Sonja Ruf

 4,2 Sterne bei 13 Bewertungen
Autorin von Mallows oder Katzengrütze, Sprungturm und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Sonja Ruf, wuchs in einem Dorf im Nordschwarzwald auf, Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin, danach Studium der Geschichte in Frankfurt a.M. Mehrere Förderstipendien, Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Freie Schriftstellerin und Dramaturgin in Frankfurt. Tanztheaterstücke (zus.m.d.Choreographen Mohsen Hosseini).

Alle Bücher von Sonja Ruf

Cover des Buches Mallows oder Katzengrütze (ISBN: 9783944788708)

Mallows oder Katzengrütze

(8)
Erschienen am 02.09.2019
Cover des Buches Sprungturm (ISBN: 9783887691615)

Sprungturm

(2)
Erschienen am 01.01.2001
Cover des Buches Die Liebenden von Starbitz (ISBN: 9783887696900)

Die Liebenden von Starbitz

(1)
Erschienen am 18.09.2018
Cover des Buches Erste Lieben (ISBN: 9783887698294)

Erste Lieben

(1)
Erschienen am 01.04.2011
Cover des Buches Evas ungewaschene Kinder (ISBN: 9783312002269)

Evas ungewaschene Kinder

(1)
Erschienen am 01.08.1996
Cover des Buches Im Glanz der Kontrolle (ISBN: 9783887694777)

Im Glanz der Kontrolle

(0)
Erschienen am 20.02.2020

Neue Rezensionen zu Sonja Ruf

Cover des Buches Mallows oder Katzengrütze (ISBN: 9783944788708)
Lesezauber_Zeilenreises avatar

Rezension zu "Mallows oder Katzengrütze" von Sonja Ruf

Lesezauber_Zeilenreise
Vielversprechender Beginn, völlig haarsträubender, unglaubwürdiger Rest – leider ein Reinfall

Den Klappentext setzte ich als bekannt voraus.

Bevor sich die Zwillinge Chelsea und Jordan auf die Suche nach ihrer Mutter in die Kasematten begeben, haben sie noch so einiges Alltägliches zu meistern. So müssen sie ja irgendwas zu Essen beschaffen und das dann auch noch zubereiten. Sie müssen sich nachts ihren Ängsten stellen – allein in der Wohnung und ohne Strom. Und sie müssen sich gegen Bertram verteidigen, der eigentlich Jordans Freund, aber dennoch ein echter Idiot ist.

Erklärung zum Titel: Mallows sind Marsh Mallows und Katzengrütze ist Erdnussbutter. 

Tja, was soll ich sagen? Mich hat das Buch überhaupt nicht überzeugt. Rein vom Klappentext habe ich ganz was anderes erwartet. Der Anfang war dann auch wirklich super und ich hatte Mitleid mit den beiden 10jährigen, die von ihrer Mutter so schändlich im Stich gelassen wurden. Als es dann in die Kasematten ging, war es aber aus mit meiner Begeisterung. Die anfangs berührende Story driftet ab in eine unglaubwürdige, extrem an den Haaren herbeigezogene „Krimikomödie“, die noch dazu einfach nicht packend erzählt wurde. Hier stimmte für meinen Geschmack gar nichts mehr und es war nur noch lächerlich und überzogen. Die Kinder werden von der Mutter erst allein gelassen, dann zu kriminellen Handlungen genötigt und schließlich in eine geheime Schatzsucherbande aufgenommen. Und das alles, um am Ende zu dem Ergebnis zu kommen: egal, dass Mami seit Jahren arbeitslos ist, egal, dass kein Kühlschrank oder Herd vorhanden ist, egal, dass kein Geld da ist. Hauptsache Du gehörst mit Freunden (die übrigens alle die kriminellen Erwachsenen sind – ganz tolle Freunde für zwei 10jährige Kinder, oder?) einer geheimen Schatzsucherbande an. Ähm… ja, nee, oder? Kein Buch, dass ich meinen Kindern ans Herz legen würde.

Der lila Buchschnitt ist wunderschön und rein optisch gefällt mir das Buch auch wirklich gut. Doch leider ist das Äußere nicht auf den Inhalt übertragbar. Schade. 

Die ausführliche Rezension inkl. Leseprobe findet ihr in meinem Blog LESEZAUBER_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2021/06/mallows-oder-katzengrutze-von-sonja-ruf.html

Cover des Buches Mallows oder Katzengrütze (ISBN: 9783944788708)
marjana_s avatar

Rezension zu "Mallows oder Katzengrütze" von Sonja Ruf

marjana_
Außergewöhnliches Buch

Inhalt:

In dieser Geschichte lernt man die Zwillinge Chelsea und Jordan kennen. Bei ihnen fangen gerade die Sommerferien an, doch anstatt wie andere Kinder in den Urlaub zu fahren, finden sie einen Brief ihrer Mama. Die ist in der Südsee, denn da kann sie schnelles Geld verdienen. Ohne Mama, Strom und nur 15,87 Euro für Essen versuchen sie die Tage zu meistern.  Bei einem Streifzug machen sie eine überraschende Entdeckung und schlittern damit in ein Abenteuer.

Meine Meinung:

Wie im Fabulus Verlag gewohnt ist das Cover ein echter Hingucker und es macht den Anschein als ob es strahlen würde. Natürlich gibt es auch einen farbigen Buchschnitt, dieses Mal in einem tollen blau, was mir sehr gut gefällt.

Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, es hat sich nach einer besonderern und einizgartigen Geschichte angehört, welche ernste und wichtige Themen aufgreift. Meine Vermutung hat sich bestätitgt und es war wirklich ein ganz außergewöhnliches Buch. Anfangs viel es mir schon schwer in die Geschichte hinein zu finden. Für mich war das alles sehr befremdlich, eine Mutter die ihre Kinder im Dunkeln, alleine und ohne viel Geld zu Hause sitzen lässt war sehr schwierig vorstellbar. Neben der Armut, Ungerechtigkeiten werden die Kinder auch aufgrund ihrer Hautfarbe verurteilt. Man merkt, das Buch geht dahin wo es unangenehm wird und es bringt einem zum Nachdenken und Mitfühlen.

Die Charaktere sind sehr einprägsam und interessant. Ich habe gebraucht um sie einzuschätzen zu können und ich bin nicht mit allen warm geworden. Ich muss gestehen, dass ich die Mutter anfangs für ihr Verschwinden verurteilt habe. Im Laufe des Buches merkt man aber wie sehr sie ihre Kinder liebt und das sie die Arbeit natürlich aus Not angenommen hat. Ein weiterer Punkt den man sich immer wieder bewusst werden sollte, nie andere zu verurteilen. Sowie ich einiges aus dem Buch lernen und mitnehmen konnte, können das sicher auch Kinder.

Das Abenteuer im Schloss Friedenstein war mir persönlich etwas zuviel und kam mir unglaubwürdig vor. Mit den Fantasienamen (Flundrien) konnte ich nicht viel anfangen und irgendwie hat es für mich nicht in die Geschichte gepasst. Trotzdem kann ich mir sehr gut vorstellen, das Kinder das nicht stört und es sehr spannend finden.

Die Sprache war für mich sehr ungewohnt, denn sie war schon auffallend hart und auch Schmipfwörter werden nicht ausgelassen. Das hat meiner Meinung nach gut zu dem Setting und auch dem Thema gepasst. Durch die Sprache wird nichts verschönt und sie spiegelt die Realität wieder.

Das Ende hat mich sehr zufrieden und glücklich zurück gelassen. Die ausgelassene, positive Stimmung und die Hoffnung auf eine gute Zukunft ist auf mich übergegangen und ich habe noch einmal deutlich das Gefühl von Gemeinschaft gespürt. Dieses positive Ende finde ich für Kinder sehr wichtig, denn so gehen sie mit einem guten Gefühl aus dem Buch heraus.


Fazit:

Ein außergewöhnliches Buch, das schwierige Lebensumstände greifbar macht. Kinder und Erwachsene können einiges von der Geschichte mitnehmen. 

Cover des Buches Mallows oder Katzengrütze (ISBN: 9783944788708)
Annejas avatar

Rezension zu "Mallows oder Katzengrütze" von Sonja Ruf

Anneja
Unglaubwürdig und nicht mein Erzähl-Stil

Für dieses Buch einen Anfang zu finden ist nicht gerade leicht, da es mich emotional einfach nicht so bewegte, wie es das eigentlich hätte tun sollen. Dabei klang der  Klappentext schon extrem traurig. Immerhin erfuhr ich da bereits, das es sich um 2 Kinder handeln würde, die nicht nur in einer sozial schwachen Familie aufwuchsen, sondern auch noch auf sich allein gestellt waren. 


 


Trotz kleinerer Ängste ein tief trauriges Buch in den Händen zu halten, wollte ich doch wissen wie die Zwillinge Chelsea und Jordan diese schwierige Zeit meistern. Das wohl große Problem war, dass ich bereits erwachsen bin und die Abenteuer im Buch aus einer anderen Sicht sah. Für Kinder dürfte es aber spannend sein, besonders, da sich viele Kinder ja einmal wünschen, das essen zu dürfen was sie gerade wollen. 


 


Da ich aber nun mal leider erwachsen bin, schreckte mich die Geschichte eher ab. Besonders in der Tiefe ließ das Buch so einiges zu wünschen übrig. Viele Details wurde nur so nebenbei erzählt, statt sie als festes Element mit einzubauen. Zum Beispiel wurde die Hautfarbe der Kinder nur dann ins Spiel gebracht, wo ein Detektiv sie deswegen beschuldigte irgendetwas geklaut zu haben. Bei positiven Dingen, wie der heißgeliebten Frittenbude, wurde dies nie erwähnt. 


 


Ja, die Handlung der Geschichte sagte mir nicht wirklich zu, da vieles für Kinder beschrieben war und so, Elemente wie Arbeitslosengeld nicht mit erwähnt wurden. Natürlich wirkte die Familie dadurch nur noch ärmer, aber aus meiner Sicht auch ungläubiger. Selbst Kinder wissen heutzutage von diesen Themen, weswegen eine Verschleierung eigentlich nicht nötig gewesen wäre. 


 


Als ich mich gerade mit der Geschichte anfreunden wollte, kam der Teil. bei dem ich mir einfach nur an den Kopf fasste und fast schon wütend wurde. War die Story so schon sehr ungewöhnlich, setzte man hier nochmal eine Schippe drauf und sorgte dafür das sie komplett unglaubwürdig wurde. Selbst Kinder dürften daran keinen Spaß haben, weil es nicht nur ausgedachte Elemente besaß, sondern auch aus logischer Sicht nicht machbar gewesen wäre. Somit ging ich ziemlich wütend aus dem Buch. Schade, denn der Titel des Buches sorgte besonders mit seiner Katzengrütze (die nichts anderes als Erdnussbutter ist) für ein ordentlich Grinsen bei mir. 


 




 


Es begann spannend, wurde dann traurig und driftete dann immer mehr in eine unglaubwürdige Geschichte ab, die am Ende sogar kriminell wurde. Schade, denn dieses Buch hätte die Thematik Arbeitslosigkeit, wenig Geld und soziale Probleme auf tolle Art erzählen können.

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