Gegessen

von Sonja Vukovic 
4,3 Sterne bei25 Bewertungen
Gegessen
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hdghdgs avatar

Das buch muss man gelesen haben

buecherjases avatar

Authentische Geschichte, mit einem tollen Schreibstil. Die Erkenntnisse, die ich aus dem Buch zog, hallen immer noch in mir nach!

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Inhaltsangabe zu "Gegessen"

Ausgekotzt – Ein Leben nach Missbrauch und Bulimie
In Deutschland leiden immer mehr Mädchen und Jungen in immer jüngeren Jahren an Essstörungen. Eine davon war Sonja Vukovic, sie litt dreizehn Jahre an Anorexie und Bulimie. Bis sie sich endlich traute, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Mit ihrer eigenen Geschichte offenbart die heute Einunddreißigjährige schonungslos die Schrecken einer Essstörung, die sie fast ihr Leben gekostet hätte. Immer auf der Grenze zwischen Rausch und Krankheit führt Vukovic uns tief in ein Unheil hinein, in das jeder von uns stürzen könnte – und zeigt, wie sie es in ein gesundes und glückliches Leben schaffte.

Sonja Vukovic schreibt so fesselnd, dass man als Leser geradezu süchtig danach wird, zu erfahren, wie ihre Geschichte weitergeht. Zwischen Scheitern und Sehnen, Verzweiflung und Erwartung bricht Vukovic Tabus, macht Betroffenen Hoffnung und legt den Finger in die Wunde der Gesellschaft, die dem Rausch huldigt, Süchtige aber verachtet.

Sonja Vukovic hat als Journalistin mit Schwerpunkt Biografie, Gesellschaftskritik und Sozialpolitik bereits für „Die Welt“, „stern.de“ und „Spiegel“ geschrieben. Sie wurde mit dem „Grimme Online Award“ und dem „Axel-Springer-Preis“ ausgezeichnet. 2013 erschien ihr internationaler Bestseller „Christiane F. – Mein zweites Leben“. Nach dem Aufbau der „F. Foundation“ für Suchtprävention und -aufklärung schreibt sie nun an weiteren Büchern. Heute lebt Sonja Vukovic in Berlin und ist Mutter einer Tochter.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783785725771
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:09.09.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Lobpreisfreaks avatar
    Lobpreisfreakvor 10 Monaten
    Entscheide Dich für das Leben

    13 Jahre - mehr als ein Drittel ihres Lebens litt die heute 32-jährige Journalistin und Mitgründerin der F.-Foundation, Sonja Vukovic, an Anorexie und Bulimie. In ihrer Autobiographie "Gegessen" gibt die Autorin dem Leser einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben, die persönlichen Hintergründe der Krankheit, ihren Kampf mit ihr und schließlich denSieg über sie.
    Dabei schafft sie es, eine nahezu unmittelbare Nähe zwischen dem Leser und dem Geschilderten zu erzeugen, was eine unglaubliche Sogwirkung entwickelt. Oft entsteht kaum noch das Gefühl, ein Buch zu lesen, sondern viel mehr dabei gewesen zu sein. Die Tatsache, dass dies bewerkstelligt wird, ohne dass es gekünzelt literarisiert erscheint, ist ein Testament für Sonja Vukovics sprachliche Fertigkeit. Es ist spürbar, dass hier jemand hinter dem Werk steht, der mit Worten umzugehen weiß und es schafft, sprachliche Präzision und Authentizität zu vereinen. Obgleich dies nicht immer gelingt, möchte man doch die kleine Sunny nicht selten in den Arm nehmen, wenn sie nicht mehr weiter weiß, ihr helfen und ihr sagen, dass alles gut wird. Der Leser leidet mit der Protagonistin und es ist manchmal schwer vorstellbar, dass das Geschilderte tatsächlich passiert ist.  
    Umso beeindruckender ist es, zu sehen, was heute daraus geworden ist:
    Durch die biographische Arbeit, aus der Vukovics erster Bestseller "Christiane F. - Mein zweites Leben" entsprungen ist, entsteht die F.-Foundation, eine Organisation mit dem Ziel der Suchtprävention und - aufklärung, für die Sonja Vukovic bis heute als Rednerin aktiv ist.


    Es ist ein erstaunlicher Weg, den diese mutige Frau gegangen ist. Alleine, diesen Weg nachzuvollziehen, wäre es wert, ihre Biographie zu lesen. Doch durch die oft schonungslose Distanzlosigkeit, mit der die Autorin den Leser in ihre eigene Geschichte hinein nimmt, hat er nie das Gefühl, bloßer Beobachter zu sein, sondern viel mehr ihn mit ihr zu gehen.

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    hdghdgs avatar
    hdghdgvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das buch muss man gelesen haben
    gegessen , Sonja Vukovic

    Das Buch wollte ich erst gar nicht lesen .
    Der Grund : ich hatte schon so viele Bücher  die über Krankheit oder Behinderung berichteten , gelesen . Es gibt so viele Lebensgeschichten , die den Kampf gegen eine Krankheit beschreiben.
    Ich weiß nicht warum , aber irgendwann las ich dann doch die ersten Seiten . Und das Buch hat mich nicht mehr losgelassen . Sonjas Höhen und Tiefen , die Magersucht und ihre Vergangenheit lassen Probleme erkennen , mit denen sich viele Mädchen auseinandersetzen müssen . Mobbing , Schwierigkeiten im Elternhaus ( Einsicht ) , Missbrauch so entsteht der kritische Blick auf sich selbst . S. Vukovic beschreibt in ihrer Geschichte den Kampf un die Kilos .
    Ich denke ,für Betroffene ist das Buch eine Offenbarung . Eltern , Lehrer und das soziale Umfeld können beim Lesen in das Innere eines Mädchens schauen .
    Und vielleicht vielleicht verstehen sie dann, warum es Essgestörte , Suchtkranke, Borderliner usw. gibt 

    Kommentare: 1
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    PaulaAbigails avatar
    PaulaAbigailvor 2 Jahren
    Einblicke

    Sonja Vukovic ist in der Medienwelt ein Begriff; spätestens seit sie 2013 das Buch Christiane F. - Mein zweites Leben, die Fortsetzung von Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (1978) geschrieben hat.
    Dreizehn lange Jahre litt Vukovic unter Magersucht/Bulimie und erzählt uns in diesem Buch von dieser Zeit.

    Wir reden darüber, mit- und untereinander. Es gibt viel Neid um verlorene Kilos. Aber auch Zuspruch und Zusammenhalt, wenn jemand emotional am Boden ist. Unterm Strich sind wir so etwas wie Familie. Und das scheint das Wichtigste. [...] Das Problem ist, dass wir uns selbst nicht lieben können. Irgendwie bekomme ich das auch nicht hin, was uns schon Dr.Groten nahebringen wollte und wovon auch Eleonore immer spricht: sich zu lieben, nur weil man ist. Nicht weil man irgendwie besonders toll oder besonders stark oder besonders schön ist.
    Nur, weil man ist. (S.91/92)

    Beeindruckend war die Lektüre natürlich, allerdings habe ich schon so einiges zu diesem Thema gelesen und hätte mir von einer Journalistin wie Vukovic mehr gewünscht; habe ich doch schon Jugendbücher gelesen, die mehr Informationen enhielten und Gedanken besser nahebringen konnten als dieses Buch es getan hat. Zudem war für mich der Berlin-Teil in diesem Buch etwas zu ausführlich, denn wie und wo die Autorin zu Jobs kam und Bekanntschaften schloss - das war eigentlich nicht mein Begehren, als ich mich für dieses Buch entschieden habe. Sicherlich ein interessantes Buch, das sich auch schnell lesen lässt, aber leider nicht so meins.

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    buecherjases avatar
    buecherjasevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Authentische Geschichte, mit einem tollen Schreibstil. Die Erkenntnisse, die ich aus dem Buch zog, hallen immer noch in mir nach!
    Unglaublich gut geschriebenes Buch mit einer authentischen, schonungslosen Leidensgeschichte!

    Inhalt

    Ausgekotzt – Ein Leben nach Missbrauch und Bulimie
    In Deutschland leiden immer mehr Mädchen und Jungen in immer jüngeren Jahren an Essstörungen. Eine davon war Sonja Vukovic, sie litt dreizehn Jahre an Anorexie und Bulimie. Bis sie sich endlich traute, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Mit ihrer eigenen Geschichte offenbart die heute Einunddreißigjährige schonungslos die Schrecken einer Essstörung, die sie fast ihr Leben gekostet hätte. Immer auf der Grenze zwischen Rausch und Krankheit führt Vukovic uns tief in ein Unheil hinein, in das jeder von uns stürzen könnte – und zeigt, wie sie es in ein gesundes und glückliches Leben schaffte.Sonja Vukovic schreibt so fesselnd, dass man als Leser geradezu süchtig danach wird, zu erfahren, wie ihre Geschichte weitergeht. Zwischen Scheitern und Sehnen, Verzweiflung und Erwartung bricht Vukovic Tabus, macht Betroffenen Hoffnung und legt den Finger in die Wunde der Gesellschaft, die dem Rausch huldigt, Süchtige aber verachtet.

    Sonja Vukovic hat als Journalistin mit Schwerpunkt Biografie, Gesellschaftskritik und Sozialpolitik bereits für „Die Welt“, „stern.de“ und „Spiegel“ geschrieben. Sie wurde mit dem „Grimme Online Award“ und dem „Axel-Springer-Preis“ ausgezeichnet. 2013 erschien ihr internationaler Bestseller „Christiane F. – Mein zweites Leben“. Nach dem Aufbau der „F. Foundation“ für Suchtprävention und -aufklärung schreibt sie nun an weiteren Büchern. Heute lebt Sonja Vukovic in Berlin und ist Mutter einer Tochter.

    WARNUNG: Menschen, die selbst zu Süchten, Depressionen, Bulimie oder Magersucht neigen, rate ich von dem Buch ab, da es triggernd sein kann!

    Meine Meinung

    Das Cover zeigt das schöne Profil der Autorin, um die es in dem Buch geht. Sie sieht hübsch aus, ist jedoch stark verpixelt. Man kann sie also nur verschwommen wahrnehmen. Ich habe diesen Effekt so interpretiert, dass sie zwar hübsch ist und schön geschminkt, aber man sie nicht richtig erkennen kann, was darauf hindeuten könnte, dass alles nur Fassade ist.

    Sonja Vukovic erzählt sehr anschaulich ihre eigene Geschichte, verknüpft mit Erkenntnissen, die sie auf dem Weg, aus der Krankheit, gesammelt hat. Meiner Meinung nach erwähnt sie alle relevanten Geschehnisse, sodass man als Leser ihren Leidensweg mitbestreiten und nachvollziehen kann. Die Hintergründe werden gut erläutert und ich fand den Schreibstil sehr gut. Die Geschichte hat mich, vom ersten Moment an, gefesselt und mitgerissen. Die Autorin berichtet sehr authentisch, teilt intime Details und lässt die Hüllen fallen, ohne künstliche Verschönerungen. Sie lädt in ihre Gedankenwelt ein, durch die man ein Verständnis für das Entstehen von Magersucht, Bulimie und anderen Süchten entwickeln kann.

    Was mich teilweise sehr wütend gemacht hat, war die Art, wie manche Menschen, aus ihrem damaligen Umfeld, sie wahrgenommen haben. Als sie gegen ein Verbrechen gerichtlich vorgehen will, kann sie von einigen nicht mit Unterstützung rechnen. Der Grund ist, weil sie scheinbar eine Jugendliche war, die viel Aufmerksamkeit gebraucht hatte und anderen damit negativ auffiel. Das führte dazu, dass diese Leute ihr die 'Opferrolle' nicht zugestehen wollten. Nur weil jemand sich nicht wie ein typisches Opfer verhält, (was immer das überhaupt sein soll!) muss das nicht heißen, dass die Person lügt. Das fand ich traurig und schockierend zugleich.

    Mir ist positiv aufgefallen, dass Sonja sich nie von ihrer Familie abgewendet hat, auch wenn ihre Mutter emotional labil ist und ihr Vater Alkoholiker. Eigentlich wären das gute Gründe, um sich von ihnen abzuwenden, aber letztendlich merkt man, wie sehr sie ihre Eltern trotz allem liebt und nicht die ganze Schuld bei ihnen sucht.

    In dem Buch wird die Leistungsgesellschaft stark kritisiert, nach der wir immer perfekt sein und funktionieren müssen. Das Thema finde ich sehr wichtig und ich konnte gut nachvollziehen, wie man in dem Streben nach Kontrolle und Perfektionismus seine eigenen Bedürfnisse hinten anstellt. Sonja hatte immer das Gefühl perfekt sein und nach außen hin stark wirken zu müssen. Wenn sie Fehler machte, machte sie sich dafür total fertig. Ich glaube mit solchen Problemen, die durch Leistungsdruck entstehen, haben viele Menschen in der heutigen Gesellschaft zu kämpfen. Mich hat das Thema sehr berührt und ich konnte spüren, wie der Schmerz der Protagonistin in mir selbst widerhallte.

    An manchen Stellen bin ich ziemlich emotional geworden und hatte Tränen in den Augen oder musste schlucken. Ich war schockiert, wie brutal manche Behandlungsmaßnahmen waren ... und habe mir gedacht, dass man sich fühlen muss, wie ein Tier, das zur Schlachtbank bugsiert wird. Das Buch ist, meiner Meinung nach, nichts für schwache Nerven!

    Das Ende gefiel mir sehr gut und hat mich überrascht. Mehr verrate ich natürlich nicht, um nichts vorwegzunehmen. :) 


    Fazit

    Das Buch 'Gegessen' erzählt von der authentischen Lebens- und Leidensgeschichte Sonja Vukovics, bei der ich bis zur letzten Seite mitgefiebert und auf eine Besserung der Lage und den Sieg über die Krankheit gehofft habe. In einem außerordentlich guten Schreibstil nimmt Sonja mit auf ihre scheinbar hoffnungslose Leidensgeschichte und lässt dabei alle Hüllen fallen. Während des Lesens habe konnte ich total mitfühlen und habe mitgelitten. Für mich war die Message des Buches ganz deutlich: bedingungslose Liebe. Hiermit ist nicht nur die Liebe zum Partner gemeint, sondern und vor allem die Liebe zu einem selbst, die ein Fundament bieten kann, aus dem man Kraft schöpfen und in sich ruhen kann. So kann man es schaffen, gesund zu sein, jede Krankheit zu überstehen und anderen Menschen etwas zurückzugeben. Man muss sich nicht mehr mit Drogen, Menschen, Kontrolle oder Extremsport betäuben.

    Die Autorin scheut nicht davor ihre intimsten Details zu teilen und dadurch authentisch ihre Geschichte zu erzählen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich kann es nur jedem empfehlen, der sich für die Themen Magersucht, Bulimie, Depression oder Sucht im Allgemeinen interessiert. Ich finde es wichtig, ehrlich über solche Themen zu schreiben und anderen Menschen, die ähnliches durchmachen Mut zu machen, ein kleines bisschen zu helfen und ihnen das Gefühl zu geben, nicht alleine zu sein. Vielleicht regt Sonjas ehrliche und schonungslose Art andere Menschen dazu an ihre Geschichte ebenfalls mit der Welt zu teilen, sich nicht für sich selbst zu schämen und sich die Erlaubnis zu geben zu heilen.

    Bewertung: 🌟🌟🌟🌟🌟

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    Blacksallys avatar
    Blacksallyvor 2 Jahren
    unglaublich echt

    Als ich das Buch entdeckte wusste ich sofort das ich es gerne lesen würde, da ich selbst lange an einer Essstörung gelitten habe, freue ich mich immer Bücher zu finden, die ebenfalls Hoffnung machen, aber auch verdeutlichen wie schlimm so eine Krankheit ist.

    Ganz klar, die Autorin beschönigt nichts, und so sollte es auch sein. Denn an einer Krankheit ist schließlich nichts schönes. Die Texte in dem Buch sind sehr ergreifend, man fühlt mit der Autorin mit, kann es irgendwo nachvollziehen und hofft die ganze Zeit das es doch noch alles gut wird.

    Es ist ein sehr langer Weg, den Sonja gehen musste - und zwar durch die Hölle. Das sie aber den Mut hat zu Kämpfen finde ich wirklich super. Sie hat viele schlimme Dinge erlebt, Dinge die man niemanden wünscht und über die sie auch sehr lange Zeit nicht reden kann. Genau deswegen stürzt sie sich in eine Essstörung und so einfach wie rein, ist der Weg da raus leider nicht mehr.

    Ich habe großen Respekt vor dieser Frau, die sich traut mit dieser Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen, zu erzählen was ihr passiert ist, was sie in die Krankheit getrieben hat und den langen, verzerrten Weg zurück ins Leben. 

    Die Autorin:
    Sonja Vukovic engagiert sich für eine Gesellschaft, in der der Wert des Menschen nicht in erster Linie von dessen Leistung und Funktion abhängig ist. Mit Schwerpunkt Biografie, Gesellschaftskritik und Sozialpolitik hat sie unter anderem für „Die Welt“, „stern.de“ und „Berliner Morgenpost“ geschrieben. Sie wurde mit dem „Grimme Online Award“ und dem „Axel-Springer-Preis“ ausgezeichnet. 2013 erschien ihr internationaler Bestseller „Christiane F. – Mein zweites Leben“. Nach dem Aufbau der „F. Foundation“ für Suchtprävention und -aufklärung schreibt sie nun an weiteren Büchern. Heute lebt Sonja Vukovic in Berlin und ist Mutter einer Tochter.


    Fazit:
    Ich interessantes Buch, das ich gerne gelesen habe. Ich kann es allen weiterempfehlen, die gerne mal im Leben einer Essgestörten teilnehmen möchten, und verstehen möchten.

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    buch_lauravor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Großen Respekt dazu, dieses Buch zu schreiben!
    gegessen. Wer schön sein will, muss leiden, sagt der Schmerz...

    Riesen großen Respekt zum Verfassen dieses Buches! Die Geschichte berührt einen vom ersten Moment an. Es zeigt den Verlauf und Entstehung der Süchte, angefangen bei Bulimie bis hin zur Magersucht, und nach einem 13 Jahre währenden Kampf den Weg aus der Krankheit. Es sind viele Stellen enthalten, die einen stark berühren. Gerade durch die Kraft der Sprache wird an vielen Stellen ein nachvollziehbares Bild gezeichnet und der Leser wird in den Kampf mit einbezogen. Die Schilderungen sind sehr beeindruckend. An manchen Stellen ist es unbegreiflich, wie viel Leid einige Menschen durchmachen müssen, handelt es sich doch um ein autobiografisches Werk, was alles noch mitreisender werden lässt.

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    Hexchen123s avatar
    Hexchen123vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein schonungslos offener und ehrlicher Bericht über Bulimie und dem Kampf diese zu besiegen
    Ein schonungslos offenes und ehrliches Buch

    „Gegessen“ das hat Sonja Vukovic schon viel in ihrem Leben. Jedoch hat sie sich 13 Jahre lang danach erbrochen. Sie litt an Anorexie und Bulimie. Ihr Vater Alkoholiker, ihre Mutter depressiv und ihr Trainer hat sie jahrelang missbraucht. Die Sucht war kurzzeitig ihr Retter und später dann ihr Peiniger. In der Schule ständig gemobbt holt sie sich ihre Anerkennung in ihren guten Leistungen. Noten und Essen, Essen und Noten bestimmen ihr Leben. Es ist klar, dass sie ohne Hilfe nicht aus dieser Spirale kommt und somit begibt sie sich dann irgendwann in Behandlung. Es ist ein langer und harter Weg, bis Sonja endlich ihren Körper und sich selbst so aktzeptieren kann wie sie ist.

    Diese Biographie zeigt in aller Offenheit auf wie es ist, mit Bulimie zu leben. Die Unzufriedenheit, den Hass, die Schmerzen. Wütend sein auf sich selber ist ein täglicher Begleiter, wenn man sich mal wieder den Finger in den Hals gesteckt hat. Es ist ein trauriges Schicksal, wenn man andere Probleme mit Bulimie bekämpfen muss. Gewissermaßen auch ein Selbstschutz des Körpers um seelisch nicht zugrunde zu gehen.

    Aber dieses Buch macht auch Mut. Mut für Betroffene, denn es gibt immer einen Weg aus diesem Hamsterrad, man muss nur nach dem richtigen Strohhalm greifen und Hilfe annehmen.

    Der Schreibstil von Sonja Vukovic ist flüssig und man fliegt förmlich durch die Seiten. Ich wollte unbedingt wissen, wie sie ihre Krankheit besiegen konnte. Stellenweise hat es mich sehr betroffen gemacht. Es weckt Verständnis für Betroffene und hilft auch Vorurteile oder Unwissen abzubauen.

    Fazit

    Eine lesenswerte Lektüre für Betroffene, Therapeuten und auch alle anderen. Die Autorin geht in ihrer Biographie sehr offen mit ihren Gefühlen um und lässt uns teilhaben an ihrem persönlichen Kampf gegen die Krankheit. Wie schön, dass sie als Sieger aus dem Ring ging.

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    Zwillingsmama2015s avatar
    Zwillingsmama2015vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Aufrüttelnd und ergreifend - Sonja Vukovic erzählt über ihren Weg aus der Essstörung!
    Ein ergreifender Bericht einer jungen Frau...

    ...über ihren jahrelangen Leidensweg und die Erkrankung einer Essstörung.

    Sonja Vukovics Buch "gegessen" ist ein Buch, dass man nicht einfach nebenher lesen kann - es ist schwere Kost, nicht weil es so anspruchsvoll ist, nein- aber einfach, weil sie so offen und ungeschönt über ihre Erkrankung spricht.

    Die Leidensgeschichte der Autorin zieht sich über 13 Jahre angefangen beim Thema Missbrauch, über Anorexie ,Bullemie und eine Suchtverlagerung in den Drogenbereich.
    Wir bekommen einen Einblick in das Leben und die Probleme der jungen Frau - ungesunde Kontakte und Beziehungen, auch in die Therapie bekommen wir einen Einblick - und in das, was eigentlich ihre Rettung war: eine eigene Familie.

    Der Schreibstil von Sonja Vukovic lässt sich sehr gut lesen. Natürlich ist es für mich klar, dass man einen persönlichen Bericht, quasi eine Sucht-Autobiographie anders liest. Ich vor allen Dingen auch langsamer, weil ich durchatmen muss, zwischendurch und immer wieder.

    "Gegessen" ist ein wirklich offenes und authentisches Buch, dass aufklärt und berührt!
    Ich wünsche Sonja Vukovic alles gute für die Zukunft und, dass sie es nun wirklich geschafft hat!

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    seschatvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein mitreißendes Buch zum Thema Sucht und deren Bewältigung. Ehrlich erzählt ohne Beschönigungen.
    Berührend authentisch


    Sonja Vukovics Suchtgeschichte reißt den Leser mit.
    In authentischer Weise, ohne Filter zeichnet sie ihre Leidensgeschichte nach, deren Wurzeln in der Kindheit liegen. 

    Der Vater ist Alkoholiker, die Mutter co-abhängig und depressiv und der Sporttrainer missbraucht sie. Infolge erkrankt Sonja an Bulimie und Anorexie. In der Schule ringt sie um Anerkennung, die sie von Zuhause nicht bekommt und setzt sich selbst mit ihrem schulischen Ehrgeiz unter Druck. Emotionen haben da einfach keinen Platz, denn der Kampf um Noten und Kilos ist wichtiger. Dies geht so weit, dass sie in Therapie muss und in ein Haus für Essgestörte zieht.

    Ihr Neuanfang nach dem Schulabschluss in Berlin wird beruflich zum Erfolg. "Der SPIEGEL" und "Die Welt" stellen sie ein. Doch ihr neuer Freund Constantin hat kein guten Einfluss und lässt ihre Sucht zurückkehren; Drogen inklusive. Er nimmt ihr ihr neu gewonnenes Selbstbewusstsein und macht sie unentwegt klein, bis sie mit dem Buchprojekt "Christiane F." beginnt und den bodenständigen Jörg kennenlernt.

    Durch die Autobiografie "Christiane F. - Mein zweites Leben" habe ich Sonja Vukovic erstmals als Autorin wahrgenommen. Ihre verletzend ehrliche Schreibweise hat mich schon damals fasziniert. In gleicher Weise ist sie auch an ihre eigene Geschichte – ihre Biografie – herangegangen. In klaren, gut nachvollziehbaren Worten beschreibt sie ihre wechselnden emotionalen Zustände während der Sucht. Diese reichen von innerer Leere, über Selbsthass bis hin zu Glücksgefühlen. Gerade ihre ungeschönten, dunklen Exkurse haben mich erreicht, weil sie selbst „Gesunden“ einen unverstellten Blick auf Sucht und deren Ausprägungen bzw. Wirkmacht liefern. Daher kann ich das Buch nicht nur Suchterkrankten bzw. Therapiewilligen, sondern auch „Normalos“ empfehlen, denn es verändert die eigene Sicht auf dieses Thema und die Betroffenen enorm.

    Mich hat es echt gefreut, dass die Autorin letztendlich ihren Ausweg aus der Sucht gefunden hat. Hierbei war es sicherlich vom Vorteil, dass sie sich intensiv mit sich und ihrer Sucht auseinandergesetzt. Das Buch über Christiane F., die F. Foundation und ihre eigene Biografie („Selbsttherapie“) werden ihr dabei sehr geholfen haben.

    FAZIT
    Ein lesenswertes Buch, das gleichermaßen betroffen macht und nachdenklich stimmt und durch seine schonungslose Offenheit einen Preis verdient hat. 

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    S
    sky121vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr ergreifendes Buch über das Leben der Autorin Sonja Vukovic über ihre Krankheit die Essstörung.
    Wer schön sein will, muss leiden, sagt der Schmerz.

    Ein sehr ergreifendes Buch über das Leben der Autorin Sonja Vukovic über ihre Krankheit die Essstörung. Sonja beschreibt in ihrem Buch ihren Leidensweg vom ersten Klinikaufenthalt bis zum Kampf zurück in ihr neues Leben. Dabei werden die Gefühle, Ängste und Hoffnungen genau geschildert. Das Buch ist sehr authentisch, gut erzählt und hat mich daher sehr mitgezogen. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich finde es außerdem sehr mutig von der Autorin über ihr eigenes Leben ihre Krankheit, persönliche und familiäre Dinge zu berichten und somit ihr Leben auch mit ihren Lesern zu teilen.      

    Die Geschichte beginnt in Amerika, wo Sonja als Jugendlicher ein Au-Pair macht. Nachdem ihre Gastfamilie feststellt, dass Sonja unter Bulimie leidet wird sie nach Hause geschickt. Zurück in Deutschland wird Sonja am Anfang noch mit Psychotherapie und Fragebögen konfrontiert, bis sie dann jedoch in eine Wohngemeinschaft für Essgestörte Mädchen einzieht. Dort geht es allerdings nur noch weiter bergab. Die Mädchen vergleichen sich und versuchen alle Tricks aus, um nur nicht essen zu müssen und immer weiter abzunehmen. Am Ende wird sie dann stationär aufgenommen und bekommt dort gleich eine Magensonde. Als sie wieder genug zugenommen hat, darf sie zurück in die Wohngemeinschaft, merkt aber auch dass die Vergleiche ihr nicht gut tun und zieht deshalb aus. Da sie ihr Geld nun selbst verdienen muss und sich selbst versorgen muss, führt das schnell zu Überforderung, zudem lernt sie Constantin kennen der ihr auch nicht guttut. Endlich dann wieder getrennt von Constantin versucht sie dieses Buch zu schreiben und organisiert Diskussionsrunden für Betroffene und Angehörige. Zum Schluss lernt sie  Jörg kennen, mit ihm beginnt sie ihr neues Leben.

    Ich fand es auch sehr gut dass dieses Buch nicht nur von der Krankheit der Autorin handelt sondern auch über familiäre Dinge, wie dem alkoholabhängigen Vater, erzählt wird. Zudem belastet Sonja auch noch die Sache mit ihrem Trainer, der in sie verliebt war und sie missbraucht hat. Der biographische Teil am Ende des Buches fand ich auch sehr gut. Somit konnte ich mich mit der Krankheit im Allgemeinen auseinandersetzen und mich jetzt viel mehr in Betroffene hineinversetzen.

    Für mich lässt sich sagen dass mir das Buch echt super gefallen hat und ich es deshalb auch gleich zweimal gelesen habe. Das Buch bekommt von mir 5 Sterne und ich kann es nicht nur Betroffenen sondern auch Außenstehenden nur empfehlen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    s_vuks avatar

    Durch die Recherchen zu und meine Arbeit rund um “Mein zweites Leben” wurde die Begegnung mit Christiane F. eine Begegnung mit mir selbst. Auch ich war süchtig. Dreizehn Jahre lang litt ich an Bulimie und Anorexie. Und die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den Themen Drogen, Rausch und Sucht, sowie die Begegnung mit anderen Süchtigen und deren Angehörigen im Rahmen der “F. Foundation” war letztlich wie ein Puzzle, wie eine Vielzahl verschiedenster Teile der Wahrheit über eine Krankheit, von der viele immer noch meinen, sie sei eine Entscheidung.

    Nach und nach setzte ich mich zusammen zu einem stabileren, mutigeren Ich.

    Durch den Zuspruch anderer, ich möge auch meine eigene Suchtgeschichte möglichst oft erzählen, konnte ich mich letztlich dazu durchringen. Und nun erscheint sie, meine Autobiografie “Gegessen”. Seit dem 9. September 2016 im Handel (Bastei Lübbe, 15 Euro).

    Meine wichtigsten Botschaften dabei sind: 

    Sucht ist ein Schutzschild, eine Möglichkeit, tieferliegenden Problemen zu entkommen, die darunter verborgen sind. 

    Akzeptanz hilft.

    Und

    Liebe heilt.

    Außerdem beschreibe ich, wieso eine Essstörung eigentlich ziemlich wenig mit dem Wunsch nach Schönheit oder bloßer Nahrungsverweigerung zu tun hat. Ursachen sind meist ganz andere - und denen einer Drogensucht zum Beispiel gar nicht so unähnlich.

    Meine Geschichte ist eine zwischen Scheitern und Sehnen. Verzweiflung und Erwartung. Werden und Sein. Die einer Essstörung, unter der viel mehr verborgen lag. Und die nach vielen Jahren Vor- und Rückfälle, ambulanter und stationäre Therapie und immer begleitet von Menschen, die mich liebten und stützen, wenn ich es selbst nicht konnte, schließlich ein glückliches Ende fand. 

    Mit "Gegessen" trete ich aus meinem eigenen Schatten. Denn rückblickend war das Schlimmste und Folgenschwerste, permanent so tun zu müssen, als sei all das nicht ich. 

    Darum erzähle ich meine Kranken- und Heilungsgeschichte und hoffe, auch anderen Mut machen zu können, sich zu öffnen, sich selbst dabei näher zu kommen und so womöglich einen ersten Schritt in ein Leben zu machen, in dem man sich und andere nicht vor allem dafür liebt, wie man ist. Sondern weil man ist. 


    *In jeder deutschen Schulklasse, sagen aktuelle Studien, sitzen sechs Jungen und Mädchen, die an einer Form der Essstörung leiden. 50 Prozent aller Zehnjährigen (!) hat schon eine Diät gemacht.  

    Und auch die Zahl derjenigen, die nach ewiger Jugend hungern, oder auskotzen, was das Leben ihnen zu viel mitgegeben hat, steigt.

    Der Trailer zum Buch unter: https://www.youtube.com/watch?v=g_m5jWO0kZg&feature=share

    Lobpreisfreaks avatar
    Letzter Beitrag von  Lobpreisfreakvor 10 Monaten
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