Slavenka Drakulic Das Liebesopfer.

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Liebesopfer.“ von Slavenka Drakulic

Der denkbar radikalste, poetischste Liebesroman...

— MarliesBhullar
MarliesBhullar
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Der denkbar radikalste Liebesroman....

    Das Liebesopfer.
    MarliesBhullar

    MarliesBhullar

    28. June 2013 um 22:58

    Eine junge Frau aus Warschau kommt mit einem Stipendium nach New York. Sie lernt José, einen Brasilianer kennen. Eine große Liebe beginnt. Doch von Anfang an wissen beide, dass ihre Beziehung nicht von Dauer sein kann, dann José hat in Brasilien Frau und Kind... sie verbringen glückliche Tage miteinander, bis die unvermeidliche Trennung bevorsteht. Die Schriftstellerin erzählt poetisch und einfühlsam die beklemmende Geschichte einer Frau, die bis zum Äußersten ging, um sich nicht von dem Menschen trennen zu müssen, ohne den sie nicht leben zu können glaubte. Sie lässt uns teilhaben an grenzenloser Leidenschaft... die in der Ermordung und der Verzehrung ihrer Liebe gipfelt. Trotzdem zögern wir zumindest einen Moment, bevor wir die Mörderin verurteilen, die im Sinne des Strafrechts schuldig geworden ist. Ein Buch, das ich viermal gelesen habe und bei jedem Mal habe ich neue Aspekte in dieser ungewöhnlichen Liebesgeschichte gefunden.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Liebesopfer." von Slavenka Drakulic

    Das Liebesopfer.
    Hallogen

    Hallogen

    16. January 2010 um 21:35

    Die polnische Anglistikstudentin Tereza lernt bei ihrem Auslandssemester den Brasilianer José kennen, und die zeitliche Begrenztheit ihrer Affäre (José ist zudem verheiratet mit Kindern) veranlasst sie, ihn zu Weihnachten zu töten, weil sie ihn so sehr liebt, dass sie für immer mit ihm vereint sein will, und ihn dann aufzuessen. Das wird dann ausführlich geschildert, und zu einer Geschichte des Kannibalismus ausgebaut, denn José forscht zu dem Thema und weiß daher viel darüber. Ja seine Erzählungen von besonders bizarren Fällen - so erfährt man in dem rückblickend geschriebenen Buch - versteht sie als Aufforderung, den totalen Höhepunkt anzustreben. Daneben gibt es noch ein Kindheitstrauma, das hervorgerufen wird und eine christliche Legitimierung des wahnwitzigen Verbrechens. Das ist mir alles zu sehr auf Ekel angelegt, und wenngleich es psychologisch durchaus gelungen ist (man versteht, dass sie stets fremdbestimmt lebte, und einen Befreiungsakt braucht, dies ihr erster selbstbestimmter Akt ist) kann ich es nicht mehr als interessant finden.

    Mehr