Sonja Liebsch Wadenbeißer

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Inhaltsangabe zu „Wadenbeißer“ von Sonja Liebsch

Maxi staunt nicht schlecht, als eines Tages ihre exzentrische Schwester Sybille samt Hund vor der Tür steht. Die Kölner Kosmopolitin sucht nach ihrer Trennung ausgerechnet in der schwäbischen Provinz Unterschlupf. Und das genau zum falschen Zeitpunkt, denn Maxi startet nach der Familienpause gerade beruflich durch. Als sie sich jedoch in einer TV-Talkshow kritisch zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie äußert, bringt sie sich und ihre Familie in ernste Schwierigkeiten.

Sehr witziges und unterhaltsames Buch

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

tolle, witzige Familiengeschichte, sehr unterhaltsam

— Booky-72
Booky-72

Ein unterhaltsamer Roman für zwischendurch.

— Buchfan276
Buchfan276

Alles könnte so schön sein, doch gerade dann kommt ein Wadenbeißer daher, und Ärger droht...

— Cappuccino-Mama
Cappuccino-Mama

Über zwei unterschiedliche Schwestern und ihre Lebensentwürfe, berufstätige Mütter und das Netzwerken...

— Norskehex
Norskehex

Man darf sich von dem Cover nicht täuschen lassen, denn in Buch steckt eine wunderbare Familiengeschichte, mit einer tollen Protagonistin.

— Kiritani
Kiritani

Etwas vorhersehbar aber gespickt mit sehr viel Wahrheit.

— kriegerin
kriegerin

Unterhaltsam, fast wie aus dem Leben gegriffen und kurzweilig.

— esposa1969
esposa1969

Endlich ein Frauenroman, bei dem die Hauptfigur auch wirklich emanzipiert sein darf.

— kalanthia
kalanthia

Unterhaltsamer Lesespaß gepaart mit einem hochbrisantem ernsterem Unterthema - tolle Mischung!

— justitia
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  • Herrlicher Unterhaltungsroman

    Wadenbeißer
    zauberblume

    zauberblume

    12. April 2016 um 19:27

    "Wadenbeißer" ist das erste Buch, das ich von der Autorin Sonja Liebsch gelesen habe. Und ich bin total begeistert von diesem spritzigen, unterhaltsamen Frauenroman. Wir dürfen eine äußerst sympathische Protagonistin und ihre reizende Familie kennenlernen.Die Geschichte: Maxi staunt nicht schlecht, als eines Tages ihre exzentrische Schwester Sybille samt Hund vor der Tür steht. Die Kölner Kosmopolitin sucht nach ihrer Trennung ausgerechnet in der schwäbischen Provinz Unterschlupf. Und das genau zum falschen Zeitpunkt, denn Maxi startet nach der Familienpause gerade beruflich durch. Als sie sich jedoch in einer TV-Talkshow kritisch zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie äußert, bringt sie sich und ihre Familie in ernste Schwierigkeiten.Schade, daß dieses Buch so schnell zu Ende war. Der Schreibstil der Autorin begeistert mich und ich konnte die Geschichte nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin von Maxi total begeistert. Sie steht wirklich mit beiden Beinen im Leben, ist manchmal etwas chaotisch, doch sprüht sie ständig voller Tatendrang. Sie ist witzig und äußerst liebenwert. Total begeistert bin ich von Maxis Kolumnen, die sie schreibt. Sie übertreibt nicht. Und man findet so viel Wahres in ihren Geschichten. Maxi ist wirklich die perfekte Freundin. Und in ihrem Cafe habe ich mich auch gleich wohlgefühlt. Endlich ein Lokal, indem auch Kinder willkommen sind. Traumhaft! Ich fand es auch klasse, das Maxi von ihrem Mann unterstützt wird. Ich sehe die verblüffte Maxi vor mir, als ihre Schwester Sybille unerwartet vor der Türsteht. Es ist auch schön zu beobachten, wie sich das Verhältnis zwischen Maxi und Sybille im Laufe der Geschichte entwickelt hat.Das Cover ist für mich auf ein echter Hingucker. Ein süßer Wadenbeißer, einfach zum Knuddeln. Viel besser als die andere Spezies Wadenbeißer, die es noch gibt. Für mich ein absolutes Traumbuch (muß den 1.Band unbedingt noch lesen, will doch schließlich alles über Maxi und ihre Familie wissen). Ein wunderbares Wohlfühlbuch, mit dem man unterhaltsame Lesestunden verbringen kann.Selbstverständlich vergebe ich 5 Sterne und freue mich schon auf eine weitere Geschichte der Autorin.

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  • Ein sehr erfrischendes Buch

    Wadenbeißer
    Booksmypassion

    Booksmypassion

    07. May 2015 um 09:44

    Das Leben kann so schön sein. Wäre da nicht Maxi´s exzentrische Schwester Sybille, die samt Hund vor ihrer Tür steht. Nach ihrer Trennung brauchte sie dringend Unterschlupf. Maxi findet das gar nicht gut. Startet sie nach der Familienpause doch endlich wieder beruflich durch. Als sie sich jedoch in einer TV-Talkshow kritisch zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie äußert, bringt sie sich und ihre Familie in ernste Schwierigkeiten.  Ich merke gerade, dass ich beim Schreiben dieser Rezension schon wieder schmunzeln muss. Was für ein herrliches, erfrischendes Buch. Es kam genau zur richtigen Zeit. An einem regnerischen Sonntag, wurde es in einem Rutsch verschlungen.  Sonja Liebsch hat eine besondere Art zu schreiben. Man verfällt ihr schon nach wenigen Seiten. Die Charaktere werden liebevoll dargestellt, haben aber auch ihre Ecken und Kanten, was mir persönlich besonders gut gefallen hat.  Sehr schön fand ich, dass die einzelnen Kapitel immer mal wieder mit kleinen Zeitungskolumnen unterbrochen wurden. Diese haben mich besonders zum Lachen gebracht. Sie peppen das Buch noch einmal so richtig auf. Auch vom Ende wurde ich nicht enttäuscht. Wer Lust auf einen lustigen, spritzigen Roman hat, sollte hier unbedingt zugreifen.   

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  • Ein schönes Buch für zwischendurch

    Wadenbeißer
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    23. February 2015 um 13:37

    Maxi und ihre ältere Schwester Sybille stehen sich nicht sehr nah. Sybille, älter als Maxi, lebt in Köln, keine Kinder, sehr exzentrisch. Umso mehr staunt Maxi eines Tages, als ihre Schwester inklusive ihrem Hund mit den nötigsten Sachen vor ihrer Tür steht und um Unterkunft bittet. Ihr langjähriger Freund, dem sie 20 Jahre den Rücken freigehalten hat, hat sich für ein jüngeres Modell entschieden und sie auf die Straße gesetzt. Nun ist guter Rat teuer, denn Maxi steigt gerade wieder in die Reihe der Berufstätigen ein, hat ein geregeltes Familienleben und kann eigentlich nicht so recht damit umgehen, dass ihre Schwester bei ihr wohnen will. Und das, wo sie keine Kinder mag und auch sonst zu nichts zu gebrauchen ist ... Maxi ist herzensgut, wie auch ihr Mann Alex, denn beide gestehen Sybille zu, bei ihnen kurzzeitig unterzukommen. Was auch immer kurzzeitig heißt. Sybille wusste sich keinen anderen Rat, als bei ihrer Schwester Unterschlupf zu finden, denn zu ihren Eltern wäre sie im Leben nicht gegangen. Da ist Maxi mit ihrer Familie schon das kleinere Übel. Maxi, der es nicht gelungen ist, bei ihrer Firma nach der Babypause wieder anzufangen, schreibt jetzt Kolumnen für eine Zeitschrift. Diese sind mehr oder weniger aus ihrem Leben gegriffen. Sie hat eine große Fangemeinde, dass sogar das Fernsehen auf sie aufmerksam wird. Sie wird zu einer Talkrunde eingeladen und sie überlegt lange, ob sie die Einladung annehmen soll oder nicht. Wer soll sich in der Zeit, wo sie weg ist von zu Hause um die Kinder kümmern? Ihr Mann ist arbeiten, da bleibt dann nur noch Sybille. Und wie erwartet, versagt Sybille auf der ganzen Länge. Das Chaos ist vorprogrammiert. Sybille ist ein egoistischer Mensch und sie war mir von Anfang an unsympathisch. Sie lebt bei ihrer Schwester und rührt keinen Finger, lässt sich bedienen und interessiert sich nicht ein bisschen für die Familie. Sie denkt an sich und kann nicht verarbeiten, dass ihr Lebenspartner sie ohne finanzielle Hilfe hat gehen lassen. Sie hat alles für ihn aufgegeben und nun steht sie vor den Scherben ihres Lebens. Ein wenig Aufwind bekommt sie erst durch einen Guru, bei dem Maxi sie für einen Yogakurs probehalber angemeldet hat. Im Laufe der Geschichte erfährt Sybille aber einen Sinneswechsel, zu dem man ihr nur gratulieren kann. Sie wird ein Mensch, den man gernhaben kann. Maxi ist die Sympathieträgerin in dem Buch. Sie muss man einfach mögen. Sie hat ihr Leben voll im Griff. Sie hat nur einen Fehler, sie kann nicht nein sagen zu ihrer Schwester. Dieses kleine Wort hätte ihr viel Ärger und Kummer erspart. Durch ihre Kolumnen wird sie jemand, auf den man hört, dessen Meinung man hören möchte. Sie wird zu Talkshows eingeladen und sagt dort, was sie denkt. Als sie mitbekommt, dass ihr verhinderter Arbeitseinstieg in ihre alte Firma kein Einzelfall ist, die Firma sich aber als familienfreundlich auszeichnen lassen will, geht sie auf die Barrikaden. Maxi hat das Herz am rechten Fleck. Sie ist nicht nur für ihre Familie da, sie guckt auch über ihren Tellerrand und hilft anderen. Obwohl sie auch mit ihrer Schwester Meinungsverschiedenheiten hat, hilft sie ihr, dass auch diese zu ihrem Recht kommt, auf sehr unkonventionelle Art, aber der Zweck heiligt die Mittel. "Wadenbeißer" ist der richtige Titel für dieses Buch. Nicht nur der kleine verwöhnte Hund Filou von Sybille ist ein Wadenbeißer, sondern auch Maxi beißt um sich und genau dahin, wo es wehtut. Der Roman hat Unterhaltungswert, aber auch ein ernstes Thema. Die Autorin hat den Wiedereinstieg von Frauen nach der Babypause zum zentralen Thema gemacht, denn nicht jeder Frau gelingt es, wieder an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Auf jeder rechten Seite des Buches findet der Leser eine kleine Zeichnung eines Hundes, mit dem man ein Daumenkino veranstalten kann. Ich finde diese Idee total goldig. Ein Buch, das man gern mal zwischendurch lesen kann und mit dem man sich gut unterhalten fühlt.

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  • Sehr lustiger Roman mit zwei ungleichen Schwestern

    Wadenbeißer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. January 2015 um 15:49

    Inhalt (Klappentext): Maxi staunt nicht schlecht, als eines Tages ihre exzentrische Schwester Sybille samt Hund vor der Tür steht. Die Kölner Kosmopolitin sucht nach ihrer Trennung ausgerechnet in der schwäbischen Provinz Unterschlupf. Und das genau zum falschen Zeitpunkt, denn Maxi startet nach der Familienpause gerade beruflich durch. Als sie sich jedoch in einer TV- Talkshow kritisch zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie äußert, bringt sie sich und ihre Familie in ernste Schwierigkeiten..... Meine Meinung: Durch einen sehr einfachen und alltäglichen Schreibstil der Autorin Sonja Liebsch kommt man sehr einfach in die Geschichte hinein und kann sie auch sehr einfach folgen. Sollte man ein paar Tage das Buch nicht lesen, kommt man auch dann wieder sehr gut in die Geschichte hinein. Die Hauptperson Maxi lässt den Leser tief die in die Welt des Konfliktes zwischen Arbeit und Familie blicken, sodass man auch sich selbst in die Geschichte hineinversetzen kann, ohne selbst in der Lage zu sein. Sybille ist eine typische Stadtfrau, die von nichts eine Ahnung hat und sich noch nie um etwas kümmern musste. Doch nach der Trennung muss sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen und es ordnen. Natürlich kommt es dabei auch die Reibereien mit ihrer Schwester. Trotz Streitereien halten die Schwestern letztendlich zusammen, auch wenn es zeitweise nicht danach aussah. Die Geschichte geht schnell voran, aber nicht so schnell, dass man sich überfordert fühlt. Das Buch ist ideal für zwischendurch. Man benötigte keierlei Kenntnisse und auch die Handlung ist nicht so tiefgreifend, dass man sich zu sehr auf die Geschichte konzentrieren muss. Zudem ist das Daumenkino eine nette und vorallem einfallsreiche Idee. Deswegen vergebe ich für das Buch vier und fünf möglichen Sternen.

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  • Gute Unterhaltung

    Wadenbeißer
    Becky_loves_books

    Becky_loves_books

    19. December 2014 um 17:49

    Cover: Lustiges Cover mit einem kleinen Kläffer, der sogar eine Perlenkette trägt. Das Bild läßt auf einen heiteren Roman hoffen. Meinung: Dieser Roman ist witzig und kurzweilig, also das Richtige für zwischendurch. Maxi will gerade einen Ausflug mit Mann und Kindern machen, als plötzlich ihre Schwester mit Sack und Pack vor ihrer Tür steht. Die hat mit Kindern so gar nichts am Hut, dafür aber einen Mini-Hund im Gepäck. Maxi ist viel zu nett und läßt sich von ihrer Schwester ausnutzen. So wird ihr Alltag doch ziemlich durcheinander gebracht, obwohl ihre Karriere grad richtig in Schwung kommt. Thematisch dreht sich dieses Buch um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und das hat die Autorin sehr humorvoll verpackt. Dabei geht die ernste Botschaft aber nicht verloren. Die Charaktere werden gut beschrieben und besonders Maxi ist sehr sympathisch, wenn es ihr auch an Durchsetzungsvermögen gegenüber ihrer Schwester fehlt. Am Ende jedes Kapitels ist eine von Maxis Kolumnem abgedruckt, die sowohl witzig sind als auch zum Nachdenken anregen. Fazit: Dieses Buch ist gute Unterhaltung mit chaotischen und witzigen Wendungen, die durchaus glaubhaft dargestellt werden. Lockere und leichte Unterhaltung mit ernster Thematik.

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  • Leserunde zu "Wadenbeißer" von Sonja Liebsch

    Wadenbeißer
    Sonja_Liebsch

    Sonja_Liebsch

    Ich möchte euch herzlich zu einer Leserunde mit meinem neuen Roman "Wadenbeißer" einladen, der kürzlich im Gmeiner-Verlag erschienen ist. Worum geht's? Maxi staunt nicht schlecht, als eines Tages ihre ältere Schwester Sybille samt Hund Filou vor der Tür steht. Die 40-Jährige ist von ihrem Freund aus dem gemeinsamen Kölner Loft geworfen worden. Doch die Wiedersehensfreude hält sich in Grenzen, denn die beiden Schwestern haben sehr unterschiedliche Einstellungen zu den fundamentalen Dingen wie Kinder, Karriere, Wohnen, Essen. Umso überraschter ist Maxi, dass die Kosmopolitin Sibylle ausgerechnet bei ihr in der schwäbischen Provinz Zuflucht sucht. Und das genau zum falschen Zeitpunkt, denn maxi startet nach der Familienpause beruflich endlich durch: Ihre gesellschaftskritischen Kolumnen zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie erregen Aufsehen. Maxi darf einem breiten Publikum und schließlich sogar in einer TV-Talkshow ihre Meinung über die bestehenden Verhältnisse kundtun. Damit begibt sie sich jedoch auf dünnes Eis. Für ihre Ehrlichkeit erntet sie nicht nur Lob und Zustimmung, sondern bringt sich und ihre Familie in ernste Schwierigkeiten. Und das bin ich: Sonja Liebsch wurde 1972 in Mönchengladbach geboren. Als Kind hatte sie die unterschiedlichsten Berufswünsche: Bibliothekarin, Tierärztin, Kinderpsychologin, Hotelmanagerin. Sie studierte Tourismusbetriebswirtschaft und wurde schließlich in der Nähe des Bodensees sesshaft. Sie ist in der Sprach- und Leseförderung tätig und hat bereits mehrere Spiele veröffentlicht. Wadenbeißer ist nach Muttertier @n Rabenmutter ihr zweiter Roman. Ihre Berufswünsche hat sie alle realisiert. Als Mutter von zwei Kindern ist täglich psychologisches Know How gefordert, sie arbeitet für die örtliche Pfarrbücherei und ihrem Kater hat sie schon so manches Mal das Pfötchen gehalten. Nur das mit dem Hotel hatte sie sich irgendwie anders vorgestellt!

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    • 376
  • Wadenbeißer

    Wadenbeißer
    beate_bedesign

    beate_bedesign

    17. December 2014 um 11:51

    Inhalt: Maxi hat alles erreicht. Sie hat einen tollen Mann, zwei kleine Söhne, einen Job, den sie liebt und eine wirklich gute Freundin. Ihre Schwester Sybille ist das genaue Gegenteil von Maxi. Sie ist nicht verheiratet, lebt aber seit sehr vielen Jahren mit ihrem Lebensgefährten zusammen in der Großstadt Köln. Und ihre Job besteht darin immer gut auszusehen und die Frau an Stefans Seite zu sein. Kinder? Nein, danke – die passen nicht in Stefans und Sybilles Leben. Tja und jetzt steht sie völlig unerwartet mit Koffern und einer bellenden Handtasche vor Maxis Tür. Meine Meinung: An diesem Buch hat mich als erstes das Cover und der Titel angezogen. Denn ich kann an (fast) keinem Hund vorbeigehen. Die Kurzbeschreibung hat mir auch zugesagt, also zog der „Wadenbeißer“ bei mir ein. Leider konnte das Buch meine Erwartungen aber nicht erfüllen. Erwartet habe ich einen kurzweiligen, lustigen Roman, in dem ein kleiner „Wadenbeißer“ eine Rolle spielt und in dem sich zwei unterschiedliche Schwestern mehr oder weniger kurzweiligen „Beziehungsstreß“ im neuen und unfreiwilligen Zusammenleben machen. Der kleine Hund spielt aber nur eine sehr, sehr kleine Rolle und auch der Streß zwischen den beiden Schwestern ist für mich nicht wirklich in den Vordergrund gerückt. Ja, er war da, aber für mich hat der Streß, den Maxi mit sich und dem was sie so von sich gibt, bekommt, viel deutlicher herausgekommen. Maxi schreibt nebenbei eine Kolumne für einen Blog und spricht dort auch immer wieder die Probleme von berufstätigen Müttern an. Und genau diese offenen und durchaus kritischen Worte bringen sie in für sie unerwartete Situationen. Auch wenn Maxi mit dem was sie so schreibt und erzählt sicher völlig richtig liegt, für meinen persönlichen Lesegeschmack war das einfach ein bisschen zu politisch und ein bisschen zu wenig witzig und unterhaltsam. Der Schreibstil der Autorin ist gut und lässt sich prima lesen. Es war eben nur nicht meine Geschichte und nicht meine Art von Humor. Wirklich toll finde ich den kleinen Bonus im Taschenbuch. Dort gibt es nämlich ein Daumenkino von und mit dem kleinen Wadenbeißer und das trifft meinen Geschmack und die Idee, die ich mit dem Titel und dem Cover verbunden habe voll und ganz. Mein Fazit: Meine Erwartungen konnte die Geschichte, die ich mit diesem Cover und diesem Buchtitel verbunden hatte, nicht ganz erfüllen. Aber ich bin sicher, dass es dennoch viele Freunde finden wird.

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  • Gute Unterhaltung mit dem "Wadenbeißer" :-)

    Wadenbeißer
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    06. December 2014 um 23:51

    Manchmal kommt es anderes als geplant. Maxi hatte mit ihrer kleinen Familie einen Ausflug geplant, Alex, ihrem Mann und den beiden Söhnen Till und Jan. Doch unverhofft und völlig überraschend steht ihre große Schwester Sibylle vor der Tür. Der Kontakt zwischen den beiden Schwestern lief schon seit Jahrenauf Sparflamme. Nach gut 20 Jahren hatte sich ihr Lebensabschnittsgefährte Stefan von ihr getrennt und sie musste aus dem Loft im Kölner Stadtteil Ehrenfeld ausziehen. Wohin? Also erst mal zur kleinen Schwester. Eine Lösung wird sich finden. Soviel dazu. Nun saß sie da, Sibylle, die immer anders war als Maxi. Nur gut, dass ihre Beziehung kinderlos war. Aber das war von Stefan und Sibylle bewusst so geplant gewesen. Doch was konnte ihre Schwester überhaupt? Denn Maxi hatte nun nach der Familienpause wieder angefangen zu arbeiten. Sibylle hingegen war die verwöhnte Frau an der Seite von Stefan, der gutes Geld verdiente. Total versnobt, brachte Maxi fast zum Explodieren. Sibylle war zu nichts zu gebrauchen, eine zusätzliche Belastung in ihrem Haushalt. Das ihr geliebter Stefan mit einer anderen jüngeren Frau eine Familie gründen wollte, hatte Sibylle völlig aus der Bahn geworfen. Selbstmitleid, so hieß ihr neuer Begleiter. Und ihre Anwesenheit im Haus wird immer mehr zu einer Geduldsprobe, nicht nur für Maxi, auch ihrer Ehe. Denn Alex zieht sich sehr zurück. Die beiden Jungs haben eine Aversion gegen ihre Tante. Dann knallt die Bombe, als Maxi in einer TV-Talkshow sich zum Thema Beruf und Familie sehr kritisch äußert und wie bringe ich alles unter einen Hut? Handlungsort ist am Bodensee. Nach jedem Kapitel folgt eine Kolumne, die Bezug nimmt auf die Frau und ihre Stellung in der Gesellschaft, ihrer Wertschätzung, Berufsleben, Familie. Ganz zum Ende gibt es eine Extrakolumne mit dem niedlich gezeichneten kleinen Hund, ein „Wadenbeißer“. Tja, und die gibt es auch im menschlichen Leben, diese „Wadenbeißer“.  Und der Weisheit letzter Satz lässt erkennen, dass Menschen eine zweite Chance verdient haben. Positive Energien, ein guter Zusatz, bringt oft ein überraschendes Ergebnis. Ich habe mich gut unterhalten mit dem Buch von der Autorin Sonja Liebsch, auch wenn ich den Vorgänger nicht kenne. Eine nette Lektüre für Zwischendurch, auch wenn vielleicht ein bisschen früh schon die Richtung erkennbar ist. Was in „Wadenbeißer“ klar herauskommt und im realen Leben immer noch in den Köpfen mancher festsitzt, dieses Vorurteil, dass Denken: „FRAU gehört ins Haus“. MANN = mein Haus, mein Auto, mein ... FRAU = mein Mann, meine Kinder, meine Küche ...

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  • Wadenbeißer

    Wadenbeißer
    Buchfan276

    Buchfan276

    23. November 2014 um 17:48

    Eigentlich hat Maxi ihr Leben im Griff. Die Kinder wohlerzogen (meistens jedenfalls), ein akzeptabler Job und den Haushalt sauber. Doch als ihre Schwester Sybille unangemeldet vor der Tür steht, läuft so manches aus dem Ruder. Diese muss gerade die Trennung von ihrem Lebensgefährten verarbeiten, der, wie im Buch so schön steht, sich nach 20 Jahren doch entschieden hat, seine Gene noch weiterzugeben, allerdings mit einer Jüngeren. Gleichzeitig kann Maxi mit ihren Kolumnen erste Erfolge verbuchen. Sie darf an einer Tagung in Stuttgart teilnehmen, wird später sogar in die Talkshow Anne Will eingeladen. Somit gilt es, das alles unter einen Hut zu bringen. Und es wäre doch zu schön, wenn das alles so reibungslos funktionieren würde... Wadenbeißer ist ein lockerer Unterhaltungsroman für zwischendurch. Ansprechender Stil, eine einfache, nicht zu umfangreiche Handlung und sympathische Charaktere machen das Buch zu einer empfehlenswerten Herbstlektüre. Einen besonderen Pluspunkt erhält das Buch für die abgedruckten Kolumnen, die immer aus dem Leben sprechen und einen zum Nachdenken anregen. Leider ist das Buch an manchen Stellen ein wenig stark konstruiert und wirkt ein bisschen verkrampft lustig. Trotzdem hat die Lektüre Spaß gemacht und ich würde neuen Lesestoff der Autorin wieder gerne lesen.

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  • Zwei ungleiche Schwestern, eine Talkshow und jede Menge Ärger...

    Wadenbeißer
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    15. November 2014 um 01:02

    Kennt ihr das auch? Das Leben könnte so schön sein, doch gerade dann, wenn alles wie am Schnürchen läuft, kommt aus dem Hinterhalt so ein kleiner Kläffer und beißt dir von hinten in die Waden (oder pinkelt dir gar ans Bein). Und dieser Wadenbeißer ist nicht immer tierischen Ursprungs, sondern taucht nur all zu gerne auch in Gestalt eines Menschen auf. Das Cover / Gestaltung: Auf einem schlichten weißen Hintergrund, der matt gehalten ist, befindet sich das Hochglanzfoto eines Chihuahuas. Dieser ist regelrecht herausgeputzt, denn das Hündchen trägt eine lilafarbene schimmernde Perlenkette, die mehrfach um seinen Hals gelegt ist. Die Textfelder mit dem Namen der Autorin und des Buchtitels ist in einem hellen Rot, das auch auf dem Buchrücken und der Rückseite des Buches verwendet wurde. Auch in diesem Buch wurde ein Vorsatzpapier verwendet, diesmal in Rot, passend zum Hundebild auf der Innenseite der beiden Buchdeckel – alles in allem wirkt alles wieder einmal sehr stimmig, so wie ich es vom Gmeiner Verlag gewohnt bin. Nur eines vermisse ich auch hier wieder einmal, wie schon so oft: Schade, dass die freie Fläche auf der Buchrückseite nicht für einen Hinweis auf das Vorgängerbuch genutzt wurde – die Abbildung des Buchcovers hätte hier ein geeignetes Plätzchen gefunden. Die Handlung: Maxi führt ein beschauliches und glückliches Leben mit ihrem Mann Alex und den beiden Söhnen Till und Jan. Doch eines Tages steht völlig unverhofft Maxis ältere Schwester Sybille mit ihrem verwöhnten Schoßhündchen Filou vor der Tür. Die Vierzigjährige wurde nach zwanzig Jahren Beziehung von ihrem Freund Stefan einfach vor die Tür gesetzt und sucht nun in der schwäbischen Provinz Unterschlupf bei ihrer Schwester, zu der sie in den letzten Jahren nur spärlichen Kontakt hatte. Der Zeitpunkt von Sibylles Auftauchen ist denkbar ungünstig, denn Maxi startet nach ihrer Familienpause gerade wieder beruflich durch. Doch Sybille eignet sich weder als Babysitterin, noch als Hilfe im Haushalt – vielmehr sorgt Sibylles Anwesenheit für noch mehr Arbeit und zusätzlichen Stress. Doch dann erhält Maxi eines Tages eine Einladung zu einer politischen TV-Talkshow. Diese nimmt einen unerwarteten Verlauf, als Maxi rot sieht und sich kritisch über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie äußert. Dadurch fühlt sich jemand so sehr angegriffen, dass Maxi bedroht wird und sie und ihre Familie in ernsthafte Schwierigkeiten gerät... Meine Meinung: Der ein oder andere Leser kann sich vielleicht an Maxi erinnern. Gemeinsam mit Nives Mestrovic hatte Autorin Sonja Liebsch vor einiger Zeit den Roman MUTTERTIER @N RABENMUTTER veröffentlicht, das den Wiedereinstieg in den Beruf zum Thema hatte, und in dem Maxi eine der Protagonistinnen war. Zwei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Maxi startet gerade erst nach ihrer Familienpause beruflich wieder durch. Alles wäre perfekt: Ihre berufliche Tätigkeit, die ihr Spaß macht, ein netter Chef, der hinter ihr steht, die beiden Söhne, die ihren Eltern Freude bereiten, und ein Ehemann, der Maxi liebt. Und dann schneit Sibylle ins Haus und stört die Idylle, noch dazu im ungünstigsten Zeitpunkt, gerade als die Familie zu einem Sonntagsausflug an den Bodensee aufbrechen will. Jahrelang ließ sich Sibylle nicht blicken, und nun wirbelt sie wie ein Tornado das Leben der kleinen Familie durcheinander. Beruhigt arbeiten gehen kann Maxi keinesfalls, denn daheim herrscht die Verantwortungslosigkeit in Gestalt von Sibylle. Doch Maxi nimmt alles hin, kritisiert ihre Schwester zwar, schluckt aber letztendlich ihren Ärger immer wieder hinunter. Vielmehr entschuldigt sie ihre Schwester damit, dass diese eben in einer schwierigen Lebensphase steckt. Leider lässt sie sich von Sibylle ausnutzen, statt ihr ein ernstzunehmendes Ultimatum zu stellen. Sibylle ist zwar die ältere der beiden Schwestern, hat aber mit einer Familie nichts am Hut. Und das kinderlose Luxusweibchen verhält sich auch so: Verantwortungsbewusstsein scheint bei ihr gar nicht erst vorhanden zu sein, und für ihre Neffen zeigte sie bislang keinerlei Interesse. Das gesamte Verhalten von Sibylle fand ich richtig dreist und unverschämt. Dafür aber verhätschelt die Frau von Welt das verwöhnte Schoßhündchen Filou über alle Maßen – für den kleinen Liebling ist das Beste eben gerade gut genug. Statt im Haushalt mitzuhelfen, und ihre Schwester zu entlasten, versinkt Sibylle stattdessen in Selbstmitleid. Ablenkung findet sie lediglich in den Yogastunden mit einem Swami (hinduistischer religiöser Titel, z.B. für Gurus und Yogis). Nach vielen gemeinsamen Jahren hat ihr Lebensgefährte sie eiskalt gegen eine jüngere Frau ausgetauscht, mit der er eine Familie gründen möchte und sie vor die Tür gesetzt – so etwas kratzt natürlich ganz schön am Selbstbewusstsein der ansonsten verwöhnten Sibylle, die nun beinahe mittellos bei ihrer Schwester untergekommen ist. Etwas leid kann Sibylle einem eigentlich schon tun, hat sie doch nun keinen mehr, außer ihrer Schwester, denn zu den Eltern möchte Sibylle nicht. Allerdings – was kann man auch von einer Beziehung erwarten, die nur aus Shopping, Ausgehen und sonstigem Luxus bestand, statt aus trauter Zweisamkeit, einem geregelten Familienleben und Gesprächen mit Tiefgang! Notgedrungen tauscht die verwöhnte Luxuslady nun das noble Kölner Loft gegen das Gästezimmer in der schwäbischen Provinz, doch hier ist die extravagante Kölner Kosmopolitin offensichtlich erst recht fehl am Platze. Heimatlos und ohne eigenes Einkommen muss sie nun ihr Leben wieder in geregelte Bahnen lenken. Kümmern sich andere Tanten um ihre Neffen, so sind für Sibylle die Söhne ihrer Schwester nur eine Last. Wen wundert es da, dass der siebenjährige Till und sein dreijähriger Bruder Jan auch keine Beziehung zur Tante aufbauen wollen und können und sich in ihrer Gegenwart unwohl fühlen. Schlimmer noch: Die Kinder leiden regelrecht unter der Anwesenheit ihrer Tante. Und dann kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall und Maxi merkt, dass sie schnellstens die Notbremse ziehen muss. Alex, Maxis Mann, versucht sich weitestgehend herauszuhalten, zieht sich aber seit seine Schwägerin zu Besuch ist immer öfter zurück. Als Maxi zu einer TV-Talkshow fährt, übernimmt er die Aufgaben, die eigentlich Sibylle übernehmen sollte. Aber wer kann schon von ihr verlangen, so früh aufzustehen, um sich um die beiden Neffen zu kümmern!? Mich hat es etwas gewundert, dass Alex so duldsam war, denn so mancher andere Mann hätte da wohl mit der Faust auf den Tisch gehauen. Stefan, den Ex von Sibylle, fand ich sehr unsympathisch. Selbst wenn eine Beziehung scheitert, so sollte man doch auf anständige Art und Weise auseinander gehen. Schließlich teilten sich Stefan und Sibylle ganze zwei Jahrzehnte Tisch und Bett. Sie gab zwar gerne mit vollen Händen das Geld aus, das er verdiente, aber sie hielt ihm auch den Rücken frei und die Wohnung in Ordnung. Dass er ein Kind haben will, hatte er in den ganzen Jahren nicht verlauten lassen – und nun wurde seine langjährige Freundin durch eine Jüngere ersetzt. Ein weiteres Thema, das im Buch eine wichtige Rolle spielt, ist das Thema Mutterschaft und der Wiedereinstieg in den Beruf. So mancher Arbeitgeber rühmt sich gerne damit, dass er so einen Wiedereinstieg begrüßt, stellt die Firma als familienfreundlich dar, doch die Realität ist oft eine ganz andere. Das erfuhr auch Maxi am eigenen Leib, als sie nach ihrer Familienpause ihre Arbeitsstelle wieder aufnehmen wollte, und ihr dies nicht ermöglicht wurde. Als Maxi dann vom beruflichen Schicksal ihrer ehemaligen Kollegin erfährt, sieht sie rot und beschließt zu handeln, zumal ihr ehemaliger Arbeitgeber eine Auszeichnung erhalten soll. Letztendlich findet das zusammen, was zusammengehört. Maxi und Sibylle kämpfen zusammen gegen eine Ungerechtigkeit und Sybille erkennt, dass nur sie selbst ihres Glückes Schmied ist, und sie ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen muss. Und endlich hat sie ein Ziel vor Augen. Eine tolle Wandlung, die Sibylle vollzieht, sie wurde mir im Laufe der Handlung sympathischer – war sie anfangs eine Egoistin wie sie im Buche steht, so übernimmt sie nun endlich Verantwortung, vielleicht sogar das erste Mal in ihrem Leben. Maxi kommt zu einigen Erkenntnissen, die ihr zeigen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine dasteht, sondern einige Leidensgenossinnen hat. Mich persönlich hat die Thematik des Buches sehr angesprochen, sowohl von den Beziehungen der Schwestern untereinander, aber auch die Problematik eines Wiedereinstiegs in den Beruf. Wer nicht persönlich betroffen ist, mag meinen, dass die Autorin übertreibt, aber ich sage dazu, dass das Leben manchmal sogar noch härter ist, wie ich selbst feststellen musste. Lokalkolorit ist in diesem Buch vorhanden, wenn auch eher sparsam eingesetzt. Das Leben in der beschaulichen, schwäbischen Provinz unterscheidet sich grundlegend vom Leben im Rheinland, wo Maxi einst gelebt hat. Der Bodensee, das „Schwäbische Meer“ findet Erwähnung, ebenso wie auch der Heilbronner Dialekt zum Einsatz kommt, was ein Buch gleich noch authentischer erscheinen lässt. Bei der Wahl der Handlungsorte profitierte Sonja Liebsch aus ihrem eigenen Leben – die gebürtige Rheinländerin lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und einem Kater in der Nähe des Bodensees. Die Länge der Kapitel ist genau richtig – unterteilt ist das Buch in 13 relativ kurze Kapitel. Den Abschluss eines jeden Kapitels bildet eine Kolumne, natürlich mit einem passenden Thema zum jeweiligen Kapitel, die zusätzlich durch eine kursive Schrift hervorgehoben ist. Eine gute Idee, schreibt doch Maxi für eine Zeitschrift eine Kolumne, die den Lesern Einblick in ihr Leben als Frau, Mutter und berufstätige Frau bietet. Schade finde ich jedoch, dass der Humor, den ich aus solchen Artikeln gewohnt bin, in den Kolumnen teilweise etwas kurz kam. Während die Kolumnen stets eine passende Überschrift verpasst bekamen, wurden die Kapitel leider nur mit Zahlen versehen – schade, denn ich liebe witzige Überschriften. Etwas gestört haben mich die leeren Seiten zwischen den Kapiteln, auf denen entweder nur ein Hündchen des Daumenkinos abgebildet war, oder auch mal eine größere Illustration des Hündchens. Bei nur etwa 280 Seiten fällt auch dies ganz schön ins Gewicht. Als kleines Extra gibt es im Buch ein Daumenkino mit dem kleinen Hündchen von Sibylle. Gezeichnet hat das Daumenkino, sowie die anderen Illustrationen, übrigens Frank Liebsch, der Mann von Autorin Sonja Liebsch. Das Ende des Buches lässt hoffen, dass es vielleicht doch noch eine Fortsetzung gibt – mich jedenfalls würde dies freuen. Fazit: Ein unterhaltsamer Frauenroman über zwei ungleiche Schwestern , geschrieben mit einem jungen, frischen und sehr angenehmen Schreibstil. Eine der Schwestern hat gerade die Trennung von ihrem langjährigen Lebensgefährten zu verkraften, während die andere ein glückliches Leben mit ihrer Familie führt, sowie sich der Herausforderung stellt, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen und dabei allen gerecht zu werden. Die Handlung war kurzweilig und beide Frauen machten im Laufe der Handlung eine Entwicklung durch, näherten sich einander wieder an. Die Kolumnen, sowie das witzige Daumenkino rundeten das Buch ab. Von mir erhält dieses Buch eine Weiterempfehlung, sowie 5 Sterne.

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  • Ein netter Frauenroman, um zwei ungleiche Schwestern

    Wadenbeißer
    schafswolke

    schafswolke

    12. November 2014 um 17:57

    Maxi und Sybille sind Schwestern, aber ihr Verhältnis ist nicht gerade das beste. Als eines Tages dann Sybille vor Maxis Tür steht und sich erstmal mit ihrem Hündchen Filou einquartiert, ist Maxi so gar nicht begeistern. Nun heißt es zum Familienalltag und Arbeit auch noch die Schwester mit unterzubringen. Maxi mag ihr wohlgeordnetes Leben, doch nun tun sich für sie gleich mehrere Baustellen auf, denn neben ihrer Schwester hat sie auch beruflich mit einem Neubeginn zu tun. "Wadenbeißer" ist ein netter Frauenroman für zwischendurch, allerdings fehlte mir hier etwas mehr Schwung in der Geschichte. Maxi war zwar sehr präsent, aber für mich etwas farblos. Sybille, war zwar da, aber ich hätte mir etwas mehr "Schwesterngeschichte" zwischen den beiden gewünscht, das war mir etwas zu oberflächlich. Die Figuren sind allesamt recht "normal" und das ist nicht negativ gemeint, denn sie sind, wie die Leute von nebenan. Ich konnte mich allerding weder für Maxi noch Sybille erwärmen, sie waren mir etwas zu unnahbar. Die Geschichte schreitet sehr schnell vorran, mir manchmal zu schnell, denn ich hatte manchmal das Gefühl, dass hier gute Möglichkeiten verschenkt wurden. Den Schreibstil fand ich angenehm zu lesen, denn der ist leicht und locker. Eine ganz süße Idee ist das Daumenkino im Buch. Trotz allem ist es ein nett zu lesendes Buch und bietet eine angenehm kurzweilige Unterhaltung, von mir gibt es 3,5 Sterne.

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  • Ein bisschen sehr viele heile Welt….

    Wadenbeißer
    abuelita

    abuelita

    06. November 2014 um 18:29

    Ein bisschen sehr viele heile Welt….schlagartig dann…... zu süsslich für meinen Geschmack. Zuerst natürlich nicht – denn Maxi, mit Mann und zwei Kindern in der schwäbischen Provinz wohnend, staunt nicht schlecht, als eines Tages ihre Schwester Sybille samt Mode-Püppchen-Hund vor der Tür steht…. Sybille wurde zugunsten eines jüngeren Exemplars von ihrem Partner ausgetauscht und findet es nun selbstverständlich, bei Maxi unterzuschlüpfen. Dabei hat sie noch nie was mit dem Leben ihrer Schwester am Hut gehabt, Kinder kann sie ohnehin nicht leiden und zudem sind die Schwestern so unterschiedlich und hatten Jahre lang so gut wie gar nichts miteinander zu tun. Soweit so gut. Dass es Probleme geben wird, ist vorprogrammiert; dass diese aber sich dann auch fast von selbst lösen, ist wenig real. Zudem kann ich vieles nicht nachvollziehen: Maxi, die sich nie so richtig durchsetzen konnte, wird von einem Tag zum anderen so selbstbewusst, dass sie vor vielen Leuten eine Rede hält, in eine Talkshow eingeladen wird und so weiter und so fort. Sybille bleibt sich und ihrem Egoismus zuerst treu – wird dann aber ebenfalls schlagartig ganz, ganz anders…..das ist in der Wirklichkeit wohl kein so ein schneller Prozess… Die Kolumnen, die sich um sich um Familie und Beruf und die Stellung der Frau in der Gesellschaft drehen, waren teilweise ganz interessant - und dafür gibt es auch die drei Sterne. Denn wie gesagt, die Geschichte an sich ist mir zu sehr „Märchen“ und richtig „angeschaut“ hat sich das Buch vor Druck wohl auch keiner – ich hasse Namensverwechslungen und die kamen hier gleich zweimal vor. Von den Rechtschreibfehlern rede ich mal gar nicht….

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  • Wadenbeißer

    Wadenbeißer
    Norskehex

    Norskehex

    28. October 2014 um 10:56

    Maxi lebt mit ihrer Familie am Bodensee und arbeitet, nachdem sie nach der Babypause bei ihrer Firma nicht mehr angenommen wurde, freiberuflich als Eventmanagerin im Restaurant von Mario, einem guten Freund. Plötzlich steht ihre Schwester Sybille vor der Tür und kriecht bei Maxi unter. Sybille lebte bisher in Köln und tat nix anderes als shoppen und die Freundin von Stefan zu sein. Dem ist jedoch jetzt aufgefallen, dass er doch noch Familie möchte und hat Sybille durch ein jüngeres, gebährfähiges Modell ausgetauscht. Und Sybille muss jetzt lernen ihr Leben in den Griff zu kriegen. Dazu braucht sie jedoch den einen oder anderen Tritt in den Hintern von Maxi. Die schreibt auch bei einer Onlinezeitschrift mit und beleuchtet durchaus kritisch die Situation von berufstätigen Müttern. Diese Artikel schlagen so hohe Wellen, dass sie zur Talkshow von Anne Will eingeladen wird. Und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: sie bekommt einen Drohbrief, Mario muss sich gegen Maxis alten Arbeitgeber wehren und dann ist auch noch Maxis Sohn Jahn verschwunden, auf den Sybille hätte aufpassen sollen... Wadenbeißer wirkt erstmal wie ein gewöhnlicher Chick-lit-Roman. Zwei ungleiche Schwestern, die eine in einer Lebenskrise, die andere hat eine überwunden und jetzt helfen sich sich gegenseitig und lernen, dass sie doch nicht ganz so verschieden sind wie sie dachten. Es ist eine schöne Geschichte über unterschiedliche Lebensentwürfe, und dass man Toleranz aufbringen muss, wenn jemand eine andere Art zu leben hat, auch wenn man selbst damit vielleicht nicht so viel anfangen kann. Die Geschichte ist sprachlich schön geschrieben, weist sympathische Charaktere auf und behandelt ein aktuelles Thema: berufstätige Frauen. Ist man eine Rabenmutter, nur weil man - gut ausgebildet - mehr vom Leben erwartet, als kochen, putzen und waschen? Weil man neben der Familie auch noch einen Beruf haben will, der einem Spaß macht? Genauso wird aber beleuchtet wie schwierig es werden kann, wenn man als Frau sich nur über den Status "Frau/Freundin von..." definiert und plötzlich alleine dasteht, weil man bisher finanziell völlig vom Partner abhängig war. Der Autorin gelingt es gut Maxis Kampf um eine Balance in ihrem Leben aufzuzeigen. Außerdem appelliert sie an den Leser (oder eher Leserin), dass man sich gegenseitig unterstützen soll. Denn Maxi kann am Ende nur gewinnen, weil ihr eine ehemalige Kollegin, die das gleiche Schicksal erlitten hat beim alten Arbeitgeber, zur Seite steht. Mir ist klar, dass es sich hier um eine Geschichte handelt, aber es ist doch schon so, dass sich Frauen häufig als Konkurrenz betrachten, der man eins auswischen muss, statt einzusehen, dass man gemeinsam vielleicht mehr erreichen würde. Also Mädels, netzwerken, helfen, unterstützen und sich gegenseitig was gönnen und das Leben genießen!  Gefallen hat mir, dass die Artikel von Maxi für die Onlinezeitschrift immer zwischen die Kapitel geschoben wurden. Sybille macht die größte Entwicklung durch innerhalb der Geschichte und hat am Ende - auch dank Maxi - eine echte Perspektive. Das Ende fand ich dann doch etwas zu rosarot, als der Chef der Firma erkennt, dass er ein Idiot war und sich zu wenig um seine Leute gekümmert hat, aber gut. Vor weißem Hintergrund sitzt ein Chihuahua, der den Betrachter sehr niedlich und ein bisschen herausfordernd anguckt. Er trägt eine rosafarbene Perlenkette um den Hals. Der Hund ist passend zum Inhalt gewählt, da Sybille einen kleinen Chihuahua namens Filou hat und Maxi in ihrer letzten Kolumne "Wadenbeißer" die menschlichen Wadenbeißer mit kleinen, kläffenden Hunden vergleicht. Auch der Titel passt gut zum Inhalt der Geschichte.

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  • Buchverlosung zu "Wadenbeißer" von Sonja Liebsch

    Wadenbeißer
    Kiritani

    Kiritani

    Hallo ihr Lieben, für meinen Blog 'Novemberkind' habe ich das Buch 'Wadenbeißer' von Sonja Liebsch gelesen und fand es großartig. Ein humorvolles Buch von dessen Cover man sich nicht täuschen lassen darf, denn in dem Buch steckt eine wunderbare Familiengeschichte, mit einer tollen Protagonistin. Eine starke Frau, die sich traut auf ihr Unrecht aufmerksam zu machen.  Das Buch ist zur Zeit ja in aller Munde - ich habe es nicht nur auf der Buchmesse ausgiebig begutachtet, sondern  auch hier die Leserunde zu dem Buch entdeckt. Also für alle, die bei der Leserunde kein Glück hatten oder das Buch einfach lesen möchten eine neue Chance. Mit der Unterstützung vom Gmeiner Verlag kann ich ganze 4 Exemplare dieses wunderbaren Buches an euch verlosen. Wer Lust hat sich bei der Buchverlosung zu beteiligen, kann gerne HIER auf meinem Blog vorbeischauen und sein Glück versuchen :)

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    • 4
  • Wadenbeißer

    Wadenbeißer
    Kiritani

    Kiritani

    22. October 2014 um 19:13

    Ich bin ein Fan von Romanen, in denen es um komplizierte Schwesternbeziehungen geht. Vielleicht liegt es daran, dass die Beziehung zu meiner Schwester auch kompliziert ist. Ganz ehrlich bin ich etwas voreingenommen an das Buch ran gegangen, denn das letzte Buch mit dieser Konstellation war furchtbar. Ich hatte mich schon auf das Schlimmste eingestellt, aber dann kam es ganz anders. Das Buch ist aus der Sicht der Protagonistin Maxi geschrieben. Die Kapitel werden immer mit einen Beitrag aus ihrer Kolumne im Internet, zu einem familien-politischem und persönlichem Thema abgeschlossen. Die Protagonistin in diesem Buch ist eindeutig Maxi. Sie ist unglaublich sympathisch und impulsiv. Ich liebe sie und ihre Familie, wie sie mit den Kindern umgeht und die Kinder an sich. Kann es zwei süßere und ehrlichere Jungs geben als Till und Jan? Was sind die beiden niedlich - ich hab Tränen gelacht und sie sofort ins Herz geschlossen. Maxi ist toll. Sie wohnt in einem kleinen Kaff, hat nach der Elternzeit ihren Job verloren - arbeitet nun aber wieder und hat zwei süße Kinder und einen tollen Mann. Da kann man echt neidisch werden. Ihre Schwester Sybille ist das komplette Gegenteil. Sie hatte einen Freund mit Geld und musste nie auf eigenen Beinen stehen. Sie hat keinen Abschluss und steht mit der Trennung vor dem Nichts. Unterschiedlicher können Geschwister nicht sein. Mir gefiel dieser Mix aus komplett unterschiedlichen Lebensstilen und auch die Verwandlung, die in dem Buch stattfindet. Leider ging sie viel zu schnell und passierte so stillschweigend. Ich hätte mir viel mehr Reibungspunkte der Schwestern gewünscht. Sie hatten zwar ein paar, aber dann vergingen nach der Ankunft von Sybille plötzlich zwei Wochen, ohne das man etwas von den beiden - doch so verschiedenen Schwestern - mitbekommen hat. Und gerade in der Anfangszeit knallt es doch am meisten, oder nicht? Da ging es viel zu schnell voran. Den großen Knall zwischen den Geschwistern fand ich wunderbar und auch, wie sich die Beziehung danach grundlegend veränderte. Das war toll. Aber davor konnte mich die Beziehung und die Geschichte der beiden nicht locken. Wäre da nicht der zweite Handlungsstrang gewesen, wäre es sehr langweilig geworden. In dem Buch von Sonja Liebsch geht es einerseits um die beiden Schwestern und andererseits um Maxis Kolumne, die plötzlich hohe Wellen schlägt. Das Thema 'Frauen und Beruf' - denn wie wir alle wissen, sind das zwei Dinge, die in der heutigen Zeit schwer zu vereinbaren sind. Auch Maxi macht ihrem Ärger zu diesem Thema Luft und das online in ihrer Kolumne. Plötzlich erhält sie Einladungen zu Vorlesungen und für eine TV-Talkshow. Das Thema ist in aller Munde. Ich habe richtig mit Maxi mitgefiebert und mich für sie gefreut, war mit ihr aufgeregt und enttäuscht. Dieser Teil der Buches gefiel mir sehr gut, weil Menschen mit Erfahrungen über solche Themen viel besser sprechen können, als Menschen die nur mutmaßen. Sie ist so authentisch. Wunderbar. Das Cover finde ich schrecklich, denn es wir der Geschichte in dem Buch auf keinen Fall gerecht. Man sieht das Cover und denkt beim Klappentext - 'oh man Tussi-Alarm' und Streit garantiert. Aber so ist es nicht. Die Beziehung der Schwestern ist in dem Buch eher zweitrangig. Und den Titel finde ich auch nicht ganz so passend. Zwar erläutert Maxi in ihrer letzten Kolumne sehr passend den Begriff 'Wadenbeißer', aber ich finde nicht, dass sie wie einer aufgetreten ist. Klar, sie war hartnäckig, aber einen Wadenbeißer würde ich sie nun nicht nennen. ABER - never judge a book by it's cover ;) Das heimliche kleine Highlight war das Daumenkino. Ein absoluter Hingucker mit Seltenheitswert. Toll! Fazit: Man darf sich von dem Cover nicht täuschen lassen, denn in Buch steckt eine wunderbare Familiengeschichte, mit einer tollen Protagonistin. Eine starke Frau, die sich traut auf ihr Unrecht aufmerksam zu machen.

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