Siri Hustvedt Was ich liebte

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Inhaltsangabe zu „Was ich liebte“ von Siri Hustvedt

Siri Hustvedt erzählt von zwei befreundeten Künstlerfamilien im New Yorker Stadtteil SoHo. Vom Aufbrechen und Ankommen, von Idealen und Lebensentwürfen, von Eltern und Kindern – und davon, wie ein tragischer Unfall ein sorgsam geplantes Glück jäh zerstört.

'Eine meisterhafte Reflexion über das allmähliche Schwinden von Liebe.' (DIE ZEIT)

'Siri Hustvedts eindrucksvollster Roman.' (Frankfurter Rundschau)

'Romantisch, gefühlvoll und zugleich verstörend unheimlich' (Salman Rushdie)

'Ein Hohelied auf die Freundschaft, souverän und mitfühlend.' (Stern)

Für meinen Geschmack etwas sehr "verkopft"

— literat

Präziser und einfühlsamer kann eine Freundschaft , kann das Leben nicht beschrieben werden.

— Claddy

Musste trotz aller Lobgesänge nach 80 Seiten aufgeben. Die Gepräche und Gedanken waren mir einfach zu gewollt.

— ErichPuedo

Bewegend!

— Kalokagathia

Befand mich auch nach dem zweiten Mal Lesen im Schock, als es vorbei war..

— lisa_tannigel

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    Was ich liebte

    Becky_Bloomwood

    04. June 2017 um 18:16

    Was ich liebte von Siri Hustvedt ist mein erstes Blinddate-Buch von Thalia gewesen. Auf dem Packpapier stand "Gestatten die Damen: Ihr neues Lieblingsbuch!" Und bei diesen Worten kann ich ja nur zugreifen. Leider wurde mein erstes Blinddate zur Enttäuschung und mein neues Lieblingsbuch ist das Werk von Siri Hustvedt sicher nicht geworden. Nach dem Auspacken war ich schon etwas skeptisch, da mich die Inhaltsangabe nicht angesprochen hat. Da mir Siri Hustvedts Ehemann Paul Auster (der mir gut gefällt) durch mein Amerikanistik-Studium bekannt war und ich sehen wollte, wie/was seine Frau so schreibt, habe ich mich dennoch ran gewagt. Auch, weil das ja auch der Sinn des Blinddate-Buchs ist - einfach mal etwas Neues wagen. Was ich liebte hätte mir vielleicht auch gefallen - die Geschichte ist gut geschrieben und spannend (wenn man das so sagen kann). Aber die endlosen vielen Seiten, in denen die Protagonisten über Kunst, Bilder, Installationen sprechen etc. waren dermaßen ermüdend, dass ich recht lange für das Buch gebraucht habe. 100 Seiten weniger und den Fokus nur auf die beiden befreundeten Familien und deren Leben gelegt und das Buch hätte mehr als 2 Punkte bekommen. Aber so war es leider gar nicht mein Fall.

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  • Für meinen Geschmack etwas sehr "verkopft"

    Was ich liebte

    literat

    31. March 2017 um 11:09

    In die Geschichte muss man auch erstmal reinkommen. Es geht um zwei befreundete Künstler- bzw. Intellektuellenfamilien, im SoHo der 70-er und 80-er Jahre. Einer der Protagonisten ist ein anerkannter Künstler, seine Frau ist, glaube ich Historikerin, schreibt jedenfalls Bücher, eines über die Hysterikerinnen Anfang des 19. Jahrhunderts. Der Ich-Erzähler ist Kunsthistoriker, lehrt in New York, schreibt ebenfalls Bücher und seine Frau ist ebenfalls Dozentin für Literaturgeschichte und schreibt ebenfalls Bücher. Beide Familien haben einen Sohn und sind jüdischer Abstammung. Und die Geschichte befasst sich eben mit der Freundschaft der beiden Familien und wie sie sich im Laufe eines Lebens verändert. Ich will gar nicht weiter darauf eingehen, was nun genau passiert, aber wenn man mal in den Sog reingerät, dann will man auch wissen, wie es weitergeht. Was mich aber nicht so sehr angesprochen hat ist eben diese "verkopfte" intellektuelle Welt, in der die beiden Familien ihr Leben verbrachten. Durch die Eskapaden des einen Sohnes werden sie zwar auch mit der rauhen, unschönen Welt da draußen konfrontiert, aber sie kommen da nicht wirklich gut damit zurecht. Einige Szenen find ich auch eher unglaubwürdig, nämlich als der Professor dem drogensüchtigen Sohn hinterherreist, weil er meint ihn retten zu müssen aus dem Sumpf. Mich hat, wie gesagt, die GEschichte an sich nicht so angesprochen, der Stil, die Sprache ist aber fein, sehr detailreich und einfach schön.

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  • Siri's Best

    Was ich liebte

    bookscout

    28. March 2014 um 11:00

    Mit "Was ich liebte" habe ich nun alle Romane von Siri Hustvedt gelesen - wobei "verschlungen" der Wahrheit vermutlich näher käme ;-)  Ich liebe so vieles an ihr: Ihre unaufdringliche, aber intensive Sprache. Ihre künstlerischen Settings. Ihre dreidimensionalen, leicht verschrobenen und dabei stets so liebenswerten Charaktere. Ihre intelligenten Geschichten und hochinteressanten Nebenhandlungen. Ihren subtilen Witz. Die Tatsache, dass ich ihre Bücher aus der Hand lege und so viele neue Blickwinkel gewonnen habe, so viele Denkanstöße, die mich tagelang produktiv beschäftigen. Ich könnte die Liste ewig so weiterführen, eine Art literarisches "Ich packe meinen Koffer" ;-)  Wichtig ist: Auf ihrem ohnehin schon hohen Niveau hat sich Siri Hustvedt mit "Was ich liebte" noch einmal selbst übertroffen. Noch vor "Die Leiden eines Amerikaners" ist dies meiner Ansicht nach ihr bestes Werk.  Auch hier erzählt Hustvedt aus der männlichen Perspektive, aus der Sicht des New Yorker Kunsthistorikers Leo. Geschildert wird seine Ehe mit Erica sowie die enge Freundschaft mit dem Maler und Installationskünstler Bill und dessen beiden Frauen Lucille und Violet.  Auch die beiden Söhne, Matt und Mark, verbindet eine dicke Freundschaft, die jedoch durch einen tragischen Unfall jäh entzweigerissen wird.  ++++++ SPOILER ++++++++  Während einer Bootstour in einem Feriencamp verunglückt Erica und Leos Sohn Matt im Alter von 10 Jahren tödlich. Der Schmerz über den Verlust stellt nicht nur ihre Ehe auf eine harte Probe. Auch Bill hat zu kämpfen: Nachdem seine Ehe mit Lucille in die Brüche gegangen ist, lebt er nun mit Violet, seinem früheren Modell. Erst nach und nach wird sie von Mark als Stiefmutter akzeptiert, der im Laufe der Jahre selbst äußerst bedenkliche Entwicklungen an den Tag legt: Warum lügt er alle an, die ihm nahe stehen, warum bestiehlt er sie? Und was hat es mit seinem mysteriösen neuen Freund, dem extrem polarisierenden Künstler Teddy Giles, auf sich? Stimmen die Gerüchte, dass dieser jemanden umgebracht hat - und ist Mark am Ende darin verwickelt? 

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  • Eines meiner Lieblingsbücher!

    Was ich liebte

    SandraWer

    28. October 2013 um 10:52

    Das Buch handelt von der Geschichte zweier Künstlerfamilien, die mehere Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Man begleitet die Familie und spürt Veränderungen und auch, dass die Protagonisten älter und reifer werden. Es wird nicht nur ein Ausschnitt aus dem Leben der Personen gezeigt, sondern diese über Jahre hinweg begleitet. Das gefällt mir sehr gut, da man so nicht nur Höhepunkte, sondern die verschiedenen Phasen der Menschen kennenlernt. Man hat das Gefühl alle Höhen und Tiefen der Menschen im Buch mitverfolgen zu können. Das Buch handelt in der modernen heutigen Gesellschaft und behandelt auch Themen die in unserer Gesellschaft wichtig sind. Ich mag den Schreibstil und die Art Hustvedts zu erzählen sehr, weshalb es zu einem meiner Lieblingsbücher geworden ist!

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  • Wunderbarer Roman

    Was ich liebte

    ninchen1809

    04. April 2013 um 19:54

    Der Roman von Siri Hustvedt „Was ich liebte“ erzählt die Geschichte zweier Künstlerfamilien in New York. Der Roman ist in drei Teile geteilt: Der erste Teil beschreibt das Kennenlernen und den Beginn einer sehr innigen Freundschaft  vom Ich-Erzähler und Kunsthistoriker Leo Hertzberg mit dem damalig noch unbekannten Künstler Bill Wechsler. Beide Ehepaare, Leo und Erica sowie Bill und Lucille, ziehen in das gleiche Haus übereinander und bekommen in etwa zeitgleich einen Sohn. Leo wird Vater von Matthew und Bill von Mark. Der erste Teil „plätschert so vor sich hin“. Es passiert nichts wirklich aufregendes, außer dass sich Bill und Lucille eher unspektakulär trennen und Bill sich seine große Liebe zu Violet eingesteht. Der Leser fragt sich eher, wann beginnt die Geschichte endlich…Alles strahlt von soviel Harmonie. Und dann der erste große Schock… Der zweite Teil setzt sich mit diesem „Schock“ auseinander und der damit verbundenen Veränderung der Leben der Protagonisten und verdeutlicht die enge Beziehung von Leo zu Bill… Im dritten Teil nimmt nochmals eine andere Wendung ein. Hier spielt die Entwicklung innerhalb der Kunstszene eine große Rolle, aber auch die Entwicklung des Sohnes von Bill nimmt eine entscheidende Rolle ein, der sich als ständiger Lügner entpuppt und in die kriminelle Szene abdriftet. In diesem Teil stehen auch das Leben und das Leiden von Leo im Vordergrund. Auf sehr eindrucksvolle Weise beschreibt Siri Hustvedt die Kunstszene in New York und die doch erschreckende Entwicklung von Kunst. Die Figur „Leo Hertzberg“ geht dem Leser sehr nahe, man fühlt sich eins mit ihm und leidet mit ihm. Dieses Buch gibt viel Raum zum Nachdenken über das Erwachsenwerden, die Liebe und die Erziehung von Kindern. Ein wirklich wunderbarer Roman…

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  • Rezension zu "Was ich liebte" von Siri Hustvedt

    Was ich liebte

    Arte-P_Buchladen

    15. August 2012 um 15:32

    Ein Klassiker über zwei befreundete Paare in New York, deren ganzes Leben erzählt wird.
    Siri Hustvedt ist eine begnadete Erzählerin!
    Eines meiner absoluten Lieblingsbücher!

  • Rezension zu "Was ich liebte" von Siri Hustvedt

    Was ich liebte

    The iron butterfly

    05. April 2012 um 17:51

    Siri Hustvedt lässt in "Was ich liebte" Professor Leo Hertzberg im Jahrzehnte umspannenden Rückblick ein Protokoll über Freundschaft und Liebe und deren schmerzhaft plötzliches Ende oder den siechenden Verlust verfassen. Was als lockere Erzählung um die Freundschaft zwischen Leo, seiner Freundin Erica und dem noch unbekannten Künstler William, Bill Wechsler sowie seiner Frau Lucille beginnt, endet nach intensiven gemeinsam oder parallel gelebten Jahren und dem plötzlichen Tod von Leos und Ericas Sohn Matthew irgendwann in einer Schublade. Eine Schublade gefüllt mit diversen Erinnerungsstücken. "Was war es, was ich liebte?", die Essenz, die zentrale Frage im Zusammenhang mit allen gel(i)ebten Beziehungen. Über den Inhalt will ich nicht weiter berichten, dazu ist die Geschichte zu intensiv, zu vielschichtig, als dass man sie auf ein paar Sätze reduzieren sollte. Es ist immer noch eine aufreibende Geschichte für mich, oft habe ich das Buch zur Seite gelegt und wollte mich ablenken, da Hustvedt Leo eine so eindringliche Stimme verleiht. Einerseits leise, zurückhaltend, aber sehr beobachtend, acht- und aufmerksam erzählt Professor Hertzberg von tiefen Gefühlen und Sehnsüchten. Doch das Buch ist kein gefühlsduseliger Umschmeichler, Vorsicht! Die Beziehung zu Bills Sohn Mark, seine Kindheit, sein Erwachsenwerden und die parallel verlaufenden Geschehnisse, sind überaus anhaftend. Mich hat es nicht unberührt gelassen darüber zu lesen und zusammen mit Leo und Bills zweiter Frau Violet die Hoffnung nie aufzugeben, um dann erkennen zu müssen, dass es Happy Endings nur im Film geben kann. Hustvedts Beschreibungen der Wechsler Kunstwerke empfand ich als beeindruckend, darunter ganz besonders die der kindlichen Werke von Matthew, Leos Sohn. Kein Buch für zwischendurch oder eben mal so!

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  • Rezension zu "Was ich liebte" von Siri Hustvedt

    Was ich liebte

    loewenkind

    29. April 2011 um 13:12

    Habe das Buch gestern zu Ende gelesen und fand es höchst interessant, spannend und klug erzählt! Die Tatsache, dass die Autorin einen männlichen Ich-Erzähler gewählt hat, fand ich anfangs verwirrend, aber die Umsetzung ist überzeugend und konsequent. Die Handlung des Romans entwickelt sich erst nach und nach (und verläuft nicht gerade linienförmig) und was mit einer Geschichte über Liebe, Freundschaft und einen tragischen Unfall beginnt, endet beinhah wie ein Thriller. Die Figuren sind vielschichtig gezeichnet und wirken authentisch. Auch die meisten Passagen über die Kunstwerke von Bill, dem Freund des Ich-Erzählers Leo, waren für mich interessant und ich habe mir teilweise gewünscht, dass es diese Werke in Wirklichkeit gäbe. Die engen freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Protagonisten und die sie verbindenden Tragödien ihrer Söhne hinterlassen bei mir einen nachdenklichen, melancholischen Eindruck, der mich noch ein Weilchen begleiten wird.

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  • Rezension zu "Was ich liebte" von Siri Hustvedt

    Was ich liebte

    Chris1985

    29. March 2011 um 10:35

    Ich schwebe als Leser durch dieses Buch, abgehoben wegen Siri Hustvedts kunstvollen Beschreibungen, angetrieben durch das Glück der Personen, die sowohl Familie als auch eine große Freundschaft verbindet. Dann ein schneller und ersckreckender Absturz, Tod und Verlust. Jedoch gewinnt das Buch durch diesen Absturz an Tiefe. Siri Hustvedt führt uns in ein Künstlerviertel von New York und stellt uns zwei Familien vor, die zunächst glücklich, dann jedoch vom Pech verfolgt sind. Ein Sohn stirbt sehr früh, der andere scheint krank, drogenabhängig, ja geradezu schizophren. Ein großartiges Buch - mein erstes Buch von Hustvedt, aber ich bin schon ein großer Fan!

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  • Rezension zu "Was ich liebte" von Siri Hustvedt

    Was ich liebte

    Clari

    22. March 2010 um 10:30

    Siri Hustvedt Was ich liebte Taschenbuch: 480 Seiten Verlag: rororo; Auflage: 20 (1. April 2004) ISBN-10: 3499233096 ISBN-13: 978-3499233098 In diesem wunderbaren Roman führt uns Siri Hustveldt durch den Icherzähler Leo Hertzberg in die Welt der New Yorker Kunst- und Intellektuellenszene ein. Leo Hertzberg, ein alternder und langsam erblindender Professor für Kunstgeschichte, Sohn jüdischer Emigranten aus Berlin, lässt sein vergangenes und gegenwärtiges Leben an uns vorüberziehen. Dabei ersteht vor unserem geistigen Auge ein lebendiges Bild dieser schönen, interessanten und lebendigen Stadt New York, wie sie sich ungefähr in den letzten Jahrzehnten des ausgehenden 20. Jahrhunderts entwickelt hat.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Leo und sein Freund Bill Wechsler, ein Maler und Bildhauer. Beide sind verheiratet, ziehen in ein Haus mit getrennten Wohnungen und bekommen im gleichen Jahr jeder einen Sohn, die zusammen aufwachsen. Bills Frau Lucille befasst sich mit Dichtung und Erica, die Frau von Leo, ist Historikerin. Damit ist der Rahmen der Geschichte abgesteckt.
Darum herum agieren andere Figuren, die mit den Genannten in fernem und nahem Kontakt stehen. Ein groß' Teil der Geschichte befasst sich mit Geselligkeit, Vernissagen, Kunstbetrachtungen und mit dem Austausch über die jeweilige Arbeit der verschiedenen Protagonisten. Mit den Jahren ereignen sich Schicksale, wie wir sie aus vielen Bildungs- und Entwicklungsromanen kennen: die Ehe zwischen Bill und seiner gefühlsarmen Frau Lucille zerbricht. Violet, das ehemalige Modell von Bill, tritt an ihre Stelle.
Zwischen diesen beiden ereignet sich die große Liebe, die das ganze Buch durchzieht. Auch Leos Ehe zerbricht an einem schweren Schicksalsschlag, dem frühen Tod des Sohnes Matthew. Lange Betrachtungen über die Kunstszene in New York und das visuelle und spektakuläre Werk Bill Wechslers machen die Lektüre an ausgewählten Stellen zuweilen etwas mühsam. Die Beziehungsgeschichten und die jeweiligen wissenschaftlichen und künstlerischen Arbeiten der Protagonisten überlappen sich und bilden ein spannendes Abbild der New Yorker Künstlerwelt. 
Leider nimmt die Entwicklung von Mark, Bills und Lucilles Sohn, einen trüben und traurigen Gang durch die New Yorker Drogenszene. Seinem Charakter werden weite Passagen gewidmet, die nicht ganz zu dem ersten,viel ruhigeren Teil der Milieugeschichte zu passen scheinen. So wirken seine Eskapaden fast ein wenig abenteuerlich überzogen. Sie sind aber in der Tendenz durchaus vorstellbar. Die Faszination des Buches liegt in der hohen Qualität der Beschreibungen und einem ausgefeilten Reflexionsvermögen der Autorin. Sie bringt den Leser unweigerlich dazu, den eigenen Lebenslauf und den von Freunden in Vergleich zu bringen, um festzustellen, dass die Wünsche und Erwartungen des frühen Beginns mit den Realitäten des Lebens nicht konform gehen und um zu begreifen, dass eine Vielzahl von Einflüssen das eigene und das Leben der Kinder und Freunde wechselvollen Geschicken aussetzt. Trauer über Vergängliches und Bedauern über nicht Gelungenes macht das Werk zu einem, das ohne Sentimentalität an die Gefühlswelt des Lesers rührt.
Für mich ist das Buch dem Rang nach durchaus Jonathan Franzens „ Die Korrekturen" und Philip Roth' „ Der Menschliche Makel" gleichzusetzen.

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  • Rezension zu "Was ich liebte" von Siri Hustvedt

    Was ich liebte

    trixi

    11. December 2009 um 13:17

    Eine fesselndes Buch, das in einer träumerischen, mystischen Sprache verfasst ist. Liebe, Hass, Schönheit, Trauer, Hoffnung, Verzweiflung...alles hat in diesem Buch Platz.

  • Rezension zu "Was ich liebte" von Siri Hustvedt

    Was ich liebte

    rabaukin

    02. December 2009 um 23:09

    Am Anfang habe ich echt kämpfen müssen und die Beschreibungen der Kunstwerke waren mir einfach zu lang und sprachlich dann doch zu blutarm. Aber der Teil, der sich dann um die zwischenmenschlichen Beziehungen rankt und schließlich um die schreckliche und doch unaufhaltsame Entwicklung eines Jugendlichen, der haltlos und dissozial ist und bei dem man wissend und doch ratlos dem Geschehen zuschaut bzw. begleitend liest, das war so beklemmend und wahr. Das Buch hat mich sehr berührt und ich glaube, ich habe dadurch gelernt, was ich bis dato nur undifferenziert gespürt habe.

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  • Rezension zu "Was ich liebte" von Siri Hustvedt

    Was ich liebte

    JaneBaker

    28. July 2009 um 13:02

    Ein wunderschönes Buch, definitiv eines meiner diesjährigen Lesehighlights! Siri Hustvedt erzählt sehr fesselnd, die Charaktere werden authentisch vermittelt, die Geschichte ist detailreich und trotzdem aufmerksam und abgestimmt verflochten. Die Irrungen und Wirrungen zweier Paare in der New Yorker Kunstszene sind Gegenstand der Geschichte. Siri Hustvedt versteht es mit diesem Buch wirklich, einem abstrakte Kunst näher zu bringen. Sehr empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Was ich liebte" von Siri Hustvedt

    Was ich liebte

    fredgoetzis

    10. March 2009 um 11:21

    ist schon lange her, damals fand ich es ziemlich eindrücklich...sollte ich wieder mal lesen, denke ich!

  • Rezension zu "Was ich liebte" von Siri Hustvedt

    Was ich liebte

    schweppisweppi

    18. January 2009 um 22:07

    Nicht leicht zu lesen, was durch die Vermischung von Kunstszene/ -betrachtung und biographischen Anteilen bewirkt wird, aber vor allem in der zweiten Hälfte ein faszinierendes, melancholisches bis grausames und differenziert geschriebenes Buch über das Leben zweier Familien in New York.

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