Solomon Northup

 4,4 Sterne bei 67 Bewertungen

Lebenslauf von Solomon Northup

Solomon Northup, geboren 1807 in New York, war ein freier Bürger, bis er verschleppt und in die Sklaverei verkauft wurde. Erst zwölf Jahre später konnte er seine Freiheit wieder erlangen und schrieb noch im selben Jahr seine Memoiren. Um den Abolitionismus, eine Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei, zu unterstützen, hielt er Vorträge über seine Erfahrungen und das Leben als Sklave. Ort und Datum seines Todes sind nicht bekannt.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Rezensionen zu Solomon Northup

Cover des Buches Twelve Years a Slave (ISBN: 9780143106708)abookslifes avatar

Rezension zu "Twelve Years a Slave" von Solomon Northup

Ein Buch dass jeder einmal gelesen haben sollte
abookslifevor 4 Monaten

Ist euch eigentlich bewusst, in was für einer Freiheit wir Leben? Ich meine, wir entscheiden und handeln selbst, haben unsere Familie und unsere Liebsten bei uns, wir leben nach unserer eigenen Devise und haben eine eigene Vorstellung von einem "unbeschwerten Leben", kurz, wie sind FREI. Tatsache ist, dass wir einige Privilegien haben, die wir genießen dürfen, doch sehen aber oft die Dinge im Leben als normal, als selbstverständlich an. Wir schätzen die Zeit mit unserer Familie nicht, schätzen nicht die Geborgenheit, schätzen nicht das Glück, eine Familie zu haben, Menschen in unseren Ängsten Kreisen, die immer bei uns sind...- Aber was wäre, wenn uns auf einmal diese Freiheit genommen werden würde? Wenn uns der Draht zu unserer Familie, der Glaube an ein freies Leben, und unsere Menschgenwürde genommen werden würde? Würde der Mensch nicht irgendwann alles dafür setzten, um genau das alles zurück zu bekommen...??

Zu diesem Buch möchte ich heute keine typische Rezension verfassen, wie man normalerweise von mir gewohnt ist, dennoch möchte ich über ein paar besondere Details im Buch aber auch Details in der Buchverfilmung schreiben. Die Geschichte von Solomon Northup gehört definitiv zu denen, die jeder einmal gesehen bzw. gelesen haben sollte. Das Buch ist nicht unbedingt wie gewohnt wie ein Roman gegliedert, in dem eine Handlung ggf. aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, vielmehr erinnert der Erzähl- und Schreibstil an ein Tagebuch, welche in der „ICH“ Perspektive geschrieben ist. Natürlich sind das Ereignisse und Erlebnisse die Solomon zu seiner Zeit veröffentlicht hat, auch wenn natürlich die Sprache zur heutigen Zeit angepasst wurde. Dennoch gehen die einzelnen brutalem Ereignisse, die er beschreibt, tief unter die Haut und lassen die Leser mit emotionalen Gedanken zurück. Im Buch sind einige Bilder veröffentlicht worden, die Baumwollplantagen und einige „Sklaven“ und ihre körperlichen Zustände zeigt.

Ganz große Klasse ist hier auch die Verfilmung nach dem autobiografischen Werk von Solomon Northup. Neben den absolut gelungenen schauspielerischen Leistungen, auf die ich nicht näher eingehen möchte, schafft es der Film, permanent eine bedrückende und traurige Stimmung zu vermitteln, welche die Ernsthaftigkeit und die traurige Wahrheit dahinter zeigt, wie gierig Menschen nach Macht und Geld sein können, selbst wenn sie dafür über „Leichen“ gehen, andere ausbeuten und ihre Menschenwürde mit den Füßen treten. Im Buch werden einige brutale Szenen sehr bildhaft wiedergegeben, sogar mit Bildern aus der Zeit, dennoch ist es nochmal schlimmer, welche Szenen wir zu sehen bekommen, in denen die „Sklaven“ ausgepeitscht, erniedrigt und teilweise zu Tode gequält werden.

Wie mein Fazit ausfallen wird, werden sich jetzt einige Leser denken. Selbstverständlich möchte ich hier erwähnen, dass das Buch für mich ein absolutes Highlight ist. In Anbetracht der Tatsache, dass das keine fiktive Geschichte sondern eine wahre Begebenheit ist und auch die Sklaverei und Ausbeutung noch heute in manchen Orten dieser Welt stattfindet, ist es wichtig für mich zu erwähnen, dass ich keineswegs in meiner Bewertung auswerte wie schlimm, traurig oder dramatisch diese Handlung ist, vielmehr möchte ich darauf hinweisen, dass das Werk von Solomon Northup, neben der Sklaverei vielmehr bietet und sehr viele Werte vermittelt, die wir teilweise verlernt bzw. wiedererlernen müssen. Denn unsere Freiheit ist nicht selbstverständlich, so privilegiert wir in einigen Dingen sind, sollten wir nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die nicht das gleiche Glück mit uns teilen.

 

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Cover des Buches 12 Years a Slave (ISBN: 9781927970164)Neuneuneugierigs avatar

Rezension zu "12 Years a Slave" von Solomon Northup

Vielleicht lieber die Üersetzung lesen
Neuneuneugierigvor 4 Jahren

Ein unglaubliches Buch. Solomon Northup schrieb direkt nach seiner Gefangenschaft dieses Buch um auf die Umstände aufmerksam zu machen. Wie er es schafft zum Teil Verständnis für seine Peiniger aufzubringen blieb mir ein Rätsel; doch ist er ein sehr gläubiger Mensch, er sich seinen Glauben trotz allem erhalten hat.

Ich erstehe recht gut englisch, doch da es im Stil des 19 Jahrhunderts geschrieben wurde, war es stellenweise schon recht anstrengend. Und leider habe ich die Erläuterungen im Anhang erst am Ende des Buches entdeckt.

Meiner Meinung nach (mal wieder) ein Buch, das zur Schullektüre werden sollte! 

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Cover des Buches Twelve Years a Slave (ISBN: 9780143106708)histerikers avatar

Rezension zu "Twelve Years a Slave" von Solomon Northup

Eine wahre Geschichte
histerikervor 4 Jahren

Inhalt:
Solomon wird als freier Mann im Staat New York geboren. Als er über 40 ist, wird er von zwei Schwindlern in den Süden begleitet und als Sklave verkauft. Erst nach 12 Jahren wird es aus der Sklaverei geholt.

Bewertung:
Es ist die Übersetzung des Originalbuches aus dem 19. Jahrhundert. Das merkt man der Sprache auch an und es liest sich nicht immer einfach. Manchmal hatte ich das Gefühl, als ob etwas fehlen würde (die Sätze ergaben irgendwie keinen Sinn), aber ich kann nicht sagen, ob es auch im Original so ist oder an der Übersetzung liegt. Das ist aber eigentlich der einzige Kritikpunkt an dem Buch.
Die Geschichte ist so unwirklich, dass man sich manchmal fragt, ob es wahr ist. Der Autor bemüht sich auch öfters zu betonen, dass es so ist und dass er nicht die ganze Sklaverei beschreibt, es ist ihm wichtig zu sagen, dass es nur seine Sicht und seine Geschichte ist.
Das macht das Buch so sehr wertvoll, es ist ein Augenzeugenbericht und die begefügten Quellen am Ende bestätigen die Ereignisse.
Ein interessantes Buch, dass man lesen sollte.

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Gespräche aus der Community

Liebe Leseratten, es ist jetzt gut anderthalb Jahre her, dass ein Film in den Kinos für Schlagzeilen sorgte und drei der begehrten Oscars abräumte, darunter auch den für die Hauptkategorie "Bester Film."

"Zwölf Jahre Ein Sklave" ist die Geschichte des Solomon Northup, der - obwohl als freier Mann geboren - zwölf lange Jahre versklavt wurde. Northups Geschichte war nicht nur eine der ersten ihrer Art, sondern auch eine der prägnantesten, informativsten und unverfälschtesten. Versklavt für Jahre und mehrfach weiterverkauft musste er die Peitsche, Hunger und Beleidigungen ertragen. Umso beeindruckender ist sein Bericht. 
 
Northup war ein freier Bürger des Bundesstaats New York, als man ihn kidnappte und am Red River in Louisiana in die Sklaverei verkaufte. Dort wurde er zwölf Jahre getrieben, ausgepeitscht und von brutalen Plantagenbesitzern herumgestoßen bis ihn ein Freund aus dem Norden rettete und mit seiner Familie zusammenführte. Trotz seiner schrecklichen Leidensgeschichte ist es ihm gelungen, sein Unglück so gerecht wie möglich zu beschreiben - eine nicht unbedeutende Leistung, zu der nur wenige in seiner Situation fähig gewesen wären. Die feinsinnigen Beobachtungen und bedächtigen Abschätzungen des hochintelligenten Northup machen "Zwölf Jahre Ein Sklave" zu einem überragenden und einzigartigen Zeitzeugnis der Sklaverei. Als historisches Dokument schlägt es die bezaubernd einfache Geschichte des Vaters Henson um Längen. Geduldig, verlässlich und ohne Bosheit erzählt ist es wertvoller als die Geschichte von Beecher-Stowes Märtyrer "Onkel Tom" und ein stärkeres Argument gegen die Sklaverei als es die Berge von argumentativen Schriften und ethischen Diskursen jemals sein können.

"Zwölf Jahre Ein Sklave" ist ein Buch, das euch bewegen und zu Tränen rühren wird und gehört zu den Top-100-Kindle-Bestsellern des Jahres 2014. Der Film hatte noch keine Free-TV-Premiere, was aber wohl demnächst nachgeholt werden wird. Das Buch ist wahrlich keine "leichte Literatur", aber wer etwas Schwermut vertragen kann oder ein Buch mit Tiefgang verschenken möchte, ist hier bestens aufgehoben.

Wir freuen uns auf die Bewerbungen zur Leserunde, für die wir fünf Exemplare stiften.
25 BeiträgeVerlosung beendet

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