Solomonica de Winter

 3,7 Sterne bei 252 Bewertungen
Autorin von Die Geschichte von Blue, Das Gesetz der Natur und weiteren Büchern.
Autorenbild von Solomonica de Winter (©Linelle Deunk / Diogenes Verlag )

Lebenslauf von Solomonica de Winter

Solomonica de Winter wurde 1997 in Bloemendaal in den Niederlanden geboren. Sie wuchs zweisprachig auf, sowohl dort als auch in Los Angeles, Kalifornien. Sie hat in Israel, Italien und den USA gelebt und erwarb einen Master in Fiction Writing am Vermont College of Fine Arts. Derzeit wohnt sie in den Niederlanden.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Solomonica de Winter

Cover des Buches Die Geschichte von Blue (ISBN: 9783257243345)

Die Geschichte von Blue

 (151)
Erschienen am 27.01.2016
Cover des Buches Das Gesetz der Natur (ISBN: 9783257072181)

Das Gesetz der Natur

 (101)
Erschienen am 28.09.2022
Cover des Buches Das Gesetz der Natur (ISBN: 9783257694734)

Das Gesetz der Natur

 (0)
Erschienen am 28.09.2022

Neue Rezensionen zu Solomonica de Winter

Cover des Buches Das Gesetz der Natur (ISBN: 9783257072181)
AnneEs avatar

Rezension zu "Das Gesetz der Natur" von Solomonica de Winter

Die letzte ihrer Art auf der Suche nach dem Erbe der Menschheit - ein literarisches Kunstwerk, das erschlossen werden möchte
AnneEvor 14 Tagen

Das junge Mädchen Gaia Marinos lebt in Neuamerika, einem Teil der durch Katastrophen zerstörten Welt, in dem die Menschen nach dem Gesetz der Natur leben. Versteckt im Wald lebt die Mutantin gemeinsam mit einem Jäger und einem Lehrer, die ebenfalls als von der Gesellschaft verstoßen gelten. Obwohl Gaia selbst eine intensive Nähe zum Lehrer verspürt, ist es der Jäger, der ihr nachstellt und vergewaltigt. 

Zwischen Ohnmacht und Schwangerschaft nimmt das Schicksal seinen Lauf - und Gaia muss den Schutz ihres Verstecks verlassen. Es folgt eine lange Reise, in der Gaia sowohl zur Mutter als auch zur Kriegerin wird, wodurch die Suche nach dem Erbe der Menschheit etwas in den Hintergrund gerät und erst gegen Ende zumindest ansatzweise aufgelöst wird. 

Obwohl mich das Cover und der Klappentext sehr neugierig gemacht hatten, fiel es mir anfangs etwas schwer, ins Buch zu finden. Die ersten ca. 20 Seiten war ich immer wieder abgelenkt, weil ich über den doch eher ungewöhnlichen Schreibstil nachgedacht habe. Ich habe das Buch dann ein paar Tage zur Seite gelegt und nach dieser kurzen Pause noch einmal neu begonnen – und auf einmal konnte ich mich viel besser auf die Geschichte einlassen, die mich bis zur ersten Hälfte sogar so gepackt hat, dass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen wollte. Je mehr man in diese fantastische Welt eintaucht, desto schlüssiger wurden für mich auch die Gesetze und Verhaltensweisen, die zu einer Sicherung der neuen Ordnung beitragen sollen. Dass jedoch die gezielte Ermordung der Mutanten dazu gehört, ist furchtbar und wahrscheinlich nur möglich, weil Bildung in dieser neuen Welt keine Rolle spielt - sonst wäre ein Lernen aus der Weltgeschichte und ein Widerstand dagegen unumgänglich gewesen.

Auch wenn ich mich aufgrund der Rahmenhandlung mit anderen Erwartungen für diesen Fantasyroman entschieden habe, hat mir besonders der erste Teil aufgrund der atmosphärisch sehr dichten Beschreibungen sehr gut gefallen. Dystopien wie diese, die sich mit einer neuen Weltordnung nach dem Zusammenbruch bestehender Strukturen auseinandersetzen, interessieren mich sehr. Insofern habe ich mich gern auf einen Fantasy-Roman eingelassen, jedoch zu spät bemerkt, dass es sich hier um den Auftakt einer Trilogie handelt. Dementsprechend bietet das Ende zwar einige Lösungen an, es bleibt aber offen, wie es mit Gaias Auftrag und ihrer Reise weitergeht. 

Somit ist "Das Gesetz der Natur" meiner Meinung nach eher als literarisches Kunstwerk einzuschätzen, da dieser Roman wahrscheinlich erst nach dem zweiten oder dritten Lesen aufgrund der immanenten Symbolsprache und der intertextuellen Bezüge seine ganz eigene Wirkung vollumfassend ausbreitet. 




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Cover des Buches Das Gesetz der Natur (ISBN: 9783257072181)
Stella_Stellariss avatar

Rezension zu "Das Gesetz der Natur" von Solomonica de Winter

Dystopie mit besonderem Sprachstil
Stella_Stellarisvor 16 Tagen

Die Geschichte ist in der Zukunft angesiedelt. Aus heutiger Sicht sind wohl mehrere Generationen vergangen. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat ein Meteoriteneinschlag im Jahr 2029 (Wir haben also nur noch ein paar Jahre Zeit!) den Planeten Erde zum Großteil verwüstet. Die menschliche Bevölkerung wurde bei dieser Katastrophe, aus der sie anscheinend nichts gelernt hat, deutlich dezimiert. Bei den Überlebenden traten genetische Veränderungen im Erbgut auf.

Der Leserschaft wird eine Gesellschaft präsentiert, die sowohl an das Mittelalter erinnert als auch Fragmente aus anderen geschichtlichen Epochen integriert hat.

In der von Gewalt geprägten Gesellschaft Neuamerikas hat Gaia bereits als Baby ihre Eltern verloren. Da Gaia, ein besonderes Mädchen, nach den Gesetzen Neuamerikas als nicht lebenswert gilt, wächst sie versteckt im Schutz der Wildnis in einer Gemeinschaft mit zwei Männern auf. Der eine Mann stellt das personifizierte Gute dar, liebt Gaia wie sein eigenes Kind, beschützt sie, bringt ihr u.a. Lesen und Schreiben bei. Vom zweiten Mann, der das Böse repräsentiert, wie auch Gaia erleben muss, wird das Mädchen zur Kämpferin und Jägerin ausgebildet.

Das äußere Erscheinungsbild des Mädchens Gaia weicht von der üblichen Norm ab. Dadurch wird sie von der Gesellschaft zur Aussätzigen abgestempelt, zur Gejagten gemacht, der jegliches Recht auf Leben abgesprochen wird. Die Menschen haben Angst vor der noch letzten lebenden Mutantin.

Als Gaia gefangen genommen wird, rettet sie ihr Leben allein durch die Tatsache, dass sie des Lesens kundig ist. In der Gesellschaft Neuamerikas ist dies jedoch nur noch wenigen gelehrten Männern erlaubt.

Während der Geburt ihres Sohnes erwachen ihre besonderen, bislang unbekannten Fähigkeiten.

In den Folgejahren, in denen sie die ihr übertragene Mission immer wieder aus den Augen verliert, führt sie ein Leben, welches im Wesentlichen mit Kämpfen und Töten angefüllt ist.


„Das Gesetz der Natur“ wurde als Fantasy-Roman angekündigt. In diesem Buch stecken jedoch nur wenige Fantasy-Elemente. Ich würde es als dystopischen Roman bezeichnen.

Der Schreibstil der Autorin ist außergewöhnlich: Poetisch, gleichzeitig recht distanziert. Bei den Dialogen weicht die Schriftstellerin von ihrem Stil ab. Sie wirken häufig belanglos auf mich.

Sowohl die Protagonistin als auch die anderen Charaktere waren wenig greifbar für mich; ich verspürte stets eine völlige Distanz. Lediglich Julie bringt aus meiner Sicht punktuell ein wenig Farbe, ein wenig Wärme, in die Geschichte. Meist fühlte ich mich beim Lesen, als wäre ich draußen, also „außen vor“ und würde die handelnden Figuren durch eine zugefrorene Glasscheibe beobachten.

Um das Buch von Anfang bis zum Ende lesen zu können, wurde mir ein Höchstmaß an Disziplin abverlangt. Mir war es einfach zu viel... Patriarchat, Kämpfen, Blut, Töten, Morden. So konnte sich bei mir keine Lesefreude einstellen.

Ich hatte etwas Anderes erwartet, vermutet, erhofft..., zumal bei einer Protagonistin, die mit GAIA den Namen der griechischen Erdgöttin trägt.

Mich konnte der erste Teil dieser Trilogie bedauerlicherweise nicht begeistern. Daher werde ich die Folgebände nicht lesen.

Anmerken möchte ich noch, dass das Cover sehr stimmungsvoll gestaltet ist und mir gut gefällt.



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Cover des Buches Das Gesetz der Natur (ISBN: 9783257612998)
Ava_lons avatar

Rezension zu "Das Gesetz der Natur" von Solomonica de Winter

Die Besonderheit in der Andersartigkeit
Ava_lonvor 17 Tagen

Inhalt

In Neuamerika leben die Menschen nach dem Gesetz der Natur. Auch Gaia Marinos muss sich diesen Regeln beugen. Versteckt in den Wäldern lebt sie das Leben einer Aussätzigen und hat den anderen doch eines voraus: In einer Welt ohne schriftliche Aufzeichnungen kann sie lesen. Als sie in Gefangenschaft gerät, rettet ihr diese Fähigkeit das Leben. Gaia macht es sich zur Aufgabe, die letzten Bücher der Erde zu finden, doch als diese Mission zu scheitern droht, muss sie sich entscheiden: Wie weit ist sie bereit zu gehen?

Cover

Wunderschönes Bild einer wilden Natur in der sich ein Mensch bewegt.

Ein Wort vorneweg

Meine Rezensionen können sowohl Spoiler enthalten als auch Analysen und Bewertungen, wobei der Schwerpunkt auf meinen persönlichen Eindrücken liegt.

Mein Eindruck

Ich mag den Diogenes Verlag und die etwas spezielleren Bücher mit einem so ganz anderen Cover und so hat mich auch dieses Buch angezogen. Zudem mag ich gerne Dystopien.

In diesem Fall brauchte ich tatsächlich 3 Anläufe, bis mich das Buch vollständig in seinen Bann gezogen hat. Die wesentlichen Punkte waren dabei der spezielle Schreibstil, der überwiegend kurz, dabei auch teilweise poetisch und dennoch distanziert war. Die Texte lösten zumindest bei mir eine Reihe von Vorstellungen, Gefühlen und Nachdenklichkeit aus. Weil die Kapitel so kurz waren, waren sie von daher auch schnell zu lesen. Selbst nach einer mehrwöchigen Pause waren die gelesenen Kapitel immer noch in meinem Gedächtnis vorhanden. Aus dem Anfangs eher mittelmäßigen Auftakt ergab sich im Verlaufe des Geschehens eine spannende Geschichte. Es entwickelte sich eine Vielschichtigkeit in den Themen und in den Erfahrungen die die Protagonistin machte. War sie am Anfang noch eher eine Sklavin, eine Frau die einfache Beute war und deren Berührung verboten war, so entwickelte sie sich von der Ausgestoßenen hin zu einer aktiven Kämpferin, die sich jeder neuen Herausforderung stellte. Aus der Kämpferin, dem Wildling wurde eine junge Mutter, die nunmehr alles getan hätte um ihrem Kind ein besseres Leben zu bieten. Dafür ging sie sogar einen Handel mit einem der Herrscher in dieser Welt ein. Sie gerät mitten in die politischen Auseinandersetzungen und verliert ihr eigentliches Ziel aus den Augen. Weiteres sei hier nicht verraten.

Obwohl es nur die Geschichte von Mutantin Gaia Marinos in einer neuen Welt ist, zeigt es doch im übertragenen Sinne eine Lebensgeschichte, die geprägt ist von einer Andersartigkeit. Von den Empfindungen, Vorstellungen, Hoffnungen und der Realität, die immer wieder erbarmungslos zuschlägt. Von dem Töten von Menschen und Tieren, um zu überleben und dem Traum von einem friedlichen und liebevollen Leben. Dem bedingungslosen Einsatz für die eigenen Ideale und dem Scheitern auf dem Weg dahin.

Fazit

Es ist kein leicht zu lesendes Buch und doch eine kleine Besonderheit, die es zu entdecken gilt. Allerdings ist es nicht für sensible Seelen geeignet, denn es gibt einige brutale Beschreibungen.

Ich bin froh, dass ich nicht aufgegeben habe und wurde mit einem intensivem Leseerlebnis belohnt.

230122

Kommentare: 4
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Gespräche aus der Community

Möchtet ihr in eine neue, fantastische Buchreihe eintauchen? "Das Gesetz der Natur" ist der bewegende Fantasy-Roman von SPIEGEL-Bestsellerautorin Solomonica de Winter über den Aufstieg und Kampf einer klugen Einzelgängerin und todesmutigen Heldin. Gaia lebt versteckt in den Wäldern Neuamerikas. Doch sie hat ein Geheimnis! In einer Welt ohne schriftliche Aufzeichnungen hat sie die Fähigkeit zu lesen. Sie macht es sich zur Aufgabe, die letzten Bücher der Erde zu finden.
Wird ihre Mission gelingen?

Herzlich willkommen zu einer neuen House of Fantasy Leserunde

Ein besonderer Fantasy-Roman über die Macht des Lesens und die Entscheidung zwischen Gut und Böse erwartet euch hier. Möchtet ihr herausfinden, wie es Gaia ergeht und in was für einer Welt sie lebt? Dann meldet euch gleich für unsere Leserunde zu "Das Gesetzt der Natur" an und gewinnt mit etwas Glück eins von 50 Exemplaren des Buches aus dem Diogenes Verlag.

Füllt dafür einfach das Bewerbungsformular aus und beantwortet darin folgende Frage:

Wenn ihr nur 3 Bücher retten könntet, welche wären es und wieso?

Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und drücke die Daumen!

984 BeiträgeVerlosung beendet
AnneEs avatar
Letzter Beitrag von  AnneEvor 14 Tagen

Auch wenn meine Rezension aus verschiedenen persönlichen und romanspezifischen Gründen leider verspätet ist, bin ich sehr dankbar, dass ich diesen besonderen Fantasyroman lesen durfte.

Meine Rezension, die die Ambivalenz dieser außergewöhnlichen Lesereise hoffentlich angemessen zusammenfasst, ist sowohl unter diesem Link zu finden

https://www.lovelybooks.de/autor/Solomonica-de-Winter/Das-Gesetz-der-Natur-4996036308-w/rezension/8191321166/

als auch nach vorheriger Prüfung unter dem gleichen Titel bei Amazon, Thalia, Lesejury und Was liest du?




Ganz spontan haben wir bei booknerds.de uns überlegt, doch einfach mal so, ohne besonderen Anlass, ein Gewinnspiel zu veranstalten. Ab sofort und bis zum 3. Juli 2015 habt ihr die Möglichkeit, eines von drei Exemplaren des Buches "Die Geschichte von Blue" von Solomonica de Winter​ zu gewinnen. Hier geht es zum Gewinnspiel:

http://www.booknerds.de/2015/06/das-gewinnspiel-von-blue/

An dieser Stelle möchten wir dem Diogenes Verlag​, der uns die Bücher zur Verfügung gestellt hat, herzlich danken!
0 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Solomonica de Winter wurde am 03. Juni 1997 in Bloemendaal (Niederlande) geboren.

Solomonica de Winter im Netz:

Community-Statistik

in 395 Bibliotheken

auf 62 Merkzettel

von 4 Leser*innen aktuell gelesen

von 1 Leser*innen gefolgt

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