Sina Pousset "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

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Inhaltsangabe zu „"Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"“ von Sina Pousset

Ein bisschen ist das mit dem Fernbus wie mit einer durchzechten Nacht. Man kommt dehydriert und zerknautscht zu Hause an und schwört sich: nie wieder. Bis zum nächsten Mal. Denn wer billig und flexibel verreisen will, muss in den Bus. In seinem Inneren herrscht fröhliche Anarchie: Es gibt keine Sitzplatzreservierung, keine Businessclass, keine Gepäckaufgabe. Beziehungen werden kurz vor der Abfahrt in Hamburg beendet und auf dem langen Weg nach München beweint, der Fahrer steht auf Helene Fischer, und der Typ hinten links lässt garantiert seinen Geldbeutel an der Tankstelle liegen. Dennoch schwören Millionen auf den Bus. Auch Sina Pousset steigt leidenschaftlich gerne ein und erzählt in ihrem Buch hautnah vom letzten großen Abenteuer unserer Zeit – dem Fernbusfahren!

Herrlich... ich finde mich in so vielen Geschichten wieder :)

— Buecherwuermin

Humorvolle Anekdoten über Busreisende, aber auch die üblen Nachteile kommen hier zur Sprache!

— sommerlese

Macht keine Lust auf Fernbusreisen

— Tante_Joya

Witziges Konzentrat aus Reisebekanntschaften, mit ausreichend Mut, sich selbst ordentlich aufs Korn zu nehmen.

— DoreenPappritz

Vorhersehbare Reiselektüre, die aber immerhin für ein paar Schmunzler gut ist

— melli_2897

Selten habe ich so etwas unwitziges und belangloses gelesen. Zudem extrem übertrieben und fern jeder Realität

— Ein LovelyBooks-Nutzer

wer hier einen humorvollen Roman erwartet liegt leider falsch, insgesamt ist das Buch enttäuschend

— Buchmagie

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  • Nichts wirklich Neues über das Busfahren

    "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

    Traumfeder

    27. March 2017 um 09:22

    InhaltWer günstig durch das Land reisen will, greift nun immer häufiger auf den Fernbus zurück. Mit einem Klick ist das Ticket gebucht und die Fahrt kann losgehen. Klingt einfach, doch selbst hier gibt es so manche Hürde, die sich der Mensch allerdings selbst stellt. So berichtet Sina Pousset von ihren kuriosen, verrückten und so manch chaotischen Reisen, denn jede Fahrt ist anders und kann zu einem wahren Abenteuer werden.Meine MeinungWenn ich ehrlich bin, hatte ich keine Ahnung, was mich hier erwarten würde. Der Titel versprach witzige Geschichten und auch der Klappentext war interessant zusammengefasst. Die Reize waren da und meine Neugier war geweckt.Was ich allerdings nicht erwartet habe, war eine Art Gebrauchsanweisung. Doch genau so schien mir schließlich der Aufbau des Buches. Von Kapitel zu Kapitel erzählt die Autorin von Dingen, die im Bus wichtig sind und beachtet werden sollte, aber auch von solchen, die lieber vermieden werden sollten.Andererseits will ich nicht leugnen, dass die Kapitel doch durchaus humorvoll waren. Dies lag jedoch zum Großteil an der Autorin selbst, denn sie beschreibt sich als absolute Chaotin. Ob es nun darum geht den Koffer zu packen oder die Haltestelle zu finden, bei ihr läuft dabei so manches schief. Ganz besonders schlimm wird es aber, wenn es um Snacks für die Reise geht. Da will ihre Organisation überhaupt nicht funktionieren. Im Bus selbst sieht es nicht anders aus, auch hier tritt sie in so manches Fettnäpfchen. Fraglich bleibt nur, ob ihr so etwas tatsächlich passiert oder sie hier für die Leser extra übertreibt.Bei mir hat dieses Buch jedenfalls Erinnerungen an meine Schulzeit geweckt. Sinas Beschreibungen der Busfahrten, entsprachen so ungefähr meinen Erinnerungen an die Klassenfahrten nach Italien. Man versucht sich jemand sympathischen als Nachbar zu finden, sich auf dem geringen Platz einzurichten und bloß nicht in der Nähe der Toilette zu sitzen. Doch erst der Versucht eine Schlafposition zu finden, macht klar, dass man in der Hölle gelandet ist.Es schien mir auch so, dass der Fernbus sich auch vom Schulbus kaum unterscheidet. Man versucht sich abzulenken, um die Fahrt zu überstehen. Sucht Kontakt zu bestimmten Menschen oder versucht diesen zu vermeidet. Doch vor allem gilt, wer zuerst kommt, kann sich den Platz aussuchen.Irgendwie war ich dann doch von diesem Buch enttäuscht. Ich hätte mehr erwartet. Zwar saß ich noch nie in einem Fernbus, doch das musste ich auch nicht um hier alles nachvollziehen zu können. Die Autorin hat nämlich nichts erzählt, was man nicht auch in einem gewöhnlichen Bus erleben kann, außer vielleicht die Sache mit der Toilette.Schade war auch, dass die Autorin an manchen Stellen krampfhaft versucht hat witzig zu sein, statt es fließen zu lassen. Manchmal war es zu gewollt, was wiederum den gegenteiligen Effekt hatte. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn sie manche Fahrten besser beleuchtet hätte, statt die verschiedensten Fahrten zu zerstückeln und wieder zusammen zu legen.FazitObwohl Sina Spoussets Buch in mir alte Erinnerungen weckte und durchaus seinen Witz besaß, konnte es mich nicht überzeugen. Die geschilderten Erfahrungen waren zwar chaotisch und ein wenig kurios, doch nicht außergewöhnlich. Viel mehr dürfte jeder von uns bereits selbst solche Einsichten gemacht haben und muss nicht erst darüber lesen.

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  • Rezension: "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind" (S. Pousset)

    "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

    Anchesenamun

    22. January 2017 um 18:25

    Ich bin selbst schon mehrere Male mit dem Fernbus gefahren, und mir gefällt diese meist kostengünstigere Art des Reisens, wenngleich man es auch hier immer mal wieder mit Unannehmlichkeiten wie nervigen Mitfahrern, zu wenig Platz, Verspätungen oder Kamikaze-Busfahrern zu tun hat. Mir persönlich ist bei meinen Fahrten jedoch noch nichts Irrwitziges passiert, und deshalb war ich umso gespannter auf Sina Poussets Erzählungen. Eines muss man der Autorin lassen: Sie scheint ihr halbes Leben im Bus zu verbringen, reist kreuz und quer durch Deutschland und hat somit natürlich schon vieles erlebt. Sie kennt sich aus und hat Routine - sollte man zumindest meinen. Allerdings ist auch Pousset nach so vielen Fahrten nicht vor den Tücken des Busfahrens gefeit. Auf den letzten Drücker am Abfahrtsort ankommen, den Bussteig nicht finden, die wichtigsten Dinge unerreichbar nach unten packen, viel zu viel Gepäck mitnehmen und Wesentliches vergessen: Die Autorin ist herrlich unperfekt und steht auch dazu. Das machte sie mir schnell sympathisch. Auch sprachlich wird hier einiges geboten. Poussets Schreibstil ist eloquent und pfiffig, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Humor und Selbstironie. Der Humor der Autorin gefällt mir. Mir persönlich hat das Buch jedoch inhaltlich nicht so zugesagt. Ich hatte mir auf Grund des Klappentextes heitere Anekdoten aus dem Fernbus erhofft. Diese findet man hier jedoch nur selten und dann auch nur wenige Zeilen lang. Ansonsten ist das Buch eher eine Art nicht ganz ernst gemeinter Ratgeber rund um das Thema "Reisen mit dem Fernbus". Was ja auch nicht ganz verkehrt ist, aber wie gesagt, ich hatte etwas Anderes erwartet und mir haben die Geschichten gefehlt. So fand ich es nach einiger Zeit dann doch etwas langweilig und trocken, zwischendurch verließ mich auch mal die Leselust und ich legte das Buch ein paar Tage weg. Ich muss nicht x-mal mit der vollbepackten Autorin auf den letzten Drücker zum Bahnsteig hechten, um dann ihren pseudo-philosophischen Gedankengängen zu verschiedenen Themen zu folgen. Statt stereotype Beispiele aufzuzählen, hätte ich mir mehr konkrete Erlebnisse gewünscht. Dazu dann noch die Kästen, in denen selbst erfundene Begriffe wie "Der WLAN-Infarkt" oder "Die Ruckschuld" erklärt werden, welche ich persönlich nicht witzig fand und die den Lesefluss deutlich hemmten. Von daher ist es vielleicht ein lustiges Geschenk für jemanden, der seine erste Fahrt mit dem Fernbus noch vor sich hat. Die Autorin hat schon auch interessante Gedankengänge und ich musste ab und zu schmunzeln. Schreibstil und Humor der Autorin sind klasse. Aber ich hätte mir hier statt eines Pseudo-Ratgebers eine Sammlung erfrischender Reiseanekdoten gewünscht und wurde mit diesem Buch leider nicht warm.

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  • Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind - Mit dem Fernbus unterwegs

    "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

    Wurm200

    22. January 2017 um 17:18

    Sina Pousset Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind - Mit dem Fernbus unterwegs Goldmann Autor: Sina Pousset studierte Kunst- und Literaturwissenschaft in Karlsruhe, Paris und Oxford. Seit 2012 schreibt sie für die Süddeutsche Zeitung, jetzt.de sowie das Süddeutsche Zeitung Magazin. Sie lebt heute als freie Autorin in Berlin und wartet liebend gerne auf einen Bus, wenn es sie in die Ferne zieht. (Quelle: Goldmann) Anmerkung: Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Buch um eines aus dem Bereich “Sachbuch” handelt, gibt es an dieser Stelle nicht wie üblich, eine Inhaltsangabe. Das Buch folgt keiner Story, welche zusammengefasst werden könnte. Das Buch ist in 14 Kapitel unterteilt, welche dann nochmals ihre eigenen Unterkapitel haben. Die Kapitel bestehen jeweils aus der Kapitelziffer und einem Titel, welche mittig zu Beginn des Kapitels steht. Sollten Unterkapitel vorhanden sein, so stehen diese immer zu Beginn des Kapitels und sind außerdem dank anderer Schriftart perfekt vom Rest des Textes hervorgehoben. Sollte man einmal mitten im Buch aufgehört haben zu lesen, so steht auf jeder Seite jeweils noch mal das Kapitel (Links) sowie das Unterkapitel (Rechts) welches man gerade liest, so weiß man selbst nach längerer Pause noch, wo man sich im Buch genau befindet. Hin und wieder werden die humorvoll geschriebenen Kapitel durch reale Erlebnisse der Autorin etwas aufgelockert. Die Einschübe bestehen zumeist aus Dialogen, welche die Autorin auf Ihren Fahrten mit dem Fernbus mitbekommen hat. Diese Textstellen heben sich dank anderer Schriftart auch gut vom Rest des Buches ab. Außerdem finden wir in manchen Kapiteln Kästen, in denen die Autorin dem Leser einige Wörter erklärt. Das sorgt natürlich für ein besseres Verständnis, bei den Leuten, die sich mit Fernbussen nicht sonderlich auskennen. Leider tauchen diese Kästen oftmals mitten im Text auf und stören so etwas den Lesefluss. Cover: Das Cover besteht aus vielen Farben und bildet eine Szene aus der Natur dar (Himmel, Fahrbahn; Wolken; …). Auf der Fahrbahn sehen wir außerdem noch einen grünen Bus, in dessen Scheibe sich ein Teil des Titels findet. Der eigentliche Titel des Buches steht in Schwarz über dem Bus geschrieben und hebt sich gut vom Hintergrund ab. Außerdem ist der Titel nochmals mit durchsichtigen Hochglanzbuchstaben bedruckt worden. Auf dem Bus sitzend sehen wir außerdem noch eine junge Frau. Auch im Inneren setzt sich das Cover toll fort und wir können neben einer Landkarte noch eine lustige Dialogstelle lesen. Fazit: Die Autorin schafft es auf eine humorvolle und übersichtliche Art ihre Erlebnisse mit dem Fernbus wiederzugeben. Leider hat mich das Buch nicht ganz so fesseln können, was eventuell daran liegt, dass ich mit Fernbussen nicht sonderlich viel am Hut habe. Eventuell können da kundige Leser mehr mit anfangen. Für jeden, den diese Thematik interessiert, kann hier aber sicher zugreifen und bekommt bestimmt einige Stunden Beschäftigung. Von mir bekommt das Buch solide 3/5 Sterne. Klappentext: Ein bisschen ist das mit dem Fernbus wie mit einer durchzechten Nacht. Man kommt dehydriert und zerknautscht zu Hause an und schwört sich: nie wieder. Bis zum nächsten Mal. Denn wer billig und flexibel verreisen will, muss in den Bus. In seinem Inneren herrscht fröhliche Anarchie: Es gibt keine Sitzplatzreservierung, keine Businessclass, keine Gepäckaufgabe. Beziehungen werden kurz vor der Abfahrt in Hamburg beendet und auf dem langen Weg nach München beweint, der Fahrer steht auf Helene Fischer, und der Typ hinten links lässt garantiert seinen Geldbeutel an der Tankstelle liegen. Dennoch schwören Millionen auf den Bus. Auch Sina Pousset steigt leidenschaftlich gerne ein und erzählt in ihrem Buch hautnah vom letzten großen Abenteuer unserer Zeit – dem Fernbusfahren! (Quelle: Goldmann) Autor: Sina Pousset Titel: Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind - Mit dem Fernbus unterwegs Verlag: Goldmann Genre: Sachbuch Seiten: 256 Preis: 12,99 ISBN: 978-3-442-15907-9http://wurm200.blogspot.de/

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  • Humorvolle Anekdoten aus dem Mikrokosmos Bus

    "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

    sommerlese

    21. January 2017 um 11:03

    "*Sina Pousset*" reist gerne per Bus durch die Gegend. In ihrem Buch "*Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind*" erzählt sie in humorvollen Anekdoten ihre Erlebnisse. Das Buch erscheint im *"Goldmann Verlag*". Ein bisschen ist das mit dem Fernbus wie mit einer durchzechten Nacht. Man kommt dehydriert und zerknautscht zu Hause an und schwört sich: nie wieder. Bis zum nächsten Mal. Denn wer billig und flexibel verreisen will, muss in den Bus. In seinem Inneren herrscht fröhliche Anarchie. "Während er so dahinschaukelt, der Maulesel der Straße, spielen sich in seinem Inneren größere und kleinere Dramen ab. Die Toilette ist verstopft, der Busfahrer steht auf Schlager... Nichts davon entweicht, alles zirkuliert. Denn eines hat man im Bus zum Überfluss: Zeit zu beobachten." Zitat Seite 12 Wer heute reisen will, hat die Wahl zwischen Individualverkehr mit privatem PKW oder den öffentlichen Möglichkeiten Bus oder Bahn. Wenn ersteres nicht zur Verfügung steht, bleiben die Alternativen des kostengünstigen Fernbusses oder der teureren, aber etwas komfortableren Bahnfahrt. Sina Pousset ist Busreisende und aus ihrer Erfahrung kann sie ein Lied aus diesem speziellen Mikrokosmos singen. Sie beschreibt in verschiedenen Kapiteln das Zusammentreffen der verschiedenen Reisenden, besondere Vorkommnisse und immer wiederkehrende Probleme durch die Enge und Nähe, denen sie sich taktvoll, aber auch schon mal sehr direkt annähert. Ihre einzelnen Texte lesen sich wie eine Kolumne in der Zeitung. Man wird gut unterhalten und ich habe viel gelacht. Die gezeigten mitreisenden Typen, Sinas persönliche Erlebnisse und ihre humorvollen Äußerungen machen Spaß und ihre Tipps zum Umgang mit den Mitreisenden sind interessant und hilfreich. Die Aufarbeitung der Bereiche, die zum Busfahren einfach dazugehören, wie eine Packliste, die richtige Sitzplatzwahl, Vorschläge zur musikalischen Playlist werden im Buch ausführlich abgehandelt. Es geht hier auch um typische Klischees, die etwas überzogen gezeigt werden, damit sie möglichst humorvoll erscheinen. An und für sich eine gute Idee, doch als komplettes Buch hat mich diese Lektüre nicht vollständig überzeugt. Die Sammlung von Anekdoten kommt mir zu geballt daher. Häppchenweise als Zeitungskolumnen könnte man die Lektüre sicherlich viel besser genießen. Solche Busreisen sind definitiv keine Reiseform für mich, wer es jedoch gerne macht oder aber es irgendwie ertragen kann, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Der Busreisende wird darin eigene Erlebnisse wiedererkennen und mit der Lektüre humorvolle unterhalten auf seinem Weg von A nach B.

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  • Macht keine Lust auf Fernbusreisen

    "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

    Tante_Joya

    12. January 2017 um 22:48

    Busfahren - als Kind Horror für mich, da ich sehr schnell reisekrank wurde. Die hinteren Busreihen waren für mich stets ein unerreichbarer Ort, zumindest wenn ich dort mehr als nur ein paar Minuten bleiben wollte. Jetzt als Erwachsene ist das zum Glück wesentlich besser geworden und in der letzten Zeit kam das Thema Fernbus als Alternative zu Bahn oder Auto schon das ein oder andere Mal auf. Außerdem lese ich leidenschaftlich gerne Berufsblogs, zum Beispiel von Apothekern, Ärzten, Bestattern, Taxifahrern und so weiter, und liebe dabei vor allem die Geschichten rund um die verschiedensten Menschen. Kleine Einblicke in deren Leben, Eigenarten und Kuriositäten, witzige und traurige Momente, all das in kleine Geschichten verpackt. Gute Voraussetzungen also für ein Buch, das mir einen Einblick in die mir bisher fremde Welt des Fernbusfahrens geben will.Neugierig begann ich also zu lesen, doch schon nach den ersten paar Seiten kamen mir leise Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit der Autorin. Frau Pousset schleppt Laptops, Handys und sonstiges Gerät zum Arbeiten im Bus mit sich herum, ist jedoch nicht in der Lage, sich den Weg zur Fernbus-Haltestelle zu merken. Ich meine, wenn ich nicht in der Lage bin, mir etwas länger als fünf Minuten zu merken (ich bin auch jemand, der sich eher an Orten / Gebäuden orientiert, und das ist in fremden Städten ja eher nicht möglich weil man die Gegend nicht kennt), dann sollte man sich entweder den Weg aufschreiben / ausdrucken oder zumindest das eigene Handy benutzen und sich per Navigation zum richtigen Ort lotsen lassen. Allerdings gestaltet sich das erste Kapitel so, als ob Fernbusreisende nur rein zufällig den richtigen Weg finden weil auch andere schwitzende schnaufende Leute in die gewählte Richtung unterwegs sind und man sich in kleinen Horden auserwählter Verirrter zusammenschließt und gemeinsam am Ende doch noch die Haltestelle zu finden. Hm.Weiter geht es mit Erlebnissen, wie man drei Busse hintereinander verpassen kann weil man nicht das Datenvolumen sondern das grottige Busbahnhof-WLAN benutzt. Hmhm. Würde ich wohl anders machen.Dann folgen Geschichten, die mir persönlich das Fernbusreisen dermaßen unsympathisch machen, dass ich lieber darauf verzichten möchte. Ob seltsame Körpergerüche, Schnarchen, feuchte Aussprache und Sabbern, verdreckte oder verstopfte Toiletten inkl. einschlägiger WC-Gerüche, verrückt spielende Klimaanlagen, von Stalkern und furchtbaren Flirtversuchen mal ganz zu schweigen. Die Autorin scheint Menschen im Allgemeinen nicht sonderlich zu mögen, entweder hat sie wirklich dermaßen viele seltsame Menschen getroffen oder sie schmückt die Geschichten einfach sehr aus, anders kann ich es mir nicht erklären, wie man von einem Stereotypen zum anderen springt.Nach einigen Kapiteln habe ich den Rest nur noch überflogen und mir einzelne Geschichten von weiter hinten herausgepickt in der Hoffnung, ein paar nette Stories zu finden. Geschichten aus dem Leben eben. Doch da die Autorin um jeden Preis Kontakt mit ihren Mitfahrern vermeiden möchte sobald sie die Haltestelle denn gefunden hat, suchte ich solche Geschichten vergebens. Gut, von Zeit zu Zeit wurde auch ein wenig geflirtet, doch eine Zigarette später war das auch wieder vorbei.Mein Fazit: Zum Fernbusreisen wird mindestens eine Indiana-Jones-Ausbildung benötigt. Oder alternativ könnte man auch einfach den gesunden Menschenverstand einschalten und aufhören, Menschen zu verurteilen, die genauso sind wie die Autorin selbst. Ich werde jedenfalls in der nächsten Zeit keinen Fernbus benutzen und vergebe mit zwei zugedrückten Augen noch zwei Sterne.

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  • Nicht mein Fall

    "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

    Jashrin

    05. January 2017 um 11:36

    Bus oder Bahn? Seitdem immer mehr Fernbusse auf unseren Straßen unterwegs sind, stellt sich diese Frage für Reisende, die nicht mit dem eigenen Auto fahren können oder wollen, immer öfter. Während vielen bei der Bahn meist direkt die unzähligen Verspätungen einfallen, so hat auch der Bus seine ganz eigenen Tücken. Angefangen bei den Mitreisenden, der Toilette, dem Busfahrer bis hin zur Planung der Reise. Die Autorin Sina Pousset kann selbst ein Liedchen davon singen, denn auch sie entscheidet sich oft für den Bus. In ihrem Buch erzählt sie von ihren Erfahrungen, gibt Anekdoten zum Besten und dazu auch eine Vielzahl an Tipps, die dem Fernbusreisenden womöglich helfen können, sicher und halbwegs entspannt von A nach B zu kommen. Nach der Beschreibung des Buches habe ich eine amüsante und kurzweilige Lektüre erwartet, die mich bestens unterhält und die vielleicht mit auf meine nächste Fahrt kommt. Leider muss ich sagen, dass ich mich eher durch das Buch gequält habe. Sicher, bei manchen Schilderungen musste ich schon schmunzeln oder konnte bestätigend mit dem Kopf nicken. Doch insgesamt wirkte das Buch auf mich überzogen und vor allem krampfhaft darum bemüht, witzig zu sein. Zudem habe ich mich gefragt, weshalb die Autorin ihre eigenen Ratschläge nicht zu beherzigen scheint. So sollte man doch spätestens nach der zweiten Fahrt gelernt haben, dass es keine gute Idee ist, sich auf ein funktionierendes WLAN im Bus oder am Busbahnhof zu verlassen. Dennoch scheint sie offenbar immer wieder für wichtige Fragen - wie zum Beispiel die nach der richtigen Haltestelle oder dem richtigen Bus – genau darauf zurückzugreifen, nur um festzustellen, dass es meist hakt. Die Beschreibungen ihrer Mitreisenden haben mich teils durchaus amüsiert und an eigene Begegnungen erinnert, wie zum Beispiel an die Teilnehmerinnen eines Junggesellinnenabschieds, die beinahe nichts unversucht ließen, die Singles unter ihnen mit den übrigen Fahrgästen zu verkuppeln. Dennoch wurden mir auch hier zu viele Klischees bedient, die sich generell durch das gesamte Buch zogen. Interessanterweise gab es trotz aller Kritik auch immer wieder Passagen, deren Schreibstil mir gut gefallen hat. Daher empfinde ich es als besonders schade, dass mich das Buch als Ganzes nicht überzeugen konnte. Ich vermute einige ausgewählte kürzere Texte hätten mir weitaus besser gefallen. Mein Fazit: Für mich war das Buch leider zu bemüht und zu klischeehaft. Die erhoffte humorvolle und spritzige Lektüre konnte ich über weite Strecken leider nicht finden. Daher nur 2 von 5 Sternen.

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  • ein Abenteuer?

    "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

    abuelita

    09. December 2016 um 15:04

    Ich hätte ja gerne die volle Sternenzahl gegeben – aber manches wiederholt sich eben doch sehr häufig und so ein bisschen komprimierter – das hätte dem Buch ganz gut getan. Aber ansonsten fand ich es einfach nur köstlich und lustig !Ein bisschen ist das mit dem Fernbus wie mit einer durchzechten Nacht. Man kommt dehydriert und zerknautscht zu Hause an und schwört sich: nie wieder. Bis zum nächsten Mal. Denn wer billig und flexibel verreisen will, muss in den Bus. In seinem Inneren herrscht fröhliche Anarchie: Es gibt keine Sitzplatzreservierung, keine Businessclass, keine Gepäckaufgabe. Beziehungen werden kurz vor der Abfahrt in Hamburg beendet und auf dem langen Weg nach München beweint, der Fahrer steht auf Helene Fischer, und der Typ hinten links lässt garantiert seinen Geldbeutel an der Tankstelle liegen. Dennoch schwören Millionen auf den Bus. Auch Sina Pousset steigt leidenschaftlich gerne ein und erzählt in ihrem Buch hautnah vom letzten großen Abenteuer unserer Zeit – dem Fernbusfahren!Mein Sohn ist schon öfters mit dem Fernbus gefahren, eine Freundin fährt oft lange Strecken und sogar mein Mann hat es, nachdem selbst in unserer kleinen Stadt eine Haltestelle ist, mal gewagt. Jeder war anderer Meinung und ich bisher immer noch am Überlegen…nach diesem Buch ist nun klar: DAS ist nichts für mich… *g* - ich hab's gern bequem.....und mag so viel Nähe nicht sonderlich.Zwar kann ich – fast - genauso gut mit Instagram, Whats App und all diesen Dingen, die unsere heutige Generation auszeichnen, umgehen und vieles davon ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Beim Reisen aber habe ich es lieber gemütlicher und bei manchen Kapiteln des Buches hat es mich regelrecht geschüttelt….Sicher hat die Autorin manches wohl übertrieben dargestellt und sich auch selbst in schlechtes Licht gesetzt, denn nach dem 3. Mal „ich muss aber den Bus kriegen“ müsste man sich - selbst in diesem Alter – mal an die Nase fassen und feststellen, dass vieles an einem selber liegt. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und das ist ja die Hauptsache….

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  • Witziges Konzentrat an Reisebekanntschaften.

    "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

    DoreenPappritz

    09. November 2016 um 22:10

    Buch gekauft, hingesetzt und nach jedem zwangsläufigen Ablegen schnell wieder aufgenommen. Kurz und knapp, ich fand's unterhaltsam kurzweilig. Manche Rezensenten machen sich so viel Mühe, reihen Zeile um Zeile aneinander und drehen jeden Buchstaben um  damit auch nicht der kleinsten Ansatzpunkt an Kritik übersehen wird. Und damit es nicht ganz so nach Verrisssucht aussieht, schnell noch den Rettungsfallschirm aufgespannt, "es ist ja ganz nett". Das Buch hat seine Daseinsberechtigung, eben weil es auf eine bestimmte liebenswürdige Art schildert welche Geschichten sich uns auftun, wenn wir mit geschärften Sinnen durch die Welt geschunkelt werden. Glaubt wirklich Einer, dass ein Autor seine eigenen kleinen Unzulänglichkeiten so ganz und gar unbeabsichtigt zum Schafott trägt? Diese Reiseerlebnisse müssen nicht in ein Genre passen. Warum ein Genre? Weil es in der Germanistik unbedingt Genreeinteilung geben muss? Diese Reiseerlebnisse sind ein Ausschnitt aus dem gesellschaftlichen Fortschritt, gerade noch in den Kinderschuhen gewesen und jetzt schon selbstverständlich, der Fernbus verdrängt die Tramper. Ich bin neugierig auf die nächsten Betrachtungen, so ganz nebenbei und gern wieder locker witzig mit der bekannten Portion Selbstverschaukelung.

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  • Nicht mein Fall

    "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

    Jashrin

    09. November 2016 um 13:24

    Bus oder Bahn? Seitdem immer mehr Fernbusse auf unseren Straßen unterwegs sind, stellt sich diese Frage für Reisende, die nicht mit dem eigenen Auto fahren können oder wollen, immer öfter. Während vielen bei der Bahn meist direkt die unzähligen Verspätungen einfallen, so hat auch der Bus seine ganz eigenen Tücken. Angefangen bei den Mitreisenden, der Toilette, dem Busfahrer bis hin zur Planung der Reise. Die Autorin Sina Pousset kann selbst ein Liedchen davon singen, denn auch sie entscheidet sich oft für den Bus. In ihrem Buch erzählt sie von ihren Erfahrungen, gibt Anekdoten zum Besten und dazu auch eine Vielzahl an Tipps, die dem Fernbusreisenden womöglich helfen können, sicher und halbwegs entspannt von A nach B zu kommen. Nach der Beschreibung des Buches habe ich eine amüsante und kurzweilige Lektüre erwartet, die mich bestens unterhält und die vielleicht mit auf meine nächste Fahrt kommt. Leider muss ich sagen, dass ich mich eher durch das Buch gequält habe. Sicher, bei manchen Schilderungen musste ich schon schmunzeln oder konnte bestätigend mit dem Kopf nicken. Doch insgesamt wirkte das Buch auf mich überzogen und vor allem krampfhaft darum bemüht, witzig zu sein. Zudem habe ich mich gefragt, weshalb die Autorin ihre eigenen Ratschläge nicht zu beherzigen scheint. So sollte man doch spätestens nach der zweiten Fahrt gelernt haben, dass es keine gute Idee ist, sich auf ein funktionierendes WLAN im Bus oder am Busbahnhof zu verlassen. Dennoch scheint sie offenbar immer wieder für wichtige Fragen - wie zum Beispiel die nach der richtigen Haltestelle oder dem richtigen Bus – genau darauf zurückzugreifen, nur um festzustellen, dass es meist hakt. Die Beschreibungen ihrer Mitreisenden haben mich teils durchaus amüsiert und an eigene Begegnungen erinnert, wie zum Beispiel an die Teilnehmerinnen eines Junggesellinnenabschieds, die beinahe nichts unversucht ließen, die Singles unter ihnen mit den übrigen Fahrgästen zu verkuppeln. Dennoch wurden mir auch hier zu viele Klischees bedient, die sich generell durch das gesamte Buch zogen. Interessanterweise gab es trotz aller Kritik auch immer wieder Passagen, deren Schreibstil mir gut gefallen hat. Daher empfinde ich es als besonders schade, dass mich das Buch als Ganzes nicht überzeugen konnte. Ich vermute einige ausgewählte kürzere Texte hätten mir weitaus besser gefallen. Mein Fazit: Für mich war das Buch zu bemüht und zu klischeehaft. Die erhoffte humorvolle und spritzige Lektüre konnte ich über weite Strecken leider nicht finden. Daher nur 2 von 5 Sternen.

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    • 3
  • Mal ganz nett für Zwischendurch

    "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

    melli_2897

    03. November 2016 um 16:53

    Ich, als Studentin, bin ohne Zweifel auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen und finde mich auch häufig auf längeren Zug- und Busreisen wieder. Das Thema dieses Buches qualifizierte es also ohne Frage als Reiselektüre. Mit seinen zahlreichen Kapiteln eignet es sich auch wunderbar als Unterhaltung bei kürzeren Fahrten. In den Kapiteln selbst findet man hin und wieder eine Art "Infokästen" mit lexikon-ähnlichen Definitionen bestimmter Situationen, Personen oder Gegenständen, die die Busreise ausmachen. Diese Kästchen sind meiner Meinung nach relativ langweilig, weil die meisten Begriffe schon im Laufe des Kapitels aufkommen. Das Buch als Gesamtes liest sich relativ schnell und flüssig, wobei ich sagen muss, dass mir kein besonders herausragendes Kapitel aufgefallen ist. Thematisch wird so ziemlich alles abgedeckt, was einem bei Busreisen erwartet: das Packen und Planen davor, die richtige Sitzplatzwahl, die verschiedenen Busfahrertypen und natürlich die Mitreisenden. Das Thema an sich hat durchaus Potential, aber es hätte alles etwas kürzer und knackiger zusammengefasst werden können. Statt neuen Pointen zieht sich durch das gesamte Buch eine deutliche Wiederholung der selben Klischees und es gibt kaum geschilderte Situationen, deren Ende man nicht schon längst erahnen kann. Fazit: Vorhersehbare Reiselektüre, die aber immerhin für ein paar Schmunzler gut ist.

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  • Busfahren kann unwitzig sein

    "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. October 2016 um 12:23

    Die Alternative zur Bahn heißt Fernbus. Wer bequem, günstig und gemütlich innerhalb Deutschlands und Europas reisen möchte, kommt um die grünen, großen Busse nicht mehr herum. So konnte auch Sina Pousset nicht widerstehen. Was ihr auf den vielen Fahrten quer durch Deutschland passierte, erzählt sie nun in „Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind“. Doch hält das Buch, was der Bus verspricht? Ich selbst bin regelmäßig mit dem Bus unterwegs. Egal, ob von Süd nach Nord oder von Ost nach West, nachdem die Bahn und ich auf Kriegsfuß stehen, habe ich den Bus lieb gewonnen und ruckel durch die Bundesrepublik. Daher habe ich mich auch so sehr auf das Buch gefreut, denn ich erhoffte mir eine witzige, kurzweilige Lektüre. Bekommen habe ich ein für mich vollkommen unlustiges, klischeebeladenes und wenig unterhaltsames Werk. Sina Pousset ist meist von München oder Berlin aus unterwegs. So wie sie ihre Reisen darstellt, scheint deine Busfahrt DAS Abenteuer schlechthin zu sein, übertroffen nur noch von einem Trip mit Indiana Jones. Sei es nun das Finden der richtigen Haltestelle, das Verstauen des Gepäcks oder das Überstehen der Fahrt. Ich fragte mich beim Lesen oft, ob sie und ich tatsächlich die gleichen Fernbusse nutzen oder ich bisher nie mit dem Survival-Bus unterwegs war. Schon nach ein paar Kapiteln wurde für mich deutlich, dass das Abenteuerliche nicht am Fernbus, sondern am Unvermögen der Autorin liegt. Anders kann ich es mir nicht erklären, wie man 3 Busse nacheinander verpassen kann, weil man sich auf das wacklige WLAN am Busbahnhof verlässt, statt einfach die mobilen Daten, die eine angehende Journalistin immer haben sollte, zu nutzen. Desweitern bleibt es mir unverständlich, wie man sich über das Verstauen von Gepäck seiner Mitfahrer lustig machen kann, wenn man selbst wie ein Lastesel in den Bus steigt. Sina Poussett führt bestimmte Menschen vor, belädt sie mit Klischees und Vorurteilen und merkt dabei nicht, dass sie genau so perfekt in ihre ach so witzigen Beschreibungen passt. Desweiteren berichtet Sina Pousset gewollt witzig von Begebenheiten auf ihren Reisen, die mir so nie passiert sind. Das kann mein Glück sein oder einfach nur pure Übertreibung seitens der Autorin. Denn Übertreibung macht anschaulich. Klar, ich hatte auch schon die Schülertruppe im Bus, an meiner Schulter schlief ein Punker ein und ich teilte mir mit meinem Sitznachbar eine Steckdose. Das alles lief aber freundlich und offenherzig ab. Bei den Beschreibungen Poussets bekäme ich als Erstfahrerin sogar Angst. Denn wer will denn mit Flirtbiestern, knutschenden Pärchen und dem WC des Grauens unterwegs sein? Fast alle geschilderten Anekdoten kann ich trotz über 30 Fahrten nicht bestätigen, nicht mal im Ansatz. Glück? Zufall? Gewollt? Wer weiß. Ich blätterte bald nur noch halbherzig durch die einzelnen Kapitel. Bei manchen Anekdoten grinste ich zwar, aber die Leselust war dahin. Sehr schade, denn das Thema ist bestimmt witzig. Der Stil von Sina Pousset ist zwar gut zu lesen, die gewollte Spritzigkeit dringt aber aus jedem Satz. Als Kolumnen hätten ihre Anekdoten bestimmt einen durchschlagenden Erfolg bei mir gehabt, als gesamtes Buch war es mir zu erzwungen. Fazit: leider habe ich kein Ticket für diese Sammlung. Schade!

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  • Enttäuschend

    "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

    Buchmagie

    19. October 2016 um 11:18

    Rezi zu: „Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind“ Autorin: Sina Pousset Genre: nicht wirklich einstufbar Verlag: Goldmann Buchinfo: Die Autorin schreibt hier über ihre „Leidenschaft“ des Fernbusfahrens und nimmt dabei einige Situationen humorvoll unter die Lupe. Meinung: Liest man den Titel geht man von einem locker, leichten und humorvollen Roman aus, so habe ich jedenfalls gedacht und mich auf die Lektüre gefreut. Doch schnell wurde ich enttäuscht, denn was ich für einen Roman hielt, war gar keiner im eigentlichen Sinn. Die Autorin wartet mit Situationskomik und vielen kleinen Anekdoten auf, wobei sie den Fernbus liebevoll „Maulesel der Straße“ nennt, aber das ist auch schon alles, was dieses Buch zu bieten hat. Die ganze Zeit des Lesens über habe ich mich gefragt, was beabsichtigt die Autorin mit diesem Buch? Wo ist der Unterhaltungswert? Für wem ist dieses Buch gedacht oder sogar empfehlenswert? Was die Autorin sich bei diesem Buch gedacht hat, kann ich nicht wissen, aber für mich war es nicht einmal in ein Genre zu stopfen. Es handelt sich um keinen Roman, keinen Reisebericht und Humorvoll, naja das hält sich auch in Grenzen. So kann ich leider auch von keinen Unterhaltungswert der Lektüre ausgehen, es gibt zwar Stellen über die man vielleicht schmunzeln und lachen kann, aber einen Sinn hat dies Lektüre in meinen Augen eigentlich keine. Leider kann ich so auch nicht sagen, wem ich dieses Buch empfehlen würde, vielleicht einem Busfahrer, damit er weiß, wie sich seinen Kunden fühlen? Vielleicht Reisende, die noch niemals mit dem Reisebus gefahren sind und eine Busreise vor sich haben? Ich weiß es nicht, ich für meinen Teil habe mich sehr geärgert das Geld für dieses Buch ausgegeben zu haben.

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