Sjón Das Gleißen der Nacht

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Inhaltsangabe zu „Das Gleißen der Nacht“ von Sjón

Im Winter bläst der Nordwind eisig über die Lavafelsen. Es herrscht Dunkelheit, als ob das Ende der Welt naht. Im Sommer sind die Nächte hell wir der Tag, und die Hügel duften am Morgen nach taufeuchtem Gras. Das ist Island um 1636, und dort lebt Jónas, der Gelehrte. Eigentlich will er nur durch die Welt streifen, noch gelehrter werden und Ungeheuer erlegen. Aber sein Wissen verschafft ihm Neider, die ihm das Leben schwer machen und ihn von einem Abenteuer ins andere treiben.

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  • Rezension zu "Das Gleißen der Nacht" von Sjón

    Das Gleißen der Nacht

    Ailis

    23. July 2011 um 09:50

    ------------ 2 bis 3 Sterne ------------ Die mir bisher bekannte Literatur aus Island bestand ausnahmslos aus Krimis, da war mir Das Gleißen der Nacht von Sjón eine willkommene Ausnahme. Leider kam ich mit diesem Roman dann aber nicht so gut zurecht, wie ich gehofft hatte. Sjón erzählt in Das Gleißen der Nacht die Geschichte des Jónas Pálmason, der im Island des frühen 17. Jahrhunderts den Beinamen "Der Gelehrte" trägt. Schon von Kindesbeinen an war Jónas' einziges Ziel das Mehren und Zusammentragen von Wissen. Sein Großvater lehrte ihn Lesen und Schreiben, so dass aus dem neugierigen Kind ein Dichter und Gelehrter seiner Zeit wurde. Doch die Menschen in seiner Heimat wissen dieses Wissen nicht immer zu würdigen und schließlich wird Jónas Hexerei und Ketzerei nachgesagt und er wird auf eine einsame Insel verbannt. Niemand darf ihm helfen, niemand darf ihm Obdach bieten oder Nahrung geben. Seine Versuche, das Land zu verlassen und im Ausland Zuflucht zu finden, schlagen samt und sonders fehl, da kein Kapitän ihn an Bord nimmt. Bis zu dem Tag, an dem ein Gelehrter aus Dänemark ihn von seiner einsamen Insel holen lässt... Sjóns Sprache wirkt auf mich antiquiert und schwerfällig. Man mag einwenden, dass er mit dieser Sprache der Zeit, aus der er berichtet, näher ist und das stimmt sicherlich auch, aber für den heutigen Leser ist es doch recht befremdlich zu lesen. Wobei man Sjón lassen muss, dass er diesen Stil wirklich sehr gekonnt und konsequent anwendet. Aus der Geschichte selbst wurde ich nicht so recht schlau, Sjón hat sich wohl an Geschichten der Edda und Kommentaren dazu orientiert, was auch das Gemisch an christlichem Glauben und Volksglauben erklärt, in dem sein Held sich befindet. Auf der einen Seite Gelehrter, der mit alten Mythen aufräumt, wie z.B. der Herkunft des langen Horns, das man Einhörnern zuschreibt, auf der anderen Seite jedoch auch Exorzist, der den Teufel aus Wiedergängern vertreibt, damit diese endlich ihren Frieden finden. Jónas Pálmason ist kein Held, der es einem leicht macht, ihm näher zu kommen. Insgesamt war die Handlung für mich schwer zu greifen. Was Sjón allerdings beherrscht ist die Beschreibung von Stimmung und Atmosphäre. Bei den Schilderungen der isländischen Landschaft und des Meeres begann ich zu frösteln, die Eisplatten und rauen Felsen hatte ich klar vor Augen. Im Großen und Ganzen ist Das Gleißen der Nacht jedoch kein Buch, was ich ein weiteres Mal lesen werde, zu wirr und konfus kommt die Geschichte daher.

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  • Rezension zu "Das Gleißen der Nacht" von Sjón

    Das Gleißen der Nacht

    savanna

    22. April 2011 um 18:07

    Der Beweis um die Existenz des Einhorns liegt im Meer verborgen. Das in sich verdrehte Horn, um das sich im europäischen Mittelalter unendlich viele Mythen ranken, stammt nicht von einem scheuen Fabelwesen, sondern von einem herkömmlichen Narwal, weiß Jónas. Jónas Pálmason, der Gelehrte, gilt als detailverliebter Naturwissenschaftler und Runenkundler. Er erkundet die Flora und Fauna, Mystik und Magie seiner Heimatinsel Island im frühen 17. Jahrhundert mit einer scheinbar unendlichen Ruhe und Neugier. Dabei wird ihm eines Tages der schmale Grad zwischen Magie und Hexerei zum Verhängnis, als er wegen 'hexerischer Praktiken' durch das Allthing verurteilt und landesweit geächtet wird. Als ein dänischer Naturwissenschaftler von Jónas umfangreichen Kenntnissen und ungelöschtem Wissensdurst erfährt, holt er ihn aus der Verbannung zu sich nach Kopenhagen. Neben der eigentlichen Handlung um die Lebensgeschichte von Jónas, ist eine Reihe von thematischen Einschüben charakteristisch für diesen Roman. So werden – ganz im Sinne einer naturwissenschaftlichen Abhandlung – heimische Pflanzen, Tiere und auch Mineralien benannt und beschrieben, die den Erzählfluss zum einen unterbrechen, ihn zum anderen auch deutlich aufwerten. Hinter dem künstlerischen Kürzel Sjón verbirgt sich der isländische Autor Sigurjón Birgir Sigurdsson, dessen erstes Werk „Der Schattenfuchs“ im Jahr 2008 in deutscher Sprache erschien. Im gleichen Jahr wurde die isländische Originalausgabe von „Das Gleißen der Nacht“ veröffentlicht, welche nun seit März diesen Jahres ebenfalls in deutscher Übersetzung erhältlich ist. Die Neuerscheinung „Das Gleißen der Nacht“ enthält zweifellos anspruchsvolle moderne Literatur: Ein Roman mit Tiefgang – im positiven Sinne. Allerdings auch eine Lektüre mit Fragezeichen – ebenfalls im positiven Sinne. Es wäre gelogen, zu behaupten, dass ich den phantasievollen Metaphern und sprunghaften Einschüben immer hätte folgen können – es sind wahrlich keine geradlinigen Gedankengänge, auf die Sjón den Leser hier immer wieder schickt. Diese wortgewaltige Sprunghaftigkeit macht die Geschichte um Jónas so eigenartig, aber auch so interessant! „Das Gleißen der Nacht“ steht für mich stellvertretend für die Sparte isländischer Literatur, die weit über das Genre der auflagenstarken Island-Krimis hinaus geht. Sjón stellt uns isländische Landschaften und isländische Charaktere vor, wie sie mir noch in keiner deutschen Übersetzung eines Schriftstellers von der nordischen Insel begegnet sind.

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