Sophie Christina Aichinger

 4.9 Sterne bei 7 Bewertungen
Autorin von Ungewollt.
Autorenbild von Sophie Christina Aichinger (©Sophie Christina Aichinger)

Lebenslauf von Sophie Christina Aichinger

Sophie Christina Aichinger, die unter Pseudonym schreibt, ist gelernte Krankenschwester, glücklich verheiratet, Mutter dreier Söhne und Großmutter eines fünfjährigen Enkelsohnes. Ihre Heimat ist ein kleiner Ort in der Nähe von Bremen, wo sie bis heute mit ihrem Ehemann Peter lebt.
1995 begann sie ihre Ausbildung zur Krankenschwester, nachdem sie in verschiedenen beruflichen Sparten ihre Erfüllung gesucht hatte. Heute ist die 56-Jährige freiberuflich im sozial-medizinischen Bereich tätig.
Ihre Hobbys sind: Cabrio fahren, ihr Garten, sowie Einrichten und Dekorieren.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sophie Christina Aichinger

Cover des Buches Ungewollt (ISBN:9783837015027)

Ungewollt

 (7)
Erschienen am 17.08.2016

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Rezension zu "Ungewollt" von Sophie Christina Aichinger

emotional sehr bewegend ...
Engel1974vor 2 Jahren

„Ungewollt“ ist ein eine bewegende Lebensgeschichte, ein Menschenschicksal, eine Biografie, interessant zu lesen und einfühlsam von der Autorin  Sophie Christina Aichinger geschrieben. Es geht um die Thematik „Kuckuckskinder“, Kinder die in Familien aufwachsen und meist erst viel später erfahren wer ihre wahren Eltern sind. So erging es auch der Autorin, sie ist in einer „Welt“ voller Kälte, Ablehnung und Gewalt aufgewachsen und erfährt erst durch Zufall im Alter von 35 Jahren, dass ihr Vater nicht ihr Vater ist. Tief verletzt vom Lügenkonstrukt ihrer bisherigen Familie und die Erkenntnis dass ihr jahrelanger Kampf um die Liebe und Zuneigung des falschen Mannes zwecklos war, begibt sie sich auf die Suche nach ihrem biologischen Vater.

Nichts ahnend das ihr hier ein jahrelanger, dramatischer Kampf bevorsteht, denn die Identität des Vaters ist zwar schnell heraus gefunden, nu dieser versucht mit allen Mittel die amtliche Feststellung seiner Vaterschaft zu verhindern. Doch Sophie gibt nicht auf.

Ihren bisherigen Lebensweg, die Suche nach dem Vater sowie die emotionalen Auswirkungen eines jahrelangen Kampfes um die eigene Herkunft hält die Autorin in ihrem Buch fest. Entstanden ist dabei eine sehr bewegende und emotional ergreifende Biografie, mit der die Autorin aber auch bezweckt allen Lesern, denen es ähnlich geht und die sich hier wieder erkennen werden Mut zu machen und bei ihrer Suche zu bestärken.

Bei einer Biografie, so wie sie das Leben schreibt, möchte ich mich nicht anmaßen diese zu beurteilen, geschweige denn in ein Schema mit Sternen zu „pressen“, so wie es bei meinen üblichen Rezensionen üblich ist. Beurteilen kann ich allerdings den Schreibstil, der gut und flüssig zu lesen ist und die Thematik „Kuckuckskind“, eine Thematik die sicherlich weit mehr Menschen betreffen wird, als bisher angenommen.  Ein Buch das somit hilfreich für jeden Menschen sein kann, der auf der Such nach seiner wahren Identität ist.

Ich bin zwar nicht von dieser „Thematik“ betroffen, dennoch hat mich dieses Buch sehr bewegt und lässt mich am Ende die Autorin für ihren Mut und ihre Stärke bewundern, ihren Weg zu gehen, auch wenn ihr immer wieder Steine in den Weg gelegt wurden.

Fazit: emotional sehr bewegend, eine Thematik die sicherlich weit mehr Menschen betrifft, als bisher angenommen.

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Rezension zu "Ungewollt" von Sophie Christina Aichinger

Ungewollt und ungeliebt geht eine Frau ihren Weg!
Joanapetersvor 2 Jahren

Auf Grund dessen, dass ich selbst vor ein paar Jahren ein Buch über ein Art Kuckuckskind geschrieben hatte, was ebenfalls auf einer wahren Begebenheit basiert, ist es mir sehr leicht gefallen, Sophies reales Leben, welches unglaublich bitter verlaufen ist, nachzuvollziehen und mich in sie hinein zu versetzen. Ich habe beim Lesen mit ihr gefühlt, mit ihr gelitten und mit ihr gelacht!
Sophie gehört noch zu einer Generation, in der sehr viele Kuckuckskinder geboren wurden, die Mehrzahl von ihnen hat weder eine Ahnung überhaupt davon, dass ihr »Vater« nicht ihr Erzeuger ist. (Mit der Einführung Anfang der 60ziger Jahre änderten sich die Geburtenzahlen der Kuckuckskinder drastisch). Viele wollen es dazu nicht wahrhaben, da bei einer Aufdeckung oftmals viel zu viel zerbrechen würde. Gerade gut bestückte Männer, machen es sich mit Geld auch heute noch sehr einfach und zahlen an die betroffenen Mütter oder auch Kuckuckskinder ein Schweigegeld, um ihre Ehre in der Öffentlichkeit nicht zu beschmutzen!
Sophie war und ist aber eine Frau, der Gerechtigkeit mehr wert ist als Geld und das genau macht Sophies Buch so einzigartig. Ein Leben lang ist sie auf der Suche nach Liebe, Geborgenheit und Anerkennung. Ihr Weg bis dahin führt sie leider über so viele unnötige Umwege, doch ich glaube, genau diese Umwege haben sie zu dieser wundervollen Frau gemacht, die heute Sophie ist.
Ich wünsche Sophie Christina Aichinger, dass sie nachdem sie sich in diesem wundervollen Buch, ihr ganzes Leid, was man ihr angetan hat, sich von ihrer Seele geschrieben hat und von nun an ein glückliches, erfülltes und zufriedenes Leben führen kann. Das sie nun da angekommen ist, nach was sie ein Leben lang gesucht hat!

Ein Buch was ein Leben beschreibt, in dem sich mit großer Sicherheit sehr viele Frauen in Sophies Alter wiederfinden. Ein Buch welches ich jederzeit und immer wieder weiter empfehlen werden!

Alles Liebe und Gute Joana Peters!

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J

Rezension zu "Ungewollt" von Sophie Christina Aichinger

Von einer Tochter, die sich nicht unterkriegen lässt
Jana_Zimmermannvor 3 Jahren

Die Autorin hat mir mit ihrem biografischen Roman „Ungewollt“ gezeigt, wie grausam manche Menschen sein können – leider. Ich bin der Meinung, ich besitze jede Menge Empathieempfinden, und dennoch kann ich nicht annähernd im vollen Ausmaße nachempfinden, was die Erzählerin des Buches durchgemacht haben muss. Nicht geliebt zu werden, dass muss schrecklich sein. Die Hauptperson des Buches durchlebt eine schreckliche Kindheit: Misshandlungen von allen Seiten, Ablehnung und, ja, auch leider Missbrauch. Beim Lesen überkam mich immer eine Woge von Gänsehaut. Kopfschütteln, Wut! Als Sophie dann irgendwann erfährt, dass ihre Familie, von der sie nie geliebt wurde, eigentlich gar nicht ihre Familie ist, müsste man als Leser meinen, sie wäre froh, dass sie nichts mit diesen Menschen gemeinsam hätte. Dies ist auch insgeheim so, doch Sophie weiß nicht mehr, wo sie hingehört. Und hier beginnt das Drama. Sie weiß, wer ihr Vater sein könnte und auch ist. Doch wieder stößt sie auf eine Familie voller Ablehnung. Sie soll mit Geld abgespeist werden. Mir hat das beim Lesen das Herz gebrochen. Ich bin froh, dass Sophie nun vor 6 Jahren in Toni einen Halt gefunden hat, der sie durch jahrelange Gerichtsverhandlungen begleitet hat. Immerhin haben die Gerichtsverhalndlungen 20 Jahre ihres Lebens in Anspruch genommen. Unfassbar, was das für Nerven gekostet haben muss. Wisst Ihr was ich für mich immer wieder ins Gedächtnis rufen musste: Diese Geschichte ist wirklich so passiert. Es ist die Biografie der Autorin Sophie Christina Aichinger. Es ist nicht nur eine Geschichte, die man liest, und dann zum Alltag übergeht. Nein, die Geschichte ist leider Realität. Immer, wenn ich daran denke, bekomme ich wieder Gänsehaut, und ich kann es beinah gar nicht glauben, dass so etwas passiert in dieser Welt. Liebe Sophie, Du hast mein tiefes Mitgefühl, auch wenn ich bei Weitem nicht wissen kann, wie es in Deinem nervlichen und emotionalen Kostüm aussieht.

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Sophie Christina Aichinger wurde am 04. Dezember 1959 in Bremen (Deutschland) geboren.

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