Sophia Loren

 3.4 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Mein Leben, In cucina con amore und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sophia Loren

Sophia LorenMein Leben
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Mein Leben
Mein Leben
 (6)
Erschienen am 19.10.2015
Sophia LorenIn cucina con amore
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In cucina con amore
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 (2)
Erschienen am 09.08.2014
Sophia LorenRezepte & Erinnerungen
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Rezepte & Erinnerungen
Sophia LorenYesterday, Today, and Tomorrow
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Yesterday, Today, and Tomorrow
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Erschienen am 04.12.2014
Sophia LorenYesterday, Today, Tomorrow: My Life
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Yesterday, Today, Tomorrow: My Life
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Erschienen am 04.11.2014
Sophia LorenAyer, hoy y mañana : mis memorias
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Ayer, hoy y mañana : mis memorias
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Erschienen am 01.11.2014

Neue Rezensionen zu Sophia Loren

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Mein Leben" von Sophia Loren

"The Italian way of Life"
R_Mantheyvor 3 Jahren

Jüngeren Zeitgenossen sagt der Name Sophia Loren vielleicht nicht mehr allzu viel. Beginnend mit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts begann der Stern dieser in jeder Beziehung ungewöhnlichen Frau am Filmhimmel Italiens und später Hollywoods aufzugehen. Zunächst jedoch verdiente sie ihr kleines Geld mit der Interpretation von sogenannten Fotoromanen und nahm an Schönheitswettbewerben teil, bei denen es allerdings nie zu einem Sieg reichte.

Wenn man diese Autobiografie liest, dann kann man einmal mehr sehen, welche Zufälle ein Leben bestimmen können. Sofia Scicolone traf als junges Mädchen auf den Produzenten Carlo Ponti, der sie eher nebenbei auch mit dem Starregisseur Vittorio De Sica bekannt machte. Von diesem Zeitpunkt an ging es mit ihrer Karriere steil bergauf. Bei Ponti hingegen waren wohl sofort auch andere Beweggründe im Spiel. Er wurde später ihr Mann, mit dem sie bis zu seinem Tode über 50 Jahr zusammen lebte.

Die Loren bildete einst mit Marcello Mastroianni das Traumpaar des italienischen Films. Beider Natürlichkeit, ihre Freundschaft oder auch ihre Gegensätzlichkeit machten das besondere an ihrem gemeinsamen Spiel aus. Man kann so etwas vielleicht nicht in Worte fassen - Sophia Loren bemerkt dazu einfach lakonisch, dass zwischen ihr und Mastroianni die Chemie von Anfang an stimmte. Und: "Wir vermittelten der Welt den >>Italian way of Life<<, dessen Selbstironie die nationalen Schranken mit Leichtigkeit überwand."

Sophia Loren schreibt mit der Weisheit des Alters über ihr langes Leben, sehr zurückhaltend, warm und klug. Während man anfangs vielleicht noch ein wenig fremdelt, weil der Beginn ihres Weges schon sehr lange zurückliegt und man ihre ersten Filme kaum noch kennt, so wird der Text später immer interessanter und intensiver. Schon allein deswegen, weil man immer mehr von ihrer Warmherzigkeit und Natürlichkeit mitgerissen wird.

Neben viel Persönlichem beeindrucken die Schilderungen des Verhaltens einiger Berufskollegen wie Charlie Chaplin, Richard Burton, Cary Grant, Peter Sellers oder Clark Gable. Völlig verrückt erscheint vom heutigen Standpunkt das Wirken der italienischen Justiz, zu deren prominenten Opfern sich das spätere Ehepaar Loren-Ponti durchaus zählen darf. Nicht nur die gerade noch abgewendete Anklage wegen Bigamie bzw. Beihilfe zur selbigen, sondern vor allem die Steuerverfahren zeigen, dass die verschärfte Behandlung Prominenter keine neue Erscheinung darstellt, sondern wohl eher einen beständigen Ausfluss juristischer Profilierungssucht bildet.

Keines der Verfahren überlebte eine letzte Instanz, auch wenn dies einen unglaublichen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten erforderte. Weil sie Italien als Heimat nicht aufgeben wollte, ging Sophia Loren im Rahmen eines dieser Verfahren sogar für mehrere Wochen ins Gefängnis, obwohl sie von ihrer Unschuld überzeugt war.

"Eigentlich bin ich ein introvertierter Mensch, der die Ruhe und Einsamkeit liebt. Die mondäne Welt hat mich immer ermüdet. Ich vertraue Fremden nur schwer und schenke Bekanntschaften keine große Bedeutung." Solche Sätze erwartet man gewöhnlich nicht von Weltstars, die in der Glitzerwelt leben. Aber sie zeigen einmal mehr, dass dies die Welt der Illusionen ist, eine Bühne, auf der Menschen Rollen spielen und nicht sich selbst.

Natürlich geht es in diesem Buch hauptsächlich um Filme und ihr Umfeld. Aber es ist auch ein bemerkenswertes Zeugnis von Lebensklugheit einer warmherzigen Frau.

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BettinaR87s avatar

Rezension zu "Mein Leben" von Sophia Loren

Königin der Diven?
BettinaR87vor 4 Jahren


Unbestreitbar zählt Sophia Loren zu den absoluten Größen der Kinofilmindustrie. Im Weltkrieg aufgewachsen legt sie in der Nachkriegszeit eine unglaubliche Karriere hin. Jetzt erschien ihre Biografie - "Mein Leben".

Als uneheliche Tochter geboren zu werden, ist heute kaum der Rede wert. Damals, kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, war es ein echtes Drama. Vor allem, wenn der Vater teils adliger Herkunft ist und gezwungen werden muss, die Vaterschaft anzuerkennen. Das sind die Nachteile, die Sophia Loren bereits im Weg stehen, bevor sie geboren wurde. Besser wird es erst einmal nicht. Der Krieg raubt die Lebensgrundlage, jeder muss sehen, wie er über die Runden kommt.

Ihre Mutter ist es, die sie zu den ersten Schritten überredet, die letztendlich zu einer der größten Karrieren führen, die das Showbiz kennenlernen durfte. Sie entspricht nicht dem gängigen Schönheitsideal, hat einen gewissen Dialekt und ist etwas schüchtern. Trotzdem bekommt sie ihre Chance und vor der Kamera zeigt die Loren, was sie kann: Fotoromane ;) Wer also glaubt, die Bilderstrecken kamen erst mit der Bravo, könnte sich nicht gründlicher täuschen. Auch damals schlugen Herzen höher, wenn ein fescher Mann ins Bild kam und die Frau sich schmachtend an ihn schmiegte. Ertappt! Könnt ihr gleich mal euren Großeltern erzählen.

Die Kritik

Das Leben der Loren muss ein absolut faszinierendes gewesen sein. Leider komtm das so nicht so recht rüber. Man stelle sich vor: Eine Frau macht in einer Zeit Karriere, in der ihr Ehemann ihr das Arbeiten gehen noch per Gesetz verbieten darf. In der so ziemlich alle Frauen an den Herd gebunden waren und die Politik gegen alles war, wofür sie stand. Das kann nicht einfach gewesen sein.
Geschrieben ist das Buch aber aus der Perspektive der heutigen Frauen. Für uns ist das alles selbstverständlich, damals war es das eben nicht. Ansatzweise findet man diese Themen, wenn sie über ihre zufällige (!) Heirat mit Carlo berichtet. Der war damals noch verheiratet und noch nicht geschieden. Durch ein kurioses Formular wurden sie im Ausland plötzlich verheiratet - und Carlo musste Italien hinter sich lassen, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen. Das peppt das Buch ungemein auf und führt dem Leser vor Augen, wie das Leben damals lief.

In der Zwischenzeit erzählt die Loren sehr locker und unterhaltsam nicht nur von ihren Erfolgen. Die Anekdoten ergänzen die Geschichten rund um ihre Projekte und Erlebnisse perfekt. Beispielsweise, wenn niemand anderes als Cary Grant um ihre Hand anhält und dabei genau weiß, dass sie mit Carlo liiert ist. Die Loren erzählt dabei nicht einfach, sondern lässt dezenten Humor mit einfließen und macht ihren eigenen Willen deutlich: Ohne sich manchmal kraftvoll durchzusetzen, wäre auch sie nicht dorthin gelangt, wo sie hinkam.

Trotz des fehlenden Politikums eine Biographie, die vielen auch in der heutigen Welt eine Lehre sein kann, aber nicht muss. Damit ist sie das optimale Buch: Unterhaltsam, informativ und genau dann belehrend, wenn man es selbst möchte. Die Loren, Heldin der Vergangenheit mit einem festen Platz in der Moderne.

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