, als wollte sie nichts als eine Handvoll Knochen hinterlassen." (Zitat ) Ich denke, jeder von uns, der älter geworden ist, wird irgendwann an einen Punkt kommen, an dem man zurückblickt und sich auch fragt, ob man als junger Mensch nicht doch die ein oder andere Entscheidung falsch getroffen hat. Sei es die Wahl des Wohnortes, die Wahl des Berufes, sei es die Entscheidung, um einen Menschen zu kämpfen oder ihn gehen zu lassen. Wenn man jung ist, scheinen die Entscheidungen so einfach, man sieht den Weg, den man gehen möchte und hält nicht oft inne, um nach rechts oder links zu blicken. Oft trifftt man auch passiv eine Wahl, die sich Jahre später als schweres, unverdauliches Trauma entpuppt. Ein Trauma, das mit jedem Lebensjahr schwerer wiegt, und von dem wir nur eines können: Stetig die Konsequenzen zu tragen.

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  • Rezension zu "Mit nackten Händen" von Simonetta Greggio

    Mit nackten Händen
    Weltverbesserer

    Weltverbesserer

    26. February 2011 um 20:14

    Leider hat mich der Roman "Mit nackten Händen" nicht so überzeugt wie ich es mir nach einer sehr lobenden Rezension gewünscht hatte. Ich habe eine warme, gefühlvolle und intensive Liebesgeschichte erwartet- bei der sich einem das Bild zerwühlter Bettlaken im Kopf festsetzt - doch leider nicht bekommen. Daher nur 3 von 5 Sternen. Vielleicht sollte man nicht an jedes gut rezensierte Buch so hohe Erwartungen haben. ----------------------------------------------------- Zur Geschichte: Emma ist Tierärztin und Mitte/ Ende vierzig, als der fast fünfzehn -jährige Gio vor ihrer Tür steht. Gio ist der Sohn von Emmas großer Liebe Raphael und Emmas Nachfolgerin Micol. Emma war schon bei Gios Geburt dabei und kennt ihn von klein auf. Nur in diesem Sommer soll sich ihre Beziehung ändern und beide beginnen ein sexuelles Verhältnis. ----------------------------------------------------- Ich hätte mir gewünscht, dass bestimmte Dinge (z.B. wie sich Emma und Gio das erste Mal richtig nahe kommen) auch mal beim Namen genannt werden und nicht nur um den heißen Brei herum geredet wird. Die Emotionen bleiben diesbezüglich oft nur oberflächlich und dadurch wirkt das Buch für mich unterkühlt und starr (mir geisterte sogar das Wort "frigide" durch den Kopf). Auch konnte ich mich als Leserin nicht in die Gefühlswelt von Emma einfinden, was sie empfindet, wenn sie den heranwachsenden, beinahe männlichen Gio betrachtet. Die Geschichte ist viel zu sehr mit dem Drumherum beschäftigt, Emmas, Raphaels und Micols Vergangenheit und Emmas Ausbildung zur Tierärztin. Da ist klar, dass auf 159 Seiten nicht viel Platz für Gefühl ist. ---------------------------------------------------- Eine Sache möchte ich allerdings auch positiv hervorheben, nämlich die Sprache, die ist wirklich sehr feinfühlig.

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  • Rezension zu "Mit nackten Händen" von Simonetta Greggio

    Mit nackten Händen
    Eka

    Eka

    26. February 2011 um 14:28

    Wer dieses Buch gekauft hat, um einen heißen erotischen Liebesroman zu lesen, wird vielleicht enttäuscht sein, oder er wird - so wie ich - begeistert sein von dieser wunderschönen leisen Liebesgeschichte. Die Tierärztin Emmanuelle (sie findet diesen Namen schrecklich und möchte gern Emma genannt werden) lebt seit einigen Jahren auf dem Land, nachdem sie Paris nach einer unglücklichen Liebe den Rücken gekehrt hat. Sie hat viel Freude an ihrer Arbeit, nichts ist ihr zuviel, sie hilft zu jeder Tages- und Nachtzeit. Aber sie ist allein. Plötzlich steht eines Tages ein junger Mann vor ihrer Tür. Sie erkennt sofort die Ähnlichkeit mit ihrem früheren Geliebten Raphael, der ihre beste Freundin geheiratet hat. Er ist sein Sohn Gio und er bittet sie, für einige Zeit bei ihr bleiben zu dürfen, um sich einmal von seinem spießigen Elternhaus in Paris zu erholen. Emma freut sich sehr, Gio liebt Tiere, begleitet sie zu ihren Einsätzen und sie verbringen unbeschwerte Tage. Aber nach einiger Zeit verändert sich die Freundschaft in eine stille heimliche Liebe, die eigentlich nicht sein darf, denn Emma ist bereits über 40 Jahre alt und Gio noch nicht einmal 15 Jahre. Spätestens ab hier erwartet der Leser vielleicht pikante Details über Begierde und Sex.Aber die Autorin schreibt weiter über das Leben und die Gedanken von Emma. Sie schreibt fast auf eine poetische Art. Es ist abzusehen, daß es irgendwann zum Skandal kommt. Mehr möchte ich hier nicht erzählen, sonst braucht man das Buch - das ich in einem Rutsch gelesen habe - nicht mehr zu lesen. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, es ist eine andere Art, einen Liebesroman zu schreiben und verführt doch zum Nachdenken.

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  • Rezension zu "Mit nackten Händen" von Simonetta Greggio

    Mit nackten Händen
    Mirka

    Mirka

    Bei französischen Autoren bin ich ziemlich schwierig: Entweder finde ich sie super (Anna Gavalda, Delphine de Vigan) – oder ich finde sie so schrecklich, dass ich mich durch ihre Bücher hindurchquälen muss und unter keinen Umständen ein weiteres Werk von ihnen anrühren würde (Nicolas Barreau!). Simonetta Greggio, die eigentlich in Italien geboren wurde, aber seit dreißig Jahren in Paris lebt, gehört definitiv zu ersteren. Die Thematik dieses Buches ist vielleicht so was wie die Thematik meines Jahres. Alles begann mit „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink im kalten Januar, das mich an den Rand eines Nervenzusammenbruches trieb, so konstruiert und falsch fühlte es sich an. Im Sommer begleitete mich „Schweigeminute“ von Siegfried Lenz auf der endlosen Fahrt von Südtirol nach Hause, die leider alles andere als ein Roadtrip war. Aber „Schweigeminute“ hat einigermaßen meine Erwartungen erfüllt. Und nun „Mit nackten Händen“. Alle drei Bücher befassen sich auf eine sehr spezielle Art und Weise mit der ungleichen Liebe zwischen einer älteren Frau und einem Jungen. Schlink und Lenz werden als die ganz Großen der Literaturszene gehandelt – gefallen hat mir aber nur das Werk, das Greggio vorgelegt hat. Natürlich können wir uns jetzt darüber streiten, ob ich schlichtweg keine Ahnung von guter Literatur habe – oder ob Greggio etwas kann, das ihre Kollegen nicht können. Wir können es aber auch lassen. Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich dieses Buch nur ausgewählt, weil ich kein Geld dafür ausgeben musste und der Klappentext eigentlich ganz ansprechend klang. Eigentlich. Ein großes Manko ist nämlich, dass „Mit nackten Händen“ unter eher ungünstigen Umständen beworben wird. „Für Lese von gefühlvollen Frauenromanen“ klingt in meinen Ohren nämlich erstmal wenig einladend – im Gegenteil, es klingt eher nach einem Buch, das nicht zu mir passt. Gefühlvolle Frauenromane sind so sehr Cecelia Ahern, dass man besser damit tut, sie nicht zu kaufen. Außer Greggio. Auf knapp 150 Seiten sagt Greggio alles, was gesagt werden muss. Wir lernen Emma kennen, Anfang 40, Tierärztin, Eigenbrötlerin. In einer schlaflosen Nacht gewährt uns Emma Einlass in ihre Vergangenheit, die ferne sowie die nähere, in ihre Gefühlswelt, in ihre Gegenwart. Wir lernen eine Frau kennen, die mit Verlust und Neid, mit Katastrophen und einschneidenden Veränderungen klarkommen musste, eine Frau, die mitten im Leben steht und dennoch furchtbar fragil ist. Manchmal macht man sich Sorgen, ein einziger Luftstoß könnte Emma umhauen. Mir hat vor allem so gut gefallen, dass Greggio Emmas Geschichte nicht linear erzählt, sondern eher fragmenthaft. Aus den verschiedensten Erzählungen, die scheinbar wahllos aneinander gereiht sind, ergibt sich nach und nach ein Gesamtbild. Sie bauen teilweise aufeinander auf. Jeder Faden wird im Laufe des Buches weitergesponnen und irgendwann sinnvoll verknüpft. Mit „Mit nackten Händen“ trifft Simonetta Greggio auch den Zeitgeist. Beziehungen mit großem Altersunterschied beschäftigen uns immer wieder. Die Medien schießen sich gerne auf ungleiche Paare ein – und Emma und Gio sind mehr als ungleich. Ihre Liebe zueinander wird von Greggio leise beschrieben, weder moralisiert noch bis ins kleinste Detail ausgeschmückt. Wir wissen, dass Emma sich strafbar macht, ist Gio doch noch ein halbes Kind. Wir lernen andererseits aber einen Gio kennen, der Entscheidungen trifft und Erfahrungen sammeln will. Greggio zwingt uns keine Meinung bezüglich Emma und Gio als Paar auf, verlangt aber auch nicht, dass wir uns selbst eine bilden. Ich persönlich von Paaren, die in irgendeiner Form der Schleier des Verbotenen umgibt, immer schrecklich fasziniert – und so war ich es auch von diesem Buch. Ich habe es schier verschlungen und wünschte fast, es hätte noch ein paar Seiten mehr gehabt – dabei hat Greggio das seltene Kunststück bewiesen, genau an der richtigen Stelle aufzuhören. Längen weist „Mit nackten Händen“ nicht auf. Dafür eine unerwartete Tiefe. Ich hoffe, dass nicht zu viele potenzielle Leser von der denkbar ungünstigen Werbung für das Buch abgeschreckt werden, hält man doch eher Gegenwartsliteratur in den Händen als einen „gefühlvollen Frauenroman“.

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    • 3
  • Rezension zu "Mit nackten Händen" von Simonetta Greggio

    Mit nackten Händen
    kleinfriedelchen

    kleinfriedelchen

    Ab wann ist der Altersunterschied zwischen zwei sich liebenden Menschen eigentlich zu groß, als dass ihre Liebe noch als normal angesehen wird? Sind zehn Jahre okay? Zwanzig? Ab welchem Altersunterschied erscheint uns die Beziehung seltsam, ab wann unnatürlich oder gar verboten? Eben solch eine Liebe ergründet Simonetta Greggio in ihrem Buch "Mit nackten Händen". "Ich würde Gio nicht die Ehe antragen, um die Familienehre reinzuwaschen, und ich war auch kein seniler Professor, der den Reizen einer Lolita erlegen war. Wäre das übrigens der Fall gewesen, hätte man wohl milder über mich geurteilt." Emmanuelle, Mitte vierzig, hat sich eine ruhige Existenz als ländliche Tierärztin aufgebaut, seit sie vor Jahren das turbulente Paris verlassen hat, um die Liebe zwischen ihrem Ex Raphael und ihrer ehemaligen Freundin Micol nicht mehr miterleben zu müssen. Umso überrascher ist sie, als deren gemeinsamer fünfzehnjähriger Sohn Gio vor ihrer Tür steht, um dem spießigen Elternhaus wenigstens für einen Sommer zu entkommen. Emma freut sich über die Abwechslung, besonders da Gio Tiere ebenso am Herzen liegen wie ihr. Doch bald schon, langsam, still und heimlich, verändert sich die ungezwungene Freundschaft zwischen den beiden und nimmt intimere Züge an... Ein weniger einfühlsamer Autor hätte aus den Zutaten dieses Buches sicherlich eine reißerische Geschichte über Sex, Begierde und gesellschaftliche Empörung gemacht. Nicht so jedoch Simonetta Greggio; sie hat stattdessen ein stilles Buch über die Spielarten der Liebe geschrieben. Von der schmerzhaften Liebe zu dem Verflossenen, der zärtlichen Zuneigung zu einem kleinen Kind, aber auch von der langsam wachsenden Anziehung zwischen einer Frau und einem Jungen, der das Erwachsenenalter noch nicht erreicht hat. Dabei steht die Liebesgeschichte zwischen Emma und Gio gar nicht so sehr im Vordergrund, wie man anfangs denken mag. Vielmehr geht es um Emmas Leben, ihre Beziehung zu ihrer Mutter und die eigenartige Verbindung zu Gios Eltern, die immerhin jahrelang mit ihr befreundet waren. Aber es geht auch darum, Entscheidungen nicht zu bereuen und zu seinen Gefühlen zu stehen. Ohne Vorwürfe zu erheben oder moralisch zu urteilen, was nun richtig oder falsch sei, erzählt Greggio auf ihre stille poetische Art, wie sie den Franzosen eigen zu sein scheint, von der verbotenen Liaison zwischen einer Frau und einem Teenager und den daraus folgenden gesellschaftlichen Konsequenzen. Durch die ruhige Erzählweise mag das Buch auf den ersten Blick etwas unspektakulär erscheinen, aber es bringt einen zum Nachdenken, wie weit man für die Liebe gehen darf. Ein schönes Buch!

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    • 6
  • Rezension zu "Mit nackten Händen" von Simonetta Greggio

    Mit nackten Händen
    Winterzauber

    Winterzauber

    Eine schön geschriebene Liebesgeschichte ohne Kitsch und Schnulz. Zu dieser Liebesgeschichte kommt es auch eher im letzten Drittel (das Buch hat nur 160 Seiten). Eigenwilliger Erzählstil, richtig schön geschrieben, nie oberflächlich - es fällt mir schwer das Buch richtig zu beschreiben. Diese Ungerechtigkeit was die Leute, die sie lange kennt sich ihr gegenüber benehmen bzw. ihr antun, ist kaum zu ertragen.

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    • 3
  • Rezension zu "Mit nackten Händen" von Simonetta Greggio

    Mit nackten Händen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. December 2010 um 17:57

    Emma ist Tierärztin. Sie lebt etwas zurückgezogen auf dem Land. Die Zeiten, in denen sie zusammen mit Raphaël und Micol in Paris gelebt hat. Doch am Ende waren es Raphaël und Micol die zueinander gefunden haben und Emma blieb übrig. Nun, viele Jahre später steht plötzlich Gino - Raphaëls Sohn - vor ihrer Tür. Ihre Beziehung kann einfach nicht funktionieren, Emma ist Anfang vierzig, Gio erst fünfzehn... Beide lösen ein Strudel von Ereignissen und Skandalen aus, aber zeigen auch große Gefühle und wahre Liebe. Wie so oft bei französischen Autoren üblich, schafft es auch hier die Autorin eine Geschichte auf knappen Seiten zu erzählen. Typisch "blumig", mit sehr viel Gefühl werden einen Erinnerungen von Emma geschildert und erzählt, wie das mit ihr und Gio passieren konnte und vor allem, was wirklich passiert ist. Doch auch hier lässt einen die Autorin lange grübeln. Es braucht eine Weile, bis man alles in den richtigen Kontext setzen kann, über anderes kann man einfach länger nachdenken, überlegen, was Emma einem wirklich sagen wollte und wer sie eigentlich ist. Gio bleibt einem fast blass, bis man auch hier die Gedanken schweifen lässt. Das Buch gibt einem den Grundstoff, der Leser darf es für sich ausmalen. Der Schreibstil ist kurz gehalten, es wird nicht ausschweifend erzählt, alles wird auf den Punkt gebracht. Dabei ist die Wortwahl fast poetisch. Ein wirkliches Vergnügen zu lesen und hebt sich damit wirklich ab. Es ist kein Unterhaltungsroman, sondern ein feinsinniges Buch über die Liebe und den Menschen an sich. Wer hier lustige Szenen oder erotische Fantasien erleben will, sollte unbedingt auf ein anderes Buch zurückgreifen. Simonetta Gregio schreibt über eine brisante Liebe und gibt dem Leser nie das Gefühl ein Voyeur zu sein. Ein typisch französisches Buch eben. Schön.

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  • Rezension zu "Mit nackten Händen" von Simonetta Greggio

    Mit nackten Händen
    Träumerin

    Träumerin

    14. October 2010 um 17:27

    Emma kann nicht vergessen, dass der Mann ihrer Freundin eigentlich sie wollte und sie nun allein ist. Sie flüchtet aufs Land und versucht zu entkommen. Aber der Gio, der Sohn ihres Exliebhabers, nimmt reiß aus vor seinen Eltern. Und die zwei fangen etwas miteinander an ... Doch Emma ist in den Vierzigern und Gio erst 15. Schneller Studel aus Vergangenheit und Gegenwart, der Gefühle auf den Punkt bringt.

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