Die Tochter des Emirs

von Soheila Fors und Ingalill Bergensten
4,7 Sterne bei15 Bewertungen
Die Tochter des Emirs
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Wow! Nicht nur Soheilas Leben ist außergewöhnlich! Auch ihr Schreibstil gehört zu den besten!

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Ein sehr bewegende Biografie einer ungewöhnlichen und mutigen Frau, die es geschafft hat in die Freiheit zu gelangen. Sehr lesenswert!

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Inhaltsangabe zu "Die Tochter des Emirs"

Soheila, Tochter der ehemaligen kurdischen Königsfamilie im Iran, wehrt sich gegen die arrangierte Heirat mit einem Cousin. Aber auch mit dem selbst gewählten Mann rennt sie ins Unglück, denn er ist gewalttätig. Obwohl verzweifelt, hält sie ihm die Treue. Da begegnet ihr Jesus in einer Vision und schenkt ihr eine neue Hoffnung …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783765543098
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Brunnen
Erscheinungsdatum:04.01.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    TrustInTheLords avatar
    TrustInTheLordvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Wow! Nicht nur Soheilas Leben ist außergewöhnlich! Auch ihr Schreibstil gehört zu den besten!
    Eine unglaublich bewegende Geschichte, die jeden in den Bann zieht!

    Inhalt

    Soheila wächst im Iran als Prinzessin auf. Denn ihre Familie war früher die Königsfamilie und ist zum Zeitpunkt ihrer Kindheit noch immer sehr einflussreich. Doch als Soheila erst 6 Jahre alt ist, wird ihr Vater inhaftiert. Aufgrund seines Einflusses und seiner Macht ist er eine Gefahr für die amtierende Herrschaftsfamilie. Die Jahre der Haft waren für Soheila sehr trüb und belastend. Sie liebte ihren Vater unglaublich stark. Er erzog sie nicht wie andere iranische Mädchen. Dank ihm genoss sie viele Freiheiten, die anderen muslimischen Mädchen nicht vergönnt waren und noch sind.
    Jahre später, immer noch ein Kind, muss sich Soheila während des Krieges um ihre ganze Großfamilie kümmern. Diese Umstände lassen Soheila sehr schnell erwachsen werden. Doch all dieses erlebte Leid ist nicht das letzte in ihrem Leben …
    Nicht nur ihr Ehemann, sondern auch dessen Familie und später auch dessen zweite Frau behandeln Soheila wie eine Sklavin. Sie findet zwar immer wieder Unterschlupf bei ihrer Familie, doch sie entkommt nie ganz ihrem Ehemann. Aber dann begegnet sie Jesus und für sie beginnt eine lange Reise zu einem besseren Leben …


    Meine Meinung


    Soheila beschreibt eindrucksvoll und absolut nachvollziehbar ihre Erlebnisse aus der Kindheit. All ihre Gefühlen und Erinnerungen waren für mich so greifbar nah, so real. Ich wurde 1995 geboren und habe nichts von dem Krieg im Iran und all die Machenschaften mitbekommen. Doch als ich Soheilas Geschichte las, hatte ich zumindest einen Eindruck davon bekommen, wie es ist, ständig in Gefahr und später in einem Krieg zu leben. Auch wenn Soheila unglaublich gut die Ereignisse und Umstände beschreiben konnte, sage ich bewusst, nur einen Eindruck von den Umständen bekommen zu haben. Denn egal wie real und greifbar ein Buch auch geschrieben sein mag, solange man nur davon liest, wird man nie vollständig nachvollziehen zu können, wie es ist, all diese Schreckenstaten mitzuerleben. Ich kann mir nur im Entferntesten vorstellen, wie das ist. Ich habe nun eine leise Ahnung. Und allein diese Ahnung, trieb mir die Tränen in den Augen.
    Soheilas Geschichte ist auch zum Teil die Geschichte Irans, da sie als Teil einer der mächtigsten kurdischen Familien die politischen Machenschaften selbst erlebt hat. Allein wegen ihrer Kindheitsgeschichte ist dieses Buch so unglaublich wertvoll und lesenswert!
    Doch dabei bleibt es nicht. Ihre Geschichte zeigt auch, wie Frauen im Islam behandelt werden; welche Rechte sie haben – oder besser gesagt, welche Rechte sie nicht haben. Es schmerzt so sehr zu lesen, wie so viele muslimische Frauen und Mädchen ausgenutzt und misshandelt werden. Und das noch immer.
    Doch dann kommt die große Wende in Soheilas Leben. Sie begegnet Jesus in ihren Träumen. Ihr Leben ändert sich danach nicht schlagartig. Aber Stück für Stück – auch mit einigen Rückfällen und Stürzen – geht ihr Leben bergauf. Es war ein langer Weg, denn auch als sie endlich nach Schweden flüchten darf, ist sie noch immer nicht sicher vor ihrem Mann und ihrer Verwandtschaft. Aber Soheila ist eine so unglaublich starke Frau, sodass sie all diese Hürden überwindet und nun mit ihren Tee- und Frauenhäusern unglaubliche Arbeit in Schweden leistet!


    Fazit


    Auch wenn es schon ein paar Woche her ist, als ich dieses fesselnde Buch gelesen habe, bin ich noch immer fasziniert – und auch schockiert – von Soheilas Leben im Iran und dann in Schweden. Es hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich kann es nur jedem weiterempfehlen. Egal, ob Du Dich über den Islam oder über den Iran informieren möchtest; ob Du eine Geschichte über die Kurden lesen möchtest, Dich für die Flüchtlinge in Europa interessierst oder Jesus begegnen möchtest. Dieses unglaublich gut geschriebene Buch wird Dich in jedem Fall in seinen Bann ziehen! Ich kann es jedem uneingeschränkt weiterempfehlen!

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    Hopeandlivevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr bewegende Biografie einer ungewöhnlichen und mutigen Frau, die es geschafft hat in die Freiheit zu gelangen. Sehr lesenswert!
    Eine sehr mutige und bewegende Geschichte einer ungewöhnlichen Frau!

    "Pippi beweist , dass sie ihr Leben meistern kann. Und das wirst Du auch tun"
    Diesen Satz hat Soheila Fors von ihrem Vater mitbekommen, als sie noch ein kleines Mädchen war und als kurdische Prinzessin im Iran noch zu Zeiten des Schahs geboren wurde.
    Soheila wächst in der ehemaligen Königsfamilie - einer kurdischen Familie mit imensem politischen Einfluss - unter vielen Geschwistern in einem palastähnlichen großen Haus auf.
    Trotz des politischen Einfluss steht ihre Familie unter Verdacht und ihr geliebter Vater ist vor den Verfolgungen des Schahregimes nicht sicher.
    Schon als junges Mädchen ist sie gezwungen mit ihrer Familie zu fliehen, sich in Höhlen zu verstecken, schließt sich einer kommunistischen Widerstandsbewegung an und lernt auch mit Waffen umzugehen.
    Wie in ihrer Kultur üblich , soll Soheila mit einem Cousin verheiratet werden. Doch da sie ein sehr eigenwilliger Mensch ist und nicht dem üblichen Frauenbild entspricht, wehrt sie sich und wählt ihrer Ehemann selbst.
    Viel zu spät merkt sie, dass sie buchstäblich vom Regen in die Traufe gekommen ist. Ihr Ehemann entpuppt sich als Betrüger und ist zudem noch gewalttätig. Dennoch hält sie ihm viele Jahre die Treue und bleibt in diesem Ehegefängnis, würde sie doch ihre Kinder verlieren, wenn sie sich trennen würde.
    Die Sehnsuch nach Freiheit und Leben , die ihr Vater in ihr Herz gepflanzt hat mit dem Kinderbuch von Pippi Langstrumpf ist jedoch noch nicht verloschen und sie schafft es mit ihrer Familie in das Land ihrer Kinderheldin, nach Schweden.
    Das "gelobte Land" versetzt Soheila zunächst einen Kulturschock und ihre Familie setzt alles daran, sie wieder in den Iran zu holen, nachdem sie es in Schweden endlich geschafft hat, sich von ihrem brutalen Ehemann zu trennen. Wieder schafft sie es zu fliehen...
    An einem absoluten Tiefpunkt erscheint ihr Jesus in einer Vision. Er gibt ihr neue Kraft und Hoffnung. hatte sie doch ihr ganzes Leben nach dem wahren Gott gesucht.
    Das ist der Anfang von einer neuen wunderbaren Geschichte und ihr Leben nimmt eine erstaunliche Wendung.

    Mich hat das Buch sehr berührt, hat es mir doch einen sehr klaren Einblick in das Leben und die Kultur im Iran verschafft und mich ermutigt , mich für Frauen einzusetzen, die auch heute immer noch in einem solchen Gefängnis leben müssen und keinen Ausweg für sich und ihre Kinder sehen.
    Soheila hat in Schweden eine wunderbare Arbeit mit diesen Frauen begonnen und ein "Teehaus" für eben jene eröffnet.
    Ein Teehaus ist sonst nur für Männer geöffnet. Sie hat sie revolutioniert und diesmal nicht mit Gewalt , sondern mit Liebe, die sie von Gott geschenkt bekommen hat.
    Ein mehr als lesenswertes Buch, mit kleinen überschaubaren Kapiteln, die durchaus noch ausführlicher hätten sein können, doch auch so ihre Wirkung haben und mich zum Nachdenken und Handeln brachten.
    Empfehlung : LESEN!!

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    blaues-herzblatts avatar
    blaues-herzblattvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Einblicke in eine andere Art des Lebens und eine andere Familientradition aus Sicht einer beeindruckenden Frau.
    Mutig

    Soheila entspringt einer iranischen Königsfamilie, die ihre Macht jedoch einbüßen musste. Sie wächst als starke und von ihrem Vater ermutigte Frau mit Idealen auf und muss mit ansehen wie ihre Heimat islamisiert wird und vor allem Frauen strengen Regeln unterworfen werden. Sie begibt sich auf eine mutige Reise und gibt nicht auf, bis sie in Schweden ein neues Zuhause findet. Wenig später gründet sie eigene Institutionen um Frauen zu helfen und sich gegen das Thema Ehrengewalt zu stellen.

    Mein Interesse an diesem Buch war stark und ich habe mich darauf gefreut mehr über den Iran und das Leben dort zu erfahren. Ein mir bisher nicht geläufiges Wissen. Ich begeistere mich von meiner Natur aus für Lektüre über andere Orte und andere Lebensweisen. Dieses Buch war in meinen Augen ebenso aussagekräftig wie erfahrungsreich, hat mich an einigen Stellen überrascht und noch lange nachdenklich zurückgelassen.

    Zu Beginn wirkte Soheilas Erzählen über ihre Kindheit und erste prägende Momente auf mich fast wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht, so anschaulich und wunderbar beschrieben war es.
    Aber auch geschichtlich hatte die reale Geschichte etwas zu bieten. So wurde Soheila selbst Zeuge der stark ausgeprägten Veränderungen die die islamische Revolution in ihrem Land mit sich brachte. An diesen Tagen lässt sie den Leser durch die Zeilen teilhaben und vermittelt ein Bild, das ebenso schockt wie es mitfiebern lässt.
    Dazu beleuchtet sie im Speziellen die Rolle der Frau in der Gesellschaft und zeigt vielfältige Verhaltensweisen auf, die sie selbst kennengelernt hat (oder spüren musste).

    Ganz besonders spannend (weil so unerwartet) war es für mich den Kontrast zwischen Familiengebilden in unserem Europa und ihrem Heimatland kennenzulernen. Sie erläuterte dabei bei beidem gut verständlich sowohl Vor- wie auch Nachteile und hat mir diese Thematik mit verschiedenen Perspektiven anschaulich nähergebracht.

    Der Schreibstil war verständlich und zu Anfang beschreibend angehaucht und wurde zusätzlich unterstützt durch die Kürze der einzelnen Kapitel, die jeweils nur wenige Seiten beanspruchten.

    Dazu kam das ich den zeitlichen Aufbau innerhalb des Buches als gut gelöst betrachte. Am Anfang eine kurze Sequenz der Gegenwart, dann ein Sprung in die Vergangenheit um ganz von Vorn zu beginnen und dann bis zum Ende hin das raffen der Erzählzeit um mit Beschleunigung wieder in der Gegenwart und Schweden anzukommen.

    Kleines Spezial aus meiner Sicht war die neue Idee am Ende noch weitere Stimmen und andere Sichtweisen über eines der Projekte der Autorin zu vernehmen. Nur die Einseitigkeit im Schreibcharakter hat mich an dieser tollen Idee gestört. Ich hätte mir da etwas mehr Vielfalt im Schreibstil gewünscht, die deutlich erkennbar ist, da es ja eigentlich im Sinne der Natur liegt das jeder Mensch sehr unterschiedlich schreibt und artikuliert. Ich vermute hier hat sich durch Übersetzungen oder Anpassung eine unechte Einheitlichkeit eingeschlichen.

    Alles in allem ein gelungenes Buch über wichtige Themen, die definitiv in die Öffentlichkeit gehören und einen Teil zur Aufklärung über in Deutschland weniger bekannte Wissensgebiete beitragen. Von mir eine Empfehlung um das eigene Verständnis und Verstehen anderen gegenüber zu stärken. Hinzu kommt das Porträt einer bewundernswerten Frau, von der wir uns sicher alle eine Scheibe abschneiden können. Mehr davon bitte.

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    MissLilavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine traurig, bewegende Lebensgeschichte mit einer grossartigen Wende und neuem Glauben
    eine unglaublich bewegende Lebensgeschichte

    Inhalt:
    Soheila Fors wird im Iran noch zu Zeiten des Schahs geboren. Ihre legendäre kurdische Familie - die ehemalige Königsfamilie - ist politisch einflussreich, steht aber unter Verdacht. Wie in ihrer Kultur üblich, soll Soheila mit einem Cousin verheiratet werden. Doch sie wehrt sich und wählt ihren Ehemann selbst. Dass sie auch mit ihm ins Unglück rennt, merkt sie zu spät. Denn nach der Hochzeit stellt sich heraus, dass er gewalttätig ist. Dennoch hält sie ihm die Treue. An einem Tiefpunkt erscheint ihr Jesus in einer Vision. Er gibt ihr neue Kraft und Hoffnung. Das ist der Anfang einer neuen, wunderbaren Geschichte...     (Quelle: Brunnen Verlag)

    Meine Meinung:

    Soheila Fors beschreibt in ihrem Buch „Die Tochter des Emirs“  auf einfühlsame Art ihre eigene Lebensgeschichte von der Kindheit bis in die aktuelle Zeit. Ihre frühe Kindheit klingt wie in einem Märchen. Sie lebt mit Ihrer Familie im Iran in einem großen Palast. Dort haben sie eigentlich alles,  was das Herz begehrt und werden rund um die Uhr von Bediensteten umsorgt.

    Ihr Vater ist ein geschätzter Mann und Soheila liebt und verehrt ihn sehr, er ist ihr ein und alles. Sie hat viele Freiheiten, die andere Kinder nicht haben, zieht lange Hosen an und schneidet sich die Haare wie sie sie mag. Sie macht was sie will.  

    Mitreißend beschreibt sie die kurdisch – islamische Kultur und man ist immer wieder erschrocken und kann es kaum glauben, was sie an grausamen und schrecklichen Erlebnissen beschreibt. Sie zeigt Beispiele, die verdeutlichen, dass eine Frau nichts wert ist. Die Eltern und später auch der Ehemann dürfen mit einer Frau machen, was sie wollen. Letztendlich ist eine Frau dort hilflos den Launen anderer, die sie hin und her schubsen, wie sie es brauchen, ausgeliefert. Sie erleben endlose psychische und physische Gewalt, werden misshandelt, missbraucht und geschlagen.

    Als Leser fand ich einige Passagen sehr hart zu lesen, weil man sich denkt, sowas kann doch nicht wahr sein – und doch ist das leider und immer noch an der Tagesordnung in diesen Ländern.  

    Ihr Vater, der Emir, achtet, schätzt und liebt sie sehr. Zu ihm hat sie die einzige innige Beziehung. Ihre Mutter dagegen hat nicht viel für sie übrig. Das Verhältnis ist über Jahre schwierig und wird auch erstmal nicht besser. Als Leser bekommt man eher die Wut und denkt, wie kann eine Mutter so verachtend ihr Kind behandeln. Als der Krieg ausbricht flüchten sie in die Berge und suchen in einer Höhle Schutz. Soheila ist immer bemüht für Versorgung zu sorgen, aber ihre Mutter hat da wenig Verständnis und so fallen Äußerungen wie: ich wünschte Du wärst Tod dann hätte ich mir nicht solche Sorgen machen müssen, sondern hätte genau gewusst wo Du bist. Ich finde diese Sätze als Mutter nur ganz schwer zu ertragen und man kann hier einfach nur mit dem Kopf schütteln.

    Als Soheila älter wird, kommen die Versuche ihrer Familie, sie zu verheiraten. Zuerst mit einem jungen Kandidaten, an den sie seit Geburt versprochen war. Es folgen noch weitere Versuche jedoch schafft sie es, alle Versuche der Familie sie zu verheiraten abzuwehren und lernt letztendlich einen fremden Mann kennen. Sie verliebt sich und heiratet ihn entgegen den Willen ihrer Eltern. Jedoch entpuppt sich der Traum direkt nach der Heirat als ein Alptraum und sie wird als Haussklavin in der Familie ihres Mannes gehalten, wo sie sämtliche Arbeiten im Haushalt verrichten muss. Hinzu kommt, dass sie gedemütigt und betrogen wird. In Ihrem Leben wird letztendlich alles immer schlimmer anstatt besser und irgendwann gelingt ihr mit Hilfe eines Verwandten die Flucht nach Schweden. Dort angekommen erlebt sie erstmal einen Kulturschock und es treffen Welten auf sie. Kurze Zeit später ereilt sie das Heimweh und sie reist in den Iran. Dort erlebt sie Jesus in einer Vision und dies verändert alles in ihrem Leben. Die innere Leere und Verzweiflung fängt an sich zu füllen. Wieder zurück in Schweden findet sie endlich ihr Glück und eröffnet einen wundervollen Weg, Menschen zu helfen. Sie ist eine wunderbar starke Frau, die ihren Weg geht.

    Der einfache und packende Schreibstil schafft es, das man das Buch schnell verschlingt und nicht aus der Hand legen mag.

    Besonders wundervoll fand ich folgende Aussage:

    „Wir sind etwas Besonderes. Jeder von uns ist ein Original, ein Mensch, der Gaben hat, mit denen er anderen Menschen dienen kann. Und gemeinsam sind wir stark.“

    Fazit:

    Das Schicksal Soheilas bewegt einen sehr und hat mich beim Lesen immer wieder sehr traurig gestimmt. Aber es zeigt auch, dass es Sinn macht, niemals aufzugeben. Mut haben, an Träume zu glauben und zu wissen, dass Gott dem Leben eine unerwartete Wendung geben kann. Als Leser bekommt man auch mehr Einblick in die Gründe, warum so viele Menschen auf der Flucht sind in der Hoffnung ein besseres Leben zu finden. Soheilas Lebensgeschichte ist unglaublich packend geschrieben und bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

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    waldfee1959s avatar
    waldfee1959vor 9 Monaten
    Die Geschichte einer starken Frau

    Die Geschichte von Soheila Fors hat mich berührt, beeindruckt und bereichert. Ich habe viel über eine Kultur erfahren, die ich bisher fast nur vom Hörensagen kannte. Sehr anschaulich erzählt Soheila aus ihrem Leben.

    Sie nimmt die Leser mit in ihre schöne Kindheit als Kurdin im Iran in einer sehr hochstehenden, privilegierten Familie mit langer Vergangenheit. Die Familie lebt einen moderaten Islam. Soheila, ist ein Wildfang und eine Draufgängerin. Schon mit 11 Jahren will sie ihr Leben für Kurdistan opfern.

    Nach der iranischen Revolution und dem Krieg mit dem Irak ändert sich für Soheila und ihre Familie alles. Sie müssen fliehen, ihr Besitz wird zerstört. Soheila erweist sich schon mit dreizehn als sehr stark und übernimmt viel Verantwortung für einen Teil ihrer Großfamilie. Sie erlebt Schlimmes. Freunde und Familienmitglieder sterben in Krieg und Gefängnis. Die Rechte der Frauen werden durch das neue iranische Regime immer mehr beschnitten.

    Ihre Stärke zeigt sich auch, indem sie nicht den Mann heiratet, den ihr die Familie bestimmt hat sondern ihre eigene Entscheidung trifft. Allerdings gelangt sie durch diese Ehe an den Tiefpunkt ihres Lebens, verlässt den Iran, kommt nach Schweden, erlebt wie ihr Mann sie betrügt und demütigt.

    An diesem Tiefpunkt hat sie eine nächtliche übernatürliche Begegnung mit Jesus und eine neue Kraft und Liebe kommt in ihr Leben und verändert es von innen heraus. Nach Scheidung und Wiederheirat mit einem Schweden setzt sie sich mit ganzer Kraft und Stärke, die sie schon immer auszeichnete für Frauen ein, besonders für solche, die aus ihrem Kulturkreis kommen, um ihnen Hoffnung und Hilfe zu geben.

    Ein sehr interessantes Buch, durch das ich viel über die Unterschiede zwischen unserer westlichen und der Kultur der Menschen, die aus dem Nahen Osten kommen gelernt habe. Gerade weil dieses Thema hochaktuell ist, ist die Geschichte von Soheila, die beide Kulturen kennt ein großartiger Beitrag zum Verständnis der Menschen, die zu uns kommen.

    Sehr berührt hat mich auch Soheilas Begegnung mit Jesus. Die Beschreibung ihres Glaubens und der Schock, den sie in Europa erlebte, als sie merkte, dass hier kaum Platz für das Übernatürliche, oder überhaupt für Gott ist, haben mich sehr nachdenklich gemacht.

    Ein sehr gutes Buch, bereichert durch Bilder, das ich gerne weiterempfehle.

     

     

     

     

     

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    Tigerbaervor 9 Monaten
    Die Tochter des Emirs

    Im Rahmen einer Leserunde durfte ich „Die Tochter des Emirs“ von Soheila Fors lesen.

    Das erste Mal bin ich auf „Die Tochter des Emirs“ beim Stöbern in der Verlagsvorschau aufmerksam geworden und schon der erste Blick auf das Cover, dass Soheila Fors zeigt hat mich fasziniert und nicht mehr los gelassen. Nicht nur deshalb habe ich mich riesig gefreut, als ich das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen durfte.

    Soheila Fors wächst vor der islamischen Revolution im Iran auf und genießt in ihrer kurdischen Familie ein privilegiertes Leben. Mit dem Vater verbindet sie eine tiefe und innige Beziehung und dieser gesteht ihr mehr Freiheiten zu als das kurdische Mädchen gemeinhin haben. Selbst ihren Ehemann darf sie selbst wählen, doch diese Entscheidung bereut Soheila bald. Sie erlebt den gesellschaftlichen Umsturz im Iran hautnah mit, hat in ihrer Ehe große Herausforderungen zu bestehen und irgendwann führt sie ihr Weg sogar nach Schweden.

    Neben der Lebensgeschichte einer starken Frau, erzählt das Buch vom Leben in einem anderen Kulturkreis, man erfährt einiges über das kurdische Volk und seine Traditionen, erlebt den Umbruch den ein Neuanfang in einem europäischen Land bedeutet und ist an der Seite von Soheila als sie in Schweden eine neue große Aufgabe findet.

    Das Buch hat mich schon mit seinen ersten Zeilen in seinen Bann gezogen und ich habe Soheilas Weg fasziniert verfolgt. Das Engagement dieser Frau flößt mir Respekt ein und beeindruckt mich. Es sind Menschen wie Soheila, die Licht in die Dunkelheit ihrer Mitmenschen bringen.

    Von mir gibt es 5 Bewertungssterne!

    Kommentare: 5
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    camilla1303s avatar
    camilla1303vor 9 Monaten
    Die Tochter des Emirs - eine mutige Frau

    Das autobiografische Buch „Die Tochter des Emirs“ von Soheila Fors und Ingalill Bergensten ist 2017 im Brunnen Verlag erschienen und erzählt die Geschichte einer iranischen Frau, die um ihre Zukunft kämpft, Soheilas Geschichte.

    Zu Beginn des Buches erfährt man, dass Soheila, die mittlerweile in Schweden lebt, ein Frauenteehaus und das Haus Sara gegründet hat, Rückzugsorte für Menschen, die unter der Familienehre leiden. Doch es geht nicht um Soheilas Leben in Schweden, es geht viel mehr um ihr Leben im Iran, um ihre Familie, den beginnenden Krieg, um ihre Flucht, um eine unglückliche Ehe.

    Soheila wurde 1967 als Tochter eines kurdischen Emirs im Iran geboren. Der Vater, der aus der ehemaligen Königsfamilie stammt, war in Soheilas Kindheit sehr angesehen und auch Soheila selbst wurde urkundlich bescheinigt, dass sie eine echte Prinzessin ist. Vom Vater erfährt sie viel Zuneigung und bekommt auch Freiheiten, die anderen iranischen Mädchen nicht gestattet gewesen wären. Bis der Vater eingesperrt wird und als Beschützer Soheilas wegfällt. Von der Mutter eigentlich schon während der Schwangerschaft zur Ehe versprochen, sucht sie sich ihren eigenen Mann aus, der alles andere als ein Märchenprinz ist, aber es doch schafft sie und die beiden Kinder nach Schweden nachzuholen. Doch auch der Neuanfang in Schweden ist alles andere als einfach und Soheila muss erst Jesus begegnen, um neuen Mut zu fassen. Mittlerweile ist sie zum Christentum konvertiert und hat in einem Schweden den Mann fürs Leben gefunden.

    Soheila gibt mit ihrer persönlichen Geschichte, den vielen anderen Menschen, die vor etwas oder jemandem auf der Flucht sind, ein Sprachrohr. Soheila schafft es, die Augen für das Wesentliche zu öffnen und hinterlässt mit ihrer Geschichte ein intensives Leseerlebnis, das mich nicht nur einmal durch den Mut und die Zuversicht dieser jungen Frau beeindruckt hat. Soheila macht aber auch deutlich welche Unterschiede es zwischen der europäischen Kultur und der aus der arabischen Welt gibt. Ein wirklich lesenswertes Buch nur die Geschichte mit Jesus halte ich nicht unbedingt für nötig, da sie LeserInnen so vom Buch fernhalten könnte.

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    Curinvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine spannende Biographie über eine echte Prinzessin aus dem Iran
    Vom Iran nach Schweden

    Soheila Fors entstammt einem alten kurdischen Herrschergeschlecht und ist damit Teil einer sehr hoch angesehenen Familie im Iran. Als Frau hat sie dort nicht viel zu sagen, aber lehnt sich immer wieder gegen den Willen der Verwandtschaft auf und wählt sogar ihren Ehemann selbst, aber trifft damit die falsche Entscheidung. Heute lebt Soheila in Schweden und hat dort ein Teehaus für Frauen gegründet. Auch betreibt sie das ,,Haus Sara", indem Menschen, die von Ehrengewalt betroffen sind, Schutz finden.
    In diesem Buch erzählt Soheila Fors ihre Geschichte und nimmt den Leser mit in eine ganz andere Kultur, die uns oft fremd ist. Sie berichtet dabei nicht nur von ihren eigenen Erlebnissen, sondern zeigt auch, wie die Situation für Frauen und Mädchen im Iran heute aussieht und erklärt, warum selbst in Europa Ehrengewalt ein großes Thema ist.
    Mich persönlich haben Soheilas Erlebnisse oft fasziniert, aber an gewissen Stellen auch sprachlos gemacht und schockiert. Sie erlebt gerade in jungen Jahren viel Gewalt durch Kriege und durch den Regimewechsel im Iran. Durch ihren Vater, der sehr weltoffen war, genießt sie mehr Freiheiten als andere Mädchen, was aber vom Rest der Familie kritisch betrachtet und keineswegs gut geheißen wird.
    Interessant fand ich, dass sie im Iran mit Astrid Lindgrens Figur Pippi Langstrumpf in Kontakt kommt und sich von ihr einiges an Durchsetzungsfähigkeit abschaut. Pippi wird gewissermaßen zum Vorbild für sie und ermutigt sie auch, ihren eigenen Weg zu gehen.
    Nicht so gut gefallen hat mir, dass die ganze Biographie sehr komprimiert ist und damit auch oft sehr gedrungen wirkt. An vielen Stellen hätte ich mir mehr Erläuterungen und Details gewünscht. Während andere Lebensgeschichten zu ausführlich geschildert werden, ist diese etwas knapp geraten. Auch der christliche Glauben, zu dem Soheila heute gehört, wird im Buch thematisiert. Allerdings erzählt sie hier oft von etwas merkwürdigen Erlebnissen und Erscheinungen, die ich persönlich mit einem etwas kritischen Blick gelesen habe.
    Insgesamt hat mir ,,Die Tochter des Emirs" gut gefallen und ich hätte gerne noch mehr über sie und ihre Arbeit in Schweden gelesen. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter. 

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    strickleserls avatar
    strickleserlvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine spannende Lebensgeschichte, von den politischen Wirren im Iran zu einem neuen Leben und einem neuem Glauben in Schweden
    Irans Pippi Langstrumpf

    Soheila Fors erzählt in diesem Buch aus ihrem spannenden, bewegten Leben. Sie wurde 1967 als Tochter eines kurdischen Emirs geboren, und ist damit eine Prinzessin, was ihr auch urkundlich bescheinigt wurde. Ihr Vater war sehr angesehen und beliebt, und auch für Soheila war er die wichtigste Person ihrer Kindheit. Sie beschreibt sehr anschaulich ihre Kindheit und ihre Jugendjahre. Von dem vergnügtem Spielen im großen Obstgarten der Familie, über die strapazierende Flucht ins Gebirge wegen dem Krieg, ihre Aktivitäten als Kommunistin, bis hin zu einer sehr unglücklichen Ehe. Sie ist in allem eine starke Persönlichkeit. Wie ihr Vorbild Pippi Langstrumpf, stellt sie sich mutig allen Herausforderungen. Dabei wird sie oft geächtet, da sie sich gar nicht wie eine verhätschelte Prinzessin verhält.
    Ihr Bruder ist schon nach Schweden geflüchtet, und er hilft Soheila und ihre Familie auch nach Schweden auszuwandern. Da die Flucht für Frauen und Kinder sehr gefährlich gewesen wäre, reist ihr Mann voraus und holt später die Familie nach. Als aber Soheila vier Jahre später mit den Kindern nach Schweden kommt, ist die Ehe schon gescheitert, und ihr gewalttätiger Mann liebt eine Andere. Für Soheila beginnt eine sehr schwere Zeit. In dieser Zeit begegnet sie Jesus, und durch den Blick seiner Augen fühlt sie sich vollkommen heil. Die äußeren Schwierigkeiten halten zunächst noch an, aber nach einigen großen Schwierigkeiten kommt auch äußerlich Ruhe in ihr Leben, als sie einen schwedischen Christ heiratet.
    Nun möchte sie ihr Leben dafür einsetzen anderen benachteiligten Frauen zu helfen. Sie richtet ein Teehaus für Frauen ein, in dem aber bald viele unterschiedliche Aktivitäten stattfinden, die nachhaltig Leben verändern. Ein sicheres Haus entsteht, in dem Menschen Zuflucht finden, die von ihrer Familie oder andere bedroht sind. Das sind in erster Linie junge Frauen und Mädchen, aber auch Männer, die nicht auf eine arrangierte Ehe eingehen wollen.
    Soheila Fors ist eine sehr sympathische Frau. Als Kind zieht sie lieber eine Latzhose an als Prinzessinnenkleider, als Jugendliche trägt sie die Verantwortung für eine Gruppe von Frauen und Kinder und ältere Menschen, und als Erwachsene setzt sie sich tatkräftig für Menschen ein, die unter dem Ehrenkodex des Islams leiden. Neben ihrem Mut und ihrer Tatkraft, beeindrucken auch ihre Phantasie und ihr Humor. Sie findet sie viele Wege ihre unerwünschten Verehrer zu verscheuchen.
    Ihr Herz schlägt für Freiheit. Ihre Erklärungen zu der Kultur, in der sie aufgewachsen ist, sind sehr aufschlussreich und hilfreich. Gerade in unserer Zeit, in der viele Menschen aus islamisch geprägten Ländern zu uns kommen, ist es wichtig, dass wir ihren Hintergrund verstehen. 
    Fazit: Die abenteuerliche Lebensgeschichte einer mutigen Frau, die dem Leser hilft ihre Heimat Iran bzw. Kurdistan zu verstehen. Beim Lesen kann man miterleben wie ein hoffnungsloses Leben sich durch eine Begegnung mit Jesus grundlegend verändert. 

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    peedees avatar
    peedeevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Die Lektüre von Soheilas Geschichte empfand ich als sehr intensiv. Es gibt leider noch ganz viele Frauen mit ähnlichen Erfahrungen.
    Eine sehr intensive Lektüre

    Soheila ist als Tochter einer ehemaligen kurdischen Königsfamilie im Iran geboren und aufgewachsen. Arrangierte Heiraten sind in ihrer Kultur gang und gäbe und so hätte es auch bei ihr sein sollen. Doch Soheila wehrt sich und sucht sich selbst einen Mann. Der hat ihr nur Gutes versprochen, aber dann nichts davon halten können, zudem ist er gewalttätig. Sie wird zur Sklavin seiner Familie. Soheila ist verzweifelt, doch dann ist ihr Jesus erschienen und sie schöpft neue Hoffnung…

    Erster Eindruck: Das Cover mit einer schönen und sympathischen Frau mit schwarzen Haaren gefällt mir sehr gut. Mir gefallen auch Titel und Untertitel. Auf 240 Seiten gibt es sage und schreibe 34 Kapitel! Es gibt etliche Fotos, die das Buch noch persönlicher und ein bisschen greifbarer machen.

    Der Einstieg ins Buch ist mitten ins aktuelle Leben von Soheila: Sie hat ein Frauenteehaus und das Haus Sara gegründet, wo Menschen, die unter Ehrengewalt leiden, Zuflucht finden. Eine grossartige Sache. Aufgrund des Klappentextes ist es kein Geheimnis, dass Soheila mit ihrem zweiten Mann und den Kindern in Schweden lebt. Doch der Weg bis zu diesem Punkt ist lange und beschwerlich, führt von ihrer Kindheit als „höhere Tochter“ über die Erfahrungen während des Krieges bis zu ihrer Heirat im Iran mit ihrem ersten Mann.

    „In meiner Kultur hatte eine Frau so viel Freiheit, wie ihr Mann ihr gönnte.“ Die Liebe von Soheila zu ihrem Vater ist sehr gut spürbar, ebenso die Dankbarkeit, dass er ihr viel mehr Freiheiten zugestand, als es früher für ein Mädchen üblich war. Soheila hat sich schon früh für Gott interessiert und begonnen, Fragen zu stellen, was sich aber gemäss ihrer Mutter überhaupt nicht gehörte. Die Oma Gohar war ebenfalls eine ganz wichtige Person für Soheila: sie scheint eine wirklich eindrucksvolle Frau gewesen zu sein, die ihr Leben und das ihrer Töchter nach dem frühen Tod des Ehemannes/Vaters gemanagt hat. Diese Aufgabe wäre ja schon in Europa nicht einfach, aber dann noch in einem Umfeld, wo die Männer das Sagen haben – Chapeau!

    Mich hat die Kollektivkultur des Iran beeindruckt: Familie zählt dort enorm viel und man hilft einander, und zwar nicht nur innerhalb des engsten Kreises. In Europa gibt es eher die Individualkultur, das heisst, ein jeder schaut zu sich bzw. zu seiner engsten Familie. Doch die Kollektivkultur hat auch ihre negativen Seiten: Die Ehre ist im Iran beinahe das Höchste, so scheint es mir. Wenn eine Frau sich nicht so verhält, wie es von ihr erwartet wird, sinkt das Ansehen der gesamten Familie. Deshalb sorgen Brüder, Cousins, Onkel etc. dafür, dass sich die Frauen „nach Plan“ verhalten, wenn nötig eben auch gewaltsam. Ehrengewalt – eine wirklich grausame Tat, die ich nie verstehen werde.

    Die Lektüre von Soheilas Geschichte empfand ich als sehr intensiv. Man darf zudem nicht vergessen, dass wir mit Soheilas Erzählung auch nur eine einzelne Geschichte erfahren. Es gibt so viele Menschen, die ähnliches durchgemacht haben oder immer noch durchmachen müssen. Das macht mich traurig. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Ich wünsche Soheila und ihrer Familie alles Gute.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    BrunnenVerlags avatar
    Liebe Leserinnen und Leser,

    mit Die Tochter des Emirs von Soheila Fors und Ingalill Bergensten starten wir als Brunnen Verlag die nächste Leserunde.
    Erneut haben wir uns etwas Besonderes für Euch ausgedacht:
    Mit dieser Leserunde verschenken wir nicht nur 10 Exemplare von Die Tochter des Emirs, sondern auch wieder 5 kleine Überraschungspakete für all diejenigen, die bis zum Ende der Leserunde (17.12.2017) eine Rezension geschrieben haben.
    Es lohnt sich also auch für die, die kein Exemplar erhalten haben, an der Leserunde teilzunehmen!


    Doch nun wollt Ihr bestimmt erst einmal erfahren, worum es in Die Tochter des Emirs geht …

    Soheila Fors wird im Iran noch zu Zeiten des Schahs geboren. Ihre legendäre kurdische Familie – die ehemalige Königsfamilie ‒ ist politisch einflussreich, steht aber unter Verdacht. Soheila ist überglücklich, als ihr Vater nach einer zu Unrecht verhängten Gefängnisstrafe wieder nach Hause kommt.
    Wie in ihrer Kultur üblich, soll Soheila mit einem Cousin verheiratet werden. Es gelingt ihr, sich zu wehren. Dass sie auch mit dem Mann, den sie selbst gewählt hat, ins Unglück rennt, merkt sie zu spät. Dennoch folgt sie ihm, als er nach Schweden flieht.
    Bei einem Besuch im Iran erscheint Jesus Soheila in einer Vision. Das ist der Anfang einer neuen, wunderbaren Geschichte. Doch zuerst muss sich Soheila nicht nur vor dem gewalttätigen Ehemann in Sicherheit bringen, sondern auch einer Intrige ihrer Familie entkommen …


    Wenn Ihr gleich die ersten Seiten von diesem wunderbaren Buch lesen möchtet, dann könnt Ihr schon einmal in unsere Leseprobe hineinschauen.

    Zudem findet Ihr bereits erste Rezensionen zu Die Tochter des Emirs auf LovelyBooks.


    Und so könnt Ihr euch bewerben …

    Wir, der Brunnen Verlag Gießen, verschenken 10 Exemplare von Die Tochter des Emirs. Wenn Ihr eines dieser Exemplare erhalten wollt, bewerbt Euch bis zum 15.11.2017 unter dem blauen Button „Jetzt bewerben“, indem Ihr uns folgende zwei Fragen beantwortet:

    1. Warum möchtest Du dieses Buch lesen?
    2. Auf welchen Buchcommunitys bzw. Online-Shops stellst Du Deine Rezensionen online?


    Die 10 glücklichen Leser, die ein kostenloses Exemplar erhalten, verpflichten sich, bis zum 17.12.2017 an den Leseabschnitten dieser Leserunde teilzunehmen und bis zu diesem Tag auf LovelyBooks eine Rezension zu veröffentlichen. Mehr dazu erfahrt Ihr unter den Richtlinien für Leserunden und Buchverlosungen.
    Besonders freuen wir uns, wenn Ihr Eure Rezension noch auf anderen Buchcommunitys und auch auf Online-Shops wie Amazon veröffentlicht.


    Teilnahme mit einem eigenen Exemplar


    Für alle, die keines der 10 Exemplare gewonnen haben, lohnt es sich dennoch, an der Leserunde teilzunehmen. Denn unter all denen, die bis zum 17.12.2017 eine Rezension zu Die Tochter des Emirs unter dem Abschnitt „Eure Rezensionen“ verlinkt haben, verlosen wir zum Abschluss 5 kleine Überraschungspakete mit Artikeln aus unserem Verlag.


    Zum Schluss …


    Wer neu auf LovelyBooks ist und zu dieser Leserunde Fragen hat, kann uns gerne über unseren LovelyBooks-Account eine Nachricht schicken.


    Ansonsten bleibt uns nur noch zu sagen: Viel Glück und viel Spaß beim Lesen!
    peedees avatar
    Letzter Beitrag von  peedeevor 9 Monaten
    Das sieht toll aus - vielen Dank fürs Foto.
    Zur Leserunde

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