In Wo dich das Leben anlächelt begleitet man die alleinerziehende Mutter Zoe, die gemeinsam mit ihrem vierjährigen Sohn nach Schottland reist. Dort übernimmt sie die Betreuung von drei Kindern und hilft zusätzlich in einer Buchhandlung aus. Ihr Sohn spricht nicht, was Zoe im Alltag zusätzlich fordert und begleitet.
Obwohl ich den ersten Band der Reihe nicht gelesen habe, bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Es gab keine größeren Verständnisprobleme, sodass sich das Buch auch unabhängig lesen lässt.
Besonders gelungen finde ich die Atmosphäre: Die Autorin schafft es sehr schön, das Gefühl von Schottland einzufangen. Man kann sich die Landschaft und das Setting gut vorstellen und fühlt sich schnell mitten ins Geschehen versetzt. Auch Zoes Gedankenwelt als Alleinerziehende wird authentisch dargestellt. Ihre Sorgen, Alltagsprobleme und inneren Konflikte wirken nachvollziehbar und realistisch.
Allerdings war mir die Geschichte insgesamt etwas zu seicht. Die durchaus schwerwiegenden Probleme der drei Kinder wurden meiner Meinung nach zu schnell abgehandelt. Auch die Thematik rund um den Vater von Zoes Sohn hätte mehr Tiefe vertragen. An manchen Stellen wurde mir zu schnell „ein Haken dahinter gemacht“, wo ich mir mehr emotionale Auseinandersetzung gewünscht hätte.
Insgesamt ist es eine nette, leichte Lektüre für zwischendurch. Das Buch ist keinesfalls Zeitverschwendung, aber es hinterlässt auch keinen besonders nachhaltigen Eindruck. Man kann es gut lesen – verpasst jedoch auch nicht allzu viel, wenn man es nicht tut.
Fazit: Eine atmosphärisch schöne Geschichte mit sympathischer Protagonistin, die jedoch inhaltlich etwas mehr Tiefgang hätte vertragen können.








