Sophie Bassignac Das Leben ist zu bunt für graue Tage

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Inhaltsangabe zu „Das Leben ist zu bunt für graue Tage“ von Sophie Bassignac

Paris kurz vor Weihnachten. Es schneit unaufhörlich. Sehr weihnachtlich ist es bei Max und Raphael allerdings nicht. Die Cousins, die als Filmausstatter und Restaurator arbeiten, leben erst seit kurzem in der Wohnung, haben sie aber im Handumdrehen in eine originelle Rumpelkammer und Party-Zone verwandelt. Bei ihnen geht die Pariser Bohéme ein und aus, die sich von ihrem kreativen Chaos angezogen fühlt. Nach allerlei Liebeswirren - warum verliebt man sich eigentlich immer in die Falschen? - markiert das nahende Silvesterfest einen Neuanfang für alle.
Eine charmante Komödie mit Tiefgang, die über die Liebe, das Leben und die Wärme in einer kalten Winternacht erzählt.

Leider nicht das, was ich erwartet habe. Insgesamt eher schwermütig und traurig. Die Charaktere gingen mir nicht nahe.

— Maus71

Ich habe das Buch auf Seite 100 beendet. Eine deprimierende Geschichte die dazu auch noch verwirrend geschrieben ist. Schade

— Traumerle1133

Konnte mich nicht überzeugen.

— Jashrin

Gute Idee, ähnlich und besser bei Gavalda schon gelesen, konnte mich nciht erreichen.

— Bri

Leider mehr grau als bunt

— raven1711

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  • Melancholisch und sehr speziell

    Das Leben ist zu bunt für graue Tage

    Jashrin

    07. January 2017 um 16:14

    Die Tänzerin Louise lebt in einer seltsamen Wohngemeinschaft zusammen mit den beiden Cousins Raphael und Max, Restaurator und Filmausstatter. Beide sind auf ihre Art speziell und entsprechen nicht unbedingt den vorherrschenden gesellschaftlichen Normen, und so ziehen sie viele Künstler und Intellektuelle an, die bei ihnen ein und aus gehen. Auch Cécil, die im selben Haus wohnt, ist immer wieder bei den beiden anzutreffen. In der Künstlerwohnung herrscht ein zerbrechliches Gleichgewicht, in der jeder mehr oder weniger seinen Platz hat. Bald jedoch wird dieses durch das Auftauchen von Eva und durch die Ankündigung, dass die Wohnung verkauft werden soll, auf eine harte Probe gestellt. Bis zum Ende des Maskenballs, mit dem die Cousins das Jahr beschließen, gibt es nicht nur für Louise ein auf und ab der Gefühle. Ich habe zu dem Buch gegriffen, da mich sowohl das Cover als auch der Titel sehr angesprochen haben. Jedoch haben beide in mir wohl falsche Erwartungen geweckt. Durch das ganze Buch ziehen sich melancholische Töne, die Stimmung ist eher verhalten, bedeckt und grau und wenig bunt. Statt einer charmanten Komödie mit leicht exzentrischen Charakteren habe ich eine Geschichte erhalten, die wenig heiter ist und deren Charaktere für mich persönlich alle zu überzogen und fremd waren. An sich mag ich gerne Charaktere, die ein wenig aus dem Rahmen fallen, doch hier gibt es kaum jemand normalen und exzentrisch ist für die meisten Charaktere noch untertrieben. Sie waren für mich so fremd, dass ich keinen Zugang zu ihnen finden konnte und auch die Hintergründe der einzelnen Figuren blieben für mich leider eher ein diffus und undurchsichtig. Die aufgegriffenen Themen sind teils durchaus spannend und auch brisant, doch in der Weise, in der sie präsentiert wurden, konnten sie mich dennoch nicht fesseln. Der Schreibstil hingegen hat mir gut gefallen. Sophie Bassignac schreibt mit einer unglaublichen Liebe zum Detail und bringt immer wieder wunderbar poetische Sätze zu Papier. Auch kann ich mir gut vorstellen, dass das Buch sich sehr gut für eine Theateradaption eignen würde, zumal die Handlung auf wenige Schauplätze begrenzt ist. Als Theaterstück würde ich dem Buch sogar vermutlich nochmals eine Chance geben. Mein Fazit: Vielleicht lag es an meinen Erwartungen, aber insgesamt konnte mich das Buch nicht überzeugen. Mir fehlten zum einen der Schwung und das Charmante, das ich mit Paris verbinde, hauptsächlich jedoch greifbare Charaktere, deren Schicksal mich berührt und mit denen ich mitleiden und lachen kann. Auf Grund des schönen Stils gibt es von mir 2,5 Sterne, aufgerundet also 3.

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  • Melancholie, auf die man sich einlassen muss ...

    Das Leben ist zu bunt für graue Tage

    Bommerlinda

    14. November 2016 um 15:15

    Was erhofft man sich, wenn man sich einen Roman mit dem Titel "Das Leben ist zu bunt für graue Tage" kauft? Richtig, man will auf leichte Art und Weise unterhalten werden. Sich einem Buch widmen, dass einen aus dem oftmals schon tristen, grauen Alltag holt, hinein in eine Story, die jeden ungemütlichen Novembertag zu einem ganz besonderen Tag werden lässt. Das Berauschende, das Fröhliche, ja, eben das Bunte habe ich erwartet. Gestoßen aber bin ich auf einen Roman voll von Charme und Melancholie und das Beste, ich habe ihn in allen Zügen genossen. Paris versinkt kurz vor Weihnachten im Schnee, doch Weihnachtsstimmung will bei den Cousins Max, Bühnenbildner, quirlig und von leicht aufbrausendem Temperament und Raphael, Restaurator, still und in sich gekehrt, nicht so richtig aufkommen. Sie wohnen in einer gemeinsamen Wohnung, in der schon nach kurzer Zeit des Zusammenlebens ein kreatives Chaos herrscht.  Angezogen durch das vorherrschende Chaos, dem Anderssein, gehen bei Max und Raphael die Interlektuellen der Pariser Geschellschaft ein und aus. Als die beiden von ihren Müttern mit der Aussage konfrontiert werden, dass die Wohnung, in der sie Leben, verkauft werden soll, bitten sie diese darum, dies nicht vor Sylvester zu tun, da eine Sylvesterparty den Jahresabschluss krönen und einen Neustart für alle Gäste beinhalten soll. Ein Roman, der erfordert, dass der Leser in vielen Momenten zwischen den Zeilen liest. Kein Roman, der nicht beiläufig und halbherzig gelesen werden darf. Er fordert Aufmerksamkeit und Zeit und das trotz der doch geringen Seitenanzahl. Wer diese Zeit nicht aufbringen möchte, der wird sicherlich enttäuscht werden. Zu viele schwierige Charaktere, die eine Geschichte allein vielleicht gar nicht verkraften kann. Es sei denn, man nimmt sich eben diese Zeit, um die unterschiedlichen Menschen wirklich kennenlernen zu wollen. Die Autorin schafft mit der Darstellung der verschieden Personen einen Raum, der auch auf die Bühne projiziert werden könnte. Bis ins kleinste Detail werden Gesichtsausdrücke und Bewegungen der Charaktere beschrieben, die immer vor der gleichen Kulisse, der Pariser Wohnungen, spielen. Kein schneller Szenenwechsel, was für so manchen Leser sicherlich als Tristesse ausgelegt werden könnte. Doch diese gewollte Tristesse, die auf Melancholie und stille Traurigkeit trifft, spiegelt für mich die Stimmung der Vorweihnachtszeit wieder. Stille, die einen in dieser Zeit ergreift. Kein Jauchzen, keine Fröhlichkeit, wie wir sie aus Kindertagen kennen. Besinnung auf das Wesentliche, ohne abgelenkt zu werden. Ein zauberhafter Roman, dessen Titel vielleicht ein wenig irreführend ist, dessen Inhalt aber mit viel Melancholie, Wärme, aber auch Gefühlsduseleien aufwartet. Wer sich darauf einlassen mag, der wird schöne Stunden im verschneiten Paris verbringen können.

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  • Graue Tage

    Das Leben ist zu bunt für graue Tage

    Bri

    31. October 2016 um 14:27

    An grauen Tagen wünscht man sich eine aufmunternde, strahlende Lektüre, die ein wenig Wärme in den eher nebligen (Lese-)Alltag bringt. Da das Buch der ersten Wahl (hier bereits eine begeisterte Rezension auf Buch-Haltung dazu) zwar brillant geschrieben, aber ein richtiger Wälzer und damit für die S-Bahn denkbar ungeeignet ist, griff ich nach leichterem Lesestoff. Inhaltlich, wie auch gewichtsmäßig. Aber leider haben Cover und Klappentext mich auf eine Fährte geführt, die im Nebel verschwand ... Paris, die Stadt, die für mich am ehesten mit meiner Wahlheimat Berlin zu vergleichen ist, ist Ort der Handlung. Wer da nicht gleich bei einem alten Wohnhaus inmitten dieser wunderbaren Stadt ein gewisses Bild vor Augen hat, war noch nicht im Herzen Frankreichs oder konnte keinen Bezug dazu aufbauen. Kann passieren, ist nicht schlimm, für mich aber undenkbar. Das alte Wohnhaus, in dem Max gemeinsame mit Raphael in einer WG lebt, in die Louise - die ambitionierte junge Tänzerin mit großer Liebe zu Rita Hayworth - bald mit einzieht und in dem Cécile, die brillante Professorin, seit Jahren wohnt, zieht den Leser magisch an. Wähnt er doch etwas zu finden, was an Anna Gavaldas Zusammen ist man weniger alleine erinnert. In Teilen ist das auch so: Sowohl bei Gavalda auch als bei Sophie Bassignac leben die unterschiedlichsten, teilweise auch sehr schräg gestrickten Charaktere auf engem Raum zusammen. Findet man bei Gavalda liebenswürdige Macken, ausgereifte, sich entwickelnde Figuren, so ist es Sophie Bassignac in ihrem Roman Das Leben ist zu bunt für graue Tage nicht gelungen, die Figuren auszuformulieren. Die beiden jungen Männer, die in ihrer WG leben bleiben trotz ihrer Schrullen eher blass. Der eine ist hochgradig kreativ, aber auch unberechenbar aufgrund seines Drogenkonsums, der andere zieht sich zurück, verfällt in stundenlangen Mutismus. Zwei Pole, die nur deshalb miteinander auskommen mögen, weil sie seit ihrer Geburt quasi untrennbar verbunden sind. Cousins sind sie - gemeinsam aufgewachsen bei Zwillingsschwestern, die den Jungen nicht gerade eine glückliche Kindheit bescheren konnten. Louise, die junge Frau, die das Duo zu einem Trio komplettieren soll, träumt einen Traum, der viel mit Vergangenem zu tun hat. Hastig komponiert scheint mir der Roman, viele Bilder, die sich in einem Film gut machen wurden reihen sich zu einer nicht ganz zusammenhängenden Geschichte für mich lose aneinander. Die einzelnen Personen kommen in Kontakt zueinander, aber nicht der Leser mit ihnen. Es mag sein, dass dabei - mal wieder - eine Erwartungshaltung im Spiel ist, die dem Roman Ungerechtigkeit widerfahren lässt, aber das Lesen an und für sich ist eine subjektive Sache und subjektiv gesehen, habe ich ab circa der Hälfte leider nur noch quer gelesen. Ich gebe es zu: Mir ist dadurch sicherlich einiges entgangen, was den Roman verfeinert, die Handlungen der Personen glaubhaft gemacht hätte, doch war mir mein Leseleben zu bunt für diese Geschichte. Sicherlich war es auch nicht förderlich, nebenher den großartigen Erstling von Nathan Hill zu lesen - denn ein Vergleich der beiden Bücher ist ungerecht. Und doch habe ich verglichen. Sophie Bassignacs Roman wird seine Leser trotzdem finden, da bin ich mir sicher - und ich wünsche es ihm. Mir jedoch war er zu unausgegoren, seine Figuren mit zu wenig Liebe zu ihnen formuliert, der Fokus zu sehr auf die Verschrobenheiten gesetzt, als dass er mir ein wohliges Gefühl vermittelt hätte, wie es das Cover suggeriert und wie es Anna Gavaldas Zusammen ist man weniger allein vermochte, ganz subjektiv gesehen.

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    • 3
  • Die bunten Tage fehlen hier leider

    Das Leben ist zu bunt für graue Tage

    Literaturliebe

    17. October 2016 um 21:27

    „Und wissen Sie, weshalb wir schweigen? Weil wir unfähig wären, uns zu rechtfertigen, wenn man uns fragen würde, warum wir so leben, wie wir leben. Um nicht darauf antworten zu müssen, schweigen wir.“ S. 122 Wer freut sich nicht auf ein Buch wie „Das Leben ist zu bunt für graue Tage“, wenn das Wetter momentan alles andere als freundlich ist? Eben. Und genau deswegen habe ich an einem weiteren verregneten Herbsttag zu Sophie Bassignac gegriffen, um meine Stimmung ein wenig aufzuheitern. Leider ging dieser Plan fehl. Die Geschichte spielt in einem Wohnhaus in Paris, in denen die ältere Dame Cecile, die Cousins Raphael und Max sowie deren Mitbewohnerin Louise wohnen. Zu ihnen gesellt sich auch bald die geheimnisvolle Eva. Als die beiden Cousins von ihren Müttern erfahren, dass sie aus der Wohnung ausziehen müssen, bitten sie um eine Schonfrist bis Silvester, denn sie wollen einen Maskenball veranstalten. Was so vielversprechend und heiter klingt, war jedoch leider das komplette Gegenteil. An diesem Buch war nämlich gar nichts bunt, außer vielleicht das Cover. Es mag daran liegen, dass die Geschichte im Winter spielt und damit schon von vorneherein ein dunkles und graues Setting geschaffen wurde. Aber das war für mich nicht einmal das Hauptproblem, denn es soll Menschen geben, die sich auch über den Schnee freuen. Was mir dagegen große Probleme bereitet hat, waren die Charaktere. Diese sind oft traurig und jammern herum, ihre Gedanken waren teils einfach nur erdrückend und halfen somit gar nicht über das unangenehme Gefühl des eher unbeliebten Winters hinweg. Zudem fiel es mir unglaublich schwer einen richtigen Zugang zu ihnen zu finden. Alle fünf Charaktere sind sehr speziell, komplett verschieden und haben teils widersprüchliche Charaktereigenschaften. Ihre Schicksale und einzelnen Geschichten, die sie zu den Menschen machten, die sie heute sind, wurden leider nur angedeutet, sodass die Figuren für mich einfach nicht greifbar waren. Das zweite große Problem war die Geschichte selbst. Sophie Bassignac reißt einige wichtige und interessante Themen an. Aber sie reißt sie eben nur an und lässt damit viel Spiel- und Interpretationsraum. Zudem war mir die Geschichte einfach zu melancholisch, zu schwerfällig und zu traurig. Ich konnte nirgendwo einen Hoffnungsschimmer ausmachen, auf den ich mich hätte stützen können, damit die bunten Tage vielleicht doch noch kommen. Die Autorin hat einen schönen Schreibstil mit einem Hang zur Detailverliebtheit. Aber gerade durch die Schwerfälligkeit der Geschichte ging dieser Schreibstil unter, sodass mir die 208 Seiten teils endlos vorkamen und ich – so ungerne ich dies wirklich sage – einfach erleichtert bin, dieses Buch nun endlich beendet zu haben. Abschlussworte Vielleicht bin ich mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen, aber „Das Leben ist zu bunt für graue Tage“ konnte mich leider gar nicht überzeugen. Die Geschichte war mir zu trist, zu melancholisch und vor allem zu schwerfällig und schleppend. Auch konnte ich keinen besonderen Zugang zu den Charakteren finden, die komplexe Persönlichkeiten zu sein scheinen, die aber durch zu wenige Informationen kaum greifbar waren. Insofern hält der Titel leider nicht das, was er verspricht, denn die bunten Tage fehlen hier.

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  • Gefühlvoller Inhalt mit falsch gewähltem Titel

    Das Leben ist zu bunt für graue Tage

    Kitsune87

    14. October 2016 um 12:47

    Rezension zu Das Leben ist zu bunt für graue Tage Titel: Das Leben ist zu bunt für graue Tage Autor: Sophie Bassignac Verlag: Atlantik (Hoffmann und Campe) Genre: Gegenwartsliteratur Preis: 20,00 € Erscheinungsdatum: 17.09.2016 Isbn:978-3455600407 Ich bedanke mich beim Team des Altantik Verlages für die Übersendung des Rezensionsexemplars. Inhalt: Paris kurz vor Weihnachten. Es schneit unaufhörlich. Sehr weihnachtlich ist es bei Max und Raphael allerdings nicht. Die Cousins, die als Filmausstatter und Restaurator arbeiten, leben erst seit kurzem in der Wohnung, haben sie aber im Handumdrehen in eine originelle Rumpelkammer und Party-Zone verwandelt. Bei ihnen geht die Pariser Bohéme ein und aus, die sich von ihrem kreativen Chaos angezogen fühlt. Nach allerlei Liebeswirren - warum verliebt man sich eigentlich immer in die Falschen? - markiert das nahende Silvesterfest einen Neuanfang für alle. Meinung: Wenn man sich an diesen Roman setzt darf man vor allem eines nicht: Den deutschen Titel mit dem Inhalt assoziieren. Wenn man diesen außen vor lässt, wird man völlig anders in die Geschichte hinein tauchen können. Der gewählte Titel „Das Leben ist zu bunt für graue Tage“ weckt zusammen mit der Inhaltsangabe eine Erwartung an das Buch, die dem Inhalt nicht gerecht wird. Auch wenn dies mein erstes Werk der Autorin ist, so ist sie doch bekannt für ihre melancholischen Geschichten und originellen Figuren. Und mit eben jenem Rezept hat sie auch diesen Roman geschaffen.  Die Charaktere, allen voran die Cousins Max und Raphael, führen alle ein außergewöhnliches Leben und man darf sie gut und gerne an als speziell bezeichnen. Die Protagonisten sind der hauptragende Teil der Geschichte und wurden alle, jeder für sich, mit vielen Eigenschaften, Ecken und Kanten, vielleicht ein wenig zu überzeichnet, geschaffen. Raphael und Max Wohnung gleicht ihrem Gefühlsleben, einem völligen Chaos. Ihre Mütter, die die Wohnung von einer Tante geerbt haben, wollen diesem Verfall nicht länger tatenlos zusehen und setzen sie mit einer Frist bis Silvester vor die Tür… Durch den melancholischen Erzählstil der Autorin konnte eine, zu weiten Teilen, bedrückende Stimmung geschaffen werden, die auf mich als Leser vollends überspringen konnte. Des Weiteren zeichnet sich Bassignacs Erzählweise durch reiche Details auf Gegenstände und Personenbeschreibungen aus. Da ich allerdings, durch den Titel und die Beschreibung ausgelöst, von einer etwas andere Art von Geschichte (ähnlich einer „Zusammen ist man weniger allein“) ausgegangen war, zog mich diese stets mitschwingende Traurigkeit das ein oder andere Mal mit runter. Aus diesem Grunde hatte ich das Buch auf für einige Zeit zur Seite gelegt, um mich dann - in der  Richtung Stimmung - ihm wieder widmen zu können. Man muss ihr jedoch zu Gute halten, dass Emotionen, egal ob positiv oder negativ, beim Leser durch den Autoren ausgelöst, immer als Gewinn zu sehen sind.  Zitat: „Alle drei waren verfehlte Künstler, Satelliten im Schlepptau der Fantasie von anderen, die begabter waren als sie.“ - Seite 19 Fazit: Der Roman versprüht für mich den Flair eines Theaterstückes und vielleicht würde er als solcher noch besser funktionieren. Wenn man sich vollends auf ihn einlässt, ohne sich von Titel und Rückentext beeinflussen zu lassen, darf man sich auf ein paar bewegte Lesestunden einstellen und sich an dem detailreichen Erzählstil erfreuen. Wahrscheinlich muss man genau in der Stimmung für diese leicht melancholische Erzählung sein, um den Roman gänzlich genießen zu können. Ich würde ihn als vielmehr als Tragikomödie, denn als Unterhaltungsroman einschätzen. 4 Sterne

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  • Leider mehr grau als bunt

    Das Leben ist zu bunt für graue Tage

    raven1711

    27. September 2016 um 17:30

    Klappentext:Paris kurz vor Weihnachten. Es schneit unaufhörlich. Sehr weihnachtlich ist es bei Max und Raphael allerdings nicht. Die Cousins, die als Filmausstatter und Restaurator arbeiten, leben erst seit kurzem in der Wohnung, haben sie aber im Handumdrehen in eine originelle Rumpelkammer und Party-Zone verwandelt. Bei ihnen geht die Pariser Bohéme ein und aus, die sich von ihrem kreativen Chaos angezogen fühlt. Nach allerlei Liebeswirren - warum verliebt man sich eigentlich immer in die Falschen? - markiert das nahende Silvesterfest einen Neuanfang für alle.Eine charmante Komödie mit Tiefgang, die über die Liebe, das Leben und die Wärme in einer kalten Winternacht erzählt.Meinung:In einem alten Wohnhaus in Paris leben neben der älteren Cécile, die Cousins Raphael und Max sowie seit kurzem ihre neue Mitbewohnerin Louise. Als die Cousins von ihren Müttern verkündet bekommen, dass diese die Wohnung verkaufen möchten, bitten sie um eine Schonfrist bis Silvester, denn sie wollen einen Maskenball veranstalten. Dann taucht auch noch die geheimnisvolle Eva in der Wohnung auf und das Gefühlschaos scheint vorprogrammiert zu sein.Titel und Inhaltsangabe assoziierten bei mir eine heitere Screw-Ball-Komödie mit französischem Charme. Leider präsentierte sich die Geschichte mir alles andere als heiter und mit einigen Schwachpunkten. Da wären zu einem die Charaktere, zu denen ich in der gesamten Lektüre keinen Zugang fand und die mir suspekt blieben. Zwar hebt die Autorin die jeweiligen Schwächen und negativen Charaktermerkmale sehr stark hervor, die positiven fielen aber nicht sehr ins Gewicht und auch deren jeweilige Schicksale und Hintergründe kamen bei mir nicht an. Insgesamt blieben mir alle Figuren zu schwammig und wenig greifbar.Zum anderen war es auch die Geschichte selber, die mich nicht begeistern konnte. Der Ton war mir zu trist, melancholisch und grau. Das Bunte, dass mir der Titel versprach, habe ich die ganze Zeit über vermisst. Manche Dinge waren mir zu schnell abgehandelt, an anderen Stellen lässt die Autorin zu viel Interpretationsraum und die Geschichte fühlt sich unausgegoren an. Zwar hat Sophie Bassignac durchaus mutige Themen im Roman einfließen lassen, im Gros aber zünden diese nicht und auch der schöne Erzählstil konnte es nicht verhindern, das ich mich beim Lesen eher gelangweilt habe. Ich habe mich durch das Buch durchgequält, immer in der Hoffnung, doch noch Zugang zum Buch zu finden, aber letztendlich war ich froh, als ich den Roman beendet habe.Erzählt wird der Roman in der dritten Person, die Sichtweise wechselt zwischen den verschiedenen Charakteren. Die Kapitel haben eine moderate Länge. Da die Geschichte aber recht schwerfällig erzählt wird, hat man das Gefühl, dass sich der Roman ziemlich zieht. Schade.Fazit:Ich bin wohl mit den falschen Vorstellungen an diesen Roman herangegangen. Die heiteren Szenen kamen kaum bei mir an, die Charaktere waren mir zu wenig greifbar und die Erzählung insgesamt zu trist, die Stimmung zu melancholisch. Da konnte auch der schöne Erzählstil nicht mehr viel rumreißen.Von mir gibt es 2 von 5 Punkten.Vielen Dank an den Atlantik Verlag für das Rezensionsexemplar.

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