Sonja Ullrich Teppichporsche

(13)

Lovelybooks Bewertung

  • 20 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 6 Rezensionen
(1)
(5)
(4)
(3)
(0)

Inhaltsangabe zu „Teppichporsche“ von Sonja Ullrich

Esther Roloff ist der jüngste Spross einer traditionellen Bergarbeiterfamilie sowie Versicherungsdetektivin auf Probe bei Tozduman Securities, einer dubiosen Detektivklitsche in Wattenscheid. Als sie einer Haftpflichtsache nachgehen soll - ein Terrier mit nur einem Zahn soll ein Wasserbett zerbissen und einen Wasserschaden verursacht haben –, stößt sie auf Blutreste in den Parkettfugen des „Tatorts“ und wittert den ganz großen Mordfall. Als Esther auch noch erfährt, dass der Ehemann der Geschädigten vor wenigen Tagen das Weite gesucht hat, ist ihr Ehrgeiz endgültig geweckt …

Was kann man denn tun, wenn das mit dem Berufswunsch nicht so ganz klappt? Tja, dann wird man halt etwas anderes

— Bluesky_13

Stöbern in Krimi & Thriller

Kalte Seele, dunkles Herz

Spannend, mit einigen Überraschungen!

blauerose1

Zorn - Lodernder Hass

Stephan Ludwig schafft es, auch mit seinem neusten Fall rund um die Kult-Ermittler Zorn/Schröder zu begeistern!

Marvey

Woman in Cabin 10

Das Buch war zwar in der Mitte ein wenig langatmig, wurde dann zum Ende hin aber richtig spannend! Ein tolles Buch und super Schreibstil!

Anni_book

Das verborgene Spiel

Langatmig

Erdhaftig

Deine Seele so schwarz

Vielschichtig behandelt die Geschichte mehrere ineinander verschachtelte Fälle.

Erdhaftig

Ein MORDs-Team - Band 19: Der Preis der Macht

Wiedermal mitreisend von der ersten bis zur letzten Seite, sagenhaft spannend und nervenaufreibend

isabellepf

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Wenn das mit der Polizei nicht klappt.......dann

    Teppichporsche

    Bluesky_13

    17. November 2017 um 19:16

    INHALT: Als Esther Roloff noch klein war, wollte sie immer Ponyprinzessin werden. Als sie dann älter war und ihr Onkel Hubsi der Tante Pelagia eine Signalpatrone zwischen die Schulterblätter schoss, wollte sie Polizistin werden. Da hatte sie den ersten wahren Kontakt mit der Polizei und das imponierte ihr, das war jetzt ihr Berufswunsch. Doch als sie mit 17 nicht mal mehr zur Eignungsprüfung geladen wurde, vermittelte ihr ihr Vater eine Ausbildungsstelle als Sozialversicherungsfachangestellte. Mit 34 war Esther dann wieder auf einem neuen Weg, sie hatte den Beruf gewechselt. Sie war jetzt Versicherungsdetektivin auf Probe. Ihr Chef hieß Metin und er konnte ein richtiges Ekel sein. Esther fuhr einen blauen Wagen mit orangefarbener Stoßstange und das war Metin ein Dorn im Auge. Sie solle ihr Auto weggeben, doch Esther wollte ihren Twingo nicht aufgeben. Esther war gerade beim Einkaufen als Corinna, die Sekretärin anrief. Es gab einen neuen Fall. Wasserschaden! Eine Wasserbettmatratze und da sollte Esther jetzt hin. Sie fuhr ins Büro um das Memo zu lesen. Ein seltsamer Fall, ein Hund, genannt Teppichporsche, soll in die Matratze gebissen haben. Das ist nicht weiter ungewöhnlich, doch dieser Mischling aus Pudel und Yorkshireterrier hatte nur einen Zahn. Also machte Esther sich auf den Weg. Als Esther schon wieder am Aufbrechen war, entdeckte sie in den Parkettfugen Blut. Was war hier los? Esther spürte, dass hier etwas oberfaul war und sie wollte jetzt genau wissen, was es war. MEINE MEINUNG: Das war mein erster Krimi von der Autorin und auch mein erster Ruhrpott-Krimi. Im Gmeiner Verlag werden verschiedene Krimis aus verschiedenen Regionen angeboten, so auch dieser Ruhrpott-Krimi. Am Anfang geht der Krimi sehr gemächlich los und wir lernen erst mal Esther richtig kennen. Da erinnert das Buch einen eher an eine etwas verzwickte Komödie. Doch mit einem Mal erfuhr man von einem verschwundenen Mann, Richard Pfeiffer. Bei diesem Mann war sie vor kurzen erst im Haus, der Wasserbettschaden. Sie hatte aber nur die Frau angetroffen und sie hatte Blut entdeckt. Sie hatte sich also nicht getäuscht, hier war mehr passiert als nur ein Wasserschaden. Esther wollte ja eigentlich zur Polizei und hier sah sie ihre große Chance. Konnte sie einen Mord aufklären? Die Autorin hat hier trotz des Genres Krimi einiges an Humor mit rein gepackt. Das Buch ist stellenweise dann doch auch ein wenig spannend und der Mörder scheint sehr schnell gefunden. Dieser vermeintliche Krimi lässt sich sehr schnell und zügig lesen. Esther hat einen schweren Stand und dieses Buch zeigt uns einen Boss, wie man ihn sich schlimmer nicht vorstellen kann. Er ist ein richtiges Ekel und er macht es Esther nicht leicht. So einen Chef will nicht wirklich einer haben, doch leider gibt es solche Chefs auch in der Realität, vielleicht nicht so extrem, wie Metin, aber immerhin annähernd. Für mal so zwischendurch und zum entspannen kann man das Buch schon lesen, man soll nur keine allzu großen Ansprüche haben. Es ist eine leichte Lektüre, genau das richtige um in der Sonne abzuhängen und zu entspannen. Trotz der Komik, die hier mitwirkt, ist der Fall nicht ganz so einfach aufzuklären. Es gibt dann doch ein paar Ungereimtheiten, die geklärt werden müssen. Ich war nicht wirklich begeistert von diesem Buch, da es mir zu wenig Spannung hatte. Für einen Krimi fand ich zu viel Komik in diesem Buch, das war etwas störend für mich. Eure Bluesky_13 Rosi

    Mehr
  • [Rezension #30] Teppichporsche

    Teppichporsche

    KiraNear

    12. January 2017 um 21:45

    Name: TeppichporscheAutor: Sonja UllrichGenre: Krimi, Humor, ActionPreis: € 8,99 Kindle Version, € 9,99 Taschenbuch | Ich hab es für ein paar Euro beim Aldi bekommen.Seiten: 321Sprache: DeutschErscheinungsjahr: 2010ISBN: ISBN-10: 3839210933 | ISBN-13: 978-3839210932Verlag: Gmeiner-VerlagRückentext:Versicherungsbetrug? Mord! Esther Roloff weiß sofort, dass mehr hinter diesem Fall steckt. Als Versicherungsdetektivin auf Probe soll sie eigentlich nur überprüfen, ob die Geschichte der Geschädigten wahr ist: Ein fast zahnloser Terrier soll ein Wasserbett zerbissen und so einen immensen Wasserschaden verursacht haben. Doch Blutspuren in den Ritzen des Parkettbodens erzählen eine andere Geschichte!Esther wittert ihre Chance und stürzt sich in die chaotische Suche nach Täter und Opfer. Ihre Suche führt sie von Wattenscheid quer durch den Ruhrpott ... Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):Das hier ist wieder so ein Buch, bei dem ich nicht wirklich weiß, was ich davon halten soll. Der Anfang ist ein wenig seltsam, überhaupt ist die Spannung im Buch eher passiv. Erst gegen Ende wird es so richtig spannend, aber gleich so aufregend, dass ich mir mit meiner Meinung über das Buch nicht mehr so sicher war wie sonst bisher auch. Der Krimi ließt sich ein wenig seltsam, da die Hauptcharakterin von einem Fettnäpfchen ins nächste geht und damit auch noch irgendwie durchkommt. Irgendwann bricht sie sich das Bein und sie macht trotzdem weiter. Respekt an der Stelle, wobei es mir komisch vorkam, dass sie niemand aufgehalten hat. Ich hab mir noch nie das Bein gebrochen (toi toi toi), aber kann man damit wirklich wieder in die Arbeit gehen? Und herumgehen? Klar ist es sicherlich anstrengend, aber dass es keinem so richtig komisch vorkam, wie sie sich mit dem Gibsbein abmühte, kam mir dagegen seltsam vor. Keiner meinte "Hey, ruh dich doch mal aus" oder so.Mit der Hauptcharakterin werde ich nicht ganz warm, die Gegend, in der die Geschichte spielt, sagt mir absolut nichts. An sich ist Esther ganz ok, aber so richtig interessant wurde das Buch und auch sie selbst erst, als ihr rätselhafter Begleiter auftaucht. Gregor, der fast nichts über sicher erzählt, aber das eine oder andere dunkle Geheimnis besitzt, ist für mich der interessanteste Charakter. Viele andere wirken dagegen eher ein wenig leer und wenig abwechslungsreich, weswegen ich auch ständig mit den Namen durcheinander kam. Irgendwann habe ich mich weniger auf die Story und die Beteilligten daran konzentriert, sondern eher auf die Aktionen mit Esther und Gregor. Das Ende wirkte so, als gäbe es noch mehr Bände zu der Reihe, ein kurzer Blick auf Amazon hat mir verraten, dass es noch zwei weitere gibt. Ich spiele mit dem Gedanken, diese ebenfalls irgendwann zu lesen - nicht wegen der Fälle, sondern einfach weil ich wissen will, ob und wie es nun zwischen Esther und Gregor weitergeht. Sie hat so manches über ihn im Laufe des Buches erfahren und das weitere Miteinander würde mich wirklich interessieren. Zumal ich sie auch ein wenig shippe^^°Was ich lustig fand, war ein Teil des Vorworts:"Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Und sofern jemand doch das Gefühl hat, sich den einen oder anderen Schuh anziehen zu müssen, so möge er doch bitte vorher das Preisschild an der Sohle abreißen - denn er ist gewiss ungetragen. Leseprobe (die ersten 10 Sätze):Mit fünf wünschte ich mir, Ponyprinzessin zu werden. Ich wollte tagsüber im Schlüpfer die Taiga von Dortmund-Eving bereiten und abends die Schweife meiner behuften Freunde flechten. Mein Onkel Hubsi, Muttis ältester Bruder, war blond und schütter, trug gern grün und hasste Ponys. Zwei Monate nach meinem sechsten Geburtstag erwarb er eine Schreckschusspistole auf dem Flohmarkt, einen Trommelrevolver mit einem sechsfachen Patronenlagerblock und einen kindsdaumengroßen Abzugshahn. Ich mochte Onkel Hubsi nicht, hatte aber was übrig für seine Knarre. Mit sieben durfte ich den Hahn spannen, mit acht eine Feuerwerkspatrone in die Wolken ballern. Danach begann sich der Traum von der Ponyprinzessin vor meinem inneren Auge aufzulösen. Ponyprinzessinnen brauchten keine Ballermänner. Ich aber wollte unbedingt einen.In den Sommerferien vor meinem Schulwechsel feuerte mein Onkel meiner Tante Pelagia eine Signalpatrone zwischen die Schulterblätter und wir bekamen Besuch von der Kripo, zwei jungen Männern mit verdreckten Straßenschuhen und gehalfterten Schießeisen unter den Achseln, die Paps mit einer gereiften Protion Respekt ins Haus komplimentierte. Ich hatte eine vage Erinnerung an ein blondes Kantholz mit dünnen Augenbrauen, dessen Testosteronüberschuss sich vor allem während des Kaffeetrinkens bemerkbar machte: Er hatte keinen Adamsapfel, er hatte eine Adamsmelone. Fazit:Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, wie ich über das Buch denken soll. Es ist gut zu lesen und auch die ganzen Sprüche, Spitznamen usw sind ganz anders als bei mir in Bayern. Ich war grad mal 2 Tage in NRW, daher habe ich von der Mentalität der Leute dort absolut keine Ahnung. Daher kann ich auch nicht sagen, ob die Charaktere authentisch sind oder nicht. Es ist zwar angenehm zu lesen, allerdings durch viele gesichtslose Charaktere ein wenig verwirrend und ich kam oft durcheinander, wer nun jetzt nochmal wer war. Die Szenen mit Esther und Gregor haben es dagegen gerettet, wie auch das spannende Ende. Hinterher saß ich da und schwankte zwischen 3 und 4 Rubinen. Allerdings habe ich mich dann für 3 entschieden, da es doch etwas zu lange braucht, um richtig interessant zu werden. Ich würde sagen, ja, das kann man lesen. muss man zwar nicht, aber schaden kann es nicht. Außerdem werde ich mir wie gesagt die zwei andern Bücher irgendwann holen (vielleicht kann ich sie mir irgendwo ausleihen), aber auch nur, weil ich wegen den beiden interessanten Hauptcharakteren neugierig bin. Das Buch selbst werde ich nicht behalten, aber einer Freundin geben, die damit bestimmt auch ihre Freude haben wird.

    Mehr
  • Rezension zu "Teppichporsche" von Sonja Ullrich

    Teppichporsche

    abuelita

    18. May 2011 um 20:40

    Eine clevere Blondine, ein zahnloser Hund und ein mehr als rätselhafter Fall lassen den "Pott" kochen! Wunderbar schräg und absolut kultverdächtig! Hmm. Irgendwie komme ich mir immer etwas seltsam vor, wenn ich so was lese und selbst dann ganz andere Empfindungen dazu habe…. Vielleicht kenne ich mich im Ruhrpott zu wenig aus, vielleicht ist es nicht meine Art von Humor, vielleicht erwarte ich von einem „kultverdächtigen“ Krimi ein bisschen mehr als eine – vorsichtig gesagt- mehr als naive Protagonistin und viele mehr als nur „schräge“ Typen (war eigentlich ein einziger dabei, der „normal“ war? ), vielleicht empfinde nur ich die Story als ziemlich hanebüchen…. ….wer weiss….. Jedenfalls ist es in meinen Augen kein Krimi – spannend fand ich es zu keinem Zeitpunkt, lustig dagegen schon. Manchmal allerdings doch eher forciert lustig… und dass der „Teppichporsche“, der immerhin für den Titel verantwortlich ist, nur kurz in Erscheinung trat, fand ich auch schade. Kurz und gut, ich kann nicht sagen, dass mir das Buch gar nicht gefallen hat…(vor allem der mysteriöse Gregor hat mich bei der Stange gehalten ), aber ob ich die Fortsetzung, die es wohl geben soll, lesen werde – das weiss ich wirklich noch nicht.

    Mehr
  • Rezension zu "Teppichporsche" von Sonja Ullrich

    Teppichporsche

    rocejamki

    22. October 2010 um 14:06

    Esther arbeitet für den türkischen Dedektiv Metin in einer kleinen Dedektiv, spezialisiert auf Versicherungsbetrug.Metin nimmt seine Aufgaben manchmal zu ernst und es kann schonmal zu der ein oder anderen Handgreiflichkeit kommen. Esther lässt sich dies gerne gefallen um weiterhin in diesem Beruf standhaft zu bleiben. Ihr größter Traum ist es Polizistin zu werden, vor einigen Jahren hat sie allerdings die nötigen Prüfungen nicht bestanden. In ihrem neusten Fall geht es um ein von einem einzahnigem Hund, zerbissenes Wasserbett. Esther macht sich auf den Weg um den Tatort zu überprüfen. Die Hauseigentümerin Frau Pfeiffer erscheint in ihrer kurz angebundenen Art schon recht merkwürdig, viel kurioser findet Esther dann aber die gefundenen Blutspuren und das verschwinden des Ehegatten Pfeiffer. Und so kommt das ganze Fass ins Rollen. Esther will auf eigene Faust ermitteln, doch werden ihr oft Steine in den Weg gelegt. Meine Meinung: Sonja Ullrichs Debütroman ist ein gelungenes Werk, voller Humor und Sprachgewandheiten der Ruhrpottler. Ab und zu verwirrend einige Textpassagen, dennoch findet man schnell den Zusammenhang und kann so ungestört durch das Buch jagen. Gefühl gibt es nicht viel , aber dennoch wächst Esther einem ans Herz und man fiebert mit ihr mit. im 2. Drittel des Buches lässt der Humor nach und schwingt über in etwas platte Dialoge, doch nach kurzer Zeit lassen auch diese nach und man sich ungestört dem Krimi hingeben. Spannungstechnik wird auch einiges geboten und verschiedene Charaktere lassen genügend Fragen offen stehen, so das bis fast zum Schluss gerätselt werden darf. Die Charaktere sind bis auf Gregor und Esther ziemlich flach gehalten, dies stört aber wenig, da sie sich meist im Hintergrund aufhalten. Zum Cover sei noch zu sagen, das man sich nicht in die Irre leiten lassen sollte. Dies hat wenig mit dem eigentlichen Inhalt des Buches gemein. Mein Fazit: Ich finde den Roman " Teppichporsche" ein gelungenes Erstlingswerk, was erfrischt und heitere, spannende Stunden verspricht. Allerdings sollte man den Roman nicht allzu ernst nehmen und ab und an auch mal über die ein oder andere Tatsache lächeln können, anstatt sie ab zu weisen

    Mehr
  • Rezension zu "Teppichporsche" von Sonja Ullrich

    Teppichporsche

    Bücherwurm

    22. October 2010 um 01:00

    Mit "Teppichporsche" haben wir einen Debüt-Ruhrpott-Krimi der Autorin Sonja Ullrich zur Hand. Der 2. Band ist schon fertig, den Titel kenne ich noch nicht, auch nicht den Erscheiningstermin. Wo fange ich an? Kurzer Inhalt: Esther Roloff, eine sehr grosse, 34 jährige Blondine arbeitet in einer dubiosen Detektei im Ruhrpott, genauer Wattenscheid. Der Chef ist ein Türke, der offensichtlich diverse Fälle bearbeitet, es dabei mit dem deutschem Gesetz nicht so unbedingt wörtlich nimmt. Der Krimi beginnt mit einem Versicherungsfall: Ein einzahniger Hund soll unsinnigerweise ein Wasserbett zerbissen haben, es entstand ein grosser Wasserschaden, den nun die Versicherung übernehmen soll. Esther wird losgeschickt, doch nochmal einen Blick auf Terrier, Eigentümerin, Wasserbett und Schadensfall zu werfen. Esther, die von einer grossen Karriere als Ermittlerin im Morddezernat träumt, vor allem reizt sie der Waffenbesitz, findet am Schadensort nicht das Wasserbett, aber Blutspuren im Parkett! Als sie dann zufällig erfährt, dass der Mann der geschädigten Frau scheinbar um die Zeit des Wasserschadens spurlos verschwand, wittert sie den grossen Fall und fängt an auf eigene Faust zu ermitteln. Dass sie damit nicht nur ständig der Polizei in die Quere kommt, sondern sich auch auf gefährliches Glatteis begiebt, ist ihr nicht so wirklich klar. Ich muss gestehen, dass es nicht der Inhalt war, der mich zum Lesen bewog, sondern die Ankündigung des Gmeiner Verlages, dass es sich hier um eine absolut kultverdächtige, wunderbar schräge Geschichte handelt! Und das kann ich jetzt bestätigen! Es ist so. Anfangs hatte ich mit diesem schnoddrigen, frechen Erzählstil grosse Probleme. Sätze voll mit Metaphern, Adjektiven bis zum Umfallen, ich las jeden Satz dreimal, hatte den Eindruck trotz allem nicht die Hälfte zu verstehen und war etwas ratlos. Teils sehr komisch, teils peinlich berührend lernt der Leser eine 34 jährige alleinstehende Person kennen, die nicht wirklich was kann, nicht wirklich durchblickt und mehr oder weniger dreist und frech von einem Fettnapf in den nächsten "fällt", gehen kann ich nicht sagen, "trampeln" ist noch eher das richtige Wort. Oft war ich genervt, vom Stil, von dieser unglaublichen Naivität der Protagonistin, vom Fall an sich. Das "genervt sein" wandelte sich in Neugier, dann in Spannung und schliesslich überwog Action und Komik. Den Fall fand ich nicht sehr schlüssig und ausgearbeitet, für mich unbefriedigend, aber ich habe mich mal 3 Tage gut amüsiert. Ein wenig erinnerte mich das Strickmuster an die Romane von Janet Evanovich mit der Heldin Stephanie Plum, fand auch erstaunlich, dass ich hier vieles in Frage stellte, was ich in den amerikanischen Büchern absolut schlüssig fand, ich kenne mich im amerikanischen Recht halt nicht so gut aus, aber der Stil ist doch ein völlig anderer, anders schräg, anders kultig, anders komisch. Ich freue mich auf die folgenden Bände!

    Mehr
  • Rezension zu "Teppichporsche" von Sonja Ullrich

    Teppichporsche

    Zabou1964

    20. October 2010 um 00:09

    Schon der Titel „Teppichporsche“ und das originelle Cover, das einen Yorkshireterrier mit rotem Schleifchen und Hundemantel zeigt, der zwischen zwei Damenfüßen in roten Sandaletten hockt, versprachen mir eine amüsante und kurzweilige Lektüre. Der Umstand, dass dieser Krimi im Ruhrgebiet spielt, war ein weiterer Anreiz für mich, das Buch zu lesen. Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern sogar noch übertroffen. Die Icherzählerin Esther Roloff ist Mitte Dreißig und verdient ihr Geld als Versicherungsdetektivin. Eigentlich wollte sie Polizistin werden, ist aber wegen ihrer Unsportlichkeit durch die Eignungsprüfung gefallen. Ihr Arbeitgeber ist ein etwas seltsamer Türke namens Metin. Als der sie in einen Haushalt schickt, der der Versicherung einen Wasserschaden gemeldet hat, merkt Esther bald, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Der „Täter“ soll ein kleiner Hund, eben ein „Teppichporsche“, sein, der ein Wasserbett zerbissen hat. Komisch ist nur, dass das Tier nur einen Zahn im Maul hat. Seltsam sind auch die Blutspuren auf dem Parkett und der Umstand, dass der Herr des Hauses gerade aus Familien- und Arbeitsleben ausgestiegen ist, um den Rest seines Lebens Urlaub zu machen. Esther macht sich gegen den Willen ihres Chefs und sehr zum Leidwesen der Polizei an die Ermittlungen. Ich würde diesen Krimi als Kriminalkomödie bezeichnen: Sämtliche Figuren sind total überzeichnet, alle haben eine Macke und niemand ist auch nur annähernd normal – außer vielleicht der Hund, der allerdings nur in einer sehr kurzen Szene einen Auftritt hat. Esther wird von ihrem Chef ein Begleiter zur Seite gestellt, der auf sie aufpassen soll: Gregor. Diese Figur bedient so ziemlich jedes Klischee eines heruntergekommen Typen. Er ist ungepflegt, raucht, trinkt und ein Hakenkreuz-Tattoo ziert seinen Hals. Esther und er können sich vom ersten Moment an nicht ausstehen. Aus dieser Konstellation entstehen zahlreiche witzige Situationen, die Sonja Ullrich sprachlich gekonnt in Szene setzte. Die Menschen im Ruhrgebiet werden hier schon fast persifliert, weder die ausländischen Mitbürger noch die neugierigen Nachbarn, die den ganzen Tag im Fenster liegen, fehlen. Die Krönung aber waren für mich Esthers Eltern. Der Vater ist ein ehemaliger Bergarbeiter, die Mutter trinkt und verletzt sich ständig selbst. Das klingt total schräg und abgefahren? Das ist es auch, jedoch ohne ins Alberne oder in dumme Blödeleien abzudriften. Neben diesen Milieustudien habe ich auch den Fall des verschwunden Ehemannes mit Spannung verfolgt, auch wenn der für mich etwas in den Hintergrund rückte. Die Auflösung war aber logisch und für mich, zumindest zum Teil, überraschend. Einen Stern muss ich leider abziehen, weil es im Text manchmal zu Namensverwechslungen kam. So wurden an einer Stelle die Namen des mutmaßlichen Täters und des Opfers verwechselt. Außerdem lassen sowohl Titel als auch Cover auf eine größere Präsenz eines Hundes schließen. Das ist ein wenig irreführend. Auf der Homepage der Autorin habe ich entdeckt, dass „Teppichporsche“ der Auftakt zu einer Reihe ist. Ich freue mich schon sehr auf weitere Fälle mit der chaotischen Esther. Fazit: Sonja Ullrich ist mit dieser Kriminalkomödie ein amüsantes und unterhaltsames Debüt gelungen. Ich hoffe sehr, dass ich bald wieder ein Buch von ihr in Händen halten und mich von ihrem witzigen Schreibstil erheitern lassen kann.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks