Sofi Oksanen Stalins Kühe

(21)

Lovelybooks Bewertung

  • 26 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 7 Rezensionen
(5)
(11)
(3)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Stalins Kühe“ von Sofi Oksanen

Der erste Roman der finnischen Bestsellerautorin – erstmals im Taschenbuch! Anna hat alles im Griff. Sie dient einer 'Herrin', der Bulimie, denn es gibt nichts Wichtigeres für sie, als einen vollkommenen Körper zu besitzen und unangreifbar zu sein. Annas Eltern trennen sich, als ihre Mutter Katariina herausfindet, dass ihr Mann sie betrügt. Sie, die Estin, verleugnet ihre Herkunft, weil sie weiß, welch schlechtes Ansehen Estinnen in Finnland haben – sie gelten als russische Huren, die es geschafft haben, durch Heirat nach Finnland zu entkommen. Aus Angst, dass ihrer Tochter die gleiche Verachtung zuteil wird wie ihr, darf diese die Sprache nicht lernen und keinem sagen, woher die Mutter stammt. Während Anna lernen muss, dass sie wirklich krank ist, erfährt der Leser die Hintergründe der Familiengeschichte, Ursache für Annas Leiden, die bis in die Zeit der Besetzung Estlands nach dem Zweiten Weltkrieg zurückreicht.

Interessante geschichtliche Hintergründe, aber leider etwas langatmig und durch viele Zeitsprünge & Perspektivwechsel kompliziert zu lesen

— -Leselust-
-Leselust-

Eine ganz wunderbare Familiengeschichte zwischen Estland und Finnland!

— sofie
sofie

Guter Schreibstil und eine interessante Protagonistin. Teils langatmig und verworren.

— porzelaine
porzelaine

Stöbern in Romane

Sieh mich an

Ich weiß, dass dieses Buch viele begeisterte Leser hat, doch mich konnte es leider nicht überzeugen.

loverosie1111

Der Sandmaler

Atmosphärische Schildungen, aber leider ziemlich eindimensionale Charaktere

leolas

Töte mich

Ein schlankes Büchlein, mit einer großartigen Geschichte voller Esprit. Ich fühlte mich gut unterhalten

brenda_wolf

Der Sommer der Inselschwestern

Ein wunderschönes Buch über die Kraft von Frauenfreundschaften und das Leben.

nati51

Gott, hilf dem Kind

Der Vierte Teil rettet das gesamte Buch.

sar89

Mein Leben als Hoffnungsträger

Ein echter Lesegenuß!

Himmelfarb

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Roman über Kommunismus und Essstörung, Heimlichkeit und Heimatlosigkeit.

    Stalins Kühe
    -Leselust-

    -Leselust-

    21. May 2016 um 11:05

    Zum Buch: Das Buch wird Abwechselnd von Katariina und ihrer Tochter Anna erzählt. Neben dem Perspektivwechsel gibt es auch immer Zeitsprünge, so dass ich mich manchmal sehr konzentrieren musste, um das Erzählte einordnen zu können. Es geht hin und her, zwischen Estland und Russland, zwischen Katariina und Anna, von den 40ern bis in die 90er. Allerdings ist es spannend, die Geschichte der Familie sowohl aus Sicht der Mutter, als auch aus Sicht der Tochter zu erfahren. Die beiden nehmen Situationen und Gegebenheiten oft ganz unterschiedlich wahr und man merkt den Generationsunterschied und das sie in unterschiedlichen Welten großgeworden sind. Wenn aus Katariinas Sicht geschrieben wird, erfährt man viel Geschichtliches. Über die Situation in Estland zu Zeiten des Kommunismus, und über die Beziehung des Landes zu Finnland. Über die Widerstandskämpfer und den Geheimdienst. Katariina heiratet einen Finnen und verlässt ihr Heimatland. In Finnland allerdings lebt sie ein Leben voller Geheimnisse, denn niemand soll wissen, das sie Estin ist. Frauen aus Estland haben in Finnland einen schlechten Ruf und werden als "russische Huren" bezeichnet. Und so verbietet Katariina ihrer Tochter auch, estnisch zu sprechen, sie hört keine estnischen Lieder, unterdrückt diesen Teil von ihr komplett. Anna leidet unter diesen Heimlichkeiten, lernt trotzdem estnisch. Sie findet ihren Platz weder so richtig in Finnland, noch in Estland. Sie entwickelt langsam eine Essstörung, die immer weiter zu einer anorektischen Bulimie wächst. Und das bringt auch wieder viel Heimlichtuerei, Verstecken und Lügen mit sich. Und Distanz - Anna fällt es schwer, Nähe zuzulassen und sich auf eine Beziehung einzulassen. Meinung: Insgesamt hat mir das Buch leider nicht so gut gefallen. Am Anfang fand ich die geschichtlichen Hintergründe sehr spannend, da ich so gut wie nichts über die Geschichte von Estland und Finnland wusste. Diese interessanten Aspekte sind sehr atmosphärisch und einfühlsam beschrieben, so dass mir nicht nur die geschichtlichen Fakten nährgebracht wurden, sondern ich mir auch die Stimmung in den Ländern gut vorstellen konnte. Es wird toll vermittelt, welcher Zeitgeist gerade herrscht und welche Vorurteile in den Köpfen der Menschen sitzen. Allerdings sind diese Leckerbissen verpackt in einer verworren gestrickten Handlung, die dem Leser mit dem vielen Hin und Her zwischen Zeiten, Orten und Perspektiven sehr viel Konzentration abverlangt. Und das kostet Kraft und hat mich dazu bewogen, das Buch mehrmals zur Seite zu legen. Außerdem werden sehr viele Personen nur kurz eingeführt und mir war oft nicht ganz klar, wo sie in dem komplizierten Beziehungsgeflecht ihren Platz finden. Annas Essstörung wird anfangs gut beschrieben. Der Leser erfährt Fakten und viel interessantes über das Leben und den Alltag mit dieser Krankheit. Und auch hier schafft die Autorin es, eine Stimmung zu vermitteln, die Gefühle anzusprechen. Aber nach einiger Zeit verliert sich die Atmosphäre leider in ewigen Wiederholungen und am Ende hat mich der "Anna- Teil" fast nur noch gelangweilt. Fazit: Wer sich speziell für Bulimie und/oder die Geschichte von Estland und Finnland interessiert, der wird in diesem Buch viel Reizvolles finden. Mir jedoch sind die literarischen Leckerbissen aus atmosphärisch dicht beschriebenen Szenen zu wenig und sie verlieren sich in den langatmigen Wiederholungen des ewig Gleichen und in einem verworrenen Handlungstrang.

    Mehr
  • Sofi Oksanen - Stalins Kühe

    Stalins Kühe
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    05. February 2016 um 17:45

    Anna ist selbstbewusst und hat ihr Leben voll im Griff. Denkt sie, denn eigentlich wird ihr Leben völlig fremdbestimmt und gesteuert durch ihre Esssucht, der sich nach und nach immer weitere Teile unterordnet. Dies geht so weit, dass sie sogar Freundschaften aufgibt und den Kontakt zu ihren Eltern weitgehend einschränkt. Dabei konnte gerade ihre Mutter sie immer unterstützen, denn sie teilen ein Geheimnis, das es immer zu bewahren gab: Annas Mutter stammt nicht aus Finnland, sondern ist Estin und diese sind in dem nordischen Land nicht sehr angesehen. Mehr und mehr entwickelt sich Anna jedoch genau zu dem, was sie jahrelang versuche zu vermeiden. Sofi Oksanens Debüt verknüpft die Geschichte von Mutter und Tochter, von Vergangenheit und Heute und zieht Parallelen zwischen der beschwerlichen Zeit in der Sowjetrepublik und dem Diktat, dem die junge Frau durch ihre Erkrankung unterliegt. Das eine mag das andere bedingen und erklären, jedoch blieben für mich beide Teile über weite Strecken getrennt und so interessant ich sie beide auch fand, hätte ich glaube ich lieber zwei getrennte Romane gelesen, die die Geschichten der Frauen erzählen, denn jede hat für sich erzählenswerte Aspekte. So bleibt der Roman für mich an vielen Stellen etwas unrund.

    Mehr
  • Beeindruckende Familiengeschichte

    Stalins Kühe
    sofie

    sofie

    15. June 2015 um 09:47

    „Denn ich hatte kein Herz. Ich hatte Essen. Ich hatte keine Liebe. Ich hatte Essen. Ich hatte keine Angst, nur Erstarrung und Essen. Ich hatte keinen Zorn, nur einen Magen, der sich bis zum Rand füllte.“ (S. 316) Wer keine Lust hat, die ganze Rezension zu lesen, hier eine Kurzfassung: Wundervoll. Unbedingt lesen! „Stalins Kühe“ ist in gewissem Sinn eine Familiengeschichte über drei Generationen, genauer gesagt eine Frauenfamiliengeschichte: Sofia, die Großmutter, Katariina, die Mutter und Anna, die Tochter. Aber im Mittelpunkt steht Anna, die mit ihrer Identität und ihrem „Herrn“ – ihrer Bulimie – kämpft. Im Laufe des Romans lernt der Leser diesen Herrn, aber auch seine Ursachen gut kennen. Sofia und Katariina sind Estinnen, Katariina heiratet aber einen Finnen und wandert aus. Und so lernt man auch sehr viel über die estnische Geschichte im 20. Jahrhundert, den Zweiten Weltkrieg, die Deportationen nach Sibirien, die Kollektivierung der Landwirtschaft, die Mangelwirtschaft, bis hin zum Systemwechsel 1989. Sofi Oksanens Sprache hat mich begeistert. Gerade Annas Krankheit, die oft aus der Ich-Perspektive beschrieben wird, ist oft so plastisch beschrieben, dass es einem Angst wird. Unglaublich kraftvoll. Aber auch die Komposition, der Wechsel zwischen den drei Generationen und Geschichten, zwischen Zeiten und Orten, hat mir sehr gut gefallen. Und weil ich gerade beim Schwärmen bin: auch das Cover finde ich besonders erwähnenswert und äußerst gelungen! Eine klare Leseempfehlung von mir! Und ich werde mir jetzt das nächste Buch der Autorin besorgen.

    Mehr
  • Ein wunderbares Stück Zeitgeschichte

    Stalins Kühe
    bookscout

    bookscout

    04. January 2015 um 23:43

    Wenn sich die NZZ dazu hinreißen lässt, eine Autorin als "neuen Stern am nordischen Literaturhimmel" zu bezeichnen, hat sie eine Chance verdient, beschloss ich. Und das nicht nur, weil ich spröde, skandinavische Literatur im Allgemeinen sehr schätze. Auch der Titel und das cleane, violette Cover trugen das Ihrige dazu bei, dass Sofi Oksanens Roman schließlich auf meinem Nachtkästchen landete.  "Stalins Kühe" ist eine Familiengeschichte, in ihrem Zentrum drei Generationen Frauen mit estnischen Wurzeln: Großmutter Sofia lebt und stirbt in Estland, Mutter Katriina verlässt mit ihrem finnischen Ehemann die sozialistische Heimat und Tochter Anna kämpft im gelobten (Finn-) Land mit ihrer Entwurzelung.  Die persönlichen Schicksale der drei Frauen sind eng verwoben mit der Geschichte Estlands, das zunächst von der Roten Armee unterjocht, dann von deutschen Truppen besetzt und schließlich von der Roten Armee zurückerobert und in die Sowjetunion eingegliedert wird.  Die Erzählung ist reich an Lokalkolorit, kleiner Details, die man in keinem Geschichtsbuch findet und die die autobiografische Färbung deutlich machen: Was prägt das estnische Leben in den 40ern, 70ern und 90ern? Wie kleidet man sich, was gibt es in Geschäften zu kaufen, was denken die Esten über die Finnen und umgekehrt?  Die Geringschätzung, mit der man in Finnland jungen, mit finnischen Männern verheirateten Estinnen begegnet, treibt Katriina dazu, ihre Herkunft zu verleugnen und auch Anna einzubläuen, es ihr gleichzutun. Das in der Sowjetunion alltägliche Versteckspiel, die dichten Netze aus Lügen stehen also auch im Westen an der Tagesordnung, sie verstören Anna so, dass sie bereits im Teenageralter in eine massive Bulimarexie schlittert.  Ihr "Herr", die Bulimie, schützt sie vor zu engen Bindungen an andere Menschen. Selbst in der langjährigen Beziehung zu Hukka gelingt es Anna nicht, sich zu öffnen und fallen zu lassen, er erfährt nie, dass ihre Mutter estnischen Ursprungs ist.  Als Estland schließlich nach dem Zerfall der Sowjetunion die Unabhängigkeit erlangt, und das Land immer westlicher wird, erlebt auch Anna einen massiven Einschnitt. Der befürchtete Verlust der Heimat, die keine Heimat war, wirbelt so viel Vergessenes auf, stellt so Vieles in Frage.. Dank paralleler Erzählstränge, zahlreicher Zeitsprünge und eindringlicher Sprache, gespickt mit estnischen und finnischen Fremdwörtern, ist "Stalins Kühe" sicher keine locker-flockige Nachmittagslektüre, nichts für "Nebenbei" und "Zwischendurch". Das Buch lebt davon, dass man sich Zeit nimmt für die Lektüre, eintaucht in die fremde Welt - so entfaltet sich die volle Kraft.  Auch die Beschreibung von Annas Krankheit rutscht zu keinem Zeitpunkt ins Banale oder Plakative ab, wie anfangs befürchtet. Sie spiegelt schlicht, auf sehr plausible und nachvollziehbare Art und Weise, Annas Psyche wider.  All das macht "Stalins Kühe" zu einem der besten Bücher, das ich seit Längerem gelesen habe. Kompliment, Sofi Oksanen! 

    Mehr
  • 'Der schlimmste Feind des Esten ist der Este.'

    Stalins Kühe
    sabatayn76

    sabatayn76

    18. May 2014 um 11:22

    Inhalt: Anna ist Bulimikerin, ihr Leben ist bestimmt vom Essen und von der Beschäftigung mit Essen. In 'Stalins Kühe' wird die Geschichte von Anna und ihrer Krankheit, von Annas Familie und ihrer Herkunft erzählt. So wie Anna ihre Krankheit leugnet, leugnet ihre Mutter Katariina ihre estnische Herkunft und erwartet auch von Anna, dass sie nicht über ihre Familiensituation spricht, denn Estinnen sind in Finnland nicht angesehen. Mein Eindruck: Ich habe bereits 'Fegefeuer' mit großer Begeisterung gelesen und bin ebenso beeindruckt von 'Stalins Kühe'. Besonders gut haben mir die verschiedenen Zeitebenen gefallen: man liest von Annas Kampf gegen ihre Bulimie, man erfährt von Katariinas Leben in Estland, von ihrer Heirat mit einem Finnen und von ihrem neuen Leben in Finnland, man bekommt Einblicke in die Geschichte Estlands vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart. Der Schreibstil ist (wie bei 'Fegefeuer') sehr eindringlich und sehr direkt, wodurch das Buch oft sehr explizit, wenig zimperlich und sehr verstörend wird. Da ich 'vom Fach' bin und mich dadurch recht gut mit Essstörungen auskenne, kann ich sagen, dass die Schilderungen von Annas Essstörung unglaublich authentisch und befremdend realistisch erscheinen, dass der Leser hier sehr viel über Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Binge eating lernen kann. Mein Resümee: Eine neue Lieblingsautorin! Im August erscheint Sofi Oksanens neuer Roman 'Als die Tauben verschwanden', auf den ich mich schon sehr freue.

    Mehr
  • Erfolgreicher Themenmix aus Bulimie, Verhältnis Estland-Russland, Mutter-Tochter-Beziehung,...

    Stalins Kühe
    paevalill

    paevalill

    24. October 2013 um 13:22

    In ihrem Erstlingswerk "Stalins Kühe" verarbeitet die Autorin so einige Themen wie das Verhältnis zwischen Estland und Finnland in der Sowjetzeit, eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung und allen voran Bulimie. Inhaltsangabe (Quelle: Kiwi-Verlag):"Anna hat alles im Griff. Sie dient einer »Herrin«, der Bulimie, denn es gibt nichts Wichtigeres für sie, als einen vollkommenen Körper zu besitzen und unangreifbar zu sein. Annas Eltern trennen sich, als ihre Mutter Katariina herausfindet, dass ihr Mann sie betrügt. Sie, die Estin, verleugnet ihre Herkunft, weil sie weiß, welch schlechtes Ansehen Estinnen in Finnland haben – sie gelten als russische Huren, die es geschafft haben, durch Heirat nach Finnland zu entkommen. Aus Angst, dass ihrer Tochter die gleiche Verachtung zuteil wird wie ihr, darf diese die Sprache nicht lernen und keinem sagen, woher die Mutter stammt. Dabei fahren die beiden regelmäßig nach Estland, um die Familie zu unterstützen, die das Grauen der sowjetischen Arbeitslager kennenlernte und unter den Bespitzelungen und Erpressungen durch enge Vertraute litt. Während Anna um ihr Gewicht kämpft und lernen muss, dass sie wirklich krank ist und die anorektische Bulimie sie umbringen kann, erfährt der Leser die Hintergründe der Familiengeschichte, Ursache für Annas Leiden, die bis in die Zeit der Besetzung Estlands nach dem Zweiten Weltkrieg zurückreicht." Die wichtigsten Fragen, die ich mir stellte, bevor ich das Buch las, waren, 1) wie realistisch und einfühlsam das Thema Bulimie wohl dargestellt wird, und 2) ob die Themenauswahl nicht zu groß ausfällt, um wirklich auf den Punkt zu kommen. Da ich bereits "Fegefeuer" kannte und somit das außerordentliche Talent der Autorin schätzte, traute ich ihr zu, die Themen erfolgreich miteinander verwoben zu haben. Ich wurde nicht enttäuscht! Die Handlung ist so zäh wie der Brei, der regelmäßig aus Annas Magen hervorgetriezt wird. Annas verworrenes Bild auf ihre Herkunft, die Beziehung zu ihrer Mutter und schließlich ihrem Freund und ihr für den Leser kaum aushaltbare Perfektionismus lassen nur zu gut nachvollziehen wie sehr es Anna zum Kotzen ist. Stellenweise wird es dem Leser selbst übel. Der Spannungsbogen lässt einen die Geschichte aber an keiner Stelle das Gefühl geben, das Buch zur Seite legen zu wollen. Durch den tiefen Einblick in Annas Gedanken- und (versteckten) Gefühlswelt sowie die Darstellung von Annas Problemen, die bereits zwei Generationen vor ihr beginnen, lässt sich ihre Bulimie leicht nachvollziehen. Somit lässt sich Frage 1 schon mal bejahen. Bezüglich Frage 2... Obwohl ich generell eher für sparsame, dafür gewichtige Infos stehe, fand ich die Umsetzung der Themenvielfalt sehr gelungen, sehr kompakt und perfekt miteinander verwoben. Ich kann mich definitiv nicht beschweren. Somit eine absolute Kaufempfehlung!

    Mehr
  • Leserunde zu "Geheime Tochter" von Shilpi Somaya Gowda

    Geheime Tochter
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Zum neunten Mal starten wir jetzt in die Lesechallenge 2012 und diesmal mit "Geheime Tochter" von Shilpi Somaya Gowda aus dem Verlag Kiepenheuer & Witsch: Über das Buch: Somers Leben ist genauso, wie sie es sich immer vorgestellt hat. Frisch verheiratet, mit einem neuen Job als Ärztin in San Francisco. Doch dann stellt sie fest, dass sie keine Kinder bekommen kann. Zur gleichen Zeit wird in einem abgelegenen indischen Dorf ein Mädchen geboren. Kavita, die Mutter, erkennt, dass sie das Leben ihrer Tochter nur retten kann, wenn sie sie weggibt. Als Somer und ihr Ehemann ein Foto des Mädchens in einem Waisenhaus in Mumbai sehen, entscheiden sie sich für eine Adoption. Somer ahnt, dass dieser Weg nicht leicht wird. Aber sie hofft, dass Liebe alle Probleme lösen kann... Shilpi Somaya Gowdas Debüt war in den USA und Kanada ein Sensationserfolg – es stand über viele Monate auf Platz eins der Bestsellerlisten. Der große Roman über eine Suche nach den Wurzeln und nach dem, was das Leben ausmacht, bewegt inzwischen Leserinnen auf der ganzen Welt.  Die Autorin ist in Toronto geboren und aufgewachsen. Ihre Eltern sind aus Mumbai nach Kanada immigriert. Die Idee zu diesem Roman kam ihr, als sie nach dem Studium in einem Waisenhaus in Indien arbeitete. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in Kalifornien. Weitere Informationen zum Buch und der Autorin: http://www.kiwi-verlag.de/das-programm/einzeltitel/?isbn=978-3-462-04445-4 Meldet Euch jetzt für die Lesechallenge an und gewinnt tolle Preise - ausserdem verlosen wir bis einschliesslich 05. September wieder 50 Leseexemplare von "Geheime Tochter" unter allen Anmeldungen und es warten erneut spannende Aufgaben auf Euch! Nicht vergessen: postet Eure Bewerbung im Thema "Anmeldung zur Lesechallenge" bzw. antwortet einfach auf diesen Beitrag! Viel Spaß!!! Mehr über die Aufgaben, die Preise und alle weiteren Informationen zur Lesechallenge sowie die aktuelle Punkteliste findet Ihr hier: http://www.lovelybooks.de/lesechallenge/ Shilpi Somaya Gowda über ihren Roman:

    Mehr
    • 1496
  • Rezension zu "Stalins Kühe" von Sofi Oksanen

    Stalins Kühe
    leserin

    leserin

    24. October 2012 um 11:42

    3 Generationen-Buch über kulturelle Probleme und als Hauptthema die Bulemie.

    Interessantes Buch, manchmal etwas langatmig