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Meine_Magische_Buchwelt

vor 1 Monat

(82)

Leo ist schwul und stolz darauf. Eigentlich. Seine Freunde wissen es, seine Familie nicht. Die Erwartungen seines Vaters sind hoch, die Regeln gnadenlos. Leos bester Freund Roy ist ihm eine große Stütze, doch auch er kennt nicht den verborgenen Rebellen, der nichts weiter will, als endlich sein eigenes Leben zu führen. Als der attraktive Cole, ein Stern am Highschool-Himmel und meilenweit entfernt für Leo, sich für ihn zu interessieren beginnt, wird Leos Leben mit einem Schlang nicht nur höllisch kompliziert, die Freiheit kommt auch schneller als erhofft und ganz anders als gedacht. Doch dann bricht die Welt unter Leo weg, denn ausgerechnet die beiden Menschen, die er auf Gedeih und Verderb liebt, befördern ihn unbarmherzig an den Rand des Abgrunds…

Meine Meinung: 

Der Schreibstil der Autorin ist einfach, allerdings gibt es so viele Schreib- und Satzbaufehler, dass man beim Lesen immer wieder darüber stolpert, was auf Dauer störend war. 

Die Charaktere wurden gut herausgearbeitet, auch wenn ich schockiert war, wie viel der Hauptprotagonist durchmachen und ertragen musste. 
Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Leo, aber zwischendurch auch immer mal wieder aus Roy’s Sicht, so dass man sich sehr gut in beide reinversetzen konnte. 

Leo ist ein absolut liebenswerter Charakter, der so viel durchmachen und ertragen muss und ständig enttäuscht wird. Obwohl er nach außen hin so ruhig und schüchtern wirkt, beweist er doch unglaublich viel Stärke. Viele wären daran sicher zerbrochen und ich war echt erstaunt, dass er das alles durchhält, ohne daran zugrunde zu gehen. 

Roy konnte ich nicht immer verstehen. Dass er verwirrt war, schon. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass er sich wirklich mal mit der ganzen Situation und seinen Gefühlen auseinander gesetzt hat. Sonst würde man doch nicht so viele Jahre dafür brauchen, das war mir einfach zu unrealistisch. 

Die Autorin hat den Charakteren, ganz besonders dem Hauptprotagonisten, ganz viel Tiefe und Gefühl gegeben, was mir unheimlich gut gefallen hat. Ich habe mit Leo mitgefühlt und mitgelitten und alles, was er durchmachen musste, hat mich zutiefst erschüttert. 

Was mir dagegen überhaupt nicht gefallen hat, waren die großen, teilweise kaum erkennbaren Zeitsprünge, die mich manchmal richtig verwirrt haben. Ich denke, dass die Geschichte ohne diese großen Zeitsprünge viel besser funktioniert hätte.

Zudem war mir das, was Leo alles ertragen musste, einfach zu viel. Muss man einen Menschen wirklich soviel leiden lassen? Ich fand es etwas zu übertrieben und unrealistisch. 

Fazit: 

Eine so traurige Geschichte, dass sie mich zutiefst erschüttert hat und mir sehr zu Herzen ging, auch wenn manches etwas unrealistisch war.

Autor: Sophia Hale
Buch: Leo - Schattentränen 1
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