Sofja Tolstaja Lied ohne Worte

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Inhaltsangabe zu „Lied ohne Worte“ von Sofja Tolstaja

Nach «Eine Frage der Schuld» Tolstajas zweiter Roman – als Weltpremiere bei Manesse Mit dem spektakulären Erfolg ihres Romans «Eine Frage der Schuld» trat Sofja Tolstaja hierzulande aus dem Schatten ihres berühmten Ehemannes. Ihr zweites Buch erzählt erneut von der alles umstürzenden Macht der Leidenschaft - und wirft ein weiteres Schlaglicht auf das Eheleben der Tolstois. Jahrzehntelang schlummerte das Kleinod in einem Moskauer Archiv; nun wird es zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Tod ihrer Mutter stürzt die junge Sascha in eine tiefe Krise. Ihr gutmütiger, aber plumper und wenig sensibler Ehemann, der Versicherungsbeamte Pjotr, kann sie nicht trösten; ein drückendes Gefühl der Leere und Sehnsucht quält sie. Da stellt die Begegnung mit dem Musiker Iwan Iljitsch ihr Leben auf den Kopf: Mit Mendelssohn-Bartholdys «Liedern ohne Worte» schenkt er ihr ungeahntes, rauschhaftes Glück. Ohne dass Sascha es sich zunächst eingestehen will, gilt ihre Begeisterung bald nicht mehr nur der Musik, sondern zunehmend auch dem begnadeten Pianisten. Einfühlsam und mitreißend erzählt Sofja Tolstaja vom qualvollen Schwanken zwischen Pflichtbewusstsein und Leidenschaft und von der überwältigenden Kraft der Musik. Der ergreifende Roman entstand vor dem Hintergrund eines tragischen Schicksalsschlages. Als der Tod ihres jüngsten Sohnes sie aus der Bahn warf, fand Sofja Tolstaja Trost in der Bekanntschaft mit dem Komponisten Sergej Tanejew, der – zum Ärger ihres krankhaft eifersüchtigen Mannes Lew Tolstoi – häufig in ihrem Haus zu Gast war. Zu Lebzeiten wagte sie nicht, die Geschichte zu veröffentlichen: Allzu leicht und allzu unmittelbar hätten die Leser Rückschlüsse auf ihre bereits zerrüttete Ehe gezogen.

Gefühlschaos, welches ich leider nur schwer nachvollziehen konnte.

— AuroraBorealis

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  • Rezension zu "Lied ohne Worte" von Sofja A. Tolstaja

    Lied ohne Worte

    Revontulet

    14. June 2010 um 16:20

    Eine wunderbare Geschichte einer begabten Schriftstellerin. Die Hauptperson Alexandra ist endlos traurig, seit ihre Mutter gestorben ist und auch ihr Mann weiß nicht mehr, wie er sie aufheitern soll. Als sie in einem Sommerhaus residieren, hört Alexandra wunderbare Klaviermusik aus dem Nachbarhaus. Die Musik berührt sie so tief, dass sie kaum mehr an etwas anderes denken kann als an die Musik, und den, der sie spielt. Sie verliebt sich in den Spieler, ihr Mann bemerkt ihre Veränderung und sie treibt es so weit, dass sie sich schließlich selbst in eine psychiatrische Einrichtugn einweist, um Ruhe zu finden. Die Russen wissen einfach, wie man schöne, dramatische Geschichten schreibt.

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  • Rezension zu "Lied ohne Worte" von Sofja A. Tolstaja

    Lied ohne Worte

    Clari

    16. April 2010 um 20:17

    Weltenleid und Liebesglück! Mit einem Nachwort von Natalja Sharandak versehen und übersetzt von Ursula Keller erscheint der nachgelassene Roman von Sofja Tolstaja über das Leben einer Ehefrau im Russland des 19. Jahrhunderts jetzt zum ersten Mal. Unschwer hat die Autorin ihre eigene Ehe zum Vorbild genommen, sich vieles von der Seele zu schreiben, was ihre langjährige Ehe mit Lew Tolstoi ausgemacht und in langen Jahren belastet hat. Es handelt sich hier um Sascha, die mit dem Provinzbeamten Pjotr Afanassjewitsch verheiratet ist. Er ist ein gutmütiger aber wenig einfühlsamer Mensch. Nach dem Tod der geliebten Mutter ist Sascha niedergeschlagen und verzweifelt und fühlt sich ganz und gar verloren in der Welt. Als sie in ihrem Sommerhaus vom Nachbarn Melodien von Mendelssohns „Lieder ohne Worte“ hört ,verliert sie ihren Kummer und sieht sich getröstet und glücklich. Unvergleichlich sind die poetischen Betrachtungen der als feinsinnig beschriebenen Frau in der Natur und beim Rauschen eines Baches. Sie begegnet ihrem Musiknachbarn bei einem Spaziergang an diesem Bach und ist freudig bis schamhaft erregt. Die Stille und Ruhe, die von der Schilderung des Lebens und den Umständen der Zuneigung von ihr zu dem Musiker ausgeht, ist von bestrickendem Zauber. Sätze wie diese: „ nur der Bach mit seinem eintönigen leichten Murmeln unterbrach die Stille“..... bieten Einblicke in eine ruhige Landschafts- und Seelenschau, wie sie nur das 19. Jahrhundert hervorbringen konnte. Das Glücksgefühl, das Musik im Menschen auszulösen vermag, ist in der herrlichen Beschreibung enthalten, in der .....“die wüste, peinigende Verzweiflung über die Vergänglichkeit und das menschliche Leben, das so voller Leiden, Verführungen und Übel war, sich löste“.... und ....“alles wurde klar wie der Himmel nach einem Gewitter“....... Wie schon in „Eine Frage der Schuld“ werden von der Autorin Sofja Tolstaja Frauenbilder geschildert, die zart, sensibel und ätherisch den schönen Künsten zugetan und mit grobschlächtigen und wenig empfindsamen Männern verheiratet sind. Parallelen zu Sofjas eigener Ehe mit dem in ihren Augen egoistischen Tolstoi klingen an. Sofja hat gegen den Widerstand ihres Mannes ihren eigenen geistigen Fähigkeiten und Interessen gelebt. In ihren Niederschriften findet sich das Bild der schöngeistigen und sensiblen Frau wieder, die sich neben den eigensüchtigen Ehemännern zu behaupten trachten. In ihren Romanen bleiben diese Frauen zarte und feinfühlige Gestalten. Sie befinden sich weit entfernt von rabiaten Emanzipationsstrebungen heutiger Zeiten und scheinen durch Beharrlichkeit und schwärmerische Begeisterung sich von ihren Ehemännern weg idealisierten Künstlern in platonischer Liebe zuzuwenden. Dass ihr hier die Geschichte entgleitet und zu einem tragischen Ende führt: wer weiß, wie weit sich Sofja Tolstaja in ihrer Protagonistin wiedergefunden hat? Die Autorin beweist mit diesem kleinen Roman erneut ihr Talent, das hinter dem großen Schatten ihres Mannes ganz verloren gegangen war. Poetisch, feinsinnig und von Gefühlsüberschwang beflügelt ist ihr ein kleines romantisches Meisterwerk gelungen, das jeden Literaturliebhaber begeistern müsste.

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