Soname Yangchen

 4.1 Sterne bei 55 Bewertungen
Autor von Wolkenkind, Klang der Wolken und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Soname Yangchen

Soname YangchenWolkenkind
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Wolkenkind
Wolkenkind
 (52)
Erschienen am 01.07.2008
Soname YangchenKlang der Wolken
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Klang der Wolken
Klang der Wolken
 (3)
Erschienen am 15.06.2015
Soname YangchenChild of Tibet
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Child of Tibet
Child of Tibet
 (0)
Erschienen am 26.04.2007

Neue Rezensionen zu Soname Yangchen

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Universum_der_Woerters avatar

Rezension zu "Wolkenkind" von Soname Yangchen

Der lange Weg in die Freiheit
Universum_der_Woertervor einem Jahr

Die Autorin berichtet über ihre Kindheit in Tibet.
Es fing schon damit an, dass sie in einem Kuhstall geboren wurde.

Sie führt uns in eine ganz andere Welt. Für mich war es zum Teil eine faszinierende Welt aber zum Teil auch schockierende.
Faszinierend fand ich das Leben der Tibeter, das Denken an sich, sprich den Buddhismus welchen sie praktizieren.
Zum Beispiel wurde erzählt, dass sie beim Bau eines Dammes alle kleinen Tiere auf der Hand auf sicherem Boden trugen.
Wer denkt hier schon groß über die Tiere nach, wenn eine Straße oder etwas ähnliches gebaut wird?

Ich bewundere diese Frau, dass sie so viele Gefahren auf sich genommen hat um die Freiheit zu erlangen. Es gab in ihrem Leben viele Hochs und Tiefs, obwohl die Tiefs eher überwiegen. Doch sie hat nie aufgegeben und gekämpft.
Sie erleidet schwere Schicksalschläge, beschreibt die Flucht aus Tibet, über die Gefahren in welcher sie waren und über ihre Gefährten.
Manchmal machte sie mir auch einen naiven Eindruck, da sie impulsiv handelte.

Das Buch ist sehr flüssig zu lesen und wahnsinnig interessant, da ich so gut wie nichts über die Tibeter weiß.
Mir tat die Autorin leid, da sie so viel verkraften musste und ich mich immer wieder fragte, wie es sein kann, dass ein Mensch so viel Pech hat?

Aber diese Frage kann auch nur jemand stellen, der im Westen geboren wurde, eine Identität besitzt, sich als Frau keine Sorgen machen muss, sich verwirklichen kann, einen Dach über den Kopf hat und Essen auf dem Tisch.

All das hatte die Autorin nicht.
Dieses Buch kann ich nur empfehlen. Denn man beginnt, einige Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und man lernt daraus.
Vor allem lernt man dadurch eine besondere Kultur kennen und man kann sehr viel davon in seinem eigenem Leben umsetzen.

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Ninasan86s avatar

Rezension zu "Klang der Wolken" von Soname Yangchen

Klang der Wolken
Ninasan86vor einem Jahr

Zum Inhalt:

DEN EIGENEN WEG IN FREIHEIT GEHEN

Fast ihr halbes Leben lang musste Soname Yangchen um Freiheit kämpfen. Im Alter von sechs Jahren wird die Tibeterin als Sklavin in eine fremde Familie gegeben, erst zehn Jahre später gelingt ihr unter dramatischen Umständen die Flucht über den Himalaya. Heute lebt sie in Berlin und begeistert als »Stimme Tibets« mit ihrer Musik die Menschen.

Soname betrachtet unsere westliche Welt auf ganz eigene Weise und eröffnet damit einen vollkommen neuen Blick auf unser Leben. Sie lässt uns die Schönheit erkennen, die selbst in den alltäglichsten Dingen verborgen liegt. Ein Buch wie ein Moment des Glücks, der sich den Weg in unser Herz sucht …

»Die Begegnung mit dem Dalai Lama half mir, meinen Weg zu finden«



Über die Autorin:

Soname Yangchen wurde 1973 im tibetischen Yarlungtal geboren. In einer dramatischen Flucht über den Himalaya entkam sie 1989 der chinesischen Schreckensherrschaft und lebte sechs Jahre in Indien, bevor sie nach England zog, wo ihr Gesangstalent und die klare Schönheit ihrer Stimme entdeckt wurden. Das Buch, das sie über diesen Abschnitt ihres Lebens schrieb, wurde unter dem Titel Wolkenkind auch in Deutschland ein Bestseller.

Soname Yangchen hat bisher fünf CDs veröffentlicht, ist beinahe überall auf der Welt aufgetreten, u.a. bei Veranstaltungen mit Richard Gere, Bob Geldof, Leonardo DiCaprio, Catherine Deneuve, Sharon Stone und Forest Whitaker. Derzeit arbeitet sie an einem weiteren Album. Seit 2010 lebt sie überwiegend in Berlin, wo sie ihre Songs komponiert und textet.



Mein Fazit und meine Rezension:

Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Roman von Soname Yangchen. Er beschreibt ihren Weg aus Tibet, nicht allerdings den Umzug oder die Flucht, sondern ihren inneren Weg aus ihrem Heimatland.

Soname Yangchen erzählt, was sie erlebt hat und welche Hürden sie überwinden musste, beginnend mit ihrer Ankunft in England und den Verständigungsschwierigkeiten bis hin zu ihrer ersten Beziehung. Im weiteren Verlauf erfahren wir, dass sie als junge Mutter ihre Tochter abgeben musste, da sie nicht für sie sorgen konnte und dass sie sich auf die Suche nach ihr begeben hat. Soname wurde bereits in diesen jungen Jahren von ihrem Freund verlassen und im Stich gelassen. Ihr Kind blieb in Tibet und wuchs dort zu einem Teenager heran, immer mit dem Wissen darum, dass ihre Mutter sie im Stich gelassen hat und sie nicht wollte. Doch das entspricht nicht der Wahrheit.

Im Verlauf des Buches erfahren wir als Leser, wie schwer es war ihr Tochter zu finden, aber noch schwieriger eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Soname tut alles, damit sie ihre Tochter mit nach England nehmen kann, doch allein die bürokratischen Hürden erweisen sich zunächst als unüberwindbar. Nur mit sehr viel Anstrengung gelingt es ihr endlich, ihre Tochter in ihre neue Heimat zu holen, um dort endlich eine Mutter für sie sein zu können. Doch nicht nur das zerrüttete Mutter-Tochter-Verhältnis plagt sie, auch die Tatsache, dass sie ihre Familie nicht sehen kann und so fernab ihrer Heimat ist.

Im Laufe der Jahre trifft sie auf einen weisen Lehrer, der ihr zeigt, wie sie zur inneren Ruhe gelangen kann und somit ihr Leben lebenswerter macht. Soname lernt die kleinen Dinge im Alltag zu begrüßen und dafür dankbar zu sein, insbesondere auch dafür, dass sie die Chance auf ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung hat - was ihrer Familie verwehrt bleibt.

Das Buch ist kein dicker Band von Geschichten und doch erlangt man als Leser einen sehr guten Einblick in das Leben von Soname. Anfangs kam mir das Buch etwas chaotisch vor, es reihte sich eine Geschichte an die andere und gehört nicht zusammen, doch erst am Ende merkte ich, wie sich der rote Faden durch das gesamte Buch gezogen hat und uns Leser gezeigt hat, wie sie sich verändert hat und wie sie ihr Leben gewandelt hat. Während dem Lesen musste ich auch ein paar Mal inne halten, um zu verdauen, was ich eigentlich gerade gelesen habe. Insbesondere ihre Gefühle über die Trennung von ihrer Familie und die trotz allem vorliegende Verbundenheit mit ihrer Heimat Tibet ließen mich nicht los. Soname hat einen schwierigen Weg auf sich genommen, aber trotz der Schwierigkeiten und Steine, die ihr in den Weg gelegt wurden, hat sie es geschafft und sich somit zu einer starken und lebensfrohen Frau weiterentwickelt. Sie hat eine Verbindung in die westliche Welt geschaffen und sich somit selbst geheilt.

Soname hat es wirklich geschafft: sie hat ihren Weg zu sich selbst gefunden und kann glücklich sein! 

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Shunyas avatar

Rezension zu "Klang der Wolken" von Soname Yangchen

Die Freude am Leben zu bewahren
Shunyavor 3 Jahren

Den eigenen Weg in Freiheit gehen
Fast ihr halbes Leben lang musste Soname Yangchen um Freiheit kämpfen. Im Alter von sechs Jahren wird die Tibeterin als Sklavin in eine fremde Familie gegeben, erst zehn Jahre später gelingt ihr unter dramatischen Umständen die Flucht über den Himalaya. Heute lebt sie in Berlin und begeistert als »Stimme Tibets« mit ihrer Musik die Menschen.

Soname betrachtet unsere westliche Welt auf ganz eigene Weise und eröffnet damit einen vollkommen neuen Blick auf unser Leben. Sie lässt uns die Schönheit erkennen, die selbst in den alltäglichsten Dingen verborgen liegt. Ein Buch wie ein Moment des Glücks, der sich den Weg in unser Herz sucht … (Quelle: Integral)

Hinweis: Es wäre ratsam vorher Wolkenkind zu lesen, da es doch sehr viele Verweise auf das Buch gibt.

Einige Jahre nach den Geschehnissen von Wolkenkind setzt Soname ihre neue Biografie an und erzählt wie es ihr mittlerweile bisher so ergangen ist. Ihr Kampf gegen die Bürokratie um ihre Tochter endlich nach England zu holen, langersehnte Besuche bei der Familie und Verwandtschaft in Tibet sowie ihr Leben mit neuen Partnern und nun auch in Berlin lebend berichtet Soname von ihren Eindrücken und lässt den Leser daran teilhaben.
In Klang der Wolken geht Soname auch auf den Buddhismus ein und erklärt ein wenig worum es dabei im Grunde genommen geht und was es im eigentlichen Sinne mit Meditation auf sich hat was sich doch grundlegend davon unterscheidet was die meisten Westler dafür halten. Hier schildert sie ausführlich und verständlich aus ihrem Blickwinkel und verweist in Beispielen auch auf andere Religionen und gibt hilfreiche Metaphern und Beispiele an.
Alles in allem war dieser Band etwas spiritueller angehaucht als Wolkenkind, da das Thema rund um den Buddhismus doch etwas mehr Platz eingenommen hat, aber ich fand auch die Kapitel interessant in denen Soname über alles andere in ihrem Leben berichtet hat. Hier gibt sie zusätzlich Denkanstöße in Form von Fragebögen die man sich selbst beantworten kann und die auf alle Lebenslagen zutreffen. Unterhaltsam war auch wie Soname das Leben in Deutschland wahrnimmt und Dinge aufzählt, die ihr seltsam erschienen sind, die andere aber gar nicht so wahrnehmen. Zum Beispiel, dass man in einem fremden Haushalt nicht einfach das Geschirr spülen darf. Da hat jeder wohl seine ganz eigenen Regeln. Das fand ich sehr interessant, teilweise auch amüsant zu lesen und bei einigen Dingen musste ich oftmals schmunzeln.
Die Lebensweisheiten ihres Vaters haben mir gefallen und machen durchaus Sinn und es gibt praktische Tipps wie man im Alltag besonnener sein kann allen voran die wichtigsten Dinge in unserem Leben nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: Geld, Zeit und unsere Mitmenschen. Ich empfand einige ihrer Bemerkungen ermutigend, trostspendend in Hinsicht darauf, dass man in gewissen Dingen nicht die einzige Person mit bestimmten Problemen ist und einleuchtend was ihre Ratschläge für den Alltag betrifft.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, mochte es kaum aus der Hand legen und habe es regelrecht verschlungen. Schade nur, dass es diesmal keine Fotos gibt, aber alles in allem habe ich das Lesen sehr genossen und mal wieder unter starken Fernweh gelitten.

Wer Biografien mag, vor allem Lebenserfahrungen aus Tibet gerne liest, dem empfehle ich Wolkenkind und Klang der Wolken. Am besten direkt nacheinander lesen, denn beide Bücher sind nicht sonderlich lang.

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