Solomon Northup Twelve Years a Slave: Die wahre Geschichte

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Inhaltsangabe zu „Twelve Years a Slave: Die wahre Geschichte“ von Solomon Northup

Solomon Northup war ein freier Bürger, bis er von Sklavenhändlern verschleppt und an einen Plantagenbesitzer verkauft wurde. Dort lebte er zwölf Jahre als Sklave, bis er schließlich – als einer der wenigen – seine Freiheit zurückerlangen und zu seiner Familie zurückkehren konnte. Die gleichnamige Verfilmung seiner Memoiren von Regisseur Steve McQueen hat bei der Verleihung der Golden Globes den Hauptpreis als bestes Filmdrama gewonnen.

Ein erschreckender Tatsachenbericht über die Verschleppung eines freien Afroamerikaners in die Sklaverei vor dem Sezessionskrieg.

— Barbara62
Barbara62

Bewegendes Porträt eines Mannes, der Mitte des 19. Jahrhunderts zum Sklaven gemacht wurde. 12 Jahre Qualen, Erinnerungen an die Hölle.

— black_horse
black_horse

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  • Das Sehnen nach Freiheit

    Twelve Years a Slave: Die wahre Geschichte
    Kerry

    Kerry

    01. August 2016 um 23:07

    Solomon Northup ist ein freier Farbiger, der 1809 in New York geboren wurde und mit seiner Familie in Washington D. C. lebt. Er ist verheiratet und hat mit seiner Frau drei Kinder. Er hat als Handwerker ein gutes Auskommen und er ist ein talentierter Geigenspieler, dessen Spiel in der "besseren" Gesellschaft sehr geschätzt wird. Seine Frau geht ebenfalls einer Tätigkeit nach, sodass die Familie keine Not leiden muss und sie sind geschätzt und geachtet, haben keine Feinde und leben in Frieden ihr Leben. Solomon hat Glück, dass er in den Nordstaaten lebt, denn in den Südstaaten herrscht noch immer das Elend der Sklaverei. In Washington D. C. kommt Solomon mit zwei Männern in Kontakt, die eine gut bezahlte, kurzfristige Arbeit für ihn haben. Solomon ist glücklich und feiert mit den Beiden - doch das böse Erwachen kommt am nächsten Tag. Als er erwacht muss er feststellen, dass er angekettet in einer Zelle sitzt. Er hat kein Verbrechen begangen und wurde auch nicht versehentlich inhaftiert - nein, er wurde unter Drogen gesetzt und in die Sklaverei verkauft. Ab hier beginnt sein Leidensweg. Zusammen mit andern Sklaven wird er in den Süden verschifft und dort im Laufe der nächsten zwölf Jahre immer wieder geknechtet, zur Arbeit gezwungen und weiterverkauft, immer tiefer in den Süden hinein, sodass seine Spur nicht mehr nachvollziehbar ist. Doch was auch geschieht, seine Körper erduldet die Schmerzen und seine Seele bricht nicht, denn er ist frei geboren und er gibt die Hoffnung nicht auf, eines Tages wieder zu seinem Recht zu kommen - der Freiheit. Tatsächlich ist es eine Begegnung mit einem Weißen, die alles ins Rollen bringt ... Das Sehnen nach Freiheit! Bei diesem Buch handelt es sich keineswegs um einen Roman, sondern um einen autobiografischen Bericht von Solomon Northup, den er nach seiner Befreiung schrieb. Ich persönlich war erstaunt, mit welch gewählten Worten er sein Leiden und seine Gefangenschaft beschrieb, denn ehrlich, ich hätte gedacht, dass gerade ein Mensch, dem man die besten Jahre seines Lebens gestohlen hat, ihn seiner Familie entriss und ihn versklavte, eher einen sehr großen Groll auf die Menschheit hat, doch es scheint gar so, als hätte er tatsächlich niemals die Hoffnung aufgegeben, dass sich jemand seinem Schicksal annimmt. Es fällt schwer, über ein solches Buch zu urteilen, denn wer bin ich, dass ich mir ein Urteil über diese Autobiografie erlauben könnte, ich, die Sklaverei nur aus den Geschichtsbüchern kennt? Fest steht, mich hat dieses Buch bzw. dieser Mensch sehr nachdenklich zurückgelassen, denn ich weiß nicht, ob ich nach solch einem Martyrium eine solche Größe besessen hätte wie Solomon Northup.

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  • Zu Unrecht lange vergessen

    Twelve Years a Slave: Die wahre Geschichte
    Barbara62

    Barbara62

    18. July 2016 um 15:50

    Vorweg: Ich habe den Oscar-prämierten Film von Steve McQueen, der sehr werktreu sein soll, nicht gesehen, bin aber durch ihn auf das Buch von Solomon Northup aufmerksam geworden. Der wahre Bericht über seine Verschleppung, den Solomon Northup zusammen mit seinem Co-Autoren David Wilson verfasst hat, erschien erstmals 1853, ein Jahr nach Harriet Beecher Stowes Onkel Toms Hütte, einer fiktionalen Erzählung. Beide Bücher wurden zu Bestsellern und lösten eine Debatte über die Sklaverei aus, doch geriet Twelve Years a Slave nach dem amerikanischen Bürgerkrieg in Vergessenheit. Erst in den 1960er-Jahren wurde der Bericht wiederentdeckt, war aber eher in Historikerkreisen bekannt. Als der amerikanische Regisseur Steve McQueen 2009 nach einer Vorlage für einen Film über die Sklaverei suchte, fand seine Partnerin, eine Historikerin, das Buch und war begeistert. Es war genau, was McQueen gesucht hatte: ein frei Geborener, der zum Sklaven gemacht wurde. Solomon Northup, Afroamerikaner, wurde vor dem Sezessionskrieg als freier Mann im Staat New York geboren. Er war Schreiner und Geiger, hatte eine Frau und zwei Kinder. 1841 wurde er mit Hilfe einer List verschleppt und als Sklave nach Louisiana verkauft, wo er zwölf Jahre lang unter unvorstellbaren Bedingungen lebte und arbeitete. Seine Befreiung erfolgte 1853 ebenfalls durch Weiße. Der Bericht ist in der Ich-Form verfasst und sehr langsam, etwas hochtrabend und extrem detailgenau. Sobald ich mich daran gewöhnt hatte, hat sich das Buch sehr leicht gelesen. Besonders imponiert hat mir an diesem Bericht über eine unvorstellbar brutale, unmenschliche und willkürliche Zeit, dass Solomon Northup nie pauschal verurteilt, sondern immer versucht, das wenige Positive herauszuheben. In der Mitte enthält die Ausgabe 16 Seiten Bildmaterial aus dem Film.

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  • 12 Jahre in der Hölle

    Twelve Years a Slave: Die wahre Geschichte
    black_horse

    black_horse

    22. June 2016 um 22:20

    Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch!Solomon Northup ist ein freier Schwarzer, der im Staate New York geboren ist und lebt - bis er in eine Falle gerät. Seine Entführer verkaufen ihn als Sklaven und damit beginnt sein Weg durch die Hölle.In dem Buch, das seine wahre Geschichte erzählt, die auch verfilmt wurde, erzählt Solomon Auszüge aus seinen Erfahrungen aus seiner Zeit als Sklave. Sehr deutlich führt er dem Leser/Hörer vor Augen, wie schonungslos unmenschlich und verachtet diese Menschen "gehalten" und misshandelt wurden. Ein Besitz, der gequält wurde, schlimmer als ein Tier.Unglaublich wie hilflos Northup seinen Herren ausgeliefert war, wie Fluchtversuche vereitelt wurden und wie lange er auf seine Chance warten musste, seiner Familie - Frau und zwei Kinder - eine Nachricht zukommen zu lassen, wo er sich befindet. Zwölf lange Jahr harter Arbeit, Misshandlung und Einsamkeit.Ein bewegendes Buch über eine menschenverachtende Praxis, die auch heute noch nicht ausgestorben ist.  Ein Plädoyer für die Menschlichkeit. Sehr hörenswert!

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