Sophia Mott

 4,5 Sterne bei 15 Bewertungen

Lebenslauf

Sophia Mott wurde 1957 in Baden-Baden geboren. Sie studierte Kontrabass in Würzburg und Frankfurt und arbeitete in verschiedenen Orchestern. In Heidelberg studierte sie Germanistik und Musikwissenschaften. Sie lebt in Fulda und arbeitet als Musikerin und Autorin. Ihr Roman »Dem Paradies so fern. Martha Liebermann« wurde unter dem Titel »Martha Liebermann – Ein gestohlenes Leben« mit Thekla Carola Wied in der Hauptrolle verfilmt. Bei ebersbach & simon zuletzt erschienen: »Mein Engel, mein alles, mein Ich. Beethoven und die Frauen«.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sophia Mott

Cover des Buches Dem Paradies so fern. Martha Liebermann (ISBN: 9783869152677)

Dem Paradies so fern. Martha Liebermann

(7)
Erschienen am 25.03.2022
Cover des Buches Goethe und die Frauen (ISBN: 9783869152967)

Goethe und die Frauen

(4)
Erschienen am 20.03.2024
Cover des Buches Ihr Tänzer war der Tod (ISBN: 9783955102760)

Ihr Tänzer war der Tod

(2)
Erschienen am 12.04.2022

Neue Rezensionen zu Sophia Mott

Cover des Buches Goethe und die Frauen (ISBN: 9783869152967)
SmilingKatinkas avatar

Rezension zu "Goethe und die Frauen" von Sophia Mott

SmilingKatinka
Ein interessanter Blick auf Goethes Frauen

Goethe wäre dieses Jahr 275 Jahre alt geworden. Sophia Mott nimmt diesen Geburtstag zum Anlass, einen Blick auf die Frauen zu werfen, die Goethe begleitet, inspiriert, geliebt haben.

Wir beginnen mit der letzten Liebe, Maria Szymanskowa, bevor wir uns an die erste Liebe und von dort an chronologisch durcharbeiten. Die erste Liebe eines Mannes, die Mutter, wie hat sie ihn beeinflusst? Wie hat sie sein Frauenbild beeinflusst? Eins wird klar, sie liebte ihren Hätschelhans sehr und er sie. Doch auch die Schwester liebte er sehr und ich finde es wichtig und richtig, diesen beiden Frauen jeweils ein Kapitel zu widmen.

Schnell wird klar, dass Goethe nicht wirklich das war, was Frauen wollen. Er war ein schwieriger Partner, was, wenn man an die Zahl seiner Liebschaften denkt, auch nicht verwundern sollte. Dieses Buch schafft es, den Liebhaber Goethe zu beschreiben und Sympathie für die Frauen zu wecken, die ich allesamt als interessante Persönlichkeiten erachte. Jedes Frauenportrait wird durch ein Bild ergänzt, um die Frauen noch nahbarer zu machen.

Ein wirklich interessantes Buch, welches mir gut gefallen hat. Es war nur irgendwie gerade nicht das richtige Buch für mich und konnte mich nicht so überzeugen, wie ich gedacht hatte. Dennoch empfehle ich es gerne an alle, die sich für diesen Aspekt aus Goethes Leben interessieren.

Cover des Buches Goethe und die Frauen (ISBN: 9783869152967)
sarah83sbookshelfs avatar

Rezension zu "Goethe und die Frauen" von Sophia Mott

sarah83sbookshelf
Goethe und die Frauen. Ein Thema für sich

Goethe und die Frauen. Ein Thema, oder in diesem Fall, ein Buch für sich.
Goethe ist für viele Dinge bekannt: Seine Werke, seine Tätigkeit als Geheimrat, seine Farbenlehre, seine Freundschaft mit Schiller und eben: seine Frauen.
Dabei dürften einige Frauen, wie Charlotte von Stein oder Christiane Vulpius, manchen Lesern schon bekannt sein, während seine frühen oder auch seine letzten Liebschaften gerne von den jeweiligen Familien unter den Teppich gekehrt wurden.
Denn so groß der Dichter wurde, zu Anfang war nur ein Jurastudent, der sich im Studium gehen ließ und sich nicht dem Arbeitseifer seines Vaters hingab. Und zuletzt? Mit jenseits der siebzig mit einer Siebzehnjährigen anbandeln, war auch nicht eine seiner besseren Ideen.

Und dazwischen? Goethe hatte viele Frauen. Die Autorin widmet dreizehn Kapitel den unterschiedlichsten Frauen in seinem Leben. Einige, wie seine Schwester und seine Mutter, tauchen in mehreren Abschnitten auf, doch die meisten der Liebschaften enden eher mit dem Frust der Frauen. Denn Goethe hatte den Drang wegzulaufen, und das nicht nur einmal ...

Natürlich wird parallel zu den Frauen auch Goethes Lebensgeschichte angerissen. Wie wurde er Autor und Geheimrat, wie lernte er Schiller kennen?
Mit seinen 144 Seiten ist dies ein wirklich kompaktes Buch über Goethe und doch hat es mir einige neue Einblicke in sein Leben verschafft.
Die Autorin bemüht sich in dem Sachbuch, trotz vielfacher Möglichkeiten, um eine neutrale, nicht wertende Sprache, was es sehr angenehm macht, das Buch zu lesen und sich ein eigenes Bild zu schaffen.
Als Einstieg in Goethes Leben oder auch zur Wiederauffrischung sehr gut geeignet.

5 von 5 Liebschaften

Cover des Buches Goethe und die Frauen (ISBN: 9783869152967)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Goethe und die Frauen" von Sophia Mott

Bellis-Perennis
Macht macht erotisch - Goethe und die Frauen

Zum 275. Geburtstag des wohl bekanntesten Dichters und Universalgenies Deutschlands am 28. August 2024 erscheint dieses Buch von Sophia Mott. 

„Die Überlegenheit des männlichen Genies ist dagegen eine Selbstverständlichkeit.“ 

Sophia Mott geht in dem Phänomen Johann Wolfgang von Goethe mit ein wenig Augenzwinkern nach, wie schon der Untertitel „Inszenierungen der Liebe“ andeutet, nach.  

Ist die Liebe an sich, nicht nur eine Inszenierung?   

Sophia Mott stellt uns nun die wichtigsten (?) Frauen, die in Goethes Leben eine Rolle spielen vor - diese Liste  erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Angeblich sollen es 44 Frauen gewesen sein, mit denen er eine Beziehung, welcher Art auch immer, gepflegt haben soll. 

  • Katharina Elisabeth Goethe (Mutter, 1731-1801)
  • Cornelia Schlosser geb. Goethe (Schwester, 1750-1777)
  • Käthchen Schönkopf (1746-1810)
  • Friederike Brion (1752-1813)
  • Charlotte Buff (1753-1828)
  • Lili Schönemann (1758-1817)
  • Charlotte von Stein (1742-1827)
  • Christiane Vulpius (1765-1816)
  • Marianne von Willemer (1784-1860)
  • Ulrike Levetzow (1804-1899) 

Wer ist seine größte Liebe gewesen? Vermutlich er selbst. 

Meine Meinung: 

Der alte Geheimrat Goethe gilt als Womanizer seiner Zeit. Doch ist er das wirklich? Braucht er nicht vielmehr die Bewunderung der anderen, um sich bestätigt zu fühlen? Sind die echten oder angedichteten Amouren nicht nur Spiegelungen seiner Selbst? 

Ich will ja auch nicht in die Kerbe „die Mütter sind an allem schuld“ stoßen, doch welchen Anteil an seiner Persönlichkeit die intensive Beziehung zu seiner Mutter - als erste Frau in seinem Leben - hat, kann man nach 275 Jahren nur mutmaßen.  

Goethe ist ein mächtiger und vermögender Mann und kann es sich richten. Das macht ihn ein wenig unsympathisch. Doch wie sagt schon sein Faust? “Zwei Seelen wohnen, ach in meiner Brust“ - auch Goethe ist zwiegespalten. Er setzt sich über alle Konventionen hinweg, als er mit Christiane Vulpius lange Zeit ohne Segen der Kirche zusammenlebt.   

Macht macht erotisch und deshalb wirkt Goethe auch noch im Alter auf zahlreiche Frauen anziehend. Er, der arme, schwache Mann muss sich den Frauen natürlich hingeben.   

Sophia Motts Schreibstil ist kurzweilig und durchaus humorvoll, wenn sie uns jene Frauen präsentiert, die in Goethes Leben eine Rolle gespielt haben.  

Ergänzt werden die ansprechenden Texte von Abbildungen der jeweiligen Frau. Dazu gibt es zahlreiche Zitate aus Briefen. Vervollständigt wird das Buch durch das Register der Frauen in Goethes Leben in alphabetischer Reihenfolge von Anna Amalia bis hin zu Luise von Ziegler.  

Fazit:

Ein gelungenes Geburtstagsgeschenk zum 275. Wiegenfest. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

 

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