Sofka Zinovieff

 4.2 Sterne bei 6 Bewertungen

Alle Bücher von Sofka Zinovieff

Athen, Paradiesstraße

Athen, Paradiesstraße

 (3)
Erschienen am 19.06.2015
Die rote Prinzessin

Die rote Prinzessin

 (0)
Erschienen am 20.10.2011
The House on Paradise Street

The House on Paradise Street

 (0)
Erschienen am 02.08.2012

Neue Rezensionen zu Sofka Zinovieff

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Rezension zu "Mad Boy, Lord Berners, meine Großmutter und ich" von Sofka Zinovieff

Habe mir mehr erhofft.
LillianMcCarthyvor 5 Monaten

WARUM WOLLTE ICH ES LESEN? Ein exklusiver Einblick in eine Elite voller bekannter Autoren? Das klang unheimlich interessant und auch das sehr deutlich angeteasterte LGTBQ-Thema sprach mich an. Darüber hinaus wollte ich mich mit dieser (Auto)Biografie mal wieder in andere Genres wagen. Ob mir das gelungen ist?

HAT ES MEINE ERWARTUNGEN ERFÜLLT? Ja und nein. Aber hauptsächlich leider nein. Anstatt eine auf sehr wenige Personen konzentrierte Biografie zu lesen, bekam ich eine allumfasende Beschreibung der englischen High Society. Und das war mir leider zu viel, zu chaotisch und zu wenigen fokusssiert.

WAS HAT MIR GUT GEFALLEN? Allen voran die wahnsinnig schöne Gestaltung des Buches. Jede einzelne Seite ist wundervoll gestaltet und die Fotos, die ich wunderschön und sehr gut ausgewählt finde. Auch der Schreibstil war erfrischend und schön zu lesen und den Rundumblick durch verschiedene Zeiten fand ich klasse.

WAS HAT MICH GESTÖRT? Ich hätte mir eine stärkere Fokussierung auf die im Titel und Klappebtext angeteaserten Personen sehr gewünscht. Leider bekam ich eine Vielzahl an Geschichten, Personen und Beziehungen und verwirrte mich leider sehr, da ich schlichtweg nicht den Überblick zwischen allen Relationen behalten konnte. Hier wäre weniger einfach mehr gewesen, denn das Buch wurde über weitere Strecken einfach sehr langweilig und konnte mich trotz der schönen Gestaltung schlichtweg nicht überzeugen.

FAZIT. Trotz der tollen Idee und der schönen Aufmachung konnte mich die Biografie leider nicht überzeugen. Schuld daran sind die Handlung ohne Faden, starke Abschweifungen und viel zu viele Informationen, über die man nur schwer den Überblick behält. | ★★★☆☆

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thenights avatar

Rezension zu "Mad Boy, Lord Berners, meine Großmutter und ich" von Sofka Zinovieff

Mad Boy, Lord Berners meine Großmutter und ich
thenightvor einem Jahr

Inhalt: Die Autorin erzählt die Geschichte ihrer Familie, die geprägt von Skandalen sicherlich das eine oder andere Mal die feine englische Gesellschaft erschütterte.
Im Haus Lord Gerald Berners, dem Lebensgefährten ihres Großvaters Robert Heber-Perry (Mad Boy) traf sich alles was Rang und Namen hatte. Lord Bernes war bekannt für seine Gastfreundschaft, hervorragende Küche, seinen mitunter etwas eigenwilligen Humor, aber auch für seine Stimmungsschwankungen, die im Rückblick nicht verwundern, zur damaligen Zeit stand Homosexualität auch in England unter Strafe, so das Berners seine Sexualität niemals öffentlich zeigen durfte. Berners und Heber-Perry gingen soweit, das der Mad Boy 1942 Jennifer Fry heiratete und sie alle gemeinsam auf Farrington Hall lebten.Wo, Viktoria, Sofkas Mutter zu Welt kam.

Meine Meinung:
Die Geschichte kann ich auf gar keinen Fall beurteilen, schließlich geschah, was geschah und die Autorin hat sich die einzelnen Anekdoten und Ereignisse nicht ausgedacht, sondern teilweise recherchiert, teilweise selbst erlebt und niedergeschrieben. Sofka Zinovieff erzählt die Geschichte ihrer Familie, als säße sie gemeinsam mit ihren Lesern vor dem Kamin, lebhaft und mit der Fähigkeit ihren Lesen Bilder in den Kopf zu projizieren. Es hat mir viel Spaß gemacht, einzutauchen in die teilweise dekadente Welt der feinen englischen Gesellschaft.
Das Buch an sich, ist ein kleines Meisterwerk, reich bebildert und mit schmückenden Initialen versehen, schon das durchblättern, vor dem ersten Lesen war ein großes Vergnügen.
Ich vergebe gern eine Leseempfehlung für Englandliebhaber und für Leser mit einem Vergnügen an Klatsch und Tratsch aus fundierter Quelle.

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Buecherschmauss avatar

Rezension zu "Athen, Paradiesstraße" von Sofka Zinovieff

Griechische Geschichte
Buecherschmausvor 4 Jahren

Der Mittelpunkt dieses Romans ist, wie der Titel schon verrät, die Athener Paradiesstraße. Hier wachsen die Schwestern Alexandra und Antigone zusammen mit ihrem Bruder Marko auf. Die Schwestern sind sehr verschieden und sehr verschieden ist auch ihre Haltung während des Zweiten Weltkriegs und der Besatzung durch die Deutschen. Während Alexandra den Kollaborateur Spiros heiratet, geht Antigone in den Widerstand, in die Berge. Die beiden Schwestern verdeutlichen den Riss, der damals quer durch die Gesellschaft verlief: kollaborieren oder Widerstand leisten. Ein Riss, der auch nach Kriegsende, nach der deutschen Niederlage nicht verheilte. Denn auch danach wurden die zumeist kommunistischen Widerständler von rechtsgerichteten Kreisen im Kampf um die Macht in Griechenland verfolgt und bekämpft. Auch die Briten spielten dabei eine ambivalente, zumeist unrühmliche Rolle. Antigone bekommt das zu spüren, ihr langjähriger englischer Freund Johnny scheint eine Rolle bei der Aushebung einer Untergrundversammlung gespielt zu haben, bei der ihr Bruder Markos ums Leben kommt. Das sich alles ganz anders zugetragen hat, erfährt sie erst viel später. Antigone flieht, wird gefasst, schwanger im Gefängnis, entkommt sie nur knapp dem Todesurteil, kann fliehen und geht nach Moskau ins Exil. Ihren kleinen Sohn Nikitas lässt sie bei ihrer Schwester, kommt auch nach Ende der Militärdiktatur 1974 nicht zurück, bricht jeden Kontakt ab. Dass auch dieses Verlassen des eigenen Kindes andere Hintergründe hatte, enthüllt sich ebenfalls erst Jahrzehnte später. Und zwar nach dem Unfalltod Nikitas, zu dessen Beerdigung Antigone erstmals wieder nach Griechenland zurückkehrt.

Siebzig Jahre leidvolle griechische Geschichte werden im Roman geschickt in eine Familiengeschichte verpackt. Der Widerstand gegen die Deutschen der Großelterngeneration wiederholt sich in Nikitas Generation beim Militärputsch und der nachfolgender Militärdiktatur 1967-1974 und in neuerer Zeit bei den Studentenprotesten, die Nikitas Kinder unterstützen. Der Leser erfährt viel über die jüngere griechische Geschichte, den Riss der lange Zeit durch die Gesellschaft ging und immer noch geht und erhält ein tieferes Verständnis über die gesellschaftliche Realität im Land. Das geschieht, wie gesagt, in Form einer packenden Familiengeschichte, die abwechselnd aus der Sicht Antigones und Nikitas Witwe, die die Hintergründe des Unfalltodes ihres Mannes herauszufinden versucht, erzählt wird. Zinovieff erzählt mit Liebe zu Details, mit viel Atmosphäre und Lokalkolorit und versteht es, dem Leser die griechische Mentalität, oft auch mit einem Augenzwinkern, näherzubringen. Dadurch bleibt das Buch immer kurzweilig, es gelingen der Autorin viele schöne, oft auch traurige, verzweifelte Momentaufnahmen aus siebzig Jahren griechischer Familiengeschichte.

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