Sofia Blind

 5 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Sofia Blind

Sofia Blind lebt als Autorin, Übersetzerin und Gärtnerin im Lahntal. Bei DuMont erschien zuletzt ihr Buch ›Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt‹ (2019) und ›Die alten Obstsorten‹ (2020). Außerdem übersetzte sie u.a. die Werke von John Lewis-Stempel und Nigel Slater ins Deutsche.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Biografie einer Eiche (ISBN: 9783832180034)

Biografie einer Eiche

Erscheint am 16.07.2021 als Hardcover bei DuMont Buchverlag.

Alle Bücher von Sofia Blind

Cover des Buches Inseln (ISBN: 9783832199890)

Inseln

 (14)
Erschienen am 12.03.2021
Cover des Buches Greenfeast: Herbst / Winter (ISBN: 9783832199746)

Greenfeast: Herbst / Winter

 (7)
Erschienen am 22.09.2020
Cover des Buches Ikigai (ISBN: 9783832165161)

Ikigai

 (8)
Erschienen am 10.03.2020
Cover des Buches Eat (ISBN: 9783832194895)

Eat

 (4)
Erschienen am 18.02.2015
Cover des Buches Das Wintertagebuch (ISBN: 9783832199357)

Das Wintertagebuch

 (4)
Erschienen am 07.12.2018
Cover des Buches Mein Jahr als Jäger und Sammler (ISBN: 9783832165871)

Mein Jahr als Jäger und Sammler

 (5)
Erschienen am 12.03.2021
Cover des Buches Das Küchentagebuch (ISBN: 9783832194772)

Das Küchentagebuch

 (4)
Erschienen am 13.08.2014

Neue Rezensionen zu Sofia Blind

Cover des Buches Inseln (ISBN: 9783832199890)E

Rezension zu "Inseln" von Gavin Francis

Von Landkarten, Fernweh und Inselsehnsucht
evaczykvor einem Monat

„Die Kartierung einer Sehnsucht“ heißt das Buch „Inseln“ des schottischen Arztes und Schriftstellers Gavin Francis im Untertitel – und das ist wortwörtlich zu nehmen. Denn das Buch ist reich illustriert mit alten Landkarten, die sich mit entlegenen, oft wenig bekannten Inseln befassen. Von ungefähr kommt das nicht, denn wie Francis gleich zu Beginn des sehr persönlichen Texts erläutert, faszinierten ihn schon als Kind die Abbildungen eines alten Atlas in der Stadtbücherei.

Millenials und die ihnen folgenden Generationen können es vermutlich gar nicht mehr nachvollziehen, was der Atlas für den Jungen bedeutet hatte, der sein Fernweh mit dem Finger auf der Landkarte und seiner Vorstellungskraft stillt. Schließlich wuchs Francis noch zu einer Zeit auf, als Fernreisen bei weitem nicht so verbreitet waren und die Information selbst über entlegene Gebiete nur einen Mausklick entfernt aus dem Internet abrufbar.

Geplant war „Inseln“ als „persönliche Reise durch Landkarten und Inselgeschichten, durch die Segnungen und Nöte der Abgeschiedenheit“, über die Rolle von Inseln in der kollektiven Kultur, über den möglichen Gewinn aus der Isolation des Insellebens.  Die Corona-Pandemie habe den Ansatz seiner Überlegungen noch einmal verstärkt, schreibt Francis: „Die Welt hat sich verändert, es ist entscheidender denn je, die Vorzüge der Isolation zu schätzen und dennoch neue Wege zur Verbundenheit zu finden.“

Der Autor schildert eigene Inselerlebnisse, sei es als Naturschutzwart auf einem Leuchtturm, während eines Forschungsaufenthalts in der Antarktis oder als Besucher isolierter Inselgemeinschaften oder der Mönche auf dem Berg Athos. Daneben ist das Buch gespickt mit Verweisen aus der Literatur, etwa Robinson Crusoe. Auch die medizinischen Überlegungen kommen nicht zu kurz – ist nicht etwa die Pubertät eine wichtige Phase der Abkapselung, in der sich Jugendliche gewissermaßen auf ihre eigene, innere Insel zurückziehen?

Wenn von Sehnsuchtsinseln die Rede ist, denken die meisten vermutlich erst einmal an Traumstrände in der Südsee, im Indischen Ozean und der Karibik, an Korallenstrände und türkisblaues Meer. Doch auch wenn Francis Reisen auf das Lamu-Archipel vor der Küste Kenias und die Inseln im Titicacasee beschreibt – sein Focus liegt auf den einsamen, rauen, sturmumtösten Inseln des Nordens, seien es die Hebriden und Orkney-Inseln seiner schottischen Heimat, seien es Grönlad, die Faröer-Inseln, auf den Begegnungen mit Basstölpeln, Möwen und anderen wilden Seevögeln.  Geradezu poetisch lesen sich seine Beschreibungen von Inselerlebnissen, als er sein Zelt in der Nähe von Vogelkolonien aufschlägt und ganz den den Geräuschen von Wellen, Wind und Vogelschreien hingeben kann.

„Inseln“ nimmt den Leser mit auf die Reise – nicht nur mit Hilfe der alten Karten, sondern auch auf die Gedankenreise des Autors und die philosophischen Überlegungen über die Kontraste zwischen Inseleinsamkeit und pulsierenden Städten, zwischen Isolation und Verbundenheit und der Frage, ob die Suche nach Einsamkeit nicht auch der Selbstfindung dient: „Liegt hier der ewige Reiz von Robinson Crusoe? Dass wir alle danach dürsten, uns in der Einsamkeit zu definieren? Dass wir davon träumen, endlich Schiffbrüchige zu sein?“ Insofern ist „Inseln“ in der erzwungenen Isolation durch die Pandemie nicht nur eine Möglichkeit, Fernweh zu stillen, sondern auch die positiven Seiten der Isolation zu untersuchen.

 

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Cover des Buches Die alten Obstsorten (ISBN: 9783832199883)Kristall86s avatar

Rezension zu "Die alten Obstsorten" von Sofia Blind

Denn das Alte ist so gut!
Kristall86vor einem Monat

Klappentext:

„... Über fünfzig heimische alte Obstsorten werden in diesem Band anhand von historischen Illustrationen und unterhaltsamen Texten ausführlich, mehr als hundert weitere kurz vorgestellt: Äpfel und Birnen, Kirschen und Pflaumen, Aprikosen und Pfirsiche, Beeren und Nüsse – darunter Klassiker wie ›Gravensteiner‹ oder ›Schattenmorelle‹, Raritäten wie der ›Weiße Winterkalvill‹ und außergewöhnliche Arten wie Maulbeere, Quitte oder Mispel. Tipps zu Anbau und Sortenauswahl sowie Rezepte regionaler Spezialitäten ergänzen die Sortenporträts. Eine kurze Einführung beschreibt die wechselhafte Geschichte der alten Sorten, die Wiederentdeckung ihrer einmaligen Aromen und die immense ökologische Bedeutung, die ihnen heute zukommt.“


Autorin Sofia Blind hat hier mein Lieblingsthema genauer unter die Lupe genommen: alte Obstsorten. Sie beschreibt hier, das ist ganz selbstredend, zwar nur einen gewissen Teil, aber diesen extrem gekonnt und kurzweilig. Neben Apfelsorten werden Birnen, Beeren jeglicher Art, Steinobst etc. vorgestellt. Mit wunderschönen botanischen Zeichnungen beschreibt Blind die Sorten kurz und knapp aber verständlich. Neben kleinen Geschichten, Rezepten, werden dann auch mehrere Sorten auf Doppelseiten erklärt. Das Nachwort mit weiteren Sorten, Tipps und Tricks und vor allem Adressen ist wirklich hilfreich. Nach genau so einem Buch habe ich schon länger gesucht - ein echter Schatz für jeden (Hobby-)Gärtner! 5 von 5 Sterne!

Kommentare: 3
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Cover des Buches Greenfeast: Herbst / Winter (ISBN: 9783832199746)gagamauss avatar

Rezension zu "Greenfeast: Herbst / Winter" von Nigel Slater

dicke Kochempfehlung
gagamausvor 2 Monaten

Dieses Buch hat mit durch den Herbst und Winter begleitet. Nigel Slater war mir vorher unbekannt. Ich bin auch keine Vegetarierin, aber sehr aufgeschlossen allem Grünzeug gegenüber. Besonders gefallen hat mir, dass neben den Rezepten, die meist schnell, einfach und gut beschrieben waren, auch eine Menge an Hintergrundinfos in diesem Kochbuch steckten. Ich werde mir das Buch jetzt als print-Ausgabe zulegen, da Kochbücher als ebooks mir zu anstrengend sind. Aber durch diese netgalley-action bin ich auf den Koch/Autor aufmerksam geworden und habe einige sehr leckere Gerichte auf meinen Alltags-Speiseplan übernommen. Also alles richtig gemacht und alle Erwartungen an ein ebook-Kochbuch erfüllt.

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