Sir Winston Churchill

 4.6 Sterne bei 18 Bewertungen

Lebenslauf von Sir Winston Churchill

Sir Winston Leonard Spencer-Churchill † 24. Januar 1965 in London Er war von Mai 1940 bis Juli 1945 und von Oktober 1951 bis April 1955 britischer Premierminister. 1953 erhielt er den Literaturnobelpreis.

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Sir Winston ChurchillDer Zweite Weltkrieg
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Der Zweite Weltkrieg
Der Zweite Weltkrieg
 (15)
Erschienen am 18.09.2003
Sir Winston ChurchillKreuzzug gegen das Reich des Mahdi
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Kreuzzug gegen das Reich des Mahdi
Kreuzzug gegen das Reich des Mahdi
 (2)
Erschienen am 01.06.2008
Sir Winston ChurchillEnglands größte Stunde. Tl.1
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Englands größte Stunde. Tl.1
Sir Winston ChurchillMeine frühen Jahre
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Meine frühen Jahre
Sir Winston ChurchillTriumph und Tragödie. Tl.1
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Triumph und Tragödie. Tl.1
Triumph und Tragödie. Tl.1
 (0)
Erschienen am 01.09.1948
Sir Winston ChurchillMemoiren - Der Zweite Weltkrieg / Churchill Memoiren<br /> Bd. 3/1
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Memoiren - Der Zweite Weltkrieg / Churchill Memoiren<br /> Bd. 3/1
Sir Winston ChurchillHISTORY OF THE ENGLISH SPEAKING PEOPLES BIRTH OF BRITAIN
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Sir Winston ChurchillSavrola
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Savrola
Savrola
 (1)
Erschienen am 15.01.2010

Neue Rezensionen zu Sir Winston Churchill

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PhilippWehrlis avatar

Rezension zu "Der Zweite Weltkrieg" von Sir Winston Churchill

Ein Monumentalwerk aus militärischer Sicht
PhilippWehrlivor einem Jahr

Das gleich vorne weg: Churchill hätte für dieses Buch den Nobelpreis nicht gekriegt, wenn er nicht Churchill wäre. In der Laudatio wurden auch ausdrücklich seine Reden erwähnt, was eigentlich für einen Literaturnobelpreis gar nicht vorgesehen ist. Nichtsdestotrotz ist das Buch ein herausragendes Zeitdokument, ein Monumentalwerk über den zweiten Weltkrieg, von der Person, die –nach Hitler- den Krieg wohl am meisten prägte.

Anders als in anderen Werken über den zweiten Weltkrieg steht nicht das Leiden der Menschen im Fokus und auch nicht die Frage, wer was wann von den Gräueln gewusst hat, sondern die strategischen Überlegungen. Eine für mich überraschend wichtige Rolle spielte dabei die Entwicklung der Technologie. Der zweite Weltkrieg war geprägt durch den Wettlauf der technischen Entwicklung. Dazu einige Beispiele:

- Dank des Fernsehens konnte Hitler eine Propagandamaschinerie aufziehen, welche die breite Bevölkerung mobilisierte. Hitlers Olympische Spiele setzten neue Massstäbe der Propaganda.

- Als die Deutschen 1938 den ersten Panzerangriff gegen Österreich starteten, versagten die Fahrzeuge trotz tadellosen Wetter- und Strassenverhältnissen. Die grösseren Panzer mussten sogar mit der Bahn nach Wien gebracht werden, um beim Triumphzug vor Ort zu sein. Bereits 1940 waren aber Panzer derart übermächtige Waffen, dass sie die Befestigung an der Maginot-Linie kurzerhand wegbombten und geradewegs durch die Mauer nach Frankreich einfielen. Die Franzosen dagegen, die ihre Grenze im ersten Weltkrieg während Jahren hatten halten können, waren von ihrer Befestigung so überzeugt, dass sie noch nicht einmal Ersatztruppen hinter der ersten Front postiert hatten.

- Nach der Eroberung Frankreichs hatte die deutsche Flugwaffe gegenüber den Engländern einen entscheidenden Vorteil: Ab 1940 konnte sie englische Städte von Frankreich aus bombardieren, während für die englischen Flieger die deutschen Städte unerreichbar waren. Erst im April 1942 wendete das Blatt, als die englischen Flugzeuge die nötige Reichweite für wirkungsvolle Gegenangriffe erreichten und nun ihrerseits die Deutschen Städte zerbombten.

- Eine weitere entscheidende Entwicklung der Technologie waren die deutschen U-Boote, welche vor allem im Jahr 1942 die Meere dominierten und den Transport von Gütern, Militärmaterial und Truppen enorm gefährlich machten. Erst im Frühling 1943 gelang es den Alliierten dank des neu erfundenen Radars, die U-Boote abzuwehren und die Seemacht zurück zu erobern.

- Weitere bedeutsame technische Entwicklungen waren Funkgeräte, Schiffe, die ohne Hafen anlegen können, Häfen, die in wenigen Tagen gebaut werden können, indem man speziell dafür konstruierte Schiffe an einer Küste versenkt, Chiffrier- und Dechiffriermaschinenferngesteuerte Raketen und schliesslich die Atombombe.

Es ist bemerkenswert, wie eng das Kriegsglück von der Entwicklung der Technik abhing. Und es ist wohl kein Zufall, dass gerade Hitler und Churchill in diesem Krieg die entscheidenden Rollen spielten: Hitler, der sich und die Möglichkeiten stets überschätzte, hatte im Fall der Technik Recht. Keiner ausser ihm wäre z. B. auf die Idee gekommen, frontal in die Maginot-Linie hineinzufahren. Churchill dagegen interessierte sich für die Technik, diskutierte regelmässig mit Ingenieuren und hielt sich ständig über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.

Historisch Interessierte freuen sich wohl über die vielen Detailberichte über weniger bekannte Kriegsschauplätze, von denen man sonst nirgends liest. Normalsterbliche hätten das Buch vielleicht lieber etwas dünner. Diese Schilderungen machen das Buch zu einem epischen Werk, über tausend Seiten dick. Die fünf Sterne erhält es nicht, weil jeder es lesen sollte, sondern weil es aus militärhistorischer Sicht zum Besten gehört, was es an Kriegsberichterstattung gibt.

Churchill entwickelt eine beeindruckende Art, über Geschichte zu schreiben: Präzise, nüchtern, stets mit dem Überblick für das strategisch Entscheidende. Und dies ist wohl die Eigenschaft, die viele Weltpolitiker und viele Berichterstatter über Weltpolitik von ihm lernen können: Zu erkennen, was die strategische Bedeutung gewisser Regionen ist.

Z. B. denke ich, die Krimkrise ab 2014 wäre anders verlaufen und es wäre auch anders darüber berichtet worden, wenn die beteiligten Politiker und Journalisten die strategische Bedeutung der Krim für Russland verstanden hätten, dass nämlich Russland ausser über die Krim über keinerlei Anschluss an den Atlantik besitzt und daher schlicht nicht zulassen kann, dass sich die Ukraine von Russland wegbewegt. Das ist zwar eine andere Geschichte, über die Churchill nicht schreibt. Er schreibt aber über eine ganze Reihe von verschiedenen Gegenden der Welt, in denen möglicherweise die nächste Krise stattfindet. Von seinen Berichten können wir eine ganze Menge über die strategische Bedeutung verschiedenster Gebiete lernen. Das macht sein Buch wertvoll.

Gut gefallen haben mir auch die Schilderungen persönlicher Begegnungen mit anderen Grössen der Geschichte, etwa mit Roosevelt, von dem er fast durchwegs nur als ‚der Präsident’ spricht, de Gaulle,  Montgomery und nicht zuletzt Stalin, der ebenfalls ein grosser Stratege war, und mit dem er sich offensichtlich ausgezeichnet verstand.

Ich empfehle das Buch allen, die sich für Militärgeschichte und für die strategischen Überlegungen eines Weltpolitikers von Format interessieren. Aber man braucht viel Zeit und kräftige Hände, um dieses dicke Buch so lange zu halten.

Kommentare: 1
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M

Rezension zu "Savrola" von Sir Winston Churchill

Das Leiden für die Freiheit...
MeSarahvor 5 Jahren

Die Geschichte der Revolution Lauranias wird zur Geschichte über Menschen und ihre Ideale, ihre Ängste und ihre Schwächen. Auch wenn eine Revolution nie gut ausgeht, wird sie doch stets mit Blut und Tod bezahlt, so kann ihr Ausgang doch Gutes für die Zukunft verheissen und genau dafür wird gekämpft. Das wiederspiegelt der 300seitige Roman vom ehemaligen englischen Premierminister Winston Churchill. Er bietet uns Einblick sowohl in die regierende Politikgesellschaft wie in die Machenschaften der Revolutionären. Churchill schafft es die Befreiung einer tyrannisierten Gesellschaft ohne schwarz-weiss-Blick aufzuzeichnen. Es gibt keine gute und keine böse Seite. Niemand hat das absolute Recht für sich gepachtet und niemand unterliegt der Last des unumwerflichen Unrechts. Es gibt nur Menschen und ihre Charakterzüge und die sind nicht immer so nobel, wie sie sich gerne präsentieren.

 

Mit tiefen Einblicken in die Gefühlswelt der Machthaber tritt die Geschichte nahe an den Leser, ohne dass er umfangreich informiert werden muss, warum nun diese Revolution so von Nöten ist. Was am Anfang noch nicht zur Sympathienverteilung reicht steigert sich gegen Ende des Buches in klare Hoffnungen. Die Hoffnung darauf, dass das Volk erhält was es sich wünscht, Freiheit und Friede, geleistet von einer Regierung, die aufrichtig und offen ist, die sich nicht hinter aussenpolitischen Aktionen verschanzt um innenpolitische Probleme unter den Teppich zu kehren und der das Leben an sich das höchste Gut ist. Aber auch Hoffnung auf das Überleben derjenigen, deren Seele wir im Laufe des Romans erblickt haben. Und natürlich die Hoffnung auf die Liebe und deren glücklichen Ausgang.  

 

Zwar wurde der Roman erstmals 1900 veröffentlicht und den Revolutionären fehlen Mobiltelefon und Twitter – Nachrichten müssen per Telegramm oder Bote überreicht werden, und die Kommunikation aus einem verschanzten Ort scheint unmöglich – dennoch fühlt sich der Roman nicht fremd an. Man fühlt sich nicht in der Zeit zurück versetzt, höchstens im Breitengrad. Denn solche Revolutionen gibt es auch noch heute. Natürlich werden sie anders geplant und anders durchgeführt, mit modernen Waffen und Kommuniktaionsmitteln, doch noch immer gibt es Tyrannen in unserer Welt. Und noch immer werden Bevölkerungen dazu gezwungen mutig zu sein und ihr Leben für das Wohl vieler aufs Spiel zu setzten um sich von der Macht derer zu befreien, die sich mit eiserner Hand an sie klammern. Und die traurige Wahrheit ist, dass dies wohl immer so bleiben wird, denn Gier und Macht sind Charakterzüge, die keine Zeit, sei sie noch so modern, ausmerzen kann – dass wissen wir heute, und dass wusste wohl auch Winston Churchill 1900.


s

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Stephan M. Rothers avatar

Rezension zu "Der Zweite Weltkrieg" von Sir Winston Churchill

Aus erster Hand
Stephan M. Rothervor 5 Jahren

Der umtriebige Kriegspremier Winston Churchill hat während des Zweiten Weltkriegs akribisch Tagebuch geführt. Von wichtigen Schreiben ließ er sich zudem für den späteren Privatgebrauch Duplikate anfertigen. Ergebnis waren wenige Jahre später seine zwölfbändigen Erinnerungen an dramatische Kriegsgeschehen, die hier von ihm persönlich in einem - noch immer höchst umfangreichen - Band zusammengefasst sind.

Churchill ist für dieses Werk mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt worden - und das sollte der Leser im Hinterkopf haben. Es handelt sich um ein literarisches Werk, nicht belletristisch zwar, doch eben auch nicht um ein historisches Sachbuch. Hier legt einer der entscheidenden Akteure des Kriegsgeschehens Zeugnis ab über seine Erlebnisse, seine Perspektive der Dinge, die Hintergründe seiner Entscheidungen. Dies geschieht auf kurzweilige, zuweilen verschmitzte Weise und macht dieses Buch zur anregenden Lektüre. (ACHTUNG: Adjektive wie kurzweilig, verschmitzt und anregend sind als relativ zur Sachliteratur um die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und einen militärisch-unerfreulichen Gegenstand zu verstehen.)

Selbstverständlich schreibt Churchill nicht ohne Wertung. Und selbstverständlich wird manche seiner Entscheidungen und mancher seiner Gedankenprozesse stark im Lichte der Entwicklung erklärt, die die Geschichte zur Zeit der Abfassung bereits genommen hatte: auf den Kalten Krieg hin. Dennoch bleibt dieses Buch von einzigartigem Wert, schon weil bekanntlich kein vergleichbares Kaliber der weltweiten Auseinandersetzung vergleichbare Aufzeichnungen hinterlassen hat.

Etwas befremdlich, ja, sperrig wirkt zuweilen die deutsche Übersetzung, in der die Ränge des britischen und US-amerikanischen Militärs konsequent durch ihre deutschen Pendants wiedergegeben werden, so dass der heutige Leser, dem das Englische viel stärker präsent ist, automatisch für einen Moment stutzt, wenn ihm ein britischer Amtsträger als Reichsfeldmarschall über den Weg läuft.

Insgesamt eine "gewichtige Stimme", wie wir auf der U4 - mit Sicherheit nicht ohne Augenzwinkern - lesen.

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Sir Winston Churchill wurde am 30. November 1874 in Woodstock (Großbritannien) geboren.

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