Wie wir waren

von Sinead Moriarty 
4,0 Sterne bei13 Bewertungen
Wie wir waren
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Interessante Geschichte - sehr kurzweilig!

Lesias avatar

Geniale Geschichte, sympathische, nachvollziehbare Charaktere, spannende Familien- und Freundschaftsbeziehungen

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Inhaltsangabe zu "Wie wir waren"

Alice und Ben sind das perfekte Paar, verbunden durch ihre Liebe, ihre Kinder. Bis Ben mit den Ärzten ohne Grenzen in ein Krisengebiet nach Afrika geht. Kurz darauf erhält Alice die schlimmste aller Nachrichten: Bens Team wurde überfallen, niemand habe überlebt. Plötzlich ist sie Witwe und alleinerziehende Mutter. Alice schwankt zwischen Trauer und Wut auf Ben. Dann lernt sie Dan kennen: gut aussehend, charmant und hilfsbereit. Schließlich gibt sie seinem Werben nach und sagt Ja. Doch am Vorabend der Hochzeit klingelt das Telefon. Es ist Ben. Er lebt, und er will sein altes Leben zurück ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492310963
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:528 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    fifi91vor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Interessante Geschichte - sehr kurzweilig!
    Gefühlvoller Familienroman


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    kitty_montamers avatar
    kitty_montamervor 3 Monaten
    Einfach nur großartig

    Am Anfang spielt die Geschichte rund um Ben und Alice in der Gegenwart. Die Protagonistin hat einen neuen Mann kennen- und lieben gelernt und ist nun sogar schon mit ihm verlobt. Doch mitten auf der Feier erreicht sie ein Anruf…
    Nach dieser kurzen aber sehr wichtigen Szene, springt die Geschichte knapp zwei Jahre in die Vergangenheit. Nun lernt der Leser nicht nur Alice, sondern auch Ben, und ihre Töchter Jools und Holly kennen. Jools lebt eher so in den Tag hinein. Sie kennt sich besser bei den Kardashians, als in Algebra aus. Ihre Schwester Holly ist ein paar Jahre jünger, aber für ihr Alter unfassbar klug, was sie gerne, sehr zum Ärger Jools, raushängen lässt, ohne dies jedoch böse zu meinen. Das Zusammenleben wirkt am Anfang nicht sehr harmonisch, da Alice gestresst ist durch die Doppelbelastung Arbeit und Kind, aber auch, weil sie allgemein nicht wirklich zufrieden ist. Wie sich das Paar verhält, fand ich sehr nachvollziehbar. Sie lieben sich, brauchen jedoch auch Abstand. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich selbst ein bisschen verloren haben, was die Handlung von Ben nach Eritrea /Afrika zu reisen, für mich schon nachvollziehbar machte. Das Besondere an diesem wundervollen Roman ist, dass der Erzähler springt. Mal geht die Reise nach Afrika zu Ben und seinem Kollegen. Wir erleben, wie sie die Zeit absitzen, sich nützlich machen, unfassbar leiden und vor Heimweh fast sterben. Dann geht es weiter mit Alice und den Kindern. Wie sie ohne ihren Vater versuchen weiterzuleben. Wie sie von verschiedenen Menschen aufgefangen werden, ganz vorne Alice´ Bruder Kevin.

    »“Mummy […] hat aber auch gesagt, dass wir dann eben mit ihr über Daddy sprechen müssen, wenn wir traurig sind. […] Mummy hat gesagt, dass wir unsere Traurigkeit rauslassen müssen, sonst würde uns das innerlich krank machen.“«
    Zitat aus: "Wie wir waren"

    Doch die besonderen Kapitel, die mich mehr als einmal zu Tränen gerührt haben, sind zweifellos jene von Holly. Sie ist die Einzige, die ihre Sicht der Dinge in der Ich-Form erzählt, was bei mir dazu geführt hat, dass ich gerade die Emotionen dieses Kindes mit aller Wucht gespürt habe.
    Wie sich die Familie wegen des vermeintlichen Todes ihres Vaters über Wasser hält, wie sie weiterleben, ist absolut real beschrieben. Trotz dieses schweren Themas, trotz der Trauer hat es Sinead Moriarty geschafft, immer mal wieder einen Sonnenstrahl auf das dunkle Tal scheinen zu lassen. Ja, es existiert auch jede Menge Humor in „Wie wir waren“, was die Ernsthaftigkeit mehr als einmal ein bisschen auflockert.
    Wie das Wiedersehen nach der langen Zeit vonstatten ging, hat mir einen dicken Kloß im Hals beschert. Mir war ganz flau im Magen, ganz so, als wäre ich die Hauptfigur und mein Mann wäre plötzlich von den Toten auferstanden. Ich finde es einfach großartig, wie die Autorin es geschafft hat, mich zu einem Teil ihrer Geschichte zu machen.
    Wie sich Alice am Schluss entscheidet und wie alle mit dieser großen Überraschung dass Ben noch am Leben ist zurechtkommen, war für mich nachvollziehbar. Ich hatte nicht nur am Ende, sondern zu keiner Zeit das Gefühl, dass irgendetwas an den Haaren herbeigezogen wäre. Für mich ist alles total schlüssig, nachvollziehbar und einfach wundervoll. Von der ersten bis zur letzten Seite.
    „Im Leben heißt es schwimmen oder untergehen. Wenn du nicht ertrinken willst, solltest du also langsam mal mit dem Schwimmen anfangen.“

    Fazit:
    „Wie wir waren“ ist ein außerordentlich gutes Buch, welches mich enorm berührt hat. Es liest sich sehr schnell, ist spannend und so voller Gefühle, dass einem entweder warm ums Herz oder nass in den Augen wird. Die Figuren sind alle auf ihre Art liebenswert, die Geschichte ziemlich oft erschreckend. Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite sehr genossen und zähle es schon heute zu einem Highlight in diesem Jahr.

    © www.booksandfamily.de

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    roman_tisch_vor 3 Monaten
    Anders als erwartet

    „Wie wir waren“ ist ein Buch der Autorin Sinead Moriarty und erschien im Februar 2018 als deutsche Erstausgabe im Piper Verlag.

    Ben hat alles: Zwei wundervolle Töchter, eine Ehefrau, die er über alles liebt und einen Job, der jeden zu ihm aufschauen lässt und dennoch sehnt er sich nach mehr. Er möchte raus! Raus aus seiner Alltagsroutine und weg von allem, was ihm die Luft abzuschnüren scheint. Gegen den Willen seiner Familie reist er kurz darauf nach Eritrea, um einen Auftrag bei Ärzte ohne Grenzen anzutreten.  

    Doch dann kommt alles anders als erwartet. Ben und sein Kollege werden in Gefangenschaft genommen und während diese Tag für Tag um ihr Überleben kämpfen, leben ihre Familien mit dem Wissen, dass diese Tod sind.

     

    Nachdem ich den originalen Klappentext der Geschichte gelesen hatte, habe ich mich sehr auf die Geschichte gefreut, da sie sich so vielversprechend und interessant angehörte, doch ließ diese Euphorie schnell nach. 

    Zu Beginn darf der Leser die Charaktere kennenlernen, denn bis Seite 50 findet erst einmal eine Vorstellung dieser statt. Man erfährt, dass es zwischen Alice und Ben schon seit einiger Zeit kriselt, denn die Beiden geraten bereits aufgrund von Kleinigkeiten immer wieder aneinander, sodass der Leser kein allzu harmonisches Bild von dem Ehepaar erhält.

    Bens beiden Töchter Holly und Jools sind sehr eigensinnige Charaktere und entsprechen, wie ich finde, keinem realen Bild an Teenagern. Während Holly, die jüngere der Beiden als unglaublich intelligent beschrieben wird, werden Jools Charakterzüge zugeordnet, die sie in den Augen des Lesers dumm erscheinen lassen. Das fand ich sehr schade, da ich mich während dem Lesen immer wieder darüber ärgerte, dass ihre Handlungsstränge nicht der Realität entsprechen und ich dadurch keinen Bezug zu den Charakteren aufbauen konnte.

    Die Geschichte spielt in einem Zeitraum von 2 Jahren und obwohl die Familie in diesem eine unglaublich schwere Zeit durchlebt, entwickeln die Hauptcharaktere sich leider nicht weiter.

    Im Klappentext erfährt man, dass Alice sich bereits mit jemand anderem verlobt habe, als sie erfährt, dass Ben noch am Leben sei. Dadurch entsteht ein Dilemma, von dem ich dachte, dass die Geschichte darauf aufbauen würde, allerdings kam es erst nach ungefähr 350 Seiten zum besagten Ereignis.

    Mit Wechsel der Kapitel wechselt auch der Fokus auf die einzelnen Familienmitglieder. Am meisten haben mir die Kapitel, in denen es um Ben ging, gefallen. Seine Gefühlslage wird sehr realistisch dargestellt, denn man spürt seine Angst, die Ungewissheit und vor allem die Reue nicht auf seine Familie gehört zu haben.  Auch die Zustände wie sie in Eritrea stattfinden werden sehr gut beschrieben. Als Leser weiß man zwar, dass Ben noch am Leben ist, doch ich konnte dies jedes Mal ausblenden und vergessen, da die Gefühlslage und das Unwissen der Familie sehr gut beschrieben wird.

    Obwohl es Szenen gab, die ich interessant fand und ich auch weitere positive Aspekte in Bezug auf die Geschichte finden konnte, muss ich dennoch gestehen, dass ich dieses Buch nicht gerne gelesen habe.

     

    „Wie wir waren“ bekommt von mir leider nur einen von fünf Sternen.

    Die Geschichte zieht sich sehr in die Länge. Immer wieder kommt es zu Szenen, die für die Handlung dieser nicht relevant sind und das Buch dadurch, in meinen Augen, sehr uninteressant machen.

    Die Charaktere empfand ich sehr abstrakt, sodass ich Schwierigkeiten hatte mit ihnen zu fühlen und mich in die Geschichte hinein zu versetzten.

    Schade finde ich vor allem, dass der Klappentext einen auf ein Ereignis vorbereitet, das erst gegen Ende der Geschichte passiert, und dem Leser dadurch völlig falsche Hoffnungen in Bezug auf den Inhalt der Geschichte macht.  

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    lenisveas avatar
    lenisveavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Für mich ein absolutes Highlight. Eine warmherzige besondere Geschichte mit vielen leisen Tönen.
    Wie wir waren

    Mein Fazit:
    Ich kann hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben. Ich hatte hier gar nicht mit so einem Highlight gerechnet. Dieses Buch zeichnet sich durch den tollen Schreibstil, der besonderen Geschichte und den vielen leisen Tönen zwischendrin aus. Auch habe ich es so empfunden, als wenn ich mich gerade zwischen den beiden Männern entscheiden müsste, was ein Hin und Her war.


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    SylviaRietschels avatar
    SylviaRietschelvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gefühlvolles Buch, das zu packen weiß
    Rezension zu >Wie wir waren< von Sinead Moriarty

    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich die Thematik immer wieder gern lese und mich dann oft frage, was ich in einer solchen Situation tun würde. Auf der einen Seite sind die Gefühle für den Verstorbenen immer noch präsent – wie können sie das nicht sein, wenn derjenige aus dem Leben gerissen wurde und man sich nie wirklich verabschieden konnte. Und auf der anderen Seite möchte man sein Leben natürlich irgendwann fortsetzen, damit abschließen, neu anfangen.

    Genau damit beschäftigt sich dieses Buch. Der gefühlvolle und sensible Schreibstil der Autorin macht es dem Leser leicht, trotz der schwierigen Thematik, immer wissen zu wollen, wie es mit den Charakteren weitergeht. Die Emotionen nehmen in diesem Roman viel Raum ein, was sich auf den Leser projiziert und ihn ganz automatisch mitfühlen lässt. Man erfährt unglaublich viel über die Familie und die einzelnen Charaktere, kann sich in jede Figur durch die Erzählperspektiven hineinversetzen und fühlt einfach mit. Dennoch hat mir hin und wieder etwas die Tiefe und Dynamik gefehlt, die bei einer Länge dieses Buches durchaus wünschenswert wären. Sie alle wirkten auf mich manchmal wie Statisten ohne wirkliche Entwicklung.

    Der Plot an sich ist interessant und fesselnd. Dennoch waren einige Szenen für mich (besonders am Anfang) etwas zu langatmig und ich habe das Buch an der ein oder anderen Stelle aus der Hand gelegt, obwohl ich die ganze Zeit über wissen wollte, wie es weitergeht. Die Geschichte ist nicht etwa langweilig, sondern hin und wieder einfach zu ausführlich beschrieben, auch wenn gerade die Trauerphase zu Beginn natürlich viel Zeit einnehmen muss. Dennoch hätte ich mir ein paar Seiten weniger gewünscht, um die Spannung etwas kontinuierlicher voranzutreiben, denn das letzte Drittel war wirklich fesselnd und trieb mich immer weiter auf die Frage hin, für wen sich Alice am Ende nun entscheiden wird.

    Fazit:

    „Wie wir waren“ ist ein sehr emotionaler Roman, der sich mit Verlust, Trauer und dem Leben danach beschäftigt. Die Charaktere waren gut beschrieben, hin und wieder aber zu starr, der Schreibstil war wunderbar flüssig und gefühlvoll. An der ein oder anderen Stelle hätte es für mich etwas schneller gehen können, insgesamt ist dieses Buch aber wirklich lesenswert. Ich vergebe 4/5 Leseeulen und eine Kaufempfehlung für alle, die auf dramatische, gefühlvolle Geschichten stehen.

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    xxJuyaxxs avatar
    xxJuyaxxvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch ist für alle, die irgendwann einmal Zweifel hatten und nicht weiter wussten. Und dieses Buch zeigt, dass man für das kämpfen sollte
    Das Buch ist für alle, die irgendwann einmal Zweifel hatten und nicht weiter wussten.

    Als ich den Klappentext las, wollte ich dieses Buch unbedingt haben. Denn die Geschichte ist genau etwas für mich.

    Die Geschichte fängt ganz langsam und ruhig an. Als Leser erfährt man viel über den Alltag und das Leben von Alice und Ben. Aber vor allem, dass sich beide in einer „Krise“ befinden. Beide wissen nicht genau, was sie möchten. Es fehlten ihnen etwas. Doch alles ändert sich als Ben in ein Krisengebiet nach Afrika geht und nicht mehr zurückkommt. Für Alice und ihre beiden Kinder Holly und Jools beginnt eine schwere Zeit. Ich konnte die Gefühle von den dreien richtig nachempfinden. Der Schreibstil ist sehr flüssig aber vor allem sehr gefühlvoll. An einigen Stellen hatte ich Tränen in den Augen gehabt. Ich habe mit Alice richtig mitgelitten. Doch dann tritt Dan in ihr Leben. Ich konnte ihre Zweifel am Anfang wirklich nachvollziehen. Sie verliert erst ihren Mann und dann soll sie sich gleich auf einen neuen Mann einlassen? Das könnte ich auch nicht. Aber auf einmal geht alles sehr schnell zwischen den beiden und sie verliebt sich in Dan. Und genau ab mochte ich Alice nicht. Dan ist sehr reich und erfüllt Alice jeden Wunsch. Er fliegt sie überall hin mit seinem Privatjet und kauft Jools und Holly alles Mögliche. Für mich war Dan ein leider oberflächlicher Charakter, der mit Geld einfach um sich geschmissen hat und Alice in teure Hotels fuhr. Aber leider mochte Alice genau das. Und das konnte ich nicht verstehen. Alice war anfangs ein sehr bodenständiger Mensch und hat sich nicht um solche Dinge gekümmert. Aber plötzlich kommt Dan und ihr Charakter verändert sich. Sie will nur noch Luxus haben und freut sich sehr über den überaus teuren Verlobungsring. Ihr Charakter hat sich auf einmal um 180 Grad gedreht. Und deshalb mochte ich Dan überhaupt nicht. In einigen Kapiteln habe ich mit den Augen gerollt, wenn Dan auftauchte. Ich konnte deren Beziehung einfach nicht verstehen und wollte auch nicht, dass sich näher kommen.

    Das Besondere an diesem Roman ist jedoch, dass die Kapitel aus 3 verschiedenen Perspektiven geschrieben sind und diese sich immer abwechseln. Es gibt Alices, Hollys und Bens Sicht.

    Und Hollys Sicht fand ich sehr interessant und sehr authentisch. Ich konnte mich gleich in Holly hineinversetzen und auch ihre Sicht auf die Dinge verstehen. Und vor allem hat die Autorin es sehr gut dargestellt, wie es sich für Kinder anfühlt, wenn sie einen Elternteil verlieren. Und ich habe Hollys Charakter sehr geliebt. Sie war sehr nachdenklich und für ihr Alter schon sehr weit.

    Doch mein Lieblingscharakter in diesem Buch war Ben. Er hat eine solch starke Entwicklung durchgemacht, was mir sehr gut gefallen hat. Anfangs war eher sehr egoistisch und ist den Problemen einfach aus dem Weg gegangen. Aber in der Zeit in Afrika ist er über sich hinaus gewachsen. Und egal, wie schwer es in Afrika für ihn war, er wollte nur zurück zu seiner Familie und hat alles dafür getan. Die gesamten Kapitel mit Ben habe ich geliebt. Und vor allem seine Freundschaft mit Declan. Die beiden haben sich in all dieser schweren Zeit so viel Halt gegeben, was mich sehr beeindruckt hat. Und Bens Gefühle waren einfach überwältigend. Aber vor allem, nach seiner Rückkehr wurde richtig deutlich, dass er alles tut für seine Familie und dass sie ihm alles bedeutet.

    Bis zum Schluss hat es die Autorin sehr spannend gehalten und als Leser wusste man auch nicht für wen sich Alice nun entscheiden wird. Für mich gab es jedoch nur einen Menschen zu dem Alice am besten passt und mit dem sie glücklich werden kann.

    Sinead Moriarty hat eine wundervolle Geschichte geschrieben, die auch heute noch sehr aktuell ist. Das Buch ist für alle, die irgendwann einmal Zweifel hatten und nicht weiter wussten. Und dieses Buch zeigt, dass man für das kämpfen sollte, was einem wichtig ist.

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    Judikos avatar
    Judikovor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Zu viele Lückenfüller und Wiederholungen. Die eigentliche Geschichte fing auch erst bei dem letzten Drittel an.
    Leider zu viele Lückenfüller und Wiederholungen

    Eine herzzerreißende  Geschichte, wie Pearl Harbor. Achtbahnfahrt der Gefühle, zum Mitfühlen- und weinen…

    …all das dachte ich, kommt auf mich zu, als ich diesen Klappentext gelesen hatte.

    In dieser Geschichte geht es um die Ärztin Alice. Verheiratet mit Ben, mit dem sie zwei Mädchen hat. Die pubertierende Jools und die neunmalkluge Holly.

    Die vier spiegeln nach außen hin die perfekte Familie, doch hinter der Fassade lauert der Alltag. Ben spielt immer mehr mit dem Gedanken noch mehr erleben zu können. Als Chirurg bietet sich eines Tages die Möglichkeit nach Eritrea in Afrika, für eine Operation, zu gehen. Obwohl Alice ihn versucht davon abzuhalten, geht er seinen Weg.

    In Eritrea werden Ben und sein Kollege dann von einer Gruppe Bürgerkriegsrechtler entführt.

    Zuhause, in England deutet aber alles daraufhin, dass die zwei bei einem Anschlag gestorben sind.

    Für Alice beginnt eine harte Zeit. Besonders dann, als sie es endlich geschafft hat darüber hinwegzukommen, sich neu verliebt hat und wieder heiraten möchte…

    …denn dann steht plötzlich Ben wieder vor der Tür.

    Für mich klingt der Inhalt dieser Geschichte absolut herzzerreißend. Ich war im Glauben, dass es hier um den Konflikt geht, für wen Alice sich dann entscheiden wird.

    Vielmehr ging es die ersten 350 Seiten, eher um eine Art Charakterbeschreibung, in der wir immer wieder erfahren, wie dumm Jools ist, wie klug ihre Schwester Holly ist und ganz viele Lückenfüller, wie z.B. man einen Damenbart entfernt, wie man Chlamydien behandelt oder alles rund um die Kardashians.

    Für mich ergab sich dadurch die Schwierigkeit, dass ich mit keinen von den Charakteren richtig warm wurde.

    Dass die, für mich, eigentliche Geschichte auch erst im letzten Drittel anfing, fand ich sehr schade, wobei ich aber sagen muss, dass mich wenigstens das Ende dann noch ein wenig berührt hat, doch leider zu spät. Bei einer Buchlänge von 512 Seiten muss man leider ganz schön viel Unnützes lesen, was die Geschichte auch so gar nicht voran bringt.

    Wegen dem doch noch emotionalen Ende vergebe ich zweieinhalb Sterne und runde somit auf drei auf, zumal viele diese Geschichte sehr mochten. Ich hatte wohl einfach etwas anderes erwartet. Muss aber definitiv wegen der Lückenfüller auch Sterne abziehen.

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    Angie*s avatar
    Angie*vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr gefühlvolles Familiendrama, traurig, spannend, romantisch - und dann wieder wunderbar!
    Trauriger, spannender und gefühlvoller Familienroman!

    Rezension

    Wie wir waren — Inhalt/Verlagstext

    Alice und Ben sind das perfekte Paar, verbunden durch ihre Liebe, ihre Kinder. Bis Ben mit den Ärzten ohne Grenzen in ein Krisengebiet nach Afrika geht. Kurz darauf erhält Alice die schlimmste aller Nachrichten: Bens Team wurde überfallen, niemand habe überlebt. Plötzlich ist sie Witwe und alleinerziehende Mutter. Alice schwankt zwischen Trauer und Wut auf Ben. Dann lernt sie Dan kennen: gut aussehend, charmant und hilfsbereit. Schließlich gibt sie seinem Werben nach und sagt Ja. Doch am Vorabend der Hochzeit klingelt das Telefon. Es ist Ben. Er lebt, und er will sein altes Leben zurück ...
    Meine Meinung:Das schöne und etwas geheimnisvoll wirkende Cover mit der dunklen  Frauengestalt im  Blickfang hat  mich sofort angesprochen und neugierig gemacht. Die irische Autorin, aus Dublin stammend und dort auch ansässig mit Ehemann, drei Kindern und einer Katze namens Minnie, hat mich durch ihren lebhaften und reizenden Schreibstil sofort in diesen spannenden Belletristik-Roman über eine junge  Arzt-Familie hineingesogen. Diese sehr emotionale Familiengeschichte hat mich begeistert , fasziniert durch ihre bunte und reale Darstellungsweise. Sinead Moriarty lässt die vier Hauptprotagonisten Alice und Ben, die Töchter Holly und Jools aus ihren eigenen Sichtweisen des Geschehens erzählen und erzeugt damit gekonnt  eine unheimliche Spannung, Neugier und echtes Mitleiden beim Leser. Man wird allerdings sehr gut emotional von der Autorin begleitet. Durch Trauer, Tränen, Abschiedsmomente, liebevolle Erinnerungen und abenteuerliche, grausame Begebenheiten in  Eritrea zeigt sie die tragischen Ereignisse für die junge Familie sehr genau auf. Die Erzählungen von Ben und seinem  Kollegen Declan aus der Zeit in der Hand der Rebellen in Eritrea wurden sehr realitätsnah geschildert und haben das Fürchten vor solchen Situationen nah an den Leser gebracht. Beide Ärzte, teilweise Tage primitiv in einem Zelt aneinander gekettet, wurden gezwungen unter einfachsten Bedingungen schwierige, chirurgische Eingriffe zu tätigen, immer mit der Angst im Hintergrund um dem drohenden Verlust des eigenen Lebens. Zwei Jahre lang. Was das für die Psyche bedeutet, kann man sich leicht  vorstellen. Posttraumatische Belastungsstörungen sind vorprogrammiert und fast eine unausweichliche Folge dieser Gefangenschaft. Das Buch ist in drei Teile aufgegliedert  und die trauernden Familienszenen am Anfang des Romans nehmen nach meinem Geschmack etwas  zuviel Raum ein, wiederholen sich laufend  und geben der Geschichte eine unnötige Länge. Sicher ist eine aufwendig beschriebene Trauerarbeit wertvoll und man bekommt dadurch einen sehr guten Zugang zu den Charakteren und versteht  ihre emotionalen Regungen und ihr Verhalten dadurch sehr viel besser.Das Ende der Trauerarbeit und der mühsame Rückweg in das n ormale Leben werden mit Hilfe einer neuen Liebe von Alice zu dem smarten Geschäftsmann Dan bezaubernd und ehrlich dargestellt. Alice behält immer in erster Linie das  Wohlergehen auch ihrer Kinder im Auge und fühlt sich seit Jahren wieder wohl, geliebt und beschützt. Der Kummer um den toten Ehemann und Vater verblasst mehr und mehr - auch bei den Kindern.Doch dann taucht  der  totgeglaubte Ehemann und Vater mit seinem Kollegen Declan überraschend wieder auf. Beide Männer haben den Überfall überlebt! Und wieder ist es ein  schockierendes und traumatisches Ereignis für die ganze Familie. 
    Ich habe diesen aufregenden Roman regelrecht verschlungen und mich auf keiner Seite des Buches wirklich gelangweilt,  trotz der langen Beschreibung des Trauerprozesses. Danke für diese gefühlvolle Leseerfahrung an die Autorin. Herzlichen Dank auch an den Piper Verlag für die Bereitstellung des  Rezensionsexemplar! Meine Bewertung: Vier **** Sterne für diese bewegende Geschichte!

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    Igelas avatar
    Igelavor 7 Monaten
    Klasse Familienroman!

    Alice und ihre Töchter, die sechzehnjährige Jools und die elfjährige Holly sind verzweifelt, als ihr Ehemann und Vater in Afrika stirbt. Ben war Chirurg und für einen Arbeitskollegen eingesprungen um in Eritrea den Gesundheitsminister zu operieren. Was seine Familie nicht weiss ist, dass Ben zusammen mit seinem Kollegen Duncan nicht bei einer Explosion umgekommen ist, sondern gefangen gehalten wird. Zwei Jahre danach haben sich Alice und ihre Töchter unter vielen Tränen auf ein Leben ohne Ben eingestellt. Alice steht kurz vor der Hochzeit mit dem schwerreichen Dan, als ein verhängnisvoller Anruf sie am Abend vor der Hochzeit erreicht. 


    Die Geschichte startet an Alice und Dan’s Verlobung und erweckt den Anschein einer ganz normalen Patchworkfamilie. Doch der Prolog endet mit einem überraschenden Cliffhanger und genau von da an hat mich die Geschichte gepackt. Denn der Start in das Buch hat genau das erfüllt, was ich von einem Prolog erwarte: er hat mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Danach springt die Story zurück in die Vergangenheit und das Familienleben und die Beziehung von Alice und Ben werden erzählt.

    In abwechselnden Kapiteln rücken in diesem Teil die verschiedenen Figuren in den Mittelpunkt. Mal Alice, mal Ben…aber auch ihre Tochter Holly. Etwas was ich sehr gemocht habe, denn so sieht man als Leser die verschiedenen Sichtweisen auf das Leben der Familie und auf die Beziehungen untereinander. Das Familienleben mit rebellischem Teenager, aber auch mit einem Mann, der mitten in der Midlife Crises  steckt. ist sehr authentisch geschrieben und hat mich gefesselt. Ich denke, dass man als Leser mögen muss, wenn vorwiegend Beziehungs- und Familienprobleme thematisiert werden. Ich empfand diese Passagen als sehr flüssig zu lesen und abwechslungsreich. Denn die Autorin besticht mit einer hervorragenden Einführung in die Figuren und deren sehr gute Charakterisierung. Meine Lieblingsfigur war die aufsässige Jolls. Das Leben mit dem Teenager ist nicht einfach, denn Jools interessiert sich überhaupt nicht für schulische Angelegenheiten. Zudem ist sie naiv bis zum Umfallen, hat jedoch eine grosse Klappe und ich musste sehr oft über sie schmunzeln. Einige Kapitel sind aus der Sicht der elfjährigen Holly geschrieben. Hier hat die Autorin sehr authentisch die Gedanken, die Sprache und die Träume an ein elfjähriges Mädchen angepasst.

    Sehr berührt hat mich die Beschreibung, wie schwer es der Familie fällt ohne Ben ihr Leben irgendwie weiter zu leben. Ab und zu hatte ich Tränen in den Augen, so eindrücklich war die Trauer der Frauen beschrieben.

    Dann wieder kommen Kapitel, in denen das Leben von Ben und seinem Arbeitskollegen Duncan in Afrika  beschrieben wird. Gerade hier spürt man die hervorragenden Recherchen der Autorin zu Eritrea, sowie die medizinischen Details zu den Operationen, die die Ärzte durchführen. Ich empfand gerade diese Kapitel als sehr spannend. Einige brenzlige Situationen waren ein hervorragender Gegenpart zu der Trauer, die die Familie in England durchmacht. Dieses Buch war wirklich ein Wechselbad der Gefühle.

    Gegen Schluss wird es noch mal ungeheuer fesselnd, denn Alice muss sich zwischen der Vergangenheit und der Zukunft entscheiden. ihre Zerrissenheit wurde exzellent zum Leser transportiert. Genau dieses sehr gut ausgearbeitete Auf und ab der Gefühle, ohne ins Langatmige oder Seichte abzurutschen, hat mir sehr gut gefallen.

    Dieses Buch zu beschreiben fällt mir schwer. Romantisch… spannend….traurig….fesselnd…Mir hat es ausserordentlich gut gefallen!

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    SunshineSaars avatar
    SunshineSaarvor 7 Monaten
    Gefühlvoll erzählt

    Gerade jetzt in den Wintermonaten lese ich sehr gerne Bücher, die sich um die Liebe drehen und auch zum Nachdenken anregen. Das Buch „Wie wir waren“ von Sinead Moriarty fand ich vom Klappentext her schon einmal sehr interessant. Nachdem ich es jetzt zu Ende gelesen habe, muss ich sagen, dass ich zwar nicht umgehauen wurde von dem Buch, aber wirklich enttäuscht bin ich nun auch nicht.

    Die Geschichte dreht sich um das Paar Alice und Ben, die gemeinsam zwei Kinder haben und eine normale Ehe führen, in der es gute sowie auch mal schlechte Zeiten gibt. Eines Tages erhält Ben die Möglichkeit mit den Ärzten ohne Grenzen in ein Krisengebiet zu gehen und nimmt an. Alice erhält nur kurze Zeit später die Nachricht, dass ihr Mann nach einem Überfall tot sei. Sie ist am Boden zerstört und versucht ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Dabei lernt sie Dan kennen, der sie auch heiraten möchte. Doch kurz nachdem sie ihre Verlobung bekannt geben, taucht plötzlich überrascht Ben wieder auf – er ist überhaupt nicht tot …

    Ich habe recht gut in die Geschichte hineingefunden. Erzählt wird sie abwechselnd aus der Sicht von Alice, Ben und Holly, der jüngsten Tochter. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, die Autorin schafft es die Gedanken der Proganisten gefühlvoll herüberzubringen. So hat mich die ein oder andere Passage auch sehr zum Nachdenken gebracht. Die Kapitel mit Holly zeigen die Geschichte aus der Sicht der jüngsten Tochter, die ebenfalls mit ihren eigenen Gedanken zu kämpfen hat sowie mit ihrer pubertierenden größeren Schwester.

    Die Figuren wurden wirklich gut ausgearbeitet und so konnte man ihr Denken und Handeln besser nachvollziehen. War mir Ben vor seiner Entführung noch etwas zu egoistisch und unsympathisch, hat sich das nach seiner Rückkehr gewandelt. Genau das machte es auch so schwer, dass man sich als Leser auf die Seite eines Mannes schlägt, denn nicht nur Ben ist ein toller Mann, sondern auch Dan zeigt sich Alice gegenüber immer von seiner besten Seite. Am Ende hat Alice die richtige Entscheidung in meinen Augen getroffen.

    Die Story ist nicht wirklich wendungsreich, sondern eher ruhiger erzählt. Große Action oder Überraschungen erlebt man hier nicht. Teilweise ist mir die Geschichte auch leider etwas zu viel vor sich hingeplätschert, aber wirklich langweilig wurde es dennoch nie. Ich habe zwar ein Buch erwartet, das etwas romantischer ist und auch ein paar Wendungen bereit hält, aber enttäuscht bin ich trotzdem nicht. Deshalb gibt es von mir 4 von 5 Sternen, denn ich wurde sehr gut unterhalten. 

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