Sofia Blind

 4,4 Sterne bei 82 Bewertungen

Lebenslauf von Sofia Blind

SOFIA BLIND, geboren 1964, lebt als Autorin, Übersetzerin und Gärtnerin im Lahntal. Bei DuMont erschienen zuletzt ihre Bücher ›Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt‹ (2019) und ›Die alten Obstsorten‹ (2020). Außerdem übersetzt sie neben den Werken von John Lewis-Stempel u. a. Nigel Slater ins Deutsche.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Das Wintertagebuch (ISBN: 9783832199357)

Das Wintertagebuch

 (4)
Neu erschienen am 10.11.2022 als Gebundenes Buch bei DuMont Buchverlag.
Cover des Buches Das geheime Leben der Eule (ISBN: 9783832182076)

Das geheime Leben der Eule

Neu erschienen am 12.10.2022 als Buch bei DuMont Buchverlag.
Cover des Buches A Cook’s Book (Deutsche Ausgabe) (ISBN: 9783832169121)

A Cook’s Book (Deutsche Ausgabe)

Neu erschienen am 20.09.2022 als Gebundenes Buch bei DuMont Buchverlag.

Alle Bücher von Sofia Blind

Cover des Buches Ikigai (ISBN: 9783832165161)

Ikigai

 (19)
Erschienen am 10.03.2020
Cover des Buches Inseln (ISBN: 9783832199890)

Inseln

 (15)
Erschienen am 12.03.2021
Cover des Buches Greenfeast: Herbst / Winter (ISBN: 9783832199746)

Greenfeast: Herbst / Winter

 (8)
Erschienen am 22.09.2020
Cover des Buches Mein Jahr als Jäger und Sammler (ISBN: 9783832165871)

Mein Jahr als Jäger und Sammler

 (6)
Erschienen am 12.03.2021
Cover des Buches Das Wintertagebuch (ISBN: 9783832199357)

Das Wintertagebuch

 (4)
Erschienen am 10.11.2022
Cover des Buches Eat (ISBN: 9783832194895)

Eat

 (4)
Erschienen am 18.02.2015
Cover des Buches Das Küchentagebuch (ISBN: 9783832194772)

Das Küchentagebuch

 (4)
Erschienen am 13.08.2014

Neue Rezensionen zu Sofia Blind

Cover des Buches Greenfeast: Herbst / Winter (ISBN: 9783832199746)
Jin_nys avatar

Rezension zu "Greenfeast: Herbst / Winter" von Nigel Slater

Review
Jin_nyvor 5 Monaten

Viele kochen ja an sich sehr gerne, ich gehöre eher zu den Personen, die lieber essen als selbst zu kochen. Durch Covid-19 wurde ich quasi dazu gezwungen - wie einige andere denke ich - selbst doch zu kochen. Ich kenne schon einige Kochbücher, aber dieses war doch etwas besonderes.

Das Buch fängt mit einer herrlichen Einleitung an und malt den Herbst und Winter vor unserem geistigen Auge. Wie der Autor erwähnt, geht es um ein Gefühl der Wärme und Gemütlichkeit um Energie zurückzuholen. Dabei verwendet er größtenteils pflanzliche Produkte, die auch zur Saison passen. Es kommen bekannte Gemüsesorten wie Kürbisse, Kartoffeln und Brote, aber auch exotischere Zutaten wie Ponzu, Kardamom und Hummus vor. Die Rezepte sind an sich nicht schwer, aber ich würde nicht sagen, dass sie für absolute Anfänger geeignet sind. Was mir bei den Rezepten besonders gefallen hat, waren nicht nur die Fotos, sondern auch die zusätzlichen Kommentare des Autors, der noch Tipps gegeben hat oder Variationen ins Spiel gebracht hat. Die Gerichte sind zwar fleischlos, aber nicht komplett vegan, da z.B. Käse öfters vorkommt.

Bei großen Köchen und Essensbegeisterten habe ich oft das Gefühl, dass diese über Jahre eine eigene Philosophie entwickeln über sich und die Umgebung. Es ist schließlich eine Art Verantwortung für sich und andere zu kochen, da das Essen zu einem Teil von uns wird. Das Buch zeigt wie einfach und lecker ein fleischloses Essen sein kann, ohne dass es zu kompliziert wird. Ich würde sagen, dass dieses auf jeden Fall sehr empfehlenswert ist für Leute, die schon immer mal pflanzliche Küche ausprobieren wollten, aber dabei Angst hatten, dass das Essen zu fad oder langweilig werden könnte. Denn allein schon beim Lesen der Rezepte lief mir das Wasser im Mund zusammen und ich habe mir schon diverse Rezepte rausgesucht, die ich am Wochenende ausprobieren werde. Und das von mir als Fleischliebhaberin!

** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **

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Cover des Buches Wildes Land (ISBN: 9783832181826)
Kristall86s avatar

Rezension zu "Wildes Land" von Isabella Tree

Die Natur holt sich alles zurück, wenn man sie nur lässt
Kristall86vor 5 Monaten

!ein Lesehighlight 2022!


Klappentext:

„An stillen Junitagen kann man auf dem Landgut Knepp in West Sussex wieder das unverkennbare Gurren der selten gewordenen Turteltauben hören. Ein wahres Wunder für das ehemals intensiv bewirtschaftete Agrar- und Weideland, das nur 70 Kilometer vom Londoner Stadtzentrum entfernt liegt. Auch die in Großbritannien bedrohten Waldohreulen und Wanderfalken sowie zahlreiche Tagfalter- und Pflanzenarten siedeln sich nun in Knepp an, und jedes Jahr kommen neue hinzu. 

Als Isabella Tree mit ihrem Mann das wegweisende Renaturierungsprojekt initiierte, ahnte sie noch nichts von 

der Geschwindigkeit, mit der sich die Natur erholen kann. Trees persönlich geschriebene, faszinierende Geschichte handelt von der Schönheit und Kraft der Natur und gibt Hoffnung.“


Land wieder urbar zu machen, kennt man ja schon aus der Literatur bzw. sieht es oft mit eigenen Augen wenn man sich für seine Flora und Fauna interessiert. Hier wurde das Projekt nur etwas akribischer und intensiver durchgeführt als anderswo. In „Wildes Land“ beschreiben Isabella Tree und ihr Mann wie sie ihr Landgut in West Sussex wieder renaturiert haben. Ich muss gestehen, für mich las sich diese Geschichte wie ein packender Roman! Ich war von der Idee der beiden komplett begeistert und gespannt was mich nun hier als Leser erwartet. Es scheint schier unglaublich was die Trees hier erzählen und doch kennt man es: die Natur holt sich alles zurück, wenn man sie nur lässt. Die Trees beschreiben eindrücklich ihr Handeln und ihre Grundgedanken dahinter, wir erleben als Leser das Wachsen und Werden der Natur fast hautnah - besser geht es nicht. Es gibt Tiefpunkte aber auch Höhen und wenn man bedenkt das die Natur hier wieder zum Herrscher über die Grashalme wurde und die Tiere wieder einen neuen, alten Lebensraum gefunden haben, rührt das unheimlich an den Gefühlen. Einfach nur wunderschön! Auf dem Landgut Knepp ist wieder Leben eingezogen aber der anderen Art und es ist erstaunlich wie und warum die Tiere wiederkommen. Als Natur-Begeisterter hat man hier seine wahre Wonne das Buch zu lesen. Man bekommt Lust es ihnen nachzumachen, nur fehlt bei vielen vielleicht einfach die Fläche, aber warum nicht mal mit Gemeinde- oder Stadtverwaltung sprechen, mit dem Bauern nebenan? Vieles ist machbar wenn wir es nur wollen! Familie Tree hat hiermit wunderbare Einblicke aber auch ein gewisses Statement gesetzt. Ich bin schwer beeindruckt von dem Buch und vergebe 5 von 5 Sterne!

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Cover des Buches Biografie einer Eiche (ISBN: 9783832180034)
Dr_Ms avatar

Rezension zu "Biografie einer Eiche" von James Canton

"Lass das Intellektualisieren"
Dr_Mvor 10 Monaten

Dieser Ratschlag traf den Autor spät. Man liest davon erst am Ende des Buches, wo er schließlich beflissen verspricht, ihn zu beherzigen. Viel ist dabei offensichtlich nicht herausgekommen, denn dieses Buch ist geradezu eine Fundgrube für das Intellektualisieren. Es trifft eine uralte Eiche, die sich nicht dagegen wehren kann, auch wenn ihr mit diesem Buch ein Denkmal gesetzt wurde.

Auf einem Landgut steht sie – die über achthundert Jahre alte Honywood-Eiche von Marks Hall im Norden von Essex. Als es dem Autor nicht besonders gut ging, suchte er sie auf und fand Gefallen an der Ruhe, die sie für ihn ausstrahlte. Achthundert Jahre erzwingen Ehrfurcht, weil damit Grenzen für uns überschritten werden, hinter denen unser Vorstellungsvermögen überfordert wird. Was hat diese alte Eiche alles gesehen, fragt man sich unwillkürlich. Und damit beginnt die typisch menschliche Irrationalität. Eine Eiche sieht nichts. Das wissen wir. Aber es hält uns nicht davon ab, es ihr zu unterstellen.

James Canton geht noch einen Schritt weiter. Ganz der typische literarische Intellektuelle beginnt er in Büchern danach zu suchen, was andere Intellektuelle über Eichen von sich gegeben haben. Es geht dabei in Wirklichkeit nicht um die Eiche, sondern allein um Gedanken über sie. Gedanken, die ganz nett und vielleicht für den einen oder anderen auch interessant sein mögen. Aber letztlich sind sie ohne Belang, eine Art intellektueller Selbstbefriedigung, die einem Zugehörigkeit zur eigenen Kaste vermittelt. Man bewegt sich auf bekanntem Territorium und fühlt sich wohl. Und am Ende springt dabei auch noch ein Buch heraus, das sich später vielleicht in die Reihe ähnlicher Werke einreihen wird, um möglicherweise in der Zukunft von einem anderen Artgenossen ebenso zitiert zu werden.

Diese Art von intellektueller Beschäftigung macht einen großen Teil dieses Buches aus. Wem so etwas gefällt, der wird viel Spaß mit diesem Werk haben. Aber natürlich ist das keine Biografie dieser oder anderer Eichen, sondern nur eine Reflexion über diese Eiche im Kopf von James Canton. Alte Bäume lehren uns auch nichts. Wie sollten sie das denn tun? Vielmehr bilden sich Leute wie Mr Canton ein, dass ihn Eichen etwas lehren würden.

Einzig die Gedanken und Empfindungen, die Canton unmittelbar bei seinen Besuchen an der Eiche erreichen, besitzen eine wirkliche Kraft. Oder anders gesagt: Die Rohdaten seiner Empfindungen erscheinen mir mehr wert zu sein als seine intellektuellen Einlassungen, die später in seinem Studierstübchen daraus entstanden sind.

Lustig ist hingegen, dass Mr Canton sich nicht mehr für die Honywood-Eiche interessierte, als es ihm wieder besser ging. Frauen sind eben doch attraktiver als uralte Eichen. Und das wiederum zeigt, dass es niemals um diese Eiche ging, sondern immer nur um James Canton.

Wenn Menschen Bäume berühren, entstehen in einigen von ihnen gewisse Empfindungen, die sie besser für sich behalten sollten, wie es keinen Sinn hat, sie danach zu intellektualisieren. Vielleicht empfindet man den Strom der Zeit, wenn man einen so alten Baum anfasst oder auch nur ansieht. Vielleicht spürt man die Verbundenheit mit der Natur. Oder etwas anderes. Und ja, Bäume, besonders alte, verströmen Ruhe und Stabilität. Oder richtiger gesagt: Man bildet sich das ein oder empfindet es. Vielleicht bringen solche Momente den Verstand dazu, endlich mal mit seiner Umtriebigkeit aufzuhören und Stille zuzulassen.

Das mag für manche Menschen eine völlig neue Erfahrung sein. Nur sollte man es dabei belassen. Denn kaum ist man weg vom Baum, beginnt der Verstand sich erneut zu drehen, und das Erlebte wird von ihm zerbröselt. Das nennen dann Leute "eine tiefgründige Meditation über das menschliche Bedürfnis nach Verbindung mit der Natur". So steht es jedenfalls auf dem Schutzumschlag. Wäre der Baum ein weiser Mensch, dann würde er über soviel abgehobene Dummheit in lautes Gelächter verfallen.

Statt seinem "Bedürfnis nach Verbindung mit der Natur" einfach stattzugeben, meditieren wir dann erst einmal darüber. Was für ein Blödsinn.

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