Sobo Swobodnik Die Nacht schweigt

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Inhaltsangabe zu „Die Nacht schweigt“ von Sobo Swobodnik

Eine junge Wiener Studentin recherchiert im Burgenland den Mord an fast 200 jüdischen Zwangsarbeitern kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Rechnitz ist ein Ort mit einem dunklen Fleck in der Geschichte. Als die Studentin spurlos verschwindet, wird dem Ermittler Hài klar: Einige Verbindungen von damals scheinen noch intakt. Und selbst über 70 Jahre nach dem Massenmord hat jemand ein Interesse daran, dass die Geheimnisse der Vergangenheit verborgen bleiben.

ein grausames Verbrechen aus längst vergangenen Tagen, eine couragierte Studentin und ein schräger Ermittler

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931
    kubine

    kubine

    01. August 2016 um 19:14
  • Was hat Studentin Linda in Rechnitz entdeckt?

    Die Nacht schweigt
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    22. July 2016 um 17:10

    Der Autor hat sich eines heiklen Themas angenommen: die bis heute nicht restlos aufgeklärten Morde an rund 200 jüdischen Zwangsarbeitern in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in Rechnitz, Burgenland. Die Verbrechen der Nazis auf dem Schloss der Gräfin Batthyani sind noch immer Gegenstand von Untersuchungen, zumal man die Leichen der Ermordeten nicht gefunden hat. Doch nun zum Buch. Die engagierte Studentin Linda Prohaska verschwindet bei Recherchen zu den Vorfällen im Kreuzstadel zu Rechnitz. Ihre Mutter befürchtet ein Verbrechen, der Rest der Familie wiegelt ab und auch die Polizei sieht keine Veranlassung, Ermittlungen aufzunehmen. So engagiert man den deutschen Privatermittler Hài. Wird er Linda finden? Und welche Informationen hat Linda vor ihrem Verschwinden herausgefunden? Ganz klar bin ich mir diesem Krimi nicht gekommen. Da ist zum einen ein aufwühlendes historisches Ereignis andererseits ein interessanter Schreibstil und Problem beladene Protagonisten. Swobodnik verwendet bis zu vier Erzählebenen, die schön sauber durch Überschriften kenntlich gemacht sind. • „ES“ = Perspektive des Zweiten Weltkriegs • „ICH“ = Hàis Sicht • „DU“ = Perspektive von Linda • „NO“ = die Sicht von Lindas Drogen abhängiger Schwester Nora Die Zusammenhänge zwischen dem ausschweifenden Sexualleben von Nora (bis hin zu Prostitution) und den homosexuellen Abenteuern des Ermittlers mit den Vorfällen in Rechnitz des damals und heute, haben sich mir nicht erschlossen. Auf diese Detailtreue der diversen Praktiken hätte ich verzichten können. Hier driftet der Autor in eine völlig andere Richtung ab. Fazit: Ein sehr ernstes Thema, dessen Umsetzung enttäuscht. Da werde ich mich an das Buch von Sacha Batthyani „Und was hat das mit mir zu tun?“ halten, dessen Großtante Margit Thyssen-Batthyani Gastgeberin jener SS-Leute war, die das Massaker verübten.

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    • 3
  • Grausames Verbrechen

    Die Nacht schweigt
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    24. February 2016 um 14:33

    Linda Prohaska, eine junge Studentin aus Wien, verschwindet bei Recherchen im Burgenland. Sie wollte mehr über den Mord an fast 200 jüdischen Zwangsarbeitern kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs herausfinden. Die Mutter vermutet ein Verbrechen, doch darauf gibt es keine Hinweise und damit auch keine Ermittlung durch die Polizei. Daher wird der Detektiv Hài von der Familie engagiert, um Linda zu finden. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Die Kapitelüberschriften zeigen an, aus welcher Perspektive erzählt wird: Ich, Du, No und Es. Hài berichtet uns seine Sicht in der Ich-Form. Noras Kapitel sind mit „No“ überschrieben. Sie ist Lindas Schwester. Lindas Sicht erfahren wir in der ungewöhnlichen Du-Form und die Vergangenheitsberichte sind mit „Es“ überschrieben. Ich habe mich sehr schwer damit getan, weil ich es sehr verwirrend fand, auch wenn ich mich mit der Zeit daran gewöhnte. Sprachlich war mit einiges einfach zu direkt. Was in der Vergangenheit geschehen ist, wird sehr neutral und sachlich – eben als Bericht – geschrieben. Margit von Batthyány hatte ein Fest für verschiedene Gruppen von Nationalsozialisten veranstaltet, bei dem die Zwangsarbeiter erschossen wurden. Dieses Verbrechen wurde nie aufgeklärt, die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen und sehr viele der Opfer nicht gefunden. Linda ist eingesperrt in einem dunklen Keller und erfährt durch Umhertasten, dass sie eingemauert ist. Sie weiß, dass sie lebt, solange sie noch atmet. Sie reagiert für mich untypisch, denkt nach und ist ziemlich ruhig. Überhaupt dauert es, bis Spannung aufkommt. Die Charaktere sind mir alle nicht sympathisch, jeder hat seine Probleme. Nora schläft wild durch die Gegend und hängt an Drogen, aber auch Hài holt sich seinen Kick bei den Prostituierten in Wien. Sein Vorgehen ist oft bedenklich. Konstantin unterstellt seiner Schwester, dass sie ihm mit ihrem Verschwinden schaden will. Es geht um grausame historische Fakten, doch die Geschichte Drumherum hat mich nicht überzeugt. Mir fehlte da Tiefe. Aber vielleicht waren auch nur meine Erwartungen zu groß.

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  • Sehr wichtiges Thema, enttäuschende Umsetzung

    Die Nacht schweigt
    dubh

    dubh

    21. February 2016 um 23:31

    Das Burgenland, damals und heute. Im März 1945 wurden in einer Nacht in einem Ort im Burgenland, der direkt an der Grenze zu Ungarn liegt, rund 200 Zwangsarbeiter ermordet. Dieses Verbrechen, dass als "Massaker von Rechnitz" bezeichnet wird, ist ein sogenanntes "Endphaseverbrechen', das nie aufgeklärt wurde. Die Erschießungen wurden von Besuchern eines Schlossfestes verübt, das die Bewohnerin des Schlosses und Gastgeberin Margit von Batthyány für SS-Leute und andere NSDAPler organisiert hatte. Schon zuvor wurde das Schloss immer wieder entsprechend genutzt, da von Batthyány dort zuvor eine Erholungsstätte für Waffen-SSler eingerichtet hatte. Die Tochter Heinrich Thyssens konnte nach Kriegsende in die Schweiz entkommen und wurde Zeit ihres Lebens nie zur Verantwortung gezogen. Doch nicht nur, dass sich die Verantwortlichen allesamt der Gerichtsbarkeit entzogen, nein, bis heute wurden die allermeisten der Opfer nicht gefunden... So viel zu den Fakten. Sobo Swobodnik lässt in der Gegenwart eine Studentin aus Wien an den grausamen Geschehnissen aus den letzten Kriegsmonaten forschen. Doch als Linda plötzlich verschwindet, rückt Detektiv Hài auf den Plan: er wird engagiert, um die junge Frau zu finden und begreift sehr schnell, dass das dunkelste Kapitel der österreichischen Geschichte bis heute seine Schatten wirft... Der Autor greift zu einer - für mich - etwas ungewöhnlichen Erzählweise, da er auf vier Ebenen erzählt, die er als 'Es', 'Ich', 'Du' und 'No' betitelt. Bei 'Es' handelt es sich um die Ebene, die zu Ende des Zweiten Weltkrieges spielt und verschiedene Blickwinkel einfängt, 'Ich' schildert die Sichtweise und die Erlebnisse des Ermittlers Hài, 'Du' beleuchtet die Perspektive der vermissten Studentin und 'No' zu guter Letzt die ihrer Schwester Nora. Was sich anfänglich etwas schwierig darstellte, denn ich musste mich arg darauf konzentrieren, wer gerade erzählen durfte. Aber sobald der Szenenwechsel halbwegs geläufig ist, liest sich diese Erzählvariante ziemlich gut und entwickelt auch eine sehr gute Eigendynamik. Doch damit legen sich nicht alle Startschwierigkeiten, denn nachdem die Spannung etwas zugenommen hat, sind die grausamen Fakten des "Massakers von Rechnitz" ziemlich schnell erzählt. Klar liegen sie vor einem, auch die offenen Fragen - zum Beispiel, warum nie jemand zur Rechenschaft gezogen werden konnte und warum selbst intensive Suchen - zuletzt in den 90ern - nach den Opfern ergebnislos verliefen. Jetzt müsste Swobodnik mehr aus dem historischen Fakten und den Schatten, die bis heute reichen, machen, doch stattdessen verfranzt er sich in Belanglosigkeiten. Hài bedient sich nicht nur fragwürdiger Methoden, sondern lebt auch noch in ausufernder Art seine sexuellen Bedürfnisse im Wiener Rotlichtmilieu aus. Dazu kommen noch Drogensucht, Homosexualität und Abstrusitäten, die mich an der ein oder anderen Stelle echt den Kopf haben schütteln lassen. Ganz ehrlich, ich muss den Protagonisten eines Krimis nicht mögen, um Gefallen an der Lektüre zu finden - aber das war mir wirklich zu hanebüchen. Vielleicht habe ich zu viel erwartet: das Thema ist mir wichtig und ich fände es großartig, wenn man endlich in der Lage wäre, die menschlichen Überreste der Opfer zu finden und sie angemessen zu bestatten. Stattdessen lese ich dann über einen Detektiv, der sich mit Prostituierten wie auch immer vergnügt... Fazit: Für einen Krimi hat "Die Nacht schweigt" zu wenig Spannung, das Potential der interessanten Erzählstruktur geht irgendwann leider auch unter und ein sehr wichtiges Thema bekommt in meinen Augen nicht die Aufmerksamkeit, die es verdient hätte, sondern dient in erster Linie als Aufhänger. Schade, hier wurde viel verschenkt. Bleibt zu hoffen, dass dieses Buch dennoch das Interesse an der Vergangenheit weckt! 2,5 / 5 Sternen

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  • Basierend auf einem realen, ungeklärten Fall

    Die Nacht schweigt
    lesefreude_book

    lesefreude_book

    21. February 2016 um 19:29

    „Die Nacht schweigt“ setzt auf einem dunklen Stück österreichischer Geschichte auf. Kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs wurden in Rechnitz angeblich 200 jüdische Zwangsarbeiter erschossen. Doch die Leichen dieser 200 Juden sind bis heute nicht gefunden. Soweit die Realität. Als nun eine Studentin in Wien verschwindet, soll Hái den Aufenthaltsort der Studentin klären. Schnell zeigt sich, dass die Ursachen des Verschwindens der jungen Studentin bis 1945 zurückreichen. Wieso Hái extra aus einem deutschen Kloster geholt wurde, um diesen Fall als Privatermittler aufzuklären, erschloss sich mir nicht wirklich. Doch schnell zeigt sich, dass die Angelegenheit sehr verwoben ist. Und leider denkbar als ganz und gar wahre Geschichte. Sieht man doch aktuell nur zu gut, dass das nationalsozialistische Gedankengut präsenter ist und mehr ausgelebt wird als einem denkenden Menschen lieb ist. Die Geschichte wird auf vier Ebenen erzählt – Du, Ich, Es, No. Während „Du“ die Geschichte aus der Perspektive der verschwundenen Studentin erzählt, ist „No“ die Sichtweise der Schwester der Verschwundenen. „Ich“ zeigt die Perspektive von Hái. Bei „Es“ gehen wir zurück ins Jahr 1945. Dabei werden hier Ereignisse aus der Vergangenheit rund um das Massaker in Rechnitz aus wiederrum unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Durch diese vielen Perspektiven erhält die Geschichte Dynamik und wird erst richtig interessant. Die belegbaren Fakten zu den Vorfällen in Rechnitz sind rasch erzählt. Der Autor baut also eine Geschichte rund herum und lässt Hái durch mehr als fragwürdige Ermittlungsmethode in abstrusen Sex- und Drogenszenen agieren. Fazit: Der kriminalistische Fall ist leider mäßig spannend und vorhersehbar. Der gefinkelte Aufbau in den vier unterschiedlichen Ebenen verleiht der Geschichte Dynamik. „Die Nacht schweigt“ ist sicherlich keine leichte Lektüre, aber eine interessante Geschichte, die Lust auf mehr fundiertes Wissen zu den Geschehnissen macht.

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