Sina Beerwald Heringsmord

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Inhaltsangabe zu „Heringsmord“ von Sina Beerwald

Ein Leben auf Sylt? Ein Traum! Jedenfalls für das Rentnerpaar Frieda und Ernst Schmälzle. Da das Ersparte für ein Reetdachhäuschen jedoch nicht reicht, lassen sie sich mitsamt Spätzlespresse und Dackel Gustav auf dem Kampener Campingplatz nieder. Doch zwischen Gemeinschaftsdusche und Chemietoilette schwelen die Konflikte, und in der Ehe der Schmälzles beginnt es heftig zu kriseln – bis ein Platznachbar ermordet aufgefunden wird und Frieda die Unschuld ihres Mannes beweisen muss.
Ein urkomisches Ermittlerduo zwischen Wattvilla, Wohnwagen und Whiskymeile.

Zwei Schwaben auf Sylt - humorvoll und etwas schräg

— Dataha

Von wegen ruhiger Lebensabend, hier geht die Post ab!

— sommerlese

Ein ruhiges Leben auf Sylt?Na das haben sich Frieda und Ernst etwas anders vorgestellt . Ein sehr unterhaltsamer Insel Krimi,

— Moorteufel

Das Leben auf dem Campingplatz wird für das Rentnerehepaar Schmälzle zur Bewährungsprobe für ihre Ehe und Friedas Qualitäten als Ermittlerin

— Elenas-ZeilenZauber

Ein Krimi mit etwas Spannung und viel Humor...

— MissNorge

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  • Wattvilla, Wohnwagen und Whiskeymeile ... und dazwischen ein Mord.

    Heringsmord

    Tanzmaus

    07. September 2016 um 09:05

    Frieda und Ernst Schmälzle aus dem badenwürttembergischen Bopfingen wollen sich ihren Traum erfüllen und ihr Rentnerleben auf der schönen Insel Sylt verbringen. Da für ein kleines Reetdachhäuschen die Rente dann doch nicht reicht, nehmen sie erst einmal mit einem Platz auf dem Campingplatz Kampen vorlieb. In schönster Schwabenmanier hat Ernst hier schon einige Zeit vor dem Umzug einen gebrauchten Wohnwagen erworben. Frieda freut sich schon auf ihre Zeit auf Sylt, bis sie den Wohnwagen sieht. Während Frieda noch versucht, sich mit ihrer Unterkunft anzufreunden, die anderen Camper näher kennen zu lernen, geschieht ein Mord. Das an sich wäre schon schlimm, aber dazu muss Frieda befürchten, dass sie etwas damit zu tun hat und ihr Ernst wird sogar gleich wegen Mordes verhaftet. Fieberhaft sucht Frieda nach der Lösung des Falls …   Sina Beerwald ist bekannt für witzige Syltkrimis, bei denen auch die Umgebung nicht zu kurz kommt. So kann man sich neben einer witzigen Unterhaltung, bei denen die Fettnäpfchen garantiert nicht ausgehen, die Spannung dabei nicht auf der Strecke bleibt, auch über ein tolles Insel- und Urlaubsfeeling zwischen zwei Buchdeckeln freuen. Für mich war gleich klar, wenn ich Urlaub an der Nordsee mache, dann ist dieses Jahr endlich mal ein Sylt-Krimi im Gepäck. Die letzten Jahre habe ich diese immer in den beschaulichen eigenen Wänden gelesen und mich nach der Insel gesehnt. Dieses Jahr jedoch, konnte ich schmökern, lachen, den Kopf schütteln und dabei die Aussicht auf die Nordsee genießen, den Sand unter den Füßen spüren und die salzige Luft schmecken. Herrlich! So ist der Urlaub genau richtig und Erholung vorprogrammiert. Sina Beerwald schreibt gewohnt flüssig, lustig, aber nicht kitschig, sondern stilvoll und vor allem spannend. Die Geschichte entwickelt sich erst langsam, ehe sie ihrem Höhepunkt zustrebt und dem Leser doch ein wenig Hoffnung lässt, dass man das Rentnerpaar Frieda und Ernst Schmälzle bald wieder sehen wird. An Freunde des Dialekts ist auch gedacht, denn Ernst kann es einfach nicht lassen und schwäbelt immer wieder vor sich hin. Das bringt zwar den Lesefluss zunächst etwas ins Stolpern,  lässt die Geschichte dann authentischer wirken. Welcher Schwabe kann schon aus seiner Haut, auch wenn er jetzt auf Sylt haust?   Fazit: Eine wundervolle Unterhaltung, ob daheim oder an der Nordsee entspannte Stunden bei spannender und witziger Lektüre sind garantiert und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Urlaub mit der passenden Begleitung zwischen zwei Buchdeckeln von Sina Beerwald.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    kubine

    01. July 2016 um 18:57
  • Tolle Krimi-Komödie zum Abschalten

    Heringsmord

    sommerlese

    02. June 2016 um 16:27

    "*Heringsmord*" heißt der Sylt Krimi von "*Sina Beerwald*". Er erscheint 2016 im "*Emons Verlag*". Das Rentnerehepaar Schmälzle aus dem Schwabenland will seinen Lebensabend auf Sylt verbringen. Am liebsten in einem komfortablen Reetdachhaus, doch dafür reicht das mühsam Ersparte leider nicht aus. Also wird ihr neues Domizil ein Wohnwagen älteren Baujahrs. Der steht sogar in der Nähe der Schönen und Reichen, in Kampen. Doch in der 44-jährigen Ehe beginnt es zu kriseln - bis ein Platznachbar ermordet aufgefunden wird und Frieda die Unschuld ihres Mannes beweisen will. Herrlich, das ist ein, fast schon gemütlicher Krimi nach meinem Geschmack! Die Geschichte fängt gemächlich mit dem Wohnortwechsel an und wir erfahren abwechselnd aus Sicht der Eheleute ihre Erlebnisse und Eindrücke. Sie beide träumen von einem gemeinsamen Lebensabend auf Sylt und wechseln ihre schwäbische Heimat gegen einen Campingplatz in Kampen auf. Der erworbene Wohnwagen erweist sich als renovierungsbedürftig, ohne Heizmöglichkeit und mit altmodischer Inneneinrichtung, das sorgt für den ersten Ärger zwischen Frieda und Ernst. Auch gefühlsmäßig entsteht ein Riß, denn beide haben hier Kontakt zum anderen Geschlecht, fühlen sich begehrt und das weckt Sehnsüchte, die in der langen Ehe fast eingeschlafen waren. Das Leben als Dauercamper muss auch erst gelernt werden, schliesslich ist das ein ganz eigenes Völkchen. Was hier so an Klatsch verbreitet wird, kommt jedoch Frieda beim Ermitteln zugute. Der Mord geschieht erst zur Hälfte des Buches, aber bis dahin hat man sich mit den Schmälzles in Kampen eingewöhnt und sie und ihre Campingplatznachbarn bestens kennen gelernt. Die Ermittlung ist geschickt mit manipulativen Details aufgearbeitet, sodass man als Leser dem Täter nicht so schnell auf die Spur kommt. Es geht hier unblutig und ohne Brutalität voran. Neben der Beschreibung von landschaftlicher Schönheit, der Uwe-Düne und anderen Inselbesonderheiten, erwähnt die Autorin interessanterweise auch aktuelle Probleme auf Sylt. Man erfährt wie hier in den vergangenen Jahren die Immobilienpreise rasant anstiegen, weil sich Reiche als Geldanlage diesen Luxus gönnen, dadurch aber leider die eigene Bevölkerung sich den Faktor Wohnung kaum noch leisten kann und die Insel im Winter fast menschenleer ist. Mir macht der humorvolle Schreibstil von Anfang an gute Laune und gerade die geschlechtstypischen Ansichten und Unstimmigkeiten der Eheleute sorgen für gute Unterhaltung. Ich habe viel gelacht und die Klischees von Eheleben und Campergewohnheiten genossen. Dieser Krimi kommt unblutig und relativ harmlos daher. Humorvolle Szenen, witzige Dialogen und typisches Camperleben geben dem Buch die spezielle Note, die noch von der Liebe zur Insel Sylt gekrönt wird. Von mir absolute Empfehlung für ein tolles Urlaubsbuch oder zum Wegträumen daheim!

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  • Auf einem Campingplatz ,ist immer was los

    Heringsmord

    Moorteufel

    29. April 2016 um 13:17

    Das Rentnerpaar Frieda und Ernst und ihr Dackel Gustav,wollen gern auf Sylt leben.Da aber ihr erspartes für ein schönes Reetdachhäuschen nicht reicht,wollen sie gerne auf einen Campingplatz ihren Lebensabend leben.Und günstiger ist es dann auch.Denn Ernst ist durch und durch ein Sparfuchs,meist sehr zum Leidwesen seiner Frau.Aber wer auf Sylt leben will,der muß auch abstriche machen.Doch hätten die beiden nur in entferntesten geahnt ,was da auf sie zukommenwird,wer weiß ,vielleicht wären sie doch gern in ihrer Heimat ,dem Schwabenland geblieben.Nicht nur das Wohnen ,in dem perfekt ausgestatteten Wohnwagen(ein schnäppchen).Sondern auch die Nachbarn und die Gemeinschaftsduschen bieten so ihre Überraschungen.Und als dann noch ihr Platznachbar Tot aufgefunden wird,wird Frieda noch weiter gezogen als ihr lieb ist.Es ist ein herrlicher Insel Krimi,wo ich viel zum schmunzeln und zum Kopfschütteln hatte.Ernst mit seinen Schwäbischen Temperament,und Dialekt.Frieda die mit ihren Gefühlen stark zu kämpfen hat.Und Dackel Gustav,der sein Frauchen und Herrchen nicht immer versteht,und bestimmt des Öfteren die Augen verdrehen würde.

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  • Spannend und humorvoll bis zur letzten Seite

    Heringsmord

    onion73

    25. April 2016 um 20:55

    Aussteigen, den Lebensabend an einem ganz besonderen Ort verbringen, mehr Zeit für sich und füreinander haben - das wünschen wir uns alle irgendwie.Frieda und Ernst verwirklichen ihren Traum, allerdings mit einigen Abstrichen. Das Häuschen auf Sylt ist unbezahlbar und so entschließen sie sich Dauercamper auf der Trauminsel zu werden und schon beginnen die Turbulenzen. Dauercamper sind ein ganz eigenes Völkchen und aus dem geruhsamen Lebensabend entspinnt sich für beide das Abenteuer ihres Lebens. Es herrschen Missgunst und Intrigen auf dem Platz. Wem darf man trauen?Frieda und Ernst sind an einem Punkt angelangt, an dem sie kaum noch miteinander reden, eher neben einander her leben. Doch beide haben ihre Träume und Wünsche. Jedoch ist es manchmal besser, wenn ein Traum ein Traum bleibt...Sie brechen aus Gewohnheiten aus und müssen sich selbst bzw. ihre Beziehung zueinander neu finden. Dabei haben beide so einige Klippen zu umschiffen und nebenher auch noch einen Mord aufzuklären. Währenddessen geraten unsere Protagonisten in ziemlich merkwürdige Situationen und auch die Leiche hat noch so einiges zu überstehen.Die Auflösung und Entlarvung des Täters versprechen am Ende eine Überraschung.Obwohl Sina Beerwald immer wieder kleine Hinweise in die Handlung einfließen lässt und sich für den Leser manch eine Vermutung oder Zusammenhänge letztendlich bestätigen werden, bleibt die Identität des Mörders bis kurz vor Schluss im Nebel verborgen.Mir hat der Schreibstil, bei dem wir die einzelnen Situationen abwechselnd mit den Augen von Frieda und Ernst betrachten und so mehr über die Gefühlswelt der beiden erfahren, sehr gefallen.Mit einem Augenzwinkern und viel Humor stolpern wir mit ihnen in einige recht utopisch anmutende, aber nicht unmögliche Situationen.Fazit:Ein spannender Inselkrimi mit besonderem Charme, der trotz des ernsteren Hintergrundes dem Leser immer wieder ein Schmunzeln entlocken wird.

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  • Mord ohne Splatter

    Heringsmord

    Elenas-ZeilenZauber

    24. April 2016 um 16:20

    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘Wenn man den Klappentext nicht kennt, könnte man den Beginn des Krimis für einen Roadtrip oder ein Beziehungsdrama halten. Beides ist enthalten, doch steuert alles auf die Ermordung des Platznachbars und Friedas Ermittlungen nach dem Täter hin. Beerwald schafft eine Umgebung, in der man hinter jeder idyllischen Ecke Motive oder Täter vermutet. Es werden vorher schon kleine Indizien versteckt präsentiert, doch dafür muss man schon genau hinsehen, um diese auch nachher als solche in den Kontext einzusortieren. Die Autorin spielt auch wunderbar mit Klischees, die immer wieder für eine Prise Humor sorgen und der Story den Pfiff geben. Außerdem sind die Figuren sehr realistisch geschaffen worden - es sind Menschen wie du und ich und sie könnten nebenan wohnen. Sie haben ihre Ecken und Kanten. Für mehr als ein Grinsen sorgte auch der Perspektivwechsel zwischen Frieda und Ernst, der manchmal erfolgte. Die gleiche Situation von beiden zu erleben ... einfach herrlich. Die üblichen Missverständnisse zwischen Männern und Frauen. Ich lese zwar gern Krimi und Thriller, doch darf für mich nicht blutspritzend um die Aufmerksamkeit des Lesers gerungen werden. Die Autorin hat einen fesselnden Krimi geschrieben, der mit seinen Subtilitäten und der hübschen Prise Humor zu faszinieren versteht. Und wieder wurde ich in meiner Meinung, dass es auch Krimis gibt, die ohne blutige Massaker den Leser in ihren Bann ziehen.Der Schreibstil der Autorin ist bildmalend. Ich sah zum Beispiel den Campingplatz und die Menschen dort vor meinem inneren Auge und hinzu kommt, dass mein Kopfkino fleißig angekurbelt wurde.Von mir gibt es ganz klare 5 Heringssterne.‘*‘ Klappentext ‘*‘Ein Leben auf Sylt? Ein Traum! Jedenfalls für das Rentnerpaar Frieda und Ernst Schmälzle. Da das Ersparte für ein Reetdachhäuschen jedoch nicht reicht, lassen sie sich mitsamt Spätzlespresse und Dackel Gustav auf dem Kampener Campingplatz nieder. Doch zwischen Gemeinschaftsdusche und Chemietoilette schwelen die Konflikte, und in der Ehe der Schmälzles beginnt es heftig zu kriseln – bis ein Platznachbar ermordet aufgefunden wird und Frieda die Unschuld ihres Mannes beweisen muss.Ein urkomisches Ermittlerduo zwischen Wattvilla, Wohnwagen und Whiskymeile.

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  • von wegen Ruhestand auf Sylt

    Heringsmord

    ulla_leuwer

    20. April 2016 um 10:49

    Reif für die Insel, das sind Frieda und Ernst und als Rentner wollen sie nun auf Sylt wohnen. Die Geschichte fängt ganz langsam an. Frieda und Ernst erzählen von ihrem Vorhaben, nach Sylt zu ziehen, aber da sie kein Geld für eine Immobilie haben, wollen sie sich auf einem Campingplatz niederlassen. Ernst fährt vor und findet einen Wohnwagen, den er mietet. Ich gestehe, dieser Wohnwagen wäre für mich entweder ein Scheidungsgrund oder ein wichtiger Grund einer sofort eingeleiteten Renovierung. Grauselig die Innenausstattung, die ich dank der guten Beschreibung so richtig vor Augen hatte. Nun, vieles entwickelt sich anders, als die beiden es sich vorstellen und auf einmal gibt es eine Leiche und ein sehr verrückter Teil des Buches beginnt. Ich möchte darauf nicht näher eingehen. Ich habe beschlossen, dass ich diesen Teil mit Humor lese. Spannung war ja vorhanden, ich hatte so gar keine Ahnung, wer der Mörder sein könnte. Allerdings fand ich das Verhalten von Frieda und Ernst schon etwas merkwürdig und ich hätte am liebsten gesagt, redet miteinander und macht nicht solchen Quatsch. Die Auflösung des Falles war für mich eine Überraschung, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber es gab genügend Hinweise in der Geschichte, die mich stutzig gemacht haben und ich sollte richtig liegen Ich hatte erwähnt, dass nach dem Auffinden der Leiche der verrückte Teil der Geschichte beginnt. Zumindest war dies mein Gefühl und ich würde das Buch vielleicht auch eher als Krimikomödie einordnen. Irgendwie war es für mich kein typischer Krimi. Sina Beerwald hat die Geschichte im Wechsel von Frieda und Ernst in der Ich-Form erzählen lassen. Was mir sehr gut gefallen hat, denn so konnte ich verschiedene Situationen aus unterschiedlichen Gesichtswinkeln betrachten und lernte auch gleich die Gedanken des jeweiligen Erzählers kennen. Das Buchcover gefällt mir sehr gut, als Inselfan spricht mich so ein Bild sofort an. Fazit: Auch wenn ich nun schon zweimal erwähnt habe, dass mir einiges verrückt vorkam, soll es aber nicht negativ gedeutet werden. Eher verrückt, was zum Lachen reizt. Spannung und Humor und verzwickte Situationen, alles hat die Autorin sehr gut miteinander verbunden und ich empfehle das Buch gerne weiter.

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  • Witziger Krimi auf einem Campingplatz auf Sylt

    Heringsmord

    jenny_wen

    19. April 2016 um 09:43

    Das Ehepaar Schmälzle zieht es aus dem Schwabenländle weg. Sie wollen sich ihren Traum auf Sylt erfüllen. Leider hat es nicht für ein Haus dort oben gereicht und so reisen die beiden gemeinsam mit ihrem Hund Gustav in einem alten T1. Auf Sylt angekommen, muss Frieda erleben, wie sich die Campingplatzleiterin an ihren Ernst ran macht. Dieser scheint auch nicht wirklich abgeneigt, hat er sie doch bei dem Wohnwagenkauf bereits kennen gelernt. Der Wohnwagen, den Ernst nun seiner Frieda stolz präsentiert. Doch leider kommt dieser nicht so gut an, wie erhofft. Ernst will sich nicht wirklich bei dem Vorzeltaufbau helfen lassen, und so kommt es, dass einige der Camper amüsiert herum stehen und sich das Treiben von Ernst Schmälzle anschaut. Schließlich ist es Konrad, der dem überforderten Ernst unter die Arme greift und ihm hilft. Anschließend sitzen die beiden zusammen mit Frieda bei Konrad im Vorzelt und grillen. Doch es kommt, wie es kommen muss, jeder dreht irgendwie sein Ding. Frieda lernt Jonny kennen, der ihrem damaligen Idol zum verwechseln ähnlich sieht. Ernst seinerseits ebenfalls eifersüchtig, verbringt den Tag bei Beate Schacht, der Campingplatzleiterin, obwohl er eigenltich in den Baumarkt fahren sollte. Frieda ist total verletzt und verbringt den Abend mit Konrad. Sie schaut dabei allerdings zutief in ihr Weinglas und als sie am nächsten Morgen aufwacht, liegt eine Leiche im Vorzelt und Frieda kann sich an nichts mehr erinnern. Die Charaktere Ernst und Frieda wachsen einem sofort ans Herz. Die Geschichte wird aus der Sicht von Frieda erzählt, aber dann auch zwischendrin wieder von Ernst.  Gerade wenn Frieda erzählt, kommt es immer wieder zu urkomischen Situationen.  Auch die anderen Charaktere, die in der Geschichte eine Rolle spielen, sind gut herausgearbeitet. Besonders beeindruckend sind die Beschreibungen der Landschaft von Sylt.  Sina Beerwald arbeitet, wie schon in ihren früheren Büchern, schnörkellos, aber mit viel Humor. Trotz allem kommt aber auch die Spannung nicht zur kurz. Mein Fazit: "Heringsmord" ist ein Buch mit knapp 200 Seiten, welches sich definitiv zu lesen lohnt. 4 Sterne für dieses Buch.

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  • Zwei Schwaben auf Sylt

    Heringsmord

    aftersunblau

    15. April 2016 um 13:50

    Familie Schmälzle aus dem Schwabenland träumt schon ein Leben lang davon ein Reetdachhaus auf Sylt zu kaufen um dort ihren Lebensabend zu verbringen, wofür natürlich das Geld aus dem Verkauf ihres Eigenheims nicht reicht. Als Alternative ziehen sie in einen Wohnwagen auf dem Campingplatz.Frieda ist zunächst entsetzt über den alten Wohnwagen, den Ernst der Platzwartin abgekauft hat, lässt sie sich doch gerne von einem Jonny trösten, während ihr Ernst Gefallen an der Platzwartin findet. In der Ehe der beiden kriselt es gewaltig als dann auch noch ihr Platznachbar ermordet wird. Helga und Jonny lassen die Leiche während ihrer Ermittlungen weiterleben und so kommt es zu einigen urkomischen Szenen.Auch wenn es in dem Buch zu einem Mord und den dazugehörigen Ermittlungen kommt, als Krimi würde ich es nicht bezeichnen, und das Buch eher in die Kategorie Humor einordnen. Dort ist es allerdings sehr gut aufgehoben denn die Autorin versteht es sehr gut die Leser zum schmunzeln zu bringen, auch wenn es an Spannung nicht fehlt.Die Geschichte wird immer im Wechsel aus Sicht von Ernst und Helga geschildert, so bekommt man bestens einen Einblick in ihr Seelenleben, was alleine schon wieder für allerhand Vergnügen sorgt. Sehr gut gefallen haben mir auch das einige Kommentare, insbesondere Flüche, im schwäbischen Dialekt wiedergegeben wurden. Auch die Beschreibungen über Sylt haben mir gut gefallen und machen Lust auf Urlaub.Das dünne Buch hat mir knappe vier Stunden Lesevergnügen bereitet und mich gut unterhalten. Jedem der einmal vom Alltag abschalten möchte, und der keinen blutrünstigen Krimi erwartet, kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. 

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  • Der Campingplatzmord

    Heringsmord

    MissNorge

    Kurz zur Geschichte:Frieda und Ernst Schmälzle, aus dem Schwabenland, wollen ihren Lebensabend auf der teuren und schicken Insel Sylt verbringen. Für ein hübsches Häuschen mit Reetdach reicht das Geld natürlich nicht, aber immerhin für einen Wohnwagen mit Dauerparzelle auf dem Campingplatz im teuren Kampen. Gerade ein paar Tage auf dem Platz und noch nicht so richtig eingelebt, stirbt ihr direkter Nachbar Konrad. Mit zwei Heringen in der Brust, die aus Metall zum Zelt im Boden verankern, daher auch der Titel des Buches. Wer hat den armen netten Konrad, der immer zu Stelle war, wenn jemand ein Problem hatte, auf so grausame Weise ermordet? Oder war er doch nicht so unschuldig und freundlich wie er immer getan hat? Zu allem Unglück gerät Ernst Schmälzle ins Visier der Polizei und seine Frau Frieda muss alles tun, um ihn von diesem bösen Verdacht zu befreien. Wird ihr das gelingen?Meine Meinung:Die Geschichte wird aus den Perspektiven, in der ICH-Form, abwechselnd von Ernst und Frieda erzählt, aber man weiß schon nach dem ersten Satz, welcher Charakter nun das Wort hat. So kann man die Gefühlswelt und die Gedanken der Beiden sehr gut verstehen und mitverfolgen, vor allem dann, als beide sich "auswärts" umschauen und sich der Gefühle des jeweils Anderen nicht mehr so sicher sind. Sie entfernen und entfremden sich, suchen Zuneigung und Bestätigung woanders und bekommen diese auch.Sina Beerwald hat einen schönen, schnörkellosen Schreibstil, der sich gut lesen lässt, der die Charaktere bis ins Kleinste liebevoll und ausführlich beschreibt, so das man die Schmälzle´s sofort ins Herz schließen muss.Und das Leben auf einem Campingplatz wird auch so beschrieben, wie man es sich immer vorstellt, ein für sich lebendes Völkchen, in das man schwer eingegliedert wird, inkl. Klatsch und Tratsch.So schön wie das Inselleben auch sein mag, reißt hier die Autorin auch einige kritische Punkte an, z.B. die extremen Immobilienpreise die sich kein normaler Mensch mehr leisten kann und damit sterben auch die Dörfer aus, da die meisten "Reichen" nur zum Urlaub machen oder mal kurz am Wochenende auf die Insel reisen.Bis der Mord allerdings passiert und der extrem lustige Teil beginnt inkl. der Hobbyermittlungen von Frieda, hat man schon die Hälfte des Buches gelesen, das fand ich etwas schade.Wer Krimis mag, die ohne viel Blut und extreme Beschreibungen auskommen , dazu noch gepaart sind mit Humor, witzigen Dialogen, "normalen" Charakteren und der Liebe zur Insel Sylt, wird dieses Buch mögen. 

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    • 2
  • 2 Schwaben auf Sylt

    Heringsmord

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    04. April 2016 um 14:12

    Das Rentnerehepaar Frieda und Ernst Schmälzle aus dem Schwabenland will sich seinen großen Traum erfüllen. Sie ziehen mit ihrem Hund Gustav auf die Insel Sylt, nur leider reichte es finanziell nicht für ein Reetdachhäuschen, so dass sie sich einen Wohnwagen gekauft haben, der auf einem Campingplatz steht.Nun, um korrekt zu sein, Ernst hat den Wohnwagen gekauft, Frieda hat ihn noch nicht gesehen. Von daher ist es auch nicht gerade verwunderlich, dass sie etwas entsetzt ist, als sie das etwas ramponiert und ältlich aussehende Gefährt das erste Mal zu Gesicht bekommt. Sie hofft auf einen schlechten Scherz, aber die Wirklichkeit holt sie doch schnell ein.Ernst hatte den Wohnwagen von Beate Schacht, der Platzwartin, gekauft, die den Wagen aufgrund vieler Erinnerungen nicht mehr benutzen wollte, da ihr Mann im vergangenen Jahr verstorben war. Nun soll es das neue Heim von Schmälzles werden.Gleich am ersten Abend bekommen sie einige der Mitcamper zu sehen, denn die versammeln sich vor ihrem Wohnwagen und erfreuen sich der Unerfahrenheit von Ernst, als er versucht, das Vorzelt aufzubauen.Aber wenn es eins auf dem Campingplatz gibt, dann ist es Hilfsbereitschaft und die treffen sie dort in der Person von Konrad.Noch während sie dabei sind, sich dort einzuleben, wird einer ihrer Nachbarn ermordet aufgefunden.Wer kann das getan haben, ist Ernst wirklich so unschuldig, wie er tut? Frieda hat alle Hände voll zu tun, um seine Unschuld zu beweisen...Was für ein schöner Traum, sich nach getaner Arbeitszeit als Rentner auf Sylt niederzulassen. Frieda und Ernst Schmälzle lieben die Insel, waren sie doch schon viele Male dort und haben Urlaub gemacht. Dass die Ersparnisse nicht für ein Häuschen reichen, lässt sie nicht entmutigen, leben sie eben auf dem Campingplatz. Zumindest was den Sommer angeht, alles weitere wird sich finden, so ihr Plan.Ernst ist ein Schwabe, wie er im Buche steht und die sprichwörtliche Sparsamkeit lässt ihn bei Frieda schon das ein oder andere Mal anecken.Obwohl sie sich von Herzen zugetan sind, hat die Sache mit dem Sex nachgelassen bzw. verläuft sie völlig im Sande. Da wundert es nicht, wenn man plötzlich von anderer Seite Zuspruch erhält und wer kann da schon stark bleiben und nein sagen. Plötzlich gibt es eine Leiche auf dem Campingplatz und es könnte sein, dass Ernst der Mörder ist, aber Frieda kann es nicht glauben und tut etwas unglaubliches.Einen herrlich erfrischenden Roman hat die Autorin Sina Beerwald hier wieder vorgelegt. Die Story wird abwechselnd aus der Sicht von Ernst bzw. Frieda wiedergegeben. So hat der Leser die Gelegenheit zu erfahren, was der jeweils andere über die gleiche Situation denkt. Es ist jetzt kein Krimi im herkömmlichen Sinn, sondern eher eine kriminalistische Komödie, denn grinsen musste ich beim Lesen mehr als einmal.Ernst und Frieda sind zwei sympathische Protagonisten, die es leider versäumen, miteinander zu sprechen. Zugegeben, es ist schon schwer, sich mit jemandem zu unterhalten, der nur zwei Silben bei einem Gespräch in die Runde wirft. Aber wenn Ernst erst mal ins Schimpfen kommt, dann natürlich in einem echt reifen schwäbisch. Schwäbisch wurde übrigens viel gesprochen und nicht alles konnte ich für mich eindeutschen, auch nicht mit laut vorlesen, zumal das in der S-Bahn auch nicht unbedingt gut ankommt.Auch wenn mir das ein oder andere verloren ging, war das meiste schon gut verständlich.Natürlich habe ich wieder mitgerätselt, wer der Mörder sein könnte. Aber immer brachten neue Erkenntnisse mich dazu, meine Meinung zu ändern und ich muss gestehen, dass mich die Auflösung dann doch überrascht hat. Sina Beerwald ist es hervorragend gelungen, mich eine Weile auf eine falsche Fährte zu führen, ohne dass erkennbar war, in welche Richtung sich die Lösung abzeichnen würde.Die Geschichte fängt recht humorvoll an. Spannung stellt sich nach dem Mord ein, will man doch wissen, wer der Mörder ist und aus welchen Motiven gemordet wurde. Die Spannung kann die Autorin halten und zumindest mir ist es schwer gefallen, wenn ich das Buch mal beiseite legen musste.Ich habe mich von der Autorin sehr gern auf ihre Insel Sylt entführen lassen und die Protagonisten bei der Bereinigung ihrer Probleme begleitet.Es ist ein sehr ausgewogener Krimi, bei dem der Humor und die Spannung nicht zu kurz kommen.Ein schöner Krimi, mit dem man angenehme Lesestunden verbringen kann. Deshalb empfehle ich ihn auch sehr gern weiter.

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  • Tod auf dem Campingplatz

    Heringsmord

    ChrischiD

    20. March 2016 um 19:44

    Frieda und Ernst Schmälzle wollen sich eigentlich nur ihren lang gehegten Traum, ihr Rentnerdasein auf Sylt zu verleben, erfüllen. Doch als sie sich auf dem Kampener Campingplatz wieder- und einfinden, scheint sich eine Krise anzubahnen, die sie in über 40 Ehejahren noch nicht erlebt haben. Plötzlich wird ein Platznachbar ermordet und Frieda fürchtet, ihr Ernst könne der Täter sein, möglicherweise sogar sie selbst. Daher tut sie alles in ihrer Macht stehende, um die Vorkommnisse zu vertuschen und sucht nach Spuren, die zur Entlastung beitragen können... Wer träumt nicht von einem kleinen Häuschen auf Sylt, ob als zwischenzeitlichen Rückzugsort oder Dauerdomizil? Entsprechend gut kann man sich in die Gedankengänge des Ehepaars Schmälzle hineinversetzen, wenn es um Für und Wider und vor allem die Kostenfrage geht. Ob nun schlussendlich bei jedem die Entscheidung auf ein Wohnmobil fällt sei dahingestellt, Fakt ist jedoch, dass es auf dem Campingplatz allerhand zu erleben gibt. Die Geschichte braucht ein wenig Zeit, um Fahrt aufzunehmen, ihr liegt zunächst eine Gemütlichkeit zugrunde, die allerdings schon darauf hindeutet, dass es sich hierbei nur um die Ruhe vor dem Sturm handelt. Am liebsten würde man das Ehepaar packen und ordentlich schütteln, damit sie einmal Klartext miteinander reden, doch käme man dann nicht in den Genuss der wahnwitzigen Ermittlungen. Erzählt wird das Geschehen abwechselnd aus der Sicht von Frieda und Ernst. So hat man einerseits die Möglichkeit ein- und dieselbe Situation aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, andererseits aber auch an zwei Orten gleichzeitig zu sein, da das Ehepaar zwangsläufig nicht immer gemeinsam unterwegs ist. Als es zu dem tödlichen Vorfall kommt, glaubt der Leser nicht, dass Ernst der Täter ist, diese Annahme wäre doch viel zu durchschaubar. Oder etwa doch nicht? Durch geschickt platzierte manipulative Elemente wird der Leser plötzlich unsicher und ist gar nicht mehr so hundertprozentig überzeugt von seiner Unschuld. Daher versucht man zusammen mit Frieda herauszufinden was wirklich geschehen ist, bevor die Polizei oder gar die Mit-Camper Wind von der Sache bekommen. Es liegt eine gesunde Mischung von Humor, Tragik und Spannung vor, die ein paar Stunden Lesevergnügen mit Rätselanteil verspricht. Die ein oder andere Situation mag vorhersehbar sein, andere dafür umso überraschender, auch diese Anteile sind gut ausgewogen. Vor allem die finale Auflösung birgt noch das ein oder andere Geheimnis. Und vielleicht gibt es ja noch mehr vom Ehepaar Schmälzle zu lesen...

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  • (Un-)Ruhestand auf Sylt

    Heringsmord

    gaby2707

    20. March 2016 um 16:18

    Ernst und Frieda Schmälzle aus Bopfingen im Schwabenländle machen sich mit ihren 7-Sachen und ihrem Dackel Gustav in ihrem Volkswagen T1auf nach Sylt. Die Insel haben sie seit Jahren ins Herz geschlossen und wollen hier ihren Lebensabend verbringen. Da die Immobilienpreise extrem hoch und für die Schmälzles nicht erschwinglich sind, haben sie sich entschlossen, erst mal auf einem Campingplatz einzuchecken. Was sie dort alles erleben, davon erzählt uns die Autorin nach ihren beiden Möwengeschichten in ihrem neuesten Buch "Heringsmord". Da die Erlebnisse der Beiden immer abwechselnd mal aus Ernsts, mal aus Friedas Sicht geschildert werden, lerne ich die Beiden mit ihren Ansichten und ihrer Sicht auf verschiedene Dinge immer besser kennen. Auch was gerade in ihren Köpfen vorgeht, verstehe ich besser und bin immer direkt vor Ort, da ja beide zwangsläufig nicht immer gemeinsam unterwegs sind. Ich möchte die Beiden hier und da schütteln und ihnen zurufen "Redet doch einfach mal miteinander". Aber nein - jeder macht sein Ding, was die Sache auch nicht besser macht. Als dann ein Mord geschieht, in den sowohl Frieda als auch Ernst verstrickt sind oder sein könnten, übernimmt Frieda das Kommando und versucht, zusammen mit einem weiteren Champingplatzbewohner den Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Beginnt die Geschichte eher langsam und ruhig, so nimmt sie allmählich immer mehr Fahrt auf und es kommt eine gewisse Spannung auf. Da die Protagonisten mit ihren kleinen Eigenheiten sehr farbig und deutlich ausgearbeitet sind, habe ich sie bald in meinem Kopfkino eingestellt. Die Geschichte an sich finde ich persönlich eher amüsant als kriminell. Trotzdem habe ich mich dank der immer neuen Fährten nicht gelangweilt, sondern eher mit gerätselt und mit gefiebert. Mir haben auch vor allem die Bilder der Insel sehr gut gefallen, die mir die Autorin mit ihrer blumigen und sehr ausführlichen Sprache zu lesen gegeben hat. Ich habe richtig Lust bekommen, diese Insel einmal zu besuchen. Wer einen amüsanten, trotzdem spannenden Krimi mit eher unüblichen Fahndern lesen möchte, der statt viel Blutvergießen eher auch die Personen stark beleuchtet, der ist hier genau richtig. Sina Beerwald hat mir mit Frieda und Franz und Co. einige sehr lesenswerte Stunden beschert.

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