Sir Peter Ustinov Achtung! VORURTEILE

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Inhaltsangabe zu „Achtung! VORURTEILE“ von Sir Peter Ustinov

Die Menschheit erlebt gerade eine bedenkliche "Renaissance der Vorurteile", meint Peter Ustinov, und so zieht der große alte Schauspieler in seinem neuen Buch wortgewandt gegen Engstirnigkeiten aller Art zu Felde. Nach aktuellen Beispielen muss er nicht lange suchen. "Der Krieg gegen den Irak wurde auf der Basis von Vorurteilen geführt", schreibt Ustinov. Keiner der von den alliierten Staatschefs angeführten Kriegsgründe habe sich als wahr herausgestellt. Stattdessen seien Tausende von Zivilisten getötet worden: "Ich frage mich, wie schläft eigentlich ein George W. Bush?"<P> Doch Ustinov widmet sich nicht nur der großen Politik. Die meisten Vorurteile sieht er im Alltag am Werk: der schiefe Blick auf einen ausländischen Mitschüler, das Naserümpfen über die seltsamen Angewohnheiten des Nachbarn, Familienkrach und Kollegenschelte. Das klingt nach erhobenem Zeigefinger, aber der gehört glücklicherweise nicht zu Ustinovs Instrumentarium. Stattdessen massiert der Autor auf gewohnt charmante Weise Zwerchfell und Hirn seiner Leserschaft gleichermaßen und bringt ihr seine Botschaft in heiter-tiefgründigem Plauderton nahe.<P> Ustinov erweist sich in diesem Buch wieder einmal als übersprudelnder Quell aufschlussreicher Anekdoten. Jedes Kapitel garniert er mit mehreren Episoden aus seinem Leben. Das Hauptthema des Buches gerät Ustinov dabei manchmal etwas aus dem Blick, wenn die Erzähllust mit ihm durchgeht. Im Zweifelsfall ist dem Autor eine witzige Geschichte oder eine gute Pointe allemal wichtiger als das Festklammern an einem roten Faden.<P> Ustinov hat daher nicht nur ein Buch über Vorurteile geschrieben, sondern auch eine Art konzentrierter Autobiografie. Dem Lesevergnügen tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Von einem, der als "Beruf: Weltbürger" angibt, lässt man sich gerne berichten, wie man sich durch Humor, Neugier und eine gesunde Portion Zweifel an vermeintlichen Wahrheiten gegen die Verführungen des Vorurteils wappnet. <I>--Christoph Peerenboom</I> Sir Peter Ustinov ist ein Multi-Talent: Schauspieler, Regisseur, Autor und dienstältester Unicef-Botschafter. Für sein Werk wurde er unzählige Male geehrt. Ein Thema, das dem großen alten Mann zeitlebens am Herzen lag, das Vorurteil, umkreist er in der vorliegenden Hörreise. Die Anekdoten basieren auf dem Buch <I>Achtung! Vorurteile</I>. Mit viel Witz und Ironie, voller Charme, manchmal auch Humor, der nicht so leicht verständlich ist, prescht er durch die Begegnungen mit Prominenten, auch weniger Bekannten und führt die nicht zu bremsende Macht der Vorurteils vor. Das Wissen, sich aufgrund der großen Erfahrung einiges herausnehmen zu dürfen, begleitet seine Darlegungen auf Schritt und Tritt. Unverkennbar: sein schlitzohriges, etwas spöttisches Lachen, mit dem er seine Ausführungen krönt! <p> Die Parodie scheint Ustinov auf den Leib geschrieben zu sein; man hört sie fast in jedem Satz. Ob er von Chaplin, von Georges Simenon oder von seiner Erhebung in den Adelsstand erzählt, er tut es immer etwas ironisch, und er bringt das Falsche blitzschnell auf den Punkt. Humor und Toleranz sind da jedoch noch immer zu hören. Es gibt aber auch Menschen, denen er nicht so versöhnlich gegenüber steht -- auch daraus macht er kein Hehl --, George W. Bush und seine Politik findet er gefährlich! Themenwechsel: Wenn Ustinov von der Schweiz, seiner Wahlheimat spricht und auf die Langsamkeit seiner Bewohner anspielt, wenn er die Eigenheiten anderer Völker und Glaubensgemeinschaften ins Visier nimmt, dann ist dabei immer noch eine Portion liebevoller Humor zu erraten. <p> Neben diesen amüsanten, zum Teil auch ernsten Anekdoten gibt Ustinov preis, woran er glaubt: Er glaubt z.B., dass Kinder bar jeglicher Vorurteile sind, und dass das Individuum immer höher als die Masse gehalten werden muss. Er macht auch darauf aufmerksam, dass trotz aller mutiger Aktionen unserer Zeit ein Mangel an moralischer Tapferkeit festzustellen ist! <p> Sir Peter Ustinov wurde 1921 in London geboren. Er ist in dritter Ehe verheiratet und hat vier Kinder. Mit dem Film <I>Quo Vadis</I> begann 1951 seine Schauspielkarriere; bislang letzte Etappe ist seine Rolle als sächsischer Kurfürst Friedrich der Weise in dem Film <I>Luther</I>. Dazwischen liegen u.a. unzählige Filmauftritte als Inspektor Hercule Poirot in den Krimis von Agatha Christie. Für <I>Spartacus</I> (1959) und <I>Topcapi</I> (1964) wurde er mit dem Oscar geehrt. Neben der Schauspielerei, der Arbeit als Regisseur (Film, Theater und Oper) wirkt Ustinov seit dreißig Jahren auch als Botschafter der Unicef. 1990 wurde er von Königin Elisabeth II. in den Adelsstand erhoben. <p> Originalton, Live-Mitschnitt einer Veranstaltung von Hoffmann und Campe im Hotel Vier Jahreszeiten im Dezember 2003, moderiert von Jürgen Ritte und Harald Wieser. Spieldauer: ca. 60 Minuten, 1 CD. Mit Booklet. <i>-- culture.text <i>

Eine facettenreiche Geschichtsstunde auf gut 200 Seiten.

— mojstrovka
mojstrovka

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  • Rezension zu "Achtung! Vorurteile"

    Achtung! VORURTEILE
    Flickercat

    Flickercat

    09. November 2015 um 17:16

    Ich bin bisher noch nie bewusst mit Ustinov in Berührung gekommen und so war mir eigentlich nur sein Name selbst bekannt, als ich mir spontan dieses Buch als Teil meiner Urlaubslektüre ausgeliehen habe. Wem Ustinov relativ wenig sagt, der weiß am Ende des Buches auf alle Fälle mehr, denn in den vielen kleinen Anekdoten (teilweise sind die einzelnen Kapitel kaum länger als eine halbe Seite) gibt er einiges über sich, seine Erlebnisse und seinen multikulturellen Hintergrund preis. Gerade Letzteres bietet natürlich auch gute Gelegenheiten, sich dem Thema „Vorurteile“ zu nähern. Ustinov greift sich ganz verschiedene Szenen aus seinem eigenen Leben und auch aus historischen Ereignissen heraus, um unterschiedliche Ausprägungen und Folgen von Vorurteilen zu präsentieren. Wirklich neu sind die Grundgedanken dahinter nicht, aber das Buch bietet einen guten Anlass, seine eigenen Vorurteile zu reflektieren und zu hinterfragen – ohne, dass es aufdringlich mit dem moralischen Zeigefinger wedeln würde. Es gab jedoch auch einige Kapitel, in denen ich den Bezug zum Thema nicht gefunden habe. An diesen Stellen hat es auf mich etwas beliebig gewirkt, zumal teilweise auch ziemlich zusammenhangslos von einer Geschichte zur nächsten gesprungen wird. Das Buch ist kurzweilig und teilweise auch recht humorvoll geschrieben. Durch die größtenteils kurzen Kapitelchen fand ich es auch für Bus- und Bahnfahrten gut geeignet. Ich fand es ganz unterhaltsam und schätze die Absicht dahinter, würde es persönlich aber nicht als Must-Read einordnen. 3 Sterne statt 2(,5), weil ich vermute, dass einem das Buch als „Kenner“ oder Fan von Ustinov wahrscheinlich noch ein bisschen besser gefällt. :)

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  • kulturelle Lesestunde

    Achtung! VORURTEILE
    dominona

    dominona

    17. October 2014 um 10:07

    Was für eine schöne und erheiternde Sammlung von Geschichten über die Eigenarten der Kulturen,bis dato mein Lieblingsbuch von Ustinov, weil er Witz und Lebensweisheiten wundervoll miteinander in Verbindung setzt, noch dazu Persönliches von sich selbst verrät. Außerdem werden, wie der Titel bereits verrät, Vorurteile aufgedeckt und sinnvoll entkräftet. Das muss Ustinov oft gar nicht selbst tun, sondern es geschieht beim Lesen ganz nebenbei.

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  • Ein Juwel ...

    Achtung! VORURTEILE
    literat

    literat

    26. April 2013 um 09:02

    Ich mag das Buch total, eben weil der Autor nicht belehren will er will nicht überzeugen, er spricht einfach über ein Thema das ihm am Herzen liegt, das ihn in seinem Leben sehr beschäftigt hat und das er für sehr wichtig erachtet. Und das spürt man in jedem Satz, desBuchs. Ustinov war einfach ein wunderbarer, viel begabter Mensch, viel mehr als nur der Schauspieler den er in der Öffentlichkeit abgab. Das Buch enthält viele kurze Geschichten und viele Anekdoten aus seinem eigenen Leben, die das Thema Vorurteile in irgendeiner Form beinhaltet. Es fehlt komplett der erhobene Zeigefinger, auch in den Geschichten, die sich mit der deutschen unheilvollen Vergangenheit beschäftigen. Er spricht mir in Vielem sehr aus dem Herzen, ich ertappe mich selber beim Denken in Vorurteilen und hoffe sehr, meine Kinder zu toleranten, großzügigen und mitfühlenden Menschen zu erziehen !!!

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  • Rezension zu "Achtung! Vorurteile" von Peter Ustinov

    Achtung! VORURTEILE
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. September 2010 um 11:42

    Also, bin etwas ettäuscht. Hatte mir mehr und wahrscheinlich auch was anderes vorgestellt. Es ist ein kurzweiliges Buch, schnell gelesen oder auch nicht gelesen. Gestört hat mich die- mir kam es jedenfalls so vor - Selbstbeweihräucherung von Sir Peter. Von meiner Seite ist es auch nicht unbedingt erstrebenswert, von sich selbst zu sagen, man sei völlig Vorurteilslos - und das ergibt sich daraus - man nimmt alles hin, weil es eben Tradition oder sonstwas ist und hinterfragt nichts. Ansonsten, sind einige kleine Anekdoten und Geschichten zum Schmunzeln, aber das war es schon.

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  • Rezension zu "Achtung! Vorurteile" von Peter Ustinov

    Achtung! VORURTEILE
    Cerepra

    Cerepra

    27. December 2009 um 20:31

    Nach diesem Buch habe ich mir gewünscht, ich hätte Peter Ustinov mal persönlich getroffen und ein langes Schwätzchen mit ihm führen können. Ein wundervolles und humorvolles Werk!

  • Rezension zu "Achtung! Vorurteile" von Peter Ustinov

    Achtung! VORURTEILE
    renatchen

    renatchen

    06. February 2009 um 23:14

    Mehr als die meisten anderen Künste, in denen ich mich in meinem Leben versucht habe, ist dieses Buch über Vorurteile mein Vermächtnis. Mit Witz und Charme rückt Peter Ustinov in seinem letzten Buch allen Formen von Vorurteilen zu Leibe. Dabei fängt er natürlich bei sich selbst an. Eine rasante Reise durch das Leben des Sir Peter. Das Buch liest sich, als ob Ustinov irgendwann zum Mittagessen eingeladen gewesen wäre, dann bis zum Abendessen geblieben sei – und jemand dabei vergessen hätte, das Tonband abzustellen. Das Buch besteht aus lauter kleinen Geschichten, die nicht länger als 3 – 4 Seiten lang sind. Vieles sind Anektoden aus dem Leben des Autors. Da er sehr multikulturell ist und seine Verwandten über die ganze Welt verteilt sind, kann er natürlich zu diesem Thema viel beitragen.

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