Rimini

von Sonja Heiss 
4,3 Sterne bei20 Bewertungen
Rimini
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Klischees und böses Familiendrama

ju_theTrues avatar

gut geschrieben, aber vorsicht: mich hat es zu tode deprimiert.

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Inhaltsangabe zu "Rimini"

Eine ganz normale Familie, normal dysfunktional.
Sonja Heiss’ Romandebüt wird einiges mit Ihnen anstellen: Sie werden laut lachen, Sie werden sich selbst und Ihre Familie wiedererkennen und Sie werden mehr lesen wollen. Versprochen!Hans ist Anwalt, reich und erfolgreich. Doch auf einmal kehrt diese irrationale Wut in ihm zurück. Seine Ehe funktioniert nicht mehr und statt mit seiner neuen Psychoanalytikerin Frau Doktor Mandel-Minkic an seinen Problemen zu arbeiten, verliebt sich Hans in sie. Seine Schwester Masha ist 39 Jahre alt, als sie beschließt, ein Kind mit ihrem Freund zu bekommen. Doch plötzlich geht er ihr schrecklich auf die Nerven. Masha begibt sich auf die panische Suche nach einem neuen Mann, doch ihre Idee, im Bett den zukünftigen Vater ihres Kindes zu finden, ist zum Scheitern verurteilt.Alexander und Barbara, die Eltern der ungleichen Geschwister, sind seit über vierzig Jahren leidlich glücklich verheiratet und müssen sich jetzt im Alltag eines Rentnerpaars einrichten. Während Alexander sich schon einsam fühlt, wenn seine Frau in ein anderes Zimmer geht, bleibt für sie nur die Flucht. Sie ahnt nicht, was sie damit in Gang setzt.
Sonja Heiss entwirft ihre Charaktere mit enormer psychologischer Raffinesse. Ihr Blick auf den menschlichen Alltag zoomt Details heran, die mit bloßem Auge kaum sichtbar sind. Dabei entsteht ein meisterhafter und höchst unterhaltsamer Roman, der seinen Humor aus den Abgründen des Lebens schöpft.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462050448
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:17.08.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 17.08.2017 bei Headroom Sound Production erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    buchstabensammlerins avatar
    buchstabensammlerinvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Klischees und böses Familiendrama
    Klischees und böses Familiendrama

    Fakten:
    Titel: Rimini
    Autorin: Sonja Heiss
    Verlag: Kiepenheuer & Witsch
    ISBN: 978-3-462-05044-8
    gebundene Ausgabe - Preis: 20,00 €

    Cover:
    Das Cover ist unglaublich ansprechend und gut gemacht. Der leere Kopf, nur eine 70er Jahre Frisur. Das Paar, welches auf dem Haar sitzt. Und eine sehr ansprechende Coverfarbe. Ich würde das Buch alleine wegen des Covers kaufen, but: Never choose a book by it’s cover!

    Inhalt:
    Wir lernen eine ganz normale Familie kennen. Die Eltern Barbara und Alexander, über 40 Jahre verheiratet, Barbara genervt von der ständigen Gegenwart ihres Mannes, der eigentlich zufrieden ist und sich nur noch einen Wellensittich wünscht, und ihre beiden Kinder Hans, der erfolgreiche Anwalt, der mit seiner Frau und zwei Kindern im schmucken Haus wohnt und seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat und Masha, auf die 40 zugehend und auf der Suche nach einem Vater für ihr noch nicht vorhandenes Kind. Eine ganz normale Familie eben! 

    Meine Meinung:
    Ich habe das Buch gerne gelesen, habe mich köstlich über die aufgetischten Klischees amüsiert, war zwischendurch eine wenig genervt von den Sexszenen und konnte teilweise nicht an mich halten, wenn es um den armen Wellensittich ging. HA-LOO, ICH HEISSE BIZZI, sagte Alexander. „Holo Bizzi“, sagte der Vogel. „Super machst du das.“ „Dös“. Zu köstlich....
    Die Eltern Barbara und Alexander sind das klassische Rentnerpaar, was auf einmal aufeinander hockt und sich dann furchtbar auf die Nerven geht, zumindest geht Alexander Barbara auf die Nerven, da er ihr sogar mit aufs Klo folgt und wenn sie in den Keller geht, fragt er genau, was sie dort macht. Freunde sind nicht vorhanden und Barbara rettet sich mit Spaziergängen und Wohnungshüten vor dem Rentnerehekollaps.
    Hans fängt an seine Therapeutin zu stalken, die ihm eigentlich von seinen Wutanfällen befreien soll, aber kein vernünftiges Gespräch mit ihm schafft, da er durch seinen Sarkasmus und für ihn sagenhaften Humor alles ins Lächerliche zieht bzw. jeden Dialog sprengt. Hans Frau will so nicht mehr weiter machen und ist genervt von seinen Ausbrüchen und sogar sein Atmen geht ihr gegen den Strich. Sie leben sich komplett auseinander.
    Und Masha ist in der typischen Krise, mit Blick auf die 40 immernoch kinderlos. Sie beendet ihre langjähre Beziehung mit Gregor und macht sich auf die Suche nach einem „Samenspender“.


    Beste Momente: 
    Er sagte sich, er dass man ja auch mal eine Zigarette rauchen konnte, wenn man unter Stress stand, das war jetzt ein Ausnahmefall. Zudem ergab das Leben ohne Sex und Zigaretten keinen Sinn, weshalb auch eine zweite erlaubt war. Morgen würde er wieder aufhören. (Seite 23)
    Und wenn ich jetzt Bananen sehe, muss ich immer an Barbara und Alexander denken.... aber das ist zu lang hier zu schreiben... lest selbst (Seite 173-174)


    FAZIT:
    Dieser Roman ist gute Unterhaltung, gesellschaftskritisch und an manchen Stellen bitterböse. Hier kommt alles auf den Tisch, was heutzutage in Familien passiert, bis hin zu Urlaubsreisen, die ein doch sehr langwieriges Nachspiel haben. 

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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor 10 Monaten
    Eine schräge Familie, aber gar nicht so ungewöhnlich

    Gebundene Ausgabe: 398 Seiten

    Verlag: Kiepenheuer&Witsch (17. August 2017)

    ISBN-13: 978-3462050448

    Preis: 20,00€

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Eine schräge Familie, aber gar nicht so ungewöhnlich


    Inhalt:

    Masha ist 39 und bekommt langsam Torschlusspanik. Sie möchte ein Kind, aber der langjährige Lebensgefährte Georg erscheint ihr plötzlich nicht als der Richtige. 


    Hans und Ellen haben sich auseinandergelebt, als Hans sich in seine Psychoanalytikerin zu verlieben glaubt. Probleme im Beruf machen die Sache nicht einfacher.


    Auch die Eltern von Masha und Hans, Barbara und Alexander, seit über vierzig Jahren mehr oder weniger glücklich verheiratet, kommen nun als Rentner mit ihrer Zweisamkeit nicht ganz klar. Während Alexander sehr anhänglich ist und Barbara keinen Schritt von der Seite weichen will, braucht sie Freiräume …


    Meine Meinung:

    Was auf den ersten Blick wie eine ziemlich schräge Familie wirkt, ist es auf den zweiten Blick gar nicht. Viele der Verhaltensweisen, die Sonja Heiss unter die Lupe nimmt, kann ich so oder so ähnlich auch in meiner eigenen Familie oder bei Freunden und Bekannten beobachten. Klar überspitzt Heiss an manchen Stellen, was einen dann auch zum Schmunzeln bringt. Aber dahinter versteckt sich eine enorme Tiefe, und über vieles lohnt es sich nachzudenken.  


    Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Mal steht Masha im Mittelpunkt, mal Hans, dann wieder Barbara oder Alexander. So bekommt man nach und nach einen kompletten Überblick über das Familiennetz und kann sich auch gut in die einzelnen Protagonisten hineinversetzen. 


    Sonja Heiss beweist eine tolle Beobachtungsgabe. Sie stöbert kleine Details an ihren Figuren auf, die manch anderem entgehen würden. Und genau diese Details sind es dann, die Verständnis für die einzelnen Charaktere wecken, selbst wenn sie sich egoistisch verhalten und auch mal ganz und gar unsympathisch wirken. Vor allem wirken sie menschlich.


    Mich hat Sonja Heiss mit ihrem Debütroman sehr gut unterhalten. Auch wenn vieles vorhersehbar war, gab es doch auch einige Überraschungen. Der Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Humor ist auf jeden Fall gut gelungen.


    ★★★★☆



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    TanyBees avatar
    TanyBeevor einem Jahr
    Kurzmeinung: In dieser Familie treiben sich die Familienmitglieder alle gegenseitig in den Wahnsinn- tragikomisch und manchmal zu nervig für mich.
    Was für eine Familie

    In dieser Familie stimmt wirklich überhaupt nichts: Barbara und Alexander sind in Rente und treiben sich tagtäglich gegenseitig in den Wahnsinn. Der Sohn Hans ist Vater zweier Kinder und Anwalt, wird jedoch geplagt von Wutanfällen und liegt in ständigem Streit mit seiner Frau Ellen. Seine Schwester Mascha geht gerade auf die 40 zu und da fällt ihr ein, dass sie vielleicht doch ein Kind haben möchte. Doch irgendwie kann sie den Geruch ihres Freundes Georg in letzter Zeit nicht mehr gut ertragen.

    Was ist da bloß los, könnte man sich fragen? Föhn? Vollmond? Aber das sind keine Entschuldigungen, denn das Ganze geht schon über längere Zeit. Die Geschichte der Familie Armin ist witzig erzählt, allerdings blieb mir auch oft das Lachen im Hals stecken, weil sie mir alle so Leid getan haben. Jeder glaubt, das Richtige zu tun, und doch ist es für die anderen gerade das Falsche. Gerade bei Barbara und Alexander ist dieser Blick aus der jeweiligen Perspektive sehr interessant. Leider haben mich Hans und Mascha oft unsäglich genervt. Die Gefühle und Handlungen der Familienmitglieder sind vielleicht etwas überspitzt dargestellt, aber die Autorin hat schon sehr genau den Zeitgeist getroffen und ich denke, dass es in vielen Familien ähnliche Probleme gibt. Leider.

    Interessante Lektüre, aber für mich kein Highlight, da mich einige der Protagonisten stellenweise sehr genervt haben.

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    FrauTinaMuellers avatar
    FrauTinaMuellervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Intensive Realsatire vom Feinsten ...
    Sonja Heiss: Rimini

    Ein ganz normale Familie spielt im neuen und sehr empfehlenswerten Buch "Rimini" von Sonja Heiss die Hauptrolle. Die Armins konnte ich mir allesamt sehr gut vorstellen. Hans, Anwalt, verheiratet mit Masha und Vater zweier Kinder hat es nicht leicht, er ist schnell wütend und versucht, seine Ehe, die so vor sich hin plätschert, zu retten. Seine Schwester Masha ist 39 und wünscht sich plötzlich ein Kind. Die Eltern der beiden - Barbara und Alexander versuchen, ihr Rentnerdasein zu meistern, denn Barbara möchte nochmal so richtig Gas geben, während es ihrem Gatten genügt, sich einen Wellensittich zu kaufen. Und so nimmt alles seinen natürlichen und gar nicht vorhersehbaren Lauf ...

     

    Es ist ein Buch über zwischenmenschliche Beziehungen, die Liebe, mit all ihren Facetten, Widersprüchen und romantischen und realistischen Ausprägungen. Ein ehrliches Buch, dass den Finger ungeschönt in unsere Wunden steckt und beim Lesen auch sehr nachdenklich stimmt. Der Alltag zeigt sich in dieser Geschichte in seiner unumstößlichen, harten Realität und man möchte die Familie Armin dann und wann einfach mal in den Arm nehmen und ihnen etwas Gutes tun ;-).

    Der Schreibstil ist sehr lebendig, man spürt, dass sie Autorin auch Regisseurin ist, denn sie hat eine sehr bildhafte, lebendige Sprache, die das Lesen zu einem unglaublichen Erlebnis macht.

    Eine Kostprobe - der erste Satz:

    "Der saure Lufthansa-Kaffee attackierte immer noch seine Magenschleimhaut, der Wunsch nach einer Zigarette seine Gehirnzellen, das grelle Starren der Neonröhren an der Decke des kargen Verhandlungsraumes brannte in seinen müden Augen, und Hans hatte das Gefühl, sein rosa Van-Laack-Hemdkragen schnüre ihm den Hals zu." (Seite 15)

     

    Fazit: Intensive Realsatire vom Feinsten - wobei ich die Familie nicht als dysfunktional beschreiben würde, sondern für mich klingt das nach einem ganz normalen Familienleben - der ganz normale Wahnsinn eben ;-)  ... Ein sehr tiefgründiges, witziges, aber auch trauriges und nachdenklich stimmendes Buch - Kopfkino vom Feinsten ;-)! Wer gerne über zwischenmenschliche Beziehungen liest, der wird mit diesem Buch sehr glücklich sein ;-)!

     

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    ralluss avatar
    rallusvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Groteske mit wunderbar herrlich bösen Dialogen. Ein etwas anderer Familienroman
    Rimini

    Es gibt Situationen, die das ganze restliche Leben verändern. Nicht nur das eigene, auch das Leben der Menschen die einem nahe sind. Was wäre wenn? ist natürlich eine theoretische Frage, ebenso die Frage, welche Situationen, Aktivitäten welche späteren Ergebnisse ausgelöst haben. Das Leben ist nun mal seriell und wir müssen mit unseren Entscheidungen leben und sie akzeptieren. Das schließt dann eben auch die spontanen Verfehlungen mit ein.

    Das vorliegende Buch handelt von einer ganz normalen Familie. Jede Familie hat ihre Geheimnisse, die meist tief vergraben in den Menschen liegen und mit Schichten von Scham, Gedanken und Zeit bedeckt, fast unauffindbar, aber lauernd in der Tiefe des Gemütes schlummern. Diese Familie ist so einfach, aber doch im Einzelnen so besonders, dass ich Euch die einzelnen Charaktere vorstellen möchte. In Sonja Heiss‘ Debüt bekommen alle ihre Zeit und Chance, sich und ihre Gedanken, Gefühle zu äußern.

     

    Das Buch beginnt mit einer E-Mail einer Tochter an ihren Vater, der gestorben ist. Das Kapitel fängt mit einer Jahreszahl-Angabe an. Ist das ein Countdown? Ein Countdown wie lange der Vater noch lebte, als Retrospektive? Das Interesse ist erst mal geweckt.

    Hans ist ein erfolgreicher Anwalt, verheiratet mit Ellen, zwei Kinder und bekommt seine Wut nicht in den Griff. Schon die Anfangsszene zeigt, was das Buch ausmacht. Hans zerbricht seinen Bleistift (einen Bleistift der Kanzlei Scholting, von Giersberg, Grüben, Schulz und Altmann!) bei Gericht, weil er etwas kaputt machen will. Da er keinen weiteren Bleistift hat und nicht ganz bei der Sache ist, unterbricht der Richter die Verhandlung, um ihm bei der Suche nach einem Stift behilflich zu sein. Die Gegenpartei leiht ihm einen Stift, den er prompt zerbricht, was doch einige Irritation auslöst.

    Schon diese absurde Anfangsszene, in der man nicht genau weiß, ob man lachen oder, wegen der inneren Not von Hans, dessen Verzweiflung sehr deutlich dargestellt wird, ihn bedauern soll, zeigt, in welche Richtung uns der Roman führen wird. Die Irrwitzigkeit der Situationen zeigt sich in deren absoluter Normalität. Der Leser sieht, wie lächerlich doch der Alltag sein kann.

    Hans hat Probleme mit seiner Frau Ellen. Diese innere Wut muss raus. Sex wäre auch eine Hilfe, doch Ellen mag nicht mehr mit ihm schlafen:

    „‚Ich sehe dir auch ins Gesicht.‘ ‚Nein, das tust du nur, wenn wir streiten, ansonsten starrst du mir auf meinen Po und meine Brüste. Du unterhältst dich sogar mit denen anstatt mit mir.‘ Das war natürlich nicht sehr nett, dennoch musste Hans grinsen. Sie hatte diesen ausgeprägten Sinn für Ironie schon immer gehabt, früher hatte sie ihn damit ständig zum Lachen gebracht. Und das tat sie auch jetzt noch ab und an. Manchmal sogar, wenn sie diskutierten, so wie jetzt.“

    Masha ist 39 und Hans‘ Schwester. Sie sehnt sich nach einem Familienleben und einem Kind. Doch so langsam wird sie zu alt. Doch ein Partner ist nicht in Sicht, den Freund, den sie hat, kann sie bald nicht mehr riechen und verlässt ihn.

    Alexander und Barbara sind die Eltern von Hans und Masha. Beide sind in Rente und wohnen in einer kleinen Wohnung in Frankfurt. Alexander ist immer um Barbara herum und lässt sie nicht alleine, Freunde oder Bekannte haben sie nicht viele, wenn dann über sie. Barbara geht die Fürsorge und das Um-sie-herumschwänzeln ihres Mannes auf die Nerven und so flüchtet sie öfters in den Schlaf oder in den Keller.

    „An Sylvester öffneten sie eine Flasche Sekt und aßen Weißbrot mit geräuchertem Lachs. ‚Bin ich froh, dass wir jetzt nicht bei der Hotelgala sind.‘, sagte Alexander, Barbara nickt. Andererseits war Sylvester ein weiteres Mal in ihrem ereignisarmen Leben so fad, dass sie es vorgezogen hätte zu schlafen.“

    Alle vier Personen bewegen sich immer am Rande des Abgrundes und man fragt sich als Leser, wann denn dieser Absturz kommt.

    „Er hatte einmal gelesen, dass es schweigende Erdbeben gab. Innerhalb von Wochen verschieben sich ganze Landschaften um mehrere Zentimeter, das Sediment wandert so langsam, dass man keine Erschütterung spürt. Erst seit es GPS-Systeme gibt, die es messen können, weiß man davon. Und ohne sich dessen bewusst zu sein, wartete er auf die große Erschütterung, darauf, dass alles einstürzte.“

    So verfolge ich, teils atemlos und Seiten verschlingend, wie dieser schmale Grat aus normalen Dialogen und Situationen sich ganz schnell in aberwitzige und merkwürdige groteske Gegebenheiten wandelt. Und so langsam schält sich auch heraus, was denn diese eine, so verändernde Begebenheit war. Da, wo sich alles in die falsche Richtung bewegt hat.

    Das Debüt von Sonja Heiss ist eine echte Überraschung und Entdeckung des Jahres. Das Buch ist  bitterkomisch und das Lachen bleibt einem oft im Halse stecken. In vielen Dialogen und Personen wird sich der ein oder andere wieder finden. Bei den Dialogen spürt man die Professionalität der Autorin, die vom Film kommt. So schön wurden die Neurosen und Befindlichkeiten einer Familie lange nicht mehr dargestellt. Klinisch kühl von außen betrachtet, aber dennoch nahe an den Figuren bleibend. Ein Höhepunkt des Jahres 2017

    Kommentare: 2
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    marieliliths avatar
    marielilithvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Geheimtipp, der schöne Lesestunden verspricht!
    Hat mich aus einem Leseloch gerissen...

    Ein unglaublich toller Familienroman über die nicht ganz so normale Familie "Armin": Dieser Roman bietet genug Stoff um sich und seine Familie selbst darin wiederzufinden. Ein sehr dialoglastiges Buch, was mir besonders gut gefallen hat.
    Gleich auf einmal will man schrill lachen und beschämt zur Seite gucken. Wunderbar ironisch und außergewöhnlich!

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    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der Blick hinter die Fassade der glücklichen Familie offenbart die wahren Abgründe.
    Sonja Heiss - Rimini

    Eine ganz normale Familie. Barbara und Alexander, seit über 40 Jahren verheiratet, eine Ehe nach klassischem Muster. Ihr Sohn Hans erfolgreicher Anwalt und ebenfalls mit Vorzeigefamilie gesegnet, Gattin Ellen plus zwei Kinder, nur Tochter Masha scheint das mit der Familie nicht ganz so hinzubekommen, dabei ist sie auch schon fast 40. Doch hinter der schönen Fassade knirscht es. Barbara und Alexander haben sich schon lange nichts mehr zu sagen und ihre Interessen könnten kaum weiter auseinander liegen. Auch Hans unterhält sich mehr mit seiner Analytikerin als mit Ellen, als er dann glaubt sich in erstere verliebt zu haben, werden nicht mehr nur seine Obsessionen zum Problem. Und Probleme hat er eigentlich schon genug in der Kanzlei. Auch Masha ist frustriert. Sie wünscht sich ein Kind, aber ist ihr Partner Georg der Richtige? Oder doch ein anderer? Aber wo soll der so schnell herkommen?

    Sonja Heiss‘ Roman sprüht nur so vor Witz und Situationskomik zu Beginn. Das unsägliche Weihnachtsfest – das vermutlich jeder in ähnlicher Weise schon erlebt hat – wird zu einem Krampf für alle Beteiligten und nicht nur Ellen hat Kopfschmerzen, nachdem Hans ihr in nächtlicher Verbrecherjagd ordentlich eins übergebraten hatte. Man muss schon an sich halten nicht laut loszulachen. Doch eigentlich ist es nicht komisch, sondern eher tragisch, wie die Menschen miteinander umgehen und sich kaum mehr ertragen können.

    Fast verhält es sich wie im richtigen Leben. Je besser man die Figuren kennenlernt, desto mehr blickt man hinter das Bild der perfekten Familien. Aus feinen Rissen werden unüberbrückbare Spalte. Und es gibt Geheimnisse, die alle in der Familie mit sich rumtragen und nicht teilen. Dort, wo man sie am wenigsten erwartet, sind sie am schwerwiegendsten. Die Figuren vertrauen sich dem Leser an, denn er ist der einzige, der wirklich zuhört. Miteinander sprechen sie kaum und wenn, dann nur oberflächliches Alltagsgedöns. Sie nehmen einander auch kaum mehr wahr und sehen nicht, wie die engsten Familienmitglieder langsam immer weiter abbauen.

    Der Roman hat etwas von einer Realsatire. Vieles, was Sonja Heiss schildert, wird so genau so in vielen Familien landauf, landab so zutragen. Nichtsdestotrotz ist die Häufung an Tragik in einer einzelnen Familie schon grenzwertig hoch, passt aber zu den Figuren und stört das Gesamtbild nicht. Man fühlt mit ihnen, hat Mitleid, verabscheut sie dann wieder für ihr egoistisches Verhalten – nein, diese Armins lassen einem nicht kalt und genau das erwarte ich von einem guten Roman. Er soll mich mitreißen und einspannen und nicht einfach an mir vorbeigehen. Das ist der Autorin auf jeden Fall geglückt und an so mancher Stell hält man doch inne, um zu reflektieren, was da gerade im Buch und bei einem selbst vorgeht. 

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    killmonotonys avatar
    killmonotonyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein erschreckend realistisches Familienportrait, das mit seinen liebevoll gestalteten Charakteren überzeugen kann.
    Rezension: Rimini

    „Rimini“ ist ein sehr kurioses Buch. Es handelt von der Familie Armin, die laut Pressetext „ganz normal dysfunktional“ ist. Als Leser verfolgen wir den Alltag der einzelnen Familienmitglieder: Das Rentnerpärchen Alexander und Barbara, die sich mit ihren freien Tagen nicht einrichten können, Sohn Hans, der mit einer Wutstörung kämpft, und Tochter Masha, die sich mit fast vierzig immer noch nicht erwachsen fühlt. Und deren Anhänge spielen selbstverständlich auch eine Rolle: Hans‘ Frau Ellen, die alles will, nur nicht mit ihm schlafen; und Mashas Freund Gregor, der auf einmal falsch riecht, sich falsch benimmt und die falschen Dinge sagt. Man muss nicht extra darauf hinweisen, dass die Beziehung zwischen den einzelnen Familienmitgliedern ebenfalls ziemlich angespannt ist. Gefühle werden nicht ausgesprochen, ein Familiengeheimnis schwebt über Barbara und macht sie psychisch fertig, die Kinder haben genug Probleme, um sich auch noch mit denen ihrer Eltern auseinanderzusetzen — kurz: Alles ganz normal. Oder etwa nicht?

    Empathie war etwas, das in ihrer Familie wahrscheinlich genetisch ausgeschlossen war, eine Eigenschaft, die sicherlich schon ihre Ahnen nicht aufgewiesen hatten.

    Ich muss sagen, dass ich mir viel von Sonja Heiss‘ Romandebüt erwartet habe, aber dass ich am Ende der Lektüre doch einige Tränchen verdrücke, nicht. Denn eigentlich geht es doch lediglich um den Alltag der Familie Armin, und der klang doch ganz witzig, oder nicht? Nicht ausschließlich. „Rimini“ ist stellenweise brutal realistisch, oftmals werden allerdings auch Situationen auf die Spitze getrieben. Die einzelnen Charaktere, für die ich zu Beginn der Buches doch einen kleinen Stammbaum zeichnen musste, sind so detailreich beschrieben, dass ich bei einem von Hans‘ Wutanfällen doch glatt meinen könnte, eine Ader auf seiner Stirn vor mir zu sehen. Jedes der Familienmitglieder hat mit seinem eigenen Bündel Probleme zu kämpfen, und während viele Kapitel noch von Hans‘ Analysetherapie handeln bzw. die Sitzungen wiedergeben, wird auf den restlichen Seiten doch ein grandios unsympathisches Bild von den anderen Armins gezeichnet: Masha, deren langjähriger Freund Georg auf einmal „falsch riecht“ und ihr plötzlich gar nicht mehr so toll vorkommt, gerät in eine Art Midlife-Crisis und verlässt ihn, hat jedoch einen dringenden Kinderwunsch. Da muss nun ein Mann her. Alexander, der Familienvater, ist dermaßen auf seine Frau Barbara fixiert, dass er ihr, nun dass die beiden in Rente sind, keine ruhige Minute mehr lässt und diese keinen anderen Ausweg sieht als die Flucht. Während Alexander fest davon ausgeht, dass seine Frau ihn betrügt, legt er sich einen Kanarienvogel zu, zu dem er in kürzester Zeit eine sehr innige Bindung eingeht und nicht mehr ohne das kleine Tier leben kann. Ich könnte noch ewig weitererzählen, doch dann würde ich euch den gesamten Inhalt verraten.  Sonja Heiss schafft es jedenfalls, dass man mit den Charakteren mitfiebert, obwohl man diese gelegentlich gar nicht leiden kann. Man wünscht ihnen, dass diese Kommunikationsbarriere sich in Luft auflöse, doch dann wäre wohl das Buch nicht mehr das, was es ausmacht.

    Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog:: http://killmonotony.de

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    Fantasie_und_Träumereis avatar
    Fantasie_und_Träumereivor einem Jahr
    Die perfekte Familie oder Der Blick in den Spiegel




    Vor kurzem ist mir "Rimini" über den Weg gelaufen. In die Hände gefallen. Ein Glückstreffer, den ich gemeinsam mit Alex vom Bücherkaffee gelesen und ausgiebig besprochen habe. Wir beide wurden vom Buch sehr gut unterhalten und haben eine Familie kennenlernen dürfen, die so was von aus dem Leben gegriffen ist, dass wir eigene Züge darin wiedererkennen konnten.


    "Familien versuchen gerne, nach aussen hin als funktionierend zu erscheinen, aber Heiss blickt ganz schonungslos hinter die Kulissen und das in der tat mit einem ganz tollen sarkastischen Ton. Mal bitterkomisch, mal traurig, mal schwermütig, mal zum lachen - aber niemals wirklich belastend." (Alex, BücherKaffee)


    Auf den ersten Blick scheint alles okay. Hans ist erfolgreicher Anwalt - sogar Partner in einer Anwaltskanzlei, seine Frau Journalistin, sie haben zwei Kinder, ein Junge, ein Mädchen, ausreichend Geld, um in den Urlaub zu fahren und verbringen Weihnachten nach alten Traditionen und Werten. Perfekter geht es kaum und doch neigt Hans zu Wutausbrüchen, die ihn oftmals in Situationen manövrieren, aus denen er nur schwer entkommen kann. Mal zerbricht er nur einen Kugelschreiber, mal zertrümmert er einen Stuhl. Auf Wunsch seiner Frau geht er zu einer Psychoanalytikerin und trotzdem lässt sie ihn abends im Bett eiskalt abblitzen.


    Während Hans sich in seinen Therapiestunden in falschen Hoffnungen verliert, versucht seine Schwester Masha die große Liebe zu finden. Sie steuert rasant auf die 40 zu und sieht sich verpflichtet ein Kind zu bekommen. Das ist schließlich der Traum aller Frauen. Die Partnerwahl stellt sich jedoch, als schwierig heraus und ihre irgendwie falsche Wahrnehmung der Realität und ihre Fähigkeit Liebe und sexuelles Verlangen zu verwechseln, vereinfachen die Suche nicht.










    Wie sollen Hans und Masha auch einen reellen Blick aufs Leben bekommen? Ihre Eltern Alexander und Barbara konnten ihnen das nicht beibringen. Sie sind selbst viel zu festgefahren in Wünschen, Träumen und Handlungsabläufen, um den Kopf nach links oder rechts drehen zu können. Alexander möchte seiner Frau immer alles recht machen, verliert sich dabei jedoch in falschen Vorstellungen ihrer Bedürfnisse und Barbara ist zu müde oder zu ängstlich, um den Mund aufzumachen und für sich einzustehen.


    "Barbara und Alexander haben keinen Weg zur Kommunikation gefunden in ihrer Ehe, nur belangloser Smalltalk. Sie konnte ihm nicht sagen, dass sie Leidenschaft vermisst und Zeit für sich braucht - er konnte ihr nicht sagen, dass er sie liebt und Angst hat, sie zu verlieren. Sehr traurig, diese Entwicklung hat mir weh getan. Ich dachte immer, ja nun redet doch endlich miteinander!" (Alex, BücherKaffee)


    Das Buch hat mir durchweg gut gefallen und landet definitiv auf der Liste der Jahreshighlights 2017. Ich mochte den Aufbau der Geschichte ebenso gerne, wie den vor Sarkasmus triefenden Schreibstil der Autorin. Anfangs ist die Bekanntschaft mit den Figuren oberflächlich, mit jedem Kapitel dringen wir mehr in ihr Bewusstsein ein, erkennen ihre Schwächen und Stärken, sehen welche Strukturen (zum Teil über Generationen verankert) zu deren handeln führen, während sie selbst weiter blauäugig durchs Leben gehen, ohne jegliche realistische Einschätzung ihres Verhaltens.


    Dialoge, die einem Loriot Stil das Wasser reichen können, haben mich zum Lachen gebracht, während mich viele andere Situationen mitleidig oder gar nachdenklich gestimmt haben. Rund um ein gelungener Roman, der dem ein oder anderen sicher als Spiegel dienen kann. Wenn nicht, auch gut. Klug unterhalten wird man auf alle Fälle.

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    Claris avatar
    Clarivor einem Jahr
    Familienleben mit vielen Zwischentönen

    Drei Paare: Eltern, Tochter und Sohn mit Partnern bilden den Mittelpunkt dieser Geschichte, in der es um Liebe, Treue, Anhänglichkeit, Versagen und wie immer auch Vergänglichkeit geht.

    Die Eltern, Barbara und Alexander, haben bereits nach langen Ehejahren ihr Rentenalter erreicht. Weihnachten treffen alle wie gewohnt zusammen.
    Hans, ihr Sohn und Anwalt von Beruf, dümpelt in seiner Ehe mit einer sehr dominanten Frau vor sich hin. Ihre beiden Kinder Lou und Leo sind in den Augen der Großeltern reichlich streng und rigide erzogen. Und Masha erst! Sie ist die jüngere Schwester von Hans und mit 39 eigentlich ein altes Mädchen, aber auch sie scheint den Absprung ins eigene Leben nicht recht zu schaffen. Das Weihnachtstreffen findet bei Hans und Ellen statt und rundheraus lässt sich sagen: alle gehen einander auf die Nerven. Irgendetwas scheint allen zu fehlen, um zu einem glücklichen und autonomen Leben zu finden.
    Gespannt verfolgt der Leser einer Entwicklung, bei der so nach und nach die Eigenheiten aller Partner zum Vorschein kommen, und man ist nicht erfreut, wie unübersichtlich das emotionale Durcheinander aller Beteiligten ist.
    Außer Ellen, dieser großen und durchsetzungsfähigen Frau von Hans, gehen alle scheinbar gegenseitig aneinander unter.
    Hans leidet an unkontrollierten Wutanfällen und besucht regelmäßig eine Psychoanalytikerin, in die er sich zuletzt verliebt. Damit ist der Therapieerfolg natürlich ausgeschlossen.

    Alles in allem beruhen die Thesen des Romans auf der Erkenntnis, dass Menschen im Laufe ihres Lebens Wandlungen durchmachen, die sehr häufig das Zusammenleben stören.
    Sonja Heiss wirft einen realistischen Blick auf die zwischenmenschlichen Beziehungen.
    Geheime Wünsche, erwartete Freuden, mentale und sexuelle Erfüllung und immer wieder auch Enttäuschungen sind die Eckfeiler menschlicher Existenzen. Hier zappelt sich jeder und jede ab, um am Ende an den Widersprüchen von Wünschen und Wirklichkeit zu scheitern. Wie die Autorin die einzelnen Widrigkeiten beschreibt, ist der Wirklichkeit recht genau abgeschaut. Gerüche des Partners, Geiz oder eigensinnige Verhaltensweisen stören den ehelichen Frieden und führen zur inneren und äußeren Abkehr. Als Alexander stirbt, merkt Barbara erst, wie sehr sie das Zusammenleben mit ihm als Selbstverständlichkeit hingenommen hat, und die in ihren Augen abstoßenden Verhaltensweisen das Leben überschattet haben. Man ist nahe dran an den Protagonisten und kann sich lebensnah in die gegenseitigen Zweifel, die Wut und Abkehr einfühlen. Es ist ein wenig traurig mit anzusehen, wie nach und nach die Beziehungen aller zueinander in die Brüche gehen. Ein paar schöne Erinnerungen an die Frühzeit der Eltern bieten Lichtblicke, doch das Scheitern auch der beruflichen Erfolge von Hans und Masha überwiegt. Immerhin schafft Masha sich sehr verspätet noch ein persönliches Glück. Meint man beim Lesen aus der Ferne nicht „Die Korrekturen“ von Jonathan Franzen aufscheinen zu sehen? Der Zerfall von Familien ist in beiden Romanen zentrales Thema.
    Am Ende des Romans findet man zu dem Schluss, dass Leben von unterschiedlichen Schattierungen geprägt ist, und dass es vieler zu bestehender Bewährungsproben bedarf, um heil und unverletzt aus dem Lebensschlamassel herauszukommen.
    Der Debütroman von Sonja Heiss lässt auf weitere Erfolge hoffen!

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