Sina Trinkwalder

 4.5 Sterne bei 29 Bewertungen
Autorenbild von Sina Trinkwalder (©)

Lebenslauf von Sina Trinkwalder

Sina Trinkwalder, Jahrgang 1978, studierte Politik und Betriebswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach erfolgreichem Abbruch arbeitete sie über 10 Jahre als Geschäftsführerin ihrer eigenen Werbeagentur. 2010 wechselte sie die Seiten und gründete das erste textile Social Business in Deutschland: manomama. In dieser Kleidermanufaktur werden von ehemals arbeitslosen Näher/innen innerhalb einer regionalen Wertschöpungskette ökosoziale Bekleidung und Accessoires produziert. Für ihr ökologisches und soziales Engagement wurde Sina Trinkwalder mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem ist sie vom Rat für Nachhaltigkeit der Bundesregierung zum „Social Entrepreneur der Nachhaltigkeit 2011“ ausgezeichnet worden.

Alle Bücher von Sina Trinkwalder

Cover des Buches Wunder muss man selber machen9783426276150

Wunder muss man selber machen

 (16)
Erschienen am 01.10.2013
Cover des Buches Fairarscht9783426787946

Fairarscht

 (6)
Erschienen am 01.04.2016
Cover des Buches Im nächsten Leben ist zu spät9783426214336

Im nächsten Leben ist zu spät

 (6)
Erschienen am 01.09.2017
Cover des Buches Zukunft ist ein guter Ort9783426277843

Zukunft ist ein guter Ort

 (1)
Erschienen am 01.03.2019
Cover des Buches Heimat muss man selber machen9783423282284

Heimat muss man selber machen

 (0)
Erscheint am 18.09.2020
Cover des Buches Wunder muss man selber machen9783954711727

Wunder muss man selber machen

 (0)
Erschienen am 01.10.2013

Neue Rezensionen zu Sina Trinkwalder

Neu
W

Rezension zu "Zukunft ist ein guter Ort" von Sina Trinkwalder

Ein Mut machendes, motivierendes Buch
WinfriedStanzickvor einem Jahr


 

Die schlechten Nachrichten, die pessimistischen Einschätzungen von Fachleuten haben, so sieht es aus, wenn man als kritischer Zeitgenosse das Geschehen in der Welt beobachtet, in den letzten Jahren hohe Konjunktur.

 

Und tatsächlich sind nicht nur der Zustand unserer Umwelt, die jetzt schon spürbaren Folgen des Klimawandels und die prognostizierten Folgen der Digitalisierung und Automatisierung für weite Teile der Arbeitswelt etwas, was einem Angst machen kann für die Zukunft. Insbesondere wenn man wie der Rezensent als Vater eines Jugendlichen an dessen Zukunft denkt. Es ist ja nicht nur die Tatsache, dass die wirtschaftlichen Grundlagen unserer Gesellschaft wegzubrechen drohen, sondern vielleicht mehr noch, dass nicht nur weit weg an irgendeinem anderen Ende der Welt, sondern hier, mitten in Europa, die Freiheit, die Demokratie und unser Wohlergehen in einem nie für möglich gehaltenen Maß bedroht sind.

 

Der Wandel scheint ein Tempo erreicht zu haben, dem viele Menschen nicht gewachsen sind. Sie haben aus den unterschiedlichsten Gründen Angst vor der Zukunft. Bei einer Aussicht auf eine Rente, die selbst für ehemalige gute Verdiener nur hart über dem Existenzminimum liegen wird, scheint das auch mehr als berechtigt.

 

Doch Sina Trinkwalder weigert sich in diese dystopischen Überlegungen einzustimmen. In ihrem neuen Buch „Zukunft ist ein guter Ort“ zeigt sie, dass der viele beängstigende Wandel unserer Welt auch neue große Chancen bereit hält für das Miteinander der Menschen und für eine Stärkung unserer Gesellschaft.

 

Denn die Digitalisierung etwa ermöglicht eine deutlich effizientere Ressourcenverteilung einerseits und einen zielgenauen und sinnvollen Einsatz der Arbeitskraft andererseits. So können wir unsere Arbeitszeit auf 30 Stunden und weniger pro Woche senken, Berufsbilder werden sich verändern und gesellschaftlich relevante Arbeit wird zusätzlich honoriert werden.

 

An vielen weiteren Beispielen erklärt sie ihre Visionen, erläutert die großen Chancen in vielen  Bereichen der Gesellschaft. Und vor allem: sie zeigt immer wieder, wie wir alle an dieser Vision mitarbeiten können. Wie viele Menschen, da wo sie leben und arbeiten, mithelfen können, Zukunft sinnvoll und lebenswert zu gestalten.

„Wenn wir das Sein gestalten, statt zu konsumieren, wenn nicht Wachstum, sondern der Mensch an erster Stelle steht, wird Zukunft zu einem guten Ort.“

 

Ein Mut machendes, motivierendes Buch. Es bringt Farbe in eine Debatte, die nur allzu oft  von dunklen Visionen beherrscht scheint.

 

So bunt wie sein einladender Umschlag sind die Ideen dieses wichtigen Buches. Mehr davon.

 

 

 

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W

Rezension zu "Fairarscht" von Sina Trinkwalder

Das 'Fair-' lässt sich problemlos auch durch 'Ver-' ersetzen
wschvor 2 Jahren



Überquellende Regale in den Lebensmittelläden, sich durchbiegende Kleiderstangen in den Klamottenläden, im eigenen Schrank Hemden-, Blusen-. Hosen- und was noch alles für 'Leichen', die man schon ewig nicht mehr getragen hat.

Hunderte von Joghurt-Sorten in allen möglichen zumeist künstlichen (!) Geschmacksrichtungen,

Und um das eigene ökologische Gewissen zu beruhigen wird das gekauft, was irgendeine Siegel trägt, 'Bio', 'Fair', 'Öko~' und sonst noch was. Diese 'Siegel-Manie' und die Art und Weise wie der Konsument von der Lebensmittel-, der Textil- und allen weiteren Industrien hinters Licht geführt und manipuliert wird, das alles durchleuchtet Sina Trinkwalder in ihrem sehr lesenswerten Stil. 
Wobei sie begründet versucht, den alten Handwerkskünsten, ob Bäcker, Metzger oder Schneider, wieder zu dem Stellenwert und der Wertschätzung zu verhelfen, die diesen zusteht. Eben das Schätzen, um es in Worten etwas überspitzt auszudrücken, das Ehren des Wertes des Brotes, des chemisch nicht aufgemotzten, der Gewichtszunahme (VK-Preis...) mit Wasser gespritzten, in Plastikschale samt umhüllender Plastikfolie abgepackten Steaks. Eben das Anerkennen der Mühe, die sich der Bäcker, Metzger, Schneider, Goldschmied bei der Herstellung des Produktes gegeben hat. Dass seine Leistung, seine Zeit und die verarbeiteten hochwertigen Materialien dann auch bezahlt werden sollen/müssen, ist mehr als selbstverständlich.

Zitat Seite 22: "Innerhalb der letzten 50 Jahre ist aus dem Konsum für den täglichen Gebrauch, der Grundversorgung, bestritten durch viele kleine Handwerksbetriebe, ein globalisierter und industrialisierter Massenmarkt geworden". 
Um den Verbraucher zu möglichst hemmungslosem Konsum zu verleiten!

Zitat Seite 180; "Richtig ist, dass wir Wachstum brauchen. Diesmal aber: qualitativen. Wir müssen weg vom quantitativen hin zum qualitativen Wachstum."

Genauer lässt es ich nicht formulieren.

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M

Rezension zu "Im nächsten Leben ist zu spät" von Sina Trinkwalder

Nicht auf „irgendwann“ verschieben
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Nicht auf „irgendwann“ verschieben

„Wenn…. Dann mache ich aber….lege ich los“.

Wobei nach dem „Wenn“ wahlfrei eingesetzt werden kann, ob es mit der Rente dann soweit ist, wenn der Betrag X angespart wurde, wenn das kommende Projekt beendet ist, wenn die Kinder aus dem Haus sind und vieles mehr, was als vermeintlich „vernünftiges“ Hindernis auf dem Weg der Verwirklichung einer Idee, einer Sehnsucht, eines Wunsches zunächst noch zu bewältigen wäre.

„Wir aber sind es gewohnt, stetes für Unangenehmes einen Schuldigen zu finden, und passen auf, möglichst selbst nicht schuldig zu sein“.

Nicht anecken, nicht in unsichere Situationen begeben, Sicherheit und Kontrolle bewahren, sich „aus der Schusslinie“ halten, das scheint den Menschen umso mehr anzutreiben je älter und „gesetzter“ er wird. Was nun aber andersartige, nicht in das geregelte und gesicherte Leben passende innere Wünsche und Antriebe oft nicht ins Leben treten lässt. Denn dann wäre ja wieder ein Risiko, eine unsichere Situation mit etwas „Neuem“ geschaffen.

Ein Dilemma zwischen Sicherheit und Neugier, Lust auf Entwicklung und Bewährung des erworbenen. Auch wenn es wenig sein sollte, auch wenn es vielleicht gar nicht gut tut, zumindest ist es bekannt und damit einschätzbar. So könnte man dieses wenn-dann“ vielleicht auch dahingehend verstehen, dass sich erst bewegt werden soll oder kann, wenn alles kontrolliert und sicher ist. Was bei „Neuem“ nie gegeben sein wird und so passiert es „nie“, was da an inneren Interessen und Wünschen vorhanden sein mag.

Sina Trinkwalder aber ist ein lebendes Beispiel dafür, dass es letztlich nur eines einfachen Impulses, eines „ich tu das jetzt“ und einer gewissen Sturheit dabei bedarf, und sich mit wenigen Veränderungen ein Leben ziemlich stark ändern kann.

„Alles andere aber hatte sich verändert (innerhalb eines Jahres)…….die Sina von früher gab es nicht mehr. Die dicke, schreiende Karrierefrau mit dem eisernen Willen, die zufälligerweise den gleichen Namen trug wie ich, existierte nicht mehr“ (bis auf den Willen).

Wobei natürlich die Inhalte und die Umsetzungen gar kein Zauberwerk darstellen und das Bu. Letztlich altbekannte Wahrheiten neu beleuchtet. Schon von Paulus stammt der Satz „Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach“.

Wie aber im Leben der Autorin sich das änderte und warum, dass ist flüssig und unterhaltsam verfasst und überaus anregend und auch anstoßend verfasst.

Gerade markante Momente der Einsicht, die nicht wenige Leser zum einen Teilen könnten und zum anderen sich damit selbst „in Bewegung“ versetzen lassen sollten, wenn es um das eigene Leben und die Zufriedenheit mit diesem und sich selbst geht.

„Niemand sah, dass ich unglücklich war. Am wenigsten erkälte die die dicke, schreiende Frau selbst“. Denn der Erfolg und das materiell sehr gute und inhaltlich interessierte Leben war ja da.

„Wenn ich nicht die bin, die ich lebe, wer bin ich dann“. Eine unprätentiöse Kernfrage, die, wenn man sich selbst diese ehrlich stellt, viel in Bewegung setzen kann. Welche Etappen dann folgen, wie man dies umsetzt, dass liest sich gut in Bezug auf die Autorin, kann sicherlich nicht eins zu eins von jedem genauso getan werden, aber die ist, das eigene Leben zu prüfen und die eigenen Wege zu sich selbst zu finden, die steigert sich von Seite zu Seite. Und damit erreicht das Buch genau die Mitteilung von „Lust auf sich selbst“, wie man wirklich ist, die Trinkwalder vermitteln möchte.

Wobei die Unterscheidung der Autorin wichtig ist, dass es hier nicht um „Sinn im Leben“ geht, der gesucht werden soll, sondern tiefgreifender überhaupt. Um „das /ganz) eigene Leben“.

„Denn im nächsten Leben wäre es zu spät…. Es ist einfach, aber es wird nicht leicht“.

Ein guter „Motivator“, wenn auch nicht alles übernommen werden kann und viel an eigenem Überlegen notwendig ist, um die Anstöße des Buches umzusetzen. Aber man sieht, dass man nicht alleine ist und dass am Ende es auch nichts bringt, „Geduld“ mit hartem „T“ am Ende zu schreiben.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Wunder muss man selber machenundefined
Sina Trinkwalder ist eine Powerfrau - gemeinsam mit ihren "Ladies"! Am Freitag, 04. Oktober 2013 steht sie uns und Euch Rede und Antwort zu ihrem autobiografischen Buch "Wunder muss man selber machen" (Leseprobe) aus dem Droemer Verlag:

Denn eine Botschaft muss haben, wer entgegen landläufiger Annahme überzeugt ist, dass in Deutschland Textilien zu konkurrenzfähigen Preisen hergestellt werden können. Sina Trinkwalder ist keine Unternehmerin, die an eine Steigerung der Rendite durch Verlagerung der Jobs nach Asien glaubt – sondern an die fundamentale Bedeutung eines selbstverdienten Lebensunterhalts für Menschen, die dadurch mit Stolz an der Gesellschaft teilhaben können. Sina Trinkwalders „Manomama“ ist der Schrecken des Arbeitgeberverbandes, Thema der Medien, Wunschtermin der Politiker – und Sina Trinkwalder ist der Liebling ihrer Näherinnen.
Hier ist die Geschichte dieser jungen Frau und ihres beeindruckenden Unternehmens.


Sina Trinkwalder wurde 1978 geboren und studierte an der LMU München Politik und Betriebswirtschaft. Gemeinsam mit ihrem Mann gründete sie mit 21 Jahren eine Werbeagentur und leitete diese als Geschäftsführerin. 2010 gründete sie in Augsburg ihre ökosoziale Textilfirma manomama. Da sie dort hauptsächlich auf dem Arbeitsmarkt eher benachteiligte Menschen einstellt und sich für gerechte Löhne sowie regionale und fair hergestellte Produkte einsetzt, ist sie auch ein häufiger Gast in deutschen Talkshows sowie Zeitungen und hat für ihre Arbeit bereits mehrere Preise erhalten. Im letzten Jahr wurde ihre Firma vor allen Dingen durch die große Kooperation mit den DM-Drogeriemärkten bekannt, da sie dafür die bunten und inzwischen äußerst beliebten Stofftaschen produziert hat. 

Nun könnt Ihr sie zu allen Themen rund um manomama, ihr Buch und ihre Aktivitäten befragen. Wir vergeben unter allen Fragestellern 5 Exemplare von "Wunder muss man selber machen" und wünschen Euch viel Spaß!
Manomama auf Facebook + Sina auf Twitter

Hier einer von inzwischen unzähligen Fernsehberichten über Sina und ihre Ladies - die zweite Halle steht inzwischen und die Jeans-Kollektion kommt im Herbst auf den Markt:

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