Sonia Velton

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen

Lebenslauf von Sonia Velton

Recht und Literatur: Sonia Velton ist eine britische Schriftstellerin, die in England und auf den Bahamas aufwuchs.

 Sie studierte Jura und wählte nach ihrem Abschluss den Schwerpunkt Internationales Recht, Menschenrechtsnormen sowie Anti-Diskriminierungsgesetze. Ihr Debüt als Autorin gab sie mit ihrem Roman „Die Frau im Seidenkleid“. Heute lebt sie zusammen mit ihrer Familie in Kent.

Alle Bücher von Sonia Velton

Cover des Buches Die Frau im Seidenkleid (ISBN:9783442314935)

Die Frau im Seidenkleid

 (4)
Erschienen am 24.06.2019

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Rezension zu "Die Frau im Seidenkleid" von Sonia Velton

Ein Buch, das mich am Ende zu Tränen rührte
ReadAndTravelvor 4 Monaten

London, 18. Jahrhundert: Esther, Ehefrau eines hugenottischen Seidenwebers, führt ein privilegiertes und doch sehr eingeschränktes Leben, das von rigiden Moralvorstellungen beherrscht wird. Heimlich rebelliert sie, sucht sich kleine Freiheiten. Gegen den Willen ihres Mannes entwirft sie eigene Stoff- und Seidenmuster, setzt sich an der Seite eines jungen Gesellen sogar selbst an den Webstuhl. Zudem hat sie Sara ins Haus geholt, die sie aus dem Hurenhaus gerettet hat und von deren wahrer Herkunft niemand wissen darf. Als die Situation im Haus des Seidenwebers sich dramatisch zuspitzt, sind die beiden über alle Standesgrenzen aufeinander angewiesen ... 




Dieses Buch wurde mir vom Bloggerportal und dem Goldmann Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich finde es schwer für dieses Buch die richtigen Worte zu finden, da es mich einfach nur begeistert hat. Ich habe keinen Kritikpunkt an diesem Buch und bin sehr froh, dass ich es lesen durfte.


Die zwei Protagonisten waren völlig verschiedenen und mussten doch irgendwie miteinander klar kommen. Sie waren beide unterschiedlich stark und versuchten beide mit ihrem Schicksal klar zukommen.


Besonders gerne mochte ich Esther und ihre Geschichte. Besonders die Liebesgeschichte, die in ihrer Storyline eingebunden wurde, hat mich sehr berührt. Liebesgeschichten von früher, sind so anders als aktuelle Liebesgeschichten und für mich daher so interessant und spannend zu lesen.


Sara mochte ich nicht immer so gerne und doch musste sie so sein wie sie war, denn genauso hat man sie für die Geschichte gebraucht. Die Autorin schreibt in kurzen Kapitel, die dafür sorgen, dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen. Sie nutzt einen tollen Schreibstil, der mich gerade gegen Ende sehr berührt und mitgenommen hat, sodass ich auch ein paar Tränen nicht unterdrücken konnte. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und wollte nicht, dass die Story endet. Leider hat am Ende nicht jeder das bekommen, was ihm zu steht. Das Buch bekommt aber 5/5 Sternen, denn die hat es mehr als verdient.

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Rezension zu "Die Frau im Seidenkleid" von Sonia Velton

Wildrose und Brombeere - ein fesselnder historischer Roman - Lesetip!
SigiLovesBooksvor 6 Monaten

"Die Frau im Seidenkleid" von Sonia Velton erschien (HC, gebunden) 2019 im Goldmann-Verlag und hat 410 Seiten, die sich zu lesen lohnen:


Inhalt:

"London im 18. Jhd.: Esther, Ehefrau eines hugenottischen Seidenwebers, führt ein privilegiertes und doch sehr eingeschränktes Leben, das von rigiden Moralvorstellungen beherrscht wird. Heimlich rebelliert sie, sucht sich kleine Freiheiten: Gegen den Willen ihres Mannes entwirft sie eigene Seidenmuster; setzt sich sogar selbst an den Webstuhl. Zudem hat sie die junge Sara ins Haus geholt, die sie aus dem Hurenhaus gerettet hat und von deren Vergangenheit niemand wissen darf. Als sich die Situation im Haus des Seidenwebers dramatisch zuspitzt, sind die beiden Frauen über alle Standesgrenzen hinweg aufeinander angewiesen..." (Quelle: Buchrückentext)

Meine Meinung:

In diesem wunderschönen, durch kurze Kapitel geprägte und in der jeweiligen Ich-Form geschriebenen historischen Roman geht es um Esther Thorel, der Frau eines hugenottischen Seidenwebers, die an einem regnerischen Tag zufällig Sara kennenlernt, die nach ihrer Ankunft in London im Wig & Feathers zuerst unter Opium gesetzt und dann zur Prostitution gezwungen wird. Eines Tages schickt Esther dem jungen Mädchen eine Bibel, die nach vielen Wochen ohne Beachtung eines Tages aufgeschlagen wird: Sara möchte Mrs. Swann, die sie wie eine Leibeigene hält (ebenso wie ihre anderen "Töchter") entfliehen und fragt bei Esther Thorel nach einer Stelle als Dienstmädchen nach....

Ab diesem Zeitpunkt verweben sich die Schicksale der beiden unterschiedlichen Frauen, die aus zwei verschiedenen Welten kommen: Während es Esther an nichts fehlt, da ihr "gottesfürchtiger" Ehemann zu den besten Seidenwebern Londons zählt, hat Sara eine Welt des Elends ,der Armut und der Abhängigkeit kennengelernt. Sie entpuppt sich jedoch als intelligent und ihr entgeht nicht, dass auch im Hause Thorel nicht alles so ist, wie es sein sollte. Besonders Elias Thorel ist nicht so gottesfürchtig, wie er es vorgibt, zu sein.... Als Sara Esther die Augen öffnet, entwickelt sie ohne Absicht einen Flächenbrand im Hause Thorel; auch ist Sara nicht entgangen, dass die Dienstherrin viel Zeit in der Mansarde verbringt, wo der Geselle Bisby Lambert sein Meisterstück an einem Webstuhl der Thorels weben darf: Als er das Talent von Esther entdeckt, weiht er sie in die Kunst ein, Muster und Farben auf die Sprache des Webstuhl übertragen zu helfen - und hilft ihr dabei, im Gegensatz zu ihrem Mann Elias, ihren Herzenswunsch zu erfüllen: Eigene Entwürfe aus Seide zu weben!

Mit großer Sensibilität und sprachlich einfachen Formulierungen schildert die Autorin die Welten, aber auch die Gefühlswelten der beiden Protagonistinnen, die Stärken und auch Verletztheiten, die beide ausmachen. Auch Charaktere wie Elias Thorel und der Geselle Bisby Lambert werden sehr fein gezeichnet wie auch die harte Welt der Mittellosen dargestellt wird, die in dieser Zeit schnell in Abhängigkeiten geraten können, aus denen es kaum einen Ausweg gibt. Die Aufstände der Webergesellen, die zu kargen Löhnen viele Stunden für die Meister schuften mussten, Armut und Elend sowie Kinderarbeit im ausgehenden 18. Jahrhundert werden ebenfalls gut recherchiert und thematisiert. Durch einen Verrat Sara's entsteht ein Flächenbrand im Hause Thorel, der sich in einer Nacht dramatisch zuspitzt, in der Sara selbst Hilfe benötigt....

Stilistisch und inhaltlich fand ich den Roman sehr stimmig; durch die kurzen Kapitel und einfache Sprache würde er sich auch durchaus als historischer Roman für Jugendliche ab ca. 16 Jahren eignen, die sich für historische Begebenheiten und die Seidenweberei interessieren. 

Fazit:

Ein berührender, spannender und fesselnd-unterhaltsam geschriebener historischer Roman, dessen Hauptprotagonistin Esther Thorel eng an die historische Person Anna Maria Garthwaite angelehnt ist, die als führende Seidendessinateurin im 18. Jahrhundert in Spitalfields/London lebte. Ein Roman um Standesunterschiede, Weberaufstände und sensibel angelegten Figuren, deren Schicksal man fiebernd begleitet. Ein überzeugendes Début von Sonia Velton, das von mir die volle Punktzahl und 5* erhält!

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Rezension zu "Die Frau im Seidenkleid" von Sonia Velton

4,5 von 5 Sterne
lesereise_buechertraumvor 7 Monaten

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal Randomhouse und dem Goldmann Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

Das Buch startet im Jahr 1748 mit einem spannenden ersten Kapitel. Ein hoher Spannungsbogen wird rasch aufgebaut und bis zum Ende gehalten. Der Schreibstil ist anspruchsvoll, zeitlich angepasst und leicht verständlich. Orte und Situationen werden bildlich und detailliert, aber nicht zu ausschweifend beschrieben. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Sara und Esther und gab mir so die Möglichkeit der Geschichte intensiver zu folgen. Sehr interessant sind die mit eingebrachten Details und das Hintergrundwissen rund um das Gewerbe des Seidenwebers. Die Kapitel waren sehr kurz, was mich zwischenzeitlich ein wenig aus dem Lesefluss gebracht hat.

Sara und Esther wurden als starke und sehr beeindruckende Frauen beschrieben, die beide aus einer völlig unterschiedlichen Gesellschaftsschicht kommen und dennoch unter den unterschiedlichsten Gründen einander verstehen. Nebencharaktere wurden authentisch und fließend mit eingebracht.

Das Cover ist ein Hingucker. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

Mein Fazit:

Eine spannende Geschichte mit einem anspruchsvollen Schreibstil, die im 18. Jahrhundert spielt.

Ich vergebe 4,5 von 5 Sterne.

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