Smole Gudrun

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Autor von Kanzleimord.

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Kanzleimord

Kanzleimord

 (2)
Erschienen am 18.11.2016

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Rezension zu "Kanzleimord" von Smole Gudrun

Rezension zu "Kanzleimord" von Gudrun Smole
Kathleen1974vor einem Jahr

Titel: „Kanzleimord“
Autorin: Gudrun Smole
Verlag: Text/Rahmen, 2016
Seitenzahl: 320 Seiten

Klappentext:
„Wien am Ende des 19. Jahrhunderts. Nach einem heißen Pfingstwochenende wird der aufgeblähte Leichnam von Rechtsanwalt Dr. Rothenberg in seiner Kanzlei gleich hinter dem Reichsratsgebäude gefunden. Auch seine Haushälterin liegt tot in der Küche, und es stinkt.
Chefinspektor Cohn beginnt seine Ermittlung und versucht ebenso fieberhaft wie bedächtig, den Mörder zu finden. Seine Fahndung führt ihn durch die halbe Kaiserstadt bis in die neu eingemeindeten Vorstädte. Er folgt dabei seinem Instinkt und gibt dem Druck seiner Vorgesetzten nicht nach, die dazu neigen, die einfachste Erklärung für die richtige zu halten.
Lakonisch und in raschen Strichen zeichnet die Autorin das Bild einer sich verändernden Stadt mit ihren Verwerfungen, welche die Kulisse für diesen historischen Kriminalroman bildet.“

Zum Cover:
Ein schlichtes und ansprechendes Cover, das anderen Cover im Verlag angepasst wurde und sich nur farblich von diesen unterscheidet. Ein schöner Anblick im Bücherregal. Gefällt mir richtig gut!

Schreibstil:
An den Schreibstil musste ich mich erst einmal gewöhnen. Zudem wirkte die Schreibweise auf mich oft etwas konstruiert und ganz leicht eintönig. Ich weiß nicht, wie ich das sonst erklären soll. Jedenfalls war die Schreibweise leicht gewöhnungsbedürftig für mich.

Lieblingszitate:
„Nur ein beklemmendes Gefühl blieb an ihm haften, wie ein nasses Blatt Zeitungspapier an seiner Schuhsohle.“ (Seite 135)

Meine Meinung zum Buch:
Zunächst möchte ich gern lobend erwähnen, dass die Zeit, zu der dieser Kriminalroman spielt, also Ende des 19. Jahrhunderts, sehr gut rübergebracht wurde. Zudem wurden die Handlungsorte, also die Wiener Gegend, aber auch die Geschehnisse an sich sehr gut beschrieben, so dass ich mir alles gut im Kopf vorstellen konnte.

Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, fand ich gut in die Handlung hinein. Jedoch vermisste ich eine gewisse Dynamik im Geschehen. Der Kriminalroman fühlte sich für mich etwas zu „ruhig“ an. Dadurch fehlte es mir – vor allem im mittleren Bereich des Buches – ein bisschen mehr an Spannung. Ein paar mehr verdächtige Personen oder überhaupt unerwartete Ereignisse hätten dem Krimi meiner Meinung nach sicherlich gutgetan.

Zum Chefinspektor fand ich – trotz aller Bemühungen – keinen ausreichenden Bezug. Mir hätte es geholfen, ihn tiefgründiger kennenzulernen. Um mit einer Buchfigur „warm“ zu werden bzw. deren Empfindungen/Gedanken nachvollziehen und dann mit ihm mitfiebern zu können, benötige ich stets eine spürbare Persönlichkeit derselben. Die hat mir hier leider gefehlt. Gerade weil es sich hier zudem um seinen 1. Fall handelt, wäre für mich ein intensiveres Kennenlernen vorteilhaft gewesen.

Die Handlung an sich verläuft – wie schon erwähnt – eher ruhig. Zum Ende des Buches kommt dann aber etwas mehr Dynamik auf, was für mich dazu führte, dass ich die Spannung, die ich zu Beginn des Krimis verspürte, auch zum Ende wieder aufkeimte. Aber leider zog sich für mich der Krimi im mittleren Teil.

Die Aufklärung des Falls hat mir sehr gut gefallen. Mit diesem Ausgang des Krimis hätte ich dann so nicht gerechnet, was ich echt klasse fand. Die Lösung des Falls wurde nachvollziehbar und glaubhaft dargelegt und gab mir dann eine gewisse Zufriedenheit, das Buch gelesen zu haben.

Insgesamt also ein eher ruhiger, nicht allzu verstrickter Krimi, der aber bildhaft gut zur Geltung kommt und am Ende an Spannung gewinnt.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 3 von 5 Sterne.

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Rezension zu "Kanzleimord" von Smole Gudrun

Chefinspektor Cohns erster Fall ...
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Chefinspektor Cohn wird in seinem ersten Fall in die Kanzlei des Dr. Rothenberg gerufen. Der Rechtsanwalt und seine Haushälterin liegen ermordet in dem Haus hinter dem Reichratsgebäude.
Langsam und bedächtig tastet sich der Chefinspektor durch den Fall, der ihn durch halb Wien führen wird.
Steinchen um Steinchen setzt er das Mosaik zusammen bis er tief in die Machenschaften des Dr. Rothenberg eindringt.
Nicht ist wie es scheint.

Meine Meinung:

„Kanzleimord“ von Gudrun Smole ist der Auftakt zu einer Krimi-Reihe mit Chefinspektor Cohn. Schauplatz ist das Wien am Ende des 19. Jahrhunderts.
Es gärt in der Millionen-Stadt. Die Ärmsten der Armen kämpfen in den Fabriken ums Überleben und die Reichen werden reicher und reicher.
Die Hausherren schikanieren ihre Mieter, die sich nur deswegen über Wasser halten können, dass sie die untertags nicht benötigten Schlafstellen an sogenannte „Bettgeher“ untervermieten.

Der Krimi zeigt das unschöne Gesicht der Kaiserstadt. Die Geschichte kommt unaufgeregt daher, d.h. es gibt keine Verfolgungsjagden sondern „nur“ akribische Ermittlungsarbeit, die von Chefinspektor Cohns Bauchgefühl beeinflusst werden. Die Charaktere sind fein herausgearbeitet und die Sprache der Zeit gut angepasst.

Fazit:

Mir hat dieser Kriminalfall, der auch eine Menge Sozialkritik beinhaltet, sehr gut gefallen.

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