Siri Hustvedt Being a Man

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Inhaltsangabe zu „Being a Man“ von Siri Hustvedt

“So intelligent und vollkommen wie ihre Romane.” (Kirkus Reviews) “Being a Man” spiegelt die oft überraschenden und immer treffenden Ansichten Siri Hustvedts zu Literatur, Kunst und Kultur wider. Immer leidenschaftlich, immer klar, immer ehrlich entlarvt sie kulturelle Stereotypen und lässt uns einen neuen Blick auf kulturelle und gesellschaftliche Phänomene werfen.

leider sind mir die Essays an vielen Stellen zu "akademisch" gewesen, hätte mir persönliche Ansichten gewünscht.

— Anja_Lev
Anja_Lev
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  • Komplex und tiefgründig

    Being a Man
    dominona

    dominona

    12. August 2016 um 11:18

    Die Essays geben Einblick in berührende Einsichten und persönliche Momente, sind aber teils auch stark literarisch, im Fall Dickens zu stark. Diesen längeren Teil habe ich irgendwann nur noch überflogen, was mich aber nicht davon abhält den Rest zu loben, da viele ihrer Gedanken zum Über den Tellerrand schauen animieren.  

  • Interessante An- und Einsichten...

    Being a Man
    Creed

    Creed

    24. March 2016 um 14:12

    Neun Essays sind in diesem Buch versammelt, deren Themen in erster Linie um Kunst, Kultur, Literatur und Hustvedts eigenes Leben kreisen. Dabei zeigt sich sowohl im Inhaltlichen als auch im Schreibstil, welch intelligente und weitreichend gebildete Frau die Gattin von Paul Auster ist. Ob sie in "Acht Tage im Korsett" die Geschichte früherer Kleidungsstücke behandelt oder in "Mit Fremden leben" die Situation unseres menschlichen Miteinanders durchleuchtet, stets doziert sie, ohne übertrieben belehrend zu wirken. Der Essay "9/11, ein Jahr danach" führt dem Leser noch einmal auf erschütternde Weise die Zeit nach dem Einsturz der Twin Towers vor Augen, und zwar aus Sicht der New Yorker Einheimischen. Lediglich im längsten, gut 50-seitigen Essay über ein Spätwerk Charles Dickens', schießt Siri Hustvedt meiner Meinung nach über das Ziel hinaus. Zum einen liegt das Problem darin, dass der Roman "Unser gemeinsamer Freund" in Deutschland eher unbekannt und noch dazu selbst antiquarisch schwer zu bekommen ist. Zum anderen hat Siri Hustvedt an der Columbia University mit einer Arbeit über Charles Dickens promoviert; daher besitzt sie ein beachtliches Wissen über den englischen Schriftsteller und lebt es in diesem Essay weidlich aus. Allerdings ist ihr Eindringen in die Tiefe des Buches derart komplex und für den Laien schwer nachvollziehbar, dass man ohne Kenntnisse der Philosophie, Neurobiologie und Psychoanalyse keinen blassen Schimmer hat, wovon sie dort schreibt. Jedenfalls ging es mir so, andere mögen vielleicht weniger Verständnisprobleme haben. Daher gestalten sich die 50 Seiten recht quälend, hier wäre weniger mehr gewesen. Der etwas kürzere Essay über ein Buch von Henry James (welches ironischerweise in Deutschland auch am wenigsten von James' Werk beachtet wird) ist zwar sprachlich ebenfalls gehoben, aber für den Unkundigen besser nachzuvollziehen. Hochinteressant wiederum sind die in einigen Essays auftauchenden Fakten aus dem Leben der Schriftstellerin, die in leicht veränderter Form in ihren Romanen auftauchen und oft beim Hustvedtkundigen Leser Aha-Erlebnisse auslösen dürften. Fazit: Insgesamt ein lesenswertes, kluges Buch mit vielen interessanten Gedankengängen, stellenweise jedoch für den Normalsterblichen zu fachspezifisch. Für Hustvedt-Enthusiasten unverzichtbar, da sich hier viele Ideen aus ihren Romanen in der von Hustvedt erlebten Realität widerspiegeln.

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