Siri Mitchell Charlotte und die Sprache der Blumen

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Inhaltsangabe zu „Charlotte und die Sprache der Blumen“ von Siri Mitchell

Ihr Vater ist an allem schuld: In seinem Haus konnte Charlotte ihrer Leidenschaft für Pflanzen und Blumen nachgehen – bis sich ein Onkel einmischt. Er überzeugt ihren Vater, dass Charlotte heiraten und Kinder bekommen muss.
Charlotte beugt sich und tritt in die feine Gesellschaft ein, eine Welt, die sie mit ungeschriebenen Gesetzen verwirrt. Sie ist überzeugt, dass ihr Vater ohne sie verloren ist. Doch was, wenn der Assistent, der ihre Forschungsarbeit übernimmt, ihre einzige Hoffnung ist?

Ein blumiger Roman um eine junge Botanikerin

— Schnuck59

Ein Muss für Jane-Austen-Fans! Erinnert an "Emma", liest sich amüsant und hat liebenswert verschrobenen Charaktere.

— Smilla507
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  • Die Liebe zur Botanik

    Charlotte und die Sprache der Blumen

    Sonnenblume1988

    20. December 2015 um 19:07

    Die Geschichte spielt im Jahr 1852 in England. Die junge Charlotte unterstützt ihren verwitweten Vater bei Buchhandlung, Korrespondenzen und Illustrationen, die er für seine Arbeit als Botaniker benötigt. Und auch ihr eigenes Interesse gilt ganz allein der Botanik, trotz dem ihre Beiträge zur Wissenschaft ignoriert werden. Als ihr Onkel, der Admiral, beschließt, Charlotte auf den Markt zu bringen, ist ihre Empörung groß. Zu allem Überfluss wird auch noch der junge Mr. Trimble als neuer Assistent bei ihrem Vater eingestellt. Um Mr. Trimble so schnell wie möglich wieder loszuwerden und ihre Arbeit als Wissenschaftlerin weiterführen zu können, muss Charlotte ihrem Vater klar machen, dass sie unentbehrlich ist. Durch ein vorgetäuschtes Interesse an verschiedenen Männern möchte sie ihn zusätzlich unter Druck setzen. Das Buch ist in der ersten Person Singular geschrieben, so dass ich mich daran erst einmal gewöhnen musste. Nach wenigen Seiten konnte ich Charlottes Begeisterung für Pflanzen und insbesondere für Orchideen nachvollziehen, ebenso wie ihre Frustration darüber, wegen ihres Geschlechts wissenschaftlich nicht gewürdigt zu werden. Das Buch kommt mir sehr gut recherchiert vor, die Sprache für die damalige Zeit angemessen, aber nicht übertrieben und es lässt sich leicht lesen. Trotzdem hatte ich manchmal ein paar Hänger beim Lesen: Manchmal fand ich Charlotte unheimlich anstrengend. Ihre Auseinandersetzungen mit den Männern und ihr Widerstand, sich an die Gesellschaft anzupassen bzw. überhaupt die Regeln zu verstehen wirken manchmal zu konstruiert. Als Leser habe ich viele Anspielungen deutlich eher verstanden als Charlotte und manchmal in der Geschichte mit ihr die Geduld verloren, weil sie mir blind und zu stur vorkam. Hier wären einige Szenen weniger sicherlich ebenso ausreichend gewesen. Trotzdem ist es ein schönes Buch, bei dem der christliche Aspekt überwiegend darin vorkommt, dass Charlotte hin und wieder einen Pastor trifft. Dieser interessiert sich deshalb für Botanik, weil es sich um Gottes Schöpfung handelt, mit der er sich auskennen möchte. Ich kann es allen Lesern empfehlen, die gerne historische Romane mögen und angenehme Unterhaltung suchen. Vor allem im Winter eignet sich das Buch gut, die dunkle Jahreszeit mit Gedanken an blühende Blumen zu bekämpfen.  Ein wenig Geduld für die Hauptperson Charlotte sollte der Leser allerdings mitbringen.

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  • Charlotte findet ihren Weg

    Charlotte und die Sprache der Blumen

    pallas

    England,1852 Seit dem Tod ihrer Mutter lebt Charlotte Withersby alleine mit ihrem Vater in einem Haushalt. Mit ihren zweiundzwanzig Jahren kümmert sie  sich um alle Belange des Hauses und ist Ihm schon deswegen eine große Hilfe. Mit ihrer besonderen Begabung in den botanischen Wissenschaften hilft sie ihrem Vater darüber hinaus enorm in dessen beruflichem Forschungsgebiet. Sie unternimmt mit ihm Streifzüge durch die Natur und bestimmt die Pflanzen im Rahmen taxonomischer Studien. Eines Tages jedoch verlangt ihr Onkel, der Admiral, dass sie endlich in die Gesellschaft eingeführt werden soll, um einen geeigneten Ehemann für sie zu finden. Mr. Trimble, der Assistent von Mr. Withersby, übernimmt überaschenderweise die Aufgaben der Tochter. Sogar ihre wissenschafllichen Forschungsarbeiten soll sie an ihn abgeben. Schon alleine darüber ist Charlotte sehr empört und versucht diesen Störenfried über einige Intrigen und Tricks wieder aus dem Haus zu treiben. In der Gesellschaft eingeführt, fühlt sich Charlotte überhaupt nicht wohl. Nur in Miss Templeton, einer netten junge Dame, findet sie einen verständnisvollen Menschen. Auch Miss Templeton ist auf der Suche nach einem geeigneten Ehekandidaten. Beide jungen Damen hecken in der folgenden Handlung so Einiges aus. Das Buch lebt von den liebevoll dargestellten Charakteren der damaligen Zeit und der Sprache derer sie sich bedienten. Die eindrucksvoll lebendig und in vielen Facetten geschilderte Welt einer längst vergangenen Epoche entführt den Leser in eine Zeit und Gesellschaft, die heute merkwürdig und fremd erscheint. Die authentisch dargestellten Sozialschichtungen und insbesondere die damals eingesetzte Sprache entlockt dem faszinierten Leser häufig ein Schmunzeln, das die Frische und Lebendigkeit dieses herrlichen Romans so typisch unterstreicht. Die Story geht sehr zu Herzen, was insbesondere dem naiven Charakter Charlottes geschuldet ist. Ein intelligenter Mensch mit dem, zur damaligen Zeit, "falschen Geschlecht" versucht ihre Interessen in einer männerdominierten Gesellschaft zu bewahren. Eine von Gott gegebene Intelligenz sucht dennoch ihren Weg, auch wenn die Randbedingungen noch so schlecht sein mögen. Die wertvollen Informationen, die dieses Werk dem geneigten Leser bietet, könnten durch eine etwas vertieftere Sicht auf den christlichen Glauben sogar noch mehr profitieren. Wer dieses Buch zur Hand nimmt, erhält während der Lektüre eine außergewöhnliche Atmosphäre, die von den vielen wunderbar eingesetzten Charakteren in präzisen, facettenreich und eindrucksvollen Details wiedergegebenen Personen und Landschaften geprägt ist. Die sehr unterhaltsame Story wechselt von stillen bis hin zu humorvollen Szenen in einer authentisch gezeichneten historischen Epoche des Neunzehnten Jahrhunderts und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite ausgezeichnet unterhalten.

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    • 3
  • Rezension | Charlotte und die Sprache der Blumen – Siri Mitchell

    Charlotte und die Sprache der Blumen

    Buchbloggerin

    09. October 2015 um 15:26

    Ihr Vater ist an allem schuld: Jahrelang durfte sich Charlotte ungestört ihrer Liebe für Pflanzen widmen – bis sich ein Onkel einmischt. Er überzeugt ihren Vater, dass Charlotte heiraten und Kinder bekommen muss. Charlotte beugt sich und tritt in die feine Gesellschaft ein. Eine Welt voller ungeschriebener Gesetze. Sie ist überzeugt, dass ihr Vater ohne sie verloren ist. Doch was, wenn der Assistent, der ihre Forschungsarbeit übernimmt, ihre einzige Hoffnung ist? Kann sie ihr Herz wirklich für den Mann öffnen, der ihren Platz eingenommen hat? An dieses Buch bin ich nicht mit hohen Erwartungen herangegangen – umso mehr hat es mir aber gefallen! Ich finde, Siri Mitchell hat mit Charlotte und die Sprache der Blumen einen sehr schönen Roman geschrieben, den ich euch unbedingt ans Herz legen kann. Die Protagonistin, Charlotte, und ihr Vater sind Wissenschaftler. Für ihren Vater ist das in Ordnung, doch Charlotte führt damit einen Beruf aus, der für eine Frau zu ihrer Zeit unvorstellbar wäre. Mit ihren 22 Jahren gilt sie auch nicht mehr als sehr jung, also höchste Zeit, sie in die Gesellschaft einzuführen! Doch das Ganze ist neu für sie und sie muss nicht wenige Veränderungen an sich vornehmen. Sehr behilflich ist ihr dabei der neue Assistent ihres Vater – Mr Trimble. Mitchell macht in der gesamten Handlung deutlich, wie schwer es Charlotte fällt, sich an eine Gesellschaft anzupassen, auch wenn sie es eigentlich nicht will. Außerdem fehlt ihr ihre Lieblingsbeschäftigung, etwas, was sie ihr Leben lang getan hat und plötzlich nicht mehr tun darf. Immerhin ist ihre Aufgabe als Frau, Ehefrau und Mutter zu sein. Der Schreibstil war sehr leicht und die Geschicht ließ sich wunderbar lesen. Außerdem finde ich das Cover sowie den Titel sehr passend und schön. Alles in allem finde ich, dass dies mal wieder ein toller, chrstlicher historischer Roman geworden ist! Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter, besonders wenn ihr Liebhaber von historischen Romanen seid!

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  • Leserunde zu "Charlotte und die Sprache der Blumen" von Siri Mitchell

    Charlotte und die Sprache der Blumen

    Arwen10

    Gerade frisch erschienen ist dieser historische Roman im SCM Verlag Charlotte und die Sprache der Blumen von Siri Mitchell Ihr Vater ist an allem schuld: Jahrelang durfte sich Charlotte ungestört ihrer Liebe für Pflanzen widmen – bis sich ein Onkel einmischt. Er überzeugt ihren Vater, dass Charlotte heiraten und Kinder bekommen muss. Charlotte beugt sich und tritt in die feine Gesellschaft ein. Eine Welt voller ungeschriebener Gesetze. Sie ist überzeugt, dass ihr Vater ohne sie verloren ist. Doch was, wenn der Assistent, der ihre Forschungsarbeit übernimmt, ihre einzige Hoffnung ist? Kann sie ihr Herz wirklich für den Mann öffnen, der ihren Platz eingenommen hat? Der SCM Verlag stellt 3 Exemplare des Romans zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde! Hier findet ihr eine Leseprobe: http://www.scm-haenssler.de/fileadmin/mediafiles/scm_shopproduct/PDF/395669000_Leseprobe.pdf Infos zur Autorin Siri Mitchell ist erfolgreiche Autorin und hat mittlerweile fast ein Dutzend Romane veröffentlicht. Bevor sie ihre Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf machen konnte, studierte Mitchell BWL und arbeitete anschließend in der Verwaltung. Mit ihrem Mann ist sie viel in der Welt herumgekommen und hat schon in Paris und Tokio gelebt. Zurzeit ist Washington ihr Zuhause. Falls ihr eines der 3 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 05.August  2015, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Was interessiert euch an diesem Buch ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll. Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt. In diesem Buch spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!

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    • 75
  • Charlottes Suche

    Charlotte und die Sprache der Blumen

    Dreamworx

    26. August 2015 um 16:12

    1852 Grafschaft Cheshire. Die 22-jährige Charlotte Withersby lebt seit dem Tod der Mutter vor 8 Jahren allein mit ihrem Vater in Overton, unterstützt ihn bei seiner Arbeit als Botaniker beim Verfassen der wissenschaftlichen Arbeiten und Artikel und illustriert seine Bücher. Dabei hat sie so viele Aufgaben übernommen und sich so, wie sie meint, für ihn unentbehrlich gemacht. Doch ihr Onkel, der Admiral, ist der Ansicht, dass Charlotte sich in ihrem Alter baldmöglichst einen Ehemann angeln sollte. Als Mr. Trimble, ein entfernter Bekannter und Brieffreund ihres Vaters, aus Neuseeland zu Besuch kommt, verliert Charlotte kurzerhand ihren Job als Assistentin an den jungen Mann, somit ist sie nun frei von sämtlichen Verpflichtungen und taucht gezwungenermaßen in die englische Gesellschaft ein, besucht Tanz- und Musikveranstaltungen in Begleitung ihres Onkels, um einen geeigneten Ehemann zu finden. Doch insgeheim hofft sie, durch ihre Unternehmungen und mangelnde Anwesenheit daheim bei ihrem Vater das Gefühl zu wecken, dass er ihre Hilfe wieder benötigt. Ihre Wut projiziert Charlotte besonders auf Mr. Trimble, der sie ihrer Arbeit und ihrer Passion beraubt hat und unverhofft sehr gut mit ihrem Vater zusammenarbeitet. Dabei bleibt er geheimnisvoll und mischt sich ungefragt in ihre Leben ein. Mit Hilfe der Bekanntschaft von Miss Templeton, die schnell zu einer engen Vertrauten Charlottes wird, liegen ihr bald zwei Anwärter zum Ehemann zu Füßen. Wie wird Charlottes Zukunft aussehen? Siri Mitchells Roman „Charlotte und die Sprache der Blumen“ ist ein schöner historischer Roman, der den Leser auch sprachlich in die Zeit des 19. Jahrhunderts versetzt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr humorvoll. Es wird in der Ich-Form aus der Sicht von Charlotte erzählt, der man bei ihren Streifzügen durch die Natur und ihren zwischenmenschlichen Begegnungen über die Schulter sieht und ihre Gedanken und Gefühlsregungen verfolgt. Die Autorin hat sehr gut recherchiert, denn das Buch enthält viele Informationen zur Botanik, die allerdings oftmals auch als Metaphern eingesetzt werden, um Situationen oder Menschen zu charakterisieren. Dies ist Siri Mitchell ausgezeichnet gelungen. Auch die Beschreibung der Lebensumstände in der ländlichen englischen Grafschaft zur damaligen Zeit sowie die gesellschaftlichen Unternehmungen werden sehr schön dargestellt. Hauptsächlich lebt das Buch aber durch seine liebevoll ausgestalteten Charaktere, die Ecken und Kanten haben und dadurch sehr authentisch wirken. Da man im 19. Jahrhundert mehr „durch die Blume“ sprach, als direkte Fragen zu stellen oder Antworten zu geben, sorgen die Dialoge oftmals für ein Schmunzeln, da es einiges an Interpretationsspielraum gibt. Charlotte liebt Blumen und ihre Streifzüge durch die Natur sind für sie wie die Luft zum Atmen. Da sie jahrelang allein mit ihrem Vater zusammengelebt hat, ist sie den Umgang mit fremden Menschen und auf dem gesellschaftlichen Parkett nicht gewohnt. Charlotte wirkt oftmals altmodisch, manchmal naiv, dann wieder dickköpfig und unsensibel, doch auch ihre Intelligenz für wissenschaftliche Themen wird aufgezeigt. Im Laufe der Geschichte wird der Leser feststellen, wie sehr sich Charlotte durch den Umgang mit anderen Menschen verändert und erwachsen wird. Mr. Trimble ist sympathisch, geheimnisvoll, dabei auch bevormundend und spitzfindig. Der Admiral ist ein alter Brummbär, der oft schweigt, aber der auch eine sensible Ader hat. Charlottes Vater ist ein in sich gekehrter Herr, der nach dem Verlust seiner Frau nur noch für die Wissenschaft lebt und unbeabsichtigt keinen Blick für die Wünsche seiner Tochter hat. Er lebt in seiner eigenen Welt. Miss Templeton ist eine junge Frau, die Charlotte eine gute Freundin wird. Die beiden Frauen helfen sich gegenseitig mehr, als sie erst voneinander annehmen. „Charlotte und die Sprache der Blumen“ erinnert ein wenig an Jane Austen-Romane. Es wird die damalige Stellung der Frau in der Gesellschaft thematisiert und wie schwierig ihnen gemacht wurde, sich auf eigene Beine zu stellen. Der christliche Aspekt kommt in diesem Buch etwas zu kurz, doch unterhaltsam, amüsant und mit einer Prise Romantik ist der Roman auf jeden Fall. Einzig für das etwas eilige Finale gibt es einen Punktabzug. Sehr zu empfehlen für alle Liebhaber historischer Romane.  

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  • Behandle andere, wie du selbst behandelt werden willst.

    Charlotte und die Sprache der Blumen

    Schnuck59

    25. August 2015 um 16:30

    Siri Mitchel schreibt in ihrem Buch „Charlotte und die Sprache der Blumen“ über eine junge Frau, deren Talent als Botanikerin im 19. Jahrhundert nicht gewürdigt wird. Ihr Ziel liegt nicht bei Ehe und Familie, ihre Leidenschaft gilt den Blumen und der Natur. Charlotte wird mit 22 Jahren in die feine Gesellschaft eingeführt, ist dort durch ungeschriebene Gesetze und Regeln verwirrt. Der Schreibstil von Siri Mitchel ist flüssig, gefühlvoll, romantisch und mit vielen blumigen Beschreibungen. Der Leser bekommt zusätzlich einige Informationen aus der Botanik, die gut in die Geschichte eingearbeitet sind. Ich weiß jetzt was eine Botanisiertrommel ist.  Die Geschichte ist mit gesellschaftlichen Hintergründen ausgearbeitet. Die Charaktere sind gut und glaubwürdig beschrieben. Mir haben viele Stellen mit Aussagen, die zum Nachdenken anregen, sehr gut gefallen.  "Nicht der Glanz zählt, sondern die Qualität"  Vereinzelt gibt es durch Charlottes Verhalten Szenen zum Schmunzeln. Der Schluss ist leider etwas vorhersehbar. Die Anmerkungen der Verfasserin am Schluss geben einen guten Einblick in die englische Gesellschaft im 19. Jahrhundert. Dadurch werden auch Gegebenheiten der beschriebenen Zeit erläutert. Mir hat dieser blumige Roman gut gefallen. Es fehlte mir allerdings etwas an Spannung und der Schluss ist wenig ideenreich. 

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  • Eine wunderschöne Geschichte im Stile von Jane Austen und Julie Klassen!

    Charlotte und die Sprache der Blumen

    Cellissima

    24. August 2015 um 00:40

    Cheshire, England, gegen Ende des Jahres 1852: seit dem Tod der Mutter lebte die junge Charlotte Withersby bei und mit ihrem Vater, unterstützt ihn vor allem bei seinen botanischen Forschungen. Charlottes ganze Liebe und ihr alleiniges Interesse gilt den Pflanzen und Blumen. Sie liebt es, Streifzüge durch die Natur zu unternehmen, träumt davon, ihre Forschungsergebnisse eines Tages veröffentlichen und sich einen Namen machen zu können. Sowohl Charlotte als auch ihr Vater sind mit diesem Leben zufrieden, es scheint, als könnte und würde es ewig so weitergehen - bis eines Tages Charlottes Onkel unmissverständlich klar macht, dass der göttliche Plan für eine Frau nun einmal die Ehe und Mutterschaft vorsehe, ihr Interesse an der WIssenschaft nicht angemessen sei. Zu dieser Erkenntnis gelangt denn auch ihr Vater, und so kann Charlotte dem Druck nicht länger standhalten: die Suche nach einem Heiratskandidaten beginnt. Der neue Assistent, ein junger Schaffarmer aus Neuseeland, erledigt seine Arbeit leider besser, als er sollte und dürfte. Charlottes Chancen, jemals wieder die Assistentin ihres Vaters zu werden, werden immer geringer. Doch Charlotte gibt nicht auf ... ****** Siri Mitchells neuestes Werk konnte mich ebenso sehr begeistern wie seine Vorgänger. DIe Geschichte ist wie gewohnt großartig geschrieben und erzählt, lässt sich absolut mühelos lesen. Sie ist wunderschön, intensiv, absolut stimmungsvoll. Schon nach kürzester Zeit kann man komplett in dieser Geschichte versinken und alles um sich herum vergessen. Die Figuren sind allesamt gelungen und bis ins kleinste Detail liebevoll gezeichnet, man erfährt eine Menge über Botanik, es gibt herrliche Dialoge und schöne Zitate, viel Humor, ebenso viel Romantik ... mitunter geht es auch ziemlich turbulent zu. Die christlichen Aspekte, die wie immer sehr gut und natürlich eingearbeitet wurden, stimmen den Leser auch mal nachdenklich, lassen ihn innehalten, und bilden so ein schönes Gegengewicht. Das englische Landleben zu dieser Zeit, der Alltag der Menschen, ihre Rollen, Probleme, Fragen, Wünsche, Sehnsüchte .... werden perfekt beschrieben. In erster Linie geht es hier natürlich um die Hauptfigur Charlotte, die so gar kein Interesse an, keinerlei Sehnsucht nach Ehe und Familiengründung hat, sondern deren Leidenschaft und Antrieb allein der Botanik gelten. Charlotte möchte keine Saison, die vollgepackt ist mit Festivitäten und Verpflichtungen, sie möchte keinen Mann finden, sondern sie möchte forschen, in die Wissenschaft eingehen. Doch dies scheint zu ihrer Zeit, unter dem Einfluss, unter dem sie steht, unmöglich zu sein, ihr weiterer Lebensweg scheint unabänderlich vorgezeichnet zu sein. Charlottes Ängste und Nöte werden für den Leser sehr greifbar, und so kann man nur zu gut verstehen, dass sie verzweifelt versucht, diesem Schicksal zu entgehen. Man kann sich schnell mit ihr identifizieren, mit ihr lachen und weinen. -Diese enge Bindung an die Hauptfigur erreicht Mitchell dadurch, dass die Geschichte aus Charlottes Sicht erzählt wird und zudem direkt an den Leser gerichtet ist. Einzig die letzten Kapitel bieten etwas Anlass zur Kritik, wirkte die Story hier doch -allerdings zum ersten und einzigen Mal- ein wenig zu übereilt und auch konstruiert. Dies fällt jedoch aufgrund des ganzen meisterhaften Rests kaum ins Gewicht. Diese zauberhafte Geschichte hat mir herrliche Lesestunden geschenkt und mich immer wieder an die Werke von Jane Austen und Julie Klassen erinnert. ****** Ein neuer wunderschöner historischer Roman aus der Feder von Siri Mitchell, bestens geeignet für alle Fans von Jane Austen und Julie Klassen. Eine intensive, stimmungsvolle Geschichte über eine Frau, deren Leidenschaft der Botanik und der Wissenschaft gilt, die in die ihr zugedachte Rolle als Ehefrau und Mutter gedrängt werden soll und alles tut, um diesem Schicksal zu entgehen. Englisches Landleben Mitte des 19. Jahrhunderts in schöne, edle Worte gepackt, mit viel Humor, Romantik, aber auch ernsten und nachdenklichen Momenten.

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  • Sehr Jane-Austen-mässig mit wunderbar verschrobenen Charakteren

    Charlotte und die Sprache der Blumen

    Smilla507

    Die Grafschaft Cheshire im Jahre 1852: Charlotte Withersbys Onkel fällt plötzlich auf, dass seine Nichte mit 22 Jahren noch nicht verheiratet ist. Bislang waren alle zufrieden mit ihrem Leben, wie es war: Charlotte hilft mit viel Elan ihrem Vater, der Botaniker ist, bei seiner Arbeit, unternimmt Streifzüge durch die Natur und erfreut sich an der Blumenvielfalt. Doch sie beugt sich dem Willen ihres Onkels und taucht in das gesellschaftliche Leben Overtons ein. Mitschuld daran ist Mr. Trimble, der zum gleichen Zeitpunkt auftaucht und prompt von ihrem Vater als sein neuer Assistent eingestellt wird. Charlotte ist wie vor den Kopf gestoßen und möchte ihre Stelle an der Seite ihres Vaters unbedingt zurück haben. Dazu, hofft sie, muss sie nur einen passenden Heiratskandidaten vorweisen können. Außerdem versucht sie Mr. Trimble in schlechtem Licht dastehen zu lassen. Alle kleinen, heimlichen Intrigen scheinen nicht zu helfen. Zu allem Überfluss verfügt Mr. Trimble, der ja eigentlich Schaffarmer ist, über erstaunlich viel Wissen über Mode und Gesellschaft... „Sie überraschen mich: ein Schaffarmer mit Interesse an Blumen und einer Leidenschaft für Tee.“ „Ich finde Sie auch recht überraschend, Miss Withersby, mit Ihrer nervtötenden Mischung aus glänzendem Intellekt und unverdorbener Schönheit. Ihre Wirkung ist die gleiche wie die einer schottischen Heide.“ (S. 184/185) Dieses Buch hat mich eine Menge Schlaf gekostet! ;) Vom ersten Satz an bin ich in diesen Roman mit seinen liebenswert verschrobenen Romanfiguren versunken. Ich fühlte mich in eine Jane-Austen-Verfilmung versetzt, kicherte und lachte, amüsierte mich und genoss die Dialoge. Es gibt einige Ähnlichkeiten mit „Emma“ und „Stolz und Vorurteil“, sowohl von der Handlung, als auch von der Beschreibung des ländlichen, gesellschaftlichen Lebens. Was Cover und Titel bereits versprechen findet sich durchgängig und mit viel Liebe zum Detail beschrieben in diesem Roman wieder: Blumen und die Erforschung der Botanik. Siri Mitchell muss viel recherchiert haben, alles wirkt sehr glaubwürdig! Ich habe beim Lesen einiges Interessantes erfahren. Im Inneren des Buches verschönern außerdem kleine Vignetten von Rosen die Seiten. Wie schon erwähnt sind die Romanfiguren ein echtes Highlight! Jeder Charakter wurde sehr fein herausgearbeitet. Charlotte als Ich-Erzählerin steht dabei natürlich im Vordergrund und bringt sich mit ihrem Unwissen über das gesellschaftliche Leben und ihrem Hang zur unverblümten Meinungsäußerung ziemlich häufig in die Bredouille. Der Glaube an Gott spielt ebenfalls eine kleine, aber feine Rolle. Auf diese Weise ist der Roman nicht nur humorvoll, sondern bietet auch nachdenkliche Momente. Fazit: Wer Jane-Austen-Romane und -verfilmungen mag sollte bei „Charlotte“ unbedingt zugreifen! Ein Buch voller Romantik, Humor und diversen Verwicklungen. Ich habe es genossen!

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    • 2
  • Wenn Frau nicht das macht was gesellschaftlich üblich ist...

    Charlotte und die Sprache der Blumen

    heaven4u

    11. August 2015 um 17:36

    Cheshire, England, 1852: Charlotte arbeitet zusammen mit ihrem Vater als Botanikerin, ist von allen Blumen hingerissen und kann sich immer wieder neu dafür begeistern. Bereits ihre Mutter war Botanikerin, als sie unverhofft starb, übernahm Charlotte einfach die Aufgaben der Mutter, fühlt sich nun für ihren Vater verantwortlich und denkt, er würde ohne sie nicht klar kommen. Da hat ihr Onkel, der Admiral, die Idee, dass Charlotte mit ihren 22 Jahren doch nun endlich ihrer wahren Bestimmung nachkommen und in die Gesellschaft eingeführt werden sollte um einen passendenden Ehemann zu finden. Der kürzlich aufgetauchte Mr. Timble wird kurzerhand der neue Assistent vom Vater und Charlotte soll sich auf Männersuche begeben. Doch eigentlich will sie das garnicht, sie will einfach nur weiterhin mit ihren Blumen arbeiten und Bücher schreiben. Sie hofft, dass ihr Vater mit Mr. Timble nicht klar kommt und sie schnell wieder als seine Assistentin braucht. Doch der kommt für einen Schaffarmer erstaunlich gut mit der Aufgabe klar. Ob er wirklich der ist, der er vorgibt? Und wird Charlotte einen Mann finden? Siri Mitchell hat mit "Charlotte und die Sprache der Blumen" einen sehr interessanten und gesellschaftskritischen Roman vorgelegt, der trotz einiger Längen zeigt, wie schwer es eine Frau im 19. Jahrhundert hatte, die nicht im Strom der Gesellschaft schwimmen wollte. Heiraten und Kinder kriegen? Das ist nicht Charlottes Welt. Als sie in die Familie des alleinstehenden Pfarrers mit seinen 8 Kindern hineinblicken kann, merkt sie, dass Kinder im Moment noch nicht ihr Thema sind. Ihre Welt sind die Blumen. Warum muss eine Frau heiraten und darf dann auch nicht mehr arbeiten? Etwa in der Zeit, in der der Roman spielt, konnte erstmals eine Frau ihr eigenes Buch über Botanik veröffentlichen. Ein Meilenstein! Im Nachwort wird nochmal genauer darauf eingegangen. Der Roman ist aus Sicht von Charlotte geschrieben, so dass man tief in ihre Gefühle eintauchen kann. Ein bisschen hat mich "Charlotte und die Sprache der Blumen an "Emma" von Jane Austen erinnert. An manchen Stellen fand ich Charlotte ganz schön kindisch, aber je mehr die Handlung voranschreitet, merkt man, wie Charlotte sich verändert. Der Schreibstil ist angenehm, auch wenn ich das ein oder andere botanische Wort nachschlagen musste. Dennoch konnte ich so einiges über Blumen erfahren, das hat mir gut gefallen. Auch der Humor hat dem Roman sehr gut getan, ich musste immer wieder schmunzeln. Wunderbar! Der Glaube spielt nur eine Nebenrolle, kein Protagonist hat hier einen persönlichen Bezug zu Gott, es gehört einfach zum Leben dazu, dass man sonntags in den Gottedienst geht. Das passte hier aber gut in die Geschichte und zeigte auch, wie oberflächlich die gehobene Gesellschaft damals oft war. Ein Schmöker, der mich wirklich gut unterhalten hat und Lust auf mehr Romane von der Autorin macht!

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