Provenzalische Schuld

von Sophie Bonnet 
3,0 Sterne bei1 Bewertungen
Provenzalische Schuld
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Viel gewollt, weniger gekonnt. Ansonsten ein atmosphärischer, gemütlicher Krimi aus Frankreich mit sehr ruhiger Spannung.

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Inhaltsangabe zu "Provenzalische Schuld"

Es ist November in Südfrankreich. Die Olivenernte hat begonnen und die Tage sind noch angenehm warm. Pierre Durand freut sich auf den gemeinsamen Urlaub mit seiner Freundin Charlotte – weit entfernt von Sainte-Valérie. Da erschüttern zwei mysteriöse Morde die Hochprovence. Als auch noch Nanette Rozier, die Frau des Bürgermeisters, spurlos verschwindet, ist an Erholung nicht mehr zu denken. Bald wird Arnaud Rozier verdächtigt und bittet seinen Chef de police um Hilfe. Pierre Durand folgt der Spur der Vermissten in die provenzalischen Berge bei Sisteron und begibt sich damit selbst in höchste Lebensgefahr ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783956393433
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio
Umfang:0 Seiten
Verlag:Audio Media Verlag
Erscheinungsdatum:14.05.2018
Das aktuelle Buch ist am 14.05.2018 bei Blanvalet erschienen.

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    Wedmavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Viel gewollt, weniger gekonnt. Ansonsten ein atmosphärischer, gemütlicher Krimi aus Frankreich mit sehr ruhiger Spannung.
    Viel gewollt, weniger gekonnt.

    Auf die Fortsetzung der Reihe mit Pierre Durand habe ich mich lange gefreut. Die letzte Folge habe ich in guter Erinnerung. Nun kam Band 5 und er war doch anders als die vorigen Folgen, v.a. gewollt komplexer und verworrener.


    Klappentext beschreibt den Anfang ganz gut: „Neblige Täler, vergessene Dörfer – tote Touristen …
    Es ist November in Südfrankreich. Die Olivenernte hat begonnen, die Tage sind noch angenehm warm. Da erschüttern zwei mysteriöse Morde die Hochprovence. Weit entfernt von Sainte-Valérie, wo sich Pierre Durand auf den gemeinsamen Urlaub mit seiner Freundin Charlotte freut. Doch als Nanette Rozier, die Frau des Bürgermeisters, spurlos verschwindet, ist an Erholung nicht mehr zu denken. Bald wird Arnaud Rozier verdächtigt und bittet seinen Chef de police um Hilfe. Pierre Durand folgt der Spur der Vermissten in die provenzalischen Berge bei Sisteron und begibt sich damit selbst in höchste Lebensgefahr ...“


    Um die verschwundene Gattin des Bürgermeisters zu finden, ermittelt Pierre im Département Alpes-de-Haute-Provence und der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Es ist eine Gegend, in der der modernen Schnitzeljagd gefrönt wird, viele Touristen gern wandern gehen, die Artenvielfalt der Natur bewundern, usw. Und so taucht man in diese eigenartige Atmosphäre. Die mitunter ausschweifenden Landschaftsbeschreibungen sind recht gut gelungen. Alles in allem fühlt es sich wie Urlaub an. Die provenzalischen Spezialitäten, manche recht detailliert beschreiben, die sich Pierre schmecken lässt, tragen auch zum Urlaubsfeeling bei. Die Menschen, die man dort trifft, die sind wie dem wahren Leben entsprungen. Die habe ich gern kennengelernt.

    Man ist aber nicht nur bei den schönen Dingen der Region dabei. Man schaut Pierre über die Schulter bei seinen Ermittlungen, und wird auch mit den Problemen konfrontiert, die die Einheimischen haben. Das Schicksal der Bauern, die viel arbeiten müssen, dabei aber nur sehr wenig Geld verdienen und somit ihre Kredite nicht bedienen können, treiben so manchen in den selbst gewählten Tod, der oft als Unfall kaschiert wurde, damit die Familie nicht in die Schwierigkeiten gerät. Die Problematik mit den Wölfen, die die Schafe reißen und sich sonst immer weiter ausbreiten, ist hier auch sehr gut präsent: Die Bewegungen pro und contra Wölfe bekommen hier ihre Stimme.

    Auch daheim läuft bei Pierre nicht alles glatt. Der Urlaub muss erstmal warten, da er vom Bürgermeister gerufen wurde und ermitteln soll. Pierres Freundin Charlotte steckt im beruflichen Stress. Sie arbeitet gern in ihrem neuen Laden, und das eher viel als wenig. Zudem träumt sie von ihrem Kochbuch, worauf die Sprache im Laufe der Geschichte mehrmals kommt. Die Ausführungen muten schon fast wie eine Verkaufsveranstaltung für eben dieses Buch an.

    Das Thema der weiblichen Selbstbestimmung tritt in dieser Folge sehr deutlich zutage. Für die verschwundene Gattin des Bürgermeisters war die Frage des selbstbestimmten Lebens auch ganz akut. Daraus hat sich die Ausgangssituation auch entwickelt.

     

    Der Sprecher Götz Otto hat ganz gut gelesen. Eine angenehme, wohl geübte Stimme eines Profisprechers. Wobei mir seine Art vorzutragen oft zu langsam, ja betont langsam erschien. Und hin und wieder zu staatstragend, als ob er die Nachrichten im ÖR-TV verlas. Aber insg. war es ganz gut.


    Was mich weniger in dieser Folge begeistern konnte: Die Spannung war eine Ecke zu ruhig. Bei den letzten 2,5 Stunden habe ich das Ende förmlich vorbeigesehnt, da sich das Ganze in die Länge zog und einfach nicht zum Schluss kommen wollte. Als es sich abzeichnete, dass aus dem Krimi zum Schluss doch eher ein Thriller werden sollte im Sinne der persönlichen Involvierung des Ermittlers, da war ich mit meiner Geduld am Ende. Die Handlung war mit der Schnitzeljagd so oder so zu konstruiert, gewollt originell und eher klischeehaft. Zu viele Erklärungen haben einen guten Teil von Spannung auch weggenommen. Das Ende war eher auch aus der Klischeekiste.

    Man konnte zwar nicht voraussehen, wer das war, auch weil die Person sehr spät den Lesern präsentiert wurde, wie ein Kasperle aus der Überraschungskiste, jedenfalls überzeugen im Sinne zufriedenstellen konnte mich diese Wendung wohl kaum.

    An Ende waren alle Fragen geklärt, alles war aufgelöst. Und ich frage mich, ob ich die nächste Folge mir auch antue.


    Fazit: Ein sehr gemütlicher Krimi der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur mit viel Atmosphäre, Urlaubsfeeling, lebendignen Figuren, der zum Schluss zum Thriller wird. Geht recht nett zum Nebenbei-Hören beim heimischen Werkeln. Auf die Langsamkeit des Vorlesenden muss man sich einstellen. Insg.: Bestimmt nicht übel. Mich konnte der Fall nicht so recht überzeugen. Daher ich kann hier eher drei, aber gute Sterne vergeben.

    Ungekürzte Ausgabe 9 St. 20 Min.

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