Solomon Northup Twelve Years a Slave

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Inhaltsangabe zu „Twelve Years a Slave“ von Solomon Northup

In this substantially revised second edition of a classic text, Tom Bottomore reconsiders elite theory in the light of recent studies. He examines its role in relation to class structures, and considers the prospects for a more equal society. (Quelle:'Flexibler Einband/17.02.2014')

Insgesamt eine tief bewegende Geschichte über eine mehr als beeindruckende Persönlichkeit!

— ErleseneBuecher
ErleseneBuecher

Die emotionale, wahre Geschichte über Gerechtigkeit, Menschlichkeit und das Streben nach Glück.

— Laupez
Laupez
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  • Baumwolle, Peitsche & Geige

    Twelve Years a Slave
    ErleseneBuecher

    ErleseneBuecher

    10. February 2016 um 12:49

    Es gibt wahre Geschichten, die kann man gar nicht glauben. Es gibt Schicksale, die kann man kaum nachvollziehen. Und es gibt Ungerechtigkeiten, die unfassbar sind. Ich bin erst durch die Verfilmung der Geschichte auf das Buch aufmerksam geworden. Eigentlich schade, dass es nicht schon vorher die Aufmerksamkeit bekommen hat, welche es verdient hat. Andererseits natürlich toll, dass es durch den Film und den Oscar-Gewinn Bekanntheit bekommen hat. Bin nun nach der Lektüre auch schon sehr gespannt auf den Film. Die Geschichte beginnt mit der Beschreibung von Solomon Northups Leben als freier Bürger. Er hat eine Familie und liebt das Geigenspiel. Doch dann wird er entführt und findet sich plötzlich als Sklave in den Südstaaten wieder. Sein Leben besteht nun aus Arbeiten, Gewalt, Hunger und Verzweiflung. Die Sklaverei ist für mich nicht nachvollziehbar. Wie schrecklich die Menschen sein können. Es ist furchtbar zu lesen, wie Menschen als Ware ge- und behandelt werden. Und selbst die “humanen” Sklavenhalter sehen das Unrecht nicht. Umso beeindruckender wie Solomon versucht objektiv seine Lebensreise darzustellen. Er ist so ein rechtschaffender, demütiger, mutiger und tapferer Mann. Gerade der Schreibstil des Buches überzeugt vollends. Es ist ein zeitloser Klassiker, der hoffentlich in 100 Jahren noch gelesen wird. Zwischendurch lernt man sogar einiges über den Anbau von Baumwolle und Zuckerrohr. Das beschreibt er ausgiebig, ist es doch seine tägliche Arbeit. Eine Zeitreise in die Geschichte, als es noch keine Industrialisierung gab. Der rückständige Süden brauchte diese ja auch lange nicht, sie hatten die Sklaven. Welch Hinterwäldler! Für mich mit am Schlimmsten war die Darstellung der Sklavin Eliza, welche von ihren Kindern getrennt wurde. Solomon beschreibt das mit solcher Intensität und Eindrücklichkeit, mir hat es das Herz zerrissen. Insgesamt eine tief bewegende Geschichte über eine mehr als beeindruckende Persönlichkeit! Bewertung: 5 von 5 Punkten

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  • Ein Meisterwerk

    Twelve Years a Slave
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    05. January 2016 um 00:15

    Ich bin durch den Film auf das Buch aufmerksam geworden, den ich sehr emotional und herausragend fand und wollte danach unbedingt das Buch lesen. Natürlich ist der Ausdruck etwas älter, das Original wurde 1853 veröffentlicht. Aber trotzdem ist es absolut verständlich, man hat deshalb keine Probleme beim Lesen. Was mich besonders beeindruckt hat ist die fast nüchterne, aber gleichzeitig ungeschönte Art, wie der Autor über sein Leben und die Sklaverei berichtet. Die Handlung wird oft von dem Erzähler vorweggenommen (z.B. dass diese und jene Person später noch mal auftauchen wird und dies tun wird oder was aus diesen Menschen geworden ist oder dass er in den nächsten Tagen sterben wird, usw.) Ich fand das manchmal etwas ungünstig – aber es geht in dieser Geschichte nicht um Spannung oder Wendungen, sondern um die Beschreibungen der Ereignisse. Dabei wird nicht nur das Schicksal von Solomon Northup geschildert, sondern auch das der anderen Sklaven, was für ein Leben sie vorher geführt hatten und was mit ihnen geschehen ist und was aus ihnen geworden ist. Besonders grausam und besonders berührend fand ich da das Schicksal von Patsey. Ich weiß nicht, ob es so gewollt ist, aber es ist schon fast ein Stilmittel, dass diese ganzen Grausamkeiten, Ungerechtigkeiten und Unmenschlichkeiten sehr sachlich geschildert werden. Das macht das Geschilderte fast noch etwas schlimmer. Man ist einfach schockiert und kann sich das kaum vorstellen – wie damals mit Sklaven, mit Menschen, umgegangen wurde.   Fazit  Ich finde dieses Buch ist ein kleines Meisterwerk und es ist eigentlich tragisch, dass es überhaupt existiert. Wie Solomon Northup von seinem Leben als Sklave berichtet ist, gerade durch die sachlichen Schilderungen, sehr ergreifend und erschreckend. Ich fand es herausragend.

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  • nicht so meins

    Twelve Years a Slave
    pamN

    pamN

    23. November 2014 um 00:30

    Geboren als freier Mann. Verkauft in die Sklaverei. Gehalten als Sklave für 12 Jahre bevor er wieder ein freier Mann wurde. Die Lebensgeschichte von Solomon Northup ist nicht nur eine Biografie sondern auch eine Slave Narrative. Jedoch ist der Aufbau etwas anders als bei den meisten Slave Narratives, denn Northup wurde als freier Mann geboren. Wie schon der Titel sagt, handelt das Buch fast vollständig von seiner Zeit als Sklave und ich muss zugeben, ich musste mich schon arg durch das Buch quälen um zum Ende zu kommen. Nichtsdestotrotz hat das Buch einen geschichtlichen Wert und ist interessant für jeden, der sich für amerikanische Geschichte interessiert.

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  • prägend und intensiv

    Twelve Years a Slave
    dominona

    dominona

    30. October 2014 um 21:27

    Auch ohne filmische Umsetzung jagen einem die Schilderungen Gansehaut über den Rücken. Brutal und kaum zu glauben, dass jemandem soetwas wirklich zugestoßen ist. An einem Stück konnte ich das Buch nicht lesen, es ist zu grausam, aber es ist ähnlich prägend wie Alex Haleys "Roots".

  • Über den Amerikanischen Traum

    Twelve Years a Slave
    Laupez

    Laupez

    05. April 2014 um 14:57

    Er ist schwarz und als freier Bürger New Yorks geboren. Solomon Northup ist gebildet, talentierter Geiger, hat eine harmonische Familie. Betrüger schaffen es, sein Vertrauen zu erschleichen und ihn hereinzulegen. Hereinlegen klingt da noch harmlos: Sie bringen ihn zur Ohnmacht, entledigen ihn seines ganzen tragbaren Besitzes, machen ihn zu einem Sklaven. Sein Name lautet nun Platt, und keiner darf wissen, wer er wirklich ist. Ein neues, völlig anderes Leben beginnt für ihn. Er lernt verschiedene Facetten des Sklavenlebens kennen: seltener Respekt, gütige Herren, aber auch die häufiger vorkommende Spezies des Schlagenden, Beängstigenden. Peitschenhiebe, Strafen für Lobenswertes. Erst nach zwölf Jahren erfolgt die Rettung, doch die verlorene Zeit mit ihrem Vater kann den Kindern nicht zurückgegeben werden. Freiheit, Demokratie, Gleichheit, das Recht, nach Glück zu streben. Der American Dream in seiner ursprünglichen Form bestimmte auch im Jahre 1841 das Leben des Solomon Northup, in dem Jahr seiner Entführung. Noble Ideen in einer meiner Meinung nach absolut defizitären Ausführung. Der Traum ist heutzutage ohnehin nur noch eine Farce, doch war er es damals nicht erst recht? Denn für einen Sklaven, oder schon einen freien Schwarzen, gilt Freiheit auf eine andere Art, häufig gar nicht. Einem Sklaven ist es verboten, sich zu bilden, verboten, nach Glück zu streben (ihm bleibt das Glück, welches sein Besitzer ihm lässt). Und von Gleichheit will ich gar nicht erst anfangen. Rassismus ist aktuell und wird es immer bleiben. Wenn wir alle dieselbe Hautfarbe hätten, dann würden solche diskriminiert, die kleiner oder zu groß wären, oder die sonstwie anders sind. Ich begreife diesen Teil im Großteil der Menschen nicht, dieses empörte Unverständnis jedoch ist der Wegbereiter für die Gefühle, die Northup durch sein bescheidenes Schreiben im Leser weckt. Natürlich weiß man nicht, wie viel von dem, was man liest, wirklich wahr ist. Die wichtigen Hintergrundinformationen gibt Northup, während er auf deren Nachweisbarkeit und Richtigkeit besteht. Ob er jedoch wirklich der Held war, wie das von ihm gezeichnete Bild manchmal zu verstehen gibt, wird man nicht herausfinden können. Und doch glaube ich ihm, denn es geht nicht darum, was bis ins Detail Fakt ist. Menschen sind und waren schon immer zu Grausamem fähig, das ist Fakt. Diesem speziellen Menschen ist Grausames widerfahren, auch Fakt. Darum geht es in dieser Geschichte, die ein Appell an Menschlichkeit und wahrer Gerechtigkeit ist. Sie beschreibt den innigen Wunsch, die Würde eines Menschen zu ehren und zu achten. Was auch immer Northup verschwieg, es gehörte ihm und seiner persönlichen Würde. Bald zweihundert Jahre später und doch kaum Besserung im Menschen, wenn überhaupt. Trafficking (Menschenhandel) nennt sich beispielsweise die Gräueltat, die häufig in Afrika vonstatten geht, aber auch in anderen Teilen der Welt: Ahnungslose Kinder werden auf ihrem Weg zur Schule verschleppt, damit sie auf Kakaobohnenplantagen pflücken, bis sie nicht mehr können. Sklaven auf die altmodische Art, zu einem modernen Zweck. Die Schokolade, die mit diesen Bohnen hergestellt wird, findet sich zumeist in unseren Supermärkten und letztlich unserem eigenen Magen wieder. Sind wir somit nicht auch auf eine Weise Sklavenhändler? Trotz ernsten Themas bleibt der Lesespaß um des Lesens willen nicht außen vor. Mit viel aufgeklärtem Verständnis, philosophischen, traurigen, aber auch schönen Momenten tastet sich die Geschichte sanft ins Leserherz. Besonders nachdenklich stimmt folgender Gedanke: Es gab auch Herren, die gütig waren, bei denen man als Sklave großes Glück hatte, zu arbeiten. Und doch blieb die Abneigung, denn es ist trotz alledem von Grund auf falsch, Herr über andere Menschen zu sein. Ein Widerspruch bleibt jedoch, eine Unstimmigkeit, die mich nicht loslässt. Northup sieht die Gleichheit in allen Menschen, Tiere jedoch schließt er aus. Es ist eine Sache, über die sich streiten lässt, aber meiner Meinung nach steht der Mensch auch nicht über den Tieren, genausowenig wie über anderen Menschen. Keinerlei Zögern verspürt Northup, mit der Peitsche die Hunde zu schlagen, von denen er denkt, sie würden ihn ansonsten an einer Flucht hindern. Mag sein, dass die Tat unvermeidlich hätte sein können, wenn nicht gar lebensrettend. Trotzdem hätte ich bei der humanen Denkweise des Mannes wenigstens ein wenig Unbehagen erwartet. Trotz der Zeit, in welcher er lebte. Dieser Widerspruch reicht jedoch nicht aus, dem Roman einen Stein ins Getriebe zu legen. Spätestens seit den letzten Oscars ist der Film zu dieser wahren Geschichte in aller Munde. Ich habe ihn noch nicht gesehen, freue mich aber über seine Reputation - so erhält das Leben des Solomon Northup die Anerkennung, die Bekanntheit, die ihm gebührt.

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  • Starke Moral

    Twelve Years a Slave
    Silke111

    Silke111

    29. March 2014 um 19:29

    Das Buch enthält einen autobiographischen Bericht eines frei geborenen schwarzen Amerikaners, der Mitte des 19. Jahrhunderts in die Sklaverei der amerikanischen Südstaaten verschleppt wurde, dort 12 Jahre als Sklave gehalten wurde und schließlich durch ungewöhnlich großes Engagement von Verwandten und Freunden zurück in die Freiheit gelangte. Der Stil ist lakonisch und von geradezu rührender Unschuld. Inhaltlich wird darauf verzichtet, grausame Dinge auch grausam zu beschreiben. Der Entführte duldet, gestärkt durch seinen Glauben. Auf der einen Seite erhöht diese Art der Darstellung die moralische Größe des Protagonisten, andererseits besteht die Gefahr, dass schrecklichste Verbrechen in ihrer Infamie relativiert werden könnten. Auf jeden Fall ein erschütterndes Buch über eines der dunklen Kapitel in der amerikanischen Geschichte.

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  • Ein tragisches Schicksal

    Twelve Years a Slave
    WildRose

    WildRose

    15. March 2014 um 10:08

    -Diese Rezension bezieht sich auf die englische Originalausgabe. "12 Years a Slave", veröffentlicht im 19. Jahrhundert, erzählt aus der Perspektive des schwarzen New Yorkers Solomon Northup sein tragisches Schicksal, das ihn 12 Jahre lang zu Einsamkeit und Misshandlungen verdammte. Northup, aufgewachsen als freier Bürger, Vater und Ehemann, wird von Sklavenhändlern entführt und in den Süden der USA gebracht, in welchem Sklaverei erlaubt ist. 12 Jahre lang muss er dort auf Plantagen schuften, wird auf grausame Weise misshandelt, und aufgrund seiner Hautfarbe als minderwertig betrachtet. Erst nach über einem Jahrzehnt gelingt die Rückkehr in die Freiheit. "12 Years a Slave" zählt zu den Büchern, die man sich nicht entgehen lassen sollte, denn es ist ebenso wichtig wie Harper Lees "Wer die Nachtigall stört". Es lässt sich zudem gut und flüssig lesen und eignet sich daher wohl auch als Klassenlektüre für den Englischunterricht.

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  • Beeindruckend und erschreckend gut.

    Twelve Years a Slave
    Nicole_Rensmann

    Nicole_Rensmann

    06. March 2014 um 11:45

    Als ich die Ankündigung zu »Twelve Years a Slave: Die wahre Geschichte« gelesen habe, musste ich sofort an Onkel Toms Hütte denken. Mit acht oder neun Jahren hatte ich eine Musikkassette, auf der die Geschichte Onkel Toms Hütte erzählt wurde. Diese Geschichte habe ich gefühlte 1000 Mal gehört. An ein Buch kann ich mich nicht sicher erinnern, aber an die Kassette und die Erzählung sehr wohl. Gänsehaut hat sie mir beschert und Spannung vermittelt, wie ein Krimi. Erst später habe ich verstanden, dass es sich nicht nur um eine erfundene Geschichte handelt, sondern Sklavenhandel zum Leben vieler Menschen gehörte. Entsetzen und absolutes Unverständnis darüber wie Menschen andere Menschen versklaven, foltern und missbrauchen können, begleitete mich von da an, wenn ich die Kassette hörte, die Faszination an der Geschichte verlor sich jedoch nicht. Heute, ca 35. Jahre später, bin ich älter, das Unverständnis ist geblieben. Obwohl diese Geschichte, die Solomon Northup erzählt, mehr als 150 Jahre vorbei ist, werden auch heute noch Menschen als Sklaven gehalten, geschlagen, missbraucht, getötet. Unvorstellbar, aber leider die Wahrheit. Darauf braucht die Menschheit, die so oft von Gerechtigkeit und Menschlichkeit spricht, nicht stolz sein. Stolz jedoch kann Solomon Northup auf sich sein, denn er hat Meisterhaftes geschafft: Er hat überlebt. In seiner Geschichte erzählt er, ohne auf Effekthascherei oder künstliche Spannungselemente zu achten, von seinem Leben, das mit einem Mal eine furchtbare Wendung nimmt. Verheiratet, drei Kinder, eine eigene Farm – ein freier und strebsamer junger Mann – und immer auf der Suche nach Arbeit, so stellt er sich zu Beginn dar. Dann gerät er an die falschen Leute, die sein Talent als Geigenspieler zunächst gut bezahlen und ihn dann an einen Sklavenhändler verkaufen. Seine Geschichte liest sich ebenso spannend wie sich Onkel Toms Hütte anhörte, mit dem Unterschied, dass alles der Wahrheit entspricht. Er erzählt nicht allein von Sehnsucht und Leid, sondern auch von seiner Arbeit, erklärt die Baumwollernte oder berichtet von den Freuden, die alle Sklaven an den Weihnachtstagen verspürten. Tage, an denen sie frei bekamen und feiern durften. Drei Tage im Jahr. Obwohl er nicht wie ein Schriftsteller auf Stilmittel setzt, mit denen er den Leser zu fesseln versucht, liest sich die Geschichte spannend, er jammert nie, er versinkt nicht in Mitleid. Bilder entstehen im Kopf und im Geiste habe ich stets die Stimme des Synchronsprechers von Morgen Freeman im Kopf, der mir »Twelve Years a Slave: Die wahre Geschichte« von Solomon Northup vorliest. Eine wahre Geschichte eines Kämpfers, das Leben eines freien Mannes, der zum Sklaven wurde und alles entbehren und dafür Schreckliches erleben musste. Steve McQueen verfilmte die Geschichte und erhielt dafür den Golden Globe im Jahre 2014. Bei der Verleihung des Oscars 2014 wurde »12 Years a Slave« als bester Film mit einem Oscar ausgezeichnet. Außerdem erhielten Lupita Nyong’o als beste Nebendarstellerin und John Ridley für das beste adaptierte Drehbuch je einen Oscar. Die DVD ist ab Mai 2014 erhältlich. Ein Vorwort von ihm im Buch erzählt wie er auf Solomons Northups Geschichte gestoßen ist. Chiwetel Ejiofor verkörpert Solomon Northup, Hans Zimmer sorgt für den perfekten Soundtrack. Im Buch sind einige farbige Bilder der Verfilmung enthalten. Ich hätte mir dazu ein paar Seiten mit dem Originaltext gewünscht, denn die Sprache ist ein bisschen glatt gezogen. Das ist zur besseren Lesbarkeit ideal, aber ein Blick in die tatsächlichen Aufzeichnungen von Solomon Northup hätte ich sehr interessant und spannend gefunden. Zumal im Vorwort auf den etwas schwerfälligen Ausdruck des 19. Jahrhunderts eingegangen wird. Fazit: Ich schäme mich dafür, dass mich diese wahre Geschichte gut unterhalten hat und bedanke mich dafür, dass Mr. Northup mich an seinen Gedanken und seinem Leben teilhaben ließ. Ein tolles Buch, das mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Lesenswert!  Solomon Northup Twelve Years a Slave – Die wahre GeschichteTaschenbuchPiper Verlag , 02/2014288 Seiten9,99 € Das Buch ist auch als E-Book, Hörbuch und mp3 Datei erhältlich und kann bei amazon oder z.B. bei der Buchhandlung Calliebe portofrei bestellt werden. Webtipps: Das Buch beim Verlag., Interessanter Bericht zu Verfilmung des Buches im Kulturblog., Artikel zum Film bei welt.de   Vielen Dank an den Piper-Verlag! © Text: Nicole Rensmann © Cover: Piper Verlag Dieser Eintrag wurde von paperblog.de ausgezeichnet. Vielen Dank. Originaleintrag in meinem Blog. 

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  • ein Appell an die Menchlichkeit

    Twelve Years a Slave
    robbylesegern

    robbylesegern

    01. March 2014 um 19:03

    Der Pieperverlag brachte nach erfolgreicher Verfilmung der Lebensgeschichte des Soloman Northup, die unter dem Titel "Twelve Years a Slave " die Kinosäle stürmte, die Originalgeschichte des Solomon Northup, als Taschenbuch heraus. Mit einem Vorwort von Steve McQueen, dem Regisseur des Filmes, las ich diesem Buch, das mich mehr als berührte. Als freier Mann in Saratoga, New York lebend, mit einer Ehefrau und 2 Kinder, lässt Solomon sich in ein Falle locken und wird als Sklave verkauft. Er lernt in den zwölf Jahren seiner Gefangenschaft unterschiedliche Herren kennen, die es entweder gut mit ihm meinen, oder ihm aus reiner Willkür ihre Verachtung und ihr sadistisches Verhalten zeigen. Trotz aller Gewalttätigkeit und Willkür, die ihm fast täglich gezeigt werden, lässt er sich seinen Willen und seinen Stolz nicht brechen und kehrt nach langer Zeit als freier Mann zu seiner Familie zurück. Diese Geschichte, die mich mehr als berührt hat und mir immer wieder vor Augen führte, welch grausame und skrupellose Menschen es gibt, gehört meiner Meinung nach in jeden Geschichts,- und Ethikunterricht , um menschenverachtendes Verhalten zu diskutieren und die jungen Menschen zu sensibilisieren. Solomon Northup steht in diesem Buch stellvertretend für viele andere Menschengruppen, die über die Jahrhunderte Hass und Verachtung spüren mussten und man nicht oft genug solches Verhalten anprangern. Der Schreibstil des Buches ist der Zeit, in der es geschrieben wurde, nämlich in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhundert, angemessen und könnte dem Leser zu Anfang etwas befremdlich und gestelzt erscheinen. Man gewöhnt sich aber sehr schnell daran und es macht die Geschichte meiner Meinung nach authentischer. Ohne Pathos, sondern allein durch die eindringliche Beschreibung der Tatsachen, berührt es den Leser und lässt ihn ohnmächtig werden gegenüber der Spezies Mensch, die solche "Ungeheuer" heranwachsen lässt.

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