Sir Walter Scott Rob Roy - Volume 02

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Inhaltsangabe zu „Rob Roy - Volume 02“ von Sir Walter Scott

This book was converted from its physical edition to the digital format by a community of volunteers. You may find it for free on the web. Purchase of the Kindle edition includes wireless delivery. (Quelle:'E-Buch Text/17.05.2012')
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  • Rezension zu "Rob Roy - Volume 02" von Sir Walter Scott

    Rob Roy - Volume 02

    sabisteb

    03. June 2012 um 19:46

    The Valley of the Shadow of death Dies ist die Fortsetzung zu: Rob Roy - Volume 01 Rashleigh Osbaldistone ist es irgendwie gelungen Franks Briefe an dessen Vater und Buchhalter abzufangen. Auch haben Rashleighs Agenten in Northumerbland die Briefe aus London an Frank verschwinden lassen. Es ist fast zu spät für Frank, den guten Ruf seines Vaters noch retten zu können. Es bleiben ihm nur noch wenige Tage um zu verhindern, dass das Handelshaus Osbaldistone und Trashem fällt und die Highlander sich zum Aufstand gegen das Königreicht erheben, weil ihre Wechsel plötzlich wertlos sind und sie ihre Schulden nicht mehr zahlen können. Eigentlich veröffentlichte Scott das Buch in drei Bänden. Heutzutage ist es aber in zwei Teile unterteilt, die beide sehr unterschiedlich sind. Während der erste Teil eher eine Liebesgeschichte ist, ist der zweite ein Wirtschaftsthriller. Frank bricht zusammen mit seinem Diener nach Schottland auf, um die Schuldbriefe, die Rashleigh entwendet hat, wieder aufzutreiben. Scott malt ein Szenario in welchem Spekulationen weniger Handelshäuser in London ein Land so weit bringen, dass es den Aufstand probt. "It is very singular," I replied, "that the mercantile transactions of London citizens should become involved with revolutions and rebellions." Ein erstaunlich modernes und leider auf aktuelles Szenario. Er geht sogar noch weiter und hinterfragt die Vor- und Nachteile eines vereinten Königreiches. Die Händler und Kaufleute sind natürlich dafür: "Whisht, sir!—whisht! it's ill-scraped tongues like yours, that make mischief atween neighbourhoods and nations. There's naething sae gude on this side o' time but it might hae been better, and that may be said o' the Union. Nane were keener against it than the Glasgow folk, wi' their rabblings and their risings, and their mobs, as they ca' them now-a-days. But it's an ill wind blaws naebody gude—Let ilka ane roose the ford as they find it—I say let Glasgow flourish! whilk is judiciously and elegantly putten round the town's arms, by way of by-word.—Now, since St. Mungo catched herrings in the Clyde, what was ever like to gar us flourish like the sugar and tobacco trade? Will onybody tell me that, and grumble at the treaty that opened us a road west-awa' yonder?" Das Volk jedoch hat eine andere Meinung: "That it was an unco change to hae Scotland's laws made in England; and that, for his share, he wadna for a' the herring-barrels in Glasgow, and a' the tobacco-casks to boot, hae gien up the riding o' the Scots Parliament, or sent awa' our crown, and our sword, and our sceptre, and Mons Meg, to be keepit by thae English pock-puddings in the Tower o' Lunnon. Genau diese Situation findet man heute in der EU wieder. Scott hat hier ein zeitloses Phänomen beschrieben, das bis heute nicht an Aktualität verloren hat. Visionär oder einfach nur gut recherchiert? Wie die Zitate bereits zeigen ist dieser zweite Teil deutlich starker von schottischen Dialogen geprägt und deutlich anstrengernder zu lessen als der erste Teil. Man sollte also wirklich gut Englisch können, ehe man sich an den zweiten Teil im Original wagt. Allgemein unterscheidet sich dieser zweite Teil noch anderweitig deutlich vom ersten Teil. Frank Osbaldistone als Hauptfigur bleibt, wird aber durch seinen schlitzohrigen Diener ergänzt, der ein klassischer Archetyp ist: „possessed in no inconsiderable degree, of affecting an extreme attachment to his master; which theoretical attachment he made compatible in practice with playing all manner of tricks without scruple, providing only against his master being cheated by any one but himself.” Die beiden reisen nun nach Schottland und versuchen mit Rob Roys Hilfe das Schlimmste zu verhindern. Rob Roy ist weniger ein Robin Hood als ein Pate. Er verdient seinen Lebensunterhalt mit mafiösen Schutzgelderpressungen und ist den armen ein guter Pate. Er hat kein Interesse an einem Aufstand oder Krieg. Seine Frau ist da schon ganz anders drauf. Zeitgenössische Rezensenten warfen Scott vor, das Ende sei zu gehetzt, that the conclusion of "Rob Roy" is "huddled up,". Aus heutiger Sicht jedoch passt der Schluss, ist sauber und logisch und deutlich besser als was so mancher moderner Autor als Lösung seiner Geschichten oft anbietet. Scotts saubere historische Recherche beflügelte auch seine Leser. Sie begannen in Archiven zu suchen und schickten dem Autor Dokumente, die er nicht kannte oder die ihm im Vorwort fehlten. So dass es in diesem zweiten Teil weitere historische Belege gibt, die dem Autor von begeisterten Fans zugesandt wurden. Zur Kindle Ausgabe: Die Ausgabe basiert zwar auf dem Datensatz vom Gutenberg Projekt, leider fehlen jedoch die Illustrationen. Ich empfehle daher, das Buch direkt beim Gutenbergprojekt herunterzuladen.

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