Skottie Young , Eric Shanower Der Zauberer von Oz (Softcoverausgabe)

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Inhaltsangabe zu „Der Zauberer von Oz (Softcoverausgabe)“ von Skottie Young

Als ein Wirbelsturm die kleine Dorothy ins magische Land Oz verschlägt, macht sie versehentlich eine böse Hexe platt, befreit eine lebende Vogelscheuche, lernt einen feigen Löwen kennen, ölt einen Holzfäller aus Blech und wird von den Munchkins als große Zauberin gepriesen - aber eigentlich will sie nur eines wissen: Wie kommt sie wieder nach Hause?

Die traumhafte Comic-Adaption des Kinderbuch-Klassikers von L. Frank Baum.

Klasse Zeichenstil, düster und zugleich märchenhaft.. Wundervolle Hintergrundgeschichten der Nebencharaktere, etwas wenig Story zu Dorothy

— Zyprim

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    Der Zauberer von Oz (Softcoverausgabe)

    liberiarium

    12. August 2017 um 13:14

    PLOTEin Wirbelsturm sorgt dafür, dass die kleine Dorothy und ihr Hündchen Toto ins zauberhafte Land von Oz geweht werden. Das Mädchen ist verwirrt: Sie soll nicht nur eine Hexe bei ihrer Ankunft getötet haben, sondern auch einen Zauberer aufsuchen, um überhaupt erst wieder nach Hause zu finden! Auf ihrem Weg zum Zauberer begegnet sie einem Löwen, der immerzu Angst hat, einem Blechmann ohne Herz und einer Vogelscheuche, die endlich Verstand haben möchte. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise, um sich vom großen Zauberer von Oz ihre Wünsche erfüllen zu lassen. Kann Dorothy unbeschadet wieder nach Hause kehren?MEINUNGVon Anfang an war ich davon angetan, als ich hörte, dass Panini Comics Der Zauberer von Oz publizieren würde. Ich mag die Geschichte der kleinen Dorothy, schaue mir auch gerne alte und neue Film-Adaptionen der Erzählung an. Daher freute es mich umso mehr, dass Eric Shanower Der Zauberer von Oz für den Comic möglichst originalgetreu umsetzen wollte. Das bedeutet aber auch, dass einige Stellen nicht immer kindgerecht sind. Um 1900, als Der Zauberer von Oz als Buch erschien, sah die Welt auch noch ein bisschen anders aus. Manchmal ist der Comic sehr düster und an einigen wenigen Stellen auch brutal. Ich persönlich mochte die Mischung aus kunterbunter Kindererzählung und Schauermärchen sehr. Erzählerisch habe ich vor allem darüber gejubelt, dass die Hintergrundgeschichten der Begleiter von Dorothy porträtiert wurden. So berichtet die Vogelscheuche über ihre Entstehung und der Blechmann beschreibt, wie ihm die große Liebe verwehrt wurde. Die kleinen Nebengeschichten machen die Hauptstory lebendig und hauchen den Charakteren vor allem viel Charisma und Sympathie ein. Dorothy blieb dagegen manchmal schon etwas blass, was ich zwischendurch etwas schade fand. Ich hätte mir durchaus auch einen Comic nur über die Hintergrundstorys der Nebenfiguren gekauft, so sehr habe ich sie genossen. Weil es sich bei dem Titel um eine Adaption handelt, wird natürlich generell viel erzählt. Oft hatte ich aber das Gefühl, dass der Text einfach zu narrativ ist, wodurch sich der Fokus vom Bild auf den Text verschob. Bei einem Comic problematisch, wie ich finde. Ich hätte mir gewünscht, dass die Bilder schlichtweg mehr erzählen, denn die Illustrationen sind wunderschön! Ist ja auch kein Wunder, hier war Skottie Young am Werk. Comic-Fans kennen ihn bereits durch seine Arbeit an Marvel-Projekten oder auch der I hate Fairyland-Serie. Er hat beispielsweise die Illustrationen für die Marvel-Babys angefertigt. Sein Stil ist deshalb irgendwie immer sehr niedlich, man möchte die Figuren am liebsten knuddeln! Er schafft es zudem aber auch, die düsteren Elemente meisterhaft zu bebildern. Ich hätte mir keinen idealeren Künstler für die Verwirklichung des Comics vorstellen können! Die Farben hat Jean-Francois Beaulieu beigesteuert. Sie sind unheimlich atmosphärisch und sorgen für die perfekte Stimmung beim Lesen! Etwas langweilig fürs Auge wird es allerdings während der Szenen in der Smaragdstadt. Natürlich ist dort alles grün, doch beim Lesen war ich manchmal ein wenig vom immer gleichen Setting genervt. Vielleicht hätte man in den Panels etwas anders arbeiten können, um das Auge nicht zu ermüden.FAZITMit seinen 188 Seiten hat man auch wirklich etwas von diesem Comic und man kann sich Zeit lassen, die Geschichte zu lesen. Auch wenn mich die Narration manchmal etwas störte und ich lieber die Bilder die Story erzählen gelassen hätte, war ich von Der Zauberer von Oz durchaus begeistert. Das liegt zu einem großen Teil an den schönen Illustrationen von Skottie Young, den herrlichen Farben und der Mischung aus Schauerelementen und Kinderbuch. Daher vergebe ich für die Comic-Adaption von Der Zauberer von Oz aus dem Panini Verlag vier von fünf möglichen Lesebrillen!

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