Sonja Blattmann

 4,6 Sterne bei 65 Bewertungen

Lebenslauf

Sonja Blattmann, geboren 1962, arbeitete in ihrem Erstberuf als Erzieherin. Durch ihre Erfahrungen im Kinderschutz-Zentrum Bremen verschrieb sie sich ganz dem Thema Prävention, insbesondere gegen sexualisierte Gewalt. Als Mitbegründerin der Frauenberatungsstelle Lörrach 1992 sind Schutz und Stärkung von Kindern ihr größtes Anliegen. 1994 erschien ihr erstes Buch "Ich bin doch keine Zuckermaus". Im selben Jahr machte sie den Abschluss zur Theaterpädagogin und 2003 zur Sexualpädagogin. Heute arbeitet sie als Autorin, Sexualpädagogin, Referentin und Kinderliedermacherin im MuT-Zentrum für Gewaltprävention, dass sie 2011 zusammen mit Karin Derks gegründet hatte. Sonja Blattmann ist bekannt für ihre Methodenvielfalt. Dabei sind Humor und Lebensfreude ihr liebstes Handwerk.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Sonja Blattmann

Ein wichtiges und zugleich liebevoll gestaltetes Kinderbuch!

Das Buch „Nein ist Nein! Das gilt für Groß und Klein“ hat schon ein wundervolles Buchcover. Dieses zeigt viele verschiedene Kinder - besonders toll finde ich, das Kind im Rollstuhl! Wie schön, dass auch "diese" Kinder mit einbezogen werden - denn sie haben die gleichen Rechte wie jedes andere Kind auch!

Es ist ein außergewöhnlich wichtiges und zugleich liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das ich uneingeschränkt mit 5 Sternen bewerte.

Dieses Buch schafft es auf tolle Art und Weise, ein sensibles Thema wie persönliche Grenzen und Kinderschutz altersgerecht, verständlich und einfühlsam zu vermitteln. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung zum Kinderschutz-Rap, die den Inhalt nicht nur greifbarer, sondern auch nachhaltig im Gedächtnis der Kinder verankert. Die Botschaft „Nein ist Nein“ wird klar, respektvoll und ohne Angst zu machen vermittelt – genau so, wie es sein sollte.

Die Sprache ist einfach und kindgerecht, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Kinder werden ermutigt, auf ihr Bauchgefühl zu hören und ihre eigenen Grenzen ernst zu nehmen. Gleichzeitig bietet das Buch auch für Eltern, Erzieher:innen und Pädagog:innen wertvolle Ansätze, um mit Kindern ins Gespräch zu kommen.

Die Illustrationen von Marina Halak sind sehr ansprechend und unterstützen die Botschaft des Buches.

Insgesamt ist dieses Buch ein unverzichtbarer Beitrag zur frühkindlichen Aufklärung und Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstschutz. Es gehört in jedes Kinderzimmer, jede Kita und jede Grundschule. Ein starkes, wichtiges Werk mit einer klaren Botschaft: Die eigenen Grenzen zählen – immer!!!

Mein Körper gehört mir

Das Thema Kinderschutz ist eines der wichtigsten Themen überhaupt und ich finde es deshalb super, das das Thema als Bilderbuch zum Kinderschutzrap aufgegriffen wurde. 

Die Gestaltung des Buchs ist sehr schön, mit vielen Details und kindgerecht gezeichnet , es gibt auf den einzelnen Bildern viel zu sehen. Das Buch ist stabil, mit dicken Seiten und in handlichem Format für kleine Kinderhände. Die Bewegungen des Rap sind in den kleinen Illustrationen mit den unterschiedlichen Kindern gut erkennbar dargestellt. Der Kinderschutzrap ist mit Kindergartenkindern gut durchzuführen und prägt sich sehr gut ein. 

Nicht überzeugt hat  mich der Zusammenhang der einzelnen Bilder mit dem jeweiligen Text des Kinderschutzrap. Für Kindergartenkinder, für die der Rap und seine Aussage gut verständlich ist, bieten die Bilder zu wenig, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen und auch keine thematisch passende Geschichte.

Umsetzung naja

Ich war gespannt auf das Buch, da ich mir thematisch viel von diesem Thema erhofft habe. Der Text ist sehr sehr knapp gehalten und die Illustrationen entsprechen nicht meinem Stil. Insbesondere die Oma mit dem viel zu überzeichnet-dicken Mund hat mich überhaupt nicht angesprochen. Ja, ich finde es wichtig Grenzen zu setzen, jedoch hätte ich mir andere Beispiele gewünscht. Ich mag ein Einzelfall sein, aber ich bin im inzwischen froh, dass ich meiner Urgrossmutter immer einen Kuss auf die Wange gegeben habe, obwohl ich es als Kind nicht sooo mochte, einfach weil sie sich so gefreut hat. Insofern ist dies einfach nicht mein Lieblingsbeispiel, auch wenn ich dies bei meiner Tochter nie einfordern würde. Gut gefällt mir der Ansatz, dass es einen Rap und eine musikalische Verarbeitung des Themas gibt. Diesen kannte ich zuvor nicht.

Gut finde ich es, dass die Kinder vielfältig dargestellt werden und auch körperliche Einschränkungen sowie ethnische Herkünfte ganz alltäglich und unspektakulär eingebaut werden.

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