Sjoerd Kuyper Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling

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Inhaltsangabe zu „Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling“ von Sjoerd Kuyper

Es war ein Sonntag, an dem man sicher war, alles zu können. Fliegen zum Beispiel. Was Kos stattdessen gerade erlebt, gleicht eher einer Bruchlandung: der Herzinfarkt seines Vaters, der mehr ist als sein bester Freund, drei starrköpfige Schwestern, mit denen er das Familienhotel am Laufen halten muss. Und dann ist da noch Isabel die hat er immer noch nicht geküsst. Er braucht dringend Auftrieb. Aber im Moment sieht es nicht danach aus ...

Verrückt, witzig, poetisch. Ein tolles Buch für Kinder ab 12 Jahren.

— Reebock82
Reebock82

Gewollt witzig, ziemlich chaotisch, aber mit einem überraschend guten Ende.

— Ajani
Ajani

Hier finden wir einen chaotischen und humorvollen Jugendroman für kurze Lesestunden. ~ crazy ~ liebenswert und teilweise etwas monoton ~

— Katis-Buecherwelt
Katis-Buecherwelt

Eine verrückte Familiengeschichte mit eigensinnigen, aber liebenswerten Charakteren. Die Handlung ist mir allerdings zu unglaubwürdig.

— buecherwurm87
buecherwurm87

Wundervoll tiefgründig und ganz einzigartig.

— LillianMcCarthy
LillianMcCarthy

Der Titel verspricht Zauber, doch dann kommt es einfach zu Übertreibungen, die nicht mehr witzig sind. Schade :(

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein wunderbares Jugendbuch. Traurig, witzig, ehrlich - Kos und seine Schwestern sind unvergesslich.

— Buchhandlung_am_Schaefersee
Buchhandlung_am_Schaefersee

Mir hat das Buch gut gefallen, obwohl es an der ein oder anderen Stelle ein bisschen dick aufgetragen und unrealistisch war. 4 Sterne.

— lulalazie
lulalazie

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  • Ein Loblied auf Skurriliät und Unterschiedlichkeit

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
    Reebock82

    Reebock82

    15. July 2016 um 17:03

    Als sein Vater einen Herzinfarkt erleidet und ins Krankenhaus muss, lässt er Kos und seine drei Schwestern alleine mit einem Berg Schulden im eigenen Hotel zurück. Doch an Aufgeben ist gar nicht zu denken. Kos hat es sich in den Kopf gesetzt, das Hotel zu retten, bevor es Zwangsversteigert wird. Eine turbulente Geschichte beginnt. Gleich zu Anfang ist mir der Stil positiv aufgefallen. Er erinnerte mich von der Art her stark an "Rico, Oskar und die Tieferschatten" von Andreas Steinhöfel. Verblüffend ehrlich und trotzdem mit viel Humor erzählt Kos seine Geschichte, die er auf Tonband aufnimmt. Gleichzeitig schafft es der Autor, sehr poetisch zu schreiben und trotzdem so, dass es ein Junge von 13 Jahren tatsächlich gesagt haben könnte. Dieser besondere Stil trägt den Leser durch das ganze Buch und lässt einen nicht los. Als nächstes stechen einem die Charaktere ins Auge. Da wäre als erstes Kos, dessen Gedankengänge einen sehr oft zum Lächeln bringen, einen gleichzeitig aber auch verblüfft den Mund offen stehen lassen, wenn er Dinge formuliert, die - so banal sie sind - doch poetisch beschrieben wurden. Zu seinen drei Schwestern hat er kein besonders gutes Verhältnis, was einen auch nicht weiter wundert, denn am Anfang konnte ich über diese nur den Kopf schütteln. Die haben alle einen Knall, habe ich mir gedacht. Trotzdem gewinnt man sie im Laufe des Buches sehr lieb. Auch die anderen Charaktere haben sehr viel Tiefe und sind auf ihre Art alle etwas schräg. Genau das wird in diesem Buch gelobt und für wertvoll erklärt. Diese Unterschiede bei den Menschen und ihre Eigenheiten werden als etwas wertvolles und besonderes dargestellt, ohne dies explizit zu sagen. Das macht das Buch zu etwas Besonderem. Dieses Buch ist ein Buch zum Wohlfühlen und Entspannen. Man klappt es mit einem zufriedenen Lächeln zu und hat auch noch das Gefühl, irgendwie etwas fürs Leben mitgenommen zu haben. Einzig zwischendurch hat die Handlung ein paar kleinere Hänger und verwirren einen die Zeitsprünge etwas, sodass man kurz überlegen muss, ob das eine nun vor oder nach dem anderen passiert ist. Aber das macht nichts aus. Ein Buch mit viel Humor, Gefühl und Lebensweisheit ohne den moralischen Zeigefinger heben zu müssen. Ein Loblied auf Skurrilität und Unterschiedlichkeit, Eigenheiten und Besonderheiten, Akzeptanz und Toleranz. Eine klare Leseempfehlung von mir.

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  • Etwas schräg

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
    R_Manthey

    R_Manthey

    24. June 2015 um 10:23

    Ohne Zweifel bewirken der Titel dieses Jugendbuches und erst recht die kurze Beschreibung auf dem Cover, dass man sich zu interessieren beginnt. Erzählt wird die Geschichte von Kos, dessen Vater bei einem Fussballspiel, bei dem Kos von einem Scout von Ajax beobachtet wird, einen Herzinfarkt erleidet. In der Familie fehlt ohnehin schon die Mutter, und die drei älteren Schwestern von Kos haben diesen Verlust noch immer nicht verkraftet. Nun muss Kos als einziger Mann das verschuldete Hotel des Vaters über Wasser halten. Allerdings ist er erst dreizehn und gerade zum ersten Mal frisch verliebt. Nun hätte man diese Geschichte so erzählen können, dass sie ans Herz geht. Doch der Autor entschied sich für eine andere Technik. Statt die Dramatik der Situation auszumalen, setzt er auf eine fast immer irgendwie merkwürdige Fröhlichkeit, auf skurrile Figuren und komische Situationen. Man kann das natürlich auch (wie auf dem Cover) "wunderbar verrückt" oder "temperamentvoll" nennen, es bleibt dennoch eine Variante, bei der die Geschichte ein wenig an Glaubwürdigkeit verliert. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum mich dieses Buch nicht richtig mitgenommen hat. Ich fand es nicht schlecht. Und das bedeutet bei der notwendigen Bewertung auf dieser Plattform die Vergabe von drei Sternen.

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  • Etwas verwirrend

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
    Ajani

    Ajani

    28. May 2015 um 20:06

    Was mich an diesem Buch am meisten überrascht hat, war, dass der Protagonist erst 13 Jahre alt ist. Dem Klappentext nach hatte ich nämlich einen Erwachsenen erwartet. Vielleicht war auch das der Grund, dass mir der Einstieg in diesen Roman extrem schwer fiel. Denn so intelligent und feinsinnig, wie ein Erwachsener das Geschehen wohl hätte aufarbeiten können, ist die Erzählweise leider nicht. Stattdessen wirkt alles recht oberflächlich und unreflektiert - und überaus chaotisch. Der Leser wird direkt ins Geschehen geworfen und liest, was der 13-jährige Kos auf ein Tonband spricht. In kurzen, abgehackten Sätzen, die auf mich stets einen gehetzten Eindruck machten, berichtet der von seinem Leben, in Form eines gesprochenen Tagebuchs. Und so hetzte ich gemeinsam mit Kos durch das Buch und fühlte mich aufgrund der mageren Beschreibungen und fehlender Erklärungen doch nie so richtig in der Geschichte angekommen. Um den verwirrten Leser wieder abzuholen, mischt sich gelegentlich eine zweite Erzählstimme ein. Diese fasst Geschehnisse noch einmal zusammen oder kommentiert, was gerade erzählt wurde. Manchmal hilft sie auch, den chronologischen Ablauf besser zu verstehen, denn um das Chaos perfekt zu machen, befinden sich auch noch die Tagebucheinträge nicht in der richtigen Reihenfolge. Auch der Protagonist befindet sich in einem riesigen Chaos und gerät darin von einer unmöglichen Situation in die Nächste. Egal, ob die kleine Schwester mit einem toten Kaninchen im Arm an der Bar literweise Rum ausschenkt, der deprimierte Stammgast wieder einmal seinen Suizid ankündigt, oder ob Kos selbst als seine eigene Schwester verkleidet ... doch das führt zu weit. Nein, an verrückten Ideen mangelt es dieser Geschichte nicht. Diese Situationskomik war mir dann aber doch zu zugespitzt, um noch lachen zu können. Und auch die Sprache fand ich bisweilen ganz schön derbe. Aber obwohl ich mit dem Setting und den Charakteren gar nicht warm geworden bin, habe ich zum Ende hin doch ein wenig mitgefiebert. Das Buch hat ein Ende, sogar ein richtig schönes. Je näher man ihm kommt, desto mehr lichtet sich das Chaos und die Handlung sortiert sich wie von selbst. Zwar hatte ich mir von „Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling“ etwas ganz anderes erwartet, am Ende hat der Roman für mich jedoch doch noch die Kurve gekriegt und wird mir auf jeden Fall in Erinnerung bleiben. Aufmachung Das Hardcover liegt gut in der Hand und wirkt für 250 Seiten eher dick. Der seidenmatte Einband fasst sich sehr angenehm an. Auf das Inhaltsverzeichnis folgt eine Widmung und direkt auf der nächsten Seite beginnt der Roman. Seitenränder, Schriftgröße und Zeilenabstände fallen recht großzügig aus. Überschriften und Seitenzahlen sind in der selben Schrift wie der Autorenname auf dem Cover gehalten. Ein erstes Durchlesen übersteht das Buch ohne Lesespuren, was für eine saubere Bindung und hochwertiges Papier spricht.

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  • ~ crazy ~ liebenswert und teilweise etwas monoton ~

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
    Katis-Buecherwelt

    Katis-Buecherwelt

    15. May 2015 um 19:24

    Klappentext: „Es war ein Sonntag, an dem man sicher war, alles zu können. Fliegen zum Beispiel.“ Was Kos stattdessen gerade erlebt, gleicht eher einer Bruchlandung: der Herzinfarkt seines Vaters, der mehr ist als sein bester Freund, drei starrköpfige Schwestern, mit denen er das Familienhotel am Laufen halten muss. Und dann ist da noch Isabel – die hat er immer noch nicht geküsst. Er braucht dringend Auftrieb. Aber im Moment sieht es nicht danach aus … „Ein wunderbar verrücktes, temperamentvolles Buch“ Trouw Zum Buch: Die Buchcovergestaltung ist sehr dezent, doch der Buchtitel erregt Aufmerksamkeit und lässt einen genauer hinschauen. Die Grafiken wirkten auf mich sehr verrückt und der Titel lässt auf viele wunderbare Sätze hoffen. Erster Satz: "Geht es jetzt? Nimmt es auf? Test ... Test... Moment mal ... Klick." Meine Meinung: Ich wurde auf "Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling" vom Verlag selbst aufmerksam und war sehr gespannt, was sich hinter diesem verrückten Titel verstecken mag. Der Schreibstil von Sjoerd Kuyper ist für ein Jugendbuch gut zu lesen, war aber an einigen Stellen etwas verwirrend und lies mich kurz stocken. Der Protagonist Kos führt eine Art Tagebuch, in Form eines Tonbandes, welches gelesen sich so gestaltet, als würde man sich diese Bänder gerade anhören, die Kos besprochen hat. Diese Schreibweise gefiel mir sehr gut. Doch gab es auch einige in kursiver Schrift geschriebene Textstellen, in denen mir zu Anfang nicht ganz klar war, wer hier gerade am erzählen ist. Dies klärt sich mit der Zeit auf. Kos erlebt wirklich sehr kurioses, was oftmals schon sehr unglaubwürdig herüber kam und man sollte als Leser nicht zu sehr an die Realität festhalten, sondern einfach versuchen mit Kos, seiner Familie und Freunden Spaß zu haben. Geschichtlich passiert durchweg immer etwas, dennoch fand ich die Story sehr dahinplätschernd und es riss mich einfach nicht mit. Hier hat mir eindeutig etwas mehr Realität und Gefühl gefehlt. Doch gibt es hier einige schöne Buchzitate zu entdecken, die mich schmunzeln, aber auch nachdenklich stimmten, wie z.B. "Männer müssen einen zum Lachen bringen, sie müssen einen schön finden, sie dürfen nicht berechenbar sein, sie sollen gern Sex haben, aber nicht die ganze Zeit an einem dranhängen, und sie sollen viele gute Bücher lesen. - Seite 127". Fazit: In "Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling" von Sjoerd Kuyper finden wir einen chaotischen und humorvollen Jugendroman für kurze Lesestunden. ~ crazy ~ liebenswert und teilweise etwas monoton ~ 

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  • Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling von Sjoerd Kuyper

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
    BlueLeo

    BlueLeo

    11. May 2015 um 14:23

    Inhalt: Kos lebt mit seinen drei Schwestern und seinem Vater zusammen im Hotel, welches der Vater seit dem Tod von Kos Mutter alleine führt. Als er zusammen mit seinem Vater zu einem seiner Fußballspiele fährt, hat er nur eine einzige Sorge: Wie bekommt er Isabel dazu ihn zu lieben? Dass sich seine Sorgen am Ende des Tages zu einem ganzen Haufen zusammengeballt haben werden, ahnt er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Sein Vater erleidet während des Spiels einen Herzinfarkt, das Hotel ist so gut wie pleite und Kos muss mit seinen drei Schwestern das Hotel am Laufen halten, ohne, dass ihr Vater von den Problemen erfährt. Und dann ist da auch immer noch Isabel, die ihm das Herz abwechselnd leicht und schwer werden lässt. Meine Meinung:  Zu Beginn muss ich sagen, dass ich auf dieses Buch nur aufgrund der Promotionsaktion des Verlags aufmerksam geworden bin. Ohne diese wäre ich vermutlich nicht so schnell über das Buch gestolpert, was im Nachhinein betrachtet schade ist. Auch hat mich nicht der mögliche Gewinn gelockt das Buch zu lesen, sondern der Klappentext, in Verbindung mit dem Cover, und genau so sollte es doch eigentlich auch sein. Der Quietschvergnügte, luftig leichte Beginn des Buches verfliegt schnell und macht einem bunten Potpourri aus Gefühlen Platz. Von Trauer und Angst, über Verwirrung und Hoffnung, vorbei an Liebe und Geborgenheit, bis hin zu eben jener quietschvergnügten Anfangsstimmung ist eigentlich alles dabei. Das Buch ist abwechselnd ganz leicht und ganz schwer und häufig hatte ich beim Lesen ein Lächeln auf den Lippen. Sein Können beweist der Autor Sjoerd Kuyper von Beginn an. Das Buch ist anspruchsvoll und ohne sich auf den Inhalt des Buches einzulassen und ohne mitzudenken, wird es schwer sein, der Handlung zu folgen. Der Autor hält sich wenig an konventionelle Erzählperspektiven und an geordnete Zeitstränge. Der Hauptprotagonist ist Kos, welcher sein Tagebuch auf einen Kassettenrekorder spricht. Dabei folgen die Erzählungen nicht dem normalen Zeitstrang. Hin und wieder erzählt Kos, was am aktuellen Tag geschehen ist, bevor er wieder zur Handlung des Vortages zurück springt. Ein weiterer, zu Beginn etwas verwirrender, Faktor ist Isabel. Sie tippt die Erzählungen von Kos später ab und fügt hin und wieder ein paar Kommentare hinzu. Genau diese Kommentare sind es, die dem ganzen Buch eine ganz besondere Würze verleihen. Sjoerd Kuyper schafft es, auf beinahe einzigartige Weise, mit Worten, der Handlung und der Zeit zu spielen und den Leser vollkommen in die Handlung zu ziehen. Die Art und Weise, mit welcher Kos das Geschehen schildert, schwankt zwischen Chaos, Verwirrung und einer bezaubernden Liebenswürdigkeit. Gerade durch Isabels Kommentare wirkt alles sehr abgerundet und stimmig. Neben den beiden spielen auch die Schwestern von Kos eine große Rolle. Auch diese drei sind chaotisch und liebenswert zugleich. Durch die vielen Charaktere geschieht so viel und die Handlung überschlägt sich hin und wieder, sodass Kos mit dem Erzählen gar nicht hinterher kommt. Das Buch zeigt dem Leser, wie das Leben spielen und wie sich von jetzt auf gleich alles ändern kann. Gleichzeitig vermittelt es aber auch wie wichtig es ist das Leben zu leben und zu genießen. Auch wenn das Buch sicherlich kein schlechtes Ende nimmt, mahnt es dennoch zur Achtsamkeit und Lebensfreude!

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  • "Hotel de grote L" - lesenswert, lebenslustig und likeable!

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
    Krinkelkroken

    Krinkelkroken

    19. April 2015 um 13:35

    ...oder der Versuch einer "überzeugenden" Rezension. Eine Buchrezension ist stets eine schwierige Angelegenheit: Nicht immer harmonieren objektive Kritikpunkte und subjektiver Leseeindruck, oft vermitteln Marketingstrategien ein (unnötig) irreführendes Bild, fast immer fehlen einem als Rezensent für Positivrezension die Worte - obwohl sie bei Fehlgriffen nur so sprudeln. Was macht also eine überzeugende Buchbesprechung aus? Eine ehrliche subjektive Meinung oder der Versuch einer objektiven Einordnung? Pro und Kontra? Ein Haufen Zitate? Diese Fragen beantwortet man am besten mit einem Blick auf sich selbst: Was lese ich am liebsten für Besprechungen? Entweder sind eben solche äußerst unterhaltend ohne jeden Anspruch auf Objektivität, sogenannte "Rants", oder ihre Autoren bemühen sich um ein objektives Bild, indem das zu besprechende Buch von ihnen beispielsweise mit Genreähnlichem verglichen wird, sinnvolle Kriterien thematisiert und eine Menge wissenswerter Informationen vermittelt werden. Für meine folgende Besprechung des Jugendbuches "Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling" von Sjoerd Kuyper, kann erstere Rezensionskategorie nicht infrage kommen, denn ein Rant wäre völlig unmöglich. Zweite Kategorie also - aber wie vergleicht man ein unvergleichliches Buch? "Ich bin von drei irren Mädchen und drei halbtoten Männern umgeben. [...] Der Umgang, den man hat, steckt an. Ich glaube, allmählich werde ich ein Mädchen. Ein halb totes Mädchen. Okay. Dann mal los..." (8) Der dreizehnjährige Kos lebt nach dem Tod seiner Mutter mit seinem Vater und seinen drei Schwestern in einem mehr oder weniger schlecht laufenden Hotel in den Niederlanden. Bis zu dem Tag, an dem er ein wichtiges Fußballspiel hat, ist seine größte Sorge, dass er nicht weiß, wie er Isabel, in die er verliebt ist, dazu bewegen kann, dass sie ihn zurückliebt. Als sein Vater bei besagtem Fußballspiel einen Herzinfarkt erleidet und im Krankenhaus zwischen Leben und Tod schwebt, kommen eine Menge noch viel größerer Sorgen hinzu. Die Kinder erfahren, dass das Hotel kurz vor dem Ruin steht und versuchen mit allen Mitteln hinter dem Rücken ihres Vaters - der sich schonen soll -, Geld aufzutreiben. Von Kos wird die daraufhin entstehende Odyssee per Kassettenrekorder-Tagebuchaufzeichnung verarbeitet, die den Leser auf einen bewegenden, chaotischen, mitreißenden, außergewöhnlichen und urkomischen Roadtrip der Gefühle mitnimmt. Häääää, denkt ihr euch jetzt - Kos' Tapes kann man doch nicht lesen? Gut aufgepasst! Abgetippt und somit der Leserwelt zugänglich gemacht wurden diese nämlich von Isabel. Aha!, denkt ihr euch jetzt wieder - er kriegt Isabel also am Ende! Tja, sage ich euch - das müsst ihr selbst herausfinden. ;) Jedenfalls - soviel werde ich euch hierdurch vermittelt haben können, jongliert der niederländische Autor Sjoerd Kuyper ganz wunderbar mit Zeitebenen und Erzählperspektiven, wodurch er von Beginn an sein Talent zur Schau stellt, allerdings auch die Aufmerksamkeit der Leser ordentlich fordert. Für jemanden wie mich, der intelligente, skurrile, schnelle und (aber-)witzige Erzählarten à la Terry Pratchett, Douglas Adams und Co liebt, ist diese Art der Präsentation natürlich wundervoll. Diejenigen, die es lieber etwas realistischer und bodenständiger haben, könnten mit Kos Geschichte etwas überfordert sein. Kuyper hat mit Kos einen der liebenswertesten männlich-kindlichen Erzähler gewählt, die es seit August Pullmann gegeben hat. Aber dadurch, dass er ihm mit Isabel eine korrigierende, weibliche Gehilfin zur Seite stellt, die die jungenhafte Perspektive mit ihrer weiblichen Sicht kommentiert und ergänzt, ist ihm das beste Erzählerpärchen schlechthin gelungen. Im Gegensatz zu "Wunder", ist der "Schmetterling" übrigens eher leicht verdauliche Lesekost - ein Sommerbuch für Jungs (und Mädels, die immer mal wissen wollten, wie Jungs so ticken). Lasst euch hier von dem eher wenig jungenhaften Cover also nicht abschrecken, liebe LeserInnen (!). Ich machte mich daran, die Raupen einzufangen und in das Glas zu verfrachten. "Die sind von Pel", sagte ich. "Wenn sie sich verpuppen, wirst du wieder gesund, sagt sie." "Und wenn nicht?" "Dann wirst du ein Schmetterling." (76) Die Handlung ist ebenso verschachtelt und ungewöhnlich wie die Erzählweise. Auf der einen Seite überschlagen sich die Ereignisse und lassen nicht viel Zeit für Verarbeitung. Auf der anderen Seite wird das chaotische Geschehen immer wieder mit nachdenklichen, sensiblen Momenten verwoben, sodass der Grundton bei aller Slapstick-Komik zu keiner Zeit ins Klaumaukige abrutscht. Themen wie Tod, Trauerarbeit, Verlust und Liebe werden anrührend und klug thematisiert und - perspektivisch gebrochen durch die "Wiedergabe" durch Kos und Isabel - von vielerlei Seite aus betrachtet. Dadurch ergibt sich ein vielfältiges, facettenreiches Bild der Welt, das dem Leser zusätzlich Spielraum für eigene Interpretationen lässt. Diese Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit, aus Lebenslust und Todesangst, aus Jugendsünden und Alterssorgen macht die Geschichte zu einem besonderen Lesevergnügen, auch wenn das Happy End haarscharf am Kitsch vorbeischrammt. Hiermit sind wir also nun an meinem einzigen Kritikpunkt angelangt, der auf der anderen Seite auch wieder keiner ist: Das Ende der Geschichte lässt in seiner ganzen Eitelsonnenscheinart zwangsläufig an ein alternatives denken: Was wäre gewesen, wenn... Die Antwort hierauf ist ganz sicher: Katastrophe, und zwar ganz und gar nicht mehr amüsant und in jeder Hinsicht tragisch. Also ist einem das glückliche Ende doch lieber - wir wissen ja noch alle, wie wir uns nach "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gefühlt haben. Aber wir alle wissen auch, dass das wahre Leben eben nicht immer ein Happy End bereit hält. Und dann? "Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling" bereitet einen mit Sicherheit nicht darauf vor, wie es ist, auf ein Bad Ending zuzusteuern. Aber es lehrt einen, die Zeit, die man hat, zu genießen und hält Werte und Themen wie Freundschaft, Familie und Lebensfreude hoch. Es schildert anschaulich, glaubwürdig und äußerst unterhaltsam die Ansichten und Sorgen eines aufgeweckten, heranwachsenden Jungen, mit dem sich viele junge LeserInnen (!) - ob männlich oder weiblich oder x - identifizieren können. Das "Hotel de grote L", wie der Originaltitel im Niederländischen heißt, bringt also jede Menge Lesespaß, Lebenslust und Lachvergnügen. Und Kos mit seiner Geschichte ist am Ende jedenfalls ganz sicher eines: überzeugend. "Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling" von Sjoerd Kuyper Originaltitel: "Hotel de grote L" Altersempfehlung: ab 12 Hardcover: 256 Seiten Verlag: Thienmann / Gabriel Erscheinungsdatum: März 2015 ISBN: 978-3-522-30394-1

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  • Skurrile Geschichte und eigensinnige Charaktere

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
    buecherwurm87

    buecherwurm87

    18. April 2015 um 22:17

    Inhalt: „Es war ein Sonntag, an dem man sicher war, alles zu können. Fliegen zum Beispiel.“ Was Kos stattdessen gerade erlebt, gleicht eher einer Bruchlandung: der Herzinfarkt seines Vaters, der mehr ist als sein bester Freund, drei starrköpfige Schwestern, mit denen er das Familienhotel am Laufen halten muss. Und dann ist da noch Isabel – die hat er immer noch nicht geküsst. Er bräuchte dringend Auftrieb. Aber im Moment sieht es nicht danach aus... (Text: Gabriel Verlag) Meinung: Der Titel hatte es mir ja sofort angetan. Er istungewöhnlich und eigentlich konnte ich mir keine wirkliche Handlung vorstellen, die zu dem Titel passen würde. Allerdings habe ich doch eine witzige und skurrile Handlung erwartet. Der Einstieg ins Buch ist auch super gelungen: Die ersten anderthalb Seiten wird beschrieben, wie ein Junge, Kos, ein Tontagebuch führt. Das hat bei mir sofort die Neugier geweckt, denn wenn jemand ein so ungewöhnliches Tagebuch führt, dann muss er unweigerlich etwas spannendes zu erzählen haben. Auf den darauf folgenden Seiten wird Kos Familie eingeführt: Der Vater, der ein kleines Hotel am Meer leitet und der seine Frau verloren hat. Dann gibt es auch noch drei schrullige Schwestern, Pel (9), Briek (15) und Libbie (19), die Kos (13) nicht wirklich versteht und die ihm auf die Nerven gehen. Das Schicksal meint es allerdings nicht gut mit Kos, denn der Vater bekommt einen Herzinfarkt und muss ins Krankenhaus. Damit übernimmt Kos die Rolle des Mannes im Haus und versucht den Hotelbetrieb aufrecht zu halten. Dies gelingt mal mehr, mal weniger gut, aber immer mit sehr viel Kreativität. Der Schreibstil ist jugendlich und locker. Dennoch hatte ich so meine liebe Mühe mit dem Buch. Die Handlung fing sehr vielversprechend an, allerdings flachte dann der Spannungsbogen sehr schnell ab, was der wenigen Handlung geschuldet ist. Mir fehlte auch der magische Moment, der mich so richtig in die Handlung eintauchen lässt und mich mitreist. Alles in allem war mir die Story, obwohl sie nur alltägliche Handlungen beschreibt, doch viel zu überspitzt und unglaubwürdig dargestellt, was zum Teil auch an den verwendeten Metaphern lag. Fazit: Geht so! Alles in allem eine nette Story, geschrieben in lockerer, jugendlicher Sprache. Die schrulligen Charaktere sind definitiv einzigartig, aber mit der skurill dargestellten Handlung ist es doch etwas zu überspitzt dargestellt.

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  • Ein Wohlfühlbuch voller Humor und feinen Momenten, die das Herz berühren

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
    Damaris

    Damaris

    17. April 2015 um 18:09

    Der Trend der besonderen Buchtitel trifft bei mir genau den Nagel auf den Kopf. Denn diese Satz-Buchtitel machen neugierig und lassen meist nicht sofort auf den Inhalt schließen. Genau so ist es bei "Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling", dessen Inhalt sich erst nach dem Lesen in Bezug zum Titel setzen lässt. Dann aber eindeutig und mit Wohlfühlgarantie. Der 13-jährige Kos wird vom Schicksal ins eiskalte Wasser geworfen. Ausgerechnet während eines Fußballspiels, bei dem Kos der Siegtreffer gelingt, hat sein Vater einen Herzinfarkt. Es steht schlimmer um ihn, als er vor Kos und seinen drei Schwestern zugeben will. Die Mutter der Kinder ist vor einiger Zeit gestorben und so bleibt den vieren nichts anderes übrig, als sich um die Geschicke (oder Missgeschicke) des Familienhotels zu kümmern. Kos fühlt sich verantwortlich, die drei Schwestern anfangs weniger. Sie haben zu tun, stecken mitten in der Pubertät oder sind einfach zu jung. Die Sache droht Kos gewaltig über den Kopf zu wachsen. Und verschuldet ist das Hotel auch noch. Ich finde, mit Sterbenden sollte man schön Erinnerungen wachrufen, damit sie das Gefühl haben, im Leben alles richtig gemacht zu haben. Wie eine Art letzter Applaus von den Zuschauern, kurz vor Spielende. - S. 34 Hauptcharakter Kos erzählt dem Leser (und noch jemand anderem, was mich am Ende sehr rührte) die ganze Geschichte als eine Art Tonbandtagebuch. So entsteht beim Lesen der Eindruck, man würde ein Hörspiel genießen. Eine wunderbare Idee! Der liebe Junge tat mit anfangs einfach nur leid. Er möchte im Hotel die Stellung halten, bis sein Vater wieder gesund ist. Aber nichts will gelingen, die Schwierigkeiten werden mehr und mehr und seine Schwestern haben eigene Probleme. Kos ist sehr einfühlsam und sensibel. Gleichzeitig hat er Angst, dass die Familie nach der Mutter auch noch den Vater verliert. Diesen Schmerz spürt man, die Kinder haben aber, jedes für sich, eine wirklich großmütige Art, mit dem Verlust umzugehen. Das ist herzbewegend und ergreift einen als Leser sehr. Das alles klingt nach einem waschechten Drama, und man glaubt es kaum, dass "Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling" ein absolutes Wohlfühlbuch ist. Der Humor ist super, immer treffend und nicht überzogen. Autor Sjoerd Kuyper hat der Geschichte einige individuelle Eigenheiten verpasst, die dem Roman eine ganz eigene Klasse verleihen. Das Buch ist total verrückt und ulkig, bleibt dabei aber sehr direkt und glaubwürdig. So gelingt eine Verknüpfung von Drama mit Situationskomik. Man muss permanent mitseufzen, mitfiebern und mitfreuen - vom Anfang bis zum herzlichen Ende. Fazit "Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling" bleibt nicht lange eine verpuppte Raupe. Schon nach den ersten Kapiteln ist der Schmetterling geschlüpft und flattert humorig und ausgefallen durch die Seiten. Doch genug der Metaphern. Die Geschichte hat alles, was man zum Wohlfühlen braucht: glaubhafte Abwegigkeit (ja, das gibt's!), sprühenden Charme, viele Lacher und feine Momente, die das Herz berühren. Was will man mehr?! Unbedingt lesen.

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  • Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
    LillianMcCarthy

    LillianMcCarthy

    16. April 2015 um 17:01

    Inhalt: „Es war ein Sonntag, an dem man sicher war, alles zu können. Fliegen zum Beispiel.“ Was Kos stattdessen gerade erlebt, gleicht eher einer Bruchlandung: der Herzinfarkt seines Vaters, der mehr ist als sein bester Freund, drei starrköpfige Schwestern, mit denen er das Familienhotel am Laufen halten muss. Und dann ist da noch Isabel – die hat er immer noch nicht geküsst. Er bräuchte dringend Auftrieb. Aber im Moment sieht es nicht danach aus … (Quelle: Verlag) Meine Meinung: Hätte ich das Buch in der Buchhandlung gesehen hätte ich es wahrscheinlich nicht mitgenommen. Es hätte mich zwar von außen total angesprochen aber so durch und durch Contemporary Bücher schrecken mich doch immer ein bisschen ab. Glücklicherweise hat es mir der Thienemann Verlag aber in einer netten Mail schmackhaft gemacht und letztendlich bin ich froh, dass sie genau das getan haben. Müsste ich das Buch empfehlen würde ich geraderaus sagen: Allen denen, die Wunder geliebt haben. Das ist zwar sehr hoch gestochen, wenn man bedenkt, wie viel Einfluss dieses Buch auf viele seiner Leser genommen hat. Dennoch gleicht Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling Wunder in mancherlei Hinsicht. Es geht um einen Jungen, der ankommt, seinen Weg findet, Probleme bewältigen muss und so erwachsen wird. In diesem Fall unterscheiden sich beide Bücher nicht. Genauso wenig wie in den Schreibstilen die beide ganz toll, super gut lesbar sind und obendrauf noch super den Gefühlszustand von Jungs rüberbringen. Kos ist erst 13 und da er seine Geschichte per Kassette aufzeichnet spricht er frei und geraderaus sehr ungezwungen von seinen Erlebnissen. Dadurch entsteht eine ganz eigene und absolut erfrischende Erzählweise denn Kos hat diese Art alles geradeheraus zu sagen und auf sehr lustige Weise über alles, was ihm passiert nachzudenken. Kos Leben selbst kann gerade nicht besser laufen. Ihm geht es gut, er ist glücklich. Er führt ein entspanntes Leben mit seinen drei Schwestern und seinem Vater im Hotel Große L, ist richtig gut im Fußball und könnte sogar bald von einem Talentescout von Ajax entdeckt werden und noch dazu verfolgt seine große Liebe Isabel jedes seiner Spiele, da auch ihr Bruder in der Mannschaft spielt. Doch genau dann, als er den entscheidenden Elfmeter schießt, verändert sich alles in seinem Leben. Denn genau in diesem Moment hat sein Vater einen Herzinfarkt und muss ins Krankenhaus. Nun müssen die vier Geschwister das Hotel alleine führen und wäre der Koch Walput nicht schon verrückt genug, bringen seine drei Schwestern noch allerlei Schwung ins Haus. Die sind nämlich alles andere als normal und während die 19-jährige Libbie noch am normalsten erscheint aber heftig verliebt ist, bringt die 15-jährige Briek mit ihrer pubertären Art alle schnell auf die Palme und die kleine Pel (mein kleiner Favorit) brachte mich während des Lesens mit ihrer verrückten und tierlieben Art immer zum Lachen. Alle Charaktere des Buches sind durchweg so liebevoll gestaltet und letztendlich genauso süß und einzigartig, wie der Rest des Buches. Letztendlich ist das was am Ende bleibt ein ganz einzigartiges Buch. Es ist nicht überladen mit Spannung. Die Handlung plätschert so vor sich hin. Das hat jedoch nicht gestört denn das Buch begeistert durch Kos liebevolle und absolut lustige Art, den wohl unvergesslichsten Mai aller Zeiten zu beschreiben. Es ist kein Buch, was Spannung braucht. Es lässt den Leser lachen aber gleichermaßen auch durch tiefgründige Stellen nachdenken. Es zeigt den Weg eines Jungen, der ins kalte Wasser geschmissen wird und so schnell aber erfolgreich lernen muss, selbstständig und vor allen Dingen er selbst zu sein. Diese wichtige Botschaft vermittelt der Autor Sjoerd Kuyper auf gerade mal 250 Seiten auf eine so wundervolle Weise, dass ich jede einzelne Seite des Buches genossen habe. Bewertung: Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling ist genauso einzigartig wie sein Titel. Verglichen mit Wunder und Wir wollten alles, wir wollten nichts ist dieses Buch eines der wenigen Jugendbücher, die neben Unterhaltung noch tiefer gehen und den Leser, egal ob jung oder alt, nachdenklich werden lassen. Außerdem punkten die vielen lustigen Stellen und natürlich die tollen Charaktere, allen voran Pel, die mir ein kurzweiliges Lesevergnügen beschert haben. So kann ich diesem Buch guten Gewissens 5 von 5 Füchschen geben. Vielen herzlichen Dank an den Gabriel Verlag, für das tolle *Rezensionsexemplar.

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  • Lena liest rezensiert...

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
    lenasbuecherwelt

    lenasbuecherwelt

    14. April 2015 um 20:57

    Eigentlich ist Kos mit seinem Leben glücklich. Er spielt  begeistert Fußball, darf sogar bei “Ajax” vorspielen und lebt in einem Hotel gemeinsam mit seinem Vater, dem Hotelbesitzer, und seinen 3 verrückten Schwestern… Kos Mutter ist vor einiger Zeit verstorben. Und dann passiert das Furchtbare: Während eines Fußballspiels kriegt der Vater einen Herzinfakt und muss für längere Zeit ins Krankenhaus. Wird er wieder gesund? Und wer führt denn nun das Hotel weiter? Wenn 4 Kinder einige Gäste unterhalten sollen, kann es nur drunter und drüber gehen! Schade nur, dass Kos nun gar keine Zeit mehr für Isabel hat, das Mädchen, das er endlich küssen will… Kos Familie ist ziemlich verrückt. Sein netter Vater hat Geldprobleme und verschuldet das Hotel immer mehr, Kos Mutter ist leider nicht mehr am Leben und Kos Schwestern sind wohl die Krönung des Ganzen. Die 3 Mädchen zwischen 9 und 19 versuchen Tiere zu beleben, haben eine Vorliebe für traurige Dichter und geraten immer wieder in peinliche Angelegenheiten. Klar, dass es Kos mit seinen 13 Jahren als einziger “Hahn im Korb” ziemlich schwer hat. Nur das Mädchen Isabel ist anders und in die hat sich Kos prompt verliebt. Doch so ein Mädchen zu begeistern ist ziemlich schwer. Kos gibt sich aber alle Mühe… Der Titel der Geschichte ” Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling” sorgte dafür, dass ich neugierig wurde und mir das Buch näher anschaute. Als ich mir den Klappentext durchlas, war mir noch nicht klar, was der Titel mit dem Inhalt zu tun hat. Nun, nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich folgende Vermutung: “Was Kos stattdessen gerade erlebt, gleicht eher einer Bruchlandung” (…) Er braucht dringend Auftrieb. ” steht in der Inhaltsangabe vom Gabriel Verlag. Er wird erst verrückt, verrückt von der Last auf seinen Schultern, da er nun, wo sein Vater im Krankenhaus liegt, das Hotel hauptsächlich alleine leiten muss. Er befindet sich auf einer Talfahrt, immer mehr prasselt auf ihn ein. Doch jedes Chaos hat einmal ein Ende. Dann geht es wieder höher, die Talfahrt wird zu einer Bergtour. Und umso höher, umso glücklicher man wird, umso mehr hat man das Gefühl zu fliegen. Leicht zu sein, wie ein Schmetterling. Man hat das Tief, die schweren Tage, überwunden. In “Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling” gibt es immer wieder solche Stellen, über die man noch einmal nachdenken kann. Der junge Leser lernt zum Beispiel etwas über den Tod, über das Leben mit nur einem Elternteil, über Krankheiten wie Krebs… Trotzdem ist und bleibt das Buch hauptsächlich lustig, ziemlich verrückt und chaotisch. Eben genauso, wie das Leben eines 13-jährigen Jungen meist ist. Doch trotzdem ist Kos Leben ziemlich übertrieben. Also noch ein Stückchen verrückter, komischer und durchgedrehter, als so ein Leben mit 13 Jahren in der Realität ist. Außerdem sind die 3 Schwestern extrem trottelig- und warum übernimmt nicht die 19-jährige Schwester vorübergehend das Hotel, sondern der kleine 13-jährige Kos?! Kos nimmt diese komische Geschichte auf einem Tonband auf, er schreibt also nicht, wie es so oft Protagonisten machen, Tagebuch. Dadurch, dass Kos diese Geschichte erzählt, ist der Schreibstil ziemlich locker und jugendlich. Dieser wirkt hier aber nicht gezwungen jung, sondern passt sich einfach selber an die Geschichte an- > Großes Plus! Trotz des leicht zu lesenden Schreibstils bin ich nicht immer durch die Geschichte gerutscht. Das lag daran, dass nach einem vielversprechenden Anfang die Geschichte nur noch dahinplätscherte und nichts Großes passierte. So baute sich nicht immer mehr Spannung bis zu einem krönenden Höhepunkt auf, sondern das Spannungslevel blieb ziemlich gleich und gegen Ende las ich deshalb leider nicht mehr so aufmerksam… Wer eine lustige, chaotische, eben eine durchweg verrückte Geschichte sucht, hat sie mit “Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling” definitiv gefunden! Die Geschichte unterhält, ein paar Längen haben mich zwar stocken lassen, doch viel lachen konnte ich trotzdem! Note: 2 ( gut ) bis 3 ( befriedigend)

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  • Eine vor sich hin plätschernde Geschichte, mehr aber auch nicht!

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
    BeautyBooks

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    11. April 2015 um 20:29

    Eigentlich müsste sie zum Psychiater. Aber Verrückte gehen nicht zum Psychiater, weil sie in ihrer Verrücktheit glauben, sie wären als Einzige auf der Welt normal, so wie Geisterfahrer glauben, sie würden als Einzige auf der richtigen Seite fahren. - Seite 66 Kos braucht dringend Auftrieb aber im Moment sieht es absolut nicht danach aus. Es war an einem Sonntag, an dem er sich sicher war, alles zu können. Fliegen zum Beispiel. Stattdessen erlebt Kos gerade eine Bruchlandung. Sein Vater erleidet einen Herzinfarkt und lässt Kos mit Hotel und seinen drei starrköpfigen Schwestern allein zurück. Sein Vater muss sich mehr als nur schonen und darf sich noch dazu absolut nicht aufregen. Na wenn der wüsste, was sich im Familienhotel tagtäglich abspielt. Und dann ist da auch noch Isabel - die Kos noch immer nicht geküsst hat. Als 13- jähriger, mitten in der Pubertät, hat man es eben nicht leicht. "Wenn du die Frauen nicht verstehst", sagte er, "kannst du ihnen nicht beibringen, dich zu verstehen, darum verstehen sie die Männer nicht und können denen nicht beibringen, sie zu verstehen, und darum verstehen wir Männer die Frauen nicht. Verstanden?""Nein. Jetzt bin ich jedenfalls nur noch in meine Puch verliebt." - Seite 42 Meine persönliche Meinung:Hat man die ersten Seiten erstmal gelesen, merkt man sofort, dass man es hier mit einer sehr verrückten und temperamentvollen Geschichte zu tun hat. Das Denken setzt ein, wenn man darüber spricht. Erst dann. Weil man die richtigen Worte finden muss. Und während man danach sucht, denkt man über das nach, was passiert ist, und mit einem Mal sieht alles anders aus. Wenn man sich wütend oder traurig ins Bett legt, wird alles nur noch schlimmer. Aber wenn man darüber spricht, versteht man, warum es so oder so gelaufen ist, und wenn man es aufschreibt, findet man vielleicht sogar eine Lösung. - Seite 97-98 Die Geschichte wird von Kos selbst erzählt, indem er seine Erlebnisse und seinen Alltag auf ein Tonband spricht. Dieses Tonband hat er von Walput, dem Koch des Familienhotels, geschenkt bekommen. Kos muss von heut auf morgen das Hotel mit seinen drei Schwestern führen. Dessen Vater hatte einen Herzinfarkt und muss nun für längere Zeit im Krankenhaus bleiben. Backsteine verstehen mehr von Zebras als Männer von Frauen. - Seite 95 Libbie ist neunzehn und in einen jungen, sehr sehr schrägen und unglücklichen Dichter, verliebt. In Felix, der den ganzen lieben Tag an der Hotelbar sitzt.Briek, fünfzehn Jahre alt, verbringt ihr Leben und ihre Freizeit als Goth. Pel, neun Jahre alt, glaubt, dass ihre Mutter, die bereits gestorben ist, immer noch bei ihnen ist. Kos ist dreizehn Jahre alt und muss mit all diesen verrückten Leuten ein Hotel führen. Lügt man, dann lauschen alle wie gebannt, aber sagt man die Wahrheit, glaubt einem keiner. - Seite 110 Zeilen und Situationen die mich immer wieder zum schmunzeln gebracht haben. Eine außergewöhnliche Geschichte, die für mich jedoch nicht immer realistisch war. Der Vater kommt ins Krankenhaus, die älteste Tochter wird aber nicht als vorübergehende Leiterin des Familienhotels herangezogen. Sondern Kos, der zweitjüngste, der einfach absolut keine Ahnung davon hat, ein Hotel zu führen. Dies fällt niemandem auf, obwohl die Gäste nach und nach abreisen und das Hotel leer bleibt. Kos Schwestern waren für mich etwas too much. Ein abgedrehtes Trio, bei dem "weniger ist mehr" angebracht gewesen wäre. Kos Ideenreichtum erfreute mich dafür umso mehr. Ein Protagonist, der die Mundwinkel nach oben ziehen lässt. Ob man acht Kinder hat oder nur eins, spielt keine Rolle, man gibt seinen Kindern alle Liebe, die man hat. Und man steckt seine gesamte Energie rein. In acht Kinder oder in eins. Und abends ist man erschöpft - so oder so. Und glücklich - so oder so. - Seite 118 Die Geschichte plätschert so vor sich hin. Es passieren zwar immer wieder Dinge, jedoch nichts weltbewegendes, dass eventuell Spannung und Neugierde aufgebaut hätte. Kos herannahende Liebesbeziehung mit Isabel hätte man noch viel mehr ausbauen können. Auch sein Testspiel, für einen absolut großen Fußballverein, hätte mehr Potenzial für einen mitfiebernden Aufbau gehabt. Die Stimmung bliebt stets gedrückt und auch bei mir entflammte keine richtige Begeisterung. Mir fehlten einfach mehr Emotionen in der Geschichte. Vielleicht liegt es daran, dass der Autor selbst erst dreizehn Jahre jung ist, und auch daher der Schreibstil eher langweilig zu lesen und alles etwas schnoddrig rüberkommt. Schade, denn ich konnte mir aus diesem Buch, doch das ein oder andere wundervolle Buchzitat herausschreiben. Ein toller Buchtitel, dessen Inhalt aber nicht so richtig für den Inhalt des Buches spricht. Ein wenig realistischer, etwas mehr Emotionen und weniger übertriebene dargestellte Protagonisten hätten diese Geschichte ansonsten zu etwas ganz besonderen und außergewöhnlichen gemacht. Mama stand auf Jungs", sagte Papa. "Und auf Männer. Sie hat immer gesagt: Männer müssen einen zum Lachen bringen, sie müssen einen schön finden, sie dürfen nicht berechenbar sein, sie sollen gern Sex haben, aber nicht die ganze Zeit an einem dranhängen, und sie sollen viele gute Bücher lesen. - Seite 127

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  • Eine leicht verrückte Geschichte mit liebenswerten Charakteren

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
    onion73

    onion73

    10. April 2015 um 13:24

    Mit 13 hat man es nicht leicht. Die Gedanken schlagen Purzelbäume, Mädchen sind faszinierende und doch schwer zu verstehende Wesen. Ach ja, und dann begegnet man vielleicht noch der ersten Liebe und weiß nicht damit umzugehen. Kos passiert all dies auf einmal und noch viel mehr. Als einziger Junge zwischen drei Schwestern - jede mit ihren eigenen skurrilen Macken - hat er es schon im normalen Alltag recht schwer. Ernst zu nehmen scheint ihn keine. Dabei hat er volles Verständnis für das merkwürdige Verhalten der Mädchen. Alle haben noch immer an dem Tod der Mutter drei Jahre zuvor zu knabbern. Als nun auch der Vater der Kinder ins Krankenhaus kommt, stehen die vier vor einer schier ausweglos erscheinenden Situation. Die Welt um Kos droht in sich zusammenzubrechen. Doch Aufgeben geht nicht. Mit viel Enthusiasmus, ein wenig weltfremd und einer großen Portion Glück meistern die Geschwister alle Hürden. Feinfühlig wird auch die Beziehung der Geschwister untereinander beleuchtet. Wie in jeder Familie streiten sie sich, doch wenn es darauf ankommt, zeigen sie auch ihre große Liebe zueinander und halten zusammen. Die Geschichte wird in der Ich-Form aus der Sicht von Kos erzählt. Der Autor schafft es perfekt, den Ton eines Dreizehnjährigen zu treffen. Dabei geraten seine Gedankengänge auch das ein oder andere Mal ein wenig durcheinander oder gehen merkwürdige Wege. So wie auch im realen Leben. Etwas gewöhnungsbedürftig waren die Einschübe von Gedankengängen einer weiteren Person und ich brauchte ein paar Anläufe, um herauszufinden, dass es sich hier um Isabells Gedanken handelt. Doch irgendwie sind diese Passagen eine passende Ergänzung. Es werden schon ernste Themen angesprochen, doch ganz so ernst sollte man dieses Buch nicht nehmen. Mit einem Augenzwinkern und einigen Übertreibungen erzählt Sjoerd Kuyper eine verrückte Alltagsgeschichte. Wir begegnen liebenswerten Charakteren in fantastischen überdreht dargestellten Situationen. Am Ende fügt sich alles zu einer unterhaltsamen Geschichte zusammen. Fazit: Ein etwas anderes Jugendbuch mit einer Geschichte zum Nachdenken, bangen, schmunzeln und lachen. Aber auch einem ganz eigenen Charme.

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  • Erst wirst du überrascht und dann gelangweilt

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. April 2015 um 13:10

    Kos ist 13, begeisterter Fußballspieler und hat 3 Schwestern. Seine Mutter ist verstorben und sein Vater führt mehr schlecht als recht das Familienhotel. Doch an sich ist Kos zufrieden. Denn im Fußball ist er klasse und seine Tore widmet er seiner Mutter, seinem Vater und Isabel, in die er heimlich verliebt ist. Bei einem Elfmeter passiert das Unfassbare: Kos Vater bricht mit einem Herzinfarkt zusammen. Was sollen die Kinder nun tun? Wer kümmert sich um das Hotel? Und was wird aus dem Testspiel für Ajax? "Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling" war mein erster Jugendroman von Sjoerd Kuyper und er lässt mich ratlos zurück. Der Autor erzählt an sich eine tolle Geschichte, doch die Details und auch die Erzählweise sind so nichtssagend und öde, dass ich mich am Ende nur eines gefragt habe: "Das war es jetzt?" Die Geschichte wird von Kos selbst erzählt. Er schreibt kein Tagebuch, nein, er spricht seine Erlebnisse auf ein altes Tonband, welcher er vom Koch des Hotels bekommen hat. Und der Junge erlebt wirklich schräge Dinge. Nicht nur, dass er mit seinen Schwestern auf einmal das Hotel führen muss, seine Schwestern sind auch nicht die einfachsten Wesen unter der Sonne. Briek zum Beispiel geht vollkommen in ihrem Goth auf. Pel, die jüngste, glaubt, dass ihre Mutter nicht tot, sondern immer noch bei ihnen ist. Und die Älteste ist in einen unglücklichen Dichter verliebt. Wie soll da Kos einen kühlen Kopf bewahren und auch noch ein Hotel führen? Die Erzählungen der Hauptfigur haben mich durchaus zum Schmunzeln gebracht. Und ich habe auch mit ihm gefühlt. Allerdings sind die Begebenheiten, angefangen beim Hotel bis hin zu den Zufällen beim Fußball, so weit weg von der Realität, dass ich mich nicht fallen lassen konnte. Ich mag es durchaus, wenn nicht alles bierernst genommen wird. Doch eine Handvoll Kinder, die ein Hotel leiten und dies keinem auffällt beziehungsweise nicht die älteste Schwester, sondern der Bruder alles in die Hand nimmt? Das war mir dann doch zu weit weg von den wirklichen Möglichkeiten. Die Schwester mit ihren Spleens fand ich ansprechend. Aber auch hier gilt wieder: warum musste manche Schrullen übertrieben werden? Hier wäre das Motto "Weniger ist mehr" durchaus angebracht gewesen. Denn so saß ich kopfschüttelnd da und konnte mich nicht mehr am Ideenreichtum von Kos erfreuen, weil seine Schwestern einfach zu abgedreht waren. Die Story an sich plätschert vor sich hin. Es passieren zwar immer wieder Dinge, die Kos vor eine Herausforderung stellen, aber durch die gleichbleibende, leicht gedrückte Stimmung konnte ich nicht mitfiebern. Das fand ich schade, denn ich hätte so gern Kos die Daumen gedrückt für sein Testspiel und für seine aufkeimende Beziehung mit Isabel. Der Stil von Sjoerd Kuyper ist gut zu lesen. Seine Erzählweise ist leicht schnoddrig, typisch für einen 13-jährigen, aber nicht wirklich fesselnd. Hier hätte ich mir mehr Emotionen gewünscht. Fazit: ein anziehender Titel, der aber nicht aufs Buch abfärbt. Schade!

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  • crazy und wunderbar

    Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling
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    26. March 2015 um 21:40

    Über den Autor: Sjoerd Kuyper, geboren 1952 in Amsterdam, hat mehr als vierzig Bücher geschrieben, von denen viele Preise gewonnen haben und verfilmt wurden.  2012 wurde er mit dem Theo Thijssen-Preis für sein Gesamtwerk ausgezeichnet Zum Inhalt: „Es war ein Sonntag, an dem man sicher war, alles zu können. Fliegen zum Beispiel.“ Was Kos stattdessen gerade erlebt, gleicht eher einer Bruchlandung: der Herzinfarkt seines Vaters. Das ist schrecklich, denn sein Vater ist für ihn mehr als sein bester Freund. Jetzt muß er mit seinen drei starrköpfigen Schwestern das Familienhotel am Laufen halten. Dann gibt es da auch noch ein ganz besonderes Mädchen: Isabel. Er bräuchte dringend Auftrieb. Aber im Moment sieht es nicht danach aus … Meine Meinung: Die Geschichte hatte mich sehr schnell gefangengenommen. Der 13-jährige Kos ist mir gleich ans Herz gewachsen. Ein aufgeweckter Junge, der gerne Fußball spielt und das erste Mal verliebt ist. Er hat es mit drei nervenden Schwestern nicht gerade leicht. Aber auch die Mädchen haben mir gut gefallen und sind vom Autor sehr authentisch und echt getroffen. Die Kinder haben die Mutter verloren und der Vater seine Frau. Alle fünf müssen mit dieser Situation klarkommen und jeder einzelne verarbeitet seine Gefühle auf seine eigene Art. Zudem wird auch noch der Vater kurzzeitig krank und die Kids müssen erst mal übernehmen.  Hier besonders hervorgestochen ist Pel, die ein lebensfrohes Mädchen ist und sich ihre Mama auf eine ganz eigentümliche, aber wie ich finde, sehr entzückende und kindliche Art und Weise bewahrt. Die Familie spielt da komplett mit und das macht das Buch so wunderbar.Manchmal dachte ich beim Lesen, dass sich die Schwester etwas mehr in manchen Situationen hätten einbringen und mehr Interesse hätten zeigen müssen. Aber dann kam mir wieder in den Sinn: Hey, das sind Kinder, die denken und handeln ganz genauso, wie sie der Autor hier dargestellt hat. Die Liebe in dieser Familie ist in jeder Zeile zu spüren. Auch wenn sich die Geschwister ärgern und gegenseitig auf die Nerven gehen, so halten sie doch zusammen wie Pech und Schwefel. Die Geschichte erzählt uns Kos aus seiner Sicht und ab und zu kommt auch Isabel zu Wort. Die Sätze sind vom Autor kurz und bündig formuliert, ganz genauso wie, als ob sie ein 13-Jähriger schreiben würde. Damit fängt er die Gedanken dieser Altersklasse supergut ein und gibt sie sehr authentisch wieder. Manchmal sind Kos´ Gedanken weit entfernt von der Realität und manchmal sind sie für so einen jungen Menschen sehr tiefgründig. Kos und seine Schwestern müssen von jetzt auf gleich eine sehr große Verantwortung übernehmen, der sie sich alle vier, ohne sich groß zu beschweren, stellen. Die Geschichte hat Charme und ist sehr facettenreich. An manchen Stellen sehr lustig, dann wieder passieren den Kids sehr peinliche Dinge, die aber so wundervoll dargestellt sind, dass man beim Lesen einfach nur schmunzeln muß. Cover: Das Cover hätte direkt von Kos gestaltet werden können. Es passt perfekt zur Geschichte. Fazit: Ein wunderbarer Lesegenuß, etwas crazy aber total liebenswert, aus der Sicht eines13-Jährigen, dessen Leben in kurzer Zeit total auf den Kopf gestellt wird.

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