Siri Hustvedt Der Sommer ohne Männer

(125)

Lovelybooks Bewertung

  • 150 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 2 Leser
  • 26 Rezensionen
(34)
(42)
(25)
(15)
(9)

Inhaltsangabe zu „Der Sommer ohne Männer“ von Siri Hustvedt

Eine Frau erlebt den Sommer: mit kühlem Blick und Herzenswärme. Die New Yorker Dichterin Mia steckt in einer Krise. Ihr Mann Boris will eine Ehe-Pause. Als Mia feststellt, dass die 'Pause' viel jünger als sie und überdies Boris' Assistentin ist, erleidet sie einen Zusammenbruch. Und beschließt kurzerhand, den Sommer in der Nähe ihrer Mutter, einer rüstigen Neunzigjährigen, zu verbringen. Es ist eine Zeit ohne Männer. Mia trifft die alten Freundinnen der Mutter und unterrichtet eine Gruppe pubertierender Mädchen in Lyrik. Und sie lernt sich selbst neu kennen. Endlich atmet Mia wieder frei durch - bis eine flehende Mail von Boris kommt.

Angenehm zu lesen und tiefsinnig.

— eilatan123
eilatan123

Bücher über Liebe gibt es viele.Dieses rollt das Thema poetisch und wunderschön von hinten auf. Lebenserfahrung ist dem Genuß förderlich.

— thursdaynext
thursdaynext

Wunderschöne Aphorismen, herzerwärmende Freundschaften und Familienliebe - leider in hochstilisiertem Pseudo-Intellekt-Gefasel gefangen

— StefanieFreigericht
StefanieFreigericht

Viele interessante Themen und sehr schöne Seiten, aber das Ganze kann mich nicht überzeugen.

— saku
saku

Stöbern in Romane

Und jetzt auch noch Liebe

Es geht im Leben um viel mehr als den richtigen Zeitpunkt, den gibt es nämlich nur selten. Es ist wichtig, was man daraus macht!

unfabulous

Kukolka

Keine Kindheit in der Ukraine. Stattdessen: vergessen, verraten, verkauft. Ein hübsches Puppengesicht ist kein Garant für eine gute Zukunft.

Buchstabenliebhaberin

Ein Haus voller Träume

Ein stimmungsvoller Familienroman mit liebevoll ausgearbeiteten Charakteren.

Jashrin

Frühling in Paris

Zähe Geschichte. Aber ganz nett für zwischendurch..

Julchen77

Was man von hier aus sehen kann

Wundervolle Geschichte(n)! ♥️

PaulaAbigail

Der Frauenchor von Chilbury

Eine Hommage an die Kraft der Musik und das Singen in harten Zeiten des 2. Weltkriegs - chapeau den Frauen des Chors und J. Ryan ! 5* +

SigiLovesBooks

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • LovelyBooks Challenge Buchpreise 2017

    Widerfahrnis
    Ginevra

    Ginevra

    Challenge Buchpreise Liebe Lovelybookerinnen und Lovelybooker, lest auch Ihr gerne anspruchsvolle, womöglich sogar preisgekrönte Bücher? Interessiert Ihr Euch für die Long- und Shortlists diverser Buchpreise? Habt Ihr Lust, gemeinsam unterschiedliche Literatur- Preisträger kennenzulernen und sich hier darüber auszutauschen? Dann ist diese Challenge genau das Richtige für Dich! Hier die Regeln: Es gelten Bücher, die mindestens einmal auf einer Long- oder Shortlist für einen renommierten Buchpreis aufgetaucht sind, oder diesen sogar gewonnen haben.  Bei Preisen für das Gesamtwerk eines Künstlers/ einer Künstlerin gilt jedes Buch aus dem Gesamtwerk, auch nach der Preisverleihung erschienene Werke. Ganz wichtig: das Erscheinungsjahr ist dabei egal!  Hier werden einige Buchpreise vorgeschlagen, aber da es beinahe unzählige gibt, wird es Unterrubriken nach Genre geben. Es ist dabei egal, wieviele Bücher pro Liste gelesen werden. Wichtig ist in erster Linie der Austausch – und der Spass! Du darfst Dir ein persönliches Ziel setzen: 5, 10, 15 oder 20 Bücher! Wie funktioniert es praktisch? 1. Melde dich bitte mit einem Sammelbeitrag unter der entsprechenden Rubrik an! Der Sammelbeitrag wird in der Teilnehmerliste verlinkt, so dass Du ihn schnell wiederfindest. 2. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Und du kannst dich natürlich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. 3. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und poste den link dazu in Deinem Sammelbeitrag. 4. Bitte beachten: Die Liste der Buchpreise erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, für alle weiteren Buchpreise gibt es die Rubrik „Sonstige“. 5. Anregungen findest Du u. a. auf folgenden links: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Literaturpreisen www.literaturpreisgewinner.de http://www.deutscher-buchpreis.de/ http://themanbookerprize.com/ http://academie-goncourt.fr/ http://www.norden.org/en/nordic-council/nordic-council-prizes/nordisk-raads-litteraturpris Hier noch ein interessanter link für verschiedene Krimipreise: http://www.das-syndikat.com/krimipreise.html Nimmst du die Herausforderung an?Ich freue mich auf viele Anmeldungen! TeilnehmerInnen (ist hier eigentlich auch ein Mann dabei??): Bellis-Perennisblack_horse Buchraettin Buecherwurm corsicana dia78 erinrosewell Ginevra Gruenente gst Gwendolina Harlequin Jary krimielse leselea lizzie123 marpije miss_mesmerized Orisha schokoloko29 Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi wandablue Wedma

    Mehr
    • 324
  • „Mia, sagen Sie, komm zur Sache.“

    Der Sommer ohne Männer
    StefanieFreigericht

    StefanieFreigericht

    14. March 2017 um 14:18

    S. 211 „Mia, sagen Sie, komm zur Sache.“ Nach dreißig Ehejahren wünscht sich Boris eine Pause von Ehefrau Mia – die „Pause“ ist zwanzig Jahre jünger als letztere und eine kultivierte Neurowissenschaftlerin, seine Kollegin. Die prämierte Dichterin Mia dreht durch, landet für eineinhalb Wochen in der Psychiatrie und zieht sich danach für den Sommer in die Nähe ihrer Mutter, 90, zurück in die Kleinstadt ihrer Jugend.  Mia kommt gefühlt nicht wirklich zu Sache, auch wenn die Ich-Erzählerin den Leser teils direkt anspricht wie eingangs zitiert – der Roman plätschert so dahin mit seinen verschiedenen Themen – von Mias Kindheit (distanzierter Vater, liebende Mutter), über Ehemann Boris (vöööööllig überraschend: ebenfalls distanziert; Mia scheint dabei dummerweise überspannt), zu den alternden Freundinnen der Mutter in diesem sehr speziellen Mikrokosmos eines Seniorenwohnheims, über das temporäre Domizil Mias in einem gemieteten Haus mit jungen Nachbarn (in der Krise, seinetwegen, natürlich), inklusive der Ränkespiele der frühpubertierenden Mädchen in dem Kurs, den Mia abhält…. . Das alles wirkt auf mich in den besten Momenten wie einer der kopflastigsten Filme Woody Allens, am ehesten aus der Perspektive Diane Keatons – auch wenn die erklärte New Yorkerin Siri Hustvedt die erklärte New Yorkerin Mia früh nach Minnesota schickt, an die Stätte beider Jugend. Phasenweise nervt das: da werden nacheinander genannt Filme mit Cary Grant, Jane Austen, Heisenberg und Leibniz‘ Monadologie – und das ist nur eines von vielen vielen vielen Beispielen, die ich häufig als bloße Phrasen und aufgesetzt empfand, von den vielen Text-Fetzen aus Lyrik und Prosa zu schweigen oder seitenweise Geschlechtertheorien zitiert durch alle Jahrhunderte.  Wäre das Buch denn nicht so beruhigend kurz gewesen, ich hätte wohl abgebrochen, wenn, ja wenn es nicht gleichzeitig mit so wunderschönen Aphorismen gespickt gewesen wäre. S. 61 „Zeit ist nicht außerhalb von uns, sondern in uns. Nur leben wir mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und die Gegenwart ist zu kurz, um überhaupt erfahren zu werden; sie wird nachher behalten, und dann ist sie entweder kodifiziert oder fällt der Amnesie anheim.“ Dummerweise reicht mir das nicht, wenn es mich schwer nervt, wie Mia „ihrem“ (ja, das ist -leider – wörtlich, ihrem) Boris mangelnde Dankbarkeit vorwirft, manifestiert im Ehebruch – ernsthaft? Und das neben der ganzen pseudofeministischen Phrasendrescherei und dem mir seltsam verklemmt anmutenden Darstellen eigener Lust-Erfahrungen? Das reißen dann leider auch die an sich schönen Nebengeschichten zu Abigails verborgenen Stickereien oder dem Trick, eine jugendliche Mobbingerfahrung aus mehreren Perspektiven zu erleben zu lassen, nicht mehr heraus.  S. 248 "Ein Buch ist eine Zusammenarbeit von demjenigen, der liest, und dem, was gelesen wird, und bestenfalls ist dieses Zusammentreffen eine Liebesgeschichte wie jede andere."  Ich habe mich nicht verliebt. Ich habe nicht einmal geflirtet.  Folgebuch: Jane Austen. Überredung (Persuasion)

    Mehr
    • 3
  • Interessant, aber...

    Der Sommer ohne Männer
    saku

    saku

    25. February 2017 um 12:12

    Ich hatte mal eine Reportage über Siri Hustvedt gesehen und hatte sie unglaublich sympathisch gefunden. Als ich das Buch vor ein paar Tagen gesehen habe, habe ich gleich danach gegriffen, der Klappentext hat mir gefallen und ich habe das Buch gleich gekauft. Ich wollte es so gern mögen! Die Dichterin Mia ist verheiratet, aber ihr Mann Boris hat eine Affäre und will eine "Pause". Mia erleidet einen Zusammenbruch, beschließt, dem Sommer in der Nähre ihrer Mutter zu verbringen und jungen Mädchen Lyrik beizubringen. Das Buch ähnelt einem Tagebuch: Es ist in der Ich-Form geschrieben, es gibt keine richtigen Kapitel, sondern "Kapitel" ohne Titel, die einem Gedanken oder einem Ereignis gewidmet sind und unterschiedliche Längen haben, von einer Zeile bis 5 oder 6 Seiten. Der Leser sieht, wie Mia aus der Depression raus kommt, sich neue Freundinnen sucht und findet, unterrichtet, in einem Wort lebt. Es waren dabei sehr schöne Seiten. Die Beziehung zu ihrer Mutter oder zu den älteren Damen ist wunderschön oder der Eifer, mit dem sie unterrichtet. Da baut sich eine Spannung, ich habe auf das nächste Ereignis gewartet oder auf die Entwicklung... und dann kommt ein Exkurs über Sex oder Onanismus oder Dichtung oder... und die ganze Spannung fällt runter, genau in dem Moment, wo ich gedacht habe: Jetzt mag ich das Buch! Siri Hustvedt verfügt über enorme literarische, neurologische oder philosophische Kenntnisse, aber irgendwie fand ich, dieses Buch war nicht der Ort, um sie in dem Maß zu zeigen. Mein Fazit: Ich wollte das Buch mögen, ich habe vieles an ihm wirklich gemocht, aber der Gesamteindruck ist trotzdem eher negativ. Schade!

    Mehr
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

    Mehr
    • 2170
  • "Gedenke, dass mein Leben ein Wind ist."

    Der Sommer ohne Männer
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    Die Dichterin Mia wird zum Opfer einer Pause, einer Beziehungspause, die Boris, ihr Mann sich plötzlich wünscht. Als Mia erfährt, dass dieser Wunsch jung, weiblich und eine Laborassistentin ist, bricht sie unter den Umständen der Pausen-Situation zusammen. Als sie sich nach Tagen in der Psychiatrie wieder bereit für ihre Umwelt fühlt, nimmt sie sich eine Auszeit über die Sommermonate und fährt in ihre Geburtsstadt Minnesota. In der Nähe ihrer Mutter will sie Kraft schöpfen und sich die Zeit mit dem Zusammenfassen ihrer "Hirnscherben" sowie einem Lyrikkurs für eine Gruppe Teenies vertreiben. Der Titel "Der Sommer ohne Männer" deutet bereits an, dass Männer nur eine Randerscheinung darstellen in diesen Wochen der persönlichen Seeleninventur von Mia. Interessant war die Entdeckung der vielfältigen Frauenbilder, die Siri Hustvedt in ihrem Roman zusammenträgt und in dieser Geschichte zu einem bunten Kranz flicht. Da sind die fünf Schwäne, Mias Mutter und ihre alten Damen, die in Rolling Meadows die Gunst der betreuten Wohneinrichtung erfahren und sich im Lesezirkel nicht nur über Jane Austen austauschen, sondern bereits auch auf ihre so unterschiedlich gelebten Leben zurückblicken. Im Lyrikkurs erscheinen sieben Teenie-Mädchen, die mitten in den Umbrüchen des schwierigen Prozesses Mädchen wird zur jungen Frau stecken und sich gegenseitig das Leben eher schwer zu machen scheinen. Da ist die junge Nachbarin Lola, Mutter der kleinen Flora und Baby Simon, die zusammen mit ihrem Mann Pete Existenzängste zu bewältigen hat und Mia als Zuflucht für sich und ihre Kinder vor Petes Wutanfällen, aber auch zum Gedankenaustausch erfahren darf. Und mittendrin Mia selbst, die mit ihren 55 Jahren die Sorgen und Nöte der Teenies bereits hinter sich gelassen hat und noch weit entfernt ist von den täglichen größer werdenden physischen und psychischen Defiziten der fünf Schwäne. Beeindruckend die Freundschaft zur betagten Abigail, die von Osteoporose gekrümmt zwar ihre aufrechte Haltung, jedoch nicht ihren progressiven Geist und ihre rebellischen Ansichten verloren hat. Auch die Begegnungen mit der kleinen Flora, die die Streitigkeiten ihrer Eltern in ihrer ganz eigenen von Phantasie geschmückten Welt zu bewältigen versucht, wußten mich anzurühren. So entdeckt sich Mia beim Sortieren ihrer Hirnscherben und bei den Beobachtungen all dieser weiblichen Schicksale wieder, sie stößt auf zahlreiche Erinnerungen, die ein breites Spektrum an Gefühlen in ihr und mit Sicherheit auch der Leserschaft wecken. Liebe, Freundschaft, Sex, Mia nimmt kein Blatt vor den Mund und das macht Siri Hustvedts Roman zu einem besonderen und intensiven Leseerlebnis. Siri Hustvedt steht auf beiden Beinen im Leben und hat doch ihr Herz nicht aus dem Blickfeld verloren.

    Mehr
    • 8
  • Der Sommer unter Frauen

    Der Sommer ohne Männer
    WilmaWitch

    WilmaWitch

    06. May 2013 um 17:36

    Nach 30jähriger Ehe wird Mia von ihrem Mann in die "Pause" geschickt. Als sie erfährt, dass die "Pause" weiblich, ledig, jung ist, bricht sie zusammen und reist anschließend zu ihrer rüstigen Mutter in die Provinz, wo sie sich in der neuen Umgebung neu erfährt. Sie lässt ihre Ehe Revue passieren, ihre Mutter erzählt vom Vater und sie hält einen Lyrik-Sommerkurs bei pubertierenden Mädchen. In den  neuen sozialen Zusammenhängen, auch zu ihrer Nachbarin, wirkt auf sie alles in ihrer neuen, verletzlichen Sensibilität sehr intensiv. Sie hinterfragt aus dem Schatz ihrer Erfahrungen vieles und am Ende findet sie zu ihrer Mitte. Sie lernt, den Schmerz des Loslassens zu umarmen und erkennt die Frauen als stilles, tragendes Element im Hintergrund.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Sommer ohne Männer" von Siri Hustvedt

    Der Sommer ohne Männer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    PAUSE, wie geht man damit um, wenn der Mann eine Pause nach 30 Jahren Ehe will und man dann mit bekommt, die PAUSE an seiner Seite ist jung und wunderschön?

    Ich komme mit dem Schreibstil nicht klar sorry abgebrochen

    • 2
  • Rezension zu "Der Sommer ohne Männer" von Siri Hustvedt

    Der Sommer ohne Männer
    Mrs_Nanny_Ogg

    Mrs_Nanny_Ogg

    29. January 2013 um 20:43

    Was macht frau, wenn der Ehemann nach einer Pause der ehelichen Beziehung verlangt, und sich die Pause dann als junge Assistentin entpuppt? Mia erleidet einen Nervenzusammenbruch. Nach der Entlassung versucht sie ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sie verbringt den Sommer in der Stadt, in der ihre Mutter in einer Seniorenresidenz lebt und gibt dort Lyrikkurse für Teenager. In der Auseinandersetzung mit den Jugendlichen, den Mitbewohnerinnen ihrer Mutter und ihrer neuen Nachbarn findet sich Mia nach und nach wieder und auch ihr reuiger Mann lässt nicht lange auf sich warten.... Ich war begeistert von der sprachlichen Kraft der Autorin. Endlich mal wieder Literatur, die sich so wunderbar glatt, umschmeichelnd und doch unaufhaltbar in mich ergießt - fast wie dicke süße Sahne,die die Kehle herunterrinnt. Manchmal muss man hüsteln, weil man sich (fast) verschluckt, doch am Ende liegt ein Lächeln auf den Lippen und die Zunge sucht noch leckend nach den letzten köstlichen Tropfen.... FAZIT: absolut empfehlenswert!

    Mehr
  • Rezension zu "Der Sommer ohne Männer" von Siri Hustvedt

    Der Sommer ohne Männer
    wiebeke

    wiebeke

    16. January 2013 um 22:36

    Siri Hustvedts Protagonistin ist die über 50 jährige Mia. Mia ist eine preisgekrönte Lyrikerin aus New York, die "durchdreht" und "in kleinste Teilchen zerbröselt" als Boris, ihr langjähriger Ehemann, sich eine Ehe -Pause nimmt und sie mit seiner 20 Jahre jüngerin Assistentin - der "Pause" betrügt. Mia reagiert mit psychiotischen Anfällen und wird entsprechend klinisch betreut. Nach eineinhalb Wochen entlassen, nimmt sie sich auch beruflich eine Auszeit und reist zu ihrer Mutter in die Provinz, hoffend, "zwischen einem durchgeknallten Winter und einem geistig gesunden Herbst" einen ereignislosen Hohlraum zu haben und diesen mit neuen Gedanken und mit dem Schreiben von Gedichten zu füllen. Dort In Bonden brütet sie über den untreuen Ehemann, über seine "Pause" sowie über Männer im Allgemeinen. Verletzt und wütend notiert sie zum Thema Liebe, Ehe und Sex was ihr einfällt. Ihre Begegnungen mit den hochbetagten Freundinnen ihrer Mutter (die Schwäne von Rolling Meadows) - für mich- das sei hier schon angemerkt- ihr bestge- und beschriebenes Themengebiet, und ihr Erleben der sieben pubertierenden Mädchen, denen sie im Ort einen Poesie Workshop anbietet, lassen sie langsam gesunden und "das Vertrauen in das Funktionieren ihres Verstandes" kehrt zurück. So in etwa ist der Rahmen in Mia´s "Sommers ohne Männer". Auch Daisy- ihre geliebte Prinzessin-Tochter füllt Seiten sowie ein böser Email-schreibender Mr. Niemand, dessen Erwähnung in dem Roman für mich unklar bleibt. Ein Mahnender, der Mia zu gedankenreicher Selbstreflektion anhält? Siri Hustvedt tanzt mit Worten, wie sie selbst sagt. Das beherrscht sie ausgezeichnet: mit Worten zu tanzen - und dabei "ihren enormen Wust an Gelesenem" in klassischer globaler Literatur, Philosophie oder Naturwissenschaften dem Leser zu präsentieren. Schade, ich hatte mir mehr Qualität von Frau Hustvedt versprochen. Für mich ein inhaltlich spannungsloser Roman. Als störend, unnötig und überflüssig- weil eitel, habe ich ihr intellektuelles Sendungsbewusstsein empfunden. Die Demonstration eines Wissens, das bei einer Literaturwissenschaftlerin vorausgesetzt werden darf.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Sommer ohne Männer" von Siri Hustvedt

    Der Sommer ohne Männer
    goldfisch

    goldfisch

    25. July 2012 um 11:57

    Ein Buch zum Nachdenken.Die Dichterin Mia hat ein Problem.Ihr Mann möchte mal eine Pause von der Ehe und diese Pause ist sehr weiblich.Mia flieht aus der Großstadt in ihren Heimatort.Dort trifft sich nicht nur ihre Mutter und deren Freundinnen aus dem Altersheim,sie gibt dort auch einen Sommerkurs zum Thema "Gedicht" für pubertierende Mädchen.Rasch entpuppen sich die Mädchen als wenig harmlose Geschöpfe.Die Freundinnen ihrer Mutter hüten so manch kurioses Geheimnis und eigentlich weiß Mia auch nicht ob sie ihre Ehe retten soll.Lesenswert!

    Mehr
  • Rezension zu "Der Sommer ohne Männer" von Siri Hustvedt

    Der Sommer ohne Männer
    Elocin

    Elocin

    12. July 2012 um 18:29

    Die Mittfünfzigerin Mia wird von ihrem Mann wegen einer jüngeren Frau verlassen. Nach einem kurzen Klink-Aufendthalt fährt sie zur ihrer Mutter um dort auf andere gedanken zu kommen. Soviel zum Inhalt. Was ist das denn bitte? Nachdem ich Siri Hustvedts "Was ich liebte" wirklich gut fand, kam ich hier leider nicht über die ersten 100 Seiten hinaus (die Chance gebe ich jedem Buch). Ich kann mich da nur vielen negativen Rezensionen (hätte ich die mal vorher gelesen) anschließen, die es ebenfalls als "quälend" beschreiben, wie Hustvedt mit ihrer umfassenden Bildung "angibt". Anders kann ich mir diese wahllose Aneinanderreihung intellektueller Psychologie-, Lyrik- und Kunstphrasen nicht erklären.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Sommer ohne Männer" von Siri Hustvedt

    Der Sommer ohne Männer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. June 2012 um 15:35

    Mia ist nicht mehr die Jüngste, bereits über 50 und gerade von ihrem Mann Boris nach über 30 Jahren Ehe für eine Jüngere in Form einer "Pause" verlassen worden, was sie komplett aus ihrem Leben reißt und direkt in eine psychiatrische Anstalt befördert. Unter Medikamenten ist sie nicht mehr sie selbst, aber dieser Zustand dauert nicht lang und Mia tastet sich langsam wieder in ein Leben zurück. Erst zieht sie in die Nähe ihrer Mutter, die in einem Altenheim lebt und noch viel Freude am Leben hat, dann beginnt sie einen Lyrikkurs für Teenager zu halten, der sie bald sehr in Anspruch nimmt. Und sie freundet sich mit ihrer Nachbarin Lola an, die ihre Tochter sein könnte. Und plötzlich ist Boris fern und ein Leben ohne ihn vorstellbar. Da meldet er sich und will Mia zurück. Doch sie ziert sich und fordert: "Mach mir den Hof." Siri Hustvedt ist ein sehr realitätsnaher Roman über die Midlife-Crisis, Verlassen-Werden und Verlassen-Sein, über das Gefühl, am Boden zerstört zu sein, über die Hoffnung und über die Haben-Seite einer langjährigen Ehe gelungen. In Vielem fand ich mich wieder, eigene Erlebnisse gab es so oder ähnlich auch schon in meinem Leben. Zum Beispiel will Mia unbedingt wissen, wer sich von wem getrennt hat: die "Pause" von ihm oder umgekehrt oder vielleicht im Einvernehmen, es ist ihr wichtig: " B.I. Mia, spielt es wirklich eine Rolle, was passiert ist? Reicht es nicht, dass es vorbei ist und ich Dich sehen will? M.F. Wenn die Geschichte umgekehrt wäre und ich wäre Du, spielte es für Dich etwa keine Rolle? Es geht um den Zustand Deines Herzens, mein alter Freund. Herz eingebeult von Abweisung à la francaise, unglücklich und überraschend hilflos allein, beschließt Ehemann, es könnte besser sein, Versöhnungsverhandlungen mit der alten Getreuen aufzunehmen, oder: Seinen Irrtum einsehend, durchdringt Gatte seinen Wahn (hahaha) und hat eine Offenbarung: Abgenutzte alte Ehefrau sieht von Uptown aus besser aus. " Dies ist auch ein Beispielt der herrlichen Sprache, die Siri Hustvedt so leicht aus der Feder zu fließen scheint. Allerdings gibt es für mich auch einen kleinen Makel: gerade im ersten Drittel kommt ihre Heldin doch allzusehr intellektuell (sie ist Literaturwissenschaftlerin) daher. Es wird mit Wissen geprahlt, zitiert und angelehnt, dem nicht jeder Leser ohne weiteres folgen wird können. Mir war das ein wenig too much, legte sich aber Gott sein Dank nach und nach. Deshalb ein Tipp für alle, die gern Geschichten lesen, die das Leben schrieb.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Sommer ohne Männer" von Siri Hustvedt

    Der Sommer ohne Männer
    maroma

    maroma

    21. March 2012 um 20:10

    Hat mir persönlich nicht gefallen, habe das Buch nur bis zur Hälfte gelesen, dann ist mir das Gejammere zu viel geworden. War leider nix!

  • Rezension zu "Der Sommer ohne Männer" von Siri Hustvedt

    Der Sommer ohne Männer
    Solitude

    Solitude

    19. November 2011 um 19:07

    Mias Ehemann verlangt nach 30 Jahren Ehe eine "Pause". Schnell stellt sich heraus, dass diese "Pause" in Form einer wesentlich jüngeren Kollegin daherkommt. Mias Welt bricht buchstäblich zusammen, nach einem Nervenzusammenbruch landet sie in der Psychiatrie. Nachdem sie sich langsam wieder berappelt hat, verbringt sie den Sommer bei ihrer Mutter und deren Freundinnen. Parallel dazu bietet sie als Schriftstellerin und Dichterin eine Gruppe weiblicher Teenager einen Lyrikkurs an. Das ist die Rahmenhandlung. Die Geschichte wechselt nun in kurzem Kapiteln zwischen der äußeren Handlung, in der die Altersweisheit (im besten Sinne) der alten Damen um Mias Mutter und die Entwicklung eines Mobbingfalles unter den Teenagern eine große Rolle spielen. Darüber hinaus reflektiert Mia ihre Situation nicht nur mit ihrer Therapeutin, sondern auch mit einem geheimnisvollen Unbekannten, der ihr teilweise sehr unverschämte Mails schickt. Während dieser Geschehnisse sinniert Mia über ihre Ehe, vergangene Affären und die Frage, ob und wie das Leben für eine Frau in mittleren Jahren weitergehen kann, deren Lebensmittelpunkt bisher Mann und Kind waren. Das Ganze wird mit Witz, Ironie und einer lyrischen Sprache sehr unterhaltsam geschildert. Empfehlenswertes Buch, sicher nicht nur für Frauen, auch wenn es sich so anhören mag. ;-)

    Mehr
  • Rezension zu "Der Sommer ohne Männer" von Siri Hustvedt

    Der Sommer ohne Männer
    Girl56

    Girl56

    Ich war schlichtweg begeistert von Siri Hustvedts neuem Roman. Für mich war es genau das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt. Ich liebe Bücher, die durch Themen mäandern und nicht nur stringent erzählen. Es macht vielleicht beim Lesen mehr Mühe, bietet aber dem Geist um so mehr Nahrung! Die Geschichte von "Mia" und ihrem "Sommer ohne Männer" läßt sich wunderbar als einen Prozeß der Heilung und Erkenntnis lesen. Alle anderen auftretenden Figuren, die Mädchen aus dem Lyrik-Workshop ( Mia ist ja Dichterin!), die geplagte junge Nachbarin und ganz besonders Mias alte Mutter und ihre Freundinnen aus der Seniorenresidenz, bieten unserer Heldin viel Stoff zum Nachdenken und auch zum Engagement, dass der Schmerz des Ehebruchs von "Boris" im Verlauf der Romanhandlung immer mehr abgemildert wird. Mia gelingt es, ihre psychischen Wunden zu heilen und Dinge klarer zu sehen. Die gewährten Einblicke in die seelischen Untiefen ihrer "Sommerfreundinnen" helfen ihr, an eine neue Zeit mit Boris zu glauben. Siri Hustvedt ist für mich sicherlich eine der intellektuellsten Schriftstellerinnen der Gegenwartsliteratur. Mit ihren Exkursen durch Themen der Neurowissenschaft, der Philosophie und den eingefügten Gedichten verlangt sie dem Leser viel ab, doch wer sich darauf einläßt, dringt in einen wirklichen Gedankenschatz ein.

    Mehr
    • 3
  • weitere