Sky Nonhoff Don't Believe the Hype!

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Inhaltsangabe zu „Don't Believe the Hype!“ von Sky Nonhoff

Was ist eigentlich so bahnbrechend an Miles Davis, visionär an Bob Dylan, originell an Patti Smith, Norah Jones oder Coldplay? Immer und überall werden die gleichen Alben gelobt. Das ist langweilig und oftmals reine Geschmacksache. Sky Nonhoff bürstet die Pop-Geschichte gewaltig gegen den Strich. Witzig, intelligent und an luzider Bösartigkeit kaum zu übertreffen!

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  • Rezension zu "Don't Believe the Hype!" von Sky Nonhoff

    Don't Believe the Hype!
    winter-chill

    winter-chill

    03. October 2012 um 20:07

    An der Stelle, an der Sky Nonhoff in seinem Buch über Bob Dylan herzieht, spricht er vom „hohen Erschöpfungsfaktor“, den dessen „selbstfinderischen Bekenntnisse“ hätten. Das ist ungefähr in der Mitte des Buches. Ja, erschöpft war ich zu diesem Zeitpunkt auch und zwar von Nonhoffs unsäglich gekünsteltem Schreibstil. In verworrenen, bis zum geht nicht mehr verschachtelten Sätzen versucht er seinen Lesern zu erklären, warum alles, was einigermaßen populär zugleich Schrott ist. Dabei versäumt er es nicht, mächtig mit seinen elitären Sprachkünsten anzugeben und zu zeigen, wie viele tolle Fremdwörter er kennt. Die wenigen Gastbeiträge in diesem Buch sind nur zum Teil besser geschrieben. Doch nicht nur der Schreibstil des Buches ist grauenhaft, auch der Inhalt lässt sehr zu wünschen übrig. Die einzelnen Musik-Besprechungen sind weder kritisch noch kompetent und auch nicht kontrovers. Sie muten einfach nur arrogant an und an vielen Stellen wird deutlich, dass die Autoren - und allen voran Sky Nonhoff - wahrscheinlich kein einziges Album der Bands, die sie hier niedermachen, gehört haben. Oder wie soll man es sich anders erklären wenn jemand Led Zeppelin IV für eine Travestie hält und dies nicht mal begründen kann? Die Idee des Buches wäre im Großen und Ganzen gar nicht mal so schlecht gewesen. Geschmäcker sind verschieden, es braucht Menschen, die mal gegen den Strom schwimmen und es kann den Horizont erweitern, auch mal andere Meinungen zu hören. Oftmals wird dem Konsumenten ja wirklich viel Schrott vorgesetzt. Und im Grunde können solche „Verrisse“ ja auch ganz erheiternd sein. Aber bei diesem Buch hatte ich einfach nur das Gefühl, dass es den Autoren schlicht und einfach nur darum geht, alles, was der „Masse“ gefällt schlecht zu machen und nebenbei zu betonen welch elitären, besonderen, außergewöhnlichen und daher umso besseren Musikgeschmack sie selbst haben. Man fragt sich zum Schluss wirklich was da überschätzt ist. Zwei Punkte bekommt das Buch nur deswegen, weil Geschmäcker wie gesagt eben verschieden sind und weil mich das Buch ob seines oben beschriebenen Schreibstils und seiner Inhalte teilweise echt zum Lachen gebracht und somit unterhalten hat.

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  • Rezension zu "Don't Believe the Hype!" von Sky Nonhoff

    Don't Believe the Hype!
    Saari

    Saari

    Selten las ich ein Buch, dessen Verfasser durch enorme Selbstüberschätzung dermaßen arrogant anmutet, dass ich sehr schnell die Lust verlor, weiterzulesen. Sky Nonhoffs Schreibstil ist übertrieben kompliziert, verworren und damit mehr als mühsam. Selbstverständlich lässt sich über Geschmack streiten und Nonhoffs Idee, ein Buch über die meistüberschätzten Platten der Popgeschichte zu schreiben, ist auch wirklich gut – es hätte etwas Tolles daraus werden können. Stattdessen humpelt man als Leser von einer Kolumne zur nächsten, die meistens nichts beinhaltet als bitterböse Lästereien, verpackt in komplexe und für durchschnittsgebildete Leser zunehmend unverständliche Satzgebilde. Kostprobe gefällig? „Doch wenn auch nicht ganz gentlemanlike, atmet hier jede schmähende Silbe mehr Leidenschaft als all die wohlfeile Leere des emotionalistischen Pharisäertums, das der feine Herr Sumner weiter mit distinguierter Geste veredelt. Die zart-harmonische Simulation von globaler Verantwortung, Solidarität und Altruismus, gefiltert durch den blendenden Lichteinfall von ökologischemn Chic und wiegenden World-Music-Beats, verfolgt seit jeher die totalitäre Ideologie der Komplettsedierung.“ Ein derartiger oder zumindest ähnlicher Wortlaut zieht sich durch jede einzelne Kolumne. Jedoch: Manchmal begann ich zu lesen und war erfreut. Endlich etwas Verständliches! Darüber kann ich sogar lachen! Die Band, über die er da herzieht, ist mir außerdem bekannt! Und dann: musste ich feststellen, dass es sich bei einer solchen Kolumne in 90 Prozent der Fälle um einen Beitrag eines seiner Gastautoren handelt. Diese Texte waren durchaus lesenswert, interessant und unterhaltsam. Alles in allem hat mir Don’t believe the hype nicht gefallen, sondern wird mir im Gegenteil äußerst negativ im Gedächtnis haften bleiben. Die Gastautoren konnten mit ihren kurzen Intermezzi nicht den ganzen unerträglichen Rest des Buches retten. Schade um die Idee und das Potential, das es gehabt hätte.

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  • Rezension zu "Don't Believe the Hype!" von Sky Nonhoff

    Don't Believe the Hype!
    metalmel

    metalmel

    15. November 2007 um 23:09

    Über Geschmack lässt sich immer streiten! Das gebe ich zu. Und deshalb fand ich das Buch erst mal interessant. Denn es beschäftigt sich mit den meistüberschätzten Platten der Popgeschichte. Aber da geht das Dilemma schon los – welches sind überhaupt überschätzte Platten? Sind das nicht für jeden Menschen andere? Soweit ich den Autor verstehe, sind das nur Werke, die ausgiebig von den Medien gelobt wurden. Nun ja, das kann ich verstehen. Da finden sich sicher welche, die die Lobhudelei nicht wert sind. Als erstes lese ich etwas über Guns n’ Roses’ „Appetite for Destruction“. Zuerst mokiert sich der Gastschreiberling über das Cover und faselt was von „sorgfältig choreographiertem Opiumhöhlen-Hokuspokus der pseudodekadenten Art“, danach beklagt er ohne Unterlass die Stimme von Axl Rose, die so klingt, als hätte „jemand seine Genitalien in einen Schraubstock geklemmt“. Die Gitarren sind zu hoch ausgesteuert, die Songs sind zu eintönig, die Riffs einfallslos und überhaupt ist das alles nur Metal von der Stange! Ja, aber, sollte es das nicht sein? Ich dachte immer, die Gunners wollten möglichst schnell sehr viel Kohle machen. Das war ihre einzige Intention. Und das haben sie doch geschafft, oder? Und wen interessieren schon kleine Anekdoten wie ein kleiner Journalist Axl Rose beim Kauf eines „Aerosmith“ T-Shirts beobachtet hat? Die haben doch mit der Platte nichts zu tun! Danach dachte ich, ich könnte etwas über Madonna, die „Latino-Transe“ lesen. Ich muss dazu sagen, dass ich Madonna seit etwa 20 Jahren mehr oder weniger die Treue halte. Ich mag ihre Musik. Claudia Kaiser nicht. Sie mag die ganze Person nicht. Ihr ist Madonna per se und deren Art, sich zu vermarkten zuwider. Und das schon 1984 bei „Like a Virgin“. Ständig quengelt Frau Kaiser, dass Madonna sich ja nur als Ware begreife und in verkrampften Machertum agiere. Und erst die ganzen Rollen, in die das Material Girl immerzu schlüpft: von der „Bad-Chick-Pose auf Erotica, über den Ethno-Mystizismus von ‚Ray of Light, bis zur Cowgirl-Nummer auf ‚Music’“. Hier erst habe ich begriffen, dass die ganzen Kritiken im Nachhinein verfasst wurden und gar nicht bei Erscheinen der Platte. Wie uncool! Das ist ja leicht, später darauf zu schimpfen. Natürlich ist heute eine Platte von 1984 nicht mehr besonders innovativ und neu und aufregend! Nachdem sich Frau Kaiser nun erschöpfend über Madonna selbst ausgelassen hat, verliert sie abschließend noch ein paar Worte zu deren Musik: Selbst der billigste Handy-Klingelton wirke dagegen wie ein satt pumpender Groove. Machen Sie’s doch besser, Claudia Kaiser! Zu Abwechslung wollte ich mal sehen, ob ich mich mit dem Gewäsch der Autoren leichter tue, wenn ich etwas über jemanden lese, den ich überhaupt nicht leiden kann. Robbie Williams also. Aber auch hier wird erst mal nur über die Person gelästert, von wegen Klassenkasper der Klon-Band Take That und überhaupt sei er in etwa so „erfrischend anders wie die Tribal-Tattoos auf den verlängerten Rücken all der unangepassten Krankenkassen-Sachbearbeiterinnen“. Danach wird eine Runde auf seinem Debüt-Album herumgehackt, das deutlich machte, dass „Britpop nichts anderes war als die H&M Kollektion der Musikindustrie“. Doch wirklich schlimm wird es erst mit seinem Swing-Album: „Mit dem Timbre eines animalischen Duftbaums gelingt es ihm, ein Dutzend Klassiker des Golden Age jeglicher Aura zu berauben.“ Ich wusste gar nicht, dass Robbie Williams so schlecht ist... Immerhin weiß ich nun wie schlecht und gewollt dieses Buch ist! P.S.: Im Anhang gibt es noch 100 Alternativen, die man kaufen kann. Ich kenne nur etwa 20 davon. Keine der genannten findet sich in meinem Besitz. Dafür habe ich immerhin acht der meistüberschätzten zu Hause. Ich bin eben schlicht und ergreifend Mainstream...

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