Lilou ist 18, pansexuell, hat gerade ihr Abitur gemacht und sitzt nun im Zug von München nach Paris, wo sie mehr über ihre Mutter erfahren möchte. Kurz vor Paris steigt Mignon zu und scheint mit ihr zu flirten. Dennoch bleibt sie eher distanziert und abweisend. Als sie sich am Gare du Nord verabschieden, gehen beide davon aus, dass sie sich nicht wiedersehen werden. Doch zwei Wochen später treffen sie auf einer Party zufällig wieder aufeinander. Für eine Beziehung scheinen beide nicht bereit zu sein.
Wo fange ich hier am besten an? Der Beginn der Geschichte und das erste Aufeinandertreffen von Lilou und Mignon haben mir gut gefallen. Ich habe eine schöne Liebesgeschichte mit etwas Dramatik erwartet. Allerdings kam die Geschichte irgendwann nicht mehr vom Fleck, wurde langatmig und dadurch auch langweilig.
Mit den beiden Protagonistinnen bin ich - obwohl mir der Anfang gefallen hat - bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Ich kann nicht mal genau sagen, woran das lag, aber aus irgendeinem Grund sind auch die Emotionen bei mir nicht wirklich angekommen. Dabei ist gerade Mignons Geschichte, dass sie sich bisher als heterosexuell gesehen hat und sich nun mit der Situation konfrontiert sieht, Gefühle für eine Frau zu entwickeln und zu diesen Gefühlen auch zu stehen, eine sehr gute und wichtige Thematik.
Gerade deshalb wollte ich dieses Hörbuch wohl auch mögen und hatte aufgrund der vielen tollen Bewertungen auch höhere Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden.
Die Dialoge zwischen Lilou und Mignon schwanken zwischen poetisch und tiefgründig auf der einen Seite und auf der anderen einfach nur platt und zu sehr gewollt. Außerdem fand ich es beim Hören auch wahnsinnig anstrengend und nervig, dass ständig Worte mehrfach nacheinander genannt wurden (z.B. fiel, fiel, fiel/atmete, atmete, atmete/ je t'aime, je t'aime, je t'aime/ allein, allein, allein). Auch den Plottwist am Ende habe ich leider recht früh kommen sehen.
Insgesamt fand ich die Geschichte leider eher langatmig und irgendwann auch langweilig. Die Protagonistinnen konnten mich leider ebenfalls nicht so richtig überzeugen, wodurch auch die Emotionen auf der Strecke blieben. Ab der Mitte etwa habe ich mich mehr durch dieses Hörbuch gekämpft, als dass ich es genießen konnte. Ich denke, dass ich diese Reihe leider nicht weiterverfolgen werde.












