Sina Trinkwalder

 4.4 Sterne bei 25 Bewertungen
Sina Trinkwalder

Lebenslauf von Sina Trinkwalder

Sina Trinkwalder, Jahrgang 1978, studierte Politik und Betriebswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach erfolgreichem Abbruch arbeitete sie über 10 Jahre als Geschäftsführerin ihrer eigenen Werbeagentur. 2010 wechselte sie die Seiten und gründete das erste textile Social Business in Deutschland: manomama. In dieser Kleidermanufaktur werden von ehemals arbeitslosen Näher/innen innerhalb einer regionalen Wertschöpungskette ökosoziale Bekleidung und Accessoires produziert. Für ihr ökologisches und soziales Engagement wurde Sina Trinkwalder mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem ist sie vom Rat für Nachhaltigkeit der Bundesregierung zum „Social Entrepreneur der Nachhaltigkeit 2011“ ausgezeichnet worden.

Alle Bücher von Sina Trinkwalder

Sina TrinkwalderWunder muss man selber machen
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Wunder muss man selber machen
Wunder muss man selber machen
 (14)
Erschienen am 01.10.2013
Sina TrinkwalderIm nächsten Leben ist zu spät
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Im nächsten Leben ist zu spät
Im nächsten Leben ist zu spät
 (6)
Erschienen am 01.09.2017
Sina TrinkwalderFairarscht
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Fairarscht
Fairarscht
 (5)
Erschienen am 01.04.2016
Sina TrinkwalderWunder muss man selber machen
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Wunder muss man selber machen
Wunder muss man selber machen
 (0)
Erschienen am 01.10.2013
Sina TrinkwalderIm nächsten Leben ist zu spät: Ärmel hochkrempeln, Probleme lösen, glücklich sein
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Im nächsten Leben ist zu spät: Ärmel hochkrempeln, Probleme lösen, glücklich sein

Neue Rezensionen zu Sina Trinkwalder

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W

Rezension zu "Fairarscht" von Sina Trinkwalder

Das 'Fair-' lässt sich problemlos auch durch 'Ver-' ersetzen
wschvor 6 Monaten



Überquellende Regale in den Lebensmittelläden, sich durchbiegende Kleiderstangen in den Klamottenläden, im eigenen Schrank Hemden-, Blusen-. Hosen- und was noch alles für 'Leichen', die man schon ewig nicht mehr getragen hat.

Hunderte von Joghurt-Sorten in allen möglichen zumeist künstlichen (!) Geschmacksrichtungen,

Und um das eigene ökologische Gewissen zu beruhigen wird das gekauft, was irgendeine Siegel trägt, 'Bio', 'Fair', 'Öko~' und sonst noch was. Diese 'Siegel-Manie' und die Art und Weise wie der Konsument von der Lebensmittel-, der Textil- und allen weiteren Industrien hinters Licht geführt und manipuliert wird, das alles durchleuchtet Sina Trinkwalder in ihrem sehr lesenswerten Stil. 
Wobei sie begründet versucht, den alten Handwerkskünsten, ob Bäcker, Metzger oder Schneider, wieder zu dem Stellenwert und der Wertschätzung zu verhelfen, die diesen zusteht. Eben das Schätzen, um es in Worten etwas überspitzt auszudrücken, das Ehren des Wertes des Brotes, des chemisch nicht aufgemotzten, der Gewichtszunahme (VK-Preis...) mit Wasser gespritzten, in Plastikschale samt umhüllender Plastikfolie abgepackten Steaks. Eben das Anerkennen der Mühe, die sich der Bäcker, Metzger, Schneider, Goldschmied bei der Herstellung des Produktes gegeben hat. Dass seine Leistung, seine Zeit und die verarbeiteten hochwertigen Materialien dann auch bezahlt werden sollen/müssen, ist mehr als selbstverständlich.

Zitat Seite 22: "Innerhalb der letzten 50 Jahre ist aus dem Konsum für den täglichen Gebrauch, der Grundversorgung, bestritten durch viele kleine Handwerksbetriebe, ein globalisierter und industrialisierter Massenmarkt geworden". 
Um den Verbraucher zu möglichst hemmungslosem Konsum zu verleiten!

Zitat Seite 180; "Richtig ist, dass wir Wachstum brauchen. Diesmal aber: qualitativen. Wir müssen weg vom quantitativen hin zum qualitativen Wachstum."

Genauer lässt es ich nicht formulieren.

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M

Rezension zu "Im nächsten Leben ist zu spät" von Sina Trinkwalder

Nicht auf „irgendwann“ verschieben
michael_lehmann-papevor einem Jahr

Nicht auf „irgendwann“ verschieben

„Wenn…. Dann mache ich aber….lege ich los“.

Wobei nach dem „Wenn“ wahlfrei eingesetzt werden kann, ob es mit der Rente dann soweit ist, wenn der Betrag X angespart wurde, wenn das kommende Projekt beendet ist, wenn die Kinder aus dem Haus sind und vieles mehr, was als vermeintlich „vernünftiges“ Hindernis auf dem Weg der Verwirklichung einer Idee, einer Sehnsucht, eines Wunsches zunächst noch zu bewältigen wäre.

„Wir aber sind es gewohnt, stetes für Unangenehmes einen Schuldigen zu finden, und passen auf, möglichst selbst nicht schuldig zu sein“.

Nicht anecken, nicht in unsichere Situationen begeben, Sicherheit und Kontrolle bewahren, sich „aus der Schusslinie“ halten, das scheint den Menschen umso mehr anzutreiben je älter und „gesetzter“ er wird. Was nun aber andersartige, nicht in das geregelte und gesicherte Leben passende innere Wünsche und Antriebe oft nicht ins Leben treten lässt. Denn dann wäre ja wieder ein Risiko, eine unsichere Situation mit etwas „Neuem“ geschaffen.

Ein Dilemma zwischen Sicherheit und Neugier, Lust auf Entwicklung und Bewährung des erworbenen. Auch wenn es wenig sein sollte, auch wenn es vielleicht gar nicht gut tut, zumindest ist es bekannt und damit einschätzbar. So könnte man dieses wenn-dann“ vielleicht auch dahingehend verstehen, dass sich erst bewegt werden soll oder kann, wenn alles kontrolliert und sicher ist. Was bei „Neuem“ nie gegeben sein wird und so passiert es „nie“, was da an inneren Interessen und Wünschen vorhanden sein mag.

Sina Trinkwalder aber ist ein lebendes Beispiel dafür, dass es letztlich nur eines einfachen Impulses, eines „ich tu das jetzt“ und einer gewissen Sturheit dabei bedarf, und sich mit wenigen Veränderungen ein Leben ziemlich stark ändern kann.

„Alles andere aber hatte sich verändert (innerhalb eines Jahres)…….die Sina von früher gab es nicht mehr. Die dicke, schreiende Karrierefrau mit dem eisernen Willen, die zufälligerweise den gleichen Namen trug wie ich, existierte nicht mehr“ (bis auf den Willen).

Wobei natürlich die Inhalte und die Umsetzungen gar kein Zauberwerk darstellen und das Bu. Letztlich altbekannte Wahrheiten neu beleuchtet. Schon von Paulus stammt der Satz „Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach“.

Wie aber im Leben der Autorin sich das änderte und warum, dass ist flüssig und unterhaltsam verfasst und überaus anregend und auch anstoßend verfasst.

Gerade markante Momente der Einsicht, die nicht wenige Leser zum einen Teilen könnten und zum anderen sich damit selbst „in Bewegung“ versetzen lassen sollten, wenn es um das eigene Leben und die Zufriedenheit mit diesem und sich selbst geht.

„Niemand sah, dass ich unglücklich war. Am wenigsten erkälte die die dicke, schreiende Frau selbst“. Denn der Erfolg und das materiell sehr gute und inhaltlich interessierte Leben war ja da.

„Wenn ich nicht die bin, die ich lebe, wer bin ich dann“. Eine unprätentiöse Kernfrage, die, wenn man sich selbst diese ehrlich stellt, viel in Bewegung setzen kann. Welche Etappen dann folgen, wie man dies umsetzt, dass liest sich gut in Bezug auf die Autorin, kann sicherlich nicht eins zu eins von jedem genauso getan werden, aber die ist, das eigene Leben zu prüfen und die eigenen Wege zu sich selbst zu finden, die steigert sich von Seite zu Seite. Und damit erreicht das Buch genau die Mitteilung von „Lust auf sich selbst“, wie man wirklich ist, die Trinkwalder vermitteln möchte.

Wobei die Unterscheidung der Autorin wichtig ist, dass es hier nicht um „Sinn im Leben“ geht, der gesucht werden soll, sondern tiefgreifender überhaupt. Um „das /ganz) eigene Leben“.

„Denn im nächsten Leben wäre es zu spät…. Es ist einfach, aber es wird nicht leicht“.

Ein guter „Motivator“, wenn auch nicht alles übernommen werden kann und viel an eigenem Überlegen notwendig ist, um die Anstöße des Buches umzusetzen. Aber man sieht, dass man nicht alleine ist und dass am Ende es auch nichts bringt, „Geduld“ mit hartem „T“ am Ende zu schreiben.

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Kiwi-Lenas avatar

Rezension zu "Fairarscht" von Sina Trinkwalder

Mehrwert in Reinkultur
Kiwi-Lenavor 2 Jahren

Unser regionaler (und globaler) Konsum muss bewusster, nachhaltiger und, damit einhergehend, auch unversiegelter werden! Dafür plädiert Sina Trinkwalder, die erste Social Business Unternehmerin Deutschlands, unmissverständlich. Dass jeder individuelle und noch so kleine Schritt genau in die richtige Richtung führt und dass hingegen große Greewashing-Kampagnen und viele international agierende Runde Tische zu weiten Teilen einzig dem guten Gewissen und den übervollen Konten der Wirtschaft zugute kommen, belegen die Ausführungen dieses Werks.

Noch nie war die Gesellschaft so aufgeklärt wie heute. Uns stehen rund um die Uhr Informationsflüsse zur Verfügung, aus denen wir fischen können. Aber offensichtlich geht mit ebenjener Reizüberflutung auch eine gehörige Verklärung einher. Oder aus welchen Gründen gelingt es der Wirtschaft immer leichter, uns Konsumenten um den Finger (den ach so grünen Daumen) zu wickeln? Genau dieser Entwicklung geht Sina Trinkwalder in ihrem zweiten Buch, "Fairarscht", investigativ auf die Spur.

Wir leben in einer Zeit, in der die Auswahl an guten Produkten schier unerschöpflich scheint. Da müssen wir uns doch nur einmal die Vielfalt an Siegeln und Zertifizierungen anschauen, die sich auf den Produkten — vom Joghurt bis zum Holzregal — tummeln. Eben! Schauen wir einmal genauer hin! Dazu fordert die Autorin ausdrücklich auf. Denn unter der Oberfläche all der als "absolut fair" gehandelten Waren tut sich in einer allzu mächtigen Überzahl ein Abgrund auf, der unfairer nicht sein könnte. Statt der werbewirksam suggerierten Absicherung von Existenzgrundlagen und der Erhaltung von Biodiversität geschieht das Gegenteil: Es findet Raubbau allererster Güte an Mensch und Natur statt. Ein "Siegel", dessen bitterer Beigeschmack den Konsumenten, die um diese Missstände wissen, nachvollziehbar übel aufstößt.

Sina Trinkwalder gibt den Lesern mit ihrem neusten Buch einen Augen öffnenden Leitfaden in die Hand, der mit berechtigtem Nachdruck dazu auffordert, selbst viel konsumkritischer hinter Herkunft, Entstehung und Qualität von Produkten zu schauen. Dabei macht sie nicht Halt davor, ihre eigenes Konsumdenken reflektierend in die Waagschale zu werfen. Prioritäten gilt es zu verschieben! Regionale Wertschöpfung, soziale Verantwortung, ökologische Verträglichkeit müssen das Streben nach dem 24/7 befriedigten "Neuer, Schöner, Hipper" vom Thron stoßen. Daran führt kein Weg vorbei!

In ihrem Anliegen beweist Sina Trinkwalder eine bemerkenswerte Unnachgiebigkeit, die ansteckend ist. Es bleibt, zu unserem aller langfristigen Wohlergehen auf dieser Erde zu wünschen, dass es viele clevere Menschen/Leser gibt, die sich nicht (länger) fairarschen lassen.

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Gespräche aus der Community

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DieBuchkolumnistins avatar
Sina Trinkwalder ist eine Powerfrau - gemeinsam mit ihren "Ladies"! Am Freitag, 04. Oktober 2013 steht sie uns und Euch Rede und Antwort zu ihrem autobiografischen Buch "Wunder muss man selber machen" (Leseprobe) aus dem Droemer Verlag:

Denn eine Botschaft muss haben, wer entgegen landläufiger Annahme überzeugt ist, dass in Deutschland Textilien zu konkurrenzfähigen Preisen hergestellt werden können. Sina Trinkwalder ist keine Unternehmerin, die an eine Steigerung der Rendite durch Verlagerung der Jobs nach Asien glaubt – sondern an die fundamentale Bedeutung eines selbstverdienten Lebensunterhalts für Menschen, die dadurch mit Stolz an der Gesellschaft teilhaben können. Sina Trinkwalders „Manomama“ ist der Schrecken des Arbeitgeberverbandes, Thema der Medien, Wunschtermin der Politiker – und Sina Trinkwalder ist der Liebling ihrer Näherinnen.
Hier ist die Geschichte dieser jungen Frau und ihres beeindruckenden Unternehmens.


Sina Trinkwalder wurde 1978 geboren und studierte an der LMU München Politik und Betriebswirtschaft. Gemeinsam mit ihrem Mann gründete sie mit 21 Jahren eine Werbeagentur und leitete diese als Geschäftsführerin. 2010 gründete sie in Augsburg ihre ökosoziale Textilfirma manomama. Da sie dort hauptsächlich auf dem Arbeitsmarkt eher benachteiligte Menschen einstellt und sich für gerechte Löhne sowie regionale und fair hergestellte Produkte einsetzt, ist sie auch ein häufiger Gast in deutschen Talkshows sowie Zeitungen und hat für ihre Arbeit bereits mehrere Preise erhalten. Im letzten Jahr wurde ihre Firma vor allen Dingen durch die große Kooperation mit den DM-Drogeriemärkten bekannt, da sie dafür die bunten und inzwischen äußerst beliebten Stofftaschen produziert hat. 

Nun könnt Ihr sie zu allen Themen rund um manomama, ihr Buch und ihre Aktivitäten befragen. Wir vergeben unter allen Fragestellern 5 Exemplare von "Wunder muss man selber machen" und wünschen Euch viel Spaß!
Manomama auf Facebook + Sina auf Twitter

Hier einer von inzwischen unzähligen Fernsehberichten über Sina und ihre Ladies - die zweite Halle steht inzwischen und die Jeans-Kollektion kommt im Herbst auf den Markt:

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